Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1926-02-16 · Heft 13 (16.2.1926) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXI (1926)
Issue
Heft 13 (16.2.1926)
Date
1926-02-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2651273-2652785-2652798--18062-2675788
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 13 Sette-'94■■ - JUEÖISCHE RUNDSCHAU Nr. schlummert, zur schemenhaften Unwirklichkeit zu verflüchtigen und den Gedanken einer anderen als religiösen jüdischen Betätigung zu bekämpfen. In der Nachkriegszeit wurde die Agudah gezwungen, der Paliistinasehnsticht der Massen Rechnung zu tragen, wenn sie nicht verschwinden wollte. Und so ahmte sie mit einer geradezu komisch wirkenden Geschicklichkeit alle zionistischen Institutionen vom Kongreß bis zum Keren Hajessod getreulich nach. Wir könnten uns nur freuen über diese Anerkennung des Gegners und über die Tatsache, daß die Agudah gezwungen wurde, wenn auch in bescheidenfctn Ausmaß, in Palästina zu arbeiten. Nun aber hat die Sache natürlich einen parteipolitischen Beigeschmack. Indem die Agudah gewissermaßen ״Zionismus-Ersatz“ liefert, wobei sie den opportunistischen Neigungen weiter Kreise noch überdies entgegenzukommen bereit ist, versucht sie, parteipolitisches Kapital für sich zu schlagen. Es fehlt nicht mehr viel und die Agudah wird verkünden, daß sie die einzige wahre Vertreterin des Pa- Iästlna-Gedankens ist. Die■ Folge dieses parteipolitisehen Mißbrauchs ist die Störung jeder gesamtjiidischcn Aktion. Am deutlichsten hat sich dies in den letzten ,Wochen in Amerika gezeigt, wo man mit den verwerte lichsten Mitteln arbeitete, indem man den lächerlichen Kampf gegen Stephen Wise inszenierte, um ein Argument gegen den allgemeinen Palästina-Drive m haben. Gleichzeitig kam eine Delegation der Agudah, mit den Herren Ehrmann und Rosenheim aus Frankfurt a. M. an der Spitze, nach Amerika, und man arrangierte dort einen Drei-Millioncn-Dollar-Drive. Dagegen wäre an sich nichts einzuwenden, denn viele Organisationen und Vereine sammeln Geld in Amerika für die verschiedensten Zwecke, für Synagogen, Jeschuvoth, Krankenhäuser usw. Aber siehe da, die Agudah sammelt Geld nicht für diese Zwecke, die doch ihr natürliches Arbeitsgebiet bilden, sondern ihre erste große Geldsammlung geht unter der Firma — man traut seinen Augen kaum ־— Palästina! Die Herren wissen sehr gut, was sie tun. ln sechsjähriger aufreibender Arbeit hat der Keren Hajessod das ameri- Iranische Judentum für sich gewonnen. Palästina ist heute der populärste Gedanke in Amerika. Wie immer, wollen die Herren der Agudah nun auch von dieser Stimmung schmarotzen. Sie haben schnell ein Programm zur Hand, bemächtigen sich der Palästina-Ideologie, verzieren sie mit einigen antizionistischen Atrappen, und hoffen auf diese Weise — Geld zu bekommen. Vielleicht wird es ihnen sogar gelingen, denn es gibt überall kritiklose Massen. Vielleicht werden sie auch zwar selbst nicht besonders viel bekommen, aber doch durch die mit ihrem Drive verbundene anti-zionistische Agitation den grobe!! 7irHH,tekclien Palästina-Drive schädigen. Sie wer- 4en mit ihren. V trleamduogen, daß, der 'Zionismus. ..die ritit■!!־teutlft#/%«tefdrflellYA!ntt׳*•-tfed«!׳'" Sit (iSSis&vimdsi ausgerechnet'bei der' ״Frankfurter Zeitung“ soviel 'Glück gehabt haben, vielleicht auch ein paar Leute in Amerika vom Geldgeben für Palästina abhalten. Wohl selten ist die destruktive parteipolitische Tendenz so kraß in Erscheinung getreten, wie bei diesem Palästina-Drive. Dies wird auch dadurch nicht geändert, daß die Leitartikel der agudistischen Presse von salbungsvollem Selbstlob triefen. Es wird der Tag kommen, an dem die jüdischen Massen, in denen jüdische Religiositat wirklich lebendig ist, sich von der Vormundschaft dieser selbstsicheren satten machtgierigen Schicht befreien werden. *' Wir glaubten am vergangenen Freitag, daß unsere Polemik mit der ״Frankfurter Zeitung“ zu Ende ist. Wir