Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 19 (9.3.1926)
- Date
- 1926-03-09
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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N Seite 140 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 19 Judenhaß führen, nicht, welch apologetisches Werk ihnen durch den Palästinaaufbau in die Hand gegeben wird? Es baut sich hier zum ersten Male ein internationales Werk auf, dessen Anfänge zwar wie immer klein sind, das aber der Wieder- Versöhnung die Wege ebnet. Herr Siegfried Hirsch führt u. a. aus, uaß es sich beim Aufbau um schwere Probleme, handelt, aber gerade darin Hege die Oröß^ des Werkes. Was dort bereits geleistet ist, könne uns nur ermutigen. Es handelt sich um eine Erneuerung nicht nur des körperlichen, sondern auch des geistigen Judentums. Dr. Felix Pinner, Handelsredaklcur des ״Berliner Tageblatt“, spricht über die wirtschaftlichen Fragen Palästinas und erklärt, daß das Grundlegende in Palästina geschaffen wurde und gelungen ist. ln anderen Ländern schreite man von der Quantität zur Qualität vor, während in Palästina zuerst die Qualität geschaffen wurde und jetzt erst die Quantitätsfrage zu lösen sei. Idealismus allein׳ reiche nicht aus, müsse aber als realer Faktor mit berücksichtigt werden. Allerdings dürfe mau mit ihm keine Vcrschwcndung treiben. Die jetzt in Palästina ausgebrochene Krise war zu erwarten und brauche uns nicht zu stören oder zu schrecken. Es kann nur gesund sein, wenn z. B. die Boden- Spekulation in Tel-Awiw einer gesunden Bodenpolitik weichen wird. Nötig sind wirtschaftliche Führer, da jetzt mehr An- Sprüche an das Kapital gestellt werden müssen. Besondere Aufmerksamkeit findet die Vorlesung einer ausführlichen Zuschrift von Herrn Georg Bernhard, Chefredakteur der ״Vossischen Zeitung“, in der es u. a. heißt: ״Ich bin der Ansicht, daß die Aufbauarbeit in Palästina von allen Juden Deutschlands unterstützt werden muß. Wie Ihnen bekannt ist, bin ich kein Zionist, aber gerade deshalb halte ich es für verhängnisvoll, daß man noch immer in manchen jüdischen Kreisen den Aufbau von jüdischen Siedlungen in Palästina als etwas betrachtet, das mit dem Deutschtum der in Deutschland wohnenden Juden irgend etwas zu tun hat. Tausende von Juden aus allen Ländern und aus allen Schichten der jüdischen Bevölkerungen sind nach Palästina gezogen, um dort in harter Arbeit und mit Anspannung von Kräften, die nur aus einer hochgespannten idealistischen Gesinnung gebpren werden konnten, das Land, aus dem den Vätern einst Milch und Honig floß, der Verödung zu entreißen. Niemand bestreitet, daß dort jüdische Menschen den Beweis für ihre Fähigkeit zu systematischer körperlicher Arbeit erbracht haben. Niemand bestreitet, daß dort auf weiten Strecken Landes aus Oede Fruchtbarkeit entstand. Der Zusammenbruch des palästinensischen Werkes würde für die gesamte Judenheit von unausdenkbarer Wirkung sein. Sie müßte zur Quelle neuer gehässiger Agitationen gegen uns alle dienen. Nichts wäre falscher, als wenn parteipolitische ZcrSplitterung dazu führen würde, daß die deutschen Juden sich dem internationalen Hilfswerk entziehen wollten, über dessen Not- Wendigkeit sich die in anderen Ländern wohnenden Juden einig «ind. Es wäre ganz falsch, diesem Hilfswerk fernzubleiben Mit ,der Motivierung, daß man damit eine engjisebe, Kolonie ■uutdfcÄÖt». ßi Ist .fe&t 'verhIn'gn%vo!ler* Irrtum,'. Palästina als ׳ eine englische Kolonie zu bezeichnen. Palästina ist ein Land, über das England vom Völkerbund ein Mandat erhalten hat. Das Gelingen des internationalen Hilfswerkes wird einst über das künftige Schicksal Palästinas entscheiden.