Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 98 (9.12.1924)
- Date
- 1924-12-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 706 TUE ס ISCHE RUNDSCHAU Nr. m ihm gegenüber beurteilen kann — weit hinter dem ersten Weiht.' Es gab Vorkommnisse, auf welche der Jischuw :.o reagiert lmt, daß man diese Reaktion schmerzlich empfand. Die Diaspora )tat aber in solchen Fallen nicht anders reagiert, mniicluual noch scharfer — und den Ödst in Palästina beurteile ich eben nicht an seiner absoluten Größe, sondern im Vergleiche mit der Diaspora. Ich weiß, daß hier noch ungeheuere Arbeit geleistet werden muß, daß man viele?. Unnötige mit sich übernommen hat, wovon man sieh zu befreien hat, daß die Einstellung in das neue Leben ־ - spcyiell nach Kriegs- und Rcvolutionsjalircu -־־ für manche schwer ist; was ich behaupte, ist nur, daß hier das neue jüdische Leben, auch das geistige, zu blühen .anfängt. Irin Problem für sich ist cs, woher das falsche Urteil kommt. Zuerst vielleicht einfach aus Unwissenheit. Man hat sich die Mühe nicht gegeben, den Geist dort zu suchen, wo er zn finden ist, 7um.1l er sich manchmal in liiigcwohnten formen äußert. Der Intercsscnkrcis ist hier wirklieh vielleicht nicht weit, der Geist ist mehr Bemühung als Errungenschaft, und d,a man zu oft die bitercsscn-Weite mit Geistes Intensität verwechselt, so wendet man sich gelang- ' weilt von den Fragenkomplexen .ab, die mit einer gewissen Monotonie auf der Tagesordnung stehen, ohne auch den Versuch zu machen, die darin zum Ausdruck kommende Cicistescncrgie .auch in ,andere Bahnen zu lenken. Ferner: wenn der jüdische Intellektuelle in der D'asoora lebt, lebt er sehr selten, fast nie, cm wirklich jüdisches Leben: er genießt von dem ganzen Kulturrciehtuni der großen curop.üischen Völker, nebenbei empfängt er auch etwas vom Judentum, trennt aber in .seinem Bewußtsein die beiden Quellen nicht, die summiert, ihm das Empfinden eines toten geistigen Lebens gehen. Man soll aber einmal versuchen, das geistige Leben der Juden in Berlin, London, New York, auch in dem gewesenen Odessa, auch in dem jetzigen Warschau von dem allgemeinen deutschen, englischen, russischen, polnischen!.eben zu abstrahieren, man komme mit dem was bleibt nach Palästina, man vergleiche und mau wird finden, daß die Wagschaic zu Gunsten von Palästina sinken wird. Noch ein anderer Umstand kommt hinzu: matt baut das Land auf — in prosaischem Sinne: Feldurbarmachung, Straßen, Häuser, hie und da eine Fabrik. Der Intellektuelle, der Techniker des Geistes, bleibt manchmal bei diesem Vorherrschen der materiellen Technik beiseite. Er hat nicht diejenige soziale Stellung, begegnet nicht derjenigen Erfurcht, genießt auch manchmal nicht diejenige materielle Lage, die er sich in den letzten Jahrzehnten in der Diaspora erworben hat. Nun, die geringere Schätzung des Formell-Geistigen ist in Palästina, in einem zu neuem Leben entstehenden LandCj nnutisbleibbar —• mehr, sie ist zu begrüßen, ln Palästina wird dem jüdischen Volke der Rücken in jedem Sinne -- nicht nur in Kulturellem — gerade gemacht; es ist ein vielseitiger Prozeß, dessen technische Seite nicht minder wichtig ist als die kulturelle -- der Jude fängt an wirklich, mit eigenen Händen, auf eigenem Boden, sein Haus