Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 46 (15.6.1926)
- Date
- 1926-06-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 340 JÜED!SCHE RUNDSCHAU Nr. 46 Palästinamandates die Mandatarmacht von den jeweiligen j Schriften, die die Zionistische Organisation in dieser Augelegenheit unternahm, genau informiert wurde und ihr Ein- Verständnis bekanntgegeben hat Erweiterung der Jewish Agency. I. In der Erkenntnis, daß es wünschenswert ist, eine wirksamere Zusammenarbeit aller Juden herbeizuführen, die gewillt and, an dem Wiederaufbau des jüdischen-nationalen Heimes in Palästina im Geiste der Balfour-Deklaration und des Mandates teilzunehmen, und in der weiteren Erwägung, daß zu diesem Zwecke erwünscht ist, die Grundlage der Jewish Agency zu erweitern, und in der weiteren Voraussetzung, aaß bei jeder Maßnähme als unverrückbare prinzipielle Grundlagen gelten sollen: (a) dauernde Verstärkung der Einwanderung; (b) Auslösung des Bodens als Vollbesitz; (a) landwirtschaftliche Kolonisation auf Grund der jüdischen Arbeit; (d) hebräische Sprache und Kultur, erklärte der Kongreß folgendes: i. Der Kongreß würde begrüßen die Errichtung eines Konzils der erweiterten Jewish Agency für Palästina unter folgenden Bedingungen: (a) Der Konzil det Jewish Agency, welcher, wenn vollständig aus ungefähr 150 Mitgliedern bestehen soll, soll zur Hälfte aus Vertretern der Zionistischen Organisation zusammengesetzt werden und zur anderen Hälfte aus Vertretern jüdischer Gemeinschaften aus verschiedenen Teilen der Welt. b) Die Methode, durch welche die verschiedenen Gemeinschaften ihre Vertreter bestellen werden, soll in jedem Falle durch Uebereinkammen gemäß den örtlichen Verhältnlssen festgestellt werden und soll soweit wie möglich die Form demokratischer Wahlen haben. c) 40 Prozent der Sitze, die anderen Körperschaften als der Zionistischen Organisation zugesprochen werden, sollen für die Juden der Vereinigten Staaten reserviert werden. d) Die Verteilung der übrigen Sitze, soweit sie nicht der Zionistischen Organisation zuerkannt sind, soll durch Uebereinkammen zwischen der Zionistischen Organisation und den verschiedenen in Frage kommenden Gemeinschaften geregelt werden. e) Die Mitglieder der verschiedenen Organe der Jewish Agency können in ihrer Abwesenheit nur duch ständige ׳Ersatzmitglieder vertreten werden. II. Bis zum Zusammentritt des nächsten Zionistenkongresses werden die zionistischen Vertreter beim Konzil bestehen aus den Mitgliedern der Exekutive und des Aktionskomitees, zusammen mit weiteren Vertretern in solcher Zahl, als jeweilig erforderlich sind; diese letzteren sind in gemeinsanier Sitzung der Exekutive und des Aktionskomitees zu bestimmen. Der nächste Zionisteiikongreß bestellt die zionistischen Vertreter beim Konzil durch direkte Wahl. III. Der Kongreß autorisiert die Exekutive, mit der Errichtung des Konzils auf dieser Grundlage vorzugehen und eine Versammlung des Konzils einzuberufen zur Beratung und Annahme einer Verfassung, welche den Charakter eines Uebereinkommens zwischen der Zionistischen Organisation und den betreffenden jüdischen Gemeinschaften haben soll. Diese Versammlung soll jedoch nicht einberufen werden, bevor die Exekutive verständigt worden ist, daß außer den Vertretern der Zionistischen Örganisation nicht weniger als fünfzig Mitglieder des Konzils bestellt wurden, die mindestens sechs Länder vertreten. IV. Der Kongreß ersucht die Exekutive, dafür Sorge zu tragen, daß die in Resolution III erwähnte Verfassung eine Bestimmung enthält, wonach diese Verfassung zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren, vom Tage ihrer Annahme im Konzil» in Kraft tritt Nach Abschluß dieser