Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 45 (11.6.1926)
- Date
- 1926-06-11
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite' 328 JUEDISCHE RUNDSCHAU 17. Auf (iruud <lcr von der Zionistischen Organisation getroffenen Maßnahmen erhalten 2h Gruppen von Einwan־ deren! mit einer Gesamtzahl von 1200 Mitgliedern praktische Ausbildung in der Landwirtschaft in verschiedenen Teilen Palästinas. Außerdem wird eine ähnliche Ausbildung unter zionistischen Auspizien sechs Müdehengruppen zuteil, von weldien drei in der Rerichtsperiode gebildet wurden. IS. in dein von der Zionistischen Organisation im Jahre 102י überreichten Memorandum wird (in Abschnitt IX) auf die landwirtschaftliche Frauenschule hingewiesen, die von der Internationalen Zionistischen Frauenorganisation in Nnhalel im Tale Jesreel errichtet wurde. Die feierliche Eröffnung dieser Institution fand am 7. April 1927 statt. Die Schule hat bereits vierzig Vollzöglinge. Die Zahl der Bewerbungen übersteigt erheblich den verfügbaren Raum, und in Kürze wird eine Erweiterung notwendig werden. 19. Auf Einladung der Zionistischen Organisation besuchte ein erfahrener englisch-jüdischer Landwirtschaftstechniker, der auf langjährige Erfahrung im Departement für' öffentliche Arbeiten der indischen Regierung zurückblickt, Paläsiina, mit der Aufgabe, ein genaues Programm für Entwässeruugs- und Bcwiisseningsarbciten für die jüdischen Siedlungen zu entwerfen. Ein Bewiisscrungsplan für die Ebene Esdraelon und das Tal Jesreel ist eben vor dem Abschluß und wird hoffentlich in der allernächsten Zukunft zur Durchführung gelangen können. 20. Die landwirtschaftliche Versuchsstation, die von der Zionistischen Organisation in Daganiah (im Jordantale) erhalten wurde, ist nach vierjähriger Arbeit geschlossen und durch eine neue Station in Djebata (Ebene Esdraelon) ersetzt worden. Die Station Djebata umfaßt eine Fläche von 1200 Dunam in der Nähe der Siedlung Nahalal. Die Kosten ihrer Erhaltung werden zwischen dem Keren Hajessod (Palästina- Gründungsfonds) und Baron Rothschild in Wien geteilt. Ebenso wie die Versuchstation in Ben Schemen, die ihre Arbeit fortsetzt, ist die Station Djebata eine Unterabteilung des Zionistischen Landwirtschaftlichen Instituts in Tel-Awiw. 21. In den zwölf Monaten Oktober 1924 Ms September 1925 stellte der Keren Hajessod 125 000 ägypt. Pfund für landwirtschaftliche Kolonisation zur Verfügung; in den drei Monaten Oktober bis Dezember 1925 weitere 107 000 ägypt. Pfund, zusammen also 232000 ägypt. Pfund. Außerdem wurden während ungefähr derselben Zeit vom Jüdischen Nationalfonds 300 000 ägypt. Pfund für Erwerbung und Amelioration ländlicher Böden ausgegeben, wodurch die zionistischen Aufwendungen in den fünfzehn Monaten bis Ende Dezember 1925 auf eine Summe von 532000 ägypt. Pfund gebracht wurden. Hier sind natürlich die bedeutenden Summen nicht enthalten, die in verschiedenen landwirtschaftlichen Unternehmtingen sowohl von Einzelsiedlern als auch von der American Zion Commonwealth und anderen unter zionistischen Auspizien arbeitenden Körperschaften investiert wurden und bezüglich deren verläßliche Ziffern heute nicht gegeben werden können. III. Städtische Entwicklung.*) 22. Die jüdische städtische Bevölkerung zu Ende 1925 wird von der Zionistischen Organisation auf 114 000 geschätzt, gegenüber einer amtlichen Schätzung von 85 000 1m Frühjahr 1925**) und einem Volkszählungsergebnis von 6S 622 im Oktober 1922. Die Bevölkerungsbewegung ist im einzelnen aus der folgenden Tabelle ersichtlich: Volkstlhluns•- Ziffer Oktober 19M Amtliche Schatzung Frühling 1® Schatzung der Zioni.tiechen Organisation 81. Dezember 1925 :,v, Jerusalem. 