Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 49 (25.6.1926)
- Date
- 1926-06-25
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 35b Nr. 49 Nr. 49 Palästina, dann erst ist die richtige Basis zur Behandlung des ganzen Problems gegeben. Denn dann erkennt inan, daß es sich darum handelt, dieses Problem trotz allen Schwierigkeiten und trotz dem Widerstand der natürlichen Faktoren möglichst reibungslos zu lösen. So verbindet sich das Problem der Landes- Verwaltung Palästinas mit dem Problem einer großen konstruktiven Aufgabe, die um so besser und um so fruchtbarer fiir alle Beteiligten gelöst werden wird, je mehr Verständnis und Hilfe fiir sie gefunden werden. Unter diesen Gesichtspunkten haben wir die jüdischcn Denkschriften an den Völkerbund zu betrachten. Das Memorandum der Jewish Agency zerfallt in zwei Teile, den Begleitbrief, der die eigentlichen politischen Beschwerden formuliert, und den Bericht über die aufbauende Tätigkeit der Jewish Agency im .letgföft. ’ Wir Beide Dokumente sind unseren.,Jtff״als gelungen beglauben, daß sie im,.gr^r Begleitbrief bringt in sachzeichnet w'Sffter, 'in der Form sehr konzilianter Formt!- .Unking die Hauptforderungen der Juden vor; er versteht es sehr gut, die Bescheidenheit der jüdischen Fordenmgen zu unterstreichen. Mehrfach wird betont, daß die Jewish Agency keineswegs eine Vorzugsbehandlung beansprucht, vielmehr mit großer Geduld Ansprüche erhebt, die sowohl nach dem Wortlaut des Mandats als auch nach der objektiven Sachlage unbezweifelbar sind. An manchen Stellen scheint uns der Brief in der Bctcucrung unserer Bescheidenheit und der Kleinheit unserer Forderungen sogar etwas zu weit zu gehen. Aber das ist im wesentlichen eine Frage des Stiles. Im Mittelpunkt des Schriftstückes steht die zweifellos wichtigste aller jüdischen Forderungen, nämlich die nach Zuweisung von Staatsländereien. Wenn für den Süden bisher immer wieder der Einwand gemacht wurde, daß die Landvcrmessung noch nicht vorgenomtnen ist, so ist der Tatbestand auf den sogenannten Djiftlik-Böden in der Gegend von Beth Schau ein ganz anderer. Hier werden von der Regierung Schwierigkeiten gemacht, die kaum zu rechtfertigen sind, zumal sogar die arabischen Fellachen selbst das ihnen zugewiesene Land den Juden überlassen wollen. Die zionistische Exekutive gibt ihrer Ueberzetigung Ausdruck, daß die Mandatarmacht bei diesen Gebieten in nächster Zeit Konzessionen machen wird, und in der Tat ist nicht nur vom Standpunkt des jüdischen Nationalheims, sondern auch vom Standpunkt des allgemeinen Fortschritts irn Lande sowie der Volks- Wohlfahrt die Erfüllung dieser jüdischen Forderung von größter Dringlichkeit. Vor allem ist die Bewilligung von Staatsländereien auch das einzige Mittel, um durch Schaffung einer Bodenreserve der abnormalen Preis- Steigerung des Bodens und der damit Zusammenhängenden Boden spekt» 1 a t io n ein Ende zu machen. Die steigenden Bodenpreise sind eine Gefahr für die Wohlfahrt des ganzen Landes und seiner Wirtschaft, da keinerlei Produktion diese hohen Bodenpreise vertragen kann. Es ist daher Pflicht einer jeden Regierung, wenn sie ein so wirksames Mittel zur Bekämpfung dieses Uebelstandes an der Hand hat, im Interesse des Landes davon Gebrauch zu machen. Dieser Gesichtspunkt wird auch in dem Memorandum der Exekutive bei Besprechung der landwirtschaftlichen Kolonisation geltend gemacht. Eine andere wichtige Forderung, die allerdings mit der Forderung nach Staatsländereien an Bedeutung nicht verglichen werden kann, ist das Verlangen nach einem höheren staatlichen Beitrag für die jüdischen Schulen. Es handelt sich dabei unseres Erachtens um jährlich etwa: 15 000 £, also keine entscheidend wichtige Summe, doch' von prinzipieller Bedeutung. Weiter wird die Frage der Klagemauer aufgerollt, die die einzige ״Heilige Stätte“ der Juden darstellt und als solche