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Jüdische Rundschau · 1924-11-11 · Heft 90 (11.11.1924) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 90 (11.11.1924)
Date
1924-11-11
Page
– (sequence 3)
Language
German
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סוז Nr (UEDISCHE RUNDSCHAU Seite 643 Entwicklung in den nächsten Jahren den Kwurolh als weit überleben erweisen, so wird dies ,mtiiilich Gruml?11 weiterer Nachprüfung des ganzen Problems geben. Aber heute ist dieser Beweis der Wirt• fjchiftlichcn Ueberlcgcnlieit des Mosclmv Owdim über Kwuzal! noch nicht erbracht. — Es sei bei dieser Oe• legeiihcit erwähnt, daß die Kolonisation, welche durch die australische Regierung seit vielen Jahren erfolg* reich durchgcfiihrt wird, in einem gewissen Umfang auch das System der Kwuzali befolgt, nämlich im vor• beieitcmlcn Stadium der Siedlung. Major General A. G. VV n 11 c h ס p c sagt darüber in einem Artikel der Londoner ״Ti1nes“ vom 8. April 1024: ״Fs hat nicht an Skeptikern gefehlt, die prophezeiten, daß die.Siedler bei gemeinschaftlicher Arbeit nicht mit genügender Energie und Fleiß . arbeiten würden. Aber die Zeit hat gezeigt, daß diese .falsche Propheten waren. Alle hahciy gut und ehrlich für das Gemeinwohl gearbeitet und der Gruppengeist hat sich als stark genug erwiesen, damit jedes Mitglied zu seinem Teile richtig mitarlicitct. Oieses System spart dem Siedler einen Teil der Ein• ricbtimgskostcii.’ Demi durch die: kollektive Arbeit können die Mitglieder der Gruppe viel besser Maschinen und Gespanne n!s,1!m!1c11 benutzen und die gemeinsame Arbeit von 20 Mitgliedern ist wirkungsvoller als die Einzclarbcit von 20 Individuell.“ 4. Prof. Mead verlangt, daß jede neue Siedlung an ihrer Spitze einen Superintendenten oder Farm Advisor hat, welcher den Ansiedlern mit Rat und Tat an die Hand geht Auch dieser Vorschlag ist ein riehtißer, weil unsere Siedler aus Mangel an Erfahrung Gefahr laufen, technische Felder zu begehen. Es werden sieh bei der Durchführung dieses Vorschlages einige Schwierigkeiten ergeben. Die Haupt Schwierigkeit ist, die richtigen Leute für den Posten dieses Superintendenten oder Farm Advisors zu finden. Es müssen Leute sein, die außer einer gründliehen landwirtschaftlichen Erfahning in Palästina die Fälligkeit haben, mit Takt und Geduld zu den Siedlern in freundliche Beziehungen zu! kommen, und die nicht Vorgesetzte oder Vormünder des Siedlers, sondern seine Lehrer, Berater und Freunde sein wollen. Aber wir müssen jedenfalls alles, was in unseren Kräften steht, tun, um die besten Leute für die Posten solcher Farm Advisors m bekommen. Zugleich mit diesen Farin Advisors sollten?pczialislen in den einzelnen Zweigen der Landwirtschaft als Instruktoren die Siedlungen besuchen, um dafür zu sorgen, daß auf dem Spezialgebiete eines jeden Instruklors jede Siedlung einwandfrei dastclit. Die Instruktoren sollten unter der zentralen Direktion der Landwirtschaft• licken Versuchsstation arbeiten. Die Versuchsstation ihrerseits soll durch praktische Versuche in zentral gelegenen Siedlungen •allen Siedlern die Wichtigkeit gc• wisser technischer Methoden demonstrieren. Die zionistische landvvirt'chaf.i'che Ko'onisation war bisher so organisiert, daß bei der zionistischen Exckutive in Palästina unter Leitung eines Mitgliedes der Exekutive eine Abteilung für landwirtschaftliche Kolonisation mit einem Landwirt an der Spitze bestand. Diese Abteilung lmttc die Pläne für neue landwirtschaftliche Siedlungen zu entwerfen, die Ausgaben für die einzelnen Siedlungen im Rahmen des allgemeinen vom Kongreß bestimmten landwirtschaftlichen Budgets fcstzu setzen und die Siedlungen dauernd zu überwachen. Der