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Jüdische Rundschau · 1926-05-18 · Heft 38-39 (18.5.1926) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 38-39 (18.5.1926)
Date
1926-05-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 290 JUEDISCHE RÜNDSCHÄ0 Nr. 38/39 Nr. 31 und den richtigen Weg wählen zu können, und, wenn es sich auf der einen Seite um ein ewiges Interesse handelt und auf der anderen Seite um. ein Augenblicksintcresse, 90 wäre es ein großer Irrtum, so scheint es mir, wenn wir die Ew igkeit gegen den Augenblick verkaufen wollten. Hierin liegt meines Erachtens der große Irrtum bei unserer Ein- Schätzung der politischen Lage. Ich weiß wohl, daß es Momente gibt, in welchen es für ein Volk schwer ist, seiner Instinkte und Augenblicksregungen Herr zu werden, aber Sache der Führer, die auf der Wacht stehen, ist cs, die Lage im richtigen Lichte zu zeigen. Es ist natürlich immer schwerer solche Worte auszusprechen, als Sätze 111 das Volk zu schleudern, die voll sind von Begeisterung, die das Volk mit revolutionärem Tribun enpath os erfüllen, — Worte, mit denen man allerdings das Land nicht aufbaut. Wenn Sie, meine Herren, sich nur vors teilen, was rechts und links von uns vorhanden ist, angefangen vom Vatikan in Rom bis» zum Vatikan in Moskau, wenn Sie sich die ganze innere Front vergegenwärtigen, angefangen (verzeihen Sie den Vergleich) von der Agudas Jisroel und endend bei den jüdischen Komnmnisten, so werden Sie erkennen, daß der Weg der Palästina- Politik voll ist von Hindernissen. Notwendig ist die äußerste Vorsicht, um die ״kleine Sache“, das National Home, zu verwirklichen. Ich bin fast, am Ende meiner Ausführungen. Ich wollte nur diese zwei Dinge berühren. Ic(1 wollte feststellen, daß die Frage der Arbeitslosen das Zentralproblem ist. und ich wollte bemerken, daß wir freiwillig auf nichts Verzicht leisten. Wir wollen den Weg, auf dein wir in Zukunft gehen werden, klar legen. Hierüber redete ich auch vor den ägyptischen Lehrern. Ich weiß, in meinen Worten war nichts von ,,Heroismus“ und ich vermied das Pathos, aber sic entsprechen der jüdischen Ueberlieferung, und sie weisen uns den richtigen Weg zu unserer Arbeit. Wir müssen den anderen beweisen, daß friedliche Absicht der Sinn unserer Arbeiten ist. Sobald man aber beginnen wird, an unseren Worten zu zweifeln, wird man auch nicht mehr an unsere Arbeit glauben. Verzeihen Sie, daß ich zu kritisch-abwägend gesprochen habe, aber wir haben keinen anderen Weg. Diejenigen, die daran glauben, daß wir unseren Weg in Sprüngen zurücklegen können, würden vielleicht Glück haben, möglich aber auch, daß sie sich bei den Sprüngen die Glieder zerbrechen würden. Wir trennen uns jetzt, Sie kehren zu Ihrer Arbeit zurück und wir zu unserer. Beide Arbeiten sind durch die Einheit des Zieles innig miteinander verknüpft. Ich hoffe und wünsche, daß beider Arbeit auf einem festen Grunde ruhe, der für alle Ewigkeit nicht erschüttert werden wird. Palästina vor dem Völkerbund (Von unserem palästinensischen Korrespondenten.) A.G., Jerusalem, den 5. Mai 19». Auf der letzten Assefat Haniwcharim wurde unter anderem der Plan beraten, eine Delegation an den Völkerbund zu entsenden. Bald nach Beginn der neuen Amtsperiode hat sich der Waad Leumi mit der Ausführung des Planes beschäftigt. Weizmann hat bet seinem Aufenthalt im Lande diesen Beschluß unterstützt. In der letzten Sitzung hat der Waad Leumi die Delegation (Diesengoff, Raw üsiel, Arlosoroff) gewählt