Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 26-27 (9.4.1926)
- Date
- 1926-04-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 198 JUED1SCHE RUNDSCHAU Nr. 26/27 XXL Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Auszug aus den Wahlvorschriften (Vgl. Nr. 13 der ״J. R.“) 1. Das passive Wahlrecht zum Dclegiertentag sieht nur solchen Angehörigen der Zionistischen Vcreinigung für Deutschland zu, die ihre M a a s s e r p f 1 i c h t gegenüber dem Keren Hajessod erfüllt haben. Der Wall!Prüfungsausschuß ist berechtigt, von jedem Delegierten eine schriftliche Bestätigung des Keren Ha־ jessod zu verlangen, und verpflichtet, die Anerkennung des Mandats zu versagen, falls die Oberste Vertrauenskommissian des Keren Hajessod Einspruch erhebt. (Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß das Bureau der Z. V. f. D. auf Grund dieser Bestimmung die Namen aller als gewählt gemeldeten Delegierten zunächst dem Bureau des Keren Hajessod zwecks Acußcrung über die Erfüllung der Maasscrpflicht überweisen wird.) 2. Aktives Wahlrecht haben nur diejenigen Zionisten, die den Schekel für das laufende Jahr 5686, den Ortsgruppenbeitrag, sofern an ihrem Wohnort eine Ortsgruppe besteht, und den Landesbeitrag bzw. Zionistenstcucr, entrichtet haben. 3. Bei Bemessung der den Ortsgruppen zustehenden Mandate werden nur diejenigen Zionisten gerechnet, für die der Schekel für das Jahr 5686 und der Zionistensteuerbeitrag, bzw. Landesbeilrag, für das Jahr 1925 und für die erste Hälfte des Jahres 1926 in bar an die Z. V. f. D. vor Beginn der Wahlen, d. h. bis zum 30. April 1926, überwiesen ist. 4. Die Wahlen zum Delegiertentag sind nur gültig, wenn sie in den Tagen vom 2. bis 9. Mai einschließlich stattfinden. 5. Alle Ortsgruppen haben ihre Mitgll;derbsten mit genauer Adressenangabe der einzelnen Mitglieder vor Beginn der Wahlen, d. h. bis spätestens 30, April, an das Bureau der Z. V. f. D. einzusenden. 6. In Ortsgruppen, in denen laut Statut Verhältniswählen vorzunehmen sind, müssen die Wahlvorschläge bis spätestens 12. April cn die Ortswahlkommission eingereicht und von ihr bis spätestens 16. April in ortsüblicher Weise bekannt gemacht werden. 7. Sämtliche Wahlresultate müssen dem Bureau der Z. V. f. D. sofort nach Abschluß der Wah1׳n spätestens jedoch bis zum 14. Mai einschließlich, gemeldet werden. Das Präsidium der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Wahlen der Berliner Zionistischen Vereinigung (Vergleiche die Wahlbestimmungen der Z. V. f. D. in Nr. 13 der ״Jüdischen Rundschau‘־.) Die Wahlen zum Delegiertentag der Z. V. f. D. finden in Berlin nach dem Propornonalwahlsystem mit gebundenen Listen statt. Jeder Wahlvorschlag muß von mindestens 50 ortsansässi* gen Wählern unterzeichnet sein. Zur Leitung der Wahlen ist eine Orfswahlkommlssion 1ivt' 'bilden, ‘die’׳,aus VWHtftfrf' ‘älffer ‘iif den -Wä'lileif'betrfllitiÄ Gruppen nach Maßgabe Ihrer ungefähren Zahlenstärke besteht. Die Wahlvorschläge müssen an die Ortswahlkommission (Büro der B. Z. V., Meinekcstr, 10) bis spätestens 12. April eingereicht und von der Ortswahlkonunission in der Reihenfolge ihres Eingangs bis spätestens 16. April in ortsüblicher Weise bekanntgemacht werden. Die Verbindung von Wablvorschlägen muß der Ortswahikommission spätestens bis zum 21. April mitgeteilt und von der Ortswahlkoinmission bis spätestens 27. April auf ortsüblichem Wege bekanntgegeben werden. Die Wahlen in Berlin finden in der Woche vom 2. bis 9. Mai statt. Wahllokale werden noch bekanntgegeben. Schriftliche Wahl ist nicht zulässig. Eine Wählerkartothek liegt im Büro der B. Z. V. aus und ist täglich während der Bürostunden einzuschen. Proteste gegen die Anordnungen der Ortswahlkommission sind an den Bundesvorstand der Z. V. f. D. einzusenden. Proteste gegen die Art der Durchführung des Wahlaktes an einem Wahlorte oder gegen die Feststellung des Wahlergebnisses sind schriftlich an den Landesvorstand der Z. V. f. D. einzusenden. Jeder derartige Protest muß von mindestens 20 wahlberechtigten Mitgliedern unterzeichnet sein, deren genaue Adressen anzugeben sind. Der H י ti p t v 0 r s t ,1 n d der B. 7. V, Richard Lichtheim. Vierte Landeskonferenz des deutschen Hechalaz Am Sonnabend, den 10., Sonntag, den 11., und Montag, den 12. April findet in Berlin die •1. Landeskonferenz des deutschen Hechaluz statt. Die Konferenz, wird am Sonnabend, den 10., abends 8;,, Uhr, im Sitzungssaal der Repriisentantenversamm- Jung, Oranienburger Straße 29, eröffnet. Die Tagesordn 11 n g der Konferenz ist folgende: Sonnabend, den 10. April, abends TU Uhr: 1. Eröffnung und Begrüßung, 2. Referat über die gegenwärtige Lage und Aufgaben des Welt- Iteclialtiz im Anschluß an den Bericht über die Danziger Konferenz des Welthechaluz — Ascher. Sonntag, den 11. April, vorm, 9>g Uhr: 1. Bericht des Merkas, a) Oeneralbericht, Organisation und Alijalt — Lubinski, b) Firianzbericht — Asch e r, c) Hachscharah — Bochm, d) Miidchenarhcit ״- Erna Meyer he im, 2. Generaldebatte über das Referat von Ascher und über die Berichte, abends! Zusammensein mit den Vertretern der Ortspruppen, Sitzung des Permanenz,uisscluisses; Montag, den 12. April, vormittags 9>׳._* Uhr: 1. Das Weltbild des Chaluz — Lub i n s k 1, 2. Der Hechaluz in der zionistischen Gegenwart — B 0 c h m, 3. Aussprache, 4. Decharge, 5. Wahlen. — Gäste haben Zutritt. Jascha Cheil« in Palästina Der Dekan der Hebräischen Universität, Dr. Magncs, erhielt aus Italien von dem weltberühmten Geiger Jascha Cheifez ein Telegramm, in welchem sich Cheifez bereit erklärt, nach Palästina zu kommen und hier fünf Konzerte zu geben, deren gesamtes Einkommen der Förderung musi* ka lisch er Erziehung in Palästina gewidmet sein soll. Die Konzerte sollen zwischen 10. und 16. April stattfinden. Dr. Magncs nahm das Anerbieten des Künstlers mit Dank an und gründete ein Komitee zwecks Arrangement der fünf Chcifcz-Konzei tc, von denen zwei i!1 Jerusalem, zwei in Jaffa- Tcl-Awiw, eines in Haifa evtl, eines ira Lmek stnüümkn