Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXI (1926)
- Issue
- Heft 9 (2.2.1926)
- Date
- 1926-02-02
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 64 JÜEDISCHE RUNDSCHAU Nr, § deutende*‘ Polemik der ״Jüd. Rundschau“ läßt sic un* beachtet, druckt jedoch einen Aufsatz von Dr. Ernst Simon ab, auf den sie in einer ausführlicheren Nachbemerkung erw idert. Wir wollen au dieser Stelle nicht in Einzelheiten der Auseinandersetzung ein treten, da wir Dr. Ernst Simon selbst das Wort zu einer Replik geben werden. Nur darum erwähnen wir hier diese Diskussion, weil die Nachbemerkung der ״Frankfurter Zeitung“ in einer geradezu erstaunlichen Weise zeigt, wie wenig selbst politisch geschulte Leitartikler auf einem ihnen offenbar ungewohnten Gebiete in Analogien zu denken vermögen. Simon hat in Entgegnung auf den Vorhalt der ״Frkft. Ztg.”, die Zionisten würden im Entscheidungskampf zwischen Asien und England Partei nehmen müssen, darauf hingewiesen, daß es für den Zionismus darauf ankomme, in der Auseinandersetzung der beiden großen Weltsysteme England und Rußland (dies die Vormacht auch der erwachenden asiatischen Völker) gewissermaßen ״ohne Option durchzukornmen“ und daß der Zionismus hier vor einem ähnlichen Problem stünde, wie Deutschland in Locarno. Gemeint ist, wie jedem Leser klar sein muß, die Schwierigkeit, die für Deutschland in Locarno darin lag, sich den Weststaaten politisch zu nähern, ohne darum in Gegensatz zu seinem östlichen Nachbar Rußland zu gelangen, also gewissermaßen ״ohne Option“ zwischen den beiden Mächtegruppen zu balancieren. Diese Analogie mißversteht die ״Frkft. Ztg.“ so, daß sie sie mit dem Hinweis entkräften zu können glaubt, daß Deutschland ״mitten in Europa liege“ und sich, ״keinen Fetzen Landes“ in Asien werde anhängen lassen. Die deutsche liberale Presse wird nervös, wenn das Wort Locarno fällt und wenn man sic zwingen will, zuzugeben, daß nach obersten liberalen Grundsitzen dein einen recht sein muß, was dem andern billig ist. Auch der Liberalismus hat eben auf gewissen Gebieten den Rechtsboden unbewußt verlassen und segelt völlig in der Begriffswelt 'der Machtpolitik. Dies allein verhindert ihn, zu verstehen, daß bestimmte, nicht zu ändernde geschichtliche Entwicklungen und Schicksale eine Ausnah in eb c ha n d 1 u n g bestimmter Gruppen notwendig machen können, selbst wenn dies dem schablonenhaften Denken unangenehm ist. Nach den Grundsätzen eines wahren Liberalismus haben die Deutschen in Südtirol auf Grund ihrer Geschichte, ihres Wesens und ihrer Tradition Anspruch auf Wallrung ihrer nationalen Eigenart. Nach denselben Grundsitzen haben jedoch die national fühlenden Juden in Deutschland das Recht, ihre jüdischen Güter zu pflegen und mit ihrem nationalen Zentrum Palästina einen Kontakt zu unterhalten. Viel eher noch könnte man verstehen, d§0 Italien bei Duldung des Tiroler Dewteehtümsbefurchten inuß^jlipiT. schaffen, der .dfe Integrität־'*ieifes ■RÄhes geÄHrden könnte; denn der Nachbar der Tiroler Deutsehen ist ,das große Deutsche Reich. Keine derartige Befürchtung ist in bezug auf Palästina möglich, denn niemals wird Palästina als Staat Anspruch erheben auf irgendeinen Teil Deutschlands. Selbstverständlich ist der von der ״Frkft. Ztg.