wohl ebensoviel Berücksichtigung beanspruchen kann wie die Heiligen Stätten der Christenheit. Auch die Reorganisation der Gendarmerie wird unter den Beschwerdepunkten des Begleitbriefes aufgeführt, und die Forderung der Juden zum Ausdruck gebracht, in der Militärmacht, der die Verteidigung Palästinas obliegt, entsprechend vertreten zu sein. Das Memorandum selbst gibt eine Uebersicht über die einzelnen Zweige zionistischer Tätigkeit und ist dadurch auch für den Zionisten von größtem Interesse. In konziser Form, unter Verzicht auf Schwulst und Phrasen, läßt dieser Bericht Tatsachen und Ziffern sprechen. Nur ein Böswilliger wird sich dem großen ,Kbvdryck dieses konstruktiven Bemühens entziehen gewisse BesiftaJunen des Berichtes werden auch noch hingewiesen, daß die neüeff&hrt. So wird z. B. darauf die die Einwanderung der Kapital ־"tÄSffeestimmungen, schichten durch bürokratische Schikanen erschwert UdM־, für die Entwicklung der Einwanderung und des wirtschaftlichen Lebens äußerst ungünstig gewesen sind. Auf eine ausführliche Darstellung der industriepolitischen Forderungen in Fragen des Zolltarifes usw. hat das Memorandum offenbar geflissentlich verzichtet, da diese Dinge mehr zur unmittelbaren Verwaltungspraxis gerechnet, werden. Besonders gelungen scheint uns der Abschnitt, der sich mit den Forderungen der Agudas Jisroel beschäftigt. Jeder Zionist wird beistimmen, wenn das Memorandum betont, daß die Zionistische Organisation sich von keinerlei parteipolitischen Voreing:״ommenheiten bei Auswahl geeigneter Auswanderer leiten läßt und vor allem die Gewissensfreiheit des einzelnen und einzelner Gruppen respektiert. Sie kann es aber nicht zulassen, daß kleine Gruppen die Parole der Gewissensfreiheit zu politischen Zwecken mißbrauchen und damit die Einheit der Organisation des jüdischen JUED1SCHE RUNDSCHAU Palästina, die mühsam aufgebaut wurde, stören. Dagegen ist es uns nicht ganz klar, warum die umfangreichen Resolutionen des letzten Kongresses über die Erweit e r 11 n g der Jewish Agency in diesem Memorandum Aufnahme gefunden haben. Dieser Gegenstand liegt wohl dem Interesse der Mandatskommission recht fern, und das Memorandum hat ja auch Resolutionen des Kongresses, die viel mehr zur Sache gehören, nicht wörtlich zitiert. Neben die Jewish Agency tritt als neuer Faktor diesmal der Waad Leumi als Sprecher des palästinensischen Judentums, also eines Teiles der Landesbevölkerting. Als solcher ist er dem Leben nähe״־ ־׳.nr ,rmf.g in seinen Forderungen noch ™ ,sc1n als dle ז •-! a n״r י.. ,Leumi vertritt einen anderen c!p T!1 8י 'ioiiuoner politische Departement. Aber auch oci ihm werden alle Punkte sachlich beletrt und klar formuliert, ohne überflüssiges Raisonnement. Allerdings wird dem Leser dieses Memorandums deutlich, daß viele Verfasser daran herumgedoktert haben. Die Anlage des Ganzen ist gut und trägt der konstruktiven Note Rechnung, besonders die Appendices sprechen eine beredte und eindrucksvolle Sprache. Aber ebenso deutlich erkennbar ist es, daß die Redaktoren den ״radikalen“ Forderungen derer Rechnung tragen mußten, die das Memorandum zu einer Anklageschrift, einem Beschwerdebuch ausgestalten wollten. Wir kennen ja die Vorgeschichte des Memorandums, über dessen Text in zehnständigen Sitzungen beraten wurde, wo von allen Seiten Zusätze und Abänderungsanträge gemacht wurden. Hatte man doch gegen die Redaktoren das Mißtrauen, sie würden nicht mit genügendem Nachdruck die ״nationalen Belange“ wahren. Der dadurch in das Memorandum stellenweise hineingeratene Ton der Protestresolutionen schwächt die Wirkung des Ganzen ab. Dennoch Ist es gelungen, den Ernst und die Würde der Konzeption festzuhalten. Der Waad Leumi gibt eine Ergänzung des Memorandums der Jewish Agency besonders in gewissen Punkten. Es wird dargelegt, welche Schritte der jischuw für unentbehrlich hält, um das