Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 46 (15.6.1926)
- Date
- 1926-06-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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FAmrlnummcr 0,30 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Redaktion und Verlag Berlin W 15, Meinekestraße 10. Erscheint jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 1,85 Goldmark, vierteljährlich 5,25 Goldmark. Auslaad*ah0Merar.nt» werdan in dar Wilsrang der einzeln«! Länder berechnet Anzeigen - Verwaltung JüdischeRundschauG.m.b.H., Berlin W15, Meinekestr.10 Telephon: Amt Bismarck 7165—70. Telephon: Bismarck 7165- 70. Postscheckkonto: Berlin Nr, 17392. Für Oesterreich: Poataparkaascnamt Wien, Konto Nr, 156 030. Für Tschechoslowakei: Fostsparkassenamt Prag, Konto Nr. 59 410, Für Polen: Posisparkaiscnamt Warschau, Konto Nr. 1907ÖS. Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag. Nummer 46 1 Berlin, 15. VI. 1926 Ans tigenprataS gespalhNaapar eilt tzaüe 0,50 G.-M. SteUenge*uch«0,25G,־M. Anzeigenschluß: Dienstag und Freitag nachmittag 4 Uhr. ג׳ תמה׳ תרס״ו | xxxi. Jahrg. Der Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk die Schaffung alnor öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.* Dr.Weizmann über die Lage in Palästina Die Lage in Genf Weizmann in Berlin Dr. Weizmann mußte, wie wir in der vorigen Nummer gemeldet haben, unaufschiebbarer Angelegenheiten wegen, seinen Aufenthalt in Genf unterbrechen und nach London reisen. Nach zweitägigem Aufenthalt in London ist Dr. Weizmann nach Berlin gereist, wo er am 14. d. M. eintraf. Dienstag, den 15. Juni, nimmt Dr. Weizmann an dem von dem Keren Kajemeth und der Z. V. f. D. im Saale der Philharmonie veranstalteten üesellschaftsabend teil. Dr. Weizmann nahm in Berlin an verschiedenen Besprechungen teil. Ueber den Verlauf der Veranstaltung im Philharmonie-Saal werden wir in der nächsten Nummer berichten. Wir heißen heute Herrn Dr. Weizmann in Berlin herzlichst willkommen, um so mehr, als ihm die Einlösung seines Versprechens, Berlin zu besuchen, mit Rücksicht auf anderweitige lnanspruchnahme nicht leicht gefallen ist. Der ״Haolam” veröffentlicht in seiner Ausgabe vom 11. 6. 1926 ein Interview mit Dr. Weizmann, das auszugsweise wiedergegeben sei. Auf die Frage nach der allgemeinen Lage des Jischuw in Erez Israel erwiderte Dr. Weizmann: Im allgemeinen kann gesagt werden, daß jeder Vorurteilsfreie Mensch den allmählichen Aufbau der Zellen des natiorialen Heimes, die immer deutlicher sichtbar werden, erkennen muß. Die Außenstehenden, Christen, selbst frühere Gegner unserer Sache, können sich diesem Eindruck nicht entziehen und sind überzeugte ״Zionisten“ geworden. Freilich sehen auch sie die Mängel, aber sie sind gesetzter und ruhiger als ’,vir und verstehen besser, daß ein Volk nicht auf einmal gehören wird. Entscheidend in einem solchen Prozeß der Wiedergebürt sind aber nicht laute Proklamationen, auch nicht ständige, unruhige Klagen, sondern die Ta.t und nur die Tat 1 Und, «Jqr wbeugsame Wille fü handeln und zu b״Unser Palästina ist das ״arbeitende PalästVna“ Hier können wir den Fortschritt und den Segen der Arbeit f entstellen. Vor allem auf dem Gebiete der Landwirtschaft. Die alten Kolonien und auch die neuen Siedlungen konsolidieren sich immer mehr, und auch diejenigen, deren Lage noch nicht ganz gesichert