Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1926-07-13 · Heft 54 (13.7.1926) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 54 (13.7.1926)
Date
1926-07-13
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2651273-2652785-2652834--18400-2676162
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite 396!fr. 5 der deutschen Juden d.irstellt und berufen ist, die deutsche Judenheit gegenüber dem Reiche, sowie gegenüber der nichtdeutschen Judenheit zu vertreten. Kein Zweifel, daß ein Teil der ursprünglich dem Reichsverband zugedachten Aufgaben, wie erwähnt, nach dem Stande der Gesetzgebung den Landesverbänden Zufällen muß. Wenn aber Herr Dr. Straus im 3. Absatz die Landesverbände als Steuerträger des Retchsverbandes hinstellt, die ״folgerichtig“ auch die Verwaltung des Reichsverbandes zu bestimmen hätten, so ist eine solche Auffassung mit den zionistischen Gedankengängen und Interessen nicht zu vereinen. Der Landesverband — ist denn ״preußisches Judentum“ überhaupt ein historischer Begriff? — ist ein technisches Mittel zur Bewältigung bestimmter, besonders finanzieller Aufgaben, der Reichsverband dagegen ist die Realisation der Idee von Klal Jisroel innerhalb der deutschen Reichsgrenzen und ist mit ganz anderem Maßstab zu messen und zu werten als jener technische Verband. Damit sind war bereits mitten in der Streitfrage, die heute die Verbände beschäftigt. Es gibt für die Schaffung des Reichsverbandes zwei Wege. Der eine führt über die Landesverbände, die zur Schaffung eines Dachverbandes zusammentreten, der — man sage, was man will — dann doch nur eine Konfcrcnzgemcinschaft der Landesverbände darstellen wird. ״Konferenzgeineinschaft“ — vestigia terrent. Diese Methode wird besonders von jenen Gruppen, die die eng begrenzten Interessen ihres Landesjudentums stärker betonen als den Klal-üedankcn, mit Zähigkeit vertreten. Sie wünschen nicht einen ״Reichsverband der deutschen Juden“, sondern einen ״jüdischen Reichsverband“. Schon dieser Namensstreit läßt tief blicken; er beweist, daß das neue Instrument nicht unseren Zwecken dienen kann. Wir brauchen keinen neuen jüdischen Verein, sondern verlangen die Vereinigung der deutschen Juden. — Der andere Weg führt über den D. J.G.B, Nicht als ob an der Erhaltung dieses Bundes;in sich etwas gelegen wäre; aber es bedeutet immerhin etwas, daß er eine seit Jahrzehnten bestehende Gesamtorganisation der jüdischen Gemeinden Deutschlands ohne Rücksicht auf die Landesgrenzen darstellt, deren Statut durch einstimmigen Landesbeschluß entsprechend modernisiert wurde. Dieser Bund, der übrigens Anstalten und Vermögen besitzt, ist der geeignete Träger des unitaristischen Gedankens. Man hat ihm die Rolle zuweisen wollen, in dem Dachverband der Landesverbände diejenigen Judenschaften zu vertreten, die noch keinen Landesverband besitzen. Es ist klar, auf welcher Seite wir zu stehen haben. Uns ist der Landesverband, den wir als technisches Instrument bezeichneten, ein notwendiges Uebel, der Reichsverband der Ausdruck einer hohen Idee, ln den Landesverbänden hat der Partikularismus ausreichend Gelegenheit, sich nach Herzenslust auszutoben; im Reichsverband kann er keine Stätte haben. * Bei• einer Beratung in Berlin am 25. •April d. J. stellte sich heraus, daß das Verständnis *für die alten Ideale des Gemeindetages von 1921 sich nicht etwa auf die zionistischen Kreise beschränkte. Auch Männer, wie die