waren nicht gefaßt darauf, daß zur gleichen Zeit, als in Berlin unsere Nummer vom 12. Februar mit dem Artikel ״Das Problem der nationalen Minderheit“ gedruckt wurde, in Frankfurt im Abendblatt vom 12. Februar ein Leitartikel erscheinen wird, der uns zu einem kurzen Nachwort zwingt. Von allen Aufsätzen, die die ״Frankfurter Zeitung“ der Frage des Zionismus widmete, ist dieser letzte der erstaunlichste. Man könnte fast sentimental, werden und einen Trauergesang anstimmen über die Unmöglichkeit einer Aussprache und einer Verständigung zwischen gebildeten Menschen über, wie wir glauben, ziemlich einfache Dinge. Unsere Feststellung, daß die Redaktion der ״Frankfurter Zeitung“ keineswegs objektiv die Wahrheit sucht, sondern lediglich Interessen dient, die auf einer vorgefaßten Meinung basieren, wird durch den letzten Artikel in überraschender Weise bestätigt. Wir wollen nicht auf alle Teile dieses Artikels eingehen, uns z. B. nicht mit der Behauptung beschäftigen, daß ״in Südrußland in einem Jahre mehr Juden angesiedelt werden können als in vierzig Jahren in Pa- Iästina“, auch nicht mit der Frage des ״Rechtes der Juden auf Palästina“, das die ״Frankfurter Zeitung“ mit dem Rechte der Deutschen auf Wiederherstellung des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation vergleicht Wir bleiben bei dem auch von der ״Frankfurter Zeitung“ als Hauptsache bezeichnten Problem der ״z w e i V a t e rlande r“, das wir in den Mittelpunkt der Debatte gestellt haben. Hier ist es wohl notwendig, den Absatz wörtlich Z« zitieren. Die ״Frankfurter Zeitung“ schreibt: ״Dies völlig klarzustellen ist um so nötiger, als der Zionismus in seinen Erwiderungen behauptet nichts anderes zu meinen als wir. Nirgends täuscht er sich gründlicher als in diesem Punkte. Wir wissen schon lange, daß der Zionismus nicht wünscht, seine Beziehung zu dem Vaterlande Palä- «tina staatspolitisch ausgewertet zu sehen. Aber man darf die/Augen nicht vor den Tatsachen verschließen, die das unmöglich machen. Wir stellen die Frage: Wo haben' Deutsche, die dauernd in Polen, in der Tschechoslowakei oder etwa in Italien leben, ihre nationale Heimstätte? Oder, um den heutigen Verhältnissen besser zu entsprechen: Wo müßte sie sein? Man braucht das Wort ״Heimstätte“ nur auszusprechen, um sofort auf die richtige Antwort gestoßen zu werden. Die Heimstätte׳ hat man, müßte man natürlich dort haben, wo man sein Leben verbringt, eine Existenz gründet und sic durchführt. Wie könnte es anders sein? Man kann doch nicht dauernd in der Luft schweben. Und nicht nur das Heim, sondern auch die nationale Heimsiütte hat man, müßte man haben, wo man eingesessen ist. Der ganze Kampf für dgs Recht der Minoritäten geht darum, auf dem Boden ihrer Heimat als Mitglieder" ihrer nationalen Kulturgemeinschaft leben zu dürfen. Es ist ein naiürliebes Recht, mit dem Menschen geboren, und nur .v.if Grund der Gerechtigkeit kann die Ungunst historischer Schicksale nusgeglichen werden. Deutschland etwa wäre gar nicht imstande, die Deut eben der Diaspora aufzi.neiimen, aber die meisten würden es auch gar nicht wollen, dam sie sind ja trotz allem in ihrem Heim verwurzelt. Es muß einfach mögl.ch sein, möglich werden, daß Minoruä.en an ihrem Orte leben können, ohne in ihrer national-kulturellen tagenart bedrängt zu sein — sie müssen dort ihre nationale Heimstätte haben, dort, wo sie staatlich * eingegliedert sind, bei voller politischen Loyalität diesem Staate gegenüber. Vielleicht werden die Zionisten nun doch endlich merken, daß ein selbstgewollter Unterschied 71! ihrem Nachteile besteht. Wir wünschen freilich, daß Deutsche, wo immer sie seien, ihrer Kultur treu bleiben mögen, aber wir wünschen nicht, so kurzsichtig׳ zu sein, daß wir ihnen zumuteien, ihre nationale Hcimsiätic von dem Boden zu trennen, auf dem sie leben. Auf die Zionisten angewandt, ergäbe sich also folgende Analogie: Wenn sic sich schon darauf kaprizieren, eine nationale Minderheit zu sein, dann müßten doch diejenigen Zionisten, die in Deutschland ihren Wohnsitz, haben und nicht auswandern, ihre nationale■ Heimstätte eben in Deutschland sehen, die französischen in Frankreich usw. Aber (.las tun sie nicht. Nach ihrem eigenen Wunsche liegt ihre nationale Heimstätte so wenig in Europa, daß sic sich gcradezu in Asien befindet, in IVii »i:!a. Der Unterschied zwischen ihnen und anderen nationalen Minderheiten isi offenbar, und man muß einen fabelhaften Optimismus haben, um zu meinen, das würde, wenn es sich einmal ausgewirkt hat, keine Konsequenzen haben!