“ Als letzter Redner nimmt das Wort der Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Herr Kurt Blumenfeld: Die Zionisten haben, als sie an die Bildung des Keren Hajessod schritten, ihre Absichten ehrlich erklärt. Die Vcrwirklichung des Baseler Programms, eine jüdische Majorität und ein reproduktiviertes, gesundes jüdisches Volk in Palästina sind die zionistischen Ziele. Die Schwierigkeiten sind itnjner offen dargelegt worden. Die von Pioniergesinnung erfüllten Menscheu, die allein die Arbeit leisten können, haben eine starke zionistische Bewegung zur Voraussetzung, die ihnen den Idealistischen Antrieb gibt. Das jüdisch-nationale Streben ist frei von Chauvinismus. In der gemeinsamen Arbeit mit Nichtzlonisten im Keren Hajessod hat es keine Reibungen gegeben. Das Vertrauen zueinander ist immer größer geworden. Im Keren Hajessod ist die wahre Neutralität, die auf voller Ehrlichkeit aller Teile beruht, verwirklicht worden. Im Schlußwort betont Direktor Wassermann nochmals, er erwarte, daß die heute öffentlich von ihm widerlegten Vorwürfe nun von keiner Seite mehr gegen den Keren Hajessod erhoben würden. Er hofft, daß sich immer weitere Kreise des deutschen Judentums dem Keren Hajessod anschließen werden. Der Keren Hajessod in Deutschland ist stolz darauf, daß die führenden Kreise der deutschen Judenheit sich dem Keren Hajessod angeschlossen haben, und er hoffe zuversichtlich, daß die Majorität der deut- *chen Juden in absehbarer Zeit diesem Beispiel folgen werde. Mit Worten des Dankes an die Erschienenen schließt der Vorsitzende die würdig und ungemein eindrucksvoll verlaufene Kundgebung. €rfi1<Ung eiier Völktrbnndsliga ii Palästiia Jerusalem, 4. März. (J.T.A.) In Tel-Awiw hat eine Versammlung der Völkerbundfreunde Palästinas stattgefunden, in der die Bildung einer allpalästinensischen Völkerbundsliga mit Zweigstellen im ganzen Lande beschlossen wurde. Der Versammlung wohnten führende palästinensische Juden, Rechtsanwälte, Aerzte, soziale Funktionäre usw., bei. M. Dizengoff, der die Versammlung eröffnet«, sprach über die moralischen Aspekte der Arbeit des Völkerbundes. Dr. N. Fei über g referierte über die Tätigkeit der Internationalen Union der Völkerbundligen. Schließlich wurde ein achtgliedriges Komitee zwecks Organisierung der Völkerbundnga Palästinas gewählt. Dem Komitee gehören an: Dizengoft, Bielkowsky, I. Rosow, E. Berlin, M. Glickson, N. Fein- Berg, Richter Ne fach und Frau Dr. Rosenbaum. Der diesjährige Purim wurde in Palästina besonders lustig gefeiert. In allen Städten und Kolonien fanden zahlreiche Umzüge statt. Besonders eindrucksvoll waren die Feiern In Tel-Awiw, die sich durch zwei Tage und zwei Nichte hingegen und überaus fröhlich verliefen. Die Hauptversammlung des C.-V. Die Debatte über Keren Hajessod Die Hauptversammlung des Ccntralvcrcins, die am Sonntag, den 7. März im Preußischen Herrenhaus zu tagen begann, nahm an ihrem ersieu Sitzungstag einen äußerst charakteristisehen Verlauf. Die Generaldebatte war vollständig beherrscht von der Frage der Stellungnahme des C.-V. zum Keren Hajessod. Die anderweitige Tätigkeit des C.-V. wurde so gut wie gar nicht erörtert und interessierte offenbar auch niemanden. So kam cs, daß nach Beendigung der Keren Hajessod- Debatte ein Delegierter aufstand und erklärte, die Vcrsammlurig habe rum nichts mehr zu sägen und dies sei ein Beweis, daß alle hinter den Ausführungen des Referenten Dr. Holländer stehen, und daher beantrage er Decharge. Die Keren Hajessod-Debatte selbst war keineswegs erfüllt von prinzipiellen Auseinandersetzungen oder ideologischen Darlegungen. Das Wesen des Palästina-Gedankens und seine Bedeutung für das Judentum wurde nur von wenigen Rednern gestreift. Lediglich taktische und opportunistische Gesichtspunkte beherrschten die Auseinandersetzung. Der Referent Dr. Holländer polemisierte in seinem einleitenden Referat gegen den Zionismus, aber nicht etwa sachlich, sondern er beschwerte sich lediglich über die ״Kampfesweise“ der Zionisten, wofür er als Beweis den Artikel des Abg. Badt im ״Tagebuch“ über den Steigerprozeß sowie eine aus dem Zusammenhang gerissene Floskel aus der ״Jüd. Rundschau“ zitierte. Der C.