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Jüdische Rundschau · 1924-10-28 · Heft 86 (28.10.1924) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 86 (28.10.1924)
Date
1924-10-28
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seile 012 |U ED ISCHE RUNDSCHAU Nr. 86 1 •, kotmnl du; Zeit, wo cs heißt, Farbe?11 bekennen und durch «■ine ab1״en/cmk• 11.1111111;: luiiid/utiin, da 11 inan da/ugcliörl. Der Maasser für Ercz Israel ist eines der Mittel, um seine zionistische Gesinnung sichtbar zu dokumentieren; er ist die selbstverständliche und pviiuiiivstc form des neuen Zitmismus. Darüber iiinaus aber gilt es, sich persönlich eiu.׳ubtvi.'hen in die werdende jiidi:,che Ocmeiiischaft, Die Sprache, durch deren Medium die f:ci:;tigen Acußerungcn Ercz Israels vermittelt werd 11, darf hinfort nicht mehr mit platonischer Anerkennung und verzichtender Liebe abgcfumlen werden, somlrrn sic verlangt ihre mühevolle Eroberung durch joden, der mit dem Begriff 'der jüdischen Renaissance überhaupt noch ein■•» Sinn verbindet. Höchstes Ziel aber ist, sich uml seine Kinder dem Lande zu verbinden. Die Ucbcrsiedlung kann niemals nt einer ״programmatischen Forderung“ werden. Denn sic ist eine höchst persönliche Angelegenheit des Ein• /einen und für die meisten mit schweren, oft nicht zu be- 6citige11dc11 Hindernissen verknüpft. Ist Ercz Israel mir wenigen erreichbar, so bleibt es leuchtendes Ziel für alle, die sich mitgerissen fühlen von dom Strom der 11c׳1׳>n zioiistischcn Entwicklung. Der Vorsitzende der Mandatskommission über ihre Aufgaben Der Vorsitzende der Mandatskommission, Marquis Theo• doli, empfing am Donnerstag nachmittag die Vertreter der Presse, um über die Plaue und Arbeiten der Kommission Mitteilung zu machen. Die Mnmlatskommissism, so führte er aus, beabsichtigte, durch die Ueberwachutig der Mandate eine große kulturelle Aufgabe zu erfüllen. Ihre Stärke liege in ihrer völligen Unparteilichkeit und in der Prüfung der Kritik der Mamlatsbcrichtc. Die Mandatarstaaten seien für jede Kritik sehr empfindlich und suchen alles zu vermeiden, was ihre Tätigkeit in den Augen der ()Öffentlichkeit und der parlamentarischen Opposition im eigenen Lande licruntersetzen könne. Die Aufgaben der Kommission seien außerordentlich schwierig, da mau cs nicht nur mit völlig verschiedenen Bcvölkeriingsgruppeii, mit den verschiedensten Citaubcus* bekenntnissen mul den Angehörigen der verschiedensten geographischen, klimatischen und wirtschaftlichen Verhältnissen zu tun habe, sondern auch mit Mandatarstaaten, die ihrer Vergangenheit, ihrer Verwaltung 1md ihrer politischen Sirukfür nach sich im wesentlichen voneinander unterscheiden. Deshalb könne bei der Beurteilung der Mandatsbcrichtc nicht schabloucumiißig verfahren werden. Die Beurteilung der Vcrwaltung im Pazifischen Ozean durch Japan müsse unter ganz, anderen Gesichtspunkten geschehen als diejenige Neuseelands durch Großbritannien. Eine große Schwierigkeit sei die Prtif u ת g der e i 11 g e i a 11 f e 1a e 11 Klagen über die Vcrwaltung, die nicht nur von den Eingeborenen, sondern auch von zahlreichen anderen interessierten Personen und Völkerschäften entgingen. Es sei der Kommission unmöglich, die