Periode soll die Frage der Erneuerung der Verfassung durch ein Ueber- Einkommen zwischen der Zionistischen O1j׳anisation und den anderen beteiligten Körperschaften entschieden werden. V. Der Kongreß nimmt die Erklärung der Exekutive zur Kenntnis, wonach die in obigen Resolutionen in Betracht ezogenen Maßnahmen keine Aenderung in Artikel 4 des alästinamandates nach sich ziehen. Er betrachtet diese Erklärung als von grundlegender Bedeutung und lenkt die Aufmerksamkeit der neuen Exekutive auf sie. VI. Gleichzeitig anerkennt der Kongreß, daß, falls die Verhandlungen zur Annahme einer Verfassung für die Jewish Agency führen werden, es angezeigt sein würde, die Mandatarmacht davon zu verständigen. VII. Um die Kontinuität der politischen und sonstigen Arbeit der jewish Agency zu sichern, beauftragt der Kongreß die Exekutive, die Wahl des Präsidenten der Zionistischen Organisation zum Präsidenten der erweiterten Jewish Agency sicnerzustellen. IX. Finanzen. 71. Die sämtlichen Ausgaben der Zionistischen Organisation werden durch freiwillige Beiträge aus allen Teilen der Welt gedeckt. Seit 1921 ist die Haupteinnahmequelle der Keren Hajessod (Palästina-Oründungsfonds), welcher, wie oben erwähnt (Absatz 66), von sehr vielen Personen Beiträge erhält, die nicht Mitglieder der Zionistischen Organisation sind. Während der ersten fünf Jahre seines Bestehens (bis 31. März 1926) beliefen sich die gesamten Einnahmen des Keren Hajessod auf 2 266876 Pfund! Während ungefähr der gleichen Periode wurden 864 000 Pfund vom Jüdischen Nationalfonds eingenommen, der als Fonds für den Bodenerwerb in Palästina ins unveräußerliche Eigentum des jüdisehen Volkes separat organisiert ist. Die Kosten der Erhaltung der Zionistischen Organisation selbst werden von keinem dieser beiden Fonds gedeckt, sondern hauptsächlich durch Mitgliedsbeiträge, die sogenannten Schekalim. 72. Während der fünf Jahre vom 1. April 1921 bis zum 31. März 1926 waren die Gesamtausgaben in Palästina aus Keren Hajessod-Gekiern die folgenden: Betrag Prozent Landwirtschaftliche Kolonisation (nebst Versuchsstationen) ....... 679 995 31.39 Erziehung (nebst Universität u. Nationalbibliothek 32786 Pfund; Technisches Institut in Haifa 21690 Pfund) . . 428 560 19.78 Einwanderung (nebst Einwandererhäuser 7663 Pfund). 257 843 11.90 Oeffentliche Gesundheitspflege.... 177 934 8.21 Oeffentliche Arbeiten. 167 276 7.72 Investionen: Hypothekendarlehen für Häuserbau 64778 Pfund; Palestine ElectricCorporation 50000 Pfund; Palestine Land Development Company 20748 Pfund; Solei Boneh 16410 Pfund; SchulgebSude 8905 Pfund; Arbeiterbank 2051 Pfund: Palestine Mining Syndicate 2500 Pfund. 155 394 717 Religiöse Institutionen....... 66 484 201 Handel und Industrie. 30 034 1.41 Administration und verschiedene Ausgaben . ׳°■'•4 912 3 8! Summe.J 2166 678 J luu.UO 73. In dem mit 30. September 1925 endenden Jahre betrugen die Einnahmen des Keren Hajessod 526 485 Pfund und diejenigen des Jüdischen Nationalfonds 260 336 Pfund. Die entsprechenden Ziffern für das am 31. März 1926 andende Halbjahr waren: Keren Hajessod 219 993 Pfund und Jüdischer Nationalfonds 131 998 Pfund. 74. Die folgenden Ziffern zeigen im einzelnen die Ver- Wendung der Keren Hajessod-Gefier in Palästina während der Zeit vom 1. Oktober 1924 bis zum 28. Februar 1926: 1.10.1924 bl» 30.9. IMS 1.10.19» bis 28. 2.1926 (fünf Monate) Summe (17 Monate) Landwirtschaftliche Kolonisation (nebst Versuchsstation) 185720 143 074 278 794 Erziehung (nebst Universität»- bibliothek und Technisches Institut in Haifa).... 88141 86 901 125042 Einwanderung und Arbeits- Beschaffung. 49155 46 457 95 612 Oeffentl. Gesundheitspflege . 