33671 88 000 42 000 Jaffa und Tel-Awiw .... SO 159 30000 48000 Haifa .. 6 230 8 000 14000 Tiberias ........ 4427 5000 6 000 Safed. 2 986 3000 8000 Afuleh. — — 1000 Hebron ........ 480 600 800 Andere Städte. 426 500 200 Summe. 68 622 85000 114000 23. Soweit man nach den verfügbaren Angaben, insbesondere dem Mitgliederstand der jüdischen Arbeiterorganisation, beurteilen kann, war die Zahl der jüdischen manuellen Arbeiter in den Städten mit Ende 1925 etwa 20000, die mit den Familienangehörigen eine Bevölkerung von etwa 50000 darstellt. Davon waren schätzungsweise etwa 7000 im Baugewerbe beschäftigt, 5000 in Fabriken und Werkstätten und etwa 1500 (einschl. Eisenbahner) im Transportwesen, während etwa 6000 — größtenteils in Jerusalem, Safed und Tiberias —- als selbständige Handwerker arbeiten. 24. Die früher angeführten Ziffern zeigen die rapide Entwicklung der Industrie, vor allem in Tel-Awiw und Haifa. Doch muß man auch berücksichtigen, daß die Ziffern eine erhebliche Zahl von neuen Ankömmlingen, sowohl manuelle Arbeiter als auch Einwanderer der Kategorie mit unabhängigen Mitteln enthalten, die sich vorläufig in der Stadt aufhalten und auf die Möglichkeit warten, ihre eigentlich׳* Absicht, sich auf dem Lande anzusiedcln, zu verwirklichen. 25. Wie in der vorstehenden Tabelle ersichtlich, war das Hauptzentrum städtischer Siedlung während der letzten drei Jahre die jüdische Stadt Tci-Awiw, der Jerusalem und Haifa nur in merklichem Abstand folgen. Das Wachstum von Tel-Awiw wird noch eingehender durch die folgenden Ziffern gekennzeichneet, die der Statistik der Stadtverwaltung entnommen sind. ■ Einwohnerzahl von Tel-Awiw Dezember 1922 12862 Dezember 1924 27 000 Dezember 1923 16524 August 1925 34 200 Bis Ende des Jahres 1925 war die Bevölkerung von Tel-Awiw (unabhängig von Jaffa) weiter bis auf eine Ziffer von schätzungsweise 400(» gestiegen. Die im August 1925 vorgenommene städtische Zählung zeigte, daß unter den 34 200 Einwohnern 13652 erwerbstätig waren, darunten 2499 Frauen und 1584 Jugendliche unter achtzehn Jahren. Die ZahPder arbeitenden Lohn- oder Gehaltsempfänger war 8800. Davon gehörte ein beträchtlicher Teil, der auf etwa 45 Prozent geschätzt werden kann, unmittelbar oder mittelbar dem Baufewerbe und verwandten Zweigen an. Wenn man diese iffern betrachtet, muß man sich dessen bewußt sein, daß Tel-Awiw infolge seines rapiden Wachstums, das wieder *) Siehe Memorandum von 1925, Abschnitt III. **) In den gedruckten Nachträgen zum Bericht der britischen Regierung über die Verwaltung von Palästina und Transjordanien im Jahre 1924 wird die jüdische Gesamtbevölkerung bei Jahresende mit 108000 angegeben. Andererseits sagt Sir Herbert Samuel in seinem veröffentlichten Bericht über die Verwaltung Palästinas 1920 bis 1925, daß die jüdische Bevölkerung im März 1925 aut 108 000 geschätzt wurde. Daher ist wohl anzunehmen, daß die in dem Bericht für 1924 gegebenen Ziffern sich tatsächlich auf den Frühling 1925 beziehen. Nr. 45 Nr. 45 großenteils auf der Entwicklung der Industrie beruht, jetzt in einem Stadium ist, wo ein beträchtlicher Teil der verfügbaren Mittel notwendigerweise für die Durchführung von Arbeiten verwendet werdet! muß, die dauernde Werte schaffen. Von den übrigen Lohn- und Gehaltsempfängern ist etwa die Hälfte in Fabriken oder in Werkstätten außerhalb der Bauindustrie beschäftigt und der größte Teil des Restes mit Bureauarbeiten oder im Kleinhandel. 