Lage an Ort und Stelle nachzuprüfen. Daher müsse sie, so gut cs gehe, die Quellen auf ihre Glaubwürdigkeit untersuchen und sie mit anderem vorliegenden Material vergleichen. Den Mandatarstaaten werde Gelegenheit gegeben, die Klagen einzuschen und sich, zu ihnen zu äußern, sofern sic von der Kommission behandelt werden. Beiden Seiten gerecht zu werden, sei sehr schwer. Es gebe eine Reihe von Staaten, die dem Völkerbund nicht angeboren, die trotzdem die Vcr- Handlungen der Mandatskommission mit lebhaftem Interesse verfolgten, da sie in den Mandaten die verschleierte Form einer Annexion erblicken. Diese Annahme sei irrig. Die Mandate beschränken die Souveränität der Mandatarstaaten und verhindern die Annexion. Deshalb sollten gerade diejenigen Staaten, die noch nicht Mitglied des Völkerbundes seien, sehen, daß, je stärker der Völkerbund sei, um so geringer die Gefahr der Annexion und um so strenger die Aufsicht über die Mandate wäre. Englands Bezfcbungcn za Um Saia London (J. T. A.) Lieut.-Colonel Sir Arnold Wilson, der frühere briti he Leiter der türkisch-persischen Orcnzkommission und fruhere politische Resident am Persisehen Golf, der als eine grolle Autorität in arabischen Fragen ״ilt, und mit dem Hof des Wahabiteiisultaiis Ihn Saud in enger Berührung gestanden hat, fordert in einem Schreiben an die ״Tiin cs“, daß 'die britische Regierung sofort Bc/.ichungen mit dem Sultan Ibii Saud aiikuüpft, ln dem Schreiben heißt cs weiter: ״Ihn Saud ist — ich bin davon überzeugt — ■noch immer unser Freund, und cs ist nicht sein Fehler, wenn er äugenbheklich keine direkten Beziehungen zu Gr.-Britannien pflcgen kann. Seine Anhänger sind fanatisch, stehen aber ganz unter seinem Einfluß. Er seihst ist ein Mann von staatsmännisehen Ansichten, bestrebt, die Hilfsquellen seines Landes zu entwickeln, sowie den Hamid durch seine eigenen Häfen am Persische״ Golf zu fördern. Er war unter aßen arabisehen Herrschern der erste, der den Kampf gegen die Türken aufnahm. Der Sturz der Monarchie des Hcdschas braucht iiicht aut die *•nilgemeinen Richtlinien der britischen Politik im Irak ciimiwirken, ebenso nicht auf die in Palästina und Transjordanicit, obgleich die Lage in diesen Ländern offenbar Jtoeli im I hisse Ist und unsere Politik aus anderen Gründen einen Wandel erfordern könnte. Der Sturz Mekkas heischt eine nochmalige ernste Erwägung der at! gern ei- 1נ c n Richtlinien der britischen Politik in Arabien. Der erste Schritt müßte der sein: das Departcment des Kolonialanitcs für den Mittleren Osten in Bausch und Bogen dem Foreign Office einzugtiedern, welches fiir die britische Politik im westlichen Asien verantwortlich ist und das nun auch für die Mandats-Territorien Irak, Transjordanien, Palästina und Mittelarabien die Verantwortung übernehmen soll,“ Dr. Welzniana 1a Rom Rom. (J.T.A.) Dr. Ch. Weizmann traf zugleich mit Herbert Samuel in Rom ein. Von Rom begab sich Dr. Weizmann nach Genf, um während der Tagung der penuanenten Mandatskommission anwesend zu sein. Von Genf wird Weizmann nach London reisen, Dr. Weizmann blieb zwei Tage In Rom. Verbot der Zionistischen Konferenz 111 Galatz. Die Konferenz der rumänischen Zicmisicn, die für Anfang November nach GaJatz cinbcrufcn worden war, und in welcher Herr N. So ko low sprechen sollte, wurde auf Unbestimmte Zeit verschoben, d,1 das Inncmninisteriuin die bereits erteilte Erlaubnis zurückgezogen hat. Die RegierungskrcHc befürchten, daß die Abhaltung der Konferenz in Galatz zu antisemitischen Tumulten Anlaß geben werde. Zur Vürjjr.se'ildife der E31fc«r-IIc11!