Landwirtschriftlichen Abteilung stand der Waad Chakhauth (Agricullural Advisory Board) zur Seite. Der Vorsitzende dieses Waad war der Leiter der Abteilung für Landwirtschriftliche Kolonisation, Die sechs übrigen Mitglieder wurden zur Hälfte von der zionistischen Exekutive, zur Hälfte von Waad Leumi ernannt. Der Waad trat in Zwischenräumen von 1—2 Monaten zur Sitzung zusanunen und hatte bei allen Beschlüssen der Abteilung Cincinnati, Vereinigte Staaten, übergeeangen sind. Nach den Mitteilungen des Bibliotheknrs Adolph S. Öko handelt cs sich um fächerartig gefaltete Schriften, teils in chinesischer Sprache, teils in altjüdisch-pcrsischcm Dialekt geschrieben. Die darin enthaltenen Gebete, Gesänge und Ritusscliildcnmgen reiften den engen Zusammenhang, den sich die chinesische« Juden auf diesen Gebieten mit den Juden des fernen Westens erhalten hatten. Man _ schließt aus diesen wertvollen Dokumenten, daß Scharen jüdischer Auswanderer im dritten Jahrhundert nach Christus, zur Zeit der Judenverfolgungen in Persien, nach •lem Osten vorgrdrungcn seien, wahrscheinlich in der Hoffnmtg, hei den ״Sridcnlcutcn" ein ruhigeres Tätigkeitsgebiet zu finden. Der Scidcnhandcl war damals eine von den Juden sehr gesuchte Beschäftigung. Nacli anderer Lesart sein! die Chinajudcri über Indien im fernen Osten eingewandert. Im 15. Jahrhundert erfreuten sich die chinesischen Juden bei ihrem Wirtsvolk eines hohen Ansehens, wie aus folgender chinesischer Inschrift aus dem Jahre M89 hervorgeht: ״Sie zeichnen sich aus in der Landwirtschaft, im Handel, in der Verwaltung und im Kriegfiihren, und sie sind hoch geschätzt wegen ihrer Redlichkeit, Zuverlässigkeit und genaurii Befolgung ihrer Rcligionsvorschriftcn.“ Die Chinesen nannten sie ״Tino KIu Klaou", ein Name, wr sich auf die besondere Zubereitung der Speisen bezieht. ”•יי bedeutendste der jüdischen Kolonien Cluiias war Kaitung-Fu in der Provinz Honan, wo sie in allen Berufs- »veigen vertreten waren und eine besondere Scidcnart herstellten. Sic bauten einen jüdischen Tempel, der die Archi- ♦cktur Chinas eigenartig mit jener Palästinas verband. Aus- *ührlichc Beschreibungen dieses Tempels sind überliefert. Ueber das spätere Schicksal dieser jüdischen Siedler ver- •jmtet nichts Bestimmtes. Man weiß mir, daß sie zur Zelt der .Sammlung der erwähnten Urkunden, also vor etwa o Jahren, völlig verarmt und über das Land verstreut waren. w>11 dem Tempel standen nur noch Ruinen. Bei den reichen Amerikanischen Juden ist der Wunsch sehr stark, den Stammesbrüdern im Fernen Osten zu helfen. Noch bestehen dort die jüdischen Gebräuche, ,nopli besteht die, Religion, man will zunächst das Geld zürn Wiederaufbau des allen Tempels aufbringen, aber es ist sehr zweifelhaft, ob eine *aminUmg der über das ganze riesige chinesische Reich Verstreuten jüdischen Familien noch möglich sein wird. für landwirtschaftliche Kolonisation in Bezug auf die Verleitung der verfügbaren Gelder und die Errichtung und Ausgestaltung von Siedlungen tnüziiwirketi. 'Er hatte formell nur eine berat ende Stimme. In Wirklichkeit kam es jedoch niemals zu Gegensätzen zwischen der Abteilung für Landwirtschaftliche Kolonisation und dein lidrat. Fs bestand außerdem üi Palästina der Merkas Chaklai, das heißt ein landwirtschaftliches Komitee, das von ocr Organisation der palästinensischen Landwirtschafiliclicn 'Arbeiter gewählt wurde. Dieses Komitee war in ständigem Kontakt mit der Abteilung für Landwirtsehnflliehe Kolonisation. Seine Mitarbeit war besonders wirksam bei der Auswahl und Zusammenstellung von Ansicdlcm oder Ansicdlcrgruppcn für neue Siedlungen. Außerdem vertrat der Merkas Chnklal die Wünsche der Ansiedler bei der ‘Abteilung für