“ geschaffene Terminus ״zwei Vaterländer haben״ auch völlig irreführend, da darunter eine doppelte Staatsbürgerschaft verstanden werden könnte. Darum kann es sich nicht handeln, denn die in Deutschland wohnenden Juden und Zionisten werden ebensowenig die palästinensische Staatsbürgerschaft annehmen wie die von der ״Frkft. Ztg.” zitierter» Deutsch-Amerikaner die deutsche Staatsbürgerschaff. Aber wenn sie auch vollwertige deutsche Staatsbürger sind und bleiben, so wollen sie doch auf die Pflege der Beziehungen zu ihrem jahrtausendealten Volkstum nicht verachten. Damit begeben wir uns allerdings in eine Ausnahmestellung, und wir sind uns dessen bewußt, daß das Leben für uns dadurch erschwert wird, im Vergleich mit andern Durchschnittsbürgern, die diese Problematik nicht haben. Aber wir nehmen diese Erschwerung freudig auf uns, weil wir überzeugt sind, daß durch sie große kulturelle und menschliche Werte bewahrt werden. Daß wir sic auf uns nehmen, ist unsere Sache, dies muß unsere Freiheit sein. Der Staat hat sich da nicht hincinzuniischen, sondern uncingeschränkt diese Möglichkeit eiueni Teil seiner Bürger zu gewähren, die umso innerlicher und fester mit dem Staat verknüpft sein werden, je vollkommener er ihnen die Möglichkeit eines anständigen, nicht charakterlosen Lebens gibt und je mehr Verständnis er für ihre schicksalhafte, geschichtlich gewordene, gewaltsam nicht zu beseitigende Ausnahmestellung beweist. Dies nennen wir Liberalismus im edelsten Sinn und wir glauben, daß mir das Durchdringen einer wirklich liberalen Staatsauffassung die Menschheit vor .Katastrophen bewahren kann, die viel ärger sein werden als der Weltkrieg war. Die Italiener deutscher Nationalität haben ebensowenig ״zwei Vaterländer“ wie die!Aalen deutscher Nationalität und wie die Deutsch-Amerikaner. Sie haben politisch ein Vaterland, das nicht das Deutsche Reich ist, aber kein Deutscher wird wünschen, daß sic deswegeh ihre Verbindung mit deutschem Wesen und deutscher Kultur aufgeben. Auch die Zionisten haben politisch nur ein Vaterland, dem sie als Staatsbürger angeboren. Sie können aber ebensowenig auf ihre Verbindung mit jüdischer Art und jüdischer Aufgabe verzichten. Das Problem des Zionismus ist gar nicht so einzigartig wie es manchen Politikern scheint, die keine Analogien zu sehen vermögen. Sie lassen Gefühle statt Argumente sprechen und begehen damit die schwerste Ungerechtigkeit. Es liegt aber in unser aller Interesse, daß wir nicht aneinander vorbeireden, sondern ohne Voreingenommenheit den Tatbestand prüfen. R. W. Jiegei die amerikanisches Eiswanderangsbestimmoflgen New York. 27. Januar. (J. T. A.) Louis Mars hall, Präsident des amerikanisch-jüdischen Komitees, und das jiidische Kongr:ßmitglied Perlman wurden dieser Tage von der Einwanderungskonimission des Repräsentantenhauses verhört. Beide richteten einen Appell an die Kommission, die Aendcrung der Iinniigr.niten-Bill iu der Welse zu befürworten, daß Verwandte von Bürgern und Deklaranten (solche, die ein Recht haben, Gesuche um Bürgerschafts-Verleihung einzureichen) ungeachtet der Quote einwaitdern dürfen. Kurz darauf erschien auch Dr. Stepheu S. Wisc, der Präsident des amerikanisch-jüdischen Kongresses, vor der Kommission