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Jüdische Rundschau · 1926-07-13 · Heft 54 (13.7.1926) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 54 (13.7.1926)
Date
1926-07-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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i3rairwlBwwflf1 OjwRj IwwflWBm JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion and Verlag Berlin W 15, MeinekestraBe 10. Eracheiot jeden Dienstag and Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark. Aufttaadsabonaemetii* werden m der Wibmag der einzelne■ Linder berechnet Anzeigen - Verwaltung Jfidiache RtmdachaaG.m.b.H., Berlin W15, Meinekastr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. Telephon: Bismarck 7165 - 70, Poat—heohkooto: Berlin Nr, 17392. FSr Outxmiebi PoiiiparkaaMaaat Wir«, Koala Nr. 156030. FSr Tsd>*eb0*!<nrai»e*; ro«6tc»M&a»»MMt Pr*£, Konto Nr. 59 410■ Fir Pole!: Po.t1p»1k»*.rnaT»t Wartet»««. Konto!fr. IfOTOR RedaktionttehlaB Sonntag and Mittwoch nachmittag. Nummer 54 | Berlin, 13. VII. 1926 A&seige&preist 8 geeptlbNoapare ©,50G.-Ml Stell cflgeeaehe 0,25 G^M. AnzeifesfdtlBfis Dienstag und Freitag aschaiittsg 4 Uhr- ב׳ מר אב׳ תרס״ו | xxxl Mrg. PW Zionismus erstrebt >111■ cl■■ Jüdische Volk die Schaffen! einer öffentlich - rechtlich!ealcherten Helmstötte In PalSatlna. ״Baeeler Programm.“ RegierungS'l)eber$d111$ und Arbetfslosigkeif RW, Berjiq, 12. Juli. Der Korrespondent der ״Times“ telegraphiert seinem Blatte aus Jerusalem, daß dort soeben die Bilanz des letzten Finanz- Jahres der palästinensischen Regierung abgeschlossen und veröffentlicht wurde, woraus hervorgeht, daß aas Finanzjahr mit einem Ueberschuß von £! 20(5000 abschließt. Der Reingewinn der Eisenbahn beträgt ungefähr £ 100 000. Der Korrespondent meldet weiter, daß von diesem Ueberschuß wahrscheinlich ein größerer Betrag von der britischen Regierung in Anspruch genommen werden wird als Rückzahlung der vom britischen Kronagenten für die Kolonien auf eine später aufzunehmende Regierungsanleihe vorgeschossenen Gelder. Die gesamten Vorschüsse des Krönagenten betragen nicht mehr als das Doppelte des hier gcmeldeten letztjährigen Gewinnes. Das vorhergehende Finanzjahr, das am 31. März 1925 abschloß, endete mit einem Ueberschuß von £ 534000, das Jahr 1921 mit nur £ 6W>. Di. sc Ziffern sprechen. Es bedarf keiner großen statistis!. . Untersuchungen, um die Behauptung glaubhaft zu machen, daß dieser ungewöhnlich günstige Stand der palästincnsischen Regierungsfinanzen, der keine Parallele in einem anderen Mandatslande hat, der jüdischen Ein wänderung zuzuschreiben ist. Das Jahr 1925 war ein ausgesprochenes Gründerjahr, und es ist verständlich, daß die Regierung des Landes davon profitiert. Die großen finanziellen Transaktionen, Bodenkäufe, Lizenzen aller Art, die höhere 1 21011einnahmen infolge des gesteigerten Importes, der für die Bedürfnisse einer fast ausschließlich konsumierenden Bevölkcrung nötig war, alle diese Einnahmen des Landes Palästina sind eine Folge der jüdischen Einwanderung. Es gibt aber noch andere Folgen der jüdischen Einwanderung und unsere Auffassung ist, daß die Regierung verpflichtet ist, das ganze Phänomen als ein einheitliches Ganzes zu betrachten, das sic angeht. Es ist unzulässig, nur die Vorteile einer