und ist dabei, die Memoranden auszuarbeiten, die nach Genf abgehen sollen. Diese Delegation nach Genf ist der Beginn eines neuen Kapitels unserer politischen Geschichte und die Krönung der ersten Periode unserer Kolonisationsarbeit nach dem Kriege. Das Kernziel der Arbeit der Delegation muß eine Aufklirungsaktion großen Stils sein. In der Rege! macht man sich in der zionistischen Bewegung keine Vorstellung davon, wie wenig der Nichtzionist über Palästina, seine Bestrebungen und seine Errungenschaften orientiert ist. Das gilt schon für den Durchschnittsjuden und iu noch höherem Maße für den Durchschnittseuropäer. Es war in der letzten Touristensaison, die jetzt zu Ende geht, wieder einmal Gelegenheit, Menschen aus den verschiedensten Ländern und Gesellschafts- Massen über Palästina ״aufzuklären“. Es waren auch viele Nichtjuden darunter, die mit großem Interesse unseren Versuchen und Anstrengungen gefolgt sind. Es ist nicht zu viel gesagt, daß kaum einer unter diesen allen ohne* ein tieferes sympatisches Interesse für unsere Sache nach Europa zurückgekehrt ist, wenn er das Land wirklich gesehen und erkannt hat. Ein schlagendes Beispiel war im vorigen Jahre Rappard, der Sekretär der Mandatskommission, der als Gegner kam und vollständig umgestimmt zurückging. Das gilt von de Jouvenei, der schon bei seiner kurzen Fahrt durch das Land ein Interesse für unsere Arbeit faßte. In Genf wird schwerere Arbeit sein als hier in Palästina. Denn auch die lebendigste Darstellung dessen, was wir hier tun und zu tun uns bemühen, kann nur einen schwachen Abglanz der Wirklichkeit geben. Aber auch diese Darstellung kann, wenn sie im richtigen Moment und in der reciiten Form gegeben wird, aufklärend und überzeugend wirken. Neben diese reip aufkiärende Tätigkeit tritt eine zweite Aufgabe. 111 Genf Ist eine ungewöhnliche Gelegenheit gegeben, mit den verschiedensten Stellen des internationalen politischen Lebens Beziehungen a 11 zukn üpfen. Für die Kolonisationsarbeit ist das von wesentlicher Bedeutung. Im letzten Halbjahre, in dem sich die wirtschaftliche Situation wieder stark zugespitzt hat, hat sich auch im Lande immer mehr die Erkenntnis durchgerungen, daß die Finanzmethoden von heute uns nicht mehr genügen können. Die Gelder des Keren Hajcssod, die gerade immer dann spärlicher fließen, wenn sie im Lande am nötigsten gebraucht werden, sind nicht imstande, die Erfordernisse einer Kolonisation großen Stils zu decken. Die Situation unter der Judenheit des Galuth verstärkt diesen Eindruck noch. Eine Neuorientierung unserer finanziellen Methoden muß in den nächsten Jahren unweigerlich kommen. Und der einzige Weg, den wir bis heute sehen, ist der der nationalen Anleihe. Genf ist die Gelegenheit, die Stimmung der ausschlaggebenden Stellen zu sondieren, Verbindungen an zuknüpfen, Aufklärungen zu geben und zu empfangen. So ist dieses erste Erscheinen des Waad Leumi In einem politischen Zentrum in jeder Hinsicht eine Vorbereitung, der Beginn einer weitreichenden Aufklärungsarbeit der internationalen politischen Welt über das werdende Palästina. Ein solches auf die weitere Zukunft gerichtetes Programm der Delegation stößt allerdings im Lande auf Widerspruch. Der jüdische Jischuw erscheint in Genf in einem Monat, der für Palästina besonders schwer ist. Und daher fehlen auch nicht die Stimmen, die aus dem Memorandum an die Mandats- Iconunission in erster Linie ein Beschwerdebuch machen wollen. Die Ereignisse bei der