zu hauen, und nicht nur eleu rein geistigen Problemen zu leben, während die technischen Aufgaben den Anderen überlassen bleiben. In diesem vielseitigen Prozesse, in welchem dem Aufbaucr die Hauptrolle zufällt -- nicht in einer künstlichen Schaffung eines ״geistigen Zentrums“ mit ־ Intellektuellen als zentralen Figuren - ist die Gesundung, ׳ xind auf den Intellektuellen liegt die Pflicht, sich nicht über' diesen Prozeß zu entrüsten, sondern ihm mit Energie und Aufopferung Richtung zu geben, d. 11. in die materielle Technik seine geistige Technik einzustcllcii. Dazu scheinen nicht alle sich entschließen zu können ,und behaupten, daß cs ihnen in dieser Atmosphäre zu eng wäre. Ueber den kulturellen Reichtum eines Gordon oder eines Brenner kann man verschiedener Meinung sein — ihre Geistesempfindsamkeit und ihr Gcistcsrcichtum können aber kaum bestritten werden, und sic haben in dieser ״engen“ Atinospharc geatmet und wurden nicht erstickt. Manches hatten sic ausznsctzcn und manches zu geißeln, aber cs war ihre Welt, die sie zu meistern geholfen haben. Dies ist der Weg des jüdischen Intellektuellen in und außerhalb des Landes. Nahum Sobolow Lcnunl cscii Rumänien An! 25. <1. M. wird in Bukarest die Länderkouferenz der rumänischen Zionisten ziisammcntrcten. Als Repräsentant der Zionistischen Exekutive wird Nahum Sokolow den Beratungen beiwohnen. Herr N. Sokolow wird sich auch an den Keren Hajessod- Konferenzen in Alt-Rumänien, Beßarabien, Bukowina und Trnnssylvanien beteiligen. Sarrtil Obcrltonunissar von Syrien General Weygand ist von seinem Posten als Oberkommissar von Syrien und dem oberen Libanon zurückgetreten, uni in Paris einen wichtigen militärischen Posten zu bekleiden. Zu seinem Nachfolger in Syrien ist General Sarrait ernannt worden. Der neue OberkommLssar ist 69 Jahre all und war viele Jahre hindurch hervorragendes Mitglied der Radikal-Sozialistischen Partei. Er stellt der Politik des französischcn Premiers H erriet sehr nahe. Dr. R0:e;1L2;1n1 bei Herbert Samuel Herbert Samuel empfing am 28. November den früheren Minister für jüdische Angelegenheiten in Litauen, Herrn Dr. 5. Rosen bäum, der dieser Tage in Palästina cingctraffen ist- Dr. Rosaibaum schilderte dem Oberkainmissar die gegen- «־artige Lage der Juden in Litauen. Herbert Samuel brachte diesem Bericht großes Interesse entgegen. Die Asssteliuün <Kt Cwu::1Iheiisv;cd1e ia Jcrusulenj fm Mittelpunkt der palästinensischen Gesundheitswoche steht die Ausstellung in Jerusalem, die von Herbert Samdcl eröffnet und bis jetzt von über 15 000 Personen, davon 5000 am ersten Sonnabend, bcsucht wurde. Die Ausstellung zeigt, wie den Anforderungen der Hygiene in und außerhalb des Hauses leicht und billig nachzukommen ist. Eine Reihe van Läden hat in ihren Schaufenstern spezielle Dekorationen sanitärer Gebrauchsgegenstände, welche zeigen, daß die letzten Errungenschaften auf diesem Gebiete heute in Jerusalem erb ältlich'sind. In allen Städten und Dörfern werden Vorlesungen über Gcsundhcitsprobleme abgchaiten und entsprechende Literatur verteilt. Die Zionistische Orgaaiisation beteiligt sich durch Ausstellung von Photographien und Plänen der* Arbeiter! des Keren Kajemeth zur Bekämpfung der Malaria. 