Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 22 (19.3.1926)
- Date
- 1926-03-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr 22 Nr. 22 t: Seite!62 verstärken, so müßte ein Weg gefunden werden, um den Juden den Eintritt in die Polizei zu erleichtern. Sollte eine Verbesserung der Bedingungen nicht sofort zu erzielen sein, so müssen wir von den jüdischen Gen• dartnen das Opfer verlangen, trotzdem in die Polizei einzutreten, sofern kein anderer Ausweg gegeben ist. Die jüdische Sache hat von anderen Teilen des Jischmv, z. B. von den Arbeitern, schon schwerere Opfer gefordert. In dieser Richtung hätte die jüdische Oeffentlichkeit und der Waad Leumi anläßlich der geschaffenen Lage seinen Einfluß aufbieten müssen. Statt dessen ist der Waad Leumi der Hypnose des Augenblicks erlegen und hat sich von den Revisionisten überrumpeln lassen. Er hat die Forderung aufgestellt, nach Analogie der ״arabischen Legion“ nun auch eine jüdische Legion zu schaffen. Bei der Begründung dieser Forderung wird immer wieder an die Vorgänge des Jahres 1921 erinnert und die Notwendigkeit eines Schutzes für jüdisches Leben und Eigentum betont. Diese Begründung erscheint uns jedoch falsch. Denn wenn ~ was ja überdies weniger als wahrscheinlich ist — ein jüdisches Grenzkorps neben den beiden geplanten nichtjüdischen gebildet wird, so wird es ebenso wie diese an der Grenze, irgendwo am Rande der gegen etwaige Wahabiteneinfälle zu verteidigenden Wüste, postiert sein. Sollten sich Unruhen im Lande ereignen, so wird die jüdische Legion nur auf englisches Kommando ihre Station verlassen und zum Schutze der Juden kommen dürfen. Tut sie es ohne Kommando, so ist das Meuterei. Gerade die Erinnerung an 1921 sollte unsere Legionisten eines besseren belehren. Denn damals bestand noch die jüdische Legion, sie durfte jedoch nicht eingreifen, und die Offiziere, die es dennoch versuchten, wurden gemaßregelt. Es ist also eine Demagogie, wenn man, die Schaffung des arabischen Grenzkorps ausnützend, von einer Gefährdung der Sicherheit im Lande spricht und der Judenschaft innerhalb und außerhalb Palästinas das Gruseln beibringt. Denn daß eine jüdische Legion geschaffen werden könnte, der offiziell die Aufrechterhaltung der Ruhe im Lande übertragen wird, das glauben die Revisionisten wohl selber nicht. Durch ihre Agitation wird große Verwirrung in die jüdische öffentliche Meinung hineingetragen und insbesondere in der Jugend eine Verwilderung erzeugt, die sehr bedauerlich ist. Es ist gewiß eine Frage der höchsten Verantwortlichkeit, für ausreichenden Schutz der Ruhe in Palästina zu sorgen und die erforderlichen Maßnahmen müssen einerseits von der Regierung, andererseits aber auch von den zuständigen jüdischen Instanzen gewissenhaft geprüft und sachgemäß entschieden werden. Niemand wird in solchen Fragen des Lebens sich von Doktrinarismus leiten lassen Aber diese Sache zum Gegenstand öffentlicher Agitation, der Erhitzung der Gemüter durch marktschreierische Aufrufe wdnuig1 Im Lahie nicht fördert. sondern -gefährdet Wir hoffen, daß durch entsprechende neue Ver- Ordnungen der Regierung dieser bedauerliche Konflikt- Stoff so schnell als möglich aus der Welt geschaffen wird. Sache der Zionistischen Exekutive und des Waad Leumi Ist es, gegen jede Beugung jüdischer Rechte auf der!Wacht zu stehen, zugleich jedoch die jüdische Meinung politisch zu führen und nicht sich selbst von Stimmungen zu illusionären Forderungen hinreißen zu lassen. Vielleicht wird die Ankunft Dr. Weizmanns in Palästina der Austragung dieser Sache förderlich sein. * Die entscheidende Frage für unsere Stellung im Lande ist die Verstärkung und Beschleunigung unserer Ökonomischen Arbeit. Die vierte Aiijah, die trotz mancher Einwendungen, die gegen