ist, sehen heute zum wenigsten bereits den Zielpunkt in greifbarer Nähe. Ueberall ist das Vertrauen gewachsen. Man kennt den Boden und seine Extramöglichkeiten. Man kennt den Weg, der zum Ziele führt. Natürlich ist nicht das ganze Menschenmaterial, das sich in der landwirtschaftlichen Ansiedlung versuchte, durchwegs geeignet. Die Wahrheit ist schmerzlich, aber sie muß ausgesprechen werden, daß ein gewisser begrenzter Teil der neuen Ansiedler, vor allem aus dem sogenannten Mittelstände und auch von den Ansiedlungen der Chassidim, trotz ihres besten Arbeitswillens und einer gleichsam heiligen Hingabe an den Gedanken der Arbeit genötigt sein wird, die Siedlungen wieder zu verlassen. Aber nach Beendigung einer gewissen ״natürlichen Auslese“ werden auch diese Siedlungen Erfolg haben. Manche von diesen, die die Landwirtschaft verlassen, werden in die Stadt zurückkehren und dort die Zahl derer vermehren, die keinen festen Boden unter den Füßen haben. Die ״Wahrheit aus Palästina" lehrt uns, daß ein gewisser Teil des Menschenmaterials, der sich in Erez Israel mit der ״vierten Alijah“ angesammelt hat, für das Land ungeeignet ist, wie das Land für sie ungeeignet ist. Ein beträchtlicher Teil wird sich in Handel und Industrie verankern. Aber wir müssen es als eine natürliche Erscheinung im Zuge einer großen Kolonisations- und Emigrationsbewegung hinnehmen, daß ein gewisser Teil von ihnen das Land überhaupt wieder wird verlassen müssen. Damit bin ich beim Thema der Immigration angelangt. Nur Demagogen können heute eine unbegrenzte Einwanderung predigen. Selbst H e r z 1 mit dem Schwung seiner Phantasie wollte es nicht zulassen, daß wir Zehntausende von Menschen in Palästina ansammelten ohne vorherige Sorge für ihre Beschäftigung und Ernährung. Eine Einwanderung von viprzigtausend Menschen im Jahre ist nur möglich, wenn unsere Mittel entsprechend gesteigert werden. Es ist der Keren Hajcssod, der bisher Pionierarbeit g, leistet und der Aliiah den Weg geebnet hat. Hätten wir in rlen letzten fünf Jahren größere Summen erhalten, so würde eine Einwanderung von 40 000 Menschen die Grenzen unseres ko lonisatorischen Könnens nicht übersteigen. Natürlich muß berücksichtigt werden, daß der ökonomische U mschwung!0 Polen mit seinen katastrophalen finanziellen Folgen viel dazu beigetragen hat, um die Verwurzelung der vierten Alijah im Lande zu erschweren. Viele Emigranten reisten voraus 1-tnd wollten ihre finanziellen Reserven erst nachträglich in Im Land hineinziehen. Aber diese Reserven gingen in der *!!gemeinen polnischen Wirtschaftskatastrophe unter. Wie gesagt, ein gewisser — glücklicherweise nicht besonders großer — Teil der vierten Alijah hat keine Aussicht *uf Verwundung im Lande. Es ist aber beschämend für uns, laß auch Elemente, die sich durch die Arbeit ihrer Hände produktiv ernähren könnten, in den atädten beschäftigungslos herumgehen, weil wir Auen für die Uebergangszeit keine Arbeltsvfelegenheit schaffen konnten. So stehen wir immer wieder vor dem großen Problem der Mobilisierung großer Geldmittel für un sere Aufbauarbeit, JSEir werden aber Mittel, die selbst in sicheren Unternehmungen angelegt werden sollen, nicht erlangen, ohne ausreichende Garantien anerkannter Finanzinstitutionen, — und zu solchen müssen unsere Banken entwickelt werden. Aber auch unsere Banken können nur mit einem