Sache einzuheimsen und sich um die Nachteile nicht zu kümmern. Es ist aber auch höchst unklug, denn wenn man so verfährt, so erzielt man nur eines: daß die Schattenseiten außerordentlich vergrößert werden, die Nachfolger abschrecken und daß schließlich die Bewegung, die ein so gute Ausbeutungsdes: nS chs 16Finanzjahres aussÄen? Man «rfuty ddfeh auch Vorsorgen,! Darum wäre ,es die Pflicht der Regierung, wenigstens einen Teil der Gelder, die sie durch die , ßft- \vanderuhg ^Angt h§t,4׳!n■ Ihrem eigenen Interesse jprdduktiv׳ zu verwenden; d, h. dazu zu verwenden, die Voraussetzungen für eine neue Einwanderung, die wieder Geld erbringen wird, zu schaffen. Also ganz abgesehen von moralischen und politischen Gründen, die sehr gewichtig sind, müßte eine rein ökonomische Ueberlegung da׳u führen, daß es Sache der guten Verwaltung ist, mitzuwirken bei der Milderung der Härten, die eine Einwanderung wie die unsere unvermeidlich mit sich bringen muß. Wir haben heute in Palästina Stillstand. Die Arbeitslorigkeif, die dank der bewunderungswerten Disziplin und Opfer- Willigkeit der organisierten Arbeiter bisher ohne größere Zwischenfälle leidlich ertragen wurde, wird allmählich so drückend, daß man mit Bewahrung der Ruhe nicht rechnen kann, wenn nicht bald ein Ausweg gefunden wird. Der Häuserbau, der zwei Jahre lang die wichtigste Industrie war, ruht und die letzte Statistik aus Tel-Awiw zeigt, daß hunderte von Läden und Wohnungen leer stehen. Die Regierung hat jedoch noch wichtige Aufgaben zu lösen. Es sind noch Straßen zu bauen und zu verbessern, die Hafenfrage bedarf beschleunigter Behandlung, und wenn von den £ 1 200 000 des Ueber- Schusses auch nur £ 100 000 zum Besten des Landes für öffentliche Arbeiten verwendet würden, könnte eine Erleichterung auf dem Arbeitsmarkte erzielt werden. Freilich müßten diese Arbeiten unter dem Gesichtspunkt der Behebung der Arbeitslosigkeit unter den Ein-' Wanderern und nicht nach einer rein mechanischen Oekonomie durchgeführt werden. Konnten wir vor 3 oder 4 Jahren noch verstehen, wenn die Regierung direkte Tätigkeit für die jüdischen Arbeitslosen ablehnte, so ist dies heute angesichts der erwähnten Ziffern eine Ungerechtigkeit, die nicht in den Intentionen der Mandatarmacht liegen kann. Die Regierung hat ,in dem Bericht, den sie der Mandatskomission des Völkerbundes übergeben hat, und den wir in der vorigen Nummer veröffentlicht haben, ausdrücklich anerkannt, daß der Auf- Schwung des letzten Jahres ein Verdienst der Juden ist; sie muß daraus die Konsequenz ziehen und nun auch in schwerer Zeit dem jüdischen Element helfend zur Seite stehen. Es wäre zu wünschen, daß die Exekutive diese Gesichtspunkte der Regierung in London auf Grund des letzten Budgetausweises und des als Kommentar dazu geeigneten englischen Berichtes an den Völkerbund in nachdrückliebster und überzeugender Weise darlegt und den Bescheid der Regierung dem A.