liberalen Vertreter von Anhalt oder Sachsen, traten erneut dafür ein. Wir haben bei der Tagung auch daran erinnert, daß der Führer der Jungliberalen Berlins sich in der ״Jüdisch-Liberalen Zeitung“ ebenfalls dafür eingesetzt hat, so daß noch gar nicht abzusehen ist, wofür sich der preußische Verbandstag, der im Oktober zusammentreten soll, entscheiden wird. Es ist keineswegs ausgeschlossen, daß er den alten Idealen die Treue hält. Aber der hohe preußische ״Rat“, der nicht aus demokratischen Wahlen hervorgegangen ist, sondern aus Delegierten der Gemeindevertretungen besteht, setzt sich energisch für den Dachverband ein, was zwar sein gutes Recht ist, aber noch lange nicht zu der Annahme bercchtigt, daß dieses Votum das Votum der preußischen Juden und ein Definitimim darstellt. Das fast geschlossenc Auftreten der preußischen [)elegierten zusammen mit der Zähigkeit der bayerischen Delegierten veranlaßte einige Liberale, die gern am gesamtdeutschen Organisationsgedanken festgehalten hätten, zu einer nachgiebigen Haltung, um die ganze Sache nicht zum Scheitern zu bringen. Unseres Erachtens wäre zu diesem Entgegenkommen Zeit gewesen, wenn der preußische Verbandstag im Oktober seine Zustimmung gegeben haben sollte. Wir, die wir uns von großjüdischen Interessen, aber nicht von bayerischen Belangen leiten lassen, sind nicht der Meinung, daß man, wie es der bayerische Entwurf will, ״zur Frage des Gesamtbewußtseins der deutschen Juden und ihrer gemeinsamen Interessen die deutschen Landesverbände zusammenfassen“ soll. Zur Frage des Gesamtbewußtseins der deutschen Juden soll man nicht die Landesverbände, sondern die deutschen Juden organisicren. Aber der bayerische Standpunkt hat sich, wie w ir gesellen haben, infolge der Geschlossenheit, mit der seine Vertreter auftreten, doch bisher durchgesetzt. Selbst die Zionisten lassen nicht verkennen, daß sie jahrelang bayerische Luft geatmet haben. Auch die Orthodoxie ist bekanntlich in Bayern der geschlossenen Einheit gut chigegliedert. Bei dem unerfreulichen Bild, das die Leitung des preußischen Verbandes darstellt, ist es also nicht zu verwundern, daß allmählich die Führung ganz in bayerische Hände zu gleiten scheint. In München fand am 3. Januar 1926 die erste Beratung statt. In München wurde der Organisationsentwurf ausgearbeitet, und in der Berliner Tagung vom 6. Juni führte, wie es sich gehört, der Führer der bayerischen Delegation den Vorsitz. Es war auch ganz in Ordnung, daß ״Preußen“ überhaupt keinen eigenen Entwurf vorgelegt, sondern sich ganz auf München verlassen hat. Am 18. Juli werden sich die Delegierten wiederum in München versammeln. (Der D. J.G.B,. hat übrigens den yemünftigen JUEDISCHE RUNDSCHAU!fr. 54 Beschluß gefaßt, sich auf dieser Tagung, die ja doch keine definitiven Beschlüsse fassen kann, nicht mehr vertreten zu lassen.) Gebührt dem bayerischen Judentum diese Vormacht- Stellung? Der Zahl nach gewiß nicht. Wir hätten aber nichts dagegen, daß die 50000 bayerischen Juden die Fühlung der 230000 Berliner Juden übernähmen, wenn ihnen eine besondere Bedeutung im politischen, geistigen oder religiösen Leben der deutschen Juden zukäme. Hiervon ist bekanntlich nicht die Rede. Im Gegenteil — allerlei Vorkommnisse der letzten Zeit haben bei den nichtbayerischen Juden Kopfschütteln erregt. Wir wollen mit den Münchener Juden an dieser Stelle nicht darüber rechten und zugeben, daß der politische