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Jüdische Rundschau · 1926-04-16 · Heft 29-30 (16.4.1926) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 29-30 (16.4.1926)
Date
1926-04-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 212 JUEDISCHE RUNDSCHAU Die Stnnnjalire sind vorbei, das Leben beginnt trotz aller drohenden Gefahren wieder einen normalen Lauf zu nehmen; in diesem Moment kann die Mahnung zur Selbstbesinnung stärkere Wirkungen haben als vorher. Und diese Mahnung ist heute mit einem Nachdruck erfolgt, wie noch nie seit jenen Tagen der Siegerstimmung. Sie ist von der Exekutive ausgesprochen und wird von dem Chor der Zionisten aller Lander weitergetragen. Unsere Sorge ist, daß sic auch ernst genommen werde. Unsere erste Pflicht ist, auszusprechen, daß wir eine große Gefahr sehen: die Gefahr, die Selbstbesinnung, statt sie zu üben, zu einer bloßen Losung zu machen, an der nun wiederum wir uns berauschen können. Unserer Bewegung droht, wie jeder nationalen Bewegung, ein Feind, der um so gefährlicher ist, als er ein süßes Gift ist, das unbemerkt von innen die Organe zersetzt: die nationale Phrase. Ein Volk wie das unsere, das sich auf kein gesichertes Volksleben stützt, sondern in einem ganz besonderen Sinne erst im Werden ist, muß mit größter Ehrlichkeit gegen sieh seihst verfahren und stets den Abstand zwischen dem Worte und der diesem entsprechenden Wirklichkeit klaren Blickes messen. Denn sonst verliert cs den Kontakt mit der Wirklichkeit und sein Wort, das nationale Wort, wird leer und hohl; ein solches Wort jedoch kann nicht Fleisch und nicht Geist werden. Rückhaltlos wollen wir aussprccheu, daß wir den Sinn jener Wendung, die durch den Monat ljar bloß symbolisiert, keineswegs vollendet ist, nicht in einer ״Rückkehr zur Ideologie“ scheu, überhaupt nicht in einer Rückkehr. Wir gestehen, daß wir manche Aeußerung anläßlich des Ijar־M011ats mit peinlichem Gefühl leichten Bangens gelesen haben, wenn wir, bei allem Respekt vor den verdienten Männern, die so sprechen, sehen, daß im wesentlichen dieselben Menschen und dieselben Worte aufirctcn wie vor fünfundzwanzig Jahren. Nicht daß wir nicht anerkennten, daß das Gesagte richtig und ehrlich gemeint ist, aber wir fürchten.... Wir stehen einem so zarten, so subtilen Aufnahmcorgan gegenüber, daß Miß- Verständnis sich nur zu leicht cinschleicht. Und ein Mißverständnis wäre cs, wenn das Volk oder weite Kreise des Volkes den Eindruck bekämen, als ob wir Zionisten aus dem Bereiche unendlich schwierigerer Verantwortung uns nun hinüberretten in das Reich jener Wortgebäude, die vor dreißig Jahren, in dem Aufschwung eines u!1erhörten Kollektiv-Erlebnisses, gezimmert wurden. Es darf nicht scheinen, als ob wir aufatmeten, daß wir uns von der drückenden Sorge für das täglich werdende Erez Israel flüchten können zu den ausgefahrenen Geleisen der gewohnten und lieb gewordenen Tätigkeit bloßer , Proklamation, der wir uns hingeben konnten, ehe die neue 4 Wirklichkeit an uns herantrat. Die öfter laut gewordene 1 Ansicht, daß die Ijar-Aktion im Gegensatz steht zu der der Politik der Erweiterung der Jevvish Agency zugrunde liegenden Anschauung halten wir für falsch. Wenn man meint, daß wir, der Zusammenarbeit mit Menschen anderer geistiger Konstruktion nun enthoben, zurückkehren dürfen gewissermaßen in den Kreis der Familie, wo man sich gegenseitig leicht versteht und sich gehen lassen kann, so ist dies ein Irrtum. Es wäre nicht Selbstbesinnting, sondern Selbsttäuschung. Ein so verstandener Monat ljar brächte dein Zionismus mehr Gefahr als Nutzen. Der Zionismus ist keine Phraseologie und er hat keine Dogmen. Er ist der lebendige Fluß der nationalen Erneuerung. Nicht