7 777 7-77u«1. ..c'VvkA.,.jt״ j.j'v.iü üvjUUuw^J c״c5g• rio^2sü,25GDcra^erelraia0rag K2r D 2e5CscMc! nd G:;aSO«.»3^. Dgzces Gier eq כסםםמםהםבעי, exEsteas Tagesordnung: Sonntag, den 28. Dezember 1924, vormittag# 10 Uhr Eriilfnunga• Sitzung 1, Änspr־:';: de- Vorsitzenden. 2, Begrüßungen. 3, Wahl des Büros, 1. Ansprache des Präsidenten der Zionistischen Organisatiou Dr. Wclzmann. Sonntag Nachmittag 1. Gciicrnlbericlit des Vorsitzenden über die Arbeit des vergangenen Jahres. 2. Aussprache. Sonntag Abend Aussprache über die Wahlen zu ווו Preußischen Landesverband. (Nur für Delegierte.) Montag, den 29. Dezember 1924 1. Notwendige Reformen der zionistischen Wcltorganis,stior. Referent: Dr. Nahum Goldmann. 2. Aussprache. Montag Nachmittag 1. Voraussetzungen und Erfordernisse der zionistischen Arbeit in Deutschland. Referent: Kurt Blumenf c I d. 2. Aussprache, die in der Abendsitzung fortgesetzt wird. Dienstag, den 80. Dezember vormittags 12 Uhr Konferenz der Vcrlrauensleulc des Keren Hajessod ln Anwesenheit der Herren Dr, Weizmann und Dr. 1־ c i w c 1. (Geschlossene Sitzung־. Trilnahmcbercchtigt: Vertraucnslcufc des Keren Hajessod, Delegiert?, Ersat/dclegiertc.) Tagesordnung: 1. Begrüßung. 2. Die Keren Hajessod-Arbeit in Deutschland. 3. Die Keren Hajessod-Arb-cit in Palästina. 4. Aussprache. Dienstag Nachmittag Abstimmung der Anträge und Wahlen. Büro des, Keren Kajemeth. ■י ־ , Beim Dclcgiortentag wird ein Büro des Keren Kajemeth errichtet. Sämtliche Delegierte und Vertrauensleute desK. K. L. werden gebeten, sich mit dem Büro zwecks Besprechung der N.-F.-Arbeit in Verbindung zu setzen, Die wichtigsten Wahlbcstimmungen. Vor der Vornahme der Wahlen müssen die Gruppen die L a n <1 c s h c i t r ä g c an die Z. V. f. D. (Postscheckkonto Berlin 8001) abgeführt haben. Alle Dclegicrtenwnhlcn müssen snätestens bis zum 21. Dezember dem Büro der Z.V.f.D. gemeldet werden. Unterkunft und Verpflegung. Es kann damit gerechnet werden, daß Zimmer voraussichtlich schon von 2 M. an, inkl. ritueller Verpflegung für 8 M. täglich zu haben sein werden. — Nähere Mitteilungen hierüber werden noch rechtzeitig veröffentlicht werden. Alle Wünsche bezüglich Wohnung, Verpflegung usw. sind an die Zionistische Ortsgruppe Wiesbaden z. H. von Herrn Rciehtsanwalt Dr. Harry, Wiesbaden, Kleine Burg. Straße 2, unter Beifügung einer Freikarte zu richten, Eintrittskarten. Es werden Eintrittskarten für Zuhörer ausgegeben und für die Eröffnungssitzung . . M. 2,— für die folgenden Tage ... M. 1,— Bestellungen unter gleichzeitiger Einsendung des Betrages und eines Freicouverts werden schnellstens an die Z.V. f. D. erbeten. Die Zusendung der Karten wird rechtzeitig nach Fertigstellung erfolgen. Dclcglcrtcntags-Mandate. Zur Uehernahme von Mandaten von Gruppen, die nicht in der Lage sind, eigene Vertreter nach Wiesbaden zu entsenden, haben sicli bereit erklärt: Adolf Pollak-Bcrlin, David Hamburger-Frankfurt a. M., Frau Berta Epstcln-Dulsburg. Anträge. Antrag des Landesvorstandes auf Statutenänderung. (Zur Beschlußfassung Zweidrittclmajorität erforderlich): Ergänztitig von § 8 des Statutes: Das passive Wahlrecht zum Dclcgicrtcntag, Zentralkomitec, Lanclesvorstand oder zu sonstigen Aemtern inner, halb der Z. V. f. F>., stellt nur solchen Angehörigen der Z. V. f. D. zu, die ihre Maasserpfiieht