26. Bereits früher (im Absatz 9) wurde auf die Gc'dknappheit hingewiesen, die sich gegen Ende des Jalres 1925 fühlbar machte. Als rasch aufstrebendes Industrie- und Handelszentrum wurde Tel-Awiw durch die s ch ergebende Krediteinschränkung unmittelbarer betroffen a's andere Städte. Das Gedeihen von Tel-Awhv erlitt einen vorübergehenden Stillstand, doch entstand kein weit ausgedehnter oder dauernder Schaden und die wirtschaftliche Struktur erwies sich als stark genug, um der schwersten Prüfung standzuhalten, der sie bisher ausgesetzt wurde. 27. ln der Nähe von Haifa wurden etwa 65 000 Dunam Boden in den Tälern des Kischon und des Naaman durch die Haifa Bay Development Company angekauft, deren Kapital von einer Gruppe jüdischer Körperschaften, darunter der American Zion Commonwealth und dem jtid'sehen NationaHond beigestellt ist. Die Gesellschaft beabsichtigt, den sumpfigen Boden, der bisher ein gefährlicher Malariaherd war, auszutrocknen und das ganze Gebiet als Industrie- und Handels- Zentrum in Form einer Gartenstadt auszubauen. Der gesamte Kostenaufwand des ganzen Projektes wird auf etwa eine Million ägypt. Pfund geschätzt. Ein Stadtbaup’an wurde ausgearbeitet und Vorarbeiten sind jetzt im Gange. Ein wichtiger Bestandteil des Planes ist die Bestimmung von 5000 Dunam Boden für die Entwicklung einer Vorstadt durch den Jüdischen Nationalfonds mit Raum für 1200 Familien der arbeitenden Klasse. Das Projekt ist auf die Annahme begründet, daß Haifa der Haupthafen von Palästina und ein wichtiger Umschlagplatz für den Handel des östlichen Mittelmeerbeckens und des nahen Orients werden wird. 28. Vor kurzem wurde die jüdische genossenschaftliche Textilgesellschaft ״Manor” mit einem Kapital von 75 000 ägypt. Pfund, das zum größten Teil von im Textilhandel in Polen beschäftigten Juden beigestellt ist, in Palästina registriert. Die Gesellschaft hat 4:300 Dunam Boden ln der Nähe von Haifa erworben, um dort eine Fabrik und 300 Häuser zu errichten. Ein Teil des Bodens soff für Landwirtschaft, Obst- und Gemüsebau verwendet werden, wovon den Mitgliedern der Kooperativgruppc 12 Dunam Boden pro Fami'ie zugewiesen werden. IV. 111 d u s t r i e.*) 29. Die Hauptzentren der industriellen Entwicklung in Palästina waren auch weiterhin Tel-Awiw und Haifa. Der Fortschritt der Industrie in Tel-Awiw während des Berichtsjahres wird durch das Steigen der Nachfrage nach elekirischem Kraftstrom gekennzeichnet. In dem Bericht für das am 30. September 1925 beendete Geschäftsjahr verzeichnet die Direktion der Jaffa Electric Company (die im Bezirk Jaffa die bekannte sogenannte Rutenberg-Konzession ausübt), eine Steigerung der Zahl der Kraftkonsumenten von 99 auf 185 und in der Zahl der von der Kraftstation aus bedienten Motoren von 144 auf 3S2. Im Laufe des Jahres wurden Surafend und Rischon le Zion durch Errichtung von Hoch- Spannungslinien in der Länge von insgesamt 18,4 km dem Netz angeschlossen. Das in Palästina investierte Kapital der Palestine Electric Corporation, von welcher die Jaffa Electric Company eine Filiale daretellt, belief sich mit Ende 1925 auf 270000 igypt. Pfund, gegenüber 90000 ägypt. Pfund Ä:Sepfe’mbfer1׳TO. *־ ל׳־^־* '״״’!»'״־ .׳־•■י׳v־:~w: 30. Eine Industriezählung, die im September 1925 von der Stadtverwaltung Tel-Awiw vorgenommen wurde, zeigte folgende Ergebnisse: Zahl der Unternehmungen Personal (Arbeitgeber und Arbeitnchmer) Fabriken . . . 142 1967 Werkstätten . . ...... <35 1470 Summe. 