sollen. Der Schekelmonat der Zionistischen Organisation Im Monat I j a r setzen wir alle Kräfte ein, um im geistigen Kampfe die Macht der zionistischen Idee zu erweisen. ״Die jüdische Wirklichkeit“ wird das Thema unserer programmatischen Propagandgrcden sein. Unser Ziel ist die Sammlung der Zionisten, die innere Stärkung unserer Gesinnungsgenossen, die Vergrößerung der Zahl unserer Anhänger. Unsere Gegner vergleichen die Zahl der organisierten Zionisten mit der Zahl der in nichtziooistisehen Organisationen zusammengeschlossenen Juden. Mit Unrecht. Die zionistische Idee stellt große Anforderungen an ihre Träger, und auf Scharen ahnungsloser Mitläufer können und wollen wir nicht rechnen. Unser Streben, vollwertige Zionisten zu erziehen, hat immer viele unserer Anhänger dazu gebracht, die zahlenmäßige Stärke der Organisation für unerheblich zu halten; aber die Zahl der Schekel ist der sichtbare Ausdruck unserer Stärke. Wir müssen wissen, daß wir uns auf viele Tausende von Anh ä n g c r n stützen können. Von der Zahl der Schekel hängt unsere Vertretung auf dem zionistischen Kongreß ab. Wir machen cs jedem Zionisten zur Pflicht, im Schekelmonat mitzuarbeiten. Rundschreiben an Ortsgruppen und Vertrauensleute aller zionistischen Gruppierungen mit genauen Anweisungen für die praktische Durchführung der Schekelsammlung werden versandt Alle Mitglieder unserer Jugendorganisationen werden sich zur Verfügung stellen. Aul einer kraftvollen Organisation beruhen unsere Hoffnungen. Arbeitet für die Verbreitung des Zionismus! Werbet Schekclzahler im ״Monate der Zionistischen Organisation“! Schckelblocks sind versandt an folgende Orte: Aachen, Afföllebacli,'Odenwald, Ahlcn/Westf., Ahrweiler, Alienstein, Alsfeld, Altcnburg/Thiir., Andernach, Annen, Ansbuch, Arnstadt/Thiir., Ascharfenburg, Aschersleben, Augsburg, Auricb/Ostfriesland, Baden-Baden, Bamberg, Barmen, Bauchem, Bayreuth, Beckum Westf., Bergzabern/Pfalz, Berlin, Bernburg, Betzenrood, Bonn, Betithen, Bielefeld, Birkenteid, Bochum, Bottrop, Brandenburg, Braunschweig־'Wolfcnbüttel, Breisach, Bremen, Bremerhafen, Breslau, Brieg, Bruchsal, Buchau/Federsce, Bucr/Westf,, Bunde Ostfricsland, Bunzlau, Bütow, Cassel, Castrop, Celle, Chemnitz, Cobienz, Cöln, Corbach/Waldeck, Coethen, Cosel, Cottbus, Crailsheim, Crefeld, Darmstadt, Dessau, Detmold, Dt.-Eylau, Diepholz, Dillingen, Dorudorf, Dornum/Ostfricsland, Dortmund, Dramburg," Dresden, Duisburg, Duisburg-Ruhrort, Düren, Bad Dürkheim, Düsseldorf, Eicltstetten, Eisenach, Elberfeld, Elbing, Emden, Enpingen, Erturt, Erlangen, Eschwege, Eschwciler, Essen, Eydtkuhnen, Fischbach D. Augsburg, Flamersheim, Flehmingen, Flieden b. Fulda, Floß b. weiden, Forst/Lausitz, Frankenberg/Eder, Frankfurt a. M., Franfurt a. O., Fraustadt, Freiburg, Freudenberg, Friedbcrg-Nauheim, Fulda, Fürth, Gailingen, Gardelegen, Geestemünde, Geilenkirchen, Geisa, Gelsenkirchen-Wanne, Gera/Reuß, Gießen, Gladbeck, Glatz, Gleiwitz, Glogau, Gom? mersheim Pfalz, Göppingen, Görlitz, Gotha, Göttingen, Grevenbroicli, Gronau, Groß-Strenlitz, Guben, Gumbinnen, Gunzenhausen, Güstrow, Ciuttstadt, Hagen, Haigerloch, Hainichen/ Sachsen, Halbe/Mark, Halberstadt, Halle, Hamborn, Hamburg, Hameln, Hamm, Hanau/Main, Hannover, Hattingen/Ruhr, HecMgeea«,, Hödelterg, 0611^»|01111י^ן!