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Jüdische Rundschau · 1924-11-14 · Heft 91 (14.11.1924) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 91 (14.11.1924)
Date
1924-11-14
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite G48 JUED1SCHE RUNDSCHAU Nr. St und in der Itehnmilitii״ der beiderseitigen Untertanen praktisch bekunden, sondeni auch in bestimmten Vor* 1rars:1t1sc!1!i1sn־n /nm Ausdruck kommen, die leichter gelingen werden, sobald man erst׳ auf der Völkerbundsbank ״cinciiisnui Platz genommen hat. Augenblicklich rüsten sich Deutschland und Polen i't'tr einen Handelr.• vertra״, der wahrscheinlich aitdi die Niedcrla^um;,־,׳.. bedingt!nf/cn im Sinne der Gegenseitigkeit neu ״esftlten 1wird. ’ Die Bedentan״ eines solchen Abkommens auf wirklicher Vcrsinndigungsbasis .für die in Deutschland lebenden polnischen Juden ist nicht zu untersc!1:i(/cn. Objektiv denkende deutsche nationale Kreise sollten sich bei Bdrachtriii״ dieser Dinge daran erinnern, daß im polnischen Parlament Deutsche und Juden im Minoritäfcnblock ihre nationalen Rechte gemeinsam verteil!igen. Anstand und Klugheit verbieten, den, den man als Mitkämpfer zum Schutze bedrohter Rechte nnsielit, hüben, י• wo man selbst die Macht hat, als Paria zu behandeln. Wir hollen, daß der Anschluß Deutschlands an den Völkerbund durch seine praktischen Konsequenzen auf dem Gebiete der deutschen Osteuropa-Politik dem Ostjudeiiproblem in Deutschland den bösen Stachel nehmen wird, daß ein polnischer Paß selbst den, der in Alt- oder Neu polen nicht einmal geboren ist, vielleicht sogar Seite an Seite mit Deutschen am Weltkrieg tcilgciionuncn hat, zum ״wenig erwünschten Ausländer“ macht. Völlig ist ja das Problem nur im Zusammenhang mit der allgemeinen Judenfrage dadurch lösbar, daß das neue Palästina eine Fassungskraft an jüdischen Einwanderern entwickelt, hinreichend, um wirklich bedeutende Mengen heiniloser Juden eben jener unglückseligen Kategorie wie die ״Ostjuden“ in Deutschland auf nehmen zu können. Was nun Palästina betrifft, so ist Deutschlands Eintritt in den Völkerbund ein stark ermutigendes Moment für die Palästina-Arbeit der deutschen Juden, Das Pidiislinamandat, in dem unsere Rechte in Palästina Völker- und staatsrechtlich verankert sind, wird hierdurch auch der Garantie Deutschlands unterstellt. Daraus ergibt sich eine in Anbetracht der Psychologie der deutschen Juden sehr bedeutsame Tatsache: Die staatsbürgerliche Loyalität gestattet den deutschen Juden nicht nur, sondem empfiehlt ihnen sogar die Teilnahme am Palästina- Aufbau, der nunmehr, auch unter der Acgide Deutschlands, sich vollzieht. Die Mitwirkung der deutschen Juden an der ,,Jcwish Agency“ und am ״Keren Hajessod“ sowie am ״Keren Knjenieth“ wird nach dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund viel leichter zu organi- Bieren sein. Erhält Deutschland, wie ziemlich gewiß zu erwarten, einen ■ ständigen Sitz im Völkerbundsrat, so dürfte sein Vertreter mitunter auch mit Fragen des Pnlästinamandats selbst zu tun bekommen. Mehr noch als bisher wird cs daher künftig die Aufgabe der deutschjüdischen Palästinafreunde und der deutschen Zionisten sein, die deutsche Oeffcntliclikcit über die vitalen Pa-!