Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 35 (7.5.1926)
- Date
- 1926-05-07
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 260 JÜEDISCHE RUNDSCHAU Nr 35 Nr . 85 liki unter gewissen Unannehmlichkeiten zu leiden haben, es geht vorüber, es wird vorübergehen. Vertrauen wir nur auf die großen Ideale des jüdischen und deutschen Lebens, seien wir Eiferer für den Frieden. Denken wir an die hohen Forderungen sozialer Gerechtigkeit, die im alten Judentum auch für den Fremden galten, und seien wir gleichzeitig uns dessen bewußt . . Und jetzt folgen die durch die Worte ״unbeirrt“ und ״unentwegt" gekennzeichneten Artikel und Reden, deren Kritik regelmäßig allgemeine Empörung hervorruft und den Störenfrieden immer nur den Vorwurf mangelnder patriotischer Gesinnung einträgt. Ein jüdisches Kollektivdasein, dem der Einzelne in seinen Handlungen, unterworfen ist, gibt cs nicht. An Stelle der Zensur, die eine Gemeinschaft im Namen der öffentlichen Moral ausübt, die mit Unerbittlichkeit den ausschließt, der Heiliges profaniert, ist die auf gegenseitige Ehrenerklärung begründete Gesellschaft getreten, die jede durchschnittliche Anständigkeit schützt. Die Juden, die seit Generationen gewohnt sind, zu allen Erscheinungen des Lebens, auch zum Staat und zu Gott, vielfältig Stellung zu nehmen, treten nun als Gesamtheit immer eindeutig auf. Ein ״Vorstand" erklärt in aller Namen, wie die überwältigende Mehrheit zum Staat, zur Kultur und zur Religion steht. Er erklärt es gleichzeitig für Reaktionäre und Fortschrittler, für Anarchisten und Staatsanhänger, für Fromme und Gottesleugner und für alle dazwischen liegenden Schattierungen. Es kommt ja aber auch im Grunde gar nicht darauf an. Man lebt unter sich, und jede jüdische Deklaration ist nur ein Korrelat für die gesellschaftliehe Einkapselung, der man doch auch geistig irgendwie Rechnug tragen muß. Die wehrlosen Geister der Vergangenheit werden beschworen, wenn die Frage auftaucht, wie der jüdische Mensch unserer Tage aussieht. Man identifiziert sich mit den großartigsten Erscheinungen einer fernen jüdischen Vergangenheit, was ganz ungefährlich ist, da es keine Wirklichkeit gibt, an der die (immer zuzugebende) subjektive Ehrlichkeit sich erproben kann. Auch der Zionismus konnte nach Ansicht dieser Juden eigentlich schon ertragen werden, wenn man ihn nur richtig historisch einzugliedern versteht. Er hat z. B., so wird gesagt, das unleugbare Verdienst, ״den Juden Selbstbewußtsein und das Gefühl für ihre Würde gegeben zu haben“, aber damit sollte er sich auch begnügen. Die neue jüdische Gesellschaft ist notwendig antizionistisch. Sie -braucht keine jüdische Wirklichkeit, in der jüdische Menschen um die Gestaltung ihres Lebens ringen, in der Formeln versagen, wo aus dem Chaos neue Form entsteht, wo Abgründe und Höhen der '׳:׳>.- ־ ’.v־-.- v ■. .-׳־:!> Heute werden in der zionistischen Auseinandersetzung andere Ansprüche an uns gestellt als in jenen Zeiten, in denen ein kurzer Programmsatz wie eine Zauberformel für uns wirkte, den Gegner bannend, den Freund erschütternd und «füllend. Um jüdische Menschen so weit zu bringen, daß sie der Entscheidung für den Zionismus nicht mehr ausweichen können, dazu genügt nicht mehr die richtige Problemstellung allein. An Stelle der Dialektik, die wir selbst nicht mehr zu ertragen vermögen, muß Darstellung und Beschreibung treten. Nur durch eine umfassende Analyse des gegenwärtigen Zustandes im jüdischen Leben sind Menschen, die ihrer Anlage nach Zionisten werden können, unserer Welt ruzuführen. Jedem, der sich darum bemüht, wird sich das banale Judentum unserer Tage enthüllen, dem Reaktion und Restauration will* kommene Helfer sind, das wieder in einem erträglichen Antisemitismus die Rechtfertigung