ןז Herlespiusen» - -Heroe/We«ff,,:. JJepifeM,«.• Und»,•. .,FltttfÄni, Hindchburg, Hirschberg/ScHfes., HÖrde׳Wcstf., Hof/Bäferh, Hohenlimburg, Homberg/Hessen, Hombricli, Homburg, Floppstädten b. Trier, Horst-Einsehen, Ichenhausen, Ihringen, Bcz. Mannheim, Ilmenau, IIsenburg, Insterburg, Jauer, Jena, Jeßnitz, Johannisburg, Jülich, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kehl/Baden, Kempen, Kiel, Kinpenheim/Badöt, KlZcIihain׳ b. Cnsäel, Kircliheini-Teck, Kirn/Nahe, Kissingen, Kitzingen, Klein-Heubach, Kolberg, Königsberg, Konstanz, Krumbach,Schwaben, Kudowa, Kiinzclsau, Lampertheim, Landau/Pfalz, Landsbcrg/W., Landenbach, Lehe/Hannover, Leipzig, Liebstadt/Ostpr., Liegnitz, Limburg/Lahn, Lotzen, Lörrach, Lübbecke, Lübeck, Luckenwalde, Ludwigshafen, Ludwigshorst, Lüneburg, Lyclc, Magdeburg, Mainz, Mannheim, Mappach/Baden, Marburg, Marggrabowa, Marienwerder, Mayen/Rh., Mechthfkishausen, Mehlsack, Meimbressen, Meiningen, Mellrichstadt, Melsungen, Memmingen/ Allgäu, Menden, Mergentheim, Mera'g, Muitsch, Miltenberg, Minden, Möekmühl, Mühlhausen, Miijjheitn/Rufir, Mönchen, München-Gladbach, Münster, Namslau, Naugard, Neckarau, Neiße, Neutershausen, Neuenahr, Neuß, Neustadt/Hardt, Neu- Stettin, Neuwied, Nieder-Walluf, Nienburg/Weser, Nordenhamm/Oldbg., Nordhausen, Nördlingcn, Nürnberg, Oberhausen, Oberzissen/Brohtal, Bad Oeynhausen, Oehringen, Oels, Offenbach, Offenburg, Oldenburg, Oppeln. Ortelsburg, Osnabrück, Osterfeld, Osterode, Paderborn, Pasewalk, Passau, eine/ Hannover, Preiskretscham, Pfarrkirchen, Pforzheim, Pirmasens, Pitschen O/S, Plauen, Prostken, Pyritz/Pommern, Quedlinburg, Rastatt b. Karlsruhe, Ratibor, Recklingshausen, Rees, Regensbarg, Reichenbach/Schles., Reichensadhsen, Remscheid, Rexingen, Rheda, Rheinbischofsheim, Rostock, RiiJsfieim/Pfalz, Rüstringen, Saalfekl, Saarbrücken, Saarlouis, Salzbrunn, Salzuflen, Schenklengsfeld, Schivclbein, Schlüchtern, Schneidemühl, Schönhagen/Mark, Schönlanke, Schwab. Gmünd, Sdnväb.. Hall, Schwarmstedt, Schweidnitz, Schwedt, Schweinfurt, Segeberg, Selm-Bfg./Westf., Selters, Sensburg, Siegburg, Soest, Solingen, Sondershausen, Sontra, Spandau, Spangenberg, Speyer, Suhl/ Thüringen, St. Ingberg/Saar, Stargard, Staßfurth-Lcopoldshall, Steele, Stendal, Stcrkradc, Stettin, Stolp, Stralsund, Strehlen, Stuttgart, Tauberbiscliofsheim, Teterow, Thale, Thollcy, Tiefenort, Tilsit, Traben-Trarbach, Trachcnberg; Trier, Ulm, Unna, Uerdingen, Varel, Verne b. Saltkotten, Viersen/RlikL, Waidenburg/Schles., Waltershausen/Thür., Wattenscheid, Weikersheim, Weil im Dorf, Weilburg, Weimar, Wierden, Wertheim b. Mannheim, Wesermünde, Westerburg, Wetzlar, Wiesbaden, Wilhelmshaven, Zwickau. Witten, WoUenbüttcl, .Worms, Würzburg, Die