“ Was soll man gegen eine derartige Argumentation machen? Es scheint, daß der Verfasser des Artikels von seinem Vertrauensmann und Sachverständigen für jüdische Angelegenheiten ein gutes Maß Pilpul gelernt hat. Wir wollen versuchen, den Knoten zu entwirren. Es ist zunächst eine terminologische Frage. ״Nationale Heimstätte“ bedeutet nach unserer Meinung die Heimstätte der Nation. Also ist ein logischer Unterschied zwischen privater Heimstätte und natio- 11a! er Heimstätte, auch wenn die beiden faktisch meist zusammenfallen. Für die Gesamtheit der Nation ist es relativ unwichtig, wo das Individuum X oder Y seine Heimstätte hat und in welchen komplizierten nationalen, kulturellen oder politischen Verhältnissen dieses Individtuun X oder Y steht. Wichtig aber ist, daß das maßgebende Zentrum der Nation,' unabhängig sogar von numerischen Gesichtspunkten (bekanntlich leben in Amerika mehr Iren als in Irland), an einen bestimmten Punkt der Welt gebunden ist, der in geistiger Bez»eh«fiwum * night zu fir* '׳das׳׳׳Gcsamtvolk eil!׳(«. Bedeutung hat; 'Wir ä&H’־ ks seine Existenz von seinem Beginn. vorstdiungsmäßig verbindet. Auf die Frage: Wo ist des Deutscher — nationale Heimstätte? wird kein Mensch antworten: in Italien oder in der Tschechoslowakei, weil es auch dort gute Deutsche gibt. ״Der Deutsche“, gewissermaßen der abstrakte Deutsche, hat doch wollt keine andere nationale Heimstätte als Deutschland. Der Leitartikler der ״Frankfurter Zeitung“ will keinen Unterschied machen zwischen den Begriffen nationale Heimstätte, Heimstätte und Vaterland im staatspolitisehen Sinn. Wir können ihm den Gefallen tun, uns einen Augenblick auf diesen von ihm gewählten schwankendeu begrifflichen Boden zu stellen, und können ihn dann beruhigen, daß nach unserer, d. 11. nach zionistischer Auffassung, unser Fall, sofern das Problem der zwei Vaterländer in Frage kommt, völlig analog ist dem von ihm zitierten. Bei Anwendung seiner Terminologie ist nämlich die ״nationale Heimstätte“ des in Deutschland lebenden Zionisten auch Deutschland, in demselben Sinn wie die ״nationale Heimstätte“ der Südtiroler Deutschen Italien heißt. Wir allerdings halten diese Terminologie für falsch und irreführend und niemandern nützlich. Die nationale Heimstätte der Deutsehen, d. 11. die Heimstätte der deutschen Nation, ist, um im Deutsch der ״F. Z.“ zu bleiben, so wenig in Italien, daß sie sich geradezu in Deutschland befindet; die etwa in Ungarn lebenden Deutschen, d e den kulturellen Zusammenhang mit dem Deutschtum wahren wollen, werden bei aller loyalen Treue für ihr ungarisches Vaterland, gewisse Beziehungen zu diesem Zentrum ihrer Nation aufrechterhalten. Tun sie das nicht, dann werden sie wahrscheinlich nicht lange existieren. Wenn der Leitartikler der ״F. Z.“ sagt: ״Es muß einfach möglich sein, möglich werden, daß Minoritäten an ihrem Orte leben können, ohne in ihrer national-kulturellen Eigenart bedrängt zu sein“, — so ist seine Auffassung der Steilung der Zionisten in Deutschland ein Schlag ins Gesicht seiner eigenen These. Er kann sich das erlauben, denn er fühlt siclj im Besitze der Macht und ist im Kampfe gegen ein schwächeres Element. Hier ist e r der Mussolini. Und während man Mussolini zugute halten kann, daß er nicht lediglich von rechtlichen, sondern von machtpolitischen Erwägungen ausgeht, da er jenseits der Grenze das Säbelrasseln der