wirtschaftliche Leben und insbesondere die jüdische Heimstätte von hemmenden Lasten zu befreien. Die wirtschaftlichen Forderungen, die vor kurzem Dr. Ruppin in seinem ausführlichen Aufsatz in der ״Jüdischen Rundschau“ dargelegt hat, werden vom Waad Leumi aufgenommen. Weiter verlangt der Waad Leumi eine Ärbeiterschutzgesetzgebung, die die Stellung des jüdischen Arbeiters erleichtern und auch die Stellung des arabischen Arbeiters verbessern würde. Gerade dieser Punkt wird vom ״Manehester Guardiafn“ rühmend erwähnt, der hervorhebt, daß hier von einer östlichen Gemeinschaft an ein westliches Forum eine Forderung gestellt wird, die sonst gewöhnlich als ״westliche“ Errungenschaft gilt. Schließlich wird zusammenfassend darauf hingewiese«, daß zur Durchführung des ungewöhnlichen Werkes neue Finanzmethoden gefunden werden müssen, die durch eine wohlwollende Kooperation des Völkerbundes und seiner Organe erleichtert werden können. Die Delegation des Waad Leumi, die sich mehrere Wochen in Genf aufgehalten hat, wird wohl Gelegenheit gehabt haben, über diese Frage auch mit kompetenten Stellen des Völkerbundes Rücksprache zu nehmen, bzw. sich über die dort herrschenden Ansichten zu informieren. Einer der Delegierten ist bekanntlich Dr. Arlosoroff, der als erster in seinem Buche und auf den Kongressen den Gedanken einer internationalen Anleihe für die jüdische Heimstätte leidenschaftlich vertreten hat. Der Gedanke einer Vergrößerung unserer finanziellen Möglichkeiten durch Kredit ist jetzt schon fast allgemein akzeptiert, wenn!auch das Wie noch große Schwierigkeiten bereiten wird. Das eine aber ist sicher: Auch der schönste Finanzplan ist sinnlos ohne ein praktisches Programm konstruktiver Politik und Wirtschaftliehen Aufbaus. In den Memoranden,, die der Mandatskommission überreicht wurden, ist gezeigt worden, daß auf jüdischer Seite das Verständnis und der Wille zu einer konstruktiven Politik vorhanden sind. Nur das ist der Weg, um auch die Judenfrage nicht durch Kata- Strophen sondern durch aufbauende Maßnahmen zu lösen. Die Memoranda an den Völkerbund haben diesmal nur sehr schwach den Zusammenhang des Palästina- Unternehmens mit der Judenfrage berührt. Es sollte jedoch immer wieder betont werden, daß dies allein den Schlüssel zum Verständnis des heutigen Palästina- Problems bildet. R. W. Lipsky über die Lage im Ziaiiimas Nach seiner Rückkehr aus London nach Amerika veröffentlichte Louis Lipsky, der Vorsitzende der Zionistischen Organisation Amerikas, eine Erklärung, in der er nünjyyrte! Ich fand in London die zionistische Lage hoffwirtschaftIichen''SfT.¥?cßtet der jetzt in Palästina bestehenden stig. Die wirtschaftlichen AÜffk.tPie politisch« Lage ist günganisation in Palästina wachsen qülm*SL.®er Jionist. Orvon Tag zu Tag. Angesichts dessen wird elfe 9^5 *t3* regierung nicht, umhin können, früher oder später auch ihreF■ seits an dem Aufbau des Jüdischen Nationalheims lebhaft mitzuarbeiten. Die zionistische Exekutive hörte nicht aut in ihren Bemühungen, die Regierung von der Gerechtigkeit ihrer Forderungen bezüglich der Zuteilung von Staatsländereien für jüdische Kolonisation, der Zollpolitik, der Alimentierung des jüdischen Erziehungswesens usw. zu überzeugen. Diese Bemühungen beginnen, Früchte zu tragen. Das Tempo der zionistischen Aktivität stört eine Regierung in ihrer Ruhe auf, die nicht gern gestört sein will. Indessen zweifeln wn• nicht daran, dal der Druck unserer Arbeit auch wfrcl ״nt'e c cr Re£icn1ng 211 größerer Beschleunigung treiben Hätte der Keren Hajcssod außer dem normalen Einkommen eine Summe von 50000 Pfund zur Verfügung, die gegenwärtige Wirtschaftskrise in Palästina wäre sofort gebeschlossen, nach Pa- Organ der löst. Es würde keinerlei Arbeitslosigkeit herrschen. Ursache zur Krise ist der Ausfall der Zuwendungen aus Polen und anderen europäischen Ländern. Die amerikanische Judenheit wird im nächsten Jahre diese Ausfälle wohl atisgleichen Wichtige Aenderungen wurden in London Das Zentralbüro des K e r e 11 H a j e s s o d wird I ä s t i n a überführt. Auch das hebräische Bewegung ״Haolam“ soll später in Palästina erscheinen. 