Kreditnehmer arbeiten, dessen Einkünfte sicher sind. Letzten Endes wird man in diesem System immer wieder <ר uf die nationalen Ponds zurückkommen, deren Einkünfte vergrößert und gleichzeitig stabilisiert werden müssen. Dies, und nichts anderes ist der springende Punkt in unserer Bewegung. Die Einkünfte unseres Fonds hängen ab von einer nie rastenden Arbeit, einem unauf hörlichen Arbeitseifer der Zionisten. Hier greift der Gedanke des ״Monates der Organisation" ein, der jetzt zu Ende gegangen ist. Die Stärkung der Organisation nimmt einen wesentliehen Platz in unserem Plan ein, und es Ist nur ein großer Irrtum, wenn man glaubt, daß die Erweiterung der Jewish Agency und die Stärkung der Organisation einander ausschließen. Im Gegenteil, die beiden Gedanken sind eng miteinander verknüpft Stärkung der Organisation bedeutet aber auch Zurückdrängung der Gruppeninteressen und die Schaffung einer starken Zentrall eitun g, die sich auf gegenseitiges Vertrauen und gegenseitige Ehrerbietung gründet Man will natürlich auch ein Wort über die politische Lage von mir hören. Nichts Ist falscher als der Vorwurf, daß ich die politische Lage nicht genügend einschitze. Nur Bosheit oder Unverstand können einen solchen Einwand erheben. Ebensowenig ist es richtig, daß ich die Politik als meine p r ivate Domäne betrachte, zu der kein anderer Zutritt habe. Im Gegenteil: ich wollte, das ganze Volk bestünde aus Politikern. Freilich gehört dazu die Einsicht, daß nicht jedes hysterische Geschrei eine politische Tat ist, und daß nicht jeder, der einen formalen Brief unterzeichnet, sei er selbst an ein Ministerium gerichtet, ein politischer Mensch ist. Nicht ohne Widerstreben antworte ich auf die Vorwürfe gegen die Politik, für die ich verantwortlich bin, — Vorwürfe, aus denen man schließen müßte, daß meine Politik ihrer Natur nach das Kompromiß meinte, daß unter uns in Wahrheit die Schande; daß s01eie''Vorv»tife erhöbe« werden, wo wir schließ lieh einander doch kennen. Daher nur eine kurze Bemerkung: Es gibt im zionistischen Lager keinen grundsätzlichen Meinungsunterschied über Ausgangspunkt, Mittel und Ziel des •zionistischen Programms, aber wohl gibt es einen Unterschied hinsichtlich des Ausmaßes anV erantwortung, das auf den einen oder anderen lastet. Die einen haben die Freiheit, in großen Worten zu reden, weil ihre Worte sie zu nifhts verpflichten. Wer aber für seine Worte nach innen und nach außen verantwortlich ist, hat nicht immer das Glück, seine Worte der erregten Volksmeinung anpassen zu können. Unsere Politik ist die Politik einer konsequenten und systematischen Arbeit und Beeinflussung, ln London, in Paris, in Genf, in Jerusalem und in Bevruth weiß man. was wir wollen, und wir tun alles, was in unseren Kräften steht, um auch an anderen Stellen das Verständnis für unsere Bestrebungen und Bedürfnisse zu erwecken. Die Neuordnung der Grenzstreifkräfte vollzog sieb im Anfang unter bedauerlichen Erscheinungen. Wir haben alles getan, was wir konnten und haben schließlich nicht blos formelle, sondern auch praktische Erfolge erzielt. Im allgemeinen zeigt die palästinensische Regierung für gerechte Forderungen Verständnis. Unsere konkreten Forderungen haben sich jetzt, wie bekannt, zugespitzt auf das Verlangen nach Uebertragung von Staatsländereien und Gewährung von Schulsubventionen. Beide Forderungen sind im