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Jüdische Rundschau · 1924-10-28 · Heft 86 (28.10.1924) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 86 (28.10.1924)
Date
1924-10-28
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr 83 fUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 013 .:•fit iM'i■ € Rslibincr Ghsner Am 21. Oktober verschied in Jerusalem Rabbiner Ginsnrr aus Transsylvanien. Der Verstorbene, eine berühmte Tabhitiischc Autorität, hat sich vor anderthalb Jahren in Palästina angcsicdelt. ׳ Die Nachricht von «lein 1 lüisdtcidcit Ualibt Mosche Glas• ners kommt /n grausam plötzlich, als ilalt es schon möglich wäre, die Gedanken zu einem 'Nachruf /u ordnen. (>arnm jet/.t nur wenige^ Worte eiariiher, wer der Klausenbttrgetr war. Gewiß ein Torugelehrler von nbcnngciicier Bedeutung, ein M״m1, der mit spielender, Leichtigkeit die diffizilsten Teile des TnlmtKi nicht mir beherrschte*, sondern auch den Hörern klnr/.tilcgut verstand. Aber er war «rieht nur dies. Er war weit mehr. Er war der treueste Sohn reines Volkes. Heiße Liebe /ti seinem Volke und zu Eie/• Israel formten seinen wundervollen Charakter. Das etile Pathos des iiidisclien Propheten sprach er /(t den Hörern, die er in sc.nett Bann zwang, wenn er von Kanzel oder Podi• 11m von (len Pflichten des Juden unserer 'Zeit sprach. Aus dem Geiste der Tora lehrte er sie, Schranken ntederzurriße«, die eine wesensfremde Unlut h-Psyciiotogie trennend errichtet hatte, lehrte er sie, Opfer zu bringen, um ei n Haus entstellen zu lassen für die jüdische Zukunft, Stolz und stark stand er da, wenn er ford ׳ne, wenn er warb, und ward doch zum Hcschcidendstcn der Menschen, wenn er unter Gleichgesinnten weilte. Vor wenig mehr als Jahresfrist wanderlc er hinüber nach Ercz-Israel, dem seine Sehnsucht galt lind das Lehrerseminar des Misrachi gal) ihm die Stätte weiteren Wirkens auf seinen Gebieten, Wie er in der Uulutit in seiner Tätigkeit für Keren Hajessod und Misrachi die Basis für die jüdische Heimstätte zu festigen suchte, so half er drüben aus dem reichen Schatze seinen Wissens, ein selbständiger Denker, rie erfüllen mit jüdischem Geiste. Nun deckt ihn die Erde des Landes, für das er arbeitete und sein Geist lebt in seinen Schülern, lebt in seinem Volkc'l L a z a r us 13 a r i h. Br. Karl Kassel Am 22. Oktober ist In Nürnberg nach langem Siechtum Dr. Karl Kassel aus dem Leben geschieden. Mit Ihm hat, obwohl er der jüngeren Generation kaum noch bekannt ist, der deutsche Zionismus eine seiner markantesten Persönlichkeilen verloren. Als vor mehr als 20 Jahren die ersten zioni• stischcn Organisationen im deutschen Osten entstanden, galt es mit Recht als einen der größten Erfolge, ah Kassel, damals ein Jüngerer z\rzt in Posen, der durch die Schule der reinen Assimilation gegangen war, sieh und seine Arbeit zur Verlügung stellte, Seitdem hat er zwei Jahrzehnte hindurch im Vordergründe des iiatinnflljüdischen ■Lebens in Posen gestanden und'•auch auf die Entwicklung des allgemeinen deutschen Zionismus