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Jüdische Rundschau · 1926-06-15 · Heft 46 (15.6.1926) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 46 (15.6.1926)
Date
1926-06-15
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 330 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 48 Nr 40 liaslii als Gegner der jüdisch nationalen Heimstätte hingestellt wurde. Gegnerisch sind in gewissem Grade Marquis T11 e 0 tl 0 1 i und auch der Holländer van Rees hat eine Reihe von Bedenken, die gerade durch die komplizierte Struktur des Palästinamali• dates hervorgenifen werden. Die Mitglieder der MK erklären jedoch übereinstimmend, daß sie nicht über die Zweckmäßigkeit dos Mandates oder der Balfourdcklaratiott zu urteilen haben, sondern auf Grund der vorliegenden Mandats- Bestimmungen deren Durchführung zu prüfen und darüber ihr Gutachten abzugeben haben, Col. Syines trifft erst am 21. Juni hier ein und erst dann dürfte das Palästinamandat vor der MK zur Sprache kommen. So wird die Delegation des Waat! Leumi hier bis Ende Juni verbleiben und sich dann von hier nach London begeben, wo sie voraussichtlich bis zur ■Sitzung des Aktionskouiitees bleiben wird. Dr. \Y e i z nt a 11 n ist gestern abend wegen einer dringenden Angelegenheit nach London zurückgekchrt, von wo er über Berlin, wo er sich zwei Tage auf halten dürfte, wieder in Genf zurückerwartet wird. Er hat während seiner kurzen Anwesenheit hier mit allen wichtigen Persönlichkeiten Fühlung genommen und der Delegation des Wand Leumi den Weg geebnet. Er hat auch noch die Zeit gefunden, die Bildung eines aus den einflußreichsten Genfer Juden bestehenden Keren 11 a j c s s o d k o m i t e e s in die Wege zu leiten. Dem neuen Komitee, das sich zum Zentralkomitee für die romanische Schweiz entwickeln soll, und bei dessen Gründung der Vcrtreter des K. H.■Hauptbüros Dr, Hans Kohn mitwirkte, gehören an die Herren Armand Braunschweig, ein führendes Mitglied des Gcmcindcrates, Henri de Toledo, Paul Liegenheimer (ein Bruder des Pariser jüdischen Dichters Edmotul Lieg), der Ortsrabbiner und als Vertreter der zionistischen Ortsgruppe die Herren Adler und Nachimson. Am Samstagabend findet für die Mitglieder des Waad Leumi ein seitens der jüdischen Vereine Genfs veranstalteter Empfang statt, bei dem Rabbi Usicl hebräisch, Disengoff französisch und Arlosoroff deutsch sprechen werden. Die Reden de Joovenels ■nd Weizmann s in Paris Paris, 9. Juni. (J, T. A.) Nachstehend sei ein ausführlicher Auszug aus der Rede Jouvenels, der, wie wir bereits kurz gemeldet haben, auf einer zionistischen Ver- Sammlung in Paris das Wort ergriff, wiedergegeben: Wir zwei, Dr. W ei z mann und ich, werden von der Welt irgendwie mißverstanden. Ich freue mich, mit Dr. Weizmann hier zusammenzutreffen und mich ihm verständlich zu machen. Als ich nach Syrien ging, sah ich in dem Zionismus nichts als eine Art religiöser Sehnsucht nach einem fernen Vaterlande. Ich dachte mir, in Palästina gäbe es genug religiöse Reibungsfläche, warum sollen die Juden die Reibungsfläche vergrößern helfen? Als ich aber in das Land kam und das außergewöhnliche Bild sah, wie ein leidendes Volk das verwüstete Land urbar macht, freudig und glücklich der Wiederbelebung des Landes dient, da wurde ich 11 e i d i s c h, auf Großbritannien, das dieses Land verwaltet. Ich weiß von der arabischen Opposition, allein rund um die jüdischen Kolonien sah ich Ein- Verständnis zwischen Juden und Arabern. Die Zusammenarbeit gestaltete die Beziehungen herzlich und solidarisch. Darum glaube ich an den Zionismus. Dr. Weizmann sagt, Palästina sei eine Brücke zwischen Ost und West. Aber e^ed zwischen den beldäi Kulturen, aber auch das