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Jüdische Rundschau · 1926-07-23 · Heft 57 (23.7.1926) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 57 (23.7.1926)
Date
1926-07-23
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 410 JUED1SCHE RUNDSCHAU Nr. 57 Nr. 57 strakter Ideologie. Denn was in der Gedankenwelt des Zionismus an dem Begriff des Judenstaates von revolutionärem Wert war, nämlich der Gedanke der Autonomie und Selbstverantwortlichkeit eines territorial konzentrierten, unter normalen Bedingungen existierenden jüdischen Gemeinwesens, ist von niemandem angczweifelt worden; die Vorstellung eines jüdischen Nationalstaates jedoch, entsprechend der verhängnisvollen Ideologie der europäischen nationalen Kleinstaaterei, ist solange widersinnig, als nicht ein menschenleeres Land gefunden ist, in welchem die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen für eine solche Gründung vorhanden sind. Die Frage aber, ob wir eine jüdische Majorität in Palästina wollen, ist ungefähr ebenso sinnreich wie die Frage, ob jemand in der nächsten Lotterie den Haupttreffer machen ״will“. Denn nicht darum geht es, ob wir eine jüdische Majorität wollen, sondern darum, ob wir die schnelle Bildung einer numerischen Majorität auf Kosten des gesunden ökonomischen und sozialen Aufbaues des jüdischen Gemeinwesens anstreben wollen. Es wäre z. B. denkbar, durch einen ungeheuren Aufwand an Geld eine große jüdische Bevölkerung in Palästina vom Auslande her zu erhalten; daß ein״ solches künstliches Gebäude nicht wirkliche Existenzk‘raft hätte und keine Lösung der Judenfrage wäre, liegt aber u. E. auf der Hand. Wir müssen also alles darauf anlegen, unsere Einwanderer in den Produktionsprozeß des Landes einzuordnen; sie allmählich immer mehr von auswärtiger Unterstützung unabhängig machen, und ein solcher Prozeß kann seiner Natur nach nur langsam und organisch, ja sogar mit Krisen und individuellen Mißerfolgen vor sich gehen. Selbst hoch entwickelte Länder konnten auf normalern Wege stets nur einen relativ geringen Prozentsatz von Einwanderern verdauen; in Palästina aber sind heute die Bedingungen noch ungünstiger, und obwohl wir alles daransetzen müssen, diese Bedingungen systematisch zu verbessern, so wäre es doch eine gefährliche Selbsttäusehung, sie heute einfach zu ignorieren. Die Ausnützung aller wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes, die für unser Aufbauwerk unerläßlich ist, bringt es auch mit sich, daß wir in immer engeren Kontakt mit den Einwohnern des Landes kommen müssen, wirtschaftliche Verbindungen mit ihnen schaffen, ja auch zu den Nachbarlandem Zugang zu gewinnen versuchen müssen. Dieser Prozeß wird zu einer immer engeren Interessen- Verbindung mit den Arabern führen, die durch das tägliche Leben die Erfahrung machen werden, daß die Juden nicht gekommen sind, sie zu vergewaltigen, und die, zumal sie selbst in einer aufsteigenden kulturellen Entwicklung stehen, in steigendem Maße mit den Juden am Aufbau des gemeinsamen Landes Zusammenarbeiten werden. In einer solchen Gestaltung der Beziehungen wäre dann die Frage der Majorität von untergeordneter Bedeutung, falls durch den verfassungsmäßigen Aufbau jeder Nation in ihren inneren Angelegenheiten vollste Autonomie gewährleistet ist. Wir haben hier ein Problem zu lösen, das in anderen Teilen der Welt seine Analogie hat, wo durch gemeinsame Interessen verschiedene Nationalitäten, die sich alle als Staatsvolk betrachten, in einem Lande vereinigt sind (Schweiz). Die jüdische Gemeinschaft Palästinas, die