ihre Auswüchse erhoben werden mußten, viel Leben ins Land gebracht hat, ist aus äußeren Gründen beinahe zum Stillstand gekommen. Manche Gründungen sind mißglückt, viele sind doch geblieben und entwickeln sich. Die Nachricht, daß die Seidenfabrik von Delfiner in Tel-Awiw ihre Arbeit wieder aufnehmen wird, wird allenthalben in der zio- «istischen Welt mit Genugtuung begrüßt werden. Dennoch hat sich in der letzten Zeit, gerade auf Grund der Erfahrungen, die Anschauung wieder befestigt, daß die Basis unserer ganzen Arbeit die Landwirtschaft sein muß. Ueber die Fortschritte, die unsere Landwirtschaft )auch in wirtschaftlicher Beziehung macht, geben die Verhandlungen der landwirtschaftlichen Arbeitcrkonferenz, die kürzlich in Haifa tagte, einen Begriff. Auch die guten Resultate des Orangenverkaufs in den letzten Jahren zeigen immer deutlicher, daß die Jaffaorange eine der bedeutendsten ökonomischen Säulen des Landes Ist Wir müssen uns aber bewußt sein, daß unsere Tätigkeit auf kolonisatorischem Gebiete, so schöne Teilresultate sie auch erzielen mag, unvollkommen und ungenügend bleiben muß, solange nicht große Kapitalien zur Verfügung stehen, die eine planmäßige Arbeit auf mehrere Jahre hinaus gestatten. Die Frage einer jüdischen Anleihe — nicht zu verwechseln mit der geplanten Staatsanleihe der Palästina-Regierung — rückt daher immer wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Die Forderung, die Möglichkeiten einer jüdischen Anleihe zu untersuchen und entsprechende Schritte einzuleiten, wurde bekanntlich vor einigen Jahren zuerst von Arlosoroff in seinem Buche ״Die Finanzpolitik der Jewish Agency“ erhoben. Anfangs fand sie wenig Widerhall, obwohl Arlosoroff mit großer Energie bei allen Tagungen für sie eintrat. In der letzten Zeit hat sich dies geändert. Das Problem der Anleihe ist zumindest zum Gegenstand der Diskussion geworden. Die Jabotinsky-Gruppe, die ein gutes Gefühl für in der Luft liegende Forderungen hat und sic ihren Parteizwecken zunutze zu machen sucht, hat die Anleihe in ihr Programm aufgenommen. Vor kurzem hat Robert Stricker in der ״Morgenzeitung“ die Anleihe als das nächste politische Ziel des Zionismus bezeichnet und es hat sich eine Diskussion in dem genannten Blatt nicht mehr über das Ob, sondern nur über das Wie der Durchführung entsponnen. Der XIV. Kongreß hat bekanntlich eine Kommission zum Studium der Frage eingesetzt, nachdem auf dem Kongreß Ruppin ein Projekt vorgelegt hatte. Und vor einigen Wochen ging die Nachricht durch die Presse, daß Henry Mergenthau, der bekanntlich als Kommissar des Völkerbundes die mit Hilfe einer Völkerbunds-Anleihe durchgeführte Repatriierung der aus der Türkei vertriebenen Griechen überwacht hat, sich während seines Aufenthaltes in Palästina geäußert habe, man müsse eine jüdische Anleihe von 50 Millionen Dollar für das Palästinawerk zu bekommen suchen. Wir wissen nicht, ob es sich hier um eine seriöse Nachricht handelt oder um eine der vielen Falschmeldungen, die leider unsere jüdische Welt so durchschwirren, als wären wir bereits eine Großmacht, bei der sich Börsen-Manöver rentieren. Morgenthau ist wohl inzwischen nach Amerika zurückgekehrt und man hat von seinen Plänen nichts weiter gehört Aber das Problem selbst dürfte nicht mehr von der Tagesordnung verschwinden. Es ist nicht nur ein Thema für Diskutierklubs, sondern vor allem für praktische Sondierung. Vor acht Jahren haben die Völker die Verwirklichung des Zionismus beschlossen, um die die ganze Weit bedrückende Judenfrage zu lösen. Die Juden haben gezeigt, was sie leisten können und wie ernst es ihnen mit der Durchführung ist Auch die Last der Anleihe werden vor allem die Juden selbst tragen. Aber der Völkerbund muß helfen, er muß ein aktives Interesse