französische Volk hat eine solche Funktion. Mögen sich das jüdische und das französische Volk vereinigen, um gemeinsam eine Brücke zwischen West und Ost zu bilden. Dr. Weizmann führt in seiner Rede ungefähr aus: Zwei Hauptprobleme gibt es in Palästina: Land und Volk. Viel Land ist in Palästina nicht vorhanden. Wir müssen dem Lande, das wir besitzen, das Maximum abringen, das es geben kann. Also dichte Besiedlung, in Petach Tikwah wohnen auf einem Areal von 28 000 Dunam 7000 Menschen. Der Boden ist teuer, aber die jüdische Landwirtschaft wird nach wissenschaftlichen Grundlinien geführt, so daß sich der Boden multipliziert. Es ist Raum genug für ökonomische Entwicklung vorhanden. Im Süden ist noch Raum für mindestens eine halbe Million Familien vorhanden. Rechnet man zu jedem Arbeiter zwei Familienangehörige, so kann man im Süden ein und eine halbe Million jüdische Seelen ansiedeln. Die jüngere Generation Palästinas ist von dem starken Willen beherrscht, die Arbeit zu vollenden. Das gilt nicht nur von den ausgebildeten Chaluzim, sondern auch von dem Chassidim aus Lodz, Warschau usw., die die Sümpfe trocken legen und bei dieser Arbeit Psalmen singen. —. Wir vergessen nicht, daß in Palästina eine arabischmoslemitische Bevölkerung lebt, von der ein gewisser Teil den Zionismus fürchtet. Ohne in eine ausführliche Analyse der Frage einzugehen, erkläre ich, daß jedes zionistische Unternehmen von Erfolg sein wird, wenn es mit den Arabern zusammenarbeitet. Wir müssen es den Arabern klarmachen, daß wir volle Rechte besitzen, in das Land zu kommen, daß wir aber nur mit dem Wunsche dahin kommen, in freundschaftlicher Zusammenarbeit mit der palästinensischen Bevölkerung zu leben. Die Araber wissen, daß sie aus unserem Aufbau Vorteile ziehen. Es genügt, den großen Kulturunterschied zwischen einem arabischen Dort in der Nähe einer jüdischen Siedlung und einem arabischen Dorf, das dem Einfluß jüdischer Arbeit entzogen ist, festzustellen. Unsere Waffen sind nicht die britischen Gewehre und Kanonen, unsere Waffen sind der Pflug und der Hammer. Von geographischem Standpunkt, schloß Dr. Weizmann, ist Palästina eine Brücke zwischen Asien und Europa, das jüdische Volk aber ist eine Brücke zwischen östlicher und westlicher Kultur. Die Welt benötigt eine Interpretation und Synthese zwischen Ost und West. 5000 £!Ir die bebrlisehe Universität Der Präsident der Union of Sidney Zionists, Herr Morris Symonds, spendete laut ״Jewish Chronicle“ £ 5000 zwecks Errichtung eines Vorlcsungssaales an der Jerusalemer Universität, der nach ihm benannt werden soll. (Ziko) Sld-Traisiwdmlen gegen AbdiUab Jerusalem, 9. Juni. (J.T.A.) Sämtliche Führer der Beduinenstämme im südlichen Transjordanien vereinigten sich zu einer Oppositionsstellung gegen den Emir Abdullah. Sie fordern die Einberufung einer souveränen Nation a 1 v e r s a m m 1 u n g, gewählt von allen Einwohnern Trans- Jordaniens, die das Recht haben soll, alle von Abdullah seit dem Antritt seiner Herrschaft in Transjordanien im Jahre 1921 getroffenen Abkommen und vorgenommenen Regierungshandluugen zu annullieren. Die Beduinenhäupter beschlossen, demnächst einen Kongreß abzuhalten, der sich mit der Politik Abdullahs, die nach ihrer Meinung das Land ins Verderben führt, beschäftigen soB, Revisionistische Geistesverfassung Von Adolf Böhm, Wien. Es ist nicht zu leugnen, daß der Geist des Revisionismus Fortschritte macht. Das Verhalten der britischen Verwaltung in Palästina in der Frage der Gendarmerie und ihre mangelnde Unterstützung unserer Kolonisation treibt den Jischub zu immer stärkerer Un- Zufriedenheit. Weizmann hatte für diese Tonart kein Ohr. Er versuchte, dem Jischub klarzumachen, daß die