Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 32 (27.4.1926)
- Date
- 1926-04-27
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 238 neben allen Eeichtümern der allgemeinen Kultur kennen lernen, in welcher sic, statt Beleidigung und Spott zu erfahren, die Größe der eigenen Vergangenheit empfinden sollen. Die Liberalen, die bisher die Majorität in der Gemeinde hatten, haben eine engherzige Partei- Politik getrieben, die weder der Gemeinde noch dein Judentum nützen konnte. Aufgabe der Berliner Wähler ist cs, der liberalen Majorität in der Gemcindestube ein Ende zu machen. * Wie sehr der jüdische Liberalismus, den wir aus dem täglichen Gcmeindclcbcn und seiner Presse kennen, entartet äst, dies beleuchtet in interessanter Weise der Vortrag, den ein liberaler Rabbiner vor einigen Tagen in München gehalten hat und über den wir einen Bericht bringen. Dr. Elk versuchte ehrlich und voraussetzungslos das Problem des Verhältnisses von Liberalismus und Zionismus zu klären. Eine solche ernste Betrachtung der Probleme, die sich ihre geistigen Gesetze nicht von den Beschlüssen einer Parteiklique vorschreiben läßt, wird stets zu anderen Resultaten kommen als die oft'iziehe Meinung. Dr. Elk weist ganz richtig nach, daß Liberalismus und Zionismus schon deswegen keine Gegensätze sind, weil sie auf ganz verschiedenen Ebenen liegen. Ein Zionist kann ebenso religiös-liberal sein wie ein Religiös-Liberaler zionistisch sein kann. Wir stimmen natürlich nicht mit allem überein, was Dr. Elk, dem Berichte zufolge, gesagt hat; in Diskussionen geistiger Art gibt es keinen ,,vorschriftsmäßigen“ Standpunkt und auch unter den Zionisten werden in diesen Fragen verschiedene Meinungen vorhanden sein. Die Grenzen sind vielleicht sogar etwas verschwimmen(!, wenn /. B. Dr. Elk im Namen des Liberalismus einen unchauvinistischen Nationalismus fordert und sich darin mit vielen Zionisten begegnet. Entscheidend ist jedoch, daß in die Ocde der liberalen Spiegelfechterei eine Bresche gelegt wird. Denn in derselben Zeit, wo die ״Liberale Zeitung“ mit großem Wortaufwaml nachzuweisen versucht, daß die Unter- Stützung des Palästinas erkes für Liberale unmöglich sei, weil der Palästina-Aufbau national sein müsse, erklärt ein liberaler Denker die Anteilnahme am Palästinawerk geradezu als Pflicht eines wirklich religiös-liberal Fülllenden. Es ist erfreulich, daß die Diskussion zwischen den beiden jüdischen Gruppen auch außerhalb der Parteikämpfe und Wahlkämpfe vor sich geht. Wir sind überzeugt, daß die Suchenden unter der jüdischen Jugend einen solchen Versuch begrüßen werden und daß er für beide Teile fruchtbar werden kann. Für eine Kinder- und Jngendsiediang in Palästina In Berlin weilt gegenwärtig l>r. med. Siegfried Lehmann aus Kowno, der bekannte Leiter der vom inzwischen von der Regierung aB%eldStön Jüuäftetf Nationalrat Litauens gegründeten Kinderansfalten. Der Zweck seines Berliner Aufenthaltes ist, hier als Mitglied des vorbereitenden Komitees zur Erziehung jüdischer Waisenkinder in der ״Landwirtschaftliehen Kinder- und Jugendsiedlung in Palästina“ Freunde für das geplante Werk zu werben. Im Rahmen eines von F r a ti Professor Einstein veranstalteten Abends entwickelte Dr. Lehmann einem engeren (iästekreis das großzügige Projekt einer Waisensiediung ‘in Palästina, das über das Kownoer Projekt weit hinausgehen soll. I>r. Lehmann schilderte die Anfänge seiner Tätigkeit in Litauen, den seelischen und leibliehen Hunger der völlig sich selbst überlassenen, dem Elend prcisgcgcbeiien Kinder. Dr. Lehmann sammelte sie und versuchte, sie zu tüchtigen und lebensfrohen Menschen zu machen Seit 1921 leitet er das Kinderheim in Kowno; es gelang ihm, die vernachlässigten Waisen zu brauchbaren Mitgliedern einer von modern-pädagogischen Grundsätzen getragenen Gemeinschaft zu entwickeln. Dieses Haus ist mit seinen mehreren hundert Zöglingen die größte jüdische Kinderanstalt Osteuropas; es umfaßt eine pädagogische, eine sanitäre und eine soziale Abteilung. Die Aussichten aber für die aus den Waisenanztahen 1k r.iusgelien'Jeii Jugendlichen, Arbeit und Verdienst zu finden, werden infolge der schlechten Wirtschaftslage täglich geringer. Bald werden Hunderte wertvoller Zöglinge arbeits- und obdachlos auf der Straße liegen. Deshalb wird die zunächst teilweise Ueber,Siedlung des Kownoer Kinaerhauscs nach Palästina geplant, wo sie eine landwirtschaftlich׳..