Druck, unter dem sie stehen, eine mildere Beurteilung dieser merkwürdigen Unternehmungen zuläßt. Aber sind denn die Juden, die sich in einer solchen Situation und unter einem solchen Druck befinden, die geeigneten Sprecher des deutschen Judentums? Herr Oberlandes gerichtsrat Dr. Neumeyer- München hat im ״Hamburger Israelitischen Familienblatt“ die Idee des Entwurfs dargelegt. Er wendet sich gegen die Schaffung eines aus demokratischen Wahlen hervorgegangenen Reichs- Parlaments und nennt hierfür als Gründe: die Abneigung gegen häufige Wahlen, die Kosten u. a, und schiebt dabei die Worte ein: ״von einer grundsätzlichen Stellungnahme abgesehen“. Diese grundsätzliche Stellungnahme scheint uns aber die Hauptsache zu sein. Die gegnerische Einstellung fand ihren klassischen Ausdruck darin, daß einer der führenden Liberalen (nicht Herr Dr. Neumeyer) die ganze Verfassung, wie sie der bayerische Entwurf vorsieht, als eine ״Fassade“ bezeichnet, die man für das Publikum herrichtet. Man sieht, diesen Herren ist die Reichsorganisation nicht gerade der Ausdruck einer hohen Idee. Die Hochschätzung vor dieser Fassade kommt auch darin zum Ausdruck, daß man den Bedarf des Reichsverbandes durch Beiträge der Landesverbände aufbringen möchte, wobei als Höchstsatz 75 Pfg. für den Kopf der Bevölkerung vorgesehen sind. So wie einst das Reich der Kostgänger der Einzelstaatcn war. Dieser Höchstsatz würde eine Summe erbringen, die nicht einmal hinreichen würde, die bereits bestehenden wenigen Anstalten des D. J. G. B. zu unterhalten. Ein solcher von den Landesverbänden unterhaltener und ״folgerichtig“ von ihnen geleiteter Privatverein würde keinerlei eigene Initiative entfalten können. Was die Wahlen zu dem Reichsparlament betrifft, so ist zu bemerken, daß jedem deutschen Bürger der Unterschied zwischen Reich und Land so geläufig ist, daß ebenso gut, wie an einem Tage Wahlen zum preußischen Landtag und zum Reichstag erfolgen können, dies auch für die beiden jüdischen Vertretungen möglich ist. In der deutschen Vertretung sollen die Juden ausschließlich nach ihrer Weltanschauung differenziert sein, nicht aber nach ihrem Wohnsitz in Preußen, Baden oder Lippe. Es ließe sich übrigens für die erste Zeit auch über gewisse Uebergangsbestiminungen reden. Wir wünschen uns aber nicht, den Weg zu diesem Parlament durch die Annahme des bayerischen״ Entwurfs zu verbauen und können uns nicht mit der von Dr. Straus ausgesprochenen Hoffnung vertrösten lassen: es sei nicht ausgeschlossen, daß neben dem Verwaltungsorgan eine auf demokratischer Grundlage gewählte Körperschaft im Reichsverband geschaffen wird. Nein, Wenn es erst eijjmal einen RddtsVerand nach de« Herzen■•'der Berliner Altliberalen tind der Bayern geben wird, wird es flicht mehr durchzüsetzen sein, daß diese Fassade in einem ihren Herzen fernliegenden Sinne nachträglich ausgebaut wird. Die Geschichte der deutschen Organisation ist mit juristischen Bedenken gepflastert. Fast immer verbarg sich hinter ihnen eine politische Tendenz. Wenn nun von sehr einflußreicher Seite mitgeteilt wird, daß der Dachverband der Landesverbände nach dem Wortlaut des Artikels 137 der Rcichsverfassung auf die staatliche Anerkenrrung seines öffentlich-rechtlichen Charakters nicht zu rechnen habe, während bei dem Statut des D. J. G. B. eine solche Möglichkeit gegeben ist, so sehen gewisse Juristen, die sonst gewohnheitsgemäß über juristische