-C. in seiner bevorstehenden Sitzung mitteilt. Denn hier handelt es sich um eine wichtige prinzipicllc Frage, die alle Teile der Bewegung angeht. Wenn wir in den verschiedenen Ländern Menschen ermutigen wollen, ::ach Palästina zu gehen, mit ihrem Vermögen und ihren Talenten, dann ist es von größter Wichtigkeit, zu wissen, ob die Regierung des Landes zwar, wie es ihre Pflicht ist, die Vorteile aus dieser Bewegung herauszuholen versteht, jedoch nicht, was gleichfalls ihre Pflicht wäre, in schwerer Zeit dieselbe Bewegung nach Tunlichkeit zu stützen bereit ist. Es ist klar, daß die Palästina-Immigration stets in Wellenlinien vor sich gehen wird, auf den Aufschwung immer die Krise folgen wird; ein Eingreifen in Zeiten der Krise wird der Regierung lange nicht so teuer zu stehen kommen, wäe ein Ausbleiben des nächsten Aufschwungs. * Die schwere Lage, in der wir heute stehen, muß unseres Erachtens zu einer Nachprüfung der zionistische 11 Arbeitsmethode 11 führen. Wir werden auf Jahre hinaus noch Lernende sein, wir werden uns stets neuen Erfahrungen anpatSet! müssen. Worte sind ohnmächtig, solange Erfahrungen sie nicht bestätigen. Heute haben die Erfahrungen beTätigt, daß es sinnlos ist, Menschen ins Land zu bringen, die nur ihr mitgebrachtes Geld dort aufzehren. Zwar wird auf diese Weise die passive Zahlungsbilanz ausgeglichen, aber eine pa- All^ Aufmerlslmlceit #rauf konzentriert werden, die. Grundlagen für Pro.duIctläU;׳a41'schaffen;''" rteu efc-j Pröd tik t io n sjv( ei gl .nach ״fein' ■wirtschajt* liehen Grundsätzen, wenn auch vielleicht zifhächst mit öffent-• lieber l־!ilfe, muß unsere Losting sein. Darum ist die ״Konsolidierung“ unserer landwirtschaftlichen Betriebe von so immenser Bedeutung und im Augenblick sogar viel wichtiger als eine neue Einwanderung; denn ־׳s hat sich zu zeigen, ob die Landwirtschaft, i!1 dieser Weise betrieben, ein wirklicher Produktionszweig ist, auf dem wir auch in Zukunft bauen können. Daß es so sei, müssen wir mit allen Mitteln und unter Aufgebot der uns zur Verfügung stehenden Sachverständigen und Talente anstreben; ob es so ist, läßt sich nur empirisch erweisen. Ein produktiver Aufbau kann nur langsam und organisch vor sich gehen, es sei denn in einem Lande, wo man Gold gefunden hat; das hat man in Palästina aber noch niclil, und vielleicht ist das noch unser größtes Glück. Unsere Macht, das Programm durchzuführen, ist beschränkt. Wir verweisen auf die Darstellung, die von offiziöser Seite in der heutigen Nummer der Rundschau von den Aufgaben des Aktions-Comites gegeben wird. Daraus geht klar hervor — was jeder die Ereignisse aufmerksam Verfolgende ohnedies schon wissen mußte —, daß das A.-C. ein Budget von £ 400 000 für das nächste Jahr zur Verfügung hat. Die Ungeduld der Zionisten und diese bescheidene Summe in Einklang zu bringen, ist eine schwere Aufgabe. Daß hier etwas nicht stimmt, müßte jeder Zionist verstehen. Leider aber hält cs ein Teil der Zionisten für viel produktiver, über diese Tatsachen hinwegzusehen und theoretischen politischen Konstruktionen nachztigehen. Hoffentlich trägt die A.-C.-Sitzung dazu bei, auch diese rethorisch orientierten Zionisten auf eien Boden der Wirklichkeit zurückzuführen. Der Streit ont das Krimprofekt (Antwort des Joint an die amerikanischen Zionist e n.) New York, 8. Juli (J. T. A.) Das Joint Distribution Committee hat heilte eine E r k 1 ä r u 1! g veröffentlicht als Antwort auf die Resolution der Convention der amerikanischen Zionisten mit Bezug auf das Krimprojekt. In der Resolution der Convention hieß es, wie schon mitgeteilt, daß die Zionisten dem Plan der jüdischen Kolonisation in Rußland nur soweit