‘ jug׳ m!־i׳J e 11־..' ■ ־׳ sollen. Nahe von Haifa, im Ernek, wird die Siedlung liegen. Nachdem die landwirtschaftlich und handwerklich vorgebiidit.• Kownoer Jugend die Bauten :1:1 ־;geführt haben wird, sollen die Waisen aus sonstigen Anstalten Litauens und anderer Länder folgen. Die jugendlichen Siedler werden sich zu vielen kleinen Familien zusammenschließen und unter d. r Eli!innig ei!es älteren Kameraden oder eines Lehrers in einzelnen Häusern leben. Sie werden ihre 1'..eliatisbildung teils in der gnu'.e•; zur Siedlung gehörenden Landwirtschaft, t.iU 111 den dort einzurichtenden Werkstätten für Tischlerei, Schlosserei, Schneiderei, Weberei, Schusterei, Töpferei, Kor!;:״eln.;rei, Strickerei usw. erhalten. Die Kosten für jedes Kind werden auf monatlieh SO Mark geschätzt. Ein Viertel davon iibera.mmt das Land, das die Kinder schickt, ein Viertel wird in Palästina aufgebracht, den Rest will man auf dem Wege des Patronats herbeischaffen, derart, daß eine Familie, ein Kreis von Familien oder eine Organisation, z. B. eine Ortsgruppe, die ganze (40 Mark) oder halbe (23 Mark) Patenschaft für ein Waisenkind übernimmt. Wie die Erfahrung gelehrt hat, ist es nicht schwer, für ein Werk von so großer sozialer Bedeutung׳ die den verschiedensten Richtungen angchörenden jüdischen Kreise za interessieren. Schon im Herbst d. J. werden die ersten Siedler im Ernek ihre Arbeit beginnen Oie ״Weise■ von Zion“ in Syrien Jerusalem, 22. April. (J. T. A.) Der französische Ober- Kommissar für Syrien, Herr de Jouvenel, hat den Vertrieb der arabischen Ausgabe der ״Protokolle der Weisen von Zion“, die im Januar d. J. in Beirut erschien, für ganz Syrien verboten. In arabischen Kreisen auch Palästinas wird für die ״Protokolle“ Propaganda betrieben. Nach Erscheinen der arabischen Ausgabe forderte das Organ des lateinischen Patriarchafs in Jerusalem ״Rakib Sion“ in einem Leitartikel did christlichen Araber auf, dieses Buch zu lesen, das ihnen die ״bösen Aspirationen der Zionisten enthüllen“ werde. JUEDISCHH RUNDSCHAU Weizmaim in Palästina Von unserem Korrespondenten. A. G., Jerusalem, den 14. April 1926. Die Arbeit Wcizinanns in Palästina hat jetzt in vollem Tempo eingesetzt. Verhandlungen mit den verschiedenen Kreisen und Institutionen wechseln mit offiziellen Besuchen und sehr ausführlichen Sitzungen der Palästina-Exekutive. Es scheint, daß der Aufenthalt Weizmanns im Lande der Ausgangspunkt für eine neue Arbeitsperiode des Präsidenten der Zionistischen Organisation werden soll. Und nach verschiedenen Berichten scheint sich Weizmann, wenn alles ins rechte Gleis kommt, für einen neuen großen Anlauf politischer und finanzieller Tätigkeit zu rüsten. Von verschiedenen Schwierigkeiten und Sorgen befreit, die in der letzten Zeit auf ihm gelastet ltaben, kann er sieh mit frischer Energie der zionistischen Arbeit widmen. Dem Empfang bei Jouvenel folgte die erste sehr ausfüiirliche Audienz bei Lord P 111 m c r. Im Laufe dieses ersten Gespräches koimten manche Fragen nur flüchtig, andere noch gar nicht behandelt werden, so daß sie erst in weiteren Verhandlungen gründlich erörtert werden sollen. Dahin gehört die stärkere Beteiligung der palästinensischen Regierung am jüdischen Kulturbudgct, die Sicherung der hebräischen Sprache