nur Geburt, auch Wiedergeburt ist ohne Schmerzen nicht möglich. Der Zionismus ist aus dem Schmerz entstanden, aus der Zerknirschung über die vogeifreie Verworfenheit des jüdischen Volkes. Schmerz und Erhebung treibt ihn vorwärts, Inbrunst und Verzwciflung, und der Glaube, daß über alle Wirrnisse des Tages hinweg, über den Wechsel von Hoffnung und Abfall hinweg, der Weg erkämpft werden kann zu einer Freiheit, ein Leben ohne die Schlacken des Galuth zu führen. Der Zionismus steht heute in der Auseinander- Setzung mit harten Tatsachen des Lebens. Selbstbesinnung fordert, daß wir diesen Tatsachen ins Auge sehen und die ganze Fülle neuer Erkenntnisse und neuer Erfahrungen, nicht nur die unser Volk, auch die die ganze Menschheit gemacht hat, in unser zionistisches Bewußtsein einftihreii, cs dadurch reicher und weiter machen. Die Generation, die heute jung ist, und der die Erkenntnisse von 1897 wenig bedeuten, weil sie sie schon ererbt hat, kann durch die alten Worte nicht mehr erschüttert werden, wenn nicht ihr eigenes Erleben daran gebunden wird und ihnen eine neue Beseelung gibt. Eine Verjüngung des Zionismus tut not, ein zionistisches Reifen der Führer von morgen aus der Zerrissenheit unserer Weltsituation, aus der trotz dreißig Jahren Zionismus nicht viel veränderten Kläglichkeit unseres jüdischen Lebens heraus. Die Sehnsucht nach naturhnftem, erdgebundenem, kosmisch eingeordnetem Leben des Volkes muß mit jenen Hcwle jezirah, von denen A. D. Gordon spricht, mit jenen Schmerzen in neuen Menschen schöpferisch werden. Die Jungen sollen nicht auf überkommenen Wegen fortschreiten, sondern Richtung und Weg selbst zu finden, selbst zu erobern versuchen. Der Zionismus muß wieder werden, was er einstmals war: eine sittliche Macht in den Menschen. Darum steht am Anfang des Monats ljar nicht die Wirkung nach außen, sondern die Wirkung nach innen. Die Sclbstpriifung, die uns selbst von dem Schutt der nationalen Phrase befreit, und die gute Zionisten fragen läßt, was sie von alledem, was in ihren Worten war, in ihrem Leben wirklich gemacht haben. Wir wissen, daß nicht viele sind, die diese Prüfung bestehen; und wir sind weit entfernt davon, zu verurteilen oder unbarmherzigem Gericht das Wort zu reden, zumal da wir den nicht sehen, der das Recht hätte, den ersten Stein zu Nr. 29;jg werfen. Aber das Bewußtsein des Nicht-Erfiilltcn, die Unzufriedenheit, der bohrende Schmerz soll bleiben, jene große lici'igc Kraft, die allein eine Bewegung wie die unsere vorwärts treiben kann. Und nur sic wird dem Zionismus die Kraft geben, andere Menschen anzuzichcn, die sehen, daß liier mit letztem Ernst etwas Großes gcwollt wird. Unsere Hoffnung ist, daß neue Menschen in unsere Reihen kommen werden, die aus der Kraft ihres ursprünglichen Erlebnisses unsere Bewegung verstärken, sic vor Erstarrung bewahren und sie —■ zusammen mit uns — wieder mit aller Deutlichkeit hervortreten lassen als den organisierten Willen des jüdischen Volkes zur Freiheit seines Lebens. Robert Welt sc 11. Die Organisation Von N a 11 u m S o k o 1 o w. Die Zionistische' Organisation ist Herzls größtes Werk, Ohne Zionistische Organisation blieb alles ״Tohuwabohu", ־— Geist, über den Wasser schwebend. Ohne Zionistische Organisation wären wir hoffnungslos im Gedanklichen stecken geblieben. Die ״Chibalh Zion“ war ein fruchtbarer, dnnkenswerkr Versuch. Sic hat ihre Verdienste um die Schaffung des neuen jischuw. Dr. Pinskcr gab der nationalen Idee in bewundernswerter Argumentation eine wissenschaftliche Grundlage. Aber in einer Zeit der Drangsal, in einer krisenhaften Periode innerer Ohnmacht, noch ehe der Geist des Volkes erneut war, eine Organisation zu schaffen, die