einen starken Einftult genommen, Seine Abneigung gegen jedes Vereinsleben — stets sprach er von der ״Hetiitigütig“ in Vereinen, die oft Feind zier Tat ist -- ließ ihn nie in einen Vorstand eintretcn. Nur selten trat er mit einem Mandat auf. Aber immer, wo cs galt, die Jugend zu ermuntern, Freunde und Gegner auf/ukt;ire11, selbstbewußte Haltung, stolze Gesinnung zu erzielen, da war er in Wort und Schrift auf «lern Posten, Seine Reden und Scitrifteil, klar und scharf, getragen von der souveränen Belicnrschling des Stoffes, waren neben ihrem politischen Inhalt zugleich äst he tische und kulturelle Leistungen. Sic haben unsere Freunde nicht nur belehrt, sondern oft erzogen, .sie haben unsere jüdischen Gegner zumeist ,mit ihren eigenen Waffen geschlagen; sie haben den Nicl1fjudert׳l,den Respekt tor dem jüdischen Volke eingeflolit und gerade durch Betonung des jüdischen Nationalismus antijüdische Gesinnungen wirksam bekämpft. ״Odi profnnum vuLuis et arceo.“ Diesen Satz könnte Karl Kassel wohl mit Horaz gesprochen haben. Aber dennoch war er von einem heiligen Optimistnus beseelt, von einem starken Glauben an die Menschheit und von einer gefestigten Uebcr/euguug für die gesicherte Zukunft von Judentum und jüdischem Volke. So war ihm die Arbeit ain jüdischen Volke erhabenster Lebensinhalt. Der Streiter und Kämpfer hat noch efn letztes Maf seine Stimme erheben dürfen in der Zeit, wo Posen polnisch wurde, und als es galt, die Rechte der jüdischen Nationalität zu stabtlisicren. liaim mußte auch er die ihm lieb gewordene Wirkuugsstätte verlassen, tun auf neuem Boden im vorgerückten Alter sich wiederum seinen Platz zu erobern. Vor der Vollendung ist < 1' <1 dinigeschicdcn. Alle seine Mitarbeiter werden ihm über das Grab hinaus ' Dank wissen, neben den Ungc/ählicn, denen er Lehrer und Meister war. Seinen Freunden wird Karl Knsscl ewig umvergessen bleiben. l>em jüdischen Volke wird seine Lebensarbeit und das Andenken an ihm zum Segen gereichen. Max KolIcnsc h c r. .Stcrbcfall. Am 24 starb in Breslau die Frau unseres Freundes Dr. Walter Stein itz, Selnves.er unseres Gg. R.-A. Martin S c h i n d t c r- Hindenburg. Mit den Augehörigen empfinden wir den Schmerz um den zu frühen Heimgang dieser von den ersten Zeiten des Zionismus an unseren Ideen treu ergebenen Gesimumgsgenossln, deren Schnett seit Jahren dahinging, bald mit ihrem Manne nach Palästina übersicdcln zu können. Sie liat leider die Verwirklichung; der schönen Plünc ihres Mannes nicht mehr erleben sollen , . . - 1 Sidonlc Kahn gestorben. Die Witwe nach Dr. Leopold Kahn, dem langjährigen Mitglied dos Engeren Aklions- Comites und einem der ersten!Mitarbeiter Dr. Theodor Herzls, Frau Sjdonic K a It n ist am 22. Oktober in Wien Im Alter von 65 Jahren gestorben. Frau Kahn spielte in früheren Jahren eine bedeutende Rolle in der zionistischen Frauenbewegung. Die Tagung der Exekutive der Wellliilfskonfercnz. Am Donnerstag begann, wie wir gemeldet haben, in Berlin die Tagung der Exekutive der Jüdischen Weltliilfskonferenz. Anwesend sind: aus Paris: die Herren Motzkin und Efroykin; aus Berlin: die Herren Wladimir Temkiii, Dr. Alfred Klee, Latz kl, Dr, Brut 7. kus, Dr. Oskar Co 1111, Berger und F ri eUI n nd; ans Wien: Oberrnbbincr Dr. Chajcs und Frau Anita Müller. IX׳r Generalsekretär, Herr Efroykin erstattete den Geschäftsbericht. Hcrnac'h referiertc Abg, Dr. Oskar Cohn über den Sozial-Politischen Kongreß in Prag, Fratl Anita Mülle!