bekunden, sonst wird die Sache ungebührlich erschwert Diese Hilfe muß das nächste Ziel unserer politischen Arbeit sein. Es wird langwierig sein, es zu erreichen, aber der Weg muß beschritten werden. Wir hoffen bald von der Arbeit des vor sieben Monaten eingesetzten Komitees etwas zu hören. » Die Arbeit in Palästina ist durch die Unsicherheit der Geldeingänge außerordentlich erschwert Es ist unseren Lesern nicht entgangen, daß seit dem Kongreß der Keren Hajessod allmonatlich nur etwas über 30 000 Pfund nach Palästina senden konnte, während das Budget rund 50000 Pfund beträgt. Der Ausfall beträgt also in fünf Monaten fast 100000 Pfund. Die Folge davon sind Schwierigkeiten an allen Stellen. Nun kommt aus London die angenehme Nachricht, daß im Monat März sich die Lage erheblich gebessert hat Die Früchte der großen Palästina-Aktion in Amerika zeigen sieb bereits. Amerika hat für diesen Monat eine Sonder-Ueberweisung angets ausgieichcn wird. Ferner hat die südafrikanische Zionistische Organisation eine Ueberweisung von 7500 Pfund als Vorschuß auf die dort geplante Keren Hajessod-Kampagne gemacht Die zahlenmäßig schwache Judenheit Südafrikas gehört zu den besten und treuesten Freunden des Palästina-Werkes. Südafrika ist das Land mit der relativ größten Zahl von Schekelzahlern. Man bann sagen, daß praktisch das ganze südafrikanische Judentum zionistisch ist. Die Zionisten der europäischen Lander, die gegenwärtig wegen der schweren ökonomischen Krise nicht imstande sind, für die zionistischen Fonds in dem Maße, wie sie selbst wünschten, beizutragen, wissen die stets zu großen Leistungen bereite zionistische Energie der südafrikanischen Freunde dankbar zu würdigen. Aber nicht nur der Keren Hajessod hat eine lau* fende Verpflichtung auf Grund des Palästina-Budgets zu erfüllen, sondern auch an den Jüdischen Nationalfonds sind in diesem Jahre besonders hohe Anforderungen gestellt. Der Nationalfonds hat für die großen Käufe der letzten Jahre Verpflichtungen übernommen, von denen bis zum Herbst dieses Jahres nach einer Mitteilung des Hauptbüros ca. 350 000 £ fällig werden. Der N.-F. konnte derartige Verbindlichkeiten eingehen, weil der große Aufschwung seiner Einnahmen im letzten Jahre, insbesondere die Nachwirkungen der Europareise Ussischkins, die Aussichten für dieses Jahr sehr günstig erscheinen ließen. Nun hat die Wirtschaftskrise in Polen und Deutschland leider auch auf den N.-F. zurückgewirkt. Der Ernst der dadurch entstandenen Situation darf nicht unterschätzt werden. Die wichtigste Grundlage unserer Kolonisation ist der nationale Boden. Gerade die heutige Wirtschaftslage, die die Leistung größerer Beiträge dem einzelnen oft schwer macht, bietet eine Chance für die Sammlung kleiner Beiträge. Die Popularität des N.-F. beruhte stets darauf, daß er an die breiten Massen appelliert, auch die kleinste Gabe schätzt und die geradezu symbolhafte Funktion hat, bei allen Gelegenheiten des persönlichen Lebens die Mahnung des nationalen Gewissens zu sein. Der Verpflichtungen des N.-F. und neue Bodenenverbungen können nur dann erfüllt werden, wenn alle Freunde Palästinas stets an ihn denken und sich mit Eifer der täglichen Kleinarbeit in seinem Dienste widmen. Fftni Jahre Keren Balessed Das Hauptbüro des Keren Hajessod teilt mit, daß aus Anlaß des fünften Jahrestages der Gründung des Keren Hajessod in vielen Ländern Vorbereitungen getroffen werden, um den Tag festlich zu begehen und zu gesteigerten Aktionen für den Keren Hajessod auszunutzen. — Die Gründung des Keren Hajessod wurde bekanntlich von der• Londoner Konferenz des Jahres 1920 beschlossen: seine Funktionen begannen am 1. April 1921. Die Bedeutung der Haoptversammimtfl des C. V Von Fritz Foerder (Reichenbach L Schl.) Obwohl wir den Gegenstand bereits wiederholt! behandelt haben, glauben wir, daß die uns zugegangen«! Ausführungen eines Mitgliedes des C.