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Jüdische Rundschau · 1926-03-12 · Heft 20 (12.3.1926) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 20 (12.3.1926)
Date
1926-03-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 14» JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 20 Zionismus und Orthodoxie Von Rabb. Dr. Emil L e v y, Berlin. Der für die zionistische Bewegung angekündigte Örganl* salions- und Werbemonat Ijar wird von Dr. Melzer in seinem Artikel ״Zionismus und Orthodoxie“ mit einem Kampftrompctcnstoß eingcleitct gegen Klerikalismus, Agudal!, Orthodoxie und Transzendcntalisinus überhaupt. Er bricht eine Lanze für Säkularisation des Judentums und Objektivisierung (?) der Phänomene des jüdischen Lebens, als Inbegriff der zionistischen Ideologie. Wir verkennen nicht das relativ Berechtigte in den Ausführungen des Dr. M, Weil er aber das Kind mit dem Bade ausschüüct, fürchten wir, daß sein Artikel ein schlechter Auftakt zum Werbemonat Kt und de tu Zionismus mehr Schaden als Nutzer! bringt. Gegen KIcrikaHsmus sind wir alle, und es läßt sich leider nicht leugnen, daß es einen starken jüdischen Klerikalismus gibt. Auch darin pflichten wir dem Autor bei, daß die Agudah unter dem Einfluß einer klerikalen Gruppe steht und von mis bekämpft werden muß, solange dieser Einfluß andauert. Aber der Verfasser begnügt sich ja nicht mit dein Kampf gegen den jüdischen Klerikalismns, der in gewissen östlichen Bezirken noch gefährlichere Giftfrüchte reifen mag als in seinem deutschen Heimatbereieh. Der Transzendentalismus ist ihm als solcher verdächtig, und er propagiert als Inbegriff des Zionismus die völlige Verweltlichung des Judentums. Hier vermögen wir nicht ganz 71! folgen. Zugegeben, daß die Materialisierung des in der Assimilatkmsperiode allzu einseitig spiritualisierten Judentums durch den Zionismus eine geschichtliche Notwendigkeit und ein Verdienst war; das darf aber keinen Vernünftigen verleiten, nunmehr den Pendel nach der entgegengesetzten Seite ausschlagen zu lassen. Wer die beherrschenden Ideen der jüdischen Geistigkeit absetzen will, mögen sich diese Ideen religiös oder ethischsozial verkleiden, der vertritt, wie es schon in biblischen Zeiten geschehen ist, das Prinzip der ״Avodali sarah“: Kommet, und lasset uns seit! wie die anderen Völker. Wenn wir aber wie die anderen Völker sein sollen, dann ist das Leben und Sterben unserer Ahnen sinnlos gewesen. Sie bestiegen eien Scheiterhaufen, indem sie sangen; Wir loben Gott, der uns nicht gemacht hat wie die Völker der Erde. Eigenartig, daß das Anwachsen der Agudahbewegung Hern! Dr. M. nicht in einem ganz anderen Sinne zur Erkenntnis führt! Wenn man jüdische Volksbewegung machen will, darf man nicht ungestraft jahrzehntelang an der Seele des Judenturas vorübcrgelui, Religion als Privatsache und die ungeheure jahrtausendalte Kulturtradition Israels als qiinntite uegiigeable mischen. Eine gewisse Verknöcherung und Versteifung des jüdischeu Traditionalismus braucht nicht abgeleugnet zu werden. Es ist aber nicht richtig, daß jüdische Religiosität, wie z. B. Kurt B1 um e n f c 1 d behauptet, zu einem bloßen Sprechen über Religion geworden ist und nur im genossenschaftlichen Lebet! Palästinas keimhaft wieder ansetze. Wer nicht aus einer Ideologie heraus urteilt, sondern die jüdische Masse kennt und mit. ihr lebt, der weiß, daß auch heute noch Hunderttausende in der Diaspora unW Preisgabe des