Exekutive zwar die erhobenen Fordeningen zum Teile zu den ihrigen macht — und schon bei der letzten Sitzung der Mandatskommission wurden einige gestellt — daß aber erstens das unaufhörliche laute Protestieren die ״Atmosphäre des Vertrauens“ zerstört, die er im Verkehr mit England nötig hat und zweitens, daß man sich keine Illusionen über den Grad der Entlastung machen soll, der durch ein Entgegenkommen der Administration für uns entstünde. Weizmann hat damit neuerdings den Mut bewiesen, gegen populäre Meinungen anzukämpfen, was ihm zum Ruhme gereicht, aber scharfe Angriffe zuzieht. Auch alle anderen, welche die Sachlage ruhiger beurteilen, werden als ״Defaitisten“ bezeichnet. Wir laufen Gefahr, daß die revisionistische Geistesverfassung im Zionismus immer allgemeiner wird. Nicht die durchaus berechtigten Fordeningen, die gestellt werden, sondern der Geist, in detn sie erhoben werden, kann uns schädlich werden. Denn die revisionistische Auffassung unserer politischen Situation ist eine völlig irrige. Sie glaubt, daß wir, auf unser Recht pochend, unermüdlich an England und an den Völkerbund extreme Forderungen erheben müssen und daß diese von einer energischeren Leitung auch durchgesetzt werden könnten. Weizmann hat demgegenüber auf dem letzten Kongreß ein Wort geprägt, das unbeachtet blieb und auch nicht in den Berichten der Blätter enthalten war, obzwar es prägnant und klar die Voraussetzung unserer politisehen Arbeit präzisierte. Er sagte, er könne nicht unaufhörlich den Leuten in Downing Street in den Ohren liegen, er müsse eine gewisse Distanz wahren. Diese feinste, letzte, nur mit dem politischen Instinkt erfaßbare Wahrheit bleibt jenen Politikern verborgen, welche glauben, mit unausgesetztem Fordern Erfolge erzwingen zu können. Sie beachten nicht, daß unsere Situation gegenüber England, dem Völkerbund und den Arabern eine überaus heikle ist und daß überlegene Einfühlung und besonderer politischer Takt notwendig sind, um bei der gegebenen Situation Erfolge zu erzielen und Niederlagen zu vermeiden. Einmal hat der Jischub das schon nachträglich verstanden, und zwar im Falle Samuel. Welche heftigen Angriffe hatte man während seiner Amtszeit gegen ihn gerichtet^ weil er eine Politik be- Juden nicht Unterstützte. Als er aber schied, war man einstimmig der Meinung, daß dies für uns ein schwerer Verlust sei. Die Grundlagen, auf denen Samuel seine schwierige Politik führen mußte, sind aber auch heute noch unverändert. Es gilt, gegen den Widerstand der überwiegenden Majorität der Bevölkerung den Aufbau der jüdischen Heimstätte möglich zu machen. Samuel hat den Weg dazu geebnet, aber es wäre falsch, zu glauben, daß dadurch, sowie durch unsere heutige viel stärkere Position im Lande die Situation für uns eine wesentlich andere geworden ist. Wohl ist das Land pazifiziert und der Widerstand der Araber nimmt weniger scharfe Formen an, aber nach der früher oder später hergestellten Einigung der arabischen Parteien wird England unausweichlich die Selbstregierung des Landes in irgendeinem, wenn auch anfangs geringen Ausmaß, gewähren müssen. Auch die Mandatskommission drängt darauf. Vielleicht wären die Araber anfangs dazu zu bringen, auf den ursprünglichen Vorschlag der Regierung einzugehen, nach welchem durch die Ernennung einer Zahl von Beamten in den gesetzgebenden Rat eine Majoritätsherrschaft der Araber unmöglich gemacht wird, aber mit solchen Mitteln wird man den Druck der politischen Meinung der Bevölkerungsmehrheit, die dann legal gewählte Vertreter haben wird, nicht ausschalten können. Die Aufgabe Englands ist daher eine überaus heikle und es ist für die britische Regierung unmöglich, die arabische Bevölkerung