Zwirnsfäden stolpern, hierin keinerlei Schwierigkeit und bescheiden sich mit der Hoffnung, daß der Verband sich durch seine Wirksamkeit die staatliche Anerkennung schon erzwingen werde. Auf die große Verwirrung in der Frage der sozialen Ausscliüssc, auf das Verhältnis der Zentrahvohlfahrtsstelle der deutschen Juden, zu den sozialen Dezernaten des Landes- und des Reichsverbandes soll hier nicht eingegangen werden. Nur ein Wort noch über das Verhalten der Separations- Orthodoxie. Die Bedeutung der Angelegenheit liegt darin, daß die Ab- Splitterung selbst des kleinsten Teiles der Judenheit den Begriff der legitimierten Vertretung der Gesamtheit wenigstens ideell aufhebt. Praktisch liegt die Sache weniger arg, da es sich um einen ijiinimalen Bruchteil der Gesamtheit handelt. Wir haben hier dasselbe erlebt, wie bei der Schaffung des preußischen Landesverbandes oder wie bei den Vorbereitungen zur Schaffung einer Gemeindeorganisation in Palästina. Die Herren halten — merkwürdige Auslegung der Klal-ldee! — die Zusammenarbeit mit den Juden anderer Gesinnung für untunlich, obwohl es sich beim Landeswie beim Reichsverband um keinerlei Zwangsorganisation handelt und daher die Gefahr einer Majorisierung ausgeschlossen ist. Wenn also auch die Gefahr der Gewissenbedrückung ausscheidet, so bleibt doch das Ideal der zwei Judcntümer nach ungarischem Muster oberste Richtschnur des Handelns. Mit derselben Auffassung der Klal-ldee ist es aber vereinbar, daß ein Vertreter dieser Richtung im Hauptausschuß des Ccntralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens sitzt, obwohl dieser in seiner letzten Broschüre Ansichten über das Volk Israel entwickelt hat, die in der Thora, den Propheten und dem Talmud schwerlich eine Stütze finden werden. Der arge Zustand wird sich auf irgendeine Weise, z. B. durch das System der Delegation oder durch Zusammenarbeit von Fall zu Fall, verkleistern lassen, doch bedenke man das schier unglaubliche zahlenmäßige Mißverhältnis zwischen den beiden durch Delegation vertretenen Gruppen. Es bleibt nur die Hoffnung, daß die Klal-Jisroei-Idee in ihrer unverfälschten Gestalt sich die Herzen einer späteren Generation der deutschen Orthodoxie erobern wird. Wir wollen mm Schluß nochmals betonen, daß die Juden eines Landes zweifellos gewisse gemeinsame Interessen haben, die sich in der Verwaltung der Genteinden in besonderer Weise auswirken und daß sie hierzu besonderer Landesverbände bedürfen; ein solcher Verband ist aber seinem Wesen nach von dem Reichsverband völlig verschieden. Nicht Preußen, Bajuwaren und Obotriten, sondern deutsche Juden sollen in der Regierungsversammlung sitzen. Esr ist nicht besonders wichtig, ob die Herren am 18. Juli in München den Bau ihrer Fassade beschließen und einen kümmerlichen Verein begründen .werden. Das Mandat des XV* deutsch-israr elitischen Gemeinäetages von 1921 ist nicht erloschen und harrt der Ausführung. Mögen deutscher Partikularismus oder Abneigung preußischer Notabein gegen eine demokratisch gesicherte öffentliche Meinungsbildung des deutschen Judentums sein, sie werden die Idee für die Dauer nicht zum Scheitern bringen. Wenn der preußische Verbandstag im Oktober versagen sollte, wird der Kampf doch weiter gehen. Der Ausfall der letzten Repräsentantenwahl in der größten Gemeinde Deutschlands, deren Gewicht als Mitglied der Verbände nicht zu unterschätzen ist, sollte den Herren zu