36 548 14 587 61 135 Oeffentliche Arbeiten . , . 31108 ■— 31106 Investitionen. 18 515 — 18 515 Handel und Industrie . . . 9 370 6 259 15 629 Religiöse Institutionen . . . 11087 3 332 14 419 Administration und verschiedene Ausgaben .... 42 364 14147 56 511 Summe. 422 006 204 757 686 763 75. Den Ziffern für das am 30. September 1925 endende Jahr muß der Aufwand des Jüdischen Nationalfonds für Erwerb und Amelioration von Boden hinzugefügt werden, wodurch die gesamten Ausgaben für das Finanzjahr auf etwa 600 000 gebracht werden. 76. Der Gesamtbetrag des in der gleichen Zeit von einzelnen Einwanderern nach Palästina gebrachten Kapitals kamt nicht genau bestimmt werden, aber angesichts der oben erwähnten Ziffern (Absatz 6) kann er wohl vorsichtig auf mindestens zwei Millionen Pfund geschätzt werden. Hierin sind noch nicht die Kapitalinvestitionen in größerem Maßstab durch Landsiedlungsgesellschaften wie die American Ziem Commenwealth enthalten, die allein im Jahre 1925 in Palästina 200 000 Pfund ausgab, und ebensowenig industrielle Unternehmungen wie die Palestine Electric Corporation und die Jaffa Elektric Company, die Gesellschaften ״Nescher“ und ״Manor“, die Grands Moulins de Palestine und andere oben in den Absätzen 31 bis 32 erwähnte Unternehmungen. Der so während des am 30. September 1925 endenden Jahres in Palästina investierte Kapitalsbetrag kann nicht genau festgestellt werden, doch betragt er schätzungsweise mindestens 350 000 Pfund. 77. Diese Ziffern enthalten nicht die Ausgaben der Jewish Colonfsation Association (1. C. A.) und der Palestine jewish Colonisation Association (P. I. C. A.) in Palästina, die dem Vernehmen nach jetzt etwa 150000 Pfund jährlich betragen. Diese Körperschaften sind nicht mit der Zionistischen Organisation verbunden und arbeiten mit Fonds aus privaten Stiftungen. Die vorstehende Schätzung wird mit Vorbehalt gegeben, dürfte aber im wesentlichen richtig sein. 78. Wenn man die Ausgaben der Zionistischen Organisation und anderer jüdischer Körperschaften in Palästina zusammennimmt, ferner das von einzelnen Einwanderern mitgebrachte Kapital und das in größerem Maßstab in industrielle und landwirtschaftliche Unternehmungen Investierte Kapital, so kann der Gesamtbetrag jüdischen Geldes, das in dem am 30. September 1925 endenden Jahr nach Palästina gebracht wurde, auf ,'"etwa drei Millionen Pfund" geschätzt werden. 79. Ein Ueberblick über die ganze Periode von der britischen Besetzung bis zum 31. März 1926 ergibt (in runden Ziffern) die folgenden Resultate: Jüdische Ausgaben in Palästina vom 1. Oktober 1917 bis 2mm 31. März 1926. Zionistische Organisation: Restorafion Fund, 1917-21 878 000*) Keren Hajessod (Palästina- Gründungsfonds)!921-26 2166000 Jüdischer Nationalfonds 1 242000*) Jewish Colonisation Association und Palestine Jewish Colonisation Association (schäfzungsweise 150 000 bis 200 000 Pfund pro Jahr) Kapital, das durch andere öffentliche Körperschaften, durch Privatgesel!- schäften und einzelne eingebracht wurde (schätzungsweise) “Pfund 9 786 000 77, Great Russell StreU. London, W. C. 1. 3., Mai 1926. PrcsseEllmraea New Judaea veröffentlicht in der Nummer vom 11. Juni das Memorandum der Zionistischen Organisation, das dem Generalsekretär des Völkerbundes für die Permanente Mandatskonmission überreicht worden ist, wie den Begleitbrief Dr. Weizmanns. In einem redaktionellen Artikel werden beide Dokumente ausführlich besprochen. Ueber den Begleitbrief Dr. Weizmanns wird u. a. ausgeführt: So interessant das Memorandum mit seinem zusammenfassenden Ueberblick über die fruchtbare Arbeit eines Jahres ist. so ist doch anzunehmen, daß die meisten Zionisten ihre besondere Aufmerksamkeit dem Begleitbriet