Sympathie entgegenbringen, als nicht, wie es tatsächlich geschieht, die Priorität Palästinas durch ihn leide. In der Gegenerklärung wirft das Joint Distribution Committee den Zionisten vor, daß solche Entschlüsse dazu angetan sein können, die ״Vereinigte jüdische Kampagne‘־ zu stören. Joint bestreitet mit aller Entschiedenheit, daß der russische Kolonisationsplan eine Gegnerschaft zum Palästinawerk in sich trage. Der große Erfolg der ״Vereinigten jüdischen Kampagne“. die Aufbringung von Riesensummen in Verhältnismäßig U'rrer Zeit, beweist, daß die amerikanische ו Juden zu den Intentionen des Joint Distribution Committee Vertrauen haben. Was Palästina betrifft, so setzt das Joint Distribufion Committee sein Unterstützung־werk für Palästina durch Bereitstellung von Kapital fort. In der Erklärung wird weiter gesagt, die Angriffe, die von einer einflußreichen Gruppe innerhalb der Zionistischen Organisation Amerikas ausgehen, zeugen von bösem Willen. Die Führer der Vereinigten Kainpagne haben sich während des andauernden G u e r i 11 a - k r i c g c s Reserve auferlegt, jetzt aber, da die Zionistische Organisation durch eine offizielle Beschlußfassung das Joint Distribution Committee öffentlich zu diskreditieren sucht, stehen die Führer des Joint nicht an, zu erklären, daß die Beschuldigung, daß die Absichten des Joint gegen Palästina gerichtet seien, eine bewußte Entstellung von T a t s a c h e n ist. Die Erklärung schließt: Wir werden den Weg gehen, den uns unser Gewissen diktiert und uns durch falsche Be- Schlüsse nicht in die Irre führen lassen. Per Zwischeilall bei Sierra Der Zwischenfall beim Empfang der Deputation des jüdischen Rates von Jerusalem beim Gouverneur Storrs ist beigelegt worden. Nach Abgabe einer entsprechenden Erklärung wurde eine neue Deputation \־׳>r, Storrs empfangen und hat ihre Beschwerden vorgcbracht. Der ״Reichsverband der Deutschen Juden“ ■■d lieht der ״Jüdische Retehsverhisd“ Von Dr, A ron Sa ttdT e r.. Das Interesse der Zionisten an der Frage der Organ*- sation der deutschen Juden, das um 1921 sehr rege war, ist infolge der schleppenden Entwicklung, die die Sache genommen hat, und infolge mannigfacher Enttäuschungen stark gesunken. Es ist aber an der Zeit, es wieder wachzurufen und zu den vorliegenden Plänen Stellung zu nehmen, da sich die Frage endlich ihrer Entscheidung nähert. Man braucht nicht von neuem auseinanderzusetzen, welches praktische und ideelle Interesse der deutsche Zionismus an der Organisierung des deutschen Judentums hat. Darüber ist vor dem ersten Gemeindetag, der die Frage einer annehmbaren Lösung näher brachte, also 1920 21, viel gesprochen und geschrieben worden. Eine Erfüllung dieser unserer von dem Klal-Jisroel-Gedanken getragenen Wünsche ist aber nur dann gegeben, wenn es gelingt, eine Organisation zustande zu bringen, die ohne jede im Judentum selbst begründete Differenzierung erfolgt; eine Organisation jedoch, die nach den Landesgrenzen, wie sie sich in Deutschland infolge der Kleinstaaterei und nach dynastischen Interessen entwickelt haben, differenziert ist, ist zwar gewiß geeignet, bestimmte Aufgaben zu lösen, kann aber nicht die Basis für eine Organisation des deutschen Judentums bilden. Unter der Führung' des verdienstvollen Leiters