Lebens den ״Kiddusch haschem“ vollziehen wurden. Immerhin, viele Zweige am Baum sind dürr geworden. Wir hoffen, daß er, in die palästinensische Erde verpflanzt, neue, fruchtbare Triebe ansetzt; daß diese Triebe ״die Erde mit Ertrag anfüllen“; und daß der Ertrag sich nicht auf Wein und Apfelsinen beschränken, sondern vor allem geistige Werte umfassen wird. Jüdisches Volksleben wird sich entfalten nicht im Gegensatz zum Alten, sondern organlsch mit dem Alten verwachsend, siel! und Altes umbildend. Al!er Säkularisierung des Judentums? Wie denkt sich das Herr Dr. Melzcr? Ich lasse mir weder den Freitagabend, noch den Jomkippur ״säkularisieren“, selbst dann nicht, wenn ich die Freude haben sollte, sie dauernd in Erez-Israel zu verleben. Und ebensowenig die zehn Gebote. Ich kann auclt nicht die Propheten mit säkularisiertem Gefühl lesen. Wenn hier der Zionismus mechanisierend abbauen würde, dann rufen wir ,,Hands off!“ — Die Thora und das Jesaia-Buch sind uns mehr als Reste einer hebräischen Literatur der Vergangenheit. Es ist immer gefährlich und falsch, um des ״reinen Prinzipes“ willen die Dinge ideologisch auf die Spitze zu treibe!!. Dann hieße cs auch für den Zionismus: Summum .! ■■״■״ י— Minister schwieg einige Minuten und setzte fort: ״Ein Jude darf jetzt nicht Richter sein. Ich werde alles für Sie tun . . . Schreiben Sie doch Ihr Entlassungsgcsucli. Können Sie das wirklich nicht für mich tun?“ Am selben Tage schrieb!. I- Teitel sein Entlassung»- gcsuch, Und nun konnte der Richter, der im Grunde immer Anwalt gewesen, seinem Herzensbertife ungehindert nachgehen. Ein neuer Abschnitt seines Lebens begann. Die Memoiren schildern nur einen Teil seiner Tätigkeit nach 1912 — seine Propagandaiour in Rußland im Winter 1913 bis 1914 in Angelegenheit der Gründung einer jüdischen Universität, — seine Reise nach Lissabon anläßlich der Angoiafrage und späterhin nach Berlin, London und Paris mit der speziellen Mission, die dortigen jüdischen Kreise auf den trostlosen Zustand der russischen judenheit aufmerksam zu machen. Die Erlebnisse während des Krieges und der Nachkriegszeit sollen in einem zweiten Band dargestcllt werden. Der vorliegende Band hat unter den ira Auslande lebenden russischen Juden und auch unter den Russen selbst, denen er ein Stück Heimatgeschichte vorführt, lebhaftes Interesse hervorgerufen. Die Stellen des Buches von jüdischem Interesse verdienten in deutscher oder einer anderen allgemein zugänglichen Sprache herausgegeben zu werden. Mi Wischnitzcr. ״Die Jagd Gottes“ Zur Frankfurter Uraufführung des fünf• aktfgen Dramas von Emil Bernhard. In eia jüdisches Karpathendorf ״vergessenen Namens und vergessener Zeit“, ständig von Kosaken umdroht, bricht ein Fremder ein, Naftali, vom feigen Argwohn aller begrüßt, bis seine Botschaft, Gesandter des erschienenen Messias zu sein, die Gemeinde zerreißt: Unglaube der Alten, die den Schwindler entlarven wollen, gläubige Brunst der Jungen, die den Heiligen zu verehren trachten, schafft größere Erregung, als je es Kosakcnnot vermöchte. Herausgehoben aus jener Typik: nur Amschel, der schamlose Krämer, der die Erlösungssehnsucbt als einträglichste Konfrcbatidc bchandelt, und der achzigjährigc Rabbi, der in der ergreifenden Leidenschaft gemäßigten Greisentums des Boten Wesen Jus, summa iniuria. Und die Agudah wird sich als Gcwinncrin der Partie ins Fäustchen lachen. IVaehbemerkiDg Indem wir der vorstehenden Erwiderung auf Dr. Melzers Artikel in Nr. 17 der ״J. R.