denken geben. Das Programm ier liberalen Weltkonferenz London, 7. Juli. (J.J. A.). Die Vorbereitungen für die am 10., 11. und, 12. Juli im Gebäude der Liberalen jüdischen Synagoge zu London abzuhallende Erste Weltkonferenz des Liberalen Judentums sind bereits zu Ende geführt worden. Ungefähr 120 Delegierte aus Deutschland, Amerika, Frankreich, Kanada, Schweden, Tschechoslowakei, Rumänien und Indien haben sich zu der Konferenz angemeldet, der auch die Führer der liberalen Bewegung in England beiwohnen werden. Die deutschen Delegierten sind Prof. Dr. Elbogcn, Rabbiner Dr. L. Baeck, Rabbiner Dr. Seligmann-Frankfurt a. M. und der Präsident der Vereinigung für das liberale Judentum Dr. Heinrich Stern. Aus Deutschland wird ferner Prof. Dr. M. Sobernheim anwesend sein. Die amerikanischen Delegierten sind Rabbi Louis Wolsey, Präsident der Zentralkonferenz amerikanischer Rabbiner, Rabbi Leo Franklin, Dr. William Rosenau, Dr. Samuel Schuiman, Dr. Joseph Silvcrman, der frühere Präsident der Zentralkonferenz, Prof. Julian Morgenstern, der Leiter des Hebrew Union College, Dr. Stephan S. W i s e und Dr. Maurice Harris. Das liberale Judentum Frankreichs werden Rabbiner Germain Levy und Prof. Theodore Reinach repräsentieren. Aus Schweden kommt Herr Henry Woolf, der Advokat der schwedischen Admiralität und Präsident der Stockholmer jüdischen Gemeinde. Oberrabbiner Dr. Drechsler aus Temesvar wird die liberale Bewegung in Rumänien repräsentieren. Die englischen Teilnehmer sind Dr. I. I. Mattuck, Rev. Maurice L. Perizweig, Dr. C. G. Montefiore und Ljly H. Montagu. Den Auftakt zur Konferenz wird ein Gottesdienst in der Liberalen Synagoge am Sonnabend morgen geben, wobei Rabbi Mattuck die Ideen des liberalen Judentums entwickeln wird. Dieser Gottesdienst sowie die Sitzung am Sonnabend abend und die drei Sonntagssitzungen werden öffentlich sein. In der Sitzung von Sonntag morgen wird Rabbi Samuel Schulman-New York ein Referat über ״Die Synagoge im modernen Leben“ halten; Rabbiner Dr. Max Wiener, Berlin, wird über ״Der Glaube und die Inspiration der Bibel im Lichte der Bibelkritik“, Rabbi Dr. Mattuck, London, über ״Der Gebrauch der Bibel in Gottesdienst und Erziehung“ sprechen, ln der Sonntagabend-Sitzung werden Herr Dr. Heinrich Stern, Berlin, über ״Liberales Judentum in Deutschland“, Rabbi Julian Morgenstern, Cincinnati über ״liberales Judentum in Amerika“, Prof. Theodore Reinach über ״Liberales Judentum in Frankreich“ und Claude Ci. Monte* fiore, Präsident des Jüdischen Religionsverbandes ■in England, über ״Liberales Judentum in England“ referieren. Diesen Referaten werden sich Berichte über Liberales Judentum in anderen. Ländern anschließen, wobei insbesondere das Referat von iüäß Leah Jliirad, Vertreterin dos Jüdischen Re. ligionsverbandes in Bombay, zu erwähn« ist. In der Abend- Sitzung werden Rabbiner Dr. Leo Baeck, Berlin, über ״Die Botschaft des Judentums an das Individuum“, Rabbi Maurice Harris, New York, über ״Das Judentum im Heim und im Privatleben“, Rabbi William Rosenau, Baltimore, über ״Der Wert des Zeremonials“ sprechen. In den geschlossenen Sitzungen am Montag werden unter dem Vorsitz von Dr. Mattuck die Herren Prof. J. Elbogen, Berlin, Rabbi Felix Levy, Chicago, Dr. Julius Blau, Frankfurt a. M., Rabbi Germain Levy, Paris, Rev. Maurice L. Perlzweig, London, und Lilly H. Montagu, London! zu Worte kommen. Waid Leami and Aklions-Comitc Wie ״Haarctz“ vom 29. Juni 1926 berichtet, faßte der Waad Lcumi in der Sitzung vom 28. Juni 1926 folgenden Be- Schluß in der Frage des Gemeindeverfass ungsentwürfe s: Der Waad Leumt ist der Ansicht, daß die letzte Entscheidung über eine Frage, die die Organisation des Jischub und die Bestätigung der Gemeiiidcverfassung betrifft, zur Kompetenz des Waad Lcumi und der Assefath Hanivcharim gehört. Der Waad Lcumi verpflichtet seine Mitglieder, im A.