׳ über den Kongreß der Union für Kindeihilfe in Wien. Es wurden sodann eine Reihe organisatorischer Fragen erörtert, ferner Fagcn der KiiHiprliilfe, der intellcktttellcn-Fürsorgc und der Immigrantenhilfe. Jom Kippur offizieller Feiertag in Syrien. Der französische Oberkommissar Syriens hat den' Jom Kippur als , offiziellen Feiertag in Syrien anerkannt. Sämtliche Regieruiigsämter waren an diesem Tage geschlossen. (J.T. A.) ßcrUtiC;* Kdcadcr Hflrn» H0rHn״r Varainkiini*, Merlin W , M«!!1»k«1tr»J4 10.!'•!•phoni ISUmftrck t«v*—70 » Pottnnhftnkkont.0 N®, I^joOh JJerHn NW 3« יי• don KM. Oktübnr •band• Uhr int 1l«r Hynngorfl Iforr Dp. Ntu'hum (it»l.ltrmnnt ntnl tftal« d«r ■iont«!, Citl«tbpa!l(U.<• Mittwoch, .len *.'!» nittoher •bar*'!* 8% Uhr Knipp• 0»lf im Zionl*H*rh*!m liaim, rztnd«b*fgar Htr. 89 KroHnjr• «חייו Hl. Oktohar •Hand• 6/י Uhr NvnÄKDito Im XionUtlwohim Halm. Klaln# Frankfurt«» Straß• tt 80nnahnn«1. dan 1. Kavambar mariran« & Uhr PyntiKDRo im KUrahÜaehfln Halm. KWna Frankfurter StraB« 11 flaltaadlrait. lUvni'l.lUttfr, im ZionUlUnban Frankiart«r fitr. U dnn 1. N^vamlinr •b»nd« fiHUbr Chawer Dr. ״ ו*1*וי*1יח«»זIM« (U«ptfrMM d•• pMffl״rtpat■•#« da» 7. V. f fi. Nnnnahoml. ׳tpn H. NoTomhar •Hand• Sty Uhr Chawor Dr. Und. 53amnal: ..!Ha Ort *!1U*tl0R*raf0r1s» «f*r Zlo»Ut. Orc••(••!!•«* at0 rn allan V«ran1tft1t1׳n״an wiijkamman. rarhtklnb Ilar-Olora. Pion»!•*, den ÜH. Oktohor, •bandai Fcabtaik• Ron**ab*nd. וזי>1ז I. November aband• fi Uhr Vünni«tDrhfr Jt1K*n<irrral״ lirfhiwor, im nHHhntr•••^ Löt*ow*»r, 70 1# ÄHaprt fiiilfehar Arnold Zweirs F,In!aDtmsr: lCrn*l T>r־m *abi U״*UaMon* Da Monoinnnr LUdar von ,Tod Kn^cl, am FlfVni dar KompoDiit, Karton!ויזת rf<ti«a von MU. S,—, ft—, 4.—, — and ־.י״— Im Vonrurkatif «ri11t'*Mci1 ״יי! Do♦« «1־. Hor־V, A. AVp!־tIm'rn und au dar Abandba••«. Bonntnjf, חתי׳ " Nnvan lto * Wandfrrnnr dar Jnrandartatranta Waat*fharlfttiabarr. TrafTrimkt 1?Uhr!»anWtHoh vorm, untar d#r Narmalubr «m 200. KD'onnnr!{?aaoMha« .Tnd. Ht1״daah«n. hmw, K, [. Wr*»Pfifl, Mittwoch, d«n 0• Nov«mbtr •b«od• 8^ Uhr flrnnb• Wa»t-rh»rlatt#f1hnrff, im Hli«nn1׳Bif1«1. dar flmarosr•. Fa«nan«ir, Harr Dr, ^ז<יייו׳ח1., ■י׳יי׳״• 'V*iHa« in r*•• Fra••««•»" Montag, d«n 10. ״י־־יי״׳י״א.. ab*mU 8H Vht .!«aantiArtafrvapa י?#•* fhftriftit«nfe«rff (,ikfA Hnktft^d, ״k V1׳f>I׳»־ravrt|b«t da• יי:taןו|^mיי.,* 0 Abandt Hnrr!!r. ״'rM»»kn*t ,.«Da 0#»lnd*• Im 1». Jahrh««l»rl.M M ttwoah, dan ,0. Nov^raha ah^nd« 8^ Uh» Wf^t.fhtr’attaaborr, Or♦ wird noob bakamiliragabon. f?״rr nr, v׳ח■rJrM al«»*r Bai•*» ««a»1 «ad in FfttX••!••.