“ Raum geben, können wir doch nicht unterlassen, die Auffassung des Verfassers zu bcrichtigen, als ob Melzcrs Artikel als Einleitung des von der zionistischen Exekutive angekündigten Werbemonates gedacht gewesen sei. Dr. Melzcr hat von dem Recht eines jeden Zionisten, seine Anschauung in einer wichtigen prinzipiellcn Frage öffentlich darziilegen, Gebrauch gemacht, und wir glauben, daß er dies in einer sehr würdigen, sachlichen und ernsten Form getan hat, die auch dann Respekt verdient, wenn man anderer Ansicht ist als der Verfasser. Nur insofern könnte also der Artikel mit dem ,.Werbemonat“ in Verbindung gebracht werden, als jede sachliche Diskussion zur Vertiefung der zionistischen Ideologie beizutragen geeignet ist. Der ״Werbemonat“ ist ja nicht in dem Sinne einer bloßen Agitation in die Breite gemeint, sondern gerade als Anstoß zur Besinnung auf wichtige Grundfragen. Daß die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ anderer Ansicht ist als Dr. Melzer, glaubten wir bei Veröffentlichung des Aufsatzes nicht erst hervorheben zu müssen, da ja Dr. Melzer in einem Teile seiner Ausführungen ausdrücklich gegen die heute im deutsehen Zionismus herrschende und, wie wir hinzu fügen möchten, auch in der Redaktionsführung der ״Jüdischen Rundschau“ zur Geltung kommende Richtung polemisiert. Es ist aber ein Mißverständnis, wenn Dr. Melzcr vorgeworfen wird, er wolle einer Abschaffung der Religion das Wort reden oder — wie Herr Dr. Levy sie!! ausdrückt — ״den Jom Kippur säkularisieren*. Hier müssen wir unseren Mitarbeiter in Schutz nehmen, denn daran stand nichts in seinen! Artikel. Es fiel ihm nicht ein, an religiösen Institutionen zu rütteln oder das religiöse Leben des Einzelnen beschränken zu wollen. Er sagte lediglich, daß der Zionismus als solcher sich um die Inhalte des Judentums nicht zu kümmern habe, und das öffentliche Leben des Judentums, das im Osten ganz reales Volksleben ist, unter dem Aspekt der Weltlichkeit zu gestalten habe. Es ist also nicht die Rede davon, ob der einzelne Jude oder Zionist religiös sein solle, sondern davon, auf welcher Basis die zionistische Doktrin als solche aufgebaut sein soll. Und in dieser Hinsicht sagt Dr. Melzer, wie auch Dr. Levy zugebeu!null, viel Beachtenswertes; besonders für uns im Westen sind diese aus der unmittelbaren Anschauung der ostjüdisehen Realitäten geschöpften Erkenntnissc sehr interessant. Dennoch glauben wir — und darin liegt unsere Differenz von Dr. Melzer — daß der Zionismus an den geistigen Inhalten und Bewegungen des Judentums nicht vorbei gehet! kann, da er sonst bald verhängnisvoll mechanisiert würde. Wir glauben, daß die ungeheuren Anstrengungen, die das jüdische Volk für schic Wiedergeburt macht, auf dem int Bewußtsein vielleicht nur unklar vorhandenen Empfindet! beruht, Träger einer besonderen Geistigkeit und Menschlichkeit zu sein, die in dem freien Volksleben, das der Zionismus in Erez-Israel schaffen will, wieder voll hervortreteu wird. Dieser Gedanke, ״nicht so zu sein wie die anderen Völker“, hat aber nichts zu tun mit der Herrschaft eines jüdischen KlerikaUsmus oder von selbsternannten Sendboten Gottes auf allen Gebieten des jüdischen Lebens, die wir ebenso scharf a b 1 e h n en wie Dr. Melzer und übrigens auch Herr Dr. Levy. R. W, Die zweite aliptlnisehe Ziraistei-KoRterenz Warschau, 9. März. (J. T. A.) Der am kommenden Sonntag in Warschau zusammentreteuden