Berner Universität Wr die Jerusalemer Inivfrsllälsbibliolhek In Bern hat sich ein Ausschuß von Professoren der evangelisch-theologischen, katholisch-theologischen, juristischen, medizinischen, veterinär-mediziniscjien und der beiden philosophischen Fakultäten auf Anregung einer Gruppe jüdischer Studenten gebildet, welche an die Professoren und Studenten mit dem Ersuchen nerantrat, Bücher für die Bibliothek der lernsalemer Universität z<1 stiften. Diese Sammlung wurde durch den Professor der juristischen Fakultät, Herrn Hans Fehr, dem Dekan der juristischen Fakultät offizieil vor dem Professorensenat vertreten, und auf dessen Antrag wandte sich das Rektorat mit eifern besonderen Rundschreiben an alle Professoren und Dozenten. f Die ' auf diese weise gcsammelten Bücher werden im juristischen Seminar, in welchem durch Intervention von Professor Fehr Räume zur, Verfügung gestellt wurden, auf bewahrt Die Sammlung umfaßt Bücher, Dissertationen und Abonnements auf Zeit eil i tcu, welche d rc'i die. Professoren redigiert werden. Der Rektor der Universität Bern, Professor Doktor F. S t h w e 11 d i tu;1 n 1!, hat der Aktion seiuc besondere Förderung zuteil werden lassen.; Das liberale Kriegsbeil Die , ,J ü d i s c h -1 i b e r a 1 e Zeitung“ in Berlin, die stets das allergrößte Gewicht darauf gelegt hat, weder mit der C. V.-Zeitung noch mit dem Mitteilungsblatt des Vcrbandes der nationaldcutschrn Juden in eine Reihe gestellt zu werden, hat vor einigen Wochen ihr antizianistischcs Kriegsbeil ausgegraben und sich aktiv in die breite antizionistische Front der Assimilation gestellt. Was den letzten Anlall für die Jüdisch-Liberalen gebildet hat, die Mördergrube ihres Herzens aufzudecken und in das allgemeine Gebrüll gegen den Zionismus die liberale Note zu tragen, ist nicht ganz klar. Soll es eine Projektion der Berliner Kehilla-Poditik auf die gesamtweltliche jüdische Front darstellen? Ist die Er* klärung der Mitglieder der Jüdischen Volkspartci in Berlin gegen die liberalen Praktiken in der Berliner jüdischen Gemeindestube das auslösende Moment gewesen? Immerhin: Der Text und die Melodie der antizionistischen Angriffe in der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“ sind nicht neu. All das und auf demselben geistigen Niveau war schon bei Naumann zu lesen und wurde schon von Herrn Peipcr gesagt. li! der ״Jüdisch-liberalen Zeitung“ sind die vorgebrachten Argumente und angeführten angeblichen Daten kaum von dem unterschieden, was Herr Naumann nach dem XIV. Zionistenkongreß in der Berliner Börsenzeitung zu sagen wußte und was Herr Pciper in Versammlungen als ״Wahrheit über Palästina“ berichtet hat. Der liberale Peipcr nennt sich ״Joachi m Fische r“. Die Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten in Palästina werden und wurden von uns nie geleugnet. Wer sich darüber informieren will, lese u. a. die ״Jüdische Rundschau“. Wir sind die letzten, die die Schwere des wirtschaftlichen und politischen Problems beim Aufbau