und appellierte in dein gleichen Sinne. Wie verlautet, unterstützt Präsident Coolidgc diese Forderungen. Ein in der Carnegie-Hall stattgefuadencs Massen-Mcefin״ forderte in einer Resolution den Kongreß der Vereinigten Staaten auf, das Einwanderungsgesetz zu ״vermenschlichen״, indem Männern, Frauen, Eltern und Kindern amerikanischer Bürger und Deklaranfen die Einreise über die Quote hinaus gestattet werde. Nathan D. Perlman, Alfred L. Mills, F. H. La Guard i a, Dr. Alfred W. Anthony von der Föderation der Kirchen, B. C. Vf.adek, Redakteur des ״Vorwärts“ u. a. m. Vor dem Masseu-Meeting hielt der Jüdische Große Rat eine Beratung ira Zentralen Jüdischen Institut ab, der etwa 500 Delegierte von 200 jüdischen Organisationen beiwohnten. In einer Resolution wurden sämtliche jüdischen Vereinigungen New Yorks aufgerufen, sich mit dein Rat in der Bekämpfung der Grausamkeiten des Einwsnderungsgesetzes zu vereinigen. wie Lage der rBasischen Emigranten Eine Abordnung des Verbandes der russischen Juden in Deutschland unter Führung des Präsidenten, Staatsrat Dr. Jacob T e i t e 1, besuchte den in Berlin weilenden Leiter des Internationalen Arbeitsamtes des Völkerbundes, den früheren Minister Albert Thomas. Die Abordnung überreichte Herrn Thomas ein Memorandum, in welchem auf die traurige wirtschaftliche und staatsrechtliche Lage der russischen Emigranten im Auslande hingewiesen wird. Albert Thomas erwiderte, die demnächst in Genf stattfindende Konferenz von Vertretern der interessierten Regierungen werde die Frage der Nansen-Pässe regeln. Ein jüdischer Dichter aus Polen vor dem deutschen Gericht in Berlin ,Eindrücke aus dem G e r i c h t ss aa 1/ Nein, der Titel i-t zu bombastisch: ״Deutsches Gericht in Berlin”, ,,Eindrücke aus dem Gerichtssaal”, —• man erwartet nach dieser Ankündigung das Abrollen eines grandiosen Prozesses, während cs in Wahrheit eine sehr gemütliche Flauderei zwischen Richter und Angeklagten, zwischen Staatsanwalt und Verteidiger war. Es fehlte nur die weißgedecktc Tafel, an der der Gerichtsdiener in der Rolle des ״Obers” Tee serviert, während der Dichter den gestrengen Richtern aus seinen Werken vorträgt. Vor Gericht steht der Dichter Abraham Nachutn Step• zel, gebürtig aus Czenstocliau. Seine Missetat besteht darin, daß er seinerzeit die deutsche Grenze illegal passiert hat und «ich ohne Genehmigung in Berlin aufhält. Das erste Mal wurde der Sünder zu drei Monaten Gefängnis verurteil:, die zweite Instanz verringerte die Strafe auf einen Monat und nun steht er zum dritten Male vor dem Tribunal. Trotzdem der Dichter sich fünf Jahre in Deutschland aufhält, kann man ihm kaum dcu Vorwurf machen, daß er sich dcu• Bräuchen des Landes angopaßt hätte. Das geht aus der Unterhaltung mit den Richtern hervor. — ״Ihre Beschäftigung?” — fragt der Vorsitzende, dcui cs sichtlich schwer wird, den vorgcschricbenea amtlichen Ernst zu bewahren, beim Anblick des ״Verbrechers“, der ungeniert mit dcu Händen in den Hosentaschen vor ihm steht. Es fehlt nur noch die unvermeidliche Zigarette im Munde. —- ״Ich bin ein Dichter“ — sagte Stenzei — ״das heißt ein Lyriker", verbessert er sich sofort. ,,Früher”, sagt er, ״war ich nicht so bekannt, jetzt aber bin ich berühmt und ich muß ihnen