777 3427 31. Mit wenigen Ausnahmen handelt es sich hier um Unternehmungen von kleinem oder mittlerem Umfang; Tel- Awiw entwickelt sich, allgemein gesprochen, zu einem Zentrum für Kleinindustrie und Heimindustrien, in denen gewisse Teile der einwandernden jüdischen Bevölkerung besondere Erfahrungen haben. Andererseits zeigen die größeren Unternehmungen die Tendenz, nach Haifa zu gravitieren. Bereits früher (Absatz 27) wurde auf die Pläne der Haifa Bay Development Company und der genossenschaftlichen Textilgesellschaft ״Manor“ im Bezirke Haifa hingewiesen. In dem im Jahre 1925 vorgelegten Memorandum war der Errichtung der Zementfabrik ״Nescher“ in Haifa Erwähnung getan. Diese Fabrik steht jetzt im Betrieb und kann eine Tagesproduktion von 200 bis SO Tonnen erstklassiges Zement leisten, ein Artikel, für den Palästina in den letzten Jahren jährlich nahezu 250 000 ägypt. Pfund an das Ausland bezahlen mußte. Die Granas Moulins du Palestine haben jetzt ihre Mühlen in Haifa durch eine Fabrik für die Erzeugung von Mazzoth (ungesäuertes Brot) ergänzt, was voraussichtlich ein Exportartikel in beträchtlichem Umfange werden wird In Akko wurde vor kurzem eine Streichholzfabrik ״Nur“ mit einem Kapital von etwa 25000 ägypt. Pfund aus jüdischen Quellen errichtet. 32. Ein besonderes Merkmal des Berichtsjahres war die Uebertragung von Textilunternehmungen nach Palästina. Abgesehen von der Gesellschaft ״Manor', die ihren Betrieb noch nicht eröffnet hat, standen im Jahre 1925 42 jüdische Textil- Unternehmungen verschiedener Art in Palästina in Betrieb. 33. Die Zionistische Organisation gewährte im Jahre 1925 an drei Gruppen jüdischer Fischer Darlehen, zwei am Tiberiassee und eine in Akko. 54 jüdische Fischer, die mit ihren Familien insgesamt 110 Personen darstellen, wurden an der Küste und am Tiberiassee in den letzten beiden Jahren an׳ gesiedelt. 34. Die Zionistische Organisation erhält als Abteilung der Zionistischen Palästina-Exekutive eine Handels- und Industrieabteilung, die den Einwanderern Information und Rat in industriellen und kommerziellen Angelegenheiten erteilt. Während des Jahres wurden eine Anzahl von Darlehen aus zionistischen Mitteln an Einwanderer gegeben, die sich mit aussichtsreichen industriellen Unternehmungen beschäftigen, und in einzelnen Fällen wurden auch den Lokalbehörden in jüdischen Bezirken Anleihen für die Durchführung ö ff entlicher Arbeiten bewilligt. 35. Die Jüdische Arbeiterorganisation hatte am 28. Februar 1926 einen Mitgliederstand von 21000, davon 15000 städtische Arbeiter und der Rest auf dem Lande. Die von der Arbeiterorganisation mit Unterstützung zionistischer Gelder durchgeführte sanitäre Arbeit wird unten in Absatz 38 und ihre Erziehungsarbeit in Absatz 46 erwähnt. Die Arbeiter- Organisation hat auch eine Arbeiterbank begründet, die im Jahre 1925 Kredite von insgesamt 107 000 £ bewilligte und ״) Sehe Memorandum von 1925, Abschnitt IV, eine Einkaufs- und Verkaufsgenossenschaft (Hamaschbir) mit 20 Filialen und einem Umsatz von 179 000 £ im Jahre *1925. Die jüdische genossenschaftliche Baugilde Solei Boneh, die im Jahre 1924 als ständige Institution reorganisiert wurde, beschäftigt im Monatsdurchschnitt 2000 Arbeiter und ist der größte Unternehmer öffentlicher Arbeiten in Palästina. V. Oeffentlichc G e s u n d 11 e i t s p f 1 e g e*). 