dem nationalen Willen eine weite, klare, politische Form verlieh; alle Energien und Strebungen in einem zusntnmenzufasseii; der Bewegung ein Programm und Gesetze zu geben, die die Erwählten des Volkes für sich selbst schufen, — das war das größte Ereignis in der Geschichte unsere« Volkes seit dem Beginn der Diaspora . . . licrzl war groß durch diese seine Schöpfung. Man kann Merz! bejahen oder verncinen, aber ihn bejahen, heißt die Zionistische Org a 11 i s a 11 0 11 bejahen. Aus einer doppelten Erkenntnis heraus haben wir die Zionistische Organisation geschaffen. Sic sollte erstens das notwendige Instrument darstcllen, mittels dessen wir die Kräfte des Volkes erwecken und binden und die erforderlicitcn Institutionen schaffen wollten. Sie sollte zweitens so vergrößert und erweitert werden, daß sie schließlich das ganze Volk selbst umfassen sollte. Alles, was in Erez- Israel durch uns geschaffen wurde, ir.t ein Werk der Orgaiiisation. Sie ist verantwortlich auch für alles, was schlecht ausgeführt oder unterlassen wurde. Und gerade hier, auch im Negativen, ist die Existenz der Organisation von wesentlieber Bedeutung: Es gibt eine Stelle, die verantwortlich gemacht werden kann. Alle unsere Institutionen, so wichtig sie an sich srtn mögen, würden auscinanderfaücn wie ein Haufen von Nüssen, gäbe es nicht eine, alle umfassende Organisation. Alle Mängel und Projekte, alle Verbcsscrungen und Ergänzungen, — sie können in Erscheinung nur treten, solange cs eine große Organisation gibt. Sie mag reich oder arm sein, stark oder schwach, — die Herren der Organisation, will sagen ihre Mitglieder, können und müssen sie bereichern, ausbaucn, verbessern. Das Ist eine Binsen- Wahrheit, aber sie allein reicht nicht aus. Oberste Pflicht jedes Mitgliedes der Organisation ist, die Zahl ihrer Mitglieder zu vermehren, und sie so ihrem letzten Ziel näher zu bringe«, wo sie alle Juden umfassen wird. Ist die Aufgabe schwer, so •wären wir doch keine Zionisten, wollten wir vor der Schwierigkeit zurückschrecken. Die äußeren Scliwicrigkeiten, die sich unserem Einfluß entziehen, sind noch größer. Aber wir werden ihrer in dein Maße Herr werden, wie wir die inneren Hcmmnissse überwinden: unsere Gleichgültigkeit und Nachlässigkeit. Es ist eine außenpolitische Notwendigkeit, daß wir mit Zahlen beweisen können, daß die sogenannte zionistische ״Partei“ die Mehrheit des jüdisehen Volkes in fester Organisation umfaßt. Je größer diese Zahlen, um so stärker unser moralischer Einfluß. Im Interesse einer nationalen Innenpolitik ist cs nicht minder wesentlieh, daß eine feste und geschlossene Front weithin sichtbar allen zeige, daß die Mehrheit unseres Volkes treu zur nationalen Fahne hält. Von Kongreß zu Kongreß muß sich die Zahl der Wähler verdreifachen und vervierfachen. Jene metcorliafte Begeisterung, die ln gewissen ZcUabsiäudcn Feiern und Versammlungen beherrscht, muß sich ln Scliekalhn unsetzen. All dies ist möglich, trotz aller Schwierigkeiten Die Bewältigung der Aufgabe ist lediglich chic Frage riehtiger Arbeitsökonomie: verwenden wir ein bißchen weniger Energie 1m tmuiit/c Innere Parteistreitlgkellcn und arbeiten wir anstatt dessen mit etwas mehr Eifer und Beharrlichkeit au der Vergrößerung der Organisation! Ein bißchen weniger an Extasc bei Feiern und Demonstrationen und etwas mehr an beflügeltem Eifer und praktischer Bcrech* nung in der Werbearbeit! Wir haben solange kein Recht, das Volk verantwortlich zu machen und mit ihm hart zu Gericht zu gehen, weil es den Zionismus hartnäckig ablchne, solange wir selbst unsere Zeit und Energie mit allerlei Streit und verschrobener Dialektik vergeuden, solange wir unseren Scharfsinn daran setzen, aufgeblähte