-V. für u»| sere Leser interessant sein werden. Red. V In diesen Spalten ist bereits auf den merkwürdigen Zufall hlngcwiesen worden, daß im Abstand von nur drei Tage!l an dem gleichen Ort, dem ehemaligen Preußischen Herrenhaus] in Berlin, die Kundgebung des Keren Hajessod und die Haupt | ln die der Geldkn Intermezzo Jahres. Ab durch die Versammlung des Central-Vereins stattgefunden haben. DiJund konzen Ereignisse sind bekannt Es erhebt sich nun die Frage, weicht! Bedeutung den Verhandlungen der Hauptversammlung des! C.-V. zukommt, eine Frage, die nicht nur die Mitglieder des! C.-V., sondern gerade die Allgemeinheit des deutschen! Judentums interessiert Die ״Aufwertung“ der Resolution von 1921 war keineI glückliche Tat. Denn sie gibt im Grunde genommen wiederum( nicht die kristallklare Formulierung der Stellung des C.-V,[ zum Keren Hajessod, sondern läßt weiter der Schaukelpolitik! Tür und Tor offen. Rein formell könnte man schon entwenden,[ schien eine Tage depla puritn und verlangt je ®erklingen Es wirc Meinung la Zeiten hinfil aber es isl die sich so daß die Not des Jahres 1921 nicht mit 100«/o aufgewertet | ®istischcrcn I macht. Vo: Reiten kam gelungen, t fetäheiejchti wie eine t werden darf. Und selbst wenn man es tut, kann man doch nur sagen: Geben lernt man am Geben, also hier und dt Aber es ist nicht gut, gerade hier an äußeren Merkmalen haften zu bleiben, wenn auch die Feststellung verlock endige güten ( erscheint, daß der C.-V. der Förderung des Krim-Projektsl Entspannun von sich aus gleichfalls das Grab gegraben hat, — es st||der Untern denn, daß sich nicht wieder ein Türchen findet Und dles| Dschedro, 1 findet sich ja stets. So erklärte der verantwortliche Leiter des C.-V״ Herr[ arbeiten, di Dr. Holländer, in seinem Geschäftsbericht, daß es den[nungen aut Mitgliedern des C.-V. unbenommen bleibt für den Keren[Pläne. Der Hajessod Geld zu geben oder nicht Das ist also, wie auch[ k o n z e s s i schon im Jahre 1921, die Auslegung der aufgewerteten Reso•[ heben, weil lution. Und was tut die Vereinsleitung? Sie versendet vor[ des Landes der Hauptversammlung an die Ortegruppen und, falls sich[ sich bekann Mitglieder dafür interessieren, auch an diese du Rundschreiben,[ ist es mit das klipp und klar eine Warnung vor dem Keren Hajessod[ leichterunge enthält. Warum nimmt man nicht die Gelegenheit einer Haupt•[ beträchtlich! Versammlung wahr, um nun von sichtbarer Stelle aus und inj Nord Viertels aller Oeffentlichkeit den Warnungsruf zu crh.bcu? An*[in Aussicht, träge, die darauf hinausgingen, die Vereinsmitgiieder vor der[ Winter gek! Unterstützung des Keren Hajessod zu warnen, lagen vor,[noch weit. Sollte wirklich keiner die so einfache Formulierung haben[wieder einn finden können: Der C.-V. spricht sich gegen eine Unter•■ kraft zusta Stützung des Keren Hajessod aus und wünscht, daß seine! »n die Seit Mitglieder diesem keine Gelder zufließen lassen? JHilfskasse Die Berliner Leitung des C.-V. weiß sehr gut, weshalb siel Erfahrungei solche Anträge nicht zur Abstimmung kommen läßt Denn|’fsen,n’lt. ' es ist ihr bekannt, daß die 18 Stimmen, die sich diesmal[ “er •Arbe1.\ gegen die Resolution gefunden haben, — ganz abgesehen von[durcngescnl den Unentschlossenen, die sich der Stimme enthielten ~״ ן einen weit größeren Prozentsatz von Mitgliedern vertreten,[wu^e’ J““ als es bei einer Delegiertenzahi von 400 Personen der Fa1j[®uBte־ kos zu sein scheint. Der C.