Prinzin als berechtigt anerkannt worden. Die Verhandlungen über di״ Subventionierung unseres Schulwerkes werden bald zu Ende geführt werden und hoffent• lieh ein günstiges Resultat haben. Hinsichtlich der Regierungsböden werden die Katasterarbeiten noch vorbereitet, aber mit dem schrittweisen Fortschreiten dieser Arbeiten sollen, wie uns versprochen wurde, unsere Ansprüche schrittweise berücksichtigt werden. Unsere Bemühungen zur Erlangung von Vergünstigungen und Erleichterungen für die Industrie haben bereits wesentliche Erfolge erzielt. Die Arbeit wird aber gestört durch die. anar• chischen Methoden der einzelnen Interessenten, die auf eigene Faust jeder für sich bei den Behörden vorstellig werden. Auf unseren Vorschlag ist jetzt zur Schaffung einer »inheitlicben und klaren Industrieforderungspolitik eine Kornmission eingesetzt worden, in der wir entsprechend vertreten sind. Was die arabische Frage anlangt, so halte ich an meinen alten und bekannten Ansichten fest. Ich habe diesmal aber auch größere Fortschritte im Lande konstatieren können. Viel haben zur Besserung der Beziehungen unseren kulturellen Institutionen beigetragen: die Bibliothek und das Technikum, und es ist leicht vorzustellen, welche Bedeutung für Versöhnung und Annäherung die Universität erlangen kann. Auch der gegenseitige Besuch arabischer und jüdischer Lehrer ist ein günstiges Symptom. Im allgemeinen ist zu sagen: Es herrscht in Palästina eine schwere Lage in dan Städten, vor allem in T e 1 - A w i w. Die Lage »uß gebessert werden, und dies werden wir. wie ich glaube, erreichen. Andererseits gibt es viele erfreuliche Erscheint!rr -n. vor alle•■’ ■ויי•י Fortschritt in der Landwirtschaft und die langsam begin.-nde Besserung der arabisch-jüdischen Beziehungen. Ueber den Beschluß, Tagesordnung zu behandeln, Gelegenheit zu geben, den eingelangten umfangreichen studieren, wurde hier schon Sonder bericht unser c s Korrespon d e n t e n. JF., Genf, 9. Juni. Die Mandatskommission begann ihre 9. Sitzung an* Dienstag, den 8. Juni um 11 Uht itn dichtgefullteu Saale B des VolkerbimdpaUsto. Da der Vorsitzende Marquis Theodoll durch einen Trauerfall in •-einer Familie in Italien für einige! Tage, zurückgchalten ist, führte der bisherige Vizepräsident van Rees den \’nrate Der offetttliehe Teil der Sitzung' beschäftigte sich nur mit formalen Angelegenheiten. Die Tages• Ordnung der Sitzung ist sehr lang und man nimmt an, daß ihre Erledigung zwei Wochen und länger dauern wird. Eine! ganze Anzahl Mandate stehen zur Prüfung, darunter Neuguinea* Ruanda-Urindi, Nairobi, Kamerun, Togo, Tanganyaka und Palästina. Palästina als letzten Punkt dar um den Kommissionsmitgliedem erst einen Tag vor der Sitzung Bericht der Mandatarmacht zvi berichtet. Das Memorandum de!׳ Zionistischen Organisation liegt bereits vor, dagegen war da!! Memorandum des Waad Leumi zu Beginn der Sitzung noch nicht aus London eingetroffen,, obwohl auf Befragung in London vom Colonial Office der Bescheid gegeben wurde, er sei bereits nach Genf abge gangen. Die wichtigen Berichte über Syrien und M e s o p o t a rnien werden bei dieser Sitzung nicht zur Sprache kommen, da die betreffenden Mandatarmächte die Berichte über diese! Länder nicht fertiggestellt haben. Mesopotamien wurde auch, deswegen verschoben, weil Sir Henry Dob’b s, der britische! Oberkommissar für den Irak, bei der nächsten Sitzung der M. K. im Oktober persönlich anwesend sein wird. Es wird das erste mal sein, daß über Mesopotamien gesprochen werden wird; der englisch-türkische Vertrag ist auch in dieser Hinsicht eine große• Erleichterung. — Was Syrien betrifft, so liegen zwar keine* der M. K. zu erscheinen und persönlich zu berichten. Andere Fragen, die auf der Tagesordnung stehen, sind die Beschlußfassung über die im vorigen Jahre am 8. 