ästina-Interesscn der jüdischen Gemeinschaft zu inforinieren. Man hat seinerzeit die Anerkennung des jüdischen Heimntrcchts in Palästina als die wertvollste positive Leistung des Völkerbundes auf dem Gebiete des gerechten Ausgleichs zwischen den Nationen bezeichnet. Dieses Urteil ist kaum übertrieben. Die Jude 11 frage, deren gewaltsame Lösungsvcmuche Schandflecke in der Geschichte so gut wie aller heutigen Kulturstaaten bilden, ist nach den Grundzügen des Palästina-Mandats wirklich einer friedlichen Lösung fähig, die Juden und Nichtjudcn zur Ehre gereichen wird. Es ist zu begrüßen, daß die vom Völkerbund gebilligte Verbindung von Judenfrage und Palästina-Aufbau nun auch durch die deutsche Regierung als Richtlinie übernommen wird, die mich hierin, wie in der ganzen Völkerbundspolitik, der Exponent der Volksmcinung sein möge. Neben den starken stimimingsmäßigeii Antrieben, die die Palästina-Arbeit der Juden Deutschlands aus der hier angedcuteten Entwicklung empfangen dürfte, stellt nocli ein sehr wichtiges realpolitisches Moment! In den Mandatsläudern haben an sich nur die Bürger von Völkcrbiindsstaaten den Anspruch auf Gleichl>crechtigung mit den Angehörigen der Mandatarniacht, außerdem noch die Bürger der ja nicht dem Völkerbund nngeßchlossenen nordamerikanlsclien Union. Dculsche Bürger waren daher in den Mandatsländern bisher in ziemlieh ungewisser Position. Die englische Palästina- Verwaltung hat nun zwar die deutschen Staatsangehörigen niemals schlechter behandelt als die Staatsangchörigen etwa Polens oder Rumäniens oder Oesterreichs; aber im benachbarten (französisch verwalteten) Syrien wehte dafür um so schärfere Luft: doppelter Einfuhrzoll für die deutsche ,,Nichtvö!kerb11n<ls“-\Vnrc, fast vollkommen unterbundene Einreisemöglichkeit für deutsche Bürger, einerlei, ob Christen oder Juden, ob direkt von Deutschland kommend oder in Palästina ansäßig. Für zahlreiche deutsche Zionisten, die sich in den letzten Jahren in Palästina eine Existenz gegründet hatten, und sich geschäftlich auf die persönliche Bearbeitung .Syriens angewiesen sahen, war jene ablehnende Haltung der Syrien-Verwaltung eine fühlbare Erschwerung ihrer Arbeit. Wenn nun Deutschland in den Völkerbund hincingeht, hört jene Rcchtsunsicherheit auf; die deutschen Staatsangehörigen erlangen in diesem Augenblick gemäß Artikel 18 des Palästina-Mandats, Artikel 11 des Syrien- Mandats und Artikel 11 des Mesopotamien-Mandats die volle Gleichberechtigung mit sämtlichen Völkerbundsangehörigen. Im Besonderen ist nunmehr volle Rechts- Sicherheit für geschäftliche Niederlassungen in den Mnndatsländern gegeben. Einem lebhaften Ausbau der Wirtschaftsbeziehungeu von Deutschland nach Palästina und Syrien, künftig vielleicht ein fruchtbares Arbeitsgebiet für die Privatinitiative der jüdischen Palästiiiafreundc Deui:;ch!;ü1us, steht ihinit nichts mehr Im Wege. Da DeuUriikind heute auch dabei ist, die wirtschaftliche Bdiiliguug ::einer Staatsangehörigen im Ausland von den noch 'bestehenden zwangswirtschaltlidicn Fesseln der Nachkriegszeit zu befreien, ergibt sich nunmehr auch die praktische Möglichkeit für die deutschen Juden, an der finanziellen und industriellen Organisierung der werdenden jüdischen Heimstätte nach Maßgabe ihrer Kräfte teilzunehmen. Die Isolierung Deutschlands gegenüber den Völkerkindslünclern brachte in vielen Beziehungen auch eine Isolierung des deutschen Judentums mit sich. Es ist kein willkürlicher Analogieschluß, wenn wir heute in Verbindung mit dem Beitritt Deutschlands rum Völkerbund auch ’ein inniger« Verhältnis der deutschen Juden zur Gesmnijudenheit erhoffen, nicht nur, wie bisher, auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege, der negativen Abwehr sozialer Schäden, sondern auch des wirklichen Aufbaus iin Sinne des Basler Programms. Eine