111 London verbleibt das Zcntru m für politische und finanzielle Unternehmungen, das verstärkt werden wird; ebenso verbleibt dort das O r g a n isationsdepartement. Ich fand Dr. Weizmann bei sehr guter Stimmung, er ist Mutes und voller Energie und Ideen. Er sieht »»hier Reise nach Amerika im kommenden Oktober mit freudiger Erwartung entgegen. Trotz vieler Stimmen, die seine Hoffnung nicht teilen, glaubt er, es werde ihm möglieh sein, den Beschluß des Wiener Kongresses hinsichtlich der Erweiterung der Jewish Agency zur Ausführung zu bringen. Die großen Erfordernisse und die Ausdehnung unserer Arbeiten in Palästina machen es erforderlich, daß sich die amerikanische Judenschaft zu weit größeren Leistungen als bisher versteht. Enir Abdullah lir arabisch-jüdische Verständigung Jerusalem, 21. Juni. (J. T, A.) In einem Gespräch mit dem Vertreter der Pal. Tel.-Agentur führte Emir Abdul- Iah von Transjordanien aus: Der zwischen Sir Gilbert Clayton als dem Vertreter Englands und dem Wahabiten-Sultan lbn Saud, dem Sieger von Mekka, abgeschlossene Vertrag kann Transjordanien nicht befriedigen, namentlich wurde Transjordanien hinsichtlich der Grenzen benachteiligt. Dessen ungeachtet wird Transjordanien den Vertrag loyal respektieren, während es zweifelhaft ist, ob lbn Saud seinerseits dies tun würde. Es liegt durchaus im Bereiche der Möglichkeit, daß Ihn Saud später seine Waffen gegen England■ kehren wird, wie er sie gegen meinen Vater Hussein gekehrt hat. Die von lbn Saud einberufene Konferenz über Mekka kann keine Ergebnisse zeitigen, die das religiöse Moslemitentum befriedigen. Angesichts der großen Teilnahme von Abordnungen aus der Türkei und Rußland muß man sagen, daß die Konferenz neben religiösen auch politische Ziele verfolgt, lbn Saud zeigt das Bestreben, sieh mit Hilfe der Bolschewisten den von Mustapha Kemal Pascha (? Red.) im Orient gegen England konzentrierten Kräften anzulehnen. Das Abkommen zwischen England und Transjordanien wird innerhalb zweier Monate perfekt werden, wo dann das transjordanische Parlament einberufen wird. Nachdem diese äußeren Fragen erledigt sein werden, wird die Frage der Heranziehung ausländischen Kapitals für die wirtschaftliehe Entwicklung Transjordaniens aktuell werden. Ueber die jüdisch-arabische Frage in Palästina äußerte sich Emir Abdullah folgendermaßen: Die Differenzen zwischen den Juden und Arabern in Palästina können durch eine gute Lösung aus der Welt geschafft werden. Notwendig sind aber direkte arabisenjüdische Verhand- I u n g e n, und zwar müssen von arabischer Seite jene Personen zu den Verhandlungen herangezogen werden, die legitimiert sind, im Namen der palästinensischen Araber zu sprechen. Oie Sephardim ■ld der Palästina - Aalbai Jerusalem, 17. Juni. (J. T. A.) Die vom Weltverband der sephardischen Juden nach Aegypten entsandte Abordnung ist nach Jerusalem zurückgekehrr. Die Aktion in Aegypten war erfolgreich. Es wurde ein Kreditfonds für Ansiedlung sephwiiteeBer •Juden in Palästina iegründst. Demnächst wir« sich die Abordnung nach den Ueberseeläflderii begeben. Die sephardischen Juden in Palästina bringen der Aktion großes Interesse entgegen und zeichnen selbst Anteilscheine für die Siedltmgsbank. Der Weltverband beginnt mit der Herausgabe einer Monatsschrift, die dem Palästinawerk sephardischer Juden gewidmet ist. Bagdad 13. Juni. (J. T. A.) Mehrere reiche Juden Bagdads liquidieren ihre Geschäfte, verkaufen ihre Besitzungen und treffen Anstalten zur Uebersiedlung nach Palästina. Die Bewegung hat einen solchen Charakter angenommen, daß Häuserpreise und Mieten gesunken