von Abwehrorganisationen sieht. — Wie unsicher war man doch 1918, als man wirklich mit Umsturz und Neuordnung zu rechnen hatte! Wie gut kann man sich heute wieder den Anti- Zionismus leisten, wo Leben und Eigentum leidlich geschützt erscheinen. Die Gegner des Zionismus suchen mit gutem Instinkt die Demaskierung ihres eigenen banalisierten jüdisehen Lebens dadurch zu verhindern, daß sie ein waches Auge für die vom zionistischen Betrieb ausgeschiedenen wertlosen Nebenprodukte und Schlacken haben und den Versuch machen, durch die Darstellung von Unzulänglichkeiten zionistischer Erzeugung die zionistisehe Idee und ihr Werk auf das Niveau der ihnen ver* trauten jüdischen Gesellschaft herabzudrücken. Gelingt es ihnen, dem Zionismus die Sehnsucht nach dem Außerordentlichen zu nehmen, glückt es, die ihnen vertrauten Maßstäbe in die zionistische Wirklichkeit einzuführen, dann besteht in der Tat die Möglichkeit, auch dem Zionismus im Rahmen der allgemeinen Judenfrage registrierend gegenüberzustehen und mit Gelassenheit die weitere Entwicklung abzuwarten. r~ m Ein berauschendes GlücKsgefühl trieb uns vorwärts, als wir zum ersten Male zu sagen vermochten: Die Juden sind ein Volk, ein Volk! Die jüdisch-nationale Idee trugen wir als eine Wahrheit von morgen in die Welt hinaus, in der zahlreiche unterdrückte Nationen auf Freiheiten warteten. Die ersehnte nationale Befreiung wurde vielen von ihnen zuteil. Neben den Lichtseiten nationaler Sehnsucht lernten wir die Nachtseiten chauvinistischer Machtgelüste kennen. Der eben noch Unterdrückte erwies sich als gelehriger Schüler des bisherigen Unterdrückers. Die Erkenntnis, daß Nationalismus an sich noch kein menschlicher Wert ist, wurde überdeutlieh. Ein willkommener Anlaß für die Gegner des Zionismus, die zionistische Bewegung «als ein ״nationalistisches" Unternehmen zu diskreditieren und sie in die allen vertraute Trostlosigkeit modernster Nationalitäten politik einzuebnen. Erstrebten wir in Palästina einen Judenstaat nach dem Muster der europäischen Nationen, wäre es unser Ziel, auch aus unserem Staat einen Götzen zu machen, wie ihm unsere jüdischen Gegner bei jeder Gelegenheit zu opfern gewohnt sind, wird auch in Palästina die volle nationale Gleichberechtigung für alle Bewohner des Landes nur die Parteiparole einer Minderheit sein, dann wäre die geschichtliche Sendung der zionistischen Bewegung aufs schwerste bedroht. Die zionistische Bewegung, die die Lage der Juden von Grund auf ändern will, die durch eine neue jüdische Wirklichkeit dem jüdischen Volke die Kraft geben will, den Fortschritt der Menschheit durch die Leistung seines Lebens zu fördern, ist im innersten verletzt, wenn mit dem Wort von der jüdischen Nation nicht zugleich auch ein spezifiseber Inhalt verbunden ist. Unser Nationalismus darf nicht nur eine Zeiterscheinung sein. Wir haben den Mut, an der Wirklichkeit uns zu bewähren; wir wissen, daß unsere Idee nur so viel wert ist, wie sie im Kampf mit den herabziehenden Realitäten an gestalteter Leistung hervorzubringen vermag. Wir erkennen die Erbärmlichkeit des Mißbrauchs Jener höchsten Ideale, die jeder gefahrlos sich zu eigen machen kann, weil der Nachweis der Unechtheit nie zu erbringen ist. Aber gerade weil wir an Stelle einer fleckenlosen Symbolwelt eine harte, von irdischer Unzulänglichkeit unvermeidlich erfüllte Realität zu setzen gewillt sind, sind wir genötigt, den Maßstab nach unseren Forderungen zu bestimmen und ihn nicht durch die menschliche Schwäche von Trägern unserer Sache aufstellen zu lassen. Unsere Machtpolitik stützt sich auf die redliche Arbeit der Siedler, sie stützt sich ferner auf die Idee der Heimkehr des jüdischen Volkes, das nirgends auf der Welt einen Ort hat, an dem es als Gesamtheit zur