בr211ca In dem von uns mehrmals erwähnten Tagebuch des früheren englischen 'Botschafters in Paris, Lord Bertic, wird unter dem Datum dos 20. April 1017 eine Unterhaltung zwischen Lloyd George und Lord Bertie erwähnt, 111 welcher die Rede atu die Zukunft Palästinas kam. Lord Bertie brachte d.i.s Gespräch auf die mögliche Haltimg Frankrciehs in der Frage eines britischen Protektorats über Palästin.1. Fr schreibt darüber in seinem Tagebuch: ״Ich ihachte Lloyd George darauf aufmerksam, daß die Juden keine kampflustige Rasse sind und daß, wenn wir die /iotiktischi• Bewegung unterstützten und jüdische Kolonien in iAilastina errichteten, die Juden nicht in der Lage sei« würden, ohne britische und französische Hilfe ihren Besitz, gegen die Araber zu verteidigen. Ich stellte ferner die Frage, welchen Eindruck cs aut die Araber machen würde, wenn England in dieser Weise die Juden unterstützt. Weiter erinnerte ich Lloyd George daran, daß Frankreichs Einfluß in Palästina und ׳Syrien aiif den französischen rüiiitsch-katliolixciieu Priestern und den von diesen geleiteten Schulen beruht. Ich kam zum, Schluß, daß der Protestant Ri hot (damals Premierminister Frankreichs), obgleich er persönlieh geneigt wäre, die Billigkeit unserer!*,rateiisionen in Palästimt a!uuerkom1c11, cs dennoch nicht wagen würde, in ein Protektorat Palästinas cinzuwilligon und eine solche Kombiimtioii gegenüber den französischen Chauvinisten, dem imgebildeten französischen Volk tina dem römischen Klerus 111 1־ rank reich durehzusotzeii. Lloyd George wallte nicht, daß Ribot Protestant ist und sagte: Die Franzosen werden unser Protektorat nmiehmen müssen; wir sind dort durch Eroberung und werden cs bleiben, da wir dort keine besonderen, religiösen Interessen haben und die einzige Macht 81ml, die prädestiniert ist, eine Bevölkerung aus Muhammedanern, Jnden, K.vholiken und Angehörigen anderer Religionen zu regieren.“‘ — ״Sie schlagen also vor,“ sagte Lord Bertie, ,,daß wir uns an die Stelle der Türken setzen, um zwischen den vcrschiedencn religiösen und politischen Parteien den Frieden zu erhalten?“ ״Ja," sagte Lloyd George. Unter dem Datum vom '21. Dezember 1917 berichtet Bertie über eine Unterredung mit Lord Miln er über den Zionismus, wobei Lord Bertie seinerseits der Meinung Ausdruck gab, daß ״der Zionismus ein Unsinn sei“. Milncr — so schreibt er weiter — ist selbst kein ״wütender Zionist“, hofft aber, daß der Zionismus England zum Segen ־werden könnte. Kurz nach der Veröffentlichung der Bai f 011 r- Deklaration berirhtet Lord Bertie unter dem 30, Dezember 1917 in seinem Tagebuch, daß Lord Ballon r seine Unter- Stützung des Zionismus zum Teil mit finanziellen, politischen und geistigen Gründen begründet habe. Herr Paul Cambon, der französische Gesandte imJLendon, hat Lord Bertic bei einer Zusammenkunft über seine Unterredung mit