Erez-Fsracls leugnen. Diese von uns seit jeher beobachtete Haltung gibt uns "darum das Recht, auf die in scheinheiligem Tone gehaltenen, unter der Plakatschrift-Schlagzeilc ״Die Palästina-Krise“ erschienenen, Ausführungen des Herrn L. Wolf und auf das dilettantische Geschreibe des Herrn Joachim Fischer nicht cinzugehen. Man kann sich nur mit ernsten FJnwänden und von Wahrheitsliebe getragenen Darstellungen auseinandersetzen. Mit Aufsätzen, die nur darum geschrieben wurden, weil prozionistische Aufsätze von derselben Feder keinen Absatz fanden (ich schreibe rechts, ich schreibe links, «Jena ich bin objektiv), kann man sich nicht beschäftigen. Wer am Wege baut, der hat viele Meister. Aus diesem Grunde kann man natürlich den Liberalen nicht das Recht der Kritik an allgemein jüdischen Dingen und auch am Zionismus absprechen. Aber eine Frage sei doch gestattet: Wann und in welchem Maße haben die Liberalen mit Herz und mit Mitteln zur Lösung von allgemein jüdischen Pro- Meinen beigetragen, als daß sie sich anmaßen dürften, von oben herab Kritik zu üben, wiewohl sie noch nie versucht haben, die Dinge besser oder überhaupt zu machen. ״l’Univers Israflite“, das Blatt der fraa;ösi« sehen liberalen Juden, beschäftigt sich in derselben Woche wie die ״Jüdisch-Liberale Zeitung“ auch mit Palästina. Die französisch-jüdischen Assimilanten sind sicherlich vom Bewußtsein der Zugehörigkeit zu einem jüdischen Volkstum ebenso weit entfernt wie die jüdisch-liberalen Assimilanten in Deutschland. In jüdisch-politischen Dingen haben sie aber doch mehr Takt als ihre deutschen Gesinnungsgenossen. Darum nahmen sie die Peßachtage zum Anlaß, um im Namen des französischen Oberrabbiners und des französischen Rabbinats an die französischen Juden eine Bot? s? h.af.t ,ztt,. richte(».- in, -der,;.sie die .JfTüi'Meruhg des - Äufjpi? «rlfet'ft '•paiäirtfi#•.. empfehle«, ,<fi« Liberalen sind - sfeh der Schwierigkeiten des Werkes!, in Palästina bewußt. Sie faseln jedoch nicht von einer Palästina- Krise, sondern schreiben: ״Wenn es jemanden gäbt, der sich wegen des neuen Palästina beunruhigt, dann gibt es für ihn nur ein Mittel, auf die Menschen uud die Verhältnisse einzuwirken: ära gemeinsamen jüdischen Werke mitzuarbeiten, dessen Mißerfolg eine Katastrophe und eine Schande wäre.“ Um wjevicles sind doch die sonst wirklich nicht illustergültigen französisch-jüdischen Assimilanten klüger und i!1stinktsichercr als die Assimilanten bei uns! M. W. Jfldlsth-soziale Woche Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen luden veranstaltet ihre Hauptversammlung vom 6. ois 8. Juni 1936 im Anschluß an die Gesolei (Ausstellung für Gesundheitspflege, Soziale Fürsorge und Leibesübungen) in Düsseldorf. Als Programm sollen folgende Themen zur Behandlung gelangen: Am Sonntag, den 6. Juni: ״Jüdische Bevölkerungsproblemc in Deutschland“, ״Die geistigen Grundfagen der jüdischen Wohlfahrtspflege“; am Montag,, den 7. Juni werden nach einem Ueberblick über die Entwicklung der jüdischen