gegenüber dein Keren Hajessod erfüllt haben. Thüringer Zionistische Gesellschalt Die letzte Sitzung der Thüringer Zionistischen Gesellschaft, die am 1(1, November stattfand, war wieder gilt besucht, Dns> vorgesehene Referat mußte leider ausfallcn, doch gab die Aussprache mit unserem Freunde Sallv K .11 / c n st c i 11, der bei seinem vorübergehenden Aufenthalt in Deutschland zufällig anwesend war, viel Anregung und Aufklärung über das Leben der palästinensischen Arbeiter. Die nächste Sitzung findet am Sonntag, den 14. Dez.cmbcr, 10 Uhr vormittags, statt, und zwar wieder in Neudicteminrt im Gasthaus der Bnidergctnrinc. Vorgesehen ist ein Referat von Dr. Klein-Erfurt, ״Unsere Stellung zu den N i c h t zi 0 11 i s t en“, Adresse der Th. Z, G.: Dr, Schramm, Gotha, Kindlcbcrstr. 30a. Wahlen der B. Z. V. zum Dekglcrfcnlag Für die Wahlen zum Dekgiertentag der Z.V. f. D. fcj nur eine Liste ordnungsgemäß eingere.icht worden. Die. auf nachstehender Liste stehenden 3 1. Al!reo Landsberg, 2. Kurf Blumenfcld, 3. Alfred Apfel, 4. Albert Bacr, 5. Martin Bandmann, 6. Aron Bartl!, ' 7. Hans Bloch, 8. Werner Bloch, 0. lsi Broch, 10. Benno Cohn, 11. Erich Cohn, 12. 1s, Feuerring, n. Fürder, 14. Alfred Frank, 15. Naclnnn Ooldniann, 16. S. Gronemann, 17. Arthur Hantke, IS. Paut Hirsch, 5 Kandidaten sind also gewählt! 10. Gerhard Holdheim, 20. Kauowitz 21. Georg Landauer, 22. Richard Marke!, 23. Walter Moses, 24. Perlmutter, 25. Willy Preis, 26. Rudolf Samuel, 27. Sulzberger, 28. Alfred Schwarz, 29. Arthur Stein, 30. Georg Strauß, 31. Moses Waldmann, 32. Robert Wcltech, 33. Hugo Wolfcrmamn, 34. Wolfsberg, 35. Arnold Zweig. F.rsatzdelrgiertc: Für Richard Markcl; Hans fkyth. Für Misrachl: Lazarus Bartl!, Hans Goslar. Ersatzdeleglcrte des Hapocl-Hazair. für Weltsch: Nathan Scharfstcin; für Landauer: Elieser Ascher; für Samuel: Richard Markcl; für Bacr: Walther Erhard, Die Weinkrise in Risehon-ie-Zion Infolge des unterbundenen Weinexports nach Amerika und Polen macht Rischem-Ic-Zion eine ziemlich scharfe Krise durch. Baron Rothschild hat Herrn Sc ha. niro aus Paris nach Risehoii-le-Zion entsandt, um nach dem Hechten zu sehen. Herr Schapiro hat seine Organisation«, arbeiten bereits durchgdührt und ist nach Paris zuruck• gekehrt, um Baron Rothschild Bericht zu erstatten. Herr Schapiro hat vor allem fcstgestellt, daß die Verwaltung«• Spesen in Rischon-!c-Zio11 viel zu hoch sind und hat eine entsprechende Reduktion derselben durchgeführt. Des weiteren wandte sich Herr Schapiro mit einer Eingabe an die palärti.!musische Regierung, mit Rücksicht auf ihre recht betracht, liehen Einnahmen aus den Keltereien von Risclion den Zoll auf importierte Weine zu erhöhen, um so die Weine von Risclion konkurrenzfähiger zu machen. Der englischen Regicrutig hat Herr Schapiro ein Memorandum überreicht mit der Bitte, im polnisch-englischen Handelsvertrag, der auch Palästina umfaßt, zu erwirken, daß Polen den Importzoll für Paläslinawcinc ermäßige, um so in Polen wieder einen größeren Abnehmer für Palästinaweine zu finden. Bei dieser Gelegenheit sei noch darauf hingewiesen, daß 30 ״!