auch einen moralischen Rückhalt an dem organisierten Weltjudentum hat, wird sich durch Zuwanderung ständig vergrößern, je gewaltiger ihre Anziehungskraft auf das Judentum der Peripherie sein wird. Je stärker das jüdische Gemeinwesen sein wird, desto besser wird es sich entfalten können, und es ist selbstverständlich, daß seine numerische Stärke nicht gleichgültig ist. Aber alles auf ein einfaches Zahlenproblem abzustellen, ohne die Gesetze des organischen Lebens zu berücksichtigen, führt uns zu keiner Lösung des Problems. Der Zionismus ist keine schnelle und vollstlyidige Lösung der Judenfrage in dem Sinne, wie Herzl es in seiner ersten Zeit geglaubt hatte. Eine Massen- Übersiedlung aller Juden binnen kurzer Frist ist unmöglich. Dieser Plan Herzls mußte naturgemäß scheitern. Die geschichtliche Bedeutung eines Mannes liegt aber nicht darin, was er gedacht hat, sondern darin, was er gewirkt hat. Herzl war ein Bahnbrecher und tappte völlig im Dunkeln. Wir wissen heute, daß der Zionismus eine Unternehmung auf lange Sicht ist. Das Werk, das wir heute beginnen, wird vielleicht erst in späteren Generationen vollendet werden. Es gehört dazu Geduld und Glaube. Das bedeutet natürlich nicht Resignation und ״Defaitismus“. Das bedeutet auch nicht ein Abfinden mit den uns entgegenwirkenden Widerständen. Die Unzufriedenheit im zionistischen Lager wegen der gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Lage ist groß und berechtigt. Wir alle gehören zu den Unzufriedenen, und wir fordern eine Verstärkung der zionistischen Aktivität auf politischem Gebiete und ein energisches Durchgreifen auf wirtschaftlichem Gebiete. Es ist fast komisch, wenn Forderungen, die seit Jahren von allen Zionisten erhoben werden, jetzt als das Parteiprogramm der offiziellen Opposition, die sich Revisionismus nennt, erscheinen. Die Forderung nach Staatsländereien (allerdings nicht nach konfisziertem arabischen Boden) oder die Forderung einer Zollreform, die aber viel mehr in der Beseitigung der Einfuhrzölle auf Maschinen und Rohmaterial als in der von den Revisionisten geforderten ״Schutzzollpolitik“ liegen muß, sind seit Jahren Bestandteile unserer politischen Agenda. Wenn die zionistische Exekutive bei ihrer Durchsetzung nicht immer Erfolg hatte, so mag das teils an objektiven Verhältnissen, teils vielleicht auch an der ungenügenden Form der Intervention Wegen — darum fordern wir seit langem Verstärkung unseres politischen Apparates —, Die Anleihe der Palästina •Regierung Das englische Unterhaus stimmte am Mittwoch der von der Regierung angebrachten Qesetzesvorlage zu, nach welcher das Schatzministerium ermächtigt wird, die Garantie für eine Anleihe der Palästina-Regierung In einer Höhe von viereinhalb Millionen Pfund zu übernehmen. Der Ertrag der Anleihe soll wie folgt verwendet werden: 1640000 Pfund für den Bau neuer Eisenbahnen; 1 000 000 Pfund für die Erwerbung der bestehenden Eisenbahnen und ähnliche Kapitalsanlagen; 1 115 000 Pfund für die Durchführung der Hafen bauten und 745000 Pfund für andere Zwecke. Die Regieriugiubveatira für du hebrliiche Sebilwuea Jerusalem, 18. Juli. (J.T.A.) Wie die Pal. Tel.