Nationalisten vernimmt, so ,ist den Juden gegenüber, die keine Kanonen und nicht einmal eine schwarze Reichswehr besitzen, sondern lediglich die Waffen der Logik und des Rechtes, der machtpolitische Standpunkt um so verwerflicher, allerdings auch — in dieser Weit — begreiflicher. Es wird wohl noch sehr viel Wasser durch den Main fließen müssen, bevor man in Frankfurt imstande sein wird, die Judenfrage Vorurteils- und ,affektlos nach ihrem Wesen zu sehen und 2« beurteilet!. , Die Parole der Exekattve Das zionistische Zentralorgan ״Haolam“ (London) veröffentiieht einen Artikel anläßlich der von der Exekutive ausgegebenen Parole ״Der Monat der Zionistischen Organ!־ sation“. Der Artikel enthält zunächst einen Rückblick aut die erste Periode des Zionismus, wo politische Erfolge und Stärkung der Organisation Hand in Hand gingen und sich wechselseitig _ beförderten, auf die folgende zweite Periode des quantitativen Rückganges, wo aber eine Vertiefung der Propaganda und der Gedanke der Erziehung zur kulturellen Verbundenheit mit dem Judentum Fortschritte machte, und kommt dann aut die dritte Periode zu sprechen, wo die politischen Erfolge nicht mehr durch die Organisation, sondern nur durch praktische Palästinaarbcit gesichert werden konnten, . In dieser dritten Periode mußten die Kräfte auf Keren Hajessod und Keren Kajemctli konzentriert werden, so daß die Organisation selbst zu kurz kam. Der Artikel führt noch andere Gründe für die Schwächung der Organ!- sation an (wie z. B. die Stärkung der kulturpolitischen und sozialpolitischen Sonderinteressen der Gruppen), und fährt dann fort: ״Die zionistische Exekutive hat jedoch jetzt den Zeitpunkt für gekommen gehalten, wieder einmal zur Arbeit in der Zionistischen Organisation und an der Zionistischen Organisation auf/urufen. Schon zeigt sich der Widerhall ihres Appells, in allen zionistischen Verbänden regt sich der Wiile zur Mitarbeit. Man versteht, daß die Arbeit für die Gesamtorganisation nicht im Gegensatz steht zu den Bemühungen jeder einzelnen zionistischen Anschauung, Gruppe oder Partei, sich selbst zur Geltung zu bringen. Die Einführung des Einheitsschckcls hat eine Erneuerung, neutraler Propaganda erleichtert. Hunderttausende Zionisten verstehen, daß die Zionistische Organisation nicht ein Apparat zur Eintreibung von Geldmitteln ist, sondern daß sie die notwendige Form darstellt, in welcher der L. cbcnswillc des jüdischen Volkes organisatorisch zusammengetafit werden muß. Ueberall in der zionistischen Bewegung wird verstanden, daß politische und finanzielle Aktionen nur dann ihres ephemeren Charakters entkleidet und für die Dauer fruchtbar gemacht werden können, wenn die Organisation, das ist das geistige Zentrum, stark ist, von dem sie ausgehen, und ohne das sie nicht möglich wären. Der Jischuw in Palästina fühlt und erklärt, daß er nur, gestützt an eine starke Zionistische Organisation und von •ihr getragen, seine Pionieraufgabe erfüllen kann. Unter günstigen Vorzeichen hat die Vorbereitung zum ״Monat der Zionistischen Organisation“ eingesetzt. Die Parole ist ausgegangen, daß in allen zionistischen VerLä ־!den bis in die kleinste zionistische Gruppe hinein zur gleichen Zeit eine gleichartige Anstrengung gemacht werde, um neue Anhänger zu werben, die sich ohne Einschränkung zu unserem Programm bekennen, um die alten Anhänger in Glauben an den Zionismus zu festigen und zu stärken. Die Exekutive will alle diejenigen wieder in unsere Reihen ziehen, die abseits gestanden haben, weil man sie nicht rief und sie kein Feld für zionistische Betätigung sahen. Die Exekutive wünscht, in den zionistischen Reihen den Willen zur Zionistischen Organisatiön wieder zu erwecken. Der Wille zur Zionistischen Organisation: das ist die Parole für die zionistische Arbeit der kommenden Periode. Wird diese Parole richtig verstanden und, ausgeführt, so wird es nicht zum Schaden, sondern zum ■Segen unserer Arbeit jn Palästina sein. 