landwirtschaftliche Kolonisation. Die im Jahre 1021 gegründete Agricultural Experimental Station hat ihren Sitz mit ihren Laboratorien in Tel-Awiw. Sic |1attc außer dem Direktor (Prof. Warbt!rg, der zugleich der Abteilung für Botanik vorsteht) und einem stellvertretenden Direktor (Agronom Wilkanski, dem die Abteilung für landwirtschaftliche Betriebslehre untersteht) Fachleute für Samenzucht, für Bekämpfung von tierischen Schädlingen, für Bekämpfung von pflanzlichen Schädlingen, für Getreidebau und iür Chemie. Die Versuchsstation war bisher damit beschütttigt, durch Forschung die für die Landwirtschaft wichti:;en Probleme, insbesondere die Frage der Düngung und der Schädlingsbekämpfung und die Einführung neuer Kulturen in die jüdischen Kolonien, z. B. Zuckerrohr, Flachs imv. zu studieren. Sie machte auch prak* tische Versuche mit der Anpflanzung neuer Kulturen und Varietäten und unterhielt zu diesem Zwecke Sub-Statlnneu an mehreren Punkten des Landes, so ln Bctischcmcn, Mcrcliavvjah und Daganjali, Die Versuchsstation bcschäftigte sich dagegen bisher nicht damit, die Resultate ihrer Forschungen den Siedlern durch Demonstrationen und Instruktionen zugänglich zu machen. Dagegen unterhielt die Kolonisations-Abteilung der zionistischen Organ!- satiou eine Anzahl von Instruktoren, die Fachleute in gewissen Zweigen der Landwirtschaft waren und von Siedlung zu Siedlung reisten, um den Siedlern in ihrem Spezialfach« Anweisungen zu «eben. Diese Absonderung der Demonstration und lns'ruktion, welche in Amerika ״Extention“ genannt wind, von der Forschungsarbeit in der Versuchsstation, hatte den Nachteil, daß die Instruktoren in keinem Kontakt mit den Forschungen der Versuchsstation waren. Das war schlecht für die Versuchsstation, weil die Resultate ihrer Forschungen auf diese Weise keine Kanäle hatten, durch die sic zu dem Siedler gelangten. Es war auch sch'ccht für die Instruktoren, weil sie durch den mangelnden Zusammenhang mit den Forschungen Ocfabr liefen, daß das, was sic auf Grund ihrer früheren Erfahrungen in anderen Ländern oder ln Palästina demonstrierten und lehrten, von der fortschreitenden Forschung bereits Über• holt war. Es wird deshalb in der Zukunft notwendig sefn. ge• milß den Vorschlägen von Prof. Meäd und gemäß der in Californien herrschenden Praxis die ״Exlention" (Demonstration und Instruktion) von der KolonIsaltonsabtcihing der zionistischen Organisation wegnmefimen und der Versuchsstation zu übertragen. Diese Neuordnung soff bereits vom Beginn des Budgetjahres 50S6 (1924/25) platzgrcifen. Die Versuchsstation wird außer den Fachleuten für einzelne Zweige der Land• Wirtschaft noch in den beiden wichtigsten Sicdlungs• gebieten, nämlich im Emek-Jcsreel und ln Judäa, ״local advisors“ unterhalten, welche den Siedlern in allgemeinen landwirtschaftlichen!•'ragen, die nicht direkt in die Kornpeteuz eines der speziellen Fachleute fallen, Auskunft geben sollen. Die Versuchsstation wird, um dieser Aufgabe der Demonstration und Instruktion gerecht zu werden, neben ihrer bisherigen Forschungsabteilung eine besondere Abteilung für ״Ext en tion“ eröffnen, an deren Spitze ein Agronom mit langer palästinensischer Frfah* rimg stehen wird. Alle in dieser Extcntlons-Alvtcilnnj״ tätigen Fachleute weiden in ständig;!