in der Praxis i!1 genügendem Umfange und anderes mehr. Nach dem Bericht, den Wei/mann in der Sitzung des Waad Lemni über die Audienz gab, stand im Mittelpunkt der Unterhaltung die Frage der Ausschließung der Juden aus dem neugebiklctcn Vertcitligiiiigskorps. Durch Auseinander- Setzung der Lage und Forderungen der palästinensischen Judenheit erreichte Weizmann eine Verordnung des Oberko ni miss a r i a < s , die vor zwei Tagen in der Presse erschien, und die ausdrücklich bemerkt, daß ״Untertanen Palästinas und Ostjordaniens ohne jeden Unterschied sich für dieses Korps anvzenden lassen können“. Diese Definition ״ohne jeden Unterschied“ ist freilich sehr allgemein gehalten. Jedoch hat Wciztnann nacht r ä g 1 i c h die Er m ä c 11 {i g 1111 g erhalten, im N a in e n des O I) c r k 0 111 וזו i s s a r i a t s die Erklär u 11 g a b z u g c b c 1!, daß <1 i e s e r Erlaß die A u f 11 a 11 m e d er J u <1 e 11 i 11 d i c G rein w c 11 r bedeut c. Der Erlaß erschien am selben Abend in der ״Official Gazette“', an dem Wei/niann mit dem Waad Lemni zusammentraf. Ls war also noch keine Zeit gewesen, die Note gründlich zu prüfen und noch weniger, Erfahrungen darüber zu sammeln, wie sic sich praktisch auswirkcu könne. Es fehlte denn auch nicht an Stimmen, die sich mit dem Erreichten bei weitem nicht zufrieden erklärten und sogar so weit gingen, zu behaupten, daß sich durch den Erlaß de facto praktisch absolut nichts ändern könne und würde. Es würden sich bei der Musterung genug Möglichkeiten ergeben, um die Juden auszusondern. Es ist kein Wunder, daß mau in Palästina durch die Ereignisse der letzten Monate sehr mißtrauisch geworden ist. Sonderbar berührt es jedoch, daß man die Möglichkeit einer Sabotage dieses Regierungserlasses von vornherein dem Priisideuten der Zionistischen Organisation in die Schuhe zu schieben versucht, wie man das von einigen Seiten itn Waad Leumi nach altbewährter Methode ,versucht hat. Gewiß ist an dem ErlaB der Regierung so, manches auszusetzen und tmuf darf die Frage der Gendarmerie noch durchaus nicht als gelöst betrachten. Aber gerade der Waad Leumi, der seit Wochen mit dem High Commissioner und dem Chief Secretary verhandelt und bisher nichts erreichen konnte, sollte die Hilfe des Präsidenten der Jewish Agency besser zu schätzen wissen, als es in dieser Versammlung zum Ausdruck kam. Was die Gendarmeriefrage an sich betrifft, so kann jetzt nur die Praxis lehren, inwieweit das Zugeständnis Plutners etwas wert ist oder nicht. Wenn eine Anzahl von Juden ohne genügenden Grund abgelehnt werden, werden wir wissen, daß wir nicht vorwärts gekommen sind und den Kampf an der alten Stelle aufzunehmen haben. Von vornherein die von Weizmann erlangten Zugeständnisse als null und nichtig zu erklären, zeugt von einer' überreizten Nervosität, die eher geeignet ist der Sache zu schaden als zu nützen. I!1 der Sitzung des Waad Leumi kam zum Ausdruck, was wir in letzter Zeit immer deutlicher empfinden, nämlich, daß in Palästina Maßnahmen durchgeführt werden, die dem Geiste und dem Wortlaut des Mandats widersprechen. Wie es scheint, sind alle die kleinen und großen Schikanen und Unfreundlichkeiten, die Gleichgültigkeit und das mangelnde Entgegenkommen der amtlichen Organe nicht so sehr von der Regierung und vom Colonial Office bestimmt, wie von den administrativen Organen, der Beamtenschaft. Es wird nötig sein, hier durchgreifende Aenderungen und Verbesserungen zu schaffen, wenn nicht die Kolonisationsarbeit im Lande auf Schritt und Tritt auf Hemmungen treffen soll. Wie stark die Juden das Land entwickeln, wieviel Nutzen die Palästinaregicrung aus dem Aufblühen des Landes zieht, braucht hier nicht nochmals betont zu werden. Die Bilanz der Regierung für das Jahr 1925 gibt lehrreiche Aufschlüsse darüber. Aber Ein Maßstab für die Stärke unserer Organisation ist die Zahl der SchekoHm. jeder Zionis! ne sic!! an dem ienekeMi. Vom 9.