- Ag. erfährt, ist die Regierung entschlossen, in diesem Jahre zur Erhaltung der jüdischen Schulen in Palästina eine Summe von 12 500 Pfund zur Verfügung zu stellen. Weliaunn and Dizeigsfl bei Miaister Amery London, 18. Juli. (J.T.A.) Herr Dizengoff, der im Zusammenhang mit seiner Genfer Reise als Delegierter des Waad Leumi einige Wochen auch in London zugebracht hat, hat gestern die Rückreise nach Palästina angetreten. Zuvor wurde er zusammen mit Dr. Weizmann vom Kolonienminister Amery empfangen, mit dem sie eine Aussprache über die Lage in Palästina hatten. Dizengoff war auch Gast bet Lord Balfour. es ist aber höchst zweifelhaft, ob andere mehr Erfolg gehabt hätten. Denn nicht auf diese Einzelheiten kommt es an, sondern auf das politische Gesamtprogramm. Und was das betrifft, so ist es unsere feste Ueberzeugung, daß die revisionistische Politik, England die Anerkennung jüdischer Vorrechte durch Einräumung staatlicher Gewalten an die Juden, durch Konfiskation des arabischen Großgrundbesitzes, durch Bildung einer jüdischen Legion usw. abzutrotzen, zu einer schnellen Katastrophe des Zionismus führen müßte. Da jedoch die revisionistischen Gedankengänge für viele Zionisten etwas Verführerisches haben, weil sie angenehme Wunschphantasien erzeugen, darum glauben wir, daß auch im Interesse der aktuellen Politik eine klare Erkenntnis vom Wesen und den Aufgaben des Zionismus in diesem Augenblick wieder nottut. Das Aktions-Comite und unsere Zentralinstanzen können sich nur mit praktischen Aufgaben befassen. Die ideologische Weiterbildung des Zionismus jedoch ist Sache derjenigen Organe, die in direkter Verbindung mit den Zellen der Bewegung stehen. So glauben wir, daß auch der Delegiertentag der deutschen Zionisten eine Klärung der zionistischen Gedankenwelt anzustreben hat. Der deutsche Zionismus hat stets, und zwar schon vor der Balfour-Deklaration, die persönliche Verbindung des Zionisten mit Palästina als wünschenswert erklärt. Nach dem Kriege glaubte man eine Zeitlähg, daß dieses Programm im großen Umfang buchstäblich realisiert werden könne. Heute wissen wir, daß es noch lange dauern wird, bevor Palästina wirklich größere Massen von Juden, insbesondere von der gcsellschaftlichen Struktur der deutschen Juden, wird aufnehmen können. Um so wichtiger aber ist die geistige Verbindung. Die Bedeutung der palästinensischen Gemeinschaft als eines hundertprozentigen Judentums wird für die Diaspora immer größer werden. Schon heute beherrscht Palästina das .jüdische Leben und zeigt seine revolutionierende Wirkung. Geistig allerdings ist Palästina heute noch kein Zentrum. Die kolonialen Verhältnisse bringen die Gefahr einer kulturellen Verwilderung nahe, wenn die nationale Selbstkontrolle nicht stetig wach ist. Darum sind die Fragen der Kultur und Volksbildung geradezu der Lebensnerv des Zionismus. Es ist ganz folgerichtig, daß der deutsche Zionismus auf das Programm seines Delegiertentages die Fragen der Volksbildung und der Erziehung, und zwar sowohl in Palästina als auch im Galuth, gestellt hat. Die Wiedergeburt des Judentums kann sich nur aus eigener Kraft vollziehen und zur Belebung der schöpferischen Kräfte bedarf es der Berührung mit den Werken jüdischen Geistes, mit der jüdischen Vergangenheit und der jüdischen Kultur. Es mag sein, daß die Probleme der Kulturarbeit mehr Anstrengung erfordern und weniger populär sind als politische Debatten. Sie haben aber den großen Vorzug, daß es bei ihnen nicht so sehr Forderungen an andere gilt, als Forderungen gegen sich selbst, und daß gerade auf diesem Gebiete die Verwirklichung in unserer eigenen Hand liegt. Der nationale Radikalismus, ohne den der Zionismus undenkbar ist, meint nicht eine Wirkung nach außen, sondern vor allem eine Wirkung nach innen. Die erfolgreiche Abwehr der Assimilation, der Kampf mit den destruktiven Tendenzen des Galuthlebens, kann nur geführt werden, wenn ein innerlich starkes Judentum sich diesen Kräften