Palästinas zu brüskieren. Es liegt für sie auch gar kein Anlaß dazu vor. Durch diese Konstellation ist die Führung unserer Politik eine sehr delikate Sache. Wenn die Revisionisten meinen, daß wir nur unaufhörlich und mit starkem Nachdruck unsere Forderungen Vorbringen müssen, um sie durchzusetzen, so vergessen sie nicht nur, daß wir keinerlei Möglichkeit haben, irgendeinen Druck auszuüben und zu sagen: ״Wenn nicht — dann“, sondern daß wir in der eigentümlichen Lage sind, die Position desjenigen, an den wir die Forderung zunächst stellen, in weitem Maße selbst berücksichtigen zu müssen! Wir dürfen es nicht so weit treiben, daß England unsere Forderungen als unvereinbar mit seinen politischen Notwendigkeiten ansieht, d. h. ihre Gewährung sie in schwere Konflikte mit den Arabern brächte, oder daß wir die Mandatskommission in einer für England peinlichen Weise als übergeordnete Instanz anrufen, wobei noch sehr fraglich ist, ob die Mandatskommission in dieser Hinsicht weiter ginge als England. Im Jahre 1924 forderte gerade die Mandatskommission stärkere Selbst- Verwaltung für die Bevölkerung, und England mußte das Prinzip der jüdischen Heimstätte verteidigen. Daß England auf dem Standpunkt steht, wir müßten ohne besondere Hilfe alles aus Eigenem leisten, das hat Samuel in seinem Bericht klar ausgesprochen. Denn nur dadurch ist vor den Arabern und aller Welt bewiesen, daß uns nur freie Bahn gegeben wurde, wir aber befähigt waren, alles aus eigener Kraft zu leisten so daß unser Werk ״keine künstliche Konstruktion - durch Gesetze oder offizielle Förderung —“ ist. Dies aber begründet unser ״Recht“ viel fester, als das Unrecht, das die mangelnde Förderung seitens der Regierung darstellt, uns schadet. In jüngster Zeit ist in Palästina sehr energisch darauf verwiesen worden, daß die Administration ihre Haupteinnahmen durch die jüdische Aufbauarbeit erzielt, daß sie aber von ihren großen Ueberschüssen nichts zugunsten unserer Kolonisation verwendet. Das ist rieh, tig, wenn auch nicht neu. Der K. K. L. hat schon vor Jahren die Anteilnahme der Regierung an den Sanieningsarbeiten verlangt, die Forderung wegen Erhöhung der Subvention für das Schulwesen und jene wegen Zu. teilung von Staatsländereien sind schon im Memorandum an die Mandatskommission anläßlich der letzten Session gestellt worden. Auch diesmal weiden diese und andere Forderungen erhoben werden. Aber bei all dem handelt es sich um den Geist, in dem dies geschieht. Die Wirtschaftsrevisionisten meinen, daß es sich um einen gewaltigen Vorstoß handeln muß und daß unser ״Sieg“ in dieser Richtung entscheidend für unsere Sache sei. Diese Gesinnung ist irreführend und schädlich. Vom allgemeinen politischen Aspekt, von dem aus wir Forderungen erheben können, ist schon gesprochen worden. Aber im besonderen liegen doch schon genug Dokumente darüber vor, wie die britische Regierung über die prinzipiellen Grundfragen denkt. Sie hat z. B. vor der Kommission ganz energisch die Zumutung abgewiesen, daß sie verpflichtet wäre, ihre Gelder im Verhältnis der Bevölkerungszahlen anzuwenden. Wir müssen, obzwar wir dadurch schwer betroffen werden, und gerade in der Sehulfrage sich noch andere Gesichtspunkte zu unseren Gunsten geltend machen lassen, anerkennen, daß diese Haltung grundsätzlich berechtigt ist. Denn ein solches Prinzip würde nur zur dauernden Minoritätsstellung der Juden füllren. Wir, die wir die Anwendung eines solchen Schlüssels beim Numerus clausus und ähnlichen Akten gegen uns aufs heftigste bekämpfen, dürfen uns doch nicht selbst auf den Perzentstandpunkt stellen. Wohl wäre er in Palästina auf der einen Seite günstig für uns, aber auf der anderen, der