Lord Balfour berichtet. Lord Balfour hätte als Grund für die Notwendigkeit der Unterstützung des Zionismus angegeben, jene amenkanischen Juden zu versöhnen, die für Palästina sind und die Anleihen zustande bringen können. Ferner habe er, Balfour, die Empfindung, daß man das interessante Experiment der Errichtung eines jüdischen Staates wagen muß. Cambon erinnerte Balfour an die Prophezeiung, daß ein König der Juden das Ende der Welt bedeuten würde. Balfour erwiderte, solch eine Lösung wäre erst recht interessant. Dr. Roscitbanm nach PalSslina *!?gereist Kowno. (J. T. A.) Am 23. Oktober ist der ehemalige jüdische Minister und Präsident des Jüdischen Nation,alrats in Litauen, Dr. Sch, Rosenbau in, zti ständigem Aufenthalt nach Palästina ahgereis{. Am Tage vorher fand ein feierliches Bankest statt, bei welchem sich die Angestellten des Nationalrats und der Zentralbank von Dr. ־Rosenbaum verabschiedeten. Dieser erklärte in seiner Dankrede, er gehe nicht nach Palästina, um nuszuruhen, sondern um auf iinem ncucn/ Wirktnigsfclde tätig zu 6cin. Vor dem Kownoer Gericht fand am 22. Oktober der Prozeß gegen Dr. Rosenbaum statt, der, wie erinnerlich, vor einigen Wochen als Minister für jüdische Angelegenbeiten den Jüdischen Nationalrat Litauens cinbcrufcn hatte, der dann durch die Polizei ausrinandcrgctricbcn wurde. Dr. Rosenhaum wird nun beschuldigt, sich widerrechtlich den Titel eines Ministers für jüdische Angelegenheiten hcigclcgt zu haben. Dr. ■Rosenbaum stellt auf dem Standpunkt, daß er hierzu berechtigt war, da der Staatspräsident seine Demission nicht angenommen hatte. Diesen Standpunkt vertraten auch die Verteidiger Dr. Rosenbaums, die Rechtsanwälte FiuksTstein und Dr. Robinson. Das Gericht beschloß, den jetzigen Ministerpräsidenten und Justizministcr Turnen as als Zeugen zu vernehmen und zu diesem Zwecke den Prozeß zu vertagen. Urei Jaltre Nr.liahl Um seinen dreijährigen Bestand zu, idem, veranstaltete das Dorf Nahalal kürzlich eine Ausstellung. Ans allen Teilen des Landes liefen Glückwünsche ein und 300 Personen besuchten die Feier. Der größte Fortschritt, den die Ausstellung zeigte, betraf die. gesundheitlichen Bedingungen. Vor dem Kriege hatten erprobte deutsche Kolonisten versucht, in dieser Gegend * Wurzel zu fassen, aber sic mußten schließlich, von der Malaria dezimiert, weichen. Die erste Arbeit, der sich nun die jüdischen Siedler nach der Okkupation des Bodens zuwandten, war die Beseitigung der Ficbersümpfc; der Jüdische Nationalfonds nahm die ganze Kostcnlast auf sich. Im letzten Jahre hatten von 42t Personen uurtnehr 1/!”/o, durchwegs Rückfälle, unter der Malaria zu leiden. Die ständige Bevölkerung Nahalal* wuchs von 282 itn Vorjahr auf 336 Seelen, davon 133 Kinder. Die Zahl der Bauernfamilien beträgt 75, dazu 23 weitere Personen als Wächter, Buchhalter, Lehrer, Arzt, Chemiker usw. Die Ackerfläche nahm von 2300 Dunain im Jahre 1922 auf •1001) und 5116־ Dunam in den .beiden folgenden Jahren zu. Die Getreiaeernte war, wie im ganzen Emek, obgleich «kr Spatregen ausblieb, wohlgeraten. Die Ausstellung zeigt Diagramme aller hitr gezogenen Genius (,arten wie Kohl, Runkelrüben, Tomaten, Kartoffeln usw. Die Karioffclfcchsung stieg, dank