'Keren H aj essöd und ■ « er e »-K a j eiii e 11» ׳werden arbeiten, unsere politischen Aktionen werden in einer Atmo- Sphäre vor sich gehen, die nicht von innerem Pärteizwist vergiftet ist. Versuche, die Basis unserer Arbeit durch Kooperation mit anderen jüdischen Gruppen zu verbreitem, werden nicht aut Mißtrauen stoßen, wenn sich gleichzeitig die' Erfolge der Aktion für die Verstärkung unserer eigenen zionistischen Gebäudes einstellen.“ (‘aiästisa und Aegypten Jerusalem, 10. Februar. (J. T. A.) Die palästinensisch-arabische Exekutive sandte an König Fuad von Aegypten, an die ägyptische Regierung und an die Regierungsparteien eine Resolution, in welcher gegen den Beschluß des ägyptischen Ministerrates, wonach die Position der britischen Regierung in Palästina und im Irak anerkannt und nur Aegypten sich das Recht, an der Regelung der ägyptisch-palästinensischen Grenze mitzuwirken, vorbehält, protestiert wird. Dieser Beschluß der ägyptischen Regierung — heißt es in der Resolution der palästinensisch-arabischen Exekutive bedeutet eine strikte A n ■ erkennung der Politik des Jüdischen Nation a 1 h ei m s , der sich die palästinensischen Araber widersetzen, wobei sie glaubten, die Unterstützung jeder moslemitisehen Macht, also auch Aegyptens, erwarten zu dürfen. Kairo, 8. Februar. (J. T. A.) Die Zeitung ״El A h r a m“ klagt im Leitartikel, daß Aegypten das einzige islamische Land sei, das das Jüdische Nationalheim in Pa- Iästina anerkannt hat. Indem die ägyptische Regierung die Position der britischen Regierung in Palästina und im Irak vorbehaltlich der Regelung der palästinensisch-ägyptischen Grenze anerkannt hat, hat sie klar zu verstehen gegeben, daß sie damit auch die Errichtung des Jüdischen Nationalheims, die Einrichtung der Jewish Agency usw. anerkennt. Der Vorbehalt bezüglich der Grenzen ist dazu bestimmt, aut das Volk Eindruck zu machen, denn die Grenzen sind ja längst festgesetzt. (Inzwischen hat, wie verlautet, auch Ihn Saud, in seinem mit dem englischen Bevollmächtigten Sir Gilbert Clayton abgeschlossenen Vertrag das Jüdische Nationalheim anerkannt.) Die Forderungen der Assefath haniweharim Nach der Londoner ״jewish Times“ hat die palästinensische Regierung die von der Assefath haniwcharim während ihrer letzten Tagung beschlossene^ Resolutionen in einem freundlich gehaltenen Schreiben beantwortet. Die Regierung erklärt sich bereit, das hebräisehe Schul werk unter der Bedingung zu subvention i e r c n , daß der Regierung ein gewisses Kontrollrecht eingeräumt werde. Ferner erklärt die Regierung ilye Bereit- Willigkeit, jüdische Beamte und Arbeiter zu beschäftigen, unter der Voraussetzung, daß diese von der Regierung beschäftigten Personen auf jede weitere Unterstützung durch. die jüdischen Organisationen verzichten. Das im Lande noch geltende türkische Steuergesetz wird allmählich abgebaut werden. Die bestehenden Immigrationsvorschriften können keine Aenderung erfahren, sollen jedoch in einem die jüdischen Forderungen berücksichtigenden Sinne zur Anwendung gelangen. Die Rechte der hebräisch n Sprache werden von der Regierung geschützt werden. Schließlich erklärt die Regierung, daß sie in nächster Zeit die Möglichkeiten schaffen wird, brachliegende Staatsländereien jüdisehen Kolonisten zur Verfügung zu stellen. W Zionist folgend über E der Ei Der Ol sation zentral mit wi den j Genoss m i ß b nassen aus de trete U 1 * *י a k z c die Fr Klubpr für de der \ zuberu W per I Sejmkl das P! Fordei glcrun Gemäl r ats den J D präsid daß s Oberr; kön r erwies zur E auch dlschc D Abg. der T Vizep Reich da sk tio n gen z Wahl E Präsk heit, Zeit י Prote Jiidisi j zionis A Riickl es d! des Orü Kör pli 11 V Sejm■ Inter! schrä gesel clausi Regi< jeder zurüc aber Die Tat das Studi Univ versi meid am l Akad mie t Judei Proz einer sein. Behl 45 F ist! berg Atm in c nocl bräi zeit! finai hat den teri Re ver! daß poli zei den (30! of

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.