*1 Vor»n«alra. Mittwnab. den OA. Novamh**־ ubeod» 8 Uhr im Mamor«aa1 d«• Zeolo-*. Oft־׳t«n•, K»nDr*n(T Adlorportil, K0rf0r*Und*mmO 11*11 tlar S״rHnav Var*1nlr1׳n• an-1 d«* .T8dl«nban Ntttonftifoodi. J>d*n DianBiftgaNon8 ’׳ Uhr Oitiild. Ntnda«t«*»aTait•. Vri«driab*1r. Ul Pamtnar für hVilarh* Oaanliiebt• אגודת בתי ספד יישראר Hclinlr^Mfn K. T.f Hirlln Ga«*h8ft«ffthr»u<iaa VnratandamltirHad ז Rtndlanroi Karl Hmi■••»•!•(■« Omntwald. Fri«drl«h*n1b*r»tr. 8t. ג ביח ספד ללשוי ילטכריח בכרליי ITokrAlarh• Sprarhichii# la Rarltn (XII. 8**a*t*»T An״Vn«ft •rtaÜt dar 8׳*ht11UH*r, Tforr Tf. TUrggrdn. Man♦••. Vfittwoek nud Doopor«tag. h Uhr •Hand• in dar Hoah«afcnl« fitr dt• WliMtueh•(! d•* ,)ndantnm■, ArH11*r!a«traß« 14, 1• 7.1mm*f 4• ..מת )ם6ר לילייס במערכת על, כר?ץ .n ״ י/ JBdlaeht^rlial• W§•♦. ׳ ׳‘ י" ‘י Xn.knnf• »rt.llt fl), ®ct1nll.lt.rin, t^rXnt*«fn Ob.ri.hr.rin ll.Hv t-kn».* UonUj, Dl.n.Uic nn,t Oonn.r.t.R 1U—1 Uhr ln d.r Bohnl.,!,•i.o.n.tr. 7W60 כיח ספר לילדים בטורח-. של ברליי •in JJitl.fli. ».11.1. O.t. Xu.inrlt «rt.llt CU fehull.lt.rln. KrUnl. n Sn«»nn. XiloHt.nit.l», fr.liif 2—4 Uhr. l’.nhow Slft Das Konlingenl des Keren Ualcssod In Palästina Am 9. Oktober, nhcmls, wurde in Jerusalem eine Landeskonferenz. des Keren liaiessixl ubgehntten, an der Dr. Ch, Weizmann und Dr. Feivvcl teiinahincn. Es wurde als Ziel für die diesjährige Keren 1 lajessod-Kampagnc in Palästinn eine Quote von 20.000 Pfund festgesetzt. Abraham Geiger •Feier Die ״Vereinigung für das liberale Judentum“ veranstnltele vergangenen Sonntag im ״Berliner Logcnltatis" eine Feier anläßlich des 50. Todestags von Abraham Geiger. ltcr Festredner Prof. I >r. Eibogen, gnb eine timfassende Würdigung des Werkes und der Wirkung von Geiger auf die Entwicklung des deutschen Judentums. Geiger war eine tief religiöse Natur, die erkannte, daß eins Judentmn unter dem Wust des hergebrachten Ritualgcsetzes zti erstarren drohe, ttna er ging an sein Werk der Reform nt ft historischer Kritik und mit der Idee des Eiitwickliiiigspri'nzlpes, Er wollte das prophetische Judentum wieder lierstelleu, aber er beging den Fehler, das Judentum als eine rcfii theologische Frage aufzu fassen und es nur vott der Synagoge Iter ivdeben zu wollen, Professor Elb»»ge 11 gab tiiese gelungene Charakteristik des hiirgcrlirh'.'ii Liberalismus jener Zeit, dessen sattes Philisterium sich selbst für den Gipicl des Fortschritts hielt und auch die Idee der religiösen Reform mit der grenzenlosen Flachheit dieser Generation nufuahm. Es war jedenfalls eine kleine Ptknnterie, an diesem Ort eine solche Bewertung zu hören. Es dürfte schwer fnilen, das heutige Epigonentum von Geigers Liberalismus höher zu steilen als seine Zeitgenossen. Allerdings weht heute ein neuer Hauch im Judentum und 'die wirkliche Wiederbelebung- Kommt von einer ganz anderen Seite als der von (teiger vermuteten. Es fst daher schwer, zu glauben, daß U;׳i!:c1, wie Elbogen meint, eine der singatlüreii, historischen Figuren des Judentums bleiben wird, von dem aus eine neue Aera datiert. Aber, obwohl er in entscheidenden Punkten irreging und das Wesen des