« Kontakt mit der Forschtmgsabteilung der Versuchsstation stehen und so immer über den neuesten Stand der Forschung auf Ihrem Spezialgebiete unterrichtet sein. Die Wichtigkeit dieser Abteilung für Extcntion ist In Palästina noch großer als ln anderen Ländern, weil unsere Siedler ln den aller• meisten Fällen weder eine landwirtschaftliche Tradition noch landwirtschaftliche Schulbildung nach Palästina mitbringen, sondern sich erst in Palästina die notwendigen! landwirtschaftlichen Kenntnisse ancigucn müssen. Ihre landwirtschaftlichen Kcnn'Jiissc weisen dcsha'b natur• gemäß große Lücken auf. Außerdem steht die piliistinensischc landwirtschaftliche Technik, gemessen an der Landwirtschaft fortgeschrittener Länder, noch auf einem sehr tiefen Niveau. Viele der wichtigsten Problem«, wie z. B. die Düngung, die Sortenwahl, die Schädlingsbc• kämpfung sind noch in den ersten Anfängen ihrer Erforsclmng und für die Forschung und für die Verbreitung der Forschuugsrcsultatc ist hier noch ein weites Feld. Eine weitere Armierung in der Orga 11'3:1tion betriitt die Kolonisation*abteilung der zionisti• sehen Organisation. Die hndwht chafil ehe Kolo• nisation ist in sich ein so großes Gebiet und verlangt so große Summen und so viel spez.iclle Kenntnisse, daß cs schwer ist, ihr im Rahmen der zionistischen Exekutiv«, die mit soviel heterogenen Geschäften belastet ist, ciia nötige Sorgfalt zuzmvenden. Es scheint deshalb geboten, das Gebiet der landwirtschaftlichen Kolonisation aus den allgemeinen Geschäften der zionistischen Exekutive hcrauszunclimen und ihm einen eigenen Rahmen (natiin• lieh unter Kontrolle der zionistischen Exekutive) zu geben. Auf dem Zionistcn-Kongrcß des Jahre; 1923 ist deshalb aui meiner! Antrag bereits der Beschluß gefaßt worden, einen besonderen Kolonisationsfonds zu gründen, der das Instrument der lanctv.Mschaftncften Kolonisation sein solf. Neben (fein erwähnten a fl gemeinen Om nd sprechen für die Errichtung eines solchen besonderen Fonds auch folgende Erwägungen: 1, Das Schicksal unserer ganzen landwirtschaftlichen Kolonisation hängt davon ab, ob cs uns in nächster Zeit gelingen wird, unsere Siedler wirtschaftlich auf eigene Füße ztt stellen, so daß sic nicht nur ihre eigene Existenz bestreiten, sondern mich die ihnen zur Ansied• Umg gewährten vorgestreckten Mittel im Laufe von 30—40 Jahren mit angemessenen Zinsen zurückzahlen können. Bisher sind solche Rückzahlungen noch nicht erfolgt, weil unsere Kolonisation, nur wenige Jahre vor dem Kriege begonnen, durch den Krieg einen schweren Rückschlag erlitt und die nach dem Kriege errichteten Siedlungen erst 3—4 Jahre bestehen. In diesen ersten Jahren können die Siedler keine Rückzahlungen leisten und cs werden deshalb in der ganzen Welt solchen neuen Siedlern einige Jahre bewilligt, in denen sic von Rück• Zahlungen frei sind. Aber bald muß 'der Zeitpunkt kommen, in welchen wir von den Siedlern die ersten Rückzahlungen verlangen müssen. Das wird nicht leicht sein, weil die Landwirtschaft in ähschbarer Zeit nicht große Erträge ab werfen wird. Es wird aber umso schwerer sein, den Siedler an ■sofehe Rückzahlungen zu S. EL CoWmann: ״lllcschalinr*) Ich kenne den Vater dieses schönen Kindes, — und ich sah das Kim!, als cs noch in den Windeln lag . . . Der Vater zeigte cs mir, — und ein verklärtes Lächeln spielte mn sein Gesicht. Und dieses Lächeln war auch bald mein: Es lag nicht mir auf meinen Lippen, — cs kam auch ans meinem Herzen. So gingen wir durch die soinmcrlich-diiftcnden An• lagen der schönen Goethestadt: S. II. Goldmami, der Autor, und ich. Ich hielt einen Teil des Mamiskrinis in Händen. War ich in das Kinderland zurlickgckchrt? In (las Leben der Schule? Nein: in der Schule des Lebens stand ich. Und doch! . . . Dum: dieses Buch ist —■ trotz seines Untertitels: ״Liwncj Ilan’urim" — nicht für die Jugend allein geschrieben worden: Es interessiert, cs fesselt auch den Erwachsenen. Man!lest zehn Seiten und lächelt — und lächelt und liest weitere zehn. S. H. Goldmann (der Vater von Dr. Nahum Goldmann) ist weise — und seine ״Meschalim" sind weise, wie er. Sie wissen