zuwenden werden, und zwar mit Rücksicht auf die häufig gegen die Zionistische Exekutive gerichtete Kritik wegen ihrer zu nachgiebigen Haltung gegenüber der Regierung. Unseres Erachtens wird dieser Brief, wenn er auch jene nicht befriedigt, die nach einer Kampfpolitik rufen, die Zustimmung der großen Majorität der Zionisten finden, sowohl durch seine Mäßigung als durch die zwingende Kraft, mit welcher er die Notwendigkeit positiven Handelns seitens der Mandatarmacht in bestimmten Angelegenheiten verlangt, in welchen wir bisher nicht das Bekommen haben, was uns auf Grund des Mandats zustand. (Begleitbrief und Memorandum werden nach ihrer Behandlung vor der ständigen Mandatskommission auch von uns aus umfassend beleuchtet werden. Anm, d. Red.) * Anläßlich des Schlußtermins für die Einschreibung in das reorganisierte Grenzkorps veröffentlichte I. Schoch mann im ״Da war“ vom 29. Mai einen Aufsatz ״Am Ende der Reknitierung": *) Diese Ziffern stellen Einnahmen dar, die aber bis auf einen geringfügigen Bruchteil tatsächlich in Palästina ausgegeben wurden. (*ח.יי),; 500000 1 «)40000 Diese Woche wurde die Einschreibung für das Grenzschutzkorps beendet Nach dem Ergebnis gibt es bis jetzt in dem Korps nur 28 Juden. Dies also ist das Resultat eines langen Kampfes. Es fragt sich, ob der Kampf damit zum Schwelgen gebracht wurde, und ob wir uns nun mit der bestehenden Lage abfinden werden. Unsere Lage in dem Grenzkorps ist sonderbar bis zum Paradox. Um einer Anfrage im Parlament zu begegnen oder vielleicht einer anderen Verpflichtung zuliebet hat man gegen drei Minjamim Juden aufgenommen, die sämtlich arabisch verstehen müssen und in der Hauptsache nur fachliche Arbeiten zu leisten haben. Aber es Ist noch fraglich, wie lange selbst diese Wenigen Innerhalb der Truppe bleiben werden. Was die Lage in der unteren Polizejtruppe (Mischtarah Regilh) anlangt, so ist diese auch zur Genüge bekannt. Unter mehr als 1000 Polizisten gibt es nur einige Dutzend Juden, deren Zahl gleichfalls infolge der äußeren Bedingungen, unter denen sie zu leben gezwungen sind, dauernd abnimmt. Ebenso ist in der neu gegründeten Polizeischule und besonders in der Aufnahme von Schülern das Verhältnis unbefriedigend. Das Bild ist klar, ln einem Lande, in dem sich bereits gezeigt hat, wie sehr die nationale Minderheit eines Schutzes und eines sichtbaren Anteiles an der bewaffneten Macht bedarf, in diesem Laude stehen wir außerhalb der Kräfte für innere und äußere Verteidigung, gerade als ob jemand interessiert wäre, daß wir schwach und ohnmächtig und ganz von der Gnade und dem Schutz der anderen abhängig seien. Die Sachlage ist für uns und unsere Arbeit sehr gefährlich. Wenn der Kampf für unsere Rechte jetzt aufhören sollte, dann wird sich der S”' "י .. und die Motive unserer Gegner zu enthüllen, damit wir das uns genommene elementare Recht wieder zurückgewinnen. * ״New Palestine“, New York, schreibt über die Jahreskonferenz der amerikanischen Zionisten u. a.: Es ist die Pflicht jedes zionistischen Bezirkes, dafür zu sorgen, daß er durch eine größere Delegation als wie bisher bei der nächsten Jahreskonferenz vertreten sei, und daß diese sich außerdem über die vielen Probleme, die zu beraten sein werden, vorher völlig klar sei. Es ist wohl kaum nötig, die amerikanischen Zionisten daran zu erinnern, daß die Lösung der wichtigen Probleme, die der zionistischen Weltorganisation bei ihrem nächstjährigen Kongreß bevorstehen werden, sehr entscheidend von den Meinungen abhängt, die sie hierzu zum Ausdruck bringen. Auf den Zionisten Amerikas lastet eine ständig wachsende Verantwortung, und sie müssen zeigen, daß sie nicht nur den wachsenden finanziellen