sagen, daß” — Der Vorsitzende will hier eine Bemerkung machen, Stetuel aber läßt sich nicht unterbrechen, nimmt hastig eine Hand aus der Tasche: ״Einen Moment! Ich will Innen nur erzählen, daß meine Lieder ...” So etwas passiert dem Vorsitzenden, Landesgerichtsdirekter Dr. Eriker, gewiß zum ersten Male, daß ihn ein Angeklagter unterbricht. .Aber aufgeregt wird er trotzdem nicht; man merkt ihm nur eine gewisse Perplexheit an, da ihn der Beschuldigte einfach nicht zu Worte kommen läßt. Er verständigt sich lächelnd mit beiden Beisitzern, von denen einer dem schönen Geschlecht angehört das Neueste in Deutschland; — auch der Staatsanwalt verliert sein ernstes Gesicht und alle hören gehorsam die Lektion an, die ihnen Strmre! über seine Lieder und seine Werke erteilt. — ״Weiß der Beschuldigte” — kommt der Richter endlieh zu Wort —, ״daß er aus Preußen ausgewiesen wurde? Warum ist er dann nicht nach einem anderen deutschen Staat übersicdelt, nach Sachsen, zum Beispiel, oder Bayern?” — ״Ist denn Sachsen und Bayern nicht Deutschland?” . fällt ihm Stenzei dazwischen — ״Was ist denn für ein Unterschied? Ucbrigens, sagt er, ist Berlin eine ganz schöne Stadt (der Vorsitzende dankt ihm für das Kompliment) und gefällt mir gut. Weshalb' sollte ich denn irgend wohin anders fahren?” Der Richter und der Staatsanwalt, auch der Verteidiger, bemühen sich vergebens ihrer Heiterkeit Herr zu werden und der Vorsitzende fragt weiter: — ״Lyrik ist doch nach meiner Meinung eine brotlose Kunst. Können Sie denn davon leben? Und wissen Sie auch, daß" — Stenzei unterbricht ihn abermals: ״Es ist eben bitter. Das Leben ist schwer, aber was soll man tun? Vielleicht können Sie mir einen besseren Rat geben?" Dabei verständigt er sich verstohlen mit einem im .Zu■ hörerraum befindlichen zarten Wesen, welchem der Verlauf der Verhandlung nicht ganz gleichgültig zu sein scheint . . . Per Richter fahrt fort: — _ ״ln der ersten Instanz wurden Sie bolschewistischer Umtriebe in Deutschland verdächtigt und daß Sie” — Hier bricht Stenzei in ein lustiges Gelächter aus und mit ihm lacht der Richter, der Staatsanwalt, der Verteidiger. Es herrscht eine heitere Stimmung. Der ״Bolschewik" ist demaskiert ... — ״Man muß aber schon ein großer Idealist sein, um nur von Dichtung leben zu können” — bemerkt, weiter der Richter. Da hebt der geschickte Verteidiger, Dr. Kalischer, — der sich von dem Honorar dies«־ Klienten gewiß keine Villa im Grunewald wird bauen können — die Iland, auf Stenzel weisend, was besagen soll: Das eben kennzeichnet ihn. Seht ihn Euch nur richtig an! Nr. Das Technikum in Haifa V 1r erhallen folgenden Bericht über die Tätigkeit des lechnikums während des ersten Quartals des Unterrichtsjahrcs 1925/1026: Das Technikum begann das neue• Studienjahr 1925, '26, das zweite seines Bestehens, am 2. November mit einem Eroffmmgsakt, der zugleich der Feier der ßalfonr-Dcklaratlon gewidmet war. Die Zahl der Studenten in der Bauabteilutig hat sich durch die Eröffnung eines neuen lahrcskurses erheblich erhöht. Während der obere Kurs, der in das zweite Studienjahr eingetreten Ist, nur 21׳ Teilnehmer zählt, wurden in den unteren Kurs bis jetzt nahezu 50 neue Studenten aufgenommen. Nur zwei dieser neuen Studenten kommen