der Irrigalion, von 976 kg in 1922 auf 2410 und 5310 kg in den folgenden Jahren. Die Erzeugung von Konserven wird planvoll fortgesetzt. Von diesen wie auch von Honig waren Muster ausgestellt. Das Dorf zählt 102 Kühe. Der Milch verkauf (38 602 Liter) brachte in 11 Monaten -CE 612 ein. Ucbtrdics wurden 4(1 kg Butter und 1301 kg Käse abgesetzt. Auch die Bienenzucht, wenngleich nur nebstbei betrieben, entwickelt sich ,ut. Gegenüber 21 Bienenstöcken im Jahre 1922 gab es in den folgenden Jahren 70 und 174 Stöcke, die statt der in 1922 erzielten 52 nunmehr I0S6 kg Honig ergaben. An Pflanzungen weist Nahalal 21932 Weinstöcke, 1932 Fruchtbäume, 36 690 Eukalyptusbüumc und außerdem verschiedene Waldbiiumc auf. Die Mitglieder dieser individualistischen Siedlung leisten einander gegenseitige Hilfe; Lohnarbeit ist unzulässig, und wenn eine Familie, etwa infolge Krankheit, Hilfe braucht, wird sic unentgeltlich von den Nachbarn geleistet, deren jeder ein Tagewerk übernimmt. Insgesamt wurden 152 Arbeitstage geleistet. Auch mit Arbeitstieren hilft man sich aus. Die Erziehung nimmt in Nahalal einen wichtigen Platz im Gcmcindcprogramin ein. Auf der Ausstellung sah man Must erarbeiten aus Kindergarten und Schule: Plane der Siedlung und ihrer Häuser, Karten des Emck Jesrecl mit all seinen Bächen und Wegen, auf denen die von den Schulkindern gemachten Ausflüge cingczcichnct waren. Diese Arbeiten, wie auch Sammlungen ausgestopfter Tiere und eine Kinder- Zeitung zeigen viel Talent, vor allem aber die Liebe und Anhänglichkcit der Schulkinder für ihr Nahalal. Die ״Landwirtschaftliche Lchrfarm für Mädchen“ nahm gleichfalls an der Ausstellung teil. Darnach wurden in der Hühnerfarm während des Jahres 1645 Küken ausgebrütet, Reingewinn £E X),—,—. Dabei braucht eine Henne, die 150—175 Eier jährlich legt, 16 verschiedene Arten Futtert Die Ausstellung führte schließlich die Investitionssummen der Zionistischen Organisation für Nahalal an. So investierte der Keren Hajessod für 75 Bauernfamilien £E 40.000, davon eine Familie den Höchstbetrag van CE 600,—, während sich viele Familien mit dem Minimum von CE 150 begnügen mußten. Daß die Auszahlung der im Budget vorgesehenen Darlehen an die Siedler sich verzögerte, machte sich schwer fühlbar. Der Jüdische Nationalfonds seinerseits stellte das Land bei und verwandte überdies CE 13 000 für Drainage und Wasserversorgung, Auf di« Frage, was die Siedler von Nahalal am dringendsten benötigen, antwortete einer bczeichnend genug: ״Ausschlafen!“ Nahalal ist die erste nach dem Krieg gegründete Kleinbauernsiedlung (״Moschaw Owdim“), beruhend auf dem Prinzip, daß jede Arbeit von dem Siedler und seiner Familie selbst geleistet werden muß. Die Pläne stammen bekanntlich von Elicscr Joffe. Es ist eines־ der erfolgreichsten Dörfer, die im Emck auf Nationalfondsbodcn vom Keren Hajessod errichtet wurden. ג04?)י?