׳׳ der Konsumenten der Weine von Rischon Nichtjuden sind. Handel zwischen Rumänien und Palästina. Das!11■ manische nandchmmislcriuin macht in einem Rundselircikn sämtliche Handelskammern in Rumänien auf die Möglichkeitcn wertvoller Handelsbeziehungen mit Palästina auf- | merksam. Dem Rundschreiben ist eine Denkschrift des in 1 Tcl-Awiw ansässigen Herrn Moses Schapira angeschlossen, in der auf die verschiedenen Handelstnöglichkeilen hingewiesen wird. Auf Grund dieses Memorandums haben die rumänischen Handelskammern beschlossen, ehestens eine großzügige Aktion zur intensiveren Gestaltung de: Handelsbeziehungen zwischen Rumänien und Palästina in Angriff zu nehmen. Schon für die nächste Zeit ist die Errichtung eines rumänischen Handelsm us cu ms in Palästina in Aussicht genommen. Neue Gcrichtssicgcl in Palästina. Die palästinensische Regierung hat die Gerichte in Palästina beauftragt, von nun ab sich ausschließlich eines einheitlichen dreisprachigen Siegels zu bedienen. (Bis jetzt hatten die einzelnen Gerichte verschiedene Siegel, die in rein arabischen Kreisen nur arabisch waren; ebenso bedienten sich zahlreiche Gerichte mir ausschließlich englischer Siegel.) Palästinensisches Mehl för Saloniki. De Grands Mouiins de Palcstinc haben von der Jüdischen Gemeinde in Saloniki eine Bestellung auf 25 Tonnen Ostertnehl für M a z z c s erhalten. Kleine Nachrichten General Sir George Flctcher MaeMunn, der Generalquartiermcistcr in Indien, äußerte sich am 3. Dezember in einem Interview mit deni J. T. A.-Vertretcr dabin, er habe keinerlei Kenntnis davon, daß er zum Oberkommissar von Palästina, als Nachfolger Herbert Samuels, vorgcschlagcn sei, wie dies vor einigen Tagen die Jerusalemer Zeitung ״Doar Hajom“ gemeldet hat. Die Pal. Tel.•Agentur verbreitet das Gerücht, daß Baron Edmond de Rothschild nach den kommenden Passah- Tagen Palästina zu besuchen beabsichtigt. Herr Louis Llpski.dcr am 26. November aus Palästina nach London •zurückgekehrt ist, ist ain 3. Dezember von London •nach New York abgereist. Oberrabbincr Kuk wurde In London von Lord Balfour empfangen, und sprach diesem in hebräischer Sprache di« Dankbarkeit für die Deklaration aus. Der Führer der liberalem Partei Englands, Asrjuith, über dessen Besuch in Balfourla wir berichtet haben, besichtigte auch die Natlonalfonds-Slcdlungen Daganiah und Kincrcth und äußerte sich *ehr anerkennend über die empfangenen Eindrücke. Das Warschauer Rabhlnat sandte eine Botschaft zu Beginn der Keren H a j e s sod - K a m p a g!1 e iu Polen, worm die in dieser Arbeit Beschäftigten gesegnet werden und timen voller Erfolg gewünscht wird. Wien. (J.T,A.) Wie verlautet, beabsichtigt D. W.eit• matin Anfang Januar auch nach Wien zu kommen. Der Keren Kajemeth Lejisraet, Jerusalem, hat einen Wettbewerb zur Erlangung eines künstlerischen Plakates für die Propaganda zur Aufbringung von 500 000 £ zwecks Neuerwerb von 100 000 Dunam Boden ln Palästina *יי®• geschrieben. Als Preise sind 100 £ ausgesetzt Der Schluß־ terrnin für die Einsendung Ist der 31. Dezember 192•»• Nähere Bedingungen beim Keren Kajemeth Lejisraet, B*flin W 15, Meinelcestr. 10. Wahlen In das c־ste Irak-Parlament. Im Irak weiden gegenwärtig dH Wahlen für das erste Parlament dura!- ücmhrt. Auf je 20000 männliche Einwohner kommt cln Parlnmentsvcrtrcter. Auf Grund der Minoritätenklausel *ollten mindestens vier jüdische und vier christliche puiiertc gewählt werden.