-V. hingegen ״erkenne den ehrliehen Idealismus der Zionisten an“. Sodann wandte sich Holländer gegen die nationaldeutschen Juden, die den C.-V. der Zionismusfrcundlidikcit bezichtigen. Wir sind gute Deutsche, sagte er, aber wir können nicht Splitterrichter sein über die Gesinnung unserer Mitglieder. Der letzte Teil galt dem Keren Hajessod. Es sei dein Hauptvorstand vorgeworfen worden, daß die Kampfstellung gegen den Keren Hajessod unnötig sei. Dagegen müsse er sagen, daß man in Versammlungen des Keren Hajessod gegen den C.-V. gekämpft hat, und daß man sogar Hauptvorstandsmitglieder gegen den C.-V. ausgcspielt hat. Der Vorstand wollte in dieser Frage, die keine entscheidende Frage des C.-V. ist, Meinung«• freiheit lassen. Die Herren Baeck, Goldmann usw. mißbilligen die Benutzung ihrer Namen im Kampf gegen den C.-V. Holländer kündigt an, daß der Sohn von Eugen Fuchs Erklärungen abgeben werde, aus denen hervorgeht, daß die Manen Eugen Fuchs mit Unrecht in dieser Sache gegen den C.-V. beschworen werden. Es muß hier festgestellt werden, daß die Darstellung von Dr. Holländer den T a t s a c Ij c 11 nicht entspricht. Der Angriff ist keineswegs vom Keren Hajessod ausgegangen, der sich streng neutral verhielt, sondern vom C.-V., der gegen den Keren Hajessod Stellung nahm und eine systematische Kampagne gegen den Keren Hajessod führte. Da sich also der C.-V. als Gegner des K. H. deklarierte, ist es selbstverständlich, daß in den Versammlungen des K. H. gegen diesen Gegner Stellung genommen wird. Nicht der C.-V. wurde dort angegriffen, sondern die Gegnerschaft des C.-V. gegen den Keren IJajessod. Mit den Namen von Baeck ,,und. •an#ret| Herren Ist,׳ niemals•'MiflferaMh-gfetrieben׳•wurden, es sei denn, der C.-V. bezeichnete es als Mißbrauch, wenn man die Worte solcher angesehener Männer zitiert, obwohl sie dem C.-V. nicht passen. Staatsrat Dr. Cohn (Dessau) begründete in der Debatte seine positive Stellung zum Keren Hajessod. Er sei ein scharfer Gegner des Zionismus und sei sich auch darüber klar, daß der Aufbau Palästinas nicht anders als national vor sich gehen könne. Dennoch müsse das große jüdische Werk, das dort aufgebaut wir<j, unterstützt werden. ״Ich habe niemals den Centralverein als solchen in den Keren Hajessod hereinziehen wollen. Aber ich stehe doch nicht nur in der C.-V.-Bewcgung. Man muß mir doch überlassen, in andereu Fragen, die nicht Kernfragen des C.-V. sind, meine eigene Meinung zu haben. Ich lasse es mir nicht nehmen, daß es verkehrt ist, an der Palästina-Bewegung nur darum vorbeizugehen, weil Zionisten dort führend sind. Lieber wäre es mir, sie wären es nicht, ich beteilige mich aus religiösen Gründen, aber abgesehen davon freue ich mich, wenn irgendwo in der Welt Juden zur Ehre des Judentums beitragen; sollte ich mich darum nicht freuen, weil ich vielleicht parteipolitische Nachteile davon haben könnte? Die Juden dort, die sich mit Hintanstellung ihrer persönlichen Interessen in die Bresche werfen, um Palästina aufzubauen, sind Fanatiker, aber ich sage: Hut ab vor diesen Fanatikern! Machen wir es ihnen nach auf unseren Gebieten! ... In den Mittelpunkt meines Lebens gehören deutsche Interessen, aber in einem gewissen Rahmen will ich auch an der Palästinasache mitarbeiten und ich halte es für verfehlt, den zu verketzern, der dem Keren Hajessod beisteuert.“ Justiz rat Wolff (Breslau) bittet die Versammlung über die Resolution betreffend den Keren Hajessod nicht abzustimmen und Toleranz zu üben gegenüber den eigenen Mitgliedern, die in einer für den C.-V. nebensächlichen Frage einer anderen Meinung sind als die Mehrheit. Man könne doch nicht bestreiten, daß man darüber verschiedener Meinung sein kann, und man sei sogar schon einmal im C.