Umgruppierung der Vertcidigung'skräftc sind noch unvergessen, in einer Reihe ununterbrochener Proteslversaninilungen hat sich der Jischuw in den letzten Wochen gegenüber der Regierung Luft gemacht. Die Ausschließung der Juden aus dem Grenzkorps, die der Juden- Schaft einen berechtigten Anlaß zu Beschwerden gab, hat eine solche Nervosität hervorgerufen, daß dabei die ruhige Ueber- Iegung und das Abwägen der politischen Mittel zu kurz ,kamen. Mit einem gewissen Recht hat Weizmann verschiedentlich in seinen Reden von zu überstürzten und ziellosen Protesten abgemahnt. Aber die letzten Sitzungen des Waad Leumi, die sich mit den Zielen der Delegation beschäftigen, haben gezeigt, daß die Neigung zu Uebertreibungen und zur Nervosität eher zuals abgenommen hat. Ein Teil des Jischuw neigt heute dazu, auf die Beschwerden gegen die englische Regierung und die Palästina-Administration das Hauptgewicht in Genf zu legen. Und das würde den Aktionskreis und den Zweck der Delegation stark verkleinern. Auch nach innen hin hat der Kampf um die Forderung einer jüdischen Formation nervöse und übertriebene Formen angenommen. Die Reaktion gegen die Deklaration*) einiger pazifistisch gesinnter Minner, die sich gegen die Bildung einer Legion unter allen Bedingungen aussprachen, war so ablehnend und zeigte eine solche Unduldsamkeit gegen die Meinungen der anderen Seite, daß sie ein schlechtes Ucht auf unsere Kampfesmethoden auch nach innen wirft. Freilich fand diese Aeußerung auch deshalb so wenig Zustimmung, weil sie so allgemein gehalten und mit pazifistischen Theorien verquickt war, daß so mancher, der ihr in den praktischen Konsequenzen zustimmte, sich nicht mit ihr identifiziert hätte. Es ist nicht jede Stunde und jeder Ort geeignet, diese Prinzipien zum Ausdruck zu bringen, und wenn sie gerade an ungeeigneter Stelle erscheinen, sind sie eher schädlich als nützlich. Das mag auch bis zu einem gewissen Grade der Grund sein, daß dieser Kreis, von dem die Deklaration ausging, obwohl er von der Notwendigkeit der Annäherung zwischen Arabern und Juden lebendig überzeugt ist, bisher noch wenig oder nichts in dieser Beziehung hat tun können. Die Belastung mit vielen allgemeinen Ideen hat cs verhindert, daß sich die Mehrzahl derer, die mit dem Aktionsprogramm dieser Gruppe übereinstimmen, um sie geschart haben. Es bedarf eines realen Programmes, diese Anhänger zu Aktionen zusatnmenzufassen, eines Programmes, das klar und eindeutig auf die Arbeit in Palästina zugeschnitten ist. Ein solches konzentriertes Programm würde es vidieicht auch verhindern können, daß in Zukunft solche Persönlichkeiten wie die Unter- Zeichner der Deklaration, die mit Mut für ihre Ueberzeugung eintreten (und zwar für eine Ueberzeugung, die In ihrer Grundidee die richtigen Linien einer innerpalästinensischen Politik trägt), nicht nur angefeindet, sondern fast als Vaterlandsverräter angesehen werden. Es ist zu wünschen, daß der Jischuw die Aufgabe der Delegation nach Genf unter einem weiten Gesichtspunkt betrachte und sie nicht auf aktuelle Fragen in der Hauptsache festlege, die ihr von ihrem Schwung und ihrer Aktionskraft viel nehmen können. Es ist das erste Mal, daß der Jischuw der Jewish Agency in ihrer politischen Tätigkeit zu Hilfe kommt Was Jahrzehnte in Palästina geschaffen haben, wird jetzt in Genf ins Treffen geführt. Praktische Arbeit und Politik greifen ineinander und ergänzen sich als untrennbare Glieder einer Kette, ■ Waad Leuoi nid VSIkerbud Am 