Probleme zu erfinden und uns in allcrfcinstcn Theorien verlieren und darüber die einfache aber grundlegende Pflicht vergessen, die Or׳ ganisafion zu stärken. Jene kostbare urd einzigartige Erst■ lingsfruebt atis Herzls Zeit Ist noch nicht reif geworden. An uns ist es, sie zu pflegen und ihr Wachstum zu bc hüten. Wir leben in einer schweren Zeit. In den vergangenen Jahren versteckten sich unsere Gegner vor unseren politisehen Siegen, und ihre Anklagen verstummten angesichts der praktischen Leistungen palästinensischer Arbeit. Aber langsam kriechen sie wieder aus ihren Löchern hervor. Sie Die heutige Nummer der ״Jüd. Rundschau“ ist eine der Monat Ijar-Aktion gewidmete Doppel -׳N usnm e r. Die Dienstag-Ausgabe am 20, d.M. fällt aus. Die nächste Nummer erscheint Freitag, den 23. d. E< kämpfen nicht offen, wie ehedem, aber auf krummen r״ und Umwegen und mit Hintcilist erstreben Sjc jj. ׳'׳ Ziel: Vernichtung der hebräischen Kultur, Schw.-ichu!!' V'! Zionismus, Versenkung unseres Werkes im Schlamm AssimilationI Wir rufen nicht zum Kampf gegen s:״ Wohl alicr sind wir in solcher Zeit verpflichtet ל äs: Schwäche ein Ende zu bereiten. Wenn in solcher' Zeit''.' Bande reißen und die Mauer der Einigkeit birst . 1 '“,‘י, wir ziiinsscn, daß solches geschieht, so vcrsiitKli׳,fn"l": uns au unserem Volke, 60 verraten wir unsere i .y״lc "■ Unser Unglück ist das viele Thcorctisiercn, die ל, : tricheno innere Differenzierung der Organisation ',יל schwerem Herzen reiße ich den Schleier von diesen v"‘ fchlimgen herunter, aller Verhehlen hilft nichts. Es j,1 ללי wendig, die Ursachen einer Krankheit zu erkennen' "< inan sie mit der Wurzel ausrotten, ich bin sicher' ׳• unsere Organisation stark genug ist, eine solche 0!לן,״’מ durciizuniachcn. So stelle ich mir den Sinn des Organi^',?' monats vor: dieser Tage der Prüfung und Entscheid׳-! der Tage der ungeheuren begeisterten Anstrengung [f Monat ist vor allem ein eindringlicher Appell zur ו,ן,ל;ן^ Einigen wir uns, denn nationale Einigkeit ist der S!nn*V• Zionismus! Jeder, der seinem Volke verhaftet ist, (!Cr ל Land seiner Väter und die Sprache seines Volkes liebt ל! ist Zionist. Das ist der Stempel. des Zionismus, daß jc;C- Jude, der sich zu seinem Bunde zählt, Zeuge dessen ל! daß unser Volk zu vollem nationalem Leben auf/.uerste-'-•-1 beginnt. Jeder einzelne von uns hat der Zionsfalmc;׳J geschworen, seine ganze Kraft cinzusctzcn, sich selbst לי) seine Seele dem Zionismus zu opfern. Was aber de« ל)ןן sehen Zionismus aniangt: Wenn ein Jude sagt, manche tun, daß er Hcr/.l als Persönlichkeit hochscbäv aber dennoch nicht dem Bniide des Zionismus heitritt y hat er die Unwahrheit gesprochen, denn das wesentliche;> Herzls Lehen, das der Hochschätzung würdig ist, war t!x! die Schaffung der Zionistischen Organisation. Alles and«׳ war Nebensache. Alle i icrzlschcn Worte, Taten und Strebungen waren nichts als der Ruf an alle Juden, d״ Organisation beizutreten. Wenn Zionisten begeistert dt Gedächtnis Herzls feiern und nicht gleichzeitig alle Kwt einsetzen, um die Zionistische Organisation zu stärken 11:1 j zu festigen, so sind sic unwahrliaftig, denn Hcrzl bel4:!,| die ״Gemeinden zu erobern" und alle Juden unter der»{ nistisclicn Flagge zu sammeln. Ist etwas in der llcr/kcta; Politik da, das uns als Leitstern dienen kann, so ist n: dies: denjenigen, die die Politik führen, die Möglichkeit a | geben, im Namen einer weltumfassenden Organisation-‘ wenn schon nicht im Namen alicr Juden, so wenig!