Ordnung seiner eigenen Angelegenheiten und zu einem natürlich geschichteten Leben kommen kann. Sie stützt sich auf unsere Zuversicht, daß nur zu leben nicht das letzte Ziel für jüdische Menschen sein kann, und daß trotz schwerer Schicksale das jüdische Volk die Aufgabe hat, sich selbst noch einmal in ungekannter neuer Form darzustellen. Die zionistische Politik wendet sich also an alle Menschen und Mächte, die im Gegensatz zu einem verengenden Nationalismus die Kräfte des jüdischen Volkes in Palästina zur Weltweite entwickeln wollen. Der Versuch, uns als ״Nationalisten“ zu bagatellisieren, wird nicht dazu führen, dem Zionismus seine Kraft als die politische Bewegung zu nehmen, deren Ziel die Besiedlung Palästinas und die Schaffung einer jüdi- : spl»nl'l|[,^hirit in daß,4j<| AMhMgör‘einer primitiven Maähfpofi'tik:':"ilifiÄMfe;'"־d«־! Zionistischen Organisation eine wesentlich ernsthaftere Bedeutung erlangen als bisher. Die Diskreditierung der jüdischen Kolonisation in Palästina ist der zweite notwendige Versuch der Gegner des Zionismus. Es erübrigt sich, die palästinensische Wirklichkeit zu leugnen. Der Nachweis genügt, daß die Juden dort genau so aussehen wie überall. Wenn dann noch hinzugefügt werden kann, daß sie weniger verdienen, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse schwierig, mitunter sogar katastrophal sind, dann ist die vom jüdisehen Palästina drohende Gefahr beschworen. Mit Behagen und Schadenfreude werden ungünstige Nachrichten als willkommene Neuigkeiten verbreitet. Die ahnungslosen Vereinsmitglieder und oft genug auch die jüdisch ungebildeten Führer jener Gruppen wissen nicht, daß seit dem Tage, an dem Achad Haams Aufsatz ״Die Wahrheit über Erez-lsrael“ erschien, die Kritik aller Erscheinungen des palästinensischen Lebens übereifrig von uns seiost geübt wurde. Die wirklich vorhandenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten scheinen den Berichterstattem niemals auszureichen. Sie wissen, daß eine Portion Lüge und Verleumdung ihre Berichte den Auftraggebem nur pikanter erscheinen läßt. Aber die zionistische Bewegung sollte bei richtiger Orientierung auch aus solchen Angriffen erneut eine Lehre ziehen. Alles, was unseren Gegnern hier vertraut und selbstverständlich ist, Konjunkturgewinne und Verluste in Handel und Industrie, was sie niemals veranlaßt, Gruppen von Juden zu diffamieren, die als Händler und Industrielle sich irgendwo durchzusetzen versuchten und bei ungünstiger Marktlage zugrunde gingen, das erscheint ihnen in Palästina verächtlich, darin erblicken sie einen Beweis für das Mißlingen des zionistischen Werkes. Wir tauschen uns nicht darüber, daß manche von uns mit Sorge und Unruhe verfolgten Erscheinungen des palästinensischen Lebens nur schwer beseitigt werden können. Aber es darf in unseren Reihen kein Zweifel darüber bestehen, durch welche Menschen, welche innere Haltung und welche wirtschaftliche Schichtung unser Land seinen Charakter erhalten muß. In allen Berufen muß es Pioniergesinnung geben, die der Allgemeinheit sich unterordnet und auch auf wirtschaftliche Vorteile zugunsten der Gesamtheit Verzicht zu leisten vermag; wir freuen uns, daß alle vorurteilslosen Besucher —י Juden und Nichtjuden — gerade auch in Zeiten wirtschaftlicher Krisen die stärksten Eindrücke von der ernsten Arbeit und der Hingabe aller im Lande produktiv arbeitenden Elemente erhalten. Nur ein Geschlecht, dem auch in Palästina die empirische Wirklichkeit nicht genügt, das auch in Palästina sich zur kämpfenden Bewegung umgestaltet, rechtfertigt die zionistische Zuversicht, daß ein Judentum, das das Ghetto auch innerlich überwunden hat, in Palästina aufstehen wird. Alle Attacken auf den Zionismus werden wir abwehren, wenn wir unsere Orientierung