36. Die Medizinische Organisation Hadassah hat ihre bereits in dem 1925 vorgelegten Memorandum ausführlich dargesiellte Tätigkeit fortgesetzt und erweitert. Neben Spi• talcrn in den größeren Zentren und Kliniken in den Land- Wirtschaftsgebieten erhält die Organisation Hadassah eine Anzahl bakteriologischer und chemischer Laboratorien, eine Pflegerinnenschule und ein Röntgeninstitut, das in der Berichtsperiode erweitert und mit umfassender Einrichtung ausgestattet wurde. Der öffentliche Gesundheitsdienst der Organisation Hadassah umfaßt die Aufsicht über die jüdischen Schulen und die Mutterberatung, nebst Erhaltung von zwölf Säuglingsschutzstellen und zwei Milehküchen. Der Kampf gegen das Trachom wurde mit guten Erfolgen fortgesetzt. Die Organisation Hadassah hat als Direktor ihrer palästinensischen Arbeit Dr. Bluestone, einen hervorragenden amerikanischen Arzt und Sanitätsvcrwaltungsfachmann, bestellt. Der Aufwand der Hadassah im Jahre 1925 belief sich auf 97 375 <£., der Gesamtaufwand in den sechs Jahren 1919 bis 1925 auf 639 1 29 £, die zur Gänze von jüdischen Körperschaften in den Vereinigten Staaten zusammen mit der Zionistischen Organisation beigestellt wurden. Die Tätigkeit der Hadassah während des Berichtsjahres wird durch die folgenden Ziffern beleuchtet, die aus dem Jahresbericht des Waad Habriuth, der medizinischen Beratungskommission der Zionistischen Palästina-Exekutive entnommen sind: 1626 1924 Spitäler, Zahl der Patienten .... 9 708 8 389 Kliniken, Neuaufnahmen ..... 101 899 94 011 Laboratorien, bakteriologische und chemische Analysen. 83 175 78 430 Pflegerinnenschule, Zahl der Zöglinge 60 60 Abteilung für Schulhygiene, Kinder unter ärztlicher Aufsicht .... 20 000*) 16 000”) 37. Neben der von der Organisation Hadassah geübten Säuglingsfürsorge wurde auch von der Internationalen Zionistischen Frauenorganisation ähnliche Arbeit geleistet, die zwei Säuglingsschutzstationen in den Stadtteilen Nordia und Newe Scnalom in Jaffa errichtet hat. Die Zahl der Mütter, die mit ihren Kindern diese Stationen in Anspruch nahmen, beliet sich im Jahre 1925 auf 1100. 38. Die Kupath Cholim, die Krankenkasse der Jüdischen Arbeiterorganisation, hat ihre Tätigkeit fortgesetzt und erweitert. Das Erholungsheim in Mozah ist jetzt durch den Aufbau eines zweiten Stockwerkes erweitert worden. Nach Fertigstellung wird das Sanatorium Raum für 60 Rekonvaleszenten bieten. Die Errichtung eines zweiten Sanatoriums auf dem Karmel steht jetzt vor dem Beginn. Dieses Sanatorium, das vier Pavillons umfassen wird, ist hauptsächlich für Rekonvaleszenten nach Malaria und für Mütter und Kinder bebestimmt. Der Mitgliederbestand der Kasse mit Ende 19Ä war 14000 gegenüber 8100 zu Ende 1924. Ihre Auslagen im Jahre 1925 betrugen ungefähr 50 000 ägypt. Pfund, wo- ■ VÖtf •: 58 #/d־ ׳ tfftt ־־ AiwWeftP’TftMl Ärbeiferörgämsatioften, 11 *55 von Arbeitgebern und der größte Teil der Differenz ־von der Zionistischen Organisation beigetragen wurde. 39. Während der jüngsten Unruhen nördlich der syrischpalästinensischen Grenze stellten die Organisation Hadassah und die Kupath Cholim die Dienste ihres Sanitätspersonals im Bezirk von Metullah zur Verfügung der Regierung und boten ihre Mitwirkung bei der Hilfeleistung für die syrischen Flüchtlinge an. 40. Im Dezember 1925 traf die Zionistische Organisation Vereinbarungen bezüglich der Errichtung eines Spdtals mit 50 Betten in Tiberias. Das Spital wurde zum Gedächtnis des verstorbenen Peter Schweitzer, eines hervorragenden amerikanischen Zionisten, begründet, dessen Namen es tragen wird. 41. Der Kampf gegen die Malaria wurde in erheblichem Umfang und mit ermutigendem Erfolg von der Zionistischen Organisation und anderen