zweiten Konferenz der Zionisten aus allen Teilen Polens wird mit großem Interesse entgegengcschen. Man erwartet das Eintreffen van etwa 300 Delegierten, die mehr als 150000 Schekelzahler vertreten. Die Resultate der am vorigen Sonntag durchgeführten Dclcgierten wählen werden erst nach und nach bekannt. In Warschau hat die von G r ü n b a u m geführte radikale Gruppe ״All Hamischmar“ einen großen Erfolg davongetragen. Dem Verhandlnngsprogramm ist zu entnehmen: Leon Levite wird den Bericht des Oberrats erstatten. Der Präsident des jüdisehen Klubs, Abg. Hart gl aß, wird über ״Die politische Lage und die Richtlinien der zionistischen Politik in Polen“, Senator Dr. Rothenstreich über ״Die wirtschaftliche Lage der polnischen Judenheit“ referieren. prüft. Das Ende: den Erlösungstrachtigeu entpuppt Naftali sich als Getaufter, aber sich selbst entsühnend gibt er für die Gemeinde, an des Rabbis Stelle, den Steinwürfen der Kosaken sich preis. Was in seinem Leben oft Spiel mit der Sehnsucht des Volkes gewesen sein mag: sein Tod ist Kunde der Erlösung, Akt affektloser Liebe, freiwillig sich stellende Beute für Gottes Jagd. Geistiger Hintergrund dessen, was da auf der Bühne sich begibt: ewiges Thema jüdischer Weltgeschichte, Versuchung der reinen Erkenntnis durch Not und Drang, eingefangen in die allgemeine Situaü'on unserer Zeit, die zur ״Wirklichkeit“ aus dem Spalt von Sein und Sollen drängend, zu Notlösungen gleißnerischer Süße stets bereit, eben den Sinn dieser ״Wirklichkeit“ verrät. Des Stückes Stärke liegt in der eindringlichen Aufweisung dieser psychologischen Verstrickung, in der — auch gegen die eigene Position — schonungslosen Analyse jüdischer Fluchttendenzen. Kluge, auch böse Worte fallen in diesem Bereich, wenn freilich sonst manches Verblümte im Sprachlichen nicht recht zur Unverbiümtheit des weiten geistigen Horizonts des Stückes und des Autors sich fügt. Alles in allem: ein starkes Stück, mit viel Bühnen- Instinkt zudem geschrieben, der sich unter Leontine Sagans meisterlicher Regie sehr belohnt machte und allen Bcteiligten zu verdientem nachhaltigem Beifall verhalf. Frankfurt. Dr. Leo Löwenthal. 0״er Xiddfli“ Aus Hamburg wird uns berichtet: In der Hamburger Zionistischen Vereinigung lasen Dr. Arthur Sakheim und Frau Lucy von Jacobi, aus dem neuen Drama von Arthur Sakheim ״Der Zaddik“. In chassidischem Milieu, in einer Familie der Zaddikim, spielt das Stück. Der dramatische Konflikt entsteht dadurch, daß der junge Zaddik Baruch Schnejur kein absolut Heiliger und Gerechter, sondern ein Streiter um Gott, eine Iuciferische Natur, in Wirklichkeit fremden Blutes ist. Er selbst weiß es nicht, er weiß nur, daß er mit seinem Btut hadert. Eine Reihe äußerlicher Ergebnisse, darunter die Vision einer Orgie, von einem Anhänger in Bewußtseinsspaltung geträumt; ferner die erschütternde Beichte der Mutter des Zaddik treibt die Handlung weiter. Und um sich selbst und das Volk zu Nr. Die StadeatenkriwaUe ia Rvminiei Bukarest, S. Mirz. (J. T. A.) Der Bukarester Univer sitätssenat veröffentlicht in der Presse ein Kommunique, in welchem festgestellt wird, daß 1700 Studenten in Ruhe Ihren Studien obliegen wollen, während die Zahl der Hetzer sich aut einige hundert beziffert. Der Einführung des Numerus clausus könne nicht entsprochen werden, der Numerus clausus sei eine spezifisch ungarische Maßnahme. Die übr:• gen Wünsche der Studentenschaft werden in Betracht gezogen werden. Bukarest, 10. März. (J. T. A.) Eine hier abgebaitenc Konferenz von Vertretern der antisemitischen Studentenschaff im ganzen lande beschloß, den Generalstreik an sämtlichen Hochschulen des Landes für unbestimmte Zeit zu verkünden. * De!