sind. Soeben haben 10 der angesehenen jüdischen Familien Bagdads den Landweg nach Palästina über Beirut und Haifa angetreten. Die meisten von ihnen wollen sich in Tel-Awiw ansiedeln. — Die Wirtschaftsläge der Juden im Irak ist andauernd kritisch; es zeigen sich noch keine Symptome einer Besserung. Erleicbteroigei ISr die Palislias -Waatferoag aas Po!ea Warschau, 20. Juni. (J.T. A.) Wie schon mitgeteilt, weilte in Warschau der Einwanderungsinspektor der Palästina- Regierung Herr Hyamson. Bevor er nach Moskau weiterreiste, nahm er an einer Plenarsitzung des zentralen Palästinaamtes in Warschau teil, die unter dem Vorsitz des Abgeordneten Grün bäum stattfand. Es wurden alle Fragen, die auf die Palästinawanderung aus Polen Bezug haben, eingehend erörtert. Herr Hyamson hielt eine längere Rede, aus der seine positive Haltung zum Problem der Palästinawanderung polnischer Juden zu ersehen war. Herrn Hyamson wurde ein Memorandum überreicht. lieinach besuchte er die Chalu* zim-Farm in Grochow und verbrachte mehrere Stunden in der Umgebung der jüdischen Landarbeiter. Er nahm auch an einer schlichten Mahlzeit teil, die die Chaluzim ihm zu Ehren arrangierten. Herr Hyamson äußerte sich voll Lobes über die Arbeitsenergie, die Sachkenntnis und den Idealismus der Chaluzim aus Polen. AalsteliBig eiaes Lebeaiiadexei Jerusalem, 16. Juni. (P. C.) Das Arbeitsdepartement der palästinensischen Exekutive hat beschlossen, im Laufe des Juni einen Index fiir die Kosten der Lebenshaltung in den wichtigsten jüdischen Zentren aufzustellen und zu veröffentlichen. Dieser Index soll dann ständig weitergeführt und monatlich veröffentlicht werden. Vor einigen Jahren hatte die palästinensische Regierung begonnen, einen Index der Lebensmittel nach den Daten der wichtigsten Städte atifzustellen. Die damaligen Methoden der Regierung waren nicht sehr umfassend, und die Arbeit wurde nicht lange durchgeführt, obwohl man das Problem als sehr dringend für die ly■.״״״ (jer Lohnpolitik, des Arbeitsmarktes und der allgemeinen wirtschaftliche« Bedingungen empfand. Nunmehr hat das Arbeitsdepartenient der Exekutive die Sache aufgenommen, die Untersuchungen in den wichtigsten Zentren jüdischer Ansiedlung durchgeführt und eine Menge wertvollen Materials gesammelt. öle Eiiwaadering in Mai Jerusalem, 16. Juni. (P.C.) Im Mai ist gegenüber dem April eine kleine Erhöhung der jüdischen Einw'andmmg nach Palästina festzustellen. Es kamen 1609 Personen an gegen 1556 im vorigen Monat. Die Gesamtzahl für ru Sf״en “ft Monate beträßrt 18 077, d. h. durchschnittlieh 2260 pro Monat Es wa Jrei Zwisc ileren Lai in Palästin gen und d ist passier sich Arbeit Exekutive, [affaer Aii fern der l schließlich Redaktion dürren uni jeder dies׳ vermutlich , betrübend des ״Haa: und vermt zufällig? - eines der ist, so wi beschäftigt auch heut strengen I Zustände ו fälle zur 1 Völkern u! Um e: nisse sind das heißt hältnisse t vor allem Die U im Zusam: und klar, solche, di sind und sinnlosen um solche Kapital zu kann als Motive he Es gibt den Bericl beiterrat! des Skand losen ein Methoden lieh. Und machen, d Denn es solchen L standesmä Affekte, u zeugendst! gegen da! vor die 1 glieder ur einen so die schwif gefangen durch die sprechen in den ni und die ß Wir l fälle, die erscheinur gesagt, öl muß, ist! nur eine 1 klar. Der 1 gleich ko als solche tikel ersc Zeit, voi Anschluß Jahres 1 sammenh; wanderun sehen bei jüdischen tion zur Ohrfeigen als Dumr son hatte Ovation < Bevölkere sprechen anzufeuer Aber zumessen schon bei als man gewohnt lastina ei: soll beilei wäre, dal Im Gegei herrscht Jischuw I wohl mar Brüderscl essen, ur sie aucli geführt, bisher ui elemente‘ ausgesetz dernden! reits eint gibt, der Charaktei genug, u assimilier stimmte Bedingun wußte A nur in g! Standard Konjunki Palästina körperlicl kam sei: So wie < sonderer dieser n stinensis: das einn