י£• 13 ■ Um *«״. y w vc*? ' י״״י״*־ ®*“■י• | Die Wahlen zum PmisJichen Landesverband nahen. Zum ersten Mal könnt Ihr hoi grossen, alJgemeln-jlldi* schon Fragen mitbcstimmen.' Auch Eura Sachs wird dort geführt! Im Landesverband wird man entscheiden Uber di« grossen kulturellen Dinge: über die Erziehung Eurer Kinder und die grossem sozialen Aulgaöan• Sichert Euren Einfluss, * 1 e h 0 r t Euch Euer Stimmrecht durch sofortige Eintragung in die Wählerlisto Eurer Gemeinde. Batst! zionistischer Frauen in Deutschland Nadirlclilen aus Polen ־׳ W a rs c h ה u (J, T. A.), Der Vorsitzende des jüdischen Parlameiit.skhibs Dr. Leon Reich erschien beim polnischen Ministerpräsidenten Grnbski in längerer Audienz, Darüber wurde von der Kanzlei des Ministerpriisidiums ein Kommuniqm• hcraiisgcgcben, worin gesagt wird, der Besuch Dr, Reichs trage nicht den Charakter irgend einer offiziellen Demarche des jüdischen Klubs gegenüber der Regierung, « _ Am 22. Oktober fand in Warschau die feierliche Grundstcinlcgung des ersten jüdischen akademischen Heims statt. Der Feierlichkeit wohnten Ivel: Vertreter der höheren Warschauer Lehranstalten, der Regierung, sowie zahlreicher jüdischer Institutionen. Den ersten Grundstein fegte Rabbiner. Prof. Sciiorr, dann folgte der Rektor des Polytcchniluuns, der Delegierte des Rektorats der Universität, der Vertreter des Unterrichtsministeriums, schließlich eine Reihe jüdischer Persönlichkeiten. Der Grundicgungsäkt wurde in drei Sprachen: Polnisch, Jiddisch und Hebräisch verlesen. Die Chalnzbewegnag ia Europa Wien. (J. T. A.) Das gegenwärtig liier weifende Mitgiied der palästinensischen Exekutive, Herr Sprinzak der soeben eine Reise durch die europäischen Länder absolviert hat, teilte dem J.T.A.-Vertreter mit, daß mehr als 10 OOÖ organisierte Chaluzim in den europäischen Ländern mit den Augenblick warfen, da sic narh Palästina kommen können. Es handelt sich durchweg um fachlich ausgebiidetc Personen, die ein unschätzbares Arbeitsreservoir für den Palästina-Auf* bau bilden. Das ״Palästina•Theater“ sieh Palästina abgcrelst Berlin (J.T. A.). Die Theater-Truppe ״Teatron A rzl jisraeli“, die in Rerlin ihre Ausbildung zur modernen Theater-Truppe vollendete und liier seinerzeit durch die Auffüi rung der dramatischen Legende ״Belsazar4' bei der Kritik und beim Publikum große Beachtung gefunden hat, hat dieser Tage die Reise nach Palästina angetreten, um sich dort als ständiges nationales Theater-Ensemble zu etablieren. ״Brill! Hanoar“ Dieser Tage fand in Lemberg die konstituierende Sitzung des Zentralkomitees des auf der Wcltkonfcrcnz in Danzig gegründeten Wcltvcrbandes der jüdischen Jugcndorganisationen (Brith Oiamith sehe! hanoar haiwri) statt, ln das Präsiditim wurden gewählt: Zum Vorsitzenden Herr Mcir J aa ry, zum stellvertretenden Vorsitzenden Herr Aba Chushy,zatm Sekretär Herr Erwin Vogl. Eine Exkursion von Ingenieuren nach Palästina Wien. (J.T.A.) Auf Initiative des in Oesterreich bestehenden Ingcnieutwcreins für den Palästina-Aufbau wird eine allgemeine Exkursion bekannter zionistisch gesinnter ingenieure Europas nacii Palästina vorbereitet. Eine Gruppe jüdischer Industrieller aus einigen Ländern begleitet <ile Exkursanten, um die industriellen Möglichkeiten in Palästina zu studieren. Es wird erwartet, daß sich eine Delegation jüdischer Ingenieure aus Amerika anscldicCcn wird. Luftpost zwischen Palästina und der Türkei. Zwischen Palästina und der Türkei ist ein Luftpostdienst eingerichtet worden.

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