־ rumänische Senat hat die Gesetzesvorlage über die Versorgung der anatomischen Institute mit Leichen zu Sezierzwecken angenommen. Dies bedeutet einen Schritt weiter in der Erfüllung der Forderungen der antisemitischen Studcntenschaft. Das Gesetz sieht vor, daß alle Leichen in den Krankenhäusern, ohne Unterschied der Nationalität und Religion, wenn sie innerhalb drei Tagen nicht von Verwandten bis zun! dritten Grad reklamiert werden, den roedizinischer! Fakultäten zur Sczierung abzuliefern seien. Falls das jüdische Komitee (gemeint ist Chewra Kadischa) jüdische Leichen zmn Sezieren nicht beistcileri sollte, werden die jüdi• sehen Studenten vom Unterricht im Sezieren ausgeschlossen werden. Pressestimmea Im New Yorker ״Morning Journal“’ vom 17. Februar schreibt der bekannte amerikanische Zionist, Herr Ab. Gold■ berg, einen Artikel über den Revisionismus worin er erklärt, daß er zwar kein Revisionist ist, aber doch große Sympathien für den Revisionismus habe. Er glaubt, daß unsere Bewegung vom Revisionismus ״noch viel Gutes zu erwarten“ habe uncl erörtert dann die Prinzipien der von Jabotinsky empfohlenen Politik, die er fast vollinhaltlich billigt. Das offizielle Organ der amerikanischen Zionisten, ״Das Jiddische Volk“ in dessen Redaktion Goldberg selbst eine hervorragende Rolle spielt oder bis vor kurzem spielte, nimmt am 19. Februar i!1 einem bemerkenswerten Artikel Stellung gegen GoWbergs Ausführungen. ״Das Jiddische Volk“ verweist darauf, daß Goldberg selbst noch vor kurzem in einem Artikel über die letzte Sitzung der Mandatskommission sich ganz anders gcäaßert und als ein Anhänger der Politik der gegenwärtigen zionistischen Leitung bekannt hat. O0!d,bcrg sei ein Stirn mungsmenech undso sei es zu erklären, daß er plötzlich in den Bann der revisionistischen Propaganda geraten ist. Eine wirkliche Erneuerung könne aber nicht von unkcntrollierbaren politischen Losungen und rlietorischem Feuerwerk ausgclien, sondern nur von ernster kultureller Arbeit, Es Zionism Volkes als eine das b1< fromme tromme großen ethische ist sott gungen, schied; patrioti! »cntanti lischcr dann v einem krfüllur Prograi liundcr׳ hundert Wütiscl um das fängt r von de ein anc bedingt mit be! drunge Lljokot jüdisch Masel gleich nist. ' zwischt struien sucht dem L dem T ״Diejei alten 1 eines nicht : ist au< den G gehen In der ״Literarischen Welt“ (Verlag Rowohlt) bespricht Rudolf Kayser, der Redakteur der ״Neuen Rundschau", das Palästina-Buch Georg Landauers (300 Bilder, Verlag Meyer & Jessen) und schreibt u. a.: ״Die Literatur über!Palästina und Zionismus ist Legion. Je mehr man liest, desto mehr wachsen Skepsis und Sympathie zugleich . . . So weit das zionistische Problem mit Palästina verbunden ist, ist cs in diesem , Büderbuch so sprediend und so er* greifend gestaltet, wie in keiner Beschreibung durch Worte .