-V. anderer Meinung gewesen, nämlich zur Zeit der Friedensver- Handlungen, als die Hauptversammlung einstimmig die Pa- Iästinaforderung in ihr Programm aufnahm. Ich habe Jahre gebraucht, bevor ich meine ablehnende Haltung gegen den Keren Hajessod geändert habe. Ich habe mich überzeugen lassen. Nachdem ich mich habe persönlich dafür gewinnen lassen, habe ich auch das Bedürfnis, dafür einzutreten. Glauben Sic, daß Sie uns einfach desavouieren oder zurückpfeifen können? Sie werden uns das nicht zumuten“. Der Redner schließt mit dem Appell, die Keren Hajessod-Frage vorläufig zurückzustellen und nicht Freunde in die Lage zu bringen, zwischen den zwei Dingen wählen zu müssen. Hierauf begründete Herr Lazarsfeld den Antrag der Gruppe Groß-Berlin, die Keren Hajessod-Rcsolution aus dem Jahre 1921 zu bestätigen. Zur Begründung des Antrags sagte er, die Hauptfrorrt des C.-V. gehe nach außen, der Keren Hajessod sei für den C.-V. eine nebensächliche Frage und müsse auch nebensächlich׳ behandelt werden. Um die Einheit wieder herzustellen, müsse man den Antrag annehmen. Der Redner bemerkte gar nicht, daß aus seiner Begründung genau das Gegenteil zu folgern war. Wenn der Keren Hajessod, was durchaus richtig ist, für den C.-V. eine nebensächliche Frage ist, und wenn der C.-V. ein Interesse an der Einheit des deutschen Judentums im Abwehrkampf nach außen hat, dann müßte der C.-V. die Betätigung im Keren Hajessod zulasseu, ohne sich darum zu kümmern, und müßt» versuchen, auch diejenigen Kreise, die Palästina für wichtig halten, in die Einheitsfront des Abvvehrkampfcs eituuschlicßen, statt sie abzustoßen. Herr Sußmartn (Chemnitz) trat für eine noch schärfere Fassung des Antrags ein. Der C.-V. müsse seine Mitglieder vor dem K. H. warnen. Die Propaganda der Zionisten habe im C.-V. wie Sprengpulver gewirkt. Der Hauptzweck der zionistischen Agitation sei, den C.-V. zu sprengen. (!) Es kam nun zu einer großen Kampfabstimmung über einen Antrag auf Schluß der Debatte über die Keren Hajessodfrage. Der Antrag wurde schließlich mit einer kleinen Mehrheit abgelehnt, hingegen Beschränkung der Redezeit auf fünf Minuten angenommen. Hierauf sprach Dr. Förder (Breslau), der erklärte, er habe sich bereits vor vier Tagen zum Wort gemeldet, gelange trotzdem erst zum Wort, nachdem die Redezeit beschränkt worden ist. Die Keren Hajessodfrage sei eine Frage des religiösen Gefühls, und ״vver’s nicht fühlt, der wird es nicht erjagen“. Der C.-V. könne seinen Mitgliedern ebensowenig bezüglich des K. H. Vorschriften machen, wie in der Frage, ob sie koscher oder trefe essen wollen. Der heutige Weg des C.-V. stehe im Gegensatz zu den Ideen von Eugen Fuchs. Der nächste Redner, Herr Fuchs, Sohn von Eugen Fuchs, legte die Stellung seines Vaters dar. Sein Vater sei ein Gegner des Nationaljudentums gewesen. Er habe sich sogar sehr scharf gegen den Zionismus und gegen nationaljüdische Tendenzen geäußert, z. B. irr der von den Zionisten angeregten Frage eines jüdischen Kongresses in Deutschland. Dagegen sei sein Vater durchaus eingetreten für Palästina -Arbeit, und die Rcsolution von 1921 sei von ihm nicht befürwortet worden. Er habe persönlich sogar die Neigung gehabt, für den K. H. ein zu treten, habe es aber abgelehnt, weil er sich mit der Mehrheit des C.-V. nicht in Widerspruch setzen wollte. Nach dieser ziemlich eindeutigen Darstellung schloß der Redner mit der Erklärung, das heutige Verhalten des C.-V. sei durchaus im Sinne seines Vaters und wäre von diesem wahrscheinlich gebilligt worden. Auch Justizrat Brodnitz spricht gegen den K.H. In der Nachmittagssitzung sprechen noch die Herren Dr. Bruno I Weil und Dr. Jacob (Dortmund) mit ihren bekannten Argumenten gegen die Palästinasache, wobei sich Herr Dr. Weil sogar di£ Bemerkung leistet, der C.-V. müsse sieh von dieser Sache fernhalten, da sie ohnedies zusammenbrechen werde und darin der C.