29. April beschäftigte sich der Waad Leumi mit der Frage des Memorandums für den Völkerbund. In der vorhergehenden Sitzung war eine 7 gliedrige Kommission, bestehend aus Dr. Arlosoroff, Beilinson, Dr. Glückson, Diesengoff, Tschernowitz, Dr. Thon und Dr. Mossinson, zur Vorbereitung der Materie gewählt worden. Namens dieser Kommission berichteten Diesengoff und Glückson, es seien drei Strömungen vorhanden gewesen: Die erste Gruppe forderte, das Memorandum möge vor allem den Forderungen des Jischuw, die in der Frage des militärischen GrenzkorpS zutage getreten sind, gewidmet sein; die zweite (vertreten durch Arlosoroff) ist gegen eine Häufung von Beschwerden und für Darlegung unserer konstruktiven Aufgaben; die dritte schließlich will ein Bild der Tätigkeit des Jischuw geben und zugleich darstellen, was die Mandatarmacht getan und was sie unterlassen hat. Es entspann sieh nun eine lebhafte Debatte, in deren Verlauf Arlosoroff seine Anschauung in einer großen politischen Rede begründete, worauf die Herren Ussischkin und Dr. Mossinson antworteten. Dr. Thon schloß sich Arlosoroffs Meinung an. Im zweiten Teil der Sitzung, nachdem noch viele Redner gesprochen hatten, resümierte Dr. Glückson, daß das Memorandum enthalten soll: 1. Informationen über die Aufbauarbeit der Juden, 2. Dar- Stellung der Hindernisse infolge mangelnder Hilfe der Mandatarmacht, 3. die konstruktiven Aufgaben des Jischuw und Bitte um deren moralische und politische Förderung durch den Völkerbund und seiner Finanzpolitik. Sodann wurde die dreigliedrige Delegation nach Genf gewählt. Rabbi Ostrowski schlug vor: Diesengoff, Raw Usiel und Arlosoroff. Namens der Revisionisten beantragte Dr. Weisl: Ussischkin, Jabotinski, Ben Ourion. Mereminski (Achduth Awoda) schlug vor: Diesengoff, Ruppin, Ben Gurion. Giuska (Jemenite) beantragte: Raw Usiel, Diesengoff, Jabotinski. Hierauf wurde in geheimer Abstimmung (wie bereits kurz telegraphisch gemeldet) die Delegation gewählt: Raw Usiel, Diesengoff und Dr. Arlosoroff. In einem bemerkenswerten Leitartikel bespricht Dr. Glückson im ״Haare z“ das Resultat der Sitzung und stellt mit Genugtuung fest, daß der Waad Leumi die Aufgabe in Genf nicht im Sinne eines Räsonnemeuts über die Mißlichkeiten des Augenblicks aufgefaßt hat, sondern daß er das ganze Gebäude seiner Leistungen und Pläne dem Völkerbund darlegen will. In der gewählten Delegation sieht Dr. O. eine Gewähr für eine geschickte und würdige. Lösung der gestellten Aufgabe. .* Die Partei der Revisionisten «fehlet in ihrem palästfneusischen Organ ״Hazafon״ einen offenen Brief an die Radikalen und die Achduth Haawodah, worin sie gegen die Behandlung der Sache durch den Waad Leumi Stellung nimmt ״Noch vor einigen Tagen haben wir gemeinsam für eine jüdische Truppeneinheit gestimmt und Dr. Welzmann gezeigt, daß wir mündig geworden sind und uns nicht *) Gemeint ist die Deklaration, die von Dr. Magttes, Bergmann, Hans Kohn usw. unterzeichnet, sich aus allgemein pazifistischen Gründen gegen jede LegiomWMung wendete. mehr von ihm nach seiner Willkür leiten lassen. Und als jetzt die Siebner-Kommission zur Ausarbeitung des Memorandums an den Völkerbund gewählt wurde, das die erste Gelegenheit ist, die Forderungen des Waad Leumi zur Geltung zu bringen, hat man eine Kommission gewählt, deren Mehrheit gegen die jüdische Legion ist. Von den sieben Mitgliedern der Kommission seien drei Angehörige des Hapoel- Hazaür, einer vertritt denselben Standpunkt wie diese und der Vertreter der Revisionisten, der 2500 Stimmen vertritt, wurde durch Schuld der Achduth Haawodah und der Radikalen nicht in die Kommission gewählt.