-V. sollte einmal den Versuch machen,! D•« na die Delegiert«» zur Hauptversammlung ״vom Volke“ wählen Jwaren >n י zu lassen, wie es dem demokratischen Prinzip en*präche4״Nn״te ״lei iüeST Wäs deZMaföfffit zuwider *״ist; hleäerstimmen, ** Ifatf doch ein eigenes Zahlenverhältnis aufstellen und durchdrückea, das der Wirklichkeit nicht entspricht. Auf diese Weise sinkt I Arbeiterpre! die Bedeutung der Hauptversammlung des C.*V, auf ein I erscheinen, leeres Schauspiel herab, dessen Regie die Berliner Vereinsleitung sehr gut vorzubereiten pflegt Sie hat das auch diesmal verstanden, nur daß an einer Stelle die bestellte Arbeit zu deutlich in Erscheinung trat. Man ahnte, daß irgendeiner der Redner, die für den Keren Hajessod eintraten, sich auch auf Eugen Fuchs berufen würde. Und richtig, als ein Wort von Eugen Fuchs zitiert wurde, das die gegenwärtige Politik des C.-V. in Grund und Boden verdammt, begnügte man sich nicht damit, daß der Vereinsvorsitzende das Zitieren allein schon als Demagogie (die übrigens noch ein brieidigendes Attribut erhielt) bezeichnete, sondern ließ einen Heim Fuchs, den kleinen Sohn eines großen Vaters auftreten, damit er Zeugnis ablege gegen diesen. Er konnte zwar anfangs nicht darum herum kommen, anzuerkennen, daß sein Vater stete für den Gedanken des Keren Hajessod war und sich ganz offen dem Keren Hajessod angeschlossen hätte, wenn nicht der Vereinsvorstand einen gegenteiligen Wunsch geäußert hätte. Und nach diesen Worten folgte der logische (!) Schluß: Eugen Fuchs würde die heutige Haltung des C.־y. also billigen. O, sl taeuisses! Aber Befehl ist Befehl. Die Schriftleitung der C.-V.-Zeitung, die sich für die Herstellung des Tagungsberichtes in usum deiphini zwei Wochen Zeit nimmt, wird Mühe haben, die Lücke auszufüllen. Aber sie wird es tun mit der ihr eigenen und von ihr (!) auch stets betonten Objektivität, die sie den Kampf gegen Palästina- Aufbau und Zionismus so führen läßt, wie etwa die Rechts- Parteien im deutschen Reiche das Volksbegehren auf entschädigungslose Enteignung der Fürsten bekämpfen, indem sie sagen, es sei verfassungswidrig und bedeute die Herbeifülirung des Bolschewismus! Die Taktik der Berliner Leitung beweist, daß sie mit allen Kräften gegen den Keren Hajessod arbeitet, mag sie auch großzügig den Keren Hajessod als nebensächlich bezeichnen. Dies Ist das Ergebnis der Hauptversammlung. Darin hegt aber nicht die Stellungnahme des deutschen Judentutns, obwohl der C.-V, sich überall als dessen• Vormund aufspielen will, eine Rolle, die ihm bd seinen etwas mehr als 50000 Mitgliedern doch wohl nicht ganz zukommt Ein großer Teil der deutschen Judenheit wird freilich getreu dem Wunsche des Vorsitzenden des C.-V., des Herrn Justizrat Mit Recht» Tätigkeit z! licher Vors genügend sierung de Arbeitslose die Verhäl Mangel an Aktion der an Mitteln. Gerade fest, wie punkt der Jerusalem ז K Brodnitz, ״Keine Revolutionierung des jüdischen Menschen!“ weiter im Dauerschlafe zubringen; der größere Teil jedoch wird dem Rufe seiner wirklichen, seiner geistigen Führer folgen, der so eindringlich bei der Kundgebung des Keren Hajessod ertönte. Darum auf zum Kampfe für diesen gegen die Zurückführung in ein geistiges Ghetto, gegen die F.n stirnigkeit falschedeutschtümelnder Propheten' Die Sitzmifi des A.-C. Wie wir erfahren, besteht die Absicht, die nächste Sitzung des rion. Aktions-Comltees für den 18. April nach Jerusalem einzuberufen. Definitive Beschlüsse wurden jedoch darüber noch nicht gefaßt. Auf d< quarteti «nem Sat von Biali Schüler jam) und fang mach im europäi! Stils, vieln das erste 5 entwicklun; in g-moll a wenn auch henden Mi danken. E Gestaltung, tras tierende durcharbeit führt“), si musikalisch wird, dess Portionen verrückbar Rätsel in ein Sänge *einer Stil werden ka nieren mu eigenen ״I duktiv zu! Das pi und Syns Schöpfung« sie muß d! spielen Mi! Themen in staltung di Die Form gespielt. Das l Qladstein ein. Wie! beider ״Sti