Aufgaben, die sie übernommen haben, gewachsen sind, sondern auch, daß sie in steigendem Maße das Verstandnis und das Verantwortungsgefühl für die Größe der politischen Probleme, die zu lösen sind, besitzen. Urd Lloyd bei Lord Pliner Der High Commissioner von Aegypten, Lord Lloyd, ist am 12. d. Mts. nach Jerusalem gekommen, um mit dem High Commlssioner von Palästina, Feldmarschall Lord Phrmer, Besprechungen abzuhalten. Ansiedlang bilgiriseher Jode■ Vorläufige Vereinbarungen zwischen dem Kokraisationsdepartement der Zionistischen Palästinaexekutive und dem Vertreter der bulgarischen Zionistischen Föderation, A. Romaoo, sehen die baldige Ansiedlung von «) Familien bulgatfeeher Juden in einer neuen Kleinsiedlung in der ־Nähe von Rechoboth vor. Ein Teil der Ansieaning'skandfdaten befindet sich bereife im Lande. Jede Familie wird £E 300 investieren, während der Rest, der insgesamt £E 700—800 betragenden Ansiedlungskosten vom Keren Hajessod als in 3—4 Jahren rückzahlbares Darlehen vorgestreckt werden soll. Der KKL hat ein entsprechendes Terrain für diese Siedlung zur Verfügung gestellt. (Ziko) Der Exp«rl des Palls!!■■ •Tabaks ״Mischar We fass iah“ berichtet: Nach zahlreichen Bemühungen der Tabakzüchter und nach fast zehn Monate währenden Verhandlungen wurde endlich der Exportzoll für Tabak aufgehoben. Es wurde so möglich, mit dem Versand des Tabaks ins Ausland zu beginnen. Die Vereinigung der Tabakzüchter versandte ins Ausland 32 000 kg Tabak, die Herr Mühl mann, der Inhaber der Tabakfabriken A. S. Maikapar in Riga und Berlin, gekauft hat. Außerdem wurden durch die erwähnte Vereinigung 10000 Kilogramm nach den Vereinigten Staaten und 25 00Ö kg an die Firma Hermann Spie rer in Triest für kommissiansweisen Verkauf versandt. Es werden derzeit Verhandlungen über einen Versand von weiteren 150 000 kg Tabak nach Europa geführt. Außerdem soll die Tabakfabrik von L11 b - liner einen Export von 150000 kg Tabak in die Wege geleitet haben. (Ziko) S-jBslei■ bebrlisch Wien, 9. Juni (J. T. A.) Demnächst erscheint im Verlag ״Dwir“ zu Tel-Awiw eine von Dr. J. Grünberg besorgte hebräische Ausgabe von Einsteins Schrift über die allgemei: e u; d spezielle Relativitätstheorie. Einstein selbst schrieb für die hebräische Ausgabe die folgende Vorrede: ״Das Erscheinen meines Büchleins in der Sprache unserer Väter erfüllt mich mit besonderer Freude. Es ist ein Zeichen für die Wandlung, die sich mit dieser Sprache vollzogen hat. Ihr Gebrauch ist nicht mehr darauf beschränkt, Angelegenheiten unseres Volkes für unser Volk auszudrücken, sondern sie ist im Bcgriffe, alles zu fassen, was Menschen interessiert. Sie bildet einen wichtigen Faktor in unserem Streben nach kultureller Unabhängigkeit.“ Die bekannte Tabakgroßfirma ״Maspero“ beauftragte den Solei Boneh mit dem Bau einer neuen großen Zigarettenfabrik. Die Bauarbeiten sollen gegen ein halbes Jahr dauern. (Ziko) Die Arbeiten an der Chaussee von S a f e d nach A k k o .. missioner an der Einweihung dieser Straße, die große ßedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung hat, tcilnehmen wird. (Ziko) Das Bauniaterialunternehmen Namlith des Solei Boneh in Haifa soll demnächst weiter ausgedehnt werden. Vertreter des Solei Boneh haben sich bereits ins Ausland begeben, um dort weitere moderne Maschinen und Arbeitsgeräte zu erstehen. (Ziko) Bierherstellung in Palästina. 111 Jaffa wurde eine neue kleine Bierbrauerei unter dem Namen ״Libanon“ eröffnet. Es ist dies die zweite Bierbrauerei in Jaffa. Die erste gehört Herrn A. Pomeranz. - Die Bierbrauerei der Brüder Rosenberg in Akko hat ihre Produktion bereits aufgomunmen. Sie bringt ihr Bier unter dem Namen ״Maxbrau“' au! den Markt. (Zifo)