politisch-administrativen, vernichtend. Derselbe Revisionismus, der in Palästina ein Parlament verlangt, in dem die Juden nach ihrer Zahl auf der ganzen Welt (15 Millionen) und die Araber nach ihrer Bevölkerungszahl im Lande vertreten sein sollen, also zirka 20 jüdische auf einen arabischen Deputierten, verlangt bei den finanziellen Aufwendungen der Regierung die Anwendung des Proporzes. '**־ fie!n#«Ä»de®pgeh'«« berechtigten Forderungen an und für sich, sondern gegen die Uebertreibungen, welche bei ihrer Erhebung unterlaufen, gegen die Vehemenz, mit der sie gestellt werden und schließlich gegen die Illusionen, die man sich über die Wirkung der zu erringenden Konzessionen macht. Gewisse notwendige Reformen im Zoll- und Steuenvesen, Zuteilung von Staatsländereien zu billigen Bedingungen, Erhöhung der Schulsubvention usw. werden uns Erleichterung schaffen und die Kolonisation fördern. Es wäre aber eine sehr arge Selbsttäuschung, zu glauben, daß damit eine fundamentale Aenderung in den nicht aufhebbaren Schwierigkeiten des Aufbaus zu erzielen ist. Diese, welche im vorigen Jahre infolge der großen Einwanderung allgemein übersehen wurden (nur nicht von einigen ״Defaitisten“, wie z. B. mir, der ich in einem Vortrag im engen Zirkel im Juli 1925, in der Zeit der ״Hochkonjunktur“, darauf verwies, daß wir in einer Krise stehen, verursacht durch das Mißverhältnis der Aufnahmefähigkeit des Landes zu der übergroßen Einwanderung usw.) — liegen darin, daß angesichts der Ungunst aller Voraussetzungen weder in der Landwirtschaft noch in der Industrie die Produktivierung, nicht bloß die Ansässigmachung — denn Häuserbau ist Konsumtion — rasch und sprunghaft gesteigert werden kann. Dies wird immer nur möglieh sein, wenn durch besonders große Kapitalsinvestionen bedeutende Neuerschließungen (wie Hafenbau, Ruthenbergwerk, Totes Meer usw.) erfolgen werden. Die Konzessionen seitens der Regierung können uns die Lage erleichtern, aber sie können uns von den vorhandelten Schwierigkeiten nicht erlösen. Die Revisionisten mögen sich einmal (Arlosoroff hat im Waad Leumi darauf kurz hingewiesen) die Erfolge der Siedlungspolitik des britischen Reiches und seiner Dominions ansehen, die mit der vollsten Unterstützung der Regierung vor sich geht, welche unter dem Druck der permanent hohen Arbeitslosigkeit in England steht, und der Gebiete mit unbegrenzten Möglichkeiten, hoch ent•) wickelten Wirtschaften usw. zur Verfügung stehen. In den ersten neun Monaten 1925 sind aus England ausgewandert, um sich dauernd niederzulassen: nach Britisch-Nordamerika 33454 Seelen ,, Australien ״ 26719 ״ Neuseeland ״ 065 9 ״ Britisch-Südafrika ״ 263 5 ״ Indien und Ceylon ״ 664 3 ״ anderen Reichsteilen ״ 4167 Die Ziffern sind einem Bericht von C. E. Carrington, Hertford (״Oesterr. Volkswirt“ 1926/23) entnommen. Dieser Bericht enthält auch Angaben über die große Unterstützung, welche England und die Dominions ausgebildeten Landwirten, vor allem jungen Leuten, ge- •״ähren; t zu erreich Boden unc 300 Pfund, den junge arbeiten s; mit 21 Jal afrika hin{; Einwander weil schw Diese großartig < Aber troti die realen Z a h 1 e n v die nötige weniger J; kommt, sc leben, und chische At täuschung Geistesver: für uns. rasches unsere Pc trieb der gen, ihrer Motor der Gd, daß raus ma Was \ ender E : tragei reien. 1 ׳ Regiei .־.־ne sei uiktion 1 ■: die st;.üßte Lc ist der Si Wir ha mit der St Fragen aus Ausdruck { tung“ in de Parteiblatt von der C eine neue 1 sich am 1 merkung“ kommission breffend di ״Der f nel, hat im den Zionis: Hau ran zu einer sold leisten. De Drus ident ohne weite datsbeschlu Ist, durch liches ״Gle stellen. De lautet, den! 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