Judeiiproh- Icms nicht erkannte, bleibt er nicht mir gcistesgcschiclvtlicli interessnsji, sondern?ine merkwürdige und in mancher Hinsicht produktive Persönlichkeit, aus deren reiner Intention auch Andersdenkende Gewinn schöpfen können. — «! Presscstimmcu Im l-od/er ״Nai'er VolksMntt"׳ veröffentlicht Ingenieur Joseph Krakows’ki ifne Unterredung mit dem Direktorder Angfo-Pnlüstina•Company in Tel-Awiw, Herrn Hoofien, über industrielle Möglichkeiten in Palästina. Herr 'Hoofien äußerte sich: Abgesehen von der Bedeutung Palästinas in der Zukunft als "Transitpuiikt des Wcltliniuids kann man setum heute in Palästina und in den angrenzenden Gebieten Handel und iminstne mft der Aussicht ‘ auf grolle Enfwicklungsmögliclikcitcn treiben. Ule Tatsache, daß man für viele liuliisiiiczwuge Rohstoffe au!־, dem Ausland beziehen muß, ist keineswegs außcrgewöhnliclt. Auch die Textilindustrie■ in v Lod* und die Zi^rirdtenindustrie in Ac/jy!1lcn hc/icheu ihre Kohstnüc am dum Aushinde und haben «ich dennoch sehr gut entwickelt, tiiie hervorragende Rolle *pieit in dieser Re- Ziehung der untern׳ iuner׳(cist. i>;mun i>t .in/iinehmen, daU die polnischen Jiulen, die eine so orolie Rulle in der Industrie »hren WohnlaiHfes spkde״, Rcnfh:cnd Hrfnlirunj; haben, um a ״h ,״n״l ו 1 זü 11 stric jn PaläsUna nützen zu Cdnnen. Anher den Kcnnnnien Jndimtrir« Inhcn in |>al istim» sehr ome Auvuchteii: die Banhol/•, die Zement, und hhedruipt tlie Bau״ Hunistm• Auch die Möbelindustrie konnte siel» *a־hr jjiit entwickeln. I>as Luk,alvpiir,holz ci!;net sieh vorzim'ifli hnufur, Oute Aussichten hat insbesondere die Tabak- und SeilentmluRtrie, tlie Zurkerimhistrie, Bierimlustric, Kouserveiiimlit- *trie und die Oelgi'winmim;. Das Arbeitermatcnat ist sehr gut und bei richtigem sozialem Verständnis von seifen der V. niernchmer kann eine hohe Arbeitsproduktivität erreicht werden. Um Handel zu treiben, hat man ein Kapital '!”״ mindestens 2000 C nötig. Zu bcrücksiütli;en ist ferner die Konkurrenz, der Araber, die ausgezeichnete KmiSkmk׳ sind. Gut cpinlili/icrtc Batihandwcrker haben gute Aussichten Die freie״ Berufe bieten vorläufig wenig Möglichkcifen. In Palä- ' s(״m Irbi״׳ genug Aerz.te, d ich haben Spezialisten noch gute Aussichten. Juristui können sich nur sehr schwer in die pal.islinensischeti Verhältnisse liiiicinfindcn, weil iuk'Ii verscltiedene Reditssvsteme in (ieitun״ sind. Im Lande bestehen genügend Fiiianzinstitutc. Der Ziiisfuß schwankt zwischen V H!,rozent fitr den Oroßbandel. Insbesondere gewährt die italienische ״Hanen di Roma“ umfangreiche Kredite Tm allgemeinen kann man sagen, daß genügende* Kapital, per- Ähnliche Tüchtigkeit und F a c 11 k c 11!1 111 i s s e eine erto!״- r׳״chc Bctätigimg auf dem Gebiete der Imliutric verbürgen.