*:;! im Namen ihrer Mehrheit zu sprechen. Das war zu Bcgia der Zionistischen Organisation eine klare Wahrheit, eine wache und weckende, eine schöpferische und erneuernde, und cs; ist auch heute der einzige Weg für zionistische P05S, nach innen und nach außen. Wer also in der Tat an d״ Verwirklichung dieser Politik mitarbeiten will, darf sich nfe mit scharfsinnigen Ratschlägen auf dem Papier begnüg-, sondern er muß den schweren Weg betreten, den der Stärk־; der Organisation. Auf deinen P031011, Zionistische Org:־.• sation! Alle Bewegung und aller Geist ist wie eine Flame: die aus der Kohle bricht. Verlöscht die Kohle, so st'.:! die Flamme. Die Zionistische Organisation ist berufen, unser H::t in Palästina zu errichten. Andere mögen helfen, und «• wünschen, daß ihre Zahl wachse. Wir werden in Et«־ und Liehe alle diejenigen aufnehmen, die uns reinen Hcnr! und voll Opfcrwilligkcit cntgcgcnkommcn. Aber die traic Kraft liegt in der Zionistischen Organisation. Schwäch der Organisation bedeutet finanzielle Not, und, täuschen « uns nicht: es gibt keinen anderen realen Weg als in der Vergrößerung der Geldmittel und der Befricd'gung fe Bedürfnisse, die sich von Tag zu Tag mehren. Das afa sind einfache Dinge und meine Worte werden v ahrscheinlirfi die Erwartungen derjenigen enttäuschen, die?.1f literarische Effekte und geistreiche Worte hoffen. Abc das kümmert mich nicht. Diese Effekte sind nichts r 3 Literatur, ds Dialektik, als Nervenreiz. Wir haben damit nichts zu tim. Was müssen wir also tun? Wir müssen vor allem unsere Fehler wieder gutmaclien. Die Landesorganisationen müsse» neue Vereine gründen, sic müssen die alten beleben und stärken. Wir müssen die Zahl der Redner und Mahn«, die zur zionistischen Arbeit rufen, vermehren. Und müssen mehr sein als ״Redner", sic müssen Lehrer d« Volkes und ihre Führer auf dem national-zionistischen Weg( sein. Wir müssen Menschen für unsere Arbeit gcwiw'm die jung, produktiv, talentvoll und mit Wissen ausgeriirt;‘ sind. Wir müssen den Verbänden mit Lehrern und )׳' slruktoreii zu 1 Ulfe kommen. Wir niüsscii unseren Pn!ki־i die vollste Autonomie hinsichtlich ihrer besonderen Tcmü""' einriiumeii. Wir müssen alicr die gemeinsame Arbeit für sie <J Komitees konzentrieren, die aus allen Parteien auf föder,1t,v־: Grundlage gewählt werden: so werden wir ihnen in gleiches Maße Kräfte liefern, und Schaden bringende und die äuß«• Front gefährdende Reibungen verhindern. Wir müssen d“ hebräische Kultur, Sprache und Presse fördern. Wir mü»J) die Chaluzhcwcgung pflegen und sie in ihrer Vorbereitung urbeit und Entwicklung geistig und matcrieii fördern «>"; Das sind bloß die I iaiiptpuiiktc und man könnte!י®" mehr über sie sagen, Wichtig aber ist, daß sich in ״r ganzen zionistischen Welt ein machtvoller Wille dt1rc!1ri!V׳ unsere Organisation auszubauen. Wird dies geschehen, wird der Monat ljar 5ÖS6 ein Monat des Sieges wcrü:׳״ und für lange Zeiten wird seiner in der Geschichte 1״״ffff Renaissance gedacht werden. Enkel oder Ahnen? Die entscheidende Frage, die der Zionismus an das Ja*“' Volk stellt, lautet: Wollt ihr Enkel bleiben oder Aluien " den? Wollt ihr euch begnügen, schlecht und recht, ״ut einer großen Tradition zu sein, die Gedanken eurer VorB״״" zu kommentieren? Könnt ihr nicht vielmehr als Jt'd־ Mehrer werden der höchsten Güter der Menschheit und.cl1־ neue Welt mitscliaffeu helfen? Der Zionismus — er alle‘״ " ««zeigt, daß wir als Juden noch immer fähig PrlACotl/lile *»«« pnLnffn» r!\l I _ t. _ i. nrt . Erlösendes zu schaffen, der Menschheit neue Wege ״* tmgehobene Schätze in der Seele Israels ans Licht ״ dern, gebundene Kräfte zu befreien, die Gegenwart als ״ף Brücke zu bauen von fernster Vergangenheit zu spät״״., Zukunft. Wer leben will für unser Volk, erlösende Ar•״־ tur die Menschheit — der komme zu uns und trag“ Fackel 1 Wien, h, p, fihaj«8. ißt

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