Iatcrpcilstion Von Dr. M. Solo w c i t s c 11 fk. Wir geben den nachstehenden Ausführungen aus Gründen der Redefreiheit, die ein so prominenter Zionist unter allen Umständen beanspruchen kann, Raum. Auf die Sache selbst kommen wir noch zurück. Der zitierte Satz Dr. Wci/manns hat allerdings ein gewisses Aufsehen in allen zionistischen Kreisen hervorgerufen, nur haben die gutgesinnten Beurteiler versucht, den ’ •Satz — von dem gar nicht fcstetcht, ob er wörtlich so gesprochen wurde — itn Zusammenhang der Rede zu begreifen, aus dem hervorgeht, daß von einer Beendigung der Rolle der Zion Executive nur ln bezug auf die wirtschaftlich-finanzielle Verantwortung gesprechen wurde, was wir stets als eine Folge der Erweiterung betrachtet haben. Die organisatorischen, politischen, geistigen Aufgaben hat ja Wci/mann an jener Stelle der Rede gar nicht berührt. Im übrigen ist auch in einer Reihe *von zionistischen Zeitungen die Sache aufgegriffen worden und als Folge dieser (und vielleicht noch anderer, direkter) Interpellationen Ist wohl die Zuschrift Dr. Wcizmanni nnzusclicn, die wir gleichzeitig veröffentlichen. Red, d, ״J. R.“ Der Kampf um die Jcwish Agency, der vor dem 13. Kon• groß noch hauptsächlich geführt wurde, um die Frage, ob der Weg der Heranziehung zur Agency zu betreten ist, hat sich nach den Beschlüssen des Kongresses zum Kampfe um das w i c beschränken müssen. « Zwei Thesen standen hier scharf gegeneinander: ״Die Heranziehung neuer Kräfte, In der Weise, wie sie geplant ist, wird, via facti eine neue Organisation anstelle der Zionistischen schaffen, «s muß daher Sorge dafür getragen werden, daß auf dieses neue Gebilde gewisse lebenswichtige Merkmale ihrer Vorgängerin, der Zionistischen Organisation — volkstümliche Basis, demokratische Kontrolle — tunliehst übertragen werden 8011.“ So wäre die Stellung der sogenannten Opposition zu formulieren.*) Demgegenüber erklärten die Wortführer der Majorität: ״Mit diesen Prinzipien ist bei den Iieranzuzlchcndcn Kreisen nicht viel anzufangen. Es wird schon־ ein׳ Unterbau ' ßc• schaffen werden, auch für Kontrolle wird gesorgt, aber auf volkstümliche und demokratische Formen soll man unsere Unterhändler nicht festlcgen. Dadurch wird die ganze Heranziehung gefährdet,“ Um aber der Frage zu entgehen, wie cs sich mit der drohenden Aufgabe derjenigen Prinzipien verhält, die in der Idee des Zionismus als Volksrcnaissancc verankert sind, wurde eine offizielle Theorie lanciert, welche behauptete, daß die Schaffung der erweiterten Jcwish Agency vielleicht gewisse Gefahren für die Zionistische Organisation in sich birgt, daß aber bei Uebcrwindung dieser Oefahren eine Periode neuer Blüte für die Organisation hcranbrcchcn kann und heranbrechen wird. Und da cs bekanntlich keine politische Konstruktion gibt, die sich nicht mit Sclinr'binn — nötigenfalls auch mit Pathos — publizistisch vertreten läßt, so wurde auf verschiedenste Weise die These variiert: Durch die neue Jcwisli-Agency- Politik geht die Zionistische Organisation einer neuen Entfaiiung entgegen. Und dieser offiziösen Publizistik wurde Glauben geschenkt. So lascrj wir doch im offiziellen Bericht über die letzte Zcntralkomitccsitzung der Z. V. f, D. folgendes: ,,Der intransigenten Auffassung, daß es nur logisch wäre, vier neuen Agency ... die Hauptaufgaben der Zionistischen Organisation zu überlassen, was ... eine Liquidierung der Zionistischen Weltorganisation zur Folge haben müßte, stand die Ansicht der Mehrzahl .,. gegenüber, daß gerade durch die neue Politik die Zionistische Wcltorgan i r, .