-C, die Forderung zu erheben, daß das A.-C. in dieser Frage keinen bindenden Beschluß annehme, Die zweite jüdische landwirtschaftliche Mitleischale Das Legat des Shanghaier Philanthropen Kadoorie für landwirtschaftliche Bildungszwecke in Palästina soll bekanntlieh auf Grund der Entscheidung der palästinensischen Regierung zur Hälfte zwischen den Juden und Arabern autgeteilt werden. Die Araber gehen nun daran, in TuI Kerem eine arabische landwirtschaftliche Schule zu errichten. Nach langwierigen Verhandlungen haben sich nunmehr die in Betracht kommenden jüdischen Faktoren mit der Palästinaregierung dahin geeinigt, daß aus den Mitteln des den Juden zufallenden Betrages im Ernek, wahrscheinlich in Ajn Ciiarod, eine jüdische landwirtschaftliche Mittelschule errichtet werden soll. (Die erste derartige Schule befindet sich bekanntlich in Mikweh Israel.) •er Waknmgsmarkt 11 Tel-Awiw Obwohl die am 18. April durchgeführte Zählung der leerstehenden Wohnungen in Tel-Awiw unvollständig und ziemlich ungenau ist, so ergibt sich daraus, wie ״Mischar Wetaassiah“ berichtet, doch ein gewisses Bild von dem Wohnungsmarkt in Tel-Awiw. Laut dieser Zählung gab es in Tel-Awiw 635 leerstehende Zimmer und 115 leerstehende Läden, davon im ״Handelszentrum“ selbst 72 Zimmer und 92 Läden. Danach befinden sich die meisten leerstehenden Läden im ״Merkas Mischari“, während im Zentrum der Stadt trotz der schweren Handelskrise fast gar keine Läden leer• stehen. Die Zahl der leerstehenden Wohnungen beträgt 342 inklusive der noch nicht zu Ende geführten Bauten. (Ziko) Die Wahle■ ii das Lokalkomitee in Aluieh Bei den Wahlen in das Lokalkomitee von Afuleh beteiligten sich 622 Wähler von insgesamt 700 Wahlberechtigten. Es stimmten für die Liste der Histadruth 241, Misrachi 29, Vereinigung der Grundstückbesitzer 103, Grundstücke und Kleinsiedlungen besitzende Arbeiter 44, Landwirtschaftliche Vereinigung 33, Handwerker 32, Poale Zion 80, Arbeiter• Zionisten 11, Das v J> v< Das Seitdem hat im Arbeitspl Comite zuüben, die das erfüllen Mit Ret in diese hohem Wel Hauptfr« der A1 lästin sunde lagen F rage L wollei Landes halten d viel zu sind in tischen gelegen( bundes. des Akt wichtig konst: Juden s der Zi< handelt tionsmit mungen stetig w könne Aufwam menschli vulgär 1 talistisch daß sie Bei der listische gehabt liehen, 1 werden. Einfühn schaft < Gesamt! haben. Aber e! samkeit, Organis wirtscha Stützung nisvoü k eiten c es bei eine stä methodi ierte U Das bzw. di zu macl stets als empfunc das voi Frage, Bauarbe fndustri tästinas Wirts planmäf die stäi Außerdi und aus keiten; den dis kein U bracht 1 Fonds Wir gerade rationell schließu regelmä ein Staa Diese S Folge c düng ( J e w i s verantw sein, di! sondern die Krc eine Kc mit dei beschäf’ Comites dem vi Schluss« teils inf Dr. W< wegen nis tisch führt v amerika das st konkun Punkte waren, wäre. durch bauwer kräftig« Plan, stellen. Agency Word«■

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.