von palästinensischen Mittelschulen, während das Gros Osteuropa entstammt, Rußland und Polen stellen das Haiiptkontiugent. Weitaus die meisten Studenten weisen eine abgeschlossene Mittelschulbildung auf, einige habet! bereits an auswärtigen technischen Hochschulen studiert. Die Mehrzahl der Kandidaten mußte sich einer Aufnahmeprüfung unterziehen, die sich auf Mathematik, Physik und eine ausreichende Kenntnis der hebräischen Sprache erstreckte. Die Prüfungen hatten das Ergebnis, daß eine Anzahl Kandidaten überhaupt abgewiesen und andere vorläufig nur als außerordentliche Hörer zugelassen wurden, mit der Bedingung, die Aufnahmeprüfung am Ende des 1. Trimesters nacnzuholcn. Die Abendkurse für Arbeiter und Handwerker haben ihren Umfang gegenüber dem Vorjahr erweitert. Sie umfassen gegenwärtig neun verschiedene Kurse für nachstehende Fachgruppen: Bauhandwerker, Holzarbeiter, Schlosser, Elektriker, sowie Telegraphen- und Telephonarbeiter. Einige Kurse bilden den Oberbau zu dcu im Vorjahr abgchajtcncn Kursen innerhalb des Rahmens einer zweijährigen Gcsamtausbildung. Eine wichtige Neuerung bildet ein spezieller Kurs für Poliere des Bauhandwerks. Die Gesamtheit der Besucher hat sich auf rund 150 erhöht. Bemerkensvyert ist, daß sich unter den Teilnehmern auch ein Araber befindet, der die hebräische Sprache ziemlich gut beherrscht. Eine weitere Gruppe arabischer Arbeiter bildet sich gegenwärtig im Hebräischen aus, um dadurch in den Stand gesetzt zu werden, gleichfalls an den Abendkursen teilzunehmen. Um ihren erweiterten Aufgaben gerecht zu werden, wurde der L c h r k ö r p c r der Anstalt erweitert. Für die neu hinzutretenden technischen Fächer des zweiten Jahreskurses und die Erweiterung der Abendkurse gelang es, drei neue Lehrkräfte zu gewinnen, die über eine sehr fangdauernde Praxis und reiche, vielseitige Erfahrungen verfügen: den Architekt A. B ä r w a I d , der vor 15 Jahren die Pläne für die Gebäude des Technikums entworfen hat, für die Fächer: Architektur, Entwerfen von Hochbauten, sowie Baukunde für Holzarbeitei־; ferner die Ingenieure Dr. Ft. Neumann für Baukonstruktioneu und für die Leitung des Polierkurses und A. Badian für Baumaterialien lehre, Technische Mechanik und Geodäsie. Unter den Wahlfächern wurde — außer zwei Kursen für Hebräisch und einem englischen Kursus — noch ein neuer Kursus zur Einführung in die arabische Gebrauchssprache eingerichtet. Getreu den in dem Programm gesteckten Zielen sucht das Technikum — auch über seine eigentlichen Erziehung*- aufgaben hinaus — eine direkte Einwirkung auf die Entwicklung von Technik und Industrie auszuüben. In diesem Sinne stellt es seine Laboratorien und Werkstätten für praktische Versuche zur Lösung konkreter Probleme der Allgemeinheit zur Verfügung. So.hat das chemische Laboratorium .eine An**|i und ist im Begriff, dieses Arbeitsgebiet wesentlich ru erweitern. In den Werkstätten wurde — im Zusammenhang mit einem praktischen Kursus zur Weiterbildung von Schlossern — neben anderen Arbeiten z. Zt. ein Modell für einen neuartigen Windmotor gebaut. Versuche mit einer Beregnungsanlagc auf dem Grundstück des Technikums sind in Vorbereitung. Ferner hat die Anstalt ihre neugeordneten und erweiterten Sammlungen, ihre Bibliothek