Wohlfahrtspflege ira letzten Jahrzehnt die gegenwärtig aktuellen Fragen aus dem Gebiet der jüdischen Jugend- Wohlfahrt, der Gesundheitsfürsorge und der Wirtschaftsfürsorge behandelt werden. Ira Anschluß daran findet eine Führung durch die Ausstellung statt. Eine Reihe anderer jüdischer Wohlfahrtsorganisationen (der jüdische Frauenbund, der Bund der jüdischen Kranken- und Pflegeanstalteu Deutschlands, die Hauptstelle für Wanderfürsorge und Arbeitsnachweise und der Verein der Leiter und Leiterinnen jüdischer Erziehungsanstalten Deutschlands) beabsichtigen ebenfalls, ihre Jahresversammlungen um diese Zeit in Düsseldorf stattfinden zu lassen. Es ist anzunehmen, daß auch andere Organisationen im Rahmen der jüdisch-sozialen Woche ihre Versammlungen abhalten. Nähere Mitteilungen werden rechtzeitig bekannt gegeben. Anmeldungen für die Tagungen' werden schon jetzt an die Geschäftsstelle der •Zentr^hvohlfahrtsstelle Berlin C 2, Roseustr. 2 4, erbeten. Druckfehlerberichtigung. In dein Berichte unseres Korrespondentep. über die Konferenz der Allgemeinen Zionisten in Polen in Nr. 23 unseres Blattes (vom 23. 3. d. J.) haben sich zwei sjanstörende Druckfehler eingeschlichen. Seite 1, Spalte 3, Zeile 9 soll es heißen statt ״Pro- 10 k o 11 k u n d g e b u 11 g“ — ״Protcstkundgcbun g“. — Ebendort, Z. 5S u. folg, statt ״... wenn Senator Brande, ehern. Mitglied der ,jüdischen Delegation bei der Friedens- Konferenz, erklärt, Polen sei kein Nationalstaat, und diese Theorie *ei du Unglück für die polnischen Juden . . ,“ -!יי soll es Beißen: . wenn Senator Brande, chcm.. Mitgiied der jüdischen Delegation bei der Friedenskonferenz, erklärt, Polen sei e i n Nationalstaat und die Theorie vom polnischen . Nationalitätcnstaate sei ein Ihiglück für die polnische!( Juden . . .“ Vor den Feiertagen verstarb Rabbiner Dr. A. Cohn, der der erste Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Basel gewesen war. Vor weniger als einem Jahre trat Dr. Cohn nach 4Öjäl1riger Tätigkeit vom Rabbineramt zurück. Dr. Cohn hat bekanntlich den ersten Zionistenkongreß in Basel begrüßt. Nr. Di Di Teile, mit de raten ׳ der si< raten ״Gram Refera gung. grundl sichert der 61 an de ligtcn, ristiscl rate g Wesen tiertc über 1 Chaluz bildunj gruppt Anspri Charal es wie der cl mit sic der \A ihre K tiefstei Di der Pi sowie sich, \ pausen abend deren Ausscl Asche! und 1 Der G renz u diskuti eingeb liehe t: ieren; Frage 1 in diei Hecha Zionis der p betont entsch und b in Kit Die Ri artige, greifet tionski Reisne finden, feftÄt mehr 1 schäfti und G tion, \ damit beschl! höri! sollten hörigk nen di kas iil Beratu Sc Meines zwei s Verbal nisatio der O Die Fi erzieh( inncrhi samten organi: einzeln gelang rungcr sicher. speziel organi gestalt schein! Hazair die g< spezifi: der Fi Es wt nur al ziehur Gordo bliebe! wohl « Ai iungna H ecf wohl komm! vornht Regelt zu de Stelfur hcchal sischei Hecha Konfc! Hecha war e klar, d rim u die fo benom luiig gehabt Sachen herein auch Konfci daß 2 anschT Ische