—16 ־. Mai Schekelwoche in Deutschland! Nr. 32 Nr 32 davon abgesehen kann es im Augenblick so scheinen, als sei das Mandat in dem Kopfe so manches Beamten nicht vorhanden. Das politische Departement der Palästinacxckutive und die Leitung des Waad Leumi müssen ihren Aktionskreis erweitern, ihren Einfluß verstärken, um die Interessen des Jiscluiw bei der palästinensischen Regierung zu vertreten. Sonst werden wir immer mehr oder weniger von der Gesinnung des Verwalfungsapparates abhängig bleiben und seinen Ucbergriffen hilflos gegenüberstehen. In diesem Zusammenhang ist ein Vorschlag wichtig, den Weizmann dem Waad Leumi vorlegt, der in seinem Kern schon von der Assefat Haniwcharlm beschlossen wurde, und der in seiner Ausführung von großer Wichtigkeit sein kann. Es handelt sich um eine Delegation des Waad Leumi zur J ti n i s i t z 11 n g des Völkerbundes in Genf, die die Aufgabe haben soll, alle Forderungen und Beschwerden desjischuw direkt vor den Völkerbund zu bringen. Hiermit wäre eine Gelegenheit gegeben, die Lage der palästinensischen Juden, ihre Hindernisse und ihre Leistungen in vollem Umfange vor den Völkerbund und zugleich in die große ©Öffentlichkeit zu bringen. Es ist dringend zu wünschen, daß der Waad Leumi diesen Vorschlag aufnimmt und sogleich mit der Saturnlung des nötigen Materials beginnt, um in Genf wohlgcrüstet dazusteheu. Das ist jedoch, nur eine Aktion von den vielen, die der Waad Leumi jetzt dtirchzuführeti hat, wenn die letzte Assefat Haniwcharim praktisch zu Resultaten führen soll. Die wirtschaftliche Situation im Laude besclüiftigt an erster Stelle die Exekutive in ihren Vorhandlungen mit Weizmann. Wie wir schon vor einigen Wochen Die p (C l.'JOO.C Zum im vorige das Budg schließt.; vorgelegt Veröffeutl erfolgte 1 so daß si gestellten Official ( Zeit vom zweifache! eine Rubi reits die Wicklung hatte, in ״abgeämli;1!. März ähnlicher üffcntlicht 1924/25 1 die Regit nicht den teren ist 1 tun zirka Die E i 11 in den meldeten, ist im Momente in der schweren Lage eine gewisse Erleichterung zu spüren. Von einer Ueberwindung der ״Krise“ zu sprechen, wäre jedocli voreilig. Für den Kolonisator stellt die Wirtschaft heute zwei Probleme, die jedoch aufs engste miteinander Zusammenhängen: Die Hilfe für di« nächste Zeit und die B a s i e r 1111 g der Palästinaarbeit auf weite Sicht. Eine Sanierung der augenblicklichen Nöte ist durch die Schaffung von Arbeitsmöglichkciten in großem Maßstabe zu erreichen. Dazu gehören Anleihen, die durch Keren Hajessod und Keren Kajemcth mit Hilfe der Bank ins Werk gesetzt werden müssen. Hs kann sich jedoch hei diesen Krediten nur um Summen handeln, die fiir bestimmte Gebiete und Aktionen ausrcichen, nicht aber um solche Beträge, wie sie für eine Großkolonisation erforderlich sind. Und hier berührt sich die Aktion der nächsten Zukunft mit der Finanzicrungsarbeit auf weitere Sicht. Diese relativ kleinen Anleihen können eventuell die Wege ebnen für eine großzügige Regelung der Finanzen, wie sic durch eine N a t i o n a 1 a n I e i h e zu erreichen ist. Es ist charakteristisch für die Entwicklung der Stimmung, daß sich die Ansicht immer mehr durchsetzt, daßes mitden heutigen Methoden nicht weiter gehen könne. Die schwere Lage des Keren Hajessod, das Miß- Verhältnis zwischen Notwendigkeiten und Möglichkeiten, die Ausweitung unseres Arbeitsfeldes in Palästina durch die große Einwanderung beweisen uns täglich aufs neue, daß eine solche Riesenarbeit nicht allein durch Spenden finanziert werden kann. Weizmann hat in den wenigen Wochen, in denen er in Palästina ist, verschiedentlich über die Frage sich geäußert und die politische Vorbereitung dieses finanzieBen Schrittes als■ notwendig hingestellt. Auch frühere Gefrier des Planes^* der