entgegensetzt. Diesen Wall aufzurichten, ist eine der wichtigsten Aufgaben der zionistischen Landesverbände. Dies ist auch die einzige Möglichkeit, um gegen die organisierte Assimilation und gegen die Antizionisten die Oberhand zu erhalten. Denn der Kampf gegen diese Gruppen des deutschen Judentums kann auf die Dauer nicht ein rein dialektischer sein, er muß Lebensmacht gegen Lebensmacht stellen. Wenn der Delegiertentag diese beiden Aufgaben: Klärung des zionistischen Bewußtseins und Anregung einer ausgreifenden Kulturarbeit erfüllt, dann hat er große Arbeit geleistet und auch die Voraussetzungen für eine neue, intensive zionistische Tätigkeit, vor allem auch zionistische Propaganda, geschaffen. RW. Die Krrca Hajessod- Arbeit ln Südafrika Dem Leitartikel der letzten uns zugegangenen Nummer des ״Zionist Record“ aus Johannesburg vom 18. Juni entnehmen wir den ersten Abschnitt, der sich über tfie Keren Hajessod-Arbeit in Südafrika folgendermaßen äußert: ״Die 100000 Pfund-Kampagne für den Keren Hajessod schreitet erfolgreich vorwärts. Schon beschäftigt man sich damit, auszurechnen, um wieviel diese Summe überschritten werden wird. Drei Viertel des Betrages sind bereits erreicht, während die Nachrichten aus Bulawayo, Salisbury und einer Anzahl anderer größerer und kleinerer Orte, die noch bearbeitet werden müssen, noch ausstehen. Es ist interessant, daß seit der Ankunft Nahum Sokolows in Südafrika in jeder Woche durchschnittlich fast genau £ 10000 aufgebracht worden sind, und es wird für unseren verehrten Führer die schönste Erinnerung sein, wenn ihn sein Schiff am 7. Juli von der südafrikanischen Küste fortführt, nach Erez Israel die Botschaft mitnehmen zu können, daß wir, indem wir diesen Durchschnitt aufrechterhielten, tatsächlich unser selbstgcstellte« Ziel erreicht haben.“ (Ziko) * Vor einiger Zeit haben wir der großen Leistung dei südafrikanischen Juden für den Keren Hajessod Erwähnung getan und bei dieser Gelegenheit der hingebungsvollen Tätigkeit der Keren Hajessod-Defegierten Sokolovv und Hindes und ihrer Vorgänger Schmarja Levin und Goldstein gedacht. Bei diesem Anlaß ist es uns leider passiert, daß wii einen der wichtigsten und verdienstvollsten Arbeiter vergessen haben, nämlich Dr. Olschwanger. Schon Sokolow sagte auf dem letzten Kongreß, es komme vor, daß man manchmal gerade die Wichtigsten zu nennen vergißt, weil ihr Wirken fast selbstverständlich geworden ist. Aehnlich ist es mit Dr Olschwangers Tätigkeit in Südafrika. Olschwanger hat monatelang mit großer Ausdauer Städte und Menschen besucht, et hat länger als die anderen Keren Hajessod-Delegierten organisatorisene Kleinarbeit geleistet. Es ist ein Gebot der Gerechtigkeit, dem wir gern folgen, den Namen Dr. Olschwangers zu der Liste der für die Organisierung der Keren Hajessod-Arbeit in Südafrika verantwortlichen Personen zu setzen. Die Jakresversamlnig des Ecoiomic Board Unter Vorsitz von Sir Alfred Mond wurde vor einigen Tagen die diesjährige Versammlung des Economic Board abgehalten. Anwesend waren u. a. James Rothschild und Mr. d’Avigdor Goldsmith. Sir Alfred Mond erklärte, daß die von der englischen Regierung garantierte Anleihe in hohem Maße die Arbeitslosigkeit im Lande verringern werde. Der Economic Board muß seinerseits eine viel umfassendere Tätigkeit in Palästina entfalten. Er, Alfred Mond, ist beim Kolonieminister Amery gewesen und hat mit diesem wegen der Aenderung des Zollsystems verhandelt, um die Entwicklung von Handel und Industrie zu erleichtern. Die Versammlung beschloß, Herrn Bernhard Baron zur