־; t i o n wieder die Möglichkeit h a b c, sich ihrer besonderen Aufgaben zu entsinnen und ihnen zu widmen.“ (Jüdische Rundschau Nr. 71.) Kurt Bhunenfckl, der Troqbadur der sogenannten ״Bündnir,politik“, hat sogar versucht, den Fanfarenton anzustimmen: ״Dr. Weizmann schloß seine Rede auf dem letzten Kongreß mit den Worten: Es lebe der Kongreß, cs lebe die Zionistische Organisation! Er und wir haben zu begreifen, daß die durch die erweiterte Jcwish Agency gekrönte Iliindnispolitik die Frucht der Verwirklichung des Baseler Programms nur tragen wird, wenn das quellende Leben der Zionistischen Organisation ihr unaufhörlich zuströmt.“ ״Die Furcht, es könne den Zionisten selbst ihre Organisation nach der Durch• fülirimpr des Ageiicyplancs überflüssig erscheinen, ist — nach seiner Meinung — unbegründet.“ In seiner Zuversicht geht er so weit, zu erklären: ״Es bestellt für (eine immer wachsende Zahl) Menschen das Bedürfnis, sich zionistisch zu organisicren, ohne Rücksicht auf irgendwelche Maßnahmen der exisicnten Zionistischen Organisation, und zwar auch da״״, wenn diese Organisation ihre eigene Auflösung beschließen sollte“ (J. R. Nr. 76). Line unsterbliche Organisation! Ein Phönix! Etwas vorsichtiger äußerte sich S. K. (J. R. Nr. 58): ״Wir hoffen, daß niemand den Willen verkennen wird, der in jedem Zionisten lebendig ist — unter allen Umständen, für jede Zukunft und in jeder 'Situation die Stärke, die Bcdcuiimg, den Zusammenhalt und die Gestalt der Zionistischen Organisation in ihrer geschichtlich gewordenen Eigenart aufrecht zu erhalten, sie nicht prcl.wugcbcn, sondern dafür bis nun Letzten clnstchcn! Hätten alle Zionisten <]!» Empfindung dafür, daß die ser Wille bei U11. * c r en leitenden Person llchkciter. ... wirkhcj, vorherrscht und unantastbar ist, dann wür. den sicherlich die meisten Bedenken vcr, schwinde n." Diese Bedenken waren aber, leider, zu begründet. Schon auf der letzten Sitzung des A. G, erklärte Dr. Weizmann: ״Was aus der Zionistischen Organisation werden wird, kann man nicht genau vorherr.rhen“ (J. R. Nr. 16) — und auf dieses Programm hin wurde dem klarblickenden Führer die von iltm geforderte carte blanche erteilt. Die Situation wird aber immer eindeutiger, und nicht mehr fern ist der Tag, wo die Organisation den Beweis zu er. bringen haben wird, daß sic einem Phönix gleich aus der Asche neu zu entstehen vermag. Haben wir nicht soeben aus dem Munde Dr. Weiz. manns vernommen, daß ״nach Meinung der zionisti. schcnLeitungunscrcRollebeendctscinwird, wenn die Jcwish Agency mit ihrer alltäglichen Arbeit begonnen haben wird?“ (J. R. Nr. 89). So verabschiedete sich Dr. Weizmann von Jerusalem.,., War es nicht seine Abschiedsrede von der Zionistischen Organbatlon? Kann cs in Abrede gestellt werden, daß eine Organisation, deren Leitung erklärt, daß ihre Rolle bald beendet sein wird, und dl c’daraufhinarbcitct.dicscnZu »tand herbeizuführen, sich in einer sehr weit fortgeschrittenen Auflösung befindet? Und braucht man denn andere Beweise dieses Auflösungsprozesscs als den, daß diese Erklärung Dr. Wcizmanns — soweit ich es beurteilen kann — kein besonderes Aufsehen erregte? Darin besteht doch die Auflösung eines Organismus, daß er auf gefährliche ZcrjcfzungKsymptome nicht mehr reagiert, und sie daher nicht durch die ihm innewohnende Lebenskraft zu überwinden vermag. Wären wir eine Organisation, die ihre Satzungen in ge• bührender Ehre hält, so befänden wir uns heute, in einem zentralratloscn Jahre, am