nicht verlieren. Dann werden wir durch unsere Existenz, durch unsere Idee der Banalisierung des Judentums entgegenarbeiten. In diesem Monat Ijar senden wir unsere Anhänger zur jüdischen Welt, zu den vielen anonymen deutschen Juden, die nicht als offizielle Gegner des Zionismus parteimäßig festgelegt, sondern bereit sind, Argumente und Tatsachen anzuhören und zu überdenken. Wir wissen: Unsere offiziellen Gegner sind uninteressant und leer; fruchtbare Auseinandersetzung ist mit jugendlichen Mensehen und mit denen möglich, die bisher einer Entsclieidüng ausgewichen sind, aber doch das Bedürfnis haben, zur Klarheit über die jüdische Situation und ihr eigenes Schicksal zu kommen. Ihnen gilt unsere Rede. Wir sprechen in dem Glauben und in der beglückenden Zuversieht, daß im Judentum heute die Geister wach sind und eine schöpferische Umwandlung sich voi!zieht. Wir hoffen, daß es im deutschen Judentum Menschen wachen Herzens gibt, die zu uns treten und mit uns für eine bessere Zukunft kämpfen werden. liebt nach den Osten b. Jerusalem, Ende April 1926. Politische Betrachtung der Wirklichkeit — dies Ist eine Binsenwahrheit — entstellt die Wirklichkeit Sie verallgemeinert dort, wo man die Elnzelzüge sehen müßte, sie bringt Ziffern und Tabellen, wo von lebendigen Menschen die Rede sein müßte. Die Tatsachen verschwinden vor dem Schlagwort und vor der Tendenz- Im Kampfe um den Zionismus können wir dies fast täglich beobachten. Die Generalisierung geht einmal nach rechts und einmal nach links, einmal himmelan und einmal zur Erde hinunter. Einmal sind wir Paiästinenser Engel, bereiten das Ende der Zeiten und die messianische Welt, und einmal sind wir Almosenempfänger und Taugenichtse. Im Wesen ist beides dasselbe. Die wirkliehen Menschen gehen in all dem Lob und Tadel unter. Ich will hier von den wirklichen Menschen erzählen, die unsere Städte bevölkern, und zwar von einer kleinen Gruppe dieser Menschen, von den Lesern der jüdischen National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem. Das sind junge Menschen, meist zwischen 20 und 35, einige wohl auch unter und über diesem Alter. Ein Teil dieser Menschen (ein kleiner) ist in Palästina geboren, der größere Teil besteht aus Ein- Wanderern, die aus allen Ländern kommen. Was beschäftigt diese Leute, was denken sie, welche Interessen haben sie? In der Jüdischen Nationalbibliothek ist seit einiger Zeit rin Kästchen angebracht, in welchem die Leser Zettel mit Fragen werfen können, welche Bücher betreffen und die Bibliothek bemüht sich, auf diese Fragen Antwort zu geben. Die toigenden Zeilen sollen nichts anderes enthalten als ein Verzeichnis der Fragen, die etwa im letzten Monat gestellt worden sind. In ihnen spiegelt sich ein Teil der palästinensischen Wirklichkeit Hier folgen die Fragen im Wortlaut, ungeordnet, wie sie der Zufall brachte: 1. Ich bitte um Literatur über die Frage: Der ökonomische Wert der Frau in der Gesellschaft Ich lese hebräisch, englisch, deutsch, französisch. Z Literatur über die Qrlbertradttkm In Palästina*.- Höhte : MäehfÄ ■SptedUBi■*/1 hebrätsch, deutsch, englisch. ״ 3. Bücher über die Geschichte Aegyptens und der Juden seit dem Auszug aus Aegypten bis zur ersten Eroberung Palästinas. 4. Bitte um Bücher über Adam Hakohen und Jizchak Erter. 5. Wo finde ich Bücher über die Jemeniten? 4 Hat die Bibliothek historische Erzählungen? Hebräische Originale und Uebersetzungen aus europäischen Sprachen. 7. Literatur über die Arbeiterbewegung in der ganzen Welt 9. Was haben die Gelehrten der Völker der Welt über Bibel und Talmud geschrieben? Ich lese hebräisch, deutsch, jiddisch, englisch. 10. Ersuche im Namen eines Kandidaten der Staatswissenschäften in Wien um Literaturangabe zum Thema: rStaats- und völkerrechtliche Lage Palästinas und der jüdischen Nation“. 