“ Audi von anderer Seite erhob sich Widerspruch gegen die Zusammensetzung der genannten Kommission, weil sie nicht die vom Jischuw in den letzten Kundgebungen geforderte schärfere Tonart wählen werde. In ״Dawar“ protestiert E. Oolomb (Achduth Awodah) gegen diese Ab- Schwächung der vom Waad Leumi einmal eingeschiagenen Politik. Der misrachistische ״Hator“ drückt seine Genugtuung aus, daß der Waad Leumi bei der Wahl der Genfer Delegation sich von den Einflüssen des Moments losgemacht und Männer einer besonnenen und weitschauenden Politik gewählt hat. Die Araber an de■ VSIkerbud Jerusalem, 10. Mai. (J.T. A.) Die Exekutive des Palästinensisch-Arabischen Kongresses hat gestern dem Oberkommissar Lord Plumer ein Memorandum zwecks Uebermittlung an die Ständige Mandatskommission des Völkerbundes, die im Juni d. J. in Genf tagen wird, überreicht. Wie schon mitgeteiit wurde, unterscheidet sich dieses neue Memorandum der arabischen Exekutive von den früheren dadurch, daß sich diesmal die Beschwerden auf zwei Punkte beschränken: Unter Hinweis auf Artikel 22 des Völkerbundstatuts, der die Unabhängigkeit eines höher entwickelten Territoriums vorsieht, und auf Artikel 3 des Palästinamandats, der eine lokale Autonomie für Palästina vorsieht, wird für Palästina die Installierung einer nationalen demokratischen Regierung gefordert. ln dem Memorandum wird die Mandatskommission in ihrer Gesamtheit eingeiaden, nach Palästina zu kommen, um die Verhältnisse an Ort und Stelle zu prüfen. Eine solche Prüfung, wird weiter gesagt, wird die Kommission in die Lage versetzen, nicht allein über die in der Petition aufgeworfenen Fragen endgültige Beschlüsse zu fassen, sondern auch festzustellen, daß die Administration Palästinas gegenwärtig zwischen Stagnation und Korruption eingeklemmt ist. (Die Frage, ob ein Besuch der Mandatskommission in Palästina zwecks Prüfung der arabischen Beschwerden zulässig sei, wurde während der Tagung der Mandatskommission im Oktober v. J. diskutiert. Das britische Kommissionsmitglied Sir Frederic Lugard erklärte damals einen solchen Besuch für unzulässig. Keine Mandatsmacht, sagte er, könne sich eine solche Prozedur gefallen lassen; deren Prestige würde leiden, da die Mandatsmacht in die Rolle eines Beschuldigten vor dem Untersuchungsrichter gedrängt sein würde. Das Kommissionsmitglied Rappard meinte ebenfalls, man dürfe nicht eine offizielle Kommission nach Jerusalem entsenden, weil deren Besuch auf alle, die mit der Verwaltung der Mandatsmaeht unzufrieden sind, explosiv wirken würde. Es dürfe nicht der Anschein erweckt werden, ',als' ob das Mandat, das auf dir Balfour-Deklarntion bMert, in Frage gestellt werden könne. Es wäre aber gut, wetm ein Kommissionsmitglied inoffiziell nach Palästina gehe. Dabei wies Herr Rappard darauf hin, daß sein eigener Besuch in Palästina ihn dazu gebracht habe, seinen früheren Standpunkt zu ändern. Bekanntlich hat sich Prof. Rappard, der früher durchaus nicht zionistenfreundlich war, nach seinem Palästina-Besuch zum jüdischen Aufbauwerk bekannt. — Es sei auch noch erinnert, daß im Waad Leumi der Vorschlag gemacht wurde, namens der Juden die Mandatskommission nach Palästina einzuladen.) Eia arabischer Etaifugskngreft Jerusalem, 15. Mai. (J. T. A.) Am Freitag, den 14. Mai, wurde in Jerusalem ein Kongreß eröffnet, der einer Einigung der arabischen Parteien in Palästina den Boden bereiten soll. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen den arabischen Parteien in Palästina waren stets ernster Natur, in der letzten Zeit aber zeigten manche arabischen Führer Neigung, auf extreme Ansichten zu verzichten, um eine Einheitspartei möglich zu machen. Wie ״Meraat el Sherk“, das Organ der arabischen (gemäßigten) Nationalpartei, mitteilt, arbeitete der Präsident der extrem nationalistischen arabischen Exekutive, Musa Kazim Pascha, an einem Modus für einen Ausgleich zwischen der arabischen Exekutive und der arabischen Nationalpartei. Das Organ des Moslemitischen Obersten Rates, ״Sowt Ashaab“, weiß zu melden, daß außer Musa Kazim Pascha zwei ägyptische Führer, Zaki Pascha und Dr. Mahjub Sabet, sowie der syrische Führer Rush di Sali Bev, die alle jetzt in Palästina weilen, für den Zusammenschluß der arabischen Parteien in Palästina eifrig tätig sind. ColMei Syme» Vertreter Großbritanieas Jerusalem, 13. Mai (J. T. A.) Der Chefsekretär der Palästina-Regierung, Colonel Symes, wird bei der im Juni d. J. in Genf stattfindenden Tagung der Mandatskommission des Völkerbundes die Regierung Großbritanniens vertreten. In der letzten Sitzung der Mandatskommission vertrat der Unterstaatssebretär für die Kolonien Mr. Ormsby-Gore, in der vorletzten Sitzung der damalige Oberkommissar für Palästina, Sir Herbert Samuel, die britische Regierung. Zur Militärfrage Wie die palästinensischen Blätter berichten, hat der Ober■ kommissar Lord Plumer angeordnet, daß, falls Juden,die in das Grenzkorps eintreten wollen, ungerechtfertigte Schwierigkeiten gemacht werden, jede derartige Beschwerde unmittelbar vor ihn gebracht werden soll. Die arabische Zeitung ״Meraat ei Sherk“ schreibt: ״Ein Zeichen kulturellen Fortschritts in Palästina ist der W u 11 s c h der arabischen Jugend, insbesondere derjenigen im Jaffa-Distrikt, Hebräisch zu fernen. Warum nicht? Die hebräische Sprache ist eine Schwestersprache der arabischen. Die Juden sind unsere Vettern, ihre Sprache zu erlernen kan« keine Schande sein.“ I Nicht »Mischen Kolonisati und urige Muli dem herü Ist f; schaff Ir (iroßgnin frag( sollte, zu׳ stammen, Wirf scha I griff der wenden, י vor Auge iiisafionsl. sit/Iose, < oder kön ihren Vi der Krieg gerettet neue Exi Ich . Alijah, fi zu w e n diesem l man zum (,and für braucht , oder um /iisammci toren de sind iu P nfeiier d nationale:■ Arbeit bi die Arhe kann mir geführt v Bleistift Melioratu lieh sind, sollte, wc Eonncn < Form <le Differenz! Familie g bare Höi Aufbauw( tittbcgren: artige St( immer, v für die treten ha Aufbauwc Ansicht a nationafer I lohe zu verwerten!.and und die privai zu förder im Aufba der städti! •örtwickiu wickfungs fch s müßigen Kolonisati sei, diese Geschieht auf die Palästina noch so f daß Paiä: Länder si dustrie I: das Schiel Markt fei alle fndu: durch dei Rohprodti חסי Iand\ Konsum, gruppen f Diese vor Aug( Aufbauprc tiou, Ver! inneren h aus zu w Es is einer fang Kriege, di L.andwirtsi ziizuführei gebrochen aus wirts srhildschei angeregt, Ohne auf als glück! vorgebobe t ,eberführ der Uebe mögetis a gerade au gegeben(' Schon tionsstatisl Orangeiipl Hier lag keinerlei ä bau war geführte 1 die Verpa ragender Wirtschaft üblich ist. im Besitz in. Ne/Iv, «ninisf ratio de11 Krieg haben in tinn, die i Kisten ge: kriegs/eit die ' Vcrh; die Entwi der Zionis Kapital v׳ neuen Pfl

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