Vorabend eines Kongresses, und ich würde dann dafür plädieren, daß wir im Kongreß an die zionistische Leitung — wie es schon auf dem letzten Kon• gressc der Fall war — eine Interpellation in dieser Frage richten sollen. Ich hätte vorgeschlagen, sie etwa folgendermaßen zu formulieren: j. Ist es der zionistischen Leitung bekannt, daß der Präsident der Organisation am 1L Oktober in Jerusalem erklärt haben soll, daß mit der Errichtung der Jcwish Agency die Rolle der Zionistischen Leitung beendet sein wird? 2. Falls dem so ist, und falls dieses die tatsächliche Meinung der Zionistischen Leitung ausdrückt, warum hatte die Zionistische Leitung bisher unterlassen, durch ein Rundschreiben ihres Organisationsdepartements ihre Funk• tionäre genau zu instruieren, w׳le für eine Bewegung, deren Leitung auf die baldige Beendigung Ihrer Rolle hinarbcltet, Propaganda gemacht, Mittel geschaffen und Anhänger geworben werden sollen? WcIzRiasas Hede In Jernsalem ׳ . ׳ Eine Richtigstellung. Wir erhalten folgende Zuschrift: Sehr geehrte Redaktion! Meine Aufmerksamkeit tat auf eine Stelle in meiner in Jerusalem gehaltenen Rede gelenkt worden, die auch im ״Haolam“ in Nummer 41 und wahrscheinlich in einer Reihe anderer jüdischer Zeitungen in dieser Form wicdcrgegcbcn wurde, und die leicht zu ganz mißverständlichen Interprctatio• nen Anlaß geben könnte. Es handelt sich um folgenden Passus: ״Wir, die zionistische Exekutive, sind der Meinung, daß unsere Funktion als beendet anzuschcn sein wird in dem Moment, wo die Jcwish Agency mit der täglichen Arbeit beginnen wird.“ Was ich dem Sinne nach wirklich gesagt habe und jedenfalls zum Ausdruck gebracht haben wollte, war vielmehr folgendes: ״Wir sind jetzt, bevor wir noch an unseren großen Aufgabenkreis herantreten, immer von der schweren Sorge um das tägliche Geld okkupiert, und leiden unter diesem' steten nervösen Ausscliaucn nach den Mitteln für tägliche Arbeit, Ich hoffe, wenn einmal die Jewish Agency da ist, daß sie diese Funktion der Geldversorgung so übernehmen wird, daß es sozusagen automatisch hcrcinkommt, und wir uns direkt der wirklichen Koionisationsarbeit widmen können.“ Ich wäre Ihnen dankbar für die Veröffentlichung dieser Richtigstellung. London, 9. November 1924. Chalm Weizmann. *) Vgl. z. B. meinen Artikel ״Agency am! World• Congrcss" im Juniheft 1923 der ״Zionist Review“. Die Rekraiimingea i& Trsnsjordanlen Jerusalem (J.T.A.). Die Rekrutierung in Transjordanien zwecks Untcrslü'.zung der Hedschas■ Truppen in ihrem Kampf gegen die Wahabiten dauert fort, 1200 Freiwillige sind im Begriff, über Maan, der Grenzsladt zwischen Hedschas und Transjordanien, nach Jcddah zu marschieren, um sich mit den Truppen dcs_ Königs Ali zu vereinige». 400 trnnsjordaiiischc Freiwillige sind schon früher in Jcddah cingctroffcii. Palästinas Anteil an der ollontanischen Vorkriegsschuld Konstantinopcl. (J. T. A.) Die hier tagende Finanz• kominission zur Festsetzung des Anteils der früher zum Otto• manischen Reich gehörenden Länder an der ottomanischcn Staatsschuld beendet am 9. November ihre Arbeiten. Fünf Millionen türkische Pfund sind als palästinensischer Anteil an der ottomanischcn Staatsschuld festgesetzt worden. Diese Summe soll Palästina den Obligationsluhabcrn der ottomanischcn Staatsschuld bezahlen. Iraks Anteil wurde mU 121/״, derjenige Syriens mit 15 Millionen türkische Pfund festgesetzt. Berufung gegen diese Festsetzung kann Inner• halb dreier Monate erhoben werden.

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