11. Welche Bücher informieren über Asharoth lawin? 12. Hebräische und englische Bücher über das Kinema und seinen Einfluß. 13. Haben Sie Bücher über Fremdenverkehr? 14. Könnte die Bibliothek die Bücher Ciermont-Ganneaus zur Geschichte und Archäologie Palästinas anschaffen? 15. Hebräische Bücher über das Wesen des Judentums. 16. Bitte um talmudische Literatur zum Thema ״Migo“. 17. Warum besitzt die Bibliothek nicht die deutschen Ueber- Setzungen der Werke von Bergson? 18. Wo finde ich den Artikel Karl Kautskys über die Propheten? 19. Hebräische, deutsche, russische und jiddische Bücher über das Thema: ״Der gesellschaftliche Bau des jüdischen Volkes zur Zeit der Bibel“. 20. Warum besitzt die Bibliothek nicht die Zeitschrift ״Die Gesellschaft“? 21. Ich möchte ein deutsches, polnisches oder hebräisches Lehrbuch der arabischen Sprache zum Selbststudium. 23. Bitte um Verzeichnis von hebräischen Komödien. 24. Bitte um Angabe hebräischer Bücher zum Thema: ״Die Darbringung des Pc Bichopfers im Tempel“. 25. Wo finde ich Aufklärung über das in Palästina herrsehende Recht der Fischerei? Ich habe aus dem Haufen von Fragezetteln, der vor mir liegt, 25 ausgewählt. Sie dürften zur Illustrierung dessen, was diese Zahlen sagen sollen, ausreichen: führen diese Zettel nicht eine eindringliche Sprache? Sie sagen: wie immer die Parteien politisch um Palästina kämpfen, weiche Hoffnungen oder Befürchtungen sie hegen mögen in bezug auf das, was aus Palästina In Zukunft werden soll — hier sind 1 ebende Menschen, Menschen, die aus allen Teilen der Welt ln diese Eckt Asiens gelangt sind und die nun einen — oft recht verzweifelten — Kampf um ihre Qeistesnahrung kämpfen. Die Verfasser jener Bücherwünsche sind Studenten, Lehrer, zum großen Teil auch Arbeiter. Nicht allen Wünsehen, welche ihre Leser äußern, konnte die Bibliothek nachkommen, so manches Buch, das der Leser deutsch haben möchte, hat sie nur englisch, sehr viele Bücher, die hebräisch verlangt werden, existieren nicht in der hebräischen Sprache. Daß ein Teil der geäußerten Wünsche doch befriedigt werden konnte, daß dies in Immer steigendem Maße der Fall ist, ist rin Verdienst des Keren Hajessod und der Universität, welche die Bibliothek erhalten. Sollten wir uns nicht im Parteienkampfe überlegen, dab gewisse Dinge uns alle angehen? Daß der Kampf der Parteien, zu weit getrieben, sich gegen uns alle richtet? Es ist ein Kampf ums Licht, der aus den Wunschzetteln der Jerusalemer Bibliothek spricht Der Dfasporag( ihm an f minder gi Juden gehl sehener P Ziel war d Ruhe gelas lag außerl Leben ent setzen, inn Zwang d! Mauern de anderen V dert kolos nlschcn Fi päischen ( die Voraus Irrfahrten, schichte u brechen, n sionären T den tiefen Realität a! Nach der rallsmus, < ״vom Myi Möglichkei form zu en Eingliederu ren Stufe, erlebte der Kette von bewegt, an zieht. Die Isolierung sonders de Jahrhunder nach Zusa! hat in der charakterisl seine eiget Schaft eilte samkeiten Auf d dende Sehr Erkenntnis: Antrieb zu in dem Ai Entartung befreien m Juden die Es ist uns und Entscl Aenderu -;«I Nicht 3 Wie bei a leisteten ac in der Ge! etwas zu 1 vermeint, d liehe jüdisc oder viele, während d Ungewisse kenntnis d< griffen und sollen. De Angst, etw fest, es gfl der Juden! schritts". I vorgestcllt, haben, daß den, in den Das R I sehen Volk haffigkeit 1 können, we mßer acht 1 Es Ist die Q Stärkung fir die ihm Kra gen und es Bewegung. Unter Versuch ge! 'and zu re:?rkämpfen. aaluth, zers veg an, de cennt. Im ] Ichkeit, voll -andes. Ur 'allen, umg; igea Gebe( Ultag•, wo! mm« die 1 Lind so ve khmerz na! ״ich anders nan es aucl rißt. Kein Vlies Ist au1 :leck der u! >etet man lebend du Find für di tage• verti Bari dieser