jüdischen Körperschaften fortgefiihrt, unter Mitwirkung und großenteils unter der Leitung der vom Jewish Distribution Committee aus den Vereinigten Staaten gesandten Malaria-Forschungskommission. An dieser Stelle mag es erlaubt sein, die folgenden Stellen aus dem Bericht der Malaria-Kommission der Gesundheitsorganisation des Völkerbundes über ihre Studienreise nach Palästina im Jahre 1925 zu zitieren***); ״In den neueren jüdischen Kolonien, wo der Kampf gegen die Malaria unter der Leitung des Gesundheits- Departements durch Vermittlung der Malaria-Forschungskommission steht, ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit die rasche und gründliche Behandlung aller an Malaria Erkrankten. Die Ausforschung der Fälle und der Träger wird durch die Tatsache erleichtert, daß fast jede jüdische Siedlung bzw. jede Gruppe kleinerer Siedlungen, die aus mindestens hundert Personen besteht, einen ständigen Arzt oder eine Pflegerin besitzt, die jeden Malariafall an die Zentrale meldet. Die Siedlungen werden auch in kurzen Abständen von dem ärztlichen Außenbeamten der Kommission besucht, der den berichteten Malariafällen nachgellt und Maßnahmen trifft, wie sie in Fällen anderer Infektionskrankheiten getroffen werden.“ ״Das Ergebnis einer solchen unterirdischen Entwässerung: des Sumpfes ist, daß alles Wasser an der Oberfläche auf einem Gebiet von mehreren Quadratmeilen verschwindet und damit auch alle geeigneten Brutplätze der Moskitos. Unter solchen Bedingungen, die fiir einige der von jüdischen Kolonisten besiedelten Mustergebiete gelten, wurden sehr erfolgreiche Ergebnisse im Kampf gegen die Moskitos und die Malaria erzielt. Alle Mitglieder der Kommission hatten einen starken Eindruck von der ausgezeichneten unter* irdischen Entwässerungsarbeit, die sie in mehreren jüdischen Kolonien besichtigten und sind sehr erfreut, bei dieser Gelegenheit ihre Anerkennung für die glänzenden Ergeh; nisse des Kampfes gegen die Malaria ausdrucken zu können.‘ (Schluß folgt.) Die Eiitvasderug im Mai J e rusalem, 7. Ju n i. (J. T. A.) Im Monat Mai sind 1750 Personen zu ständigem Aufenthalt nach Palästina ge* kommen. *) Siehe Memorandum von 1925, Abschnitt V. **) Schätzungsweise. ***) Völkerbund — Gesundheitsorganisation — Malaria* kommission: Bericht über die Studienreise in Palästina im Jahre 1925, Seite 19 und 28 (C, H./Malaria/52), Genf, Scp* tember 1925. ״w Prof es! Angelegen! begeben. I Prof. Weil eine V'ersc Genf, daß sein kann. 13. d. M. a J1 anno nie 1 scratenteil.' Paris, am 4. Juni traf er mit ftir Syrien, I tag, begibt Paris gestern zu Trocadcro ׳ in seiner 7/ Aufbauw« sagte Ft lästina-Au. .. lockend״!• a in Palästin. und hinget hoffe, daß den Jude gedehntem Dr. W politik in liehen Zu-; Es spr Leo Motz Genf, Eröffnung! Völkerbund heit wohnlt vo!1 Tel-At Gleich der Manda׳ glieder der fanden, dei waltung P; rieht von 7. Juni, den des Palästi: müsse d e van Rees Oktober fung zu zie Prof, f Antrag noch in d< Ausführung unterstützt. Die A stimmte de Pafästinabe Woche Der 8 y m e s, \ 1 age Palas glieder bca G e n f, Abordnung ahteilung c Genf verein ״H ü Vo! ״Habil und wurde in alle Hi Und das 1! Was aber < sie werden eine Mani Whwatzsue fertige Wir servierte s die tertii g Hch nicht ' gleich! . . Vor a genommen Ereignis. 1 zu hören, liberale ut viel vorzuv Schaus die Möglic stellenden Stellenweis höchster E kaltlassend! sehen Kün diesem Dy Hadvb Sprache,’B! stilisiert, f (der den wieder aus höchst pr! ״nngen, g fiesehlossei sind Bi! tindringlic wiüe her«