-V. wenigstens seine Hände in Unschuld waschen könne. Es sei falsch, wenn mau bchaupte, mit Rücksicht auf die gefährdete Lage des Sicdlungs- Werkes müßten auch die deutschen Juden dafür eintreten. Nach langen Geschäftsordnungsdebatten kam es zur Ab- Stimmung. Der Antrag, wodurch die Resolution de» Hauptvorstandes von 1921 bestätigt wird, wurde dann mit großer Mehrheit gegen 18 Stimmen und mehrere Stimmcnthaltungen, deren Zahl nicht festgestellt wurde, ange-P nontmen. Der Beschluß von 1921 lautet bekanntlich: 'ft großes sozial(» Hilfswferfc, so wäre vom Standpunkt des I C.-V. aus gegen die Förderung dieses Werkes nichts za I sagen. , I Die Besiedlung von Palästina ist aber in erster Linie I das Ziel der nationaljüdischen Politik, ihre Förderung und Unterstützung daher abzulehneir. Solange die sozialen und geistigen Einrichtungen des deutschen Volkes und die rehiösen und kulturellen Bedürfnisse des deutschen Judentums itterste Not leiden, solange zahlreiche heimatlos gewordene Juden unsere dringende und augenblickliche Hilfe brauchen, hat jüdischer Gemeinschaftsgeist und Wohltltigkcitssinn überreiche Gelegenheit und Irtlicht zu fruchtbarer Arbeit.“ Es wurde erklärt, daß durch Annahme dieses Antrages! sämtliche anderen Anträge erledigt sind, also insbesondere auch die Anträge, die Mitglieder des C.-V. vor dem K. H. zu warnen, sowie die Anträge, die über die Tätigkeit von Mitgliedern des Hauptvorstandes im K. H. intcrpelüeren. Die nene paläslintniische Gtndaraerie London, 3. März. (J.T.A.) In der heutigen Sitzung des Unterhauses richtete Colonel Wedgwood an den Kolonienminister die Frage, ob es zutrifft, daß in die neuformierte Gendarmerie Östpaläsfinas keine Juden eingestellt werden; wenn ja, warum? Ferner fragte Wedgwood, welche weiteren Polizeieinheiten in Palästina unterhalten werden würden. Kolonienminister Amery erwiderte: Ueber die Angelegenheit des geplanten neuen Grenzkorps stehe ich gegenwärtig mit dem Oberkommissar Feldmarschall Lord Plumer in Korrespondenz. Heute bin ich noch nicht in der Lage, irgendwelche Mitteilungen zu machen. Das Grenzkorps wird einen militärischen Charakter haben und von dem ordentlichen Polizeikorps für den Innendienst vollkommen separiert sein. Ferner fragte Colonel Wedgwood, welche Maßnahmen Lord Plumer in der Frage der Abschaffung des Zehent und der Einführung einer Grundsteuer vorgeschlagen habe und ob in dieser Neugestaltung die Absicht verfolgt wird, Land für neue Siedler zu erleichterten Bedingungen zur Verfügung zu stellen? Kolonienminister Amery erwiderte: Die Frage der Land- Steuer in Palästina wird gegenwärtig einer eingehenden Betrachtung unterzogen; ich bin noch nicht in der Lage, etwas darüber mitzuteilen. PalästiM-üemflse in Berlin Auf Initiative des Maschbir und der zionistischen Exekutive wurde eine größere Sendung Blumenkohl, der hauptsächlich aus den Arbeiterbetrieben des Emek stammt, nach Europa geschickt. Aus Transport gründen mußte die Sendung, die eigentlich für Berlin bestimmt war, von Triest nach Wien geleitet werden. Die Fehler, die beim Transport aus Mangel an genügender Erfahrung sowohl der Verkehrswege wie der Verpackung entstanden, brachten es mit sich, daß nur ein Teil des Transportes im verkaufsfähigen Zustand anlangte. Die Qualität der Produkte dagegen wird sowohl von den Verkäufern in Wien wie auch von den Sadtverständigen in Berlin als ganz erstklassig und außerhalb jeder Konkurrenz bezeichnet. Die mittleren und geringeren Sorten des palästinensischen Blumenkohls entsprechen den besten Sorten des sonst als beste Ware geltenden norditalienischen und holländischen Blumenkohls. Es ist geplant, in der nächsten Zeit den Export von Tomaten und Gurken zu versuchen. 10 sei Zi en Ne Na Ai da R Ist, ihre Fest euroj als c Wem in ei arner Schlu Kons Philo sensa brin der gar Mar der Sachi trage Rege weg Wie?e ז: m I m ff "s St ,V! m ind tu nur die der im wi de UI Ei v< PI d< V fa Fi ui 11■ jfl di P di