des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes, des verstorbenen Prof. Kalischer, wurde auf dem Gemeindetag vom 23.. Januar 1921 der Versuch gemacht, die ganze Frage mit einem prächtigen Elan zu lösen. In jenen Tagen spürte man im deutschen Judentum etwas wie eine alljüdische Begeisterung. Die Vertreter der gesamten deutschen Judenheit — mit Ausnahme der Separations-Orthodoxie — beschlossen einstimmig die Umwandlung des Statuts ׳ydÄt’-D.J.CiiiL, im-mim; m4f . :dii,., Jl|*׳;rtfillii11Ä־*’:des".%fd|1Äensr■ - der' fee|l|1sorg«ft1siiteii’? •;deuts^tn.^enylrfeuteic Ö|« ,Verfa?«i1jg war —*?0|i. von durchäm * demokratischem Geiste getragen. Auch* * in der deutschen Politik fanden damals unitarisfische GedMnkenginge viel Anklang. Aber bald war es damit vorbei. Der Partikularismus blühte wieder auf, herrlicher denn je, und es dauerte auch nicht lange, bis er auch bei den deutschen Juden, besonders bei den süddeutschen, wieder in alter Blüte stand. Die bayerischen Vertreter, die 1921 der Schaffung einer einheitlichen Organisation der deutschen Juden zugestimmt hatten, erklärten bald, einen Reichsverband nur durch den Zusammenschluß der einzelnen Landesverbände bilden zu wollen. Da nun nach der bestehenden Gesetzgebung die Unterstützung leistungsschwacher Gemeinden nur von einer Landesorganisation durchzuführen war, und ferner auch, um die Organisationsfrage nicht ganz versumpfen zu lassen, wurde unter unserer Mitarbeit zunächst ein Landesverband preu- Bischer Gemeinden geschaffen (Juni 1922). Prof. Kalischer sah damals seine Ideale ins Grab sinken; aber bei der Begründung des Verbandes wurde darauf hingewiesen, daß dem neuen Verbände die Mitwirkung an der Schaffung der Gesamtorganisation des deutschen Judentums ״als vornehmste Aufgabe obliege“. Der Landesverband übernahm fast wörtlich die demokratische Verfassung des Reichsstatuts von 1921 und begann alsbald seine Arbeit die sich durchaus auf die Unterstützung der leistungsschwachen Gemeinden aus Staatsmitteln und Umlagen der jüdischen Gemeinden beschränkte. Andere Leistungen sind bisher nicht zu verzeichnen, und auch die Herren des engeren Rates werden zugeben, daß die Gesamtleistung eine relativ bescheidene war. Viel Zeit wurde auf interna Dezernatsstreitigkeiten — verschwendet. Langsam wandte man sich auch der Lösung der deutschen Organisationsfrage zu. Auch die Partikularisten werden nicht behaupten können, daß solche Landesverbände, die geeignet sind, das Unterstiitzuiigswcsen und den Lastenausgleich zwischen den Gemeinden zu organisieren, die berufenen Vertreter des deutschen Judentunis nach außen hin sind; als Grundlage für die Schaffung einer Tribüne der deutschen Judenheit sind sie unbrauchbar. Gg. Dr. Elias Straus-München hat in einem im Münchewr ״Jüdischen Echo“ erschienenen Artikel, der z. T. in’ der ״Jüdischen Rundschau“ Nr, 0ר abgedruckt war, die Aufgaben einer solchen Reichsorganisation dargestellt. Das wesentlichste ist uns, daß eine solche Organisation — von den sozialen Aufgaben, von denen heute nicht gesprochen werden soll, abgesehen — die Plattform darstellen soll, auf der sich deutsche Juden, ' unabhängig von den Landesgren/en, zu einer Einheit zusammenfinden, das Organ, das die legitimierte Vertretung

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