Mitarbeit beim Economic Board einzuladen. Im Berichte heißt es, daß die Gesellschaft im Vorjahre einen Reinertrag von 545 Pfund erzielt habe und daß die von ihr unterstützten industriellen Unternehmungen sich günstig entwickeln. J9int 114 Patlstiia -Drive Auf die Angriffe des ״Joint“ gegen die Zionistische Organisation in Amerika veröffentlicht Lipsky eine Erklärung, in der er die Behauptung zurüefeweist, daß die Zionisten dem Elend der europäischen Judenheit gleichgültig gegenüberstanden. Lipsky erklärt: Die Zionisten unterstutzen sämtliche Drives des ״J o i nt“, die 60 Millionen Dollar brachten, während für Palästina immer nur die Zionisten gesammelt haben. Lipsky tadeli es, daß der Aufruf des ,Joint“ von keinem führenden Mitglied des ,Joint“ unterschrieben ist, und erklärt, daß es sich nur um Reklame handle. Er stellt fest, daß auf der Konvention in Buffalo nicht gegen die Kolonisation in Rußland protestiert wurde, sondern gegen die Art der Propaganda, bei welcher rings um das Krimprojekt sich sämtliche antizionistischen Elemente konzentriert haben. Die Lage 1■ Syriei Wie die ״Times“ aus Haifa meldet, machen die Franzosen die größten Anstrengungen, um den syrischen Aufstand definitiv niederzuschlagen. Es ist ihnen gelungen, einzelne Stammesfürsten im Dschebel Drus aut ihre Seite zu bekommen. Eine Deputation von Notabeln von Damaskus hat sich bereit erklärt, einen Vermittlungsversuch zwecks Herstellung des Friedens zu unternehmen. Die Drusen rechnen jedoch mit Wiederaufnahme der Feindseligkeiten im Flerbst und sind der Ansicht, daß die französischen Truppen dann infolge Wassermangels ihre jetzige Position nicht werden halten können. Nene Wasserleltwg 1■ Jerusalem Wie die ״Times“ aus Jerusalem meldet, wurde dort am 16. Juli die neue Wasserleitung feierlich eingeweiht. Das Wasser wird aus der 600 m tiefer liegenden Quelle En Farach nach Jerusalem gebracht. Die Arbeit wurde von der englischen Firma Jackson für den Betrag von 52 000 £ ausgeführt. Durch die neue Wasserleitung ist die Wassernot Jerusalems, die sich vor allem im vorigen Jahre sehr peinlich bemerkbar gemacht hat, wenigstens zum Teil behoben. Die Wasserleitung ist jedoch nur der Beginn eines größeren Werkes zur ausreichenden Wasser- Versorgung der Stadt. Bei der Eröffnung wurde eine Reihe von Ansprachen gehalten, darunter vom Bürgermeister Nasch aschibi und von Lord Plumer. Auch in Kerak (Transjordanien) wurde eine neue Wasserleitung durch den Emir Abdula eingeweiht. Das Jerusalemer Lehrersemiaar Jerusalem, 18. Juli. (I.T. A.) Herr David Yellln erhielt aus New York die Nachricht, daß dort eine Summe von 75000 Dollar zwecks Errichtung eines Gebäudes für das Jerusalemer hebräische Lehrerseminar aufgebracht worden ist. Mit der 75 000 Dollarspende Julius Rosenwalds stehen zu diesem Zwecke bereits 1500(» Dollar zur Verfügung. Herr Yellin hofft, einen Gesamtbetrag von 175 000 Dollar autzubringen, so daß zu den veranschlagten 200 (X» Dollar mir noch 25 000 Dollar fehlen. Dem Komitee für den Lehrerseminar- Fonds gehören u. a. Julius Rosenwald, Felix M. Warbürg und Louis M a r s h a 11 an. In der letzten Juniwoche wurden in T.el-Avviw die ersten Trauben aus den benachbarten judäischen Kolonien auf den Markt gebracht. (Ziko) Pal (Von Die Sit zusammen, ,chlüsse ui London Ar man hat in gelernt, dal Willen der den objekti sich in das gewisser mi heute nicht Palästir Bewegung Palästincns« Grade verk erscheint, nistischen ( punkt der n i s a t i o n und wird a arbeit gevv! 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