Anleihe, wie z. B. Halpern, geben heute zu, daß mit den bisherigen Methoden allein nicht mehr gewirtschaftet werden kann. Von den Wegen zur Verwirklichung des Planes zu sprechen, ist hier nicht der Ort. Nur das eine sei bemerkt, daß die Vorbereitung der Anleihe, wenn sie wirklich im großen Maßstabe durchgeführt werden soll, ein eminent politischer Akt ist. Mit Recht hat man die Sicherung der Anleihe gelegentlich als den ״finanziellen Charter“ bezeichnet. Es scheint, als ob Weizmann bei einer geeigneten innerzionistischen Konstellation, die die Aktionskomitcesitzung im August bringen müßte, gewillt wäre, sich dieser überallwichtigen Kampagne zu widmen. Sollte es sieh erweisen, daß das Projekt der Anteil! in nächster Zeit ernsthaft in Angriff genommen wird, so ha! Palästina die schwere Not der letzten Monate nicht umsons' erlitten. Denn sie wären dann der Anstoß gewesen zu eines Neuorientierung unserer Finanzpolitik und damit auch rin Maßstab unserer Kolonisation. Gerade Palästina würde diese! Gedanken mit besonderer Begeisterung aufnehmen. Die letzte! Jahre haben uns belehrt, daß wir der Entwicklung nicht Heu werden mit den Mitteln, die uns zu Gebote standen. O: letzte Jahr brachte keine Neukolonisation und das nächst( droht ebenfalls ohne große Gründungen vorüberzugehen. Dci Keren Kajemeth muß mindestens auf dem Status der Boden kaufe der letzten Arbeitsperiode erhalten werden. Unser erst! großer Vorstoß in der Ebene Jesreel ist fast beendet, wi: stehen vor dem Beginn neuer Erschließungen. Die An leihe allein ist imstande, unserer Palästina arbeit den gewaltigen und nachhaltigen Im petus zu geben, ohne den wir nicht weite! kommen. Wir haben lange darauf gewartet, daf! unsere leitenden Organe mit Ernst und Intensität an diese Aktion tierantreten. Wenn das jetzt geschieht, können wir mit neuem Mute, gestärkter Kraft und geweitetem Horizont unsere Arbeit fortsetzen. Die ägyptische■ Lehrer in Palästiia Jerusalem, 18. April. (J. T. A.) Die zionistische Exekutive Palästinas gab zu Ehren der jetzt in Palästina weilenden Lehrer aus Aegypten ein Bankett. Ansprachen hielten Dr. Weizmann, Colonel Kisch, der Direktor des Bildungsdepartements der Regierung Bowman, der ägyptische Vizeminister Ru sh di Bey, der ägyptische Konsul in Palästina sowie Azarjahu im Namen des Waad Hachimich (zionistischer Erziehungsrat) und ein Vertreter der hebräischen Lehrer Pal istinas. Wahlen zun amerikanisch-jüdischen Kongress New York, 21. April. (J. T. A.) Das Administrativkomitcc des Amerikanisch-Jüdischen Kongresses schrieb die Neuwahlen für den Kongreß aus. Jede jüdische Gemeiride in den Vereinigten Staaten hat das Recht, einen Delegierten zu entsenden. Größere Gemeinden entsenden mehrere Delegierte. Die Stadt New York wird in 15 Wahldistrikte eingeteilt und wählt insgesamt 103 Delegierte. — Der gegenwärtige Kongreß wurde 1923 gewählt. Seine Geltungsdauer läuft im Oku her 11. J. ab. Zu diesem Zeitpunkt soll der neue Kongreß zusammentreten. Hingegen in den So dal! s ein Ges angesamn 1925/26 « aber nach tement ״< ausgabcu annehmen £ 800.00( Die wollen, di sieh die i in den s 1924 hat 35 000 Se von 1024 während malern M Dies triff Ausgaben während tungsappa gkJchzeiti Die Regierung im gegen ten, um nicht bei Feststellu Jahre 191 oder zirk 1925/26 i prozentual Wem können v analysiere Belastung wachsen, Es f; 1924/25 1 haben, vc zu £ 1.5 erstmalige 21 ״/o auf zu führen? Mehrausg hang stel Mehrbelas zugunsten Wir c S5 An 1 2 3 4 6 6 7 8 fl JO 11 12 IS 14 15 16 11 M 19 21 II Pension Pnblie ] Charg High Co Stoff Sekretai Distr. A Legal U Land D Land Survoy Finanis Troasur; Audit . Departn Ileven Handel QaEundl Dep. of and P Unterm Dep. of 1 and G Paläst. Britisch, Immigri Antiqnil Post, Ti Telep! Post, Ti a , 4 «b, Etoenba' S - * GflÖetitli SB sr (recuxi Oöffentlj »688er! VerRoki« *)Seit