4, 25 eingereichte Mitteilung des Exekutivkomitees des arabischen Kongresses (Berichterstatter darüber ist der Spanier Palacios) und über die Eingabe der Agudas Jisroel vom 20. Oktober 1925, über die die schwedische Delegierte Mrne B u g g e - W i c k s el 1 berichten soll, — eine sehr sympathische Dame, der aber die in diesem Memorandum angeschnittenen Fragen wie Schechita usw. begreiflicherweise etwas fremd sind. Eine sehr wichtige Verhandlungsfrage ist die Beschlußfassung über die prinzipielle Frage, ob Petitionäre, also Leute,' die ,,Petitionen“ zu überreichen statutarisch berechtigt sind, vor der Mandatskommission gehört werden sollen und wie der dabei zu beobachtende Vorgang sein soll. Der englische Delegierte Sir Frederic L u - g a r d, der unserer Sache sympathisch gegenübersteht, bat über diese Frage ein Memorandum ausgearbeitet, das die Grundlage der Diskussion bilden wird. Herr von Rees wird darüber berichten. Die Delegation des Waad Leumi hat die hier schon verbrachte Zeit eifrig dazu benutzt, mit wichtigen Persone.11 in Kontakt zu treten, nicht nur der MK, sondern z. B. auch des Internationalen Arbeitsamtes, das gleichzeitig hier tagt. Es ist zweifellos, daß die. Delegation, deren glückliehe Zusammensetzung allseitig anerkannt wird, durch informative Darstellung der Sachlage wertvolle Dienste leisten wird. Dr. Victor Jacobson, der Leiter des Genfer zionistischen Büros, hat in jeder Weise vorgearbeitet und die durch ihn geschaffenen Konnektionen kommen nun auch der Delegation zugute, Auch Dr. W e i z m a n n ist bereits in Genf eingetroffen. Genf, 11. Juni. Marquis Theo doli hat. nunmehr den Vorsitz der Mandatskommi.ssion wieder übernommen. Die Kommission bereitet soeben die prinzipielle Frage vor, ob Vertreter der Bewohner von Mnndatsländern offiziell gehört werden sollen und in welcher Form. Die Frage hat praktische Bedeutung nur für einen kleinen Teil der Mnnclatslümlei־; Palästina, Transjorda nien, Syrien, Mesopotamien und das ehemalige Deutsch-Süd west-Afrika, da. die Bewohner der andern Mandatsländer für absehbare Zeit kaum Delegationen senden werden. Aktuell ist bei dieser Tagung eigentlich nur der Empfang der Delegation des Waad Leumi, die auch in einem Schreiben an den Präsidenten der MK um einen Empfang ersucht hat. Leider ist das Memorandum des Waad Leumi noch immer nicht aus London e. i n g e - troffen. Gegenwärtig besteht die Vermutung, daß die Mit. glieder des Waad Leumi von der MK zwar nicht offiziell, aber doch offiziös von den einzelnen Mitgliedern empfangen werden. Sie hatten bereits Gelegenheit, mit einer Anzahl von Mitgliedern zu sprechen. Im allgemeinen kann man feststellen, daß die meisten Mitglieder der MK der zionistischen Sache mit Verständnis und Sympathie gegenüberstehen. Dies gilt z. B. in hohem Grade auch von dem spanischen Vertreter Palacios, *Professor an der Universität Madrid, der früher oft irrtümlich