*'.' Die zionistische Schöpfung ist sicher großartig und dieser auf harter Erde bauende Idealismus etwas Wundervolles." In der ״Rhein-Mainschcn Volkszeitung“ erschien ein enthusiastischer Reisebericht über Palästina, betitelt ״Erez- Israel“ von W. Hammelrath. er im daß d nicht i sein V makler Not d den Ti W auf V< Untere der z: Belcidi nete, < und c Falsche Palästinameldung• Die ״Voss. Ztg." verbreitete am 2. März eine Nachricht über eine Typhusepidemie in Afule im Emek Jesreel. Wir haben festgestellt, daß diese Nachricht auf einer Mystifikation beruht. Die inzwischen zweimal eingetroffene Palästina-Post weiß nichts zu melden, was die Alarmnachricht rechtfertigen dürfe. Die JTA. erhielt auf ihre Rückfrage von ihrem Jerusalemer Büro folgende Antwort: ״Die Nachricht über eine Typhusepidemie in Pa- Iästina entbehrt jeder Grundlage. Es sind wohl in den fetzten Tagen im Emek zwei Falte von Typhus vorgekommen. Es handelte sich aber laut ärztlicher Feststellung keineswegs uni epidemische Typhusfälle, sondern um Darmtyphus, hervorgerufen durch Genuß von nicht genug geret11igtem Gemüse, das bei Arabern gekauft wurde. In Tel Awiw waren vor etwa drei Monaten einige Fälle von Darm typhus vorgekommen, in der letzten Zeit ist kein Krankheits fall mehr zur Kenntnis gelangt.“ entsühnen, beschließt der Zaddik, Gott mit dem bösen Trieb zu dienen. Er erprobt seine und seiner Anhänger Treue zum Volk Israel und zum ״Heiligen Alten“, dem Gott alle! Sterncnsysteme. Und stirbt üt den Flammen der brennende!! Synagoge, ein Erlöser seiner Herde. — Der Zaddik ist kein Milieudrama. Ein solches Milieudrama kann nur ein Dichter schreiben, der jiddisch dichtet, wie Perez, Anski, Pinski, Asdi. Das Drama ist in einer gehobenen Sprache geschrieben, die vorzüglich den mystischen, wirklichkeitsfern en Vorgängen entspricht. Sakheim will nicht eine Episode aus der jüdischen Gasse dramatisch wiedergeben, für ihn handelt es sich vielmehr um ein geistig religiöses Problem, um das Messiasmotiv, im Rahmen des Chassidismus. — Die Vorlesung hielt die Zuhörer in atemloser Spannung, die sich am Schluß in starkem Beifall löste. Ein Beifall, der nicht nur dem Dichter, sondern auch der Vorleserin, Frau Lucy von Jacobi galt, die ihre große reife Kirnst ganz in den Dienst des Werkes gestellt hatte. s. st. haben. zugeb( nicht gegen Stolz damali vielme Die E ethiscl einem einem heit, 1 listisc! listiscl: Vision Zionis turelle harmo gegen riist. Gegnc siediut er dar seine S! Ereigi ״Viert Allget eine י einer neue große The Jewish Quarterly Review. New Series. Herausgegeben vom Dropsie College, Philadelphia, (Redakteur Cyrus Adler). Vol. XVI. Nr. 3 (Januar 1920). Inhalt: Die Grün־ düng Roms im Talmud, von Dr. Paul Riegcr; Neues Material zur Geschichte der hebr. und arab. Philologie im 10.—12. .. 1 e 11 i 11; Jüdisch-arabische Rechtsirrkuiiden, von Dr. H. Hirschfeld; Die gefallenen Engel in der jüdischen, christlichen tmd moham. Literatur, von Br. Leo Jung; Hebräische Manu- Skripte in Wien, von Prof. Alex Marx. ~ Abonn,-Preis 3 Dollar jährlich. ״Menorah“, Jüdisches Familienblatt für Wissenschaft, Kunst und Literatur, Wien l/l. Fach 161 (Preis des Jahresabonnements 12 M.). Sonderheft ״Hundert Jahre Wiener Stadttempel“, eingelettet dmch ein Vorwort des Oberrabbiners Dr. H. P. Chajes und des Großpräsidenten des österreichischen Verbandes der Bnei Brith, Prof. Dr. S. Ehrmann, eine Reihe von Aufsätzen der bekanntesten Wiener jüdischen Forscher, von denen wir Prof. Max Eisler, Max Grunwaid, Dr. M. . Rosenmann und Dr. Moritz Rosenfeld hervorheben und eine Sammlung prachtvoll reproduzierter Porträts. gcleis nistisc liebe! Man; ist m! Leben Spracl harmc ist ei Arbeil sehen. Renta A singe! aber Träun wach! P0M schlej

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