״ 0 Die in Wurschati in ji<ldiscl!cr Sprache erscheinende Zeit-' «ch ח ft für 1־ r;1 dos Kin<k׳rsohutz0H und der Kinflorcr/ichuns־׳ ״Dos Kind“ veröffentlicht in ihrer Nummer 7 einen Auf- Satz über die Waisenversorgung in Palästina, dem wir nachsichendes entnehmen: 111 Jerusalem befindet sich eine Zentrale für die Waisenversorguiig, Sic unterhält eine Schneider- undeine Schustcrwcrkstiitte, eine Kleiderahteihmg und eine zahn• Ärztliche Anstalt. In Jerusalem befinden sielt fünf Inter*, natc für Waisenkinder, in denen 278 Kinder imtergebracht sind, ln Tibcrias bestellt eine Schneiderwerkstatt, eine Strickerei und eine Wninenkürlic. In Schleja (Iwi Sicliwn Jakob) existiert ein Imidwirlscliaflliclies Inlernat, in <10111 vor•׳ läufig (15 Miideiten iintergebracltt sind. Die Anstalt soll für die Aufnahme von UM) Mädchen erweitert werden. (Leiter׳ ist der bekannt׳■ deutsche Zionist Moses Galvary. Anm. d. Red. d. ״J. R.״). In O bc r- B a I f o 11 r i .1 - M c r c 11 a w. jiah beherbergt ein Internat 125 Waisenkinder aus Ostcuropn; diese Anstalt wird von dem Waisenfonds des südafrikanischen jüdischen Hilfskomitees unterhalten. In Damaskus besteht ein Waisenheim für 37 Mädchen. Insgesamt, werden vom Waisenkomitee in Palästina 133f> Waisen unter•! stützt. Von dieser Zahl sind •153 Doppelwaisen, 770 vatcr-i lose Waisen und 157 Findlinge. 70h Kimlcr leben bei ihren1 Müttern, 212 bei Verwandten. •11 bei Pflegedtern und •121. In Anstalten. Von den!330 Waisen besuchen 1050 Schulen und Talmud Thoras, 85 llnudwcrkcrschtilcn, 180 sind Handwerkerlchriingc und 64 sind krank oder in noch nicht lernfähigem Alter. Die ncubcgriindetc landwirtschaftliche Schule für Waisen im Emck entwickelt sich in zufriedenstellender Weise. Hebräischer Vortragszyklus. Am Mittwoch, den 2). d. M., 8 Uhr abends, beginnt in der Lehranstalt, Artillericstr. 14, der der für 8 Abende berechnete Vortragszyklus von S, Rawitlowicz über die ttetihcbräiscbe Literatur. Der Zvkltis, der int Rahmen der Jüdischen Volkshochschule stattfindet und für den Hörcrgcbiihrcn nicht erhoben werden, ist darum, bemerkenswert, weil die Vorträge in hebräischer Sprache gehalten werden. Berlin. (H.apocl-H a zaTr.J 'Am Sonnabend, de« 1. November, spricht Ghawcr Dr. G, Landauer im Heim, KL Frankfurter Str. 1t, über das Thema: ״Unsere Stel- 111 n g zum D c I c g i c r t c n t a g", Beginn \fl Uhr. Erscheinen aller Chawerim dringend erforderlich. Auch Gäste willkommen. Berlin, Am Sonntag, den 2. November 1021, findet in Essen a. Ruhr, im Svnagogcn-Saal, eine Versammlung der Palästina-Bodenkäufcr, Rhcinlaitd-Wcstfahlcns, stat*, in der Herr Prof. Dr. Brutzkus iibrr eins Thema ״uebersiedlungsmöglichkeitcn nach Palästina" sprechen wird. Sämtliche Bodcnküufer aus Rhcinland-Westfahlen sind zu diesem Vor. trag Ungeladen. Berlin. Am 11. Oktober veranstaltete der J. B. C. ״Maer.ibi“ im Lehrerverciiishntis einen Kampfabend. Emc große Propaganda für den Club war es,, zwei Jugendliche lin Alter von 12 und 13 Jahren einen Schaukampf verführen zu lassen. Von den 8 Kämpfen des Abends konnte ״Maccabi“' vier für sich gewinnen und in den anderen vier Kämpfen mußten die Maccabitcute, wenn auch ehrenvoll und knapp, sich den( besseren Gegnern beugen. Trainingszcitcn: Berlin, Turnhalle Augustastraße 2t, jeden Montag und Mittwoch, 6—8 