und das neueingerichtete Lesezimmer auch der Benutzung eines weiteren Publikums geöffnet. Diesem dienen auch sieben allgemeinbildende Vortragsreihen aus verschiedenen Wissensgebieten, die — gemeinsam mit der ״Gesellschaft für wissenschaftliche Fortbildung“ abgehalten wurden. Schließlieh wurde in diesem Jahre die Bearbeitung der h e b r 3 -!sehen Fach-Terminologie auf eine breitere, wirksaniere Basis gestellt, indem durch Hinzuziehung außenstehender Kreise vier gesonderte Fachgruppen geschaffen wurden, die das umfangreiche Material prüfen und zur Veröffentlichung vorbereiten. Lord Piumer hat einen Teil der in Motu 11 ah statioliierten britischen Gendarmerie wieder zurückgezogen, nachdem die palästinensische Nordgrenze von Uecurfällen der syrischen Rebellen nicht mehr!»droht ist. Di ist, w liehe י aber zustan Verstä nomw sichtei Die f Britra F׳ Oedar grund man, eine Europ Sinne das; nicht Beste! die a danke zwiscl begeh B dieses schräi tigen höchs werd< riesig Kalku tieitlic jüdisc obacJi der! befirn gebni Die f aber Syrfei Dane nicht nur hat < Prob! stand im b hervc des unzu Clayi tman unab 1 Arab schei keine heitli Träg Der Vorsitzende setzt seine vorgeschriebene Amtsmiene auf und erteilt mit Würde dem Staatsanwalt das Wort. Hm, leicht gesagt! Sich in Positur werfen und eine Bcscltuldigungsrede gegen den Dichter Stetuel halten. Wo hat denn der Staatsanwalt die Garantie, daß er bei Stenzei mehr Glück haben wird als der Vorsitzende? Daß er ihn ungestört wird reden lassen? Der Staatsanwalt erklärt also. ,,Ich will nicht reden, ich verzichte!” Der Vorsitzende wendet sich hierauf zum Verteidiger. — ״Eigentlich“ — beginnt der Verteidiger — ״habe ich auch nicht viel zu sagen; der Fall spricht schon für sich . . . Laut der Schwere der Beschuldigungen. Bolschewismus usw. gehört mein Klient lebenslänglich ins Zuchthaus aber ich hoffe doch, daß die Richter nicht so grausam sein, sondern ihn freisprechen werden.” Die Beratung des Tribunals währte ungefähr 15 Minuten und ־zurückkebrend beginnt der Vorsitzende folgendermaßen■ — ״Objektiv müßten wir eigentlich den Beschuldigten bestrafen, denn gesündigt hat er auf alle Fälle; subjektiv aber können wir ihn nicht verurteilen, da er selbst nicht davon überzeugt ist, irgend ein Verbrechen begangen zu haben, und so sprechen wir ihn frei.“ ) Irn Cafe, wo wir dann zusammen mit dem Dichter und dem Verteidiger den Freispruch feierten, fragte der Rechts- Beistand seinen Klienten: — ״Nun, Herr Stenzei, And Sie wenigsten: mit dem Urteil zufrieden?” — ״Jo — o — o” . rümpft der Dichter die Nase — ״aber die Richter haben doch keine Ahnung von meinen Versen’’ . . . F. Hermann Wiederkehr Von Eugen Hoeflich (M. J. heil Gawriel). (Dem Andenken meines Vaters.) Warum seufzt du, mein Vater? Das Seufzen, ist es aus deinem Herzen aufgebrochen, oder aus meinem, ist es dein Leid, das aijfseufzt oder das meine? . . . Wie ähnlich sind wir doch einander, du und ich, trage ich doch dein Blut in mit und die .Wünsche und Hoffnungen, die einmal groß und gewi zu ji mein Herz Sohn Wüs Dorr ihres verst fber weiß bist Fren aus < einm die 1 Du i Strei daß mals Fren war Him: Tag, belo; oder einei der i ich I bist unen , imm und Vate noch!י Zeit die Sonr Her! hafti