so vicll Das Wesentliche: Sie wissen, daß kluges Reden Silber ist — aber sie wissen auch, daß Schweigen zur rechten Zeit Gold ist. .. Nur manchmal scheinen sic letzteres zu vergessen: Dann kommt allerdings ein Schluß ohne Pointe — wo eine Pointe ohne Schluß schöner und wirksanier gewesen wäre. Das Allcs-sagcn wird eben zu einem Versagen: Iller siegt der Erzieher über den Künstler. Und dieser' Sieg ist bedauerlich. Aber diese Kleinigkeiten — wie rasch sind sic vergessen 1 Sie gehen unter in dem großen Fluß des Schönen . . . Ja: Mast du, mein Freund, die feinen Artikel gelesen, die S. H. Goldmann s. Z. in den größeren Tageszeitungen ״Hazcfirah“, ״Hnsmnn“ usw. zu veröffentlichen pflegte? Dann weißt du, daß er, der Schriftsteller, die hebräische Sprache nicht nur im Hirne, sondern auch in der Seele trägt . . . Und kennst du seine 111 den hebräischen Schulbüchern unter dem Pscudonvm ״Schalmei!״ verstreuten Beiträge? Dann weißt du, daß er auch ein guter Pädagoge ist. Wenn dir aber weder crstcres noch letzteres zu Augen gekommen ist, — dann lies die ״Meschallm“ und du erfährst beides ... Diamant. •) S. II. Goldmann: Meschallm (Gleichnisse). Verlag Schacharutli, Berlin, 5083 (hebräisch). Dllderpropaganda Der Jüdische Nationalfonds hat vor kurzem einen Wandkalender her,ו!«gegeben, der die Aufmerksamkrit aller Zionisten und jüdisch.interessierten Kreise verdient. Das Pappblatt zeigt ein Bild des Modells von Nahalal da* symbolisch andcutct, wie mitten ln den Samllitigeln der Wüste plötzlich Ordnung, Leben und menschliche Behausung entstellt. Der Knlciidcr selbst besteht aus einem Wocl!enbk»ek, dessen Zettel außer den Kalendcrdatcn «inet! Instruktiven Text enthalten. Wir finden hier nicht nur Aussprüche großer Führer der neuen jüdischen Bewegung über den Wert von Boden und Bodenständigkeit, ühcr uie Wiedergeburt des jüdischen Volkes durch Landarbeit, die auf dem Boden des jüdischen Nationalfcnds betrieben wird. Besonders zu he* grüßen ist die kurze zusainnienfassondc Darstellung (1er ein-?.einen jüdischen Siedlungen des Jüdischen Nationalfonds, Ihrer Geschichte und wirtschaftlichen Entwicklung. Am Beginn jeden Monat■* befindet sich eine Instruktion für Nationalfonds. Vertrauensleute über die Aulgaben des bclrcifcnden Monats. Aus diesem Kalender kann man eine Menge lernen und besonders angenehm wirkt die ernste, sachliche und diskrete Art der Anordnung und des Textes, die sich von unwürdigem Bluff fcrnlialt. Der Kalender dient einem einheitlichen großen Gedanken, und cs ist zu hoffen, daß durch seine tägliche Malinung viele jüdische Herzen diesem Ocdaukeu erobert Werden. Der Keren llajcssod hat eine Karte von Pa- 1 ä s t i n a licrausgegcben, die den neuesten Stand des Jüdischen Bodenbesitzes a!!zeigt. Auch die neuen Kaute des Nationalfonds sind dabei bereits berücksichtigt. Auf der Rückseite sind einige charakteristische Bilder aus dem Leben und der Arbeit des neuen jüdischen Palästina, sowie eine vergleichende Statistik der Ausgaben ftir die einzelnen Zweige der jüdischen Tätigkeit, wobei der Hauptteil von (>60.000 £ auf Imnii. gration, Landwirtschaft und öffentliche Arbeiten entfällt. In der rechten Kolonne ist du Text über die Aufgaben und Leistungen der Juden tn Palästina, der über die wichtigsten Tatsachen gut und faßlich Informiert, Wir können nur wünschen, daß diese beiden ausgczcichncten Propagandamiltel weiteste Verbreitung und Verwendung finden. Jahrbuch für jüdische Völkerkunde. Dieses ln der Nummer 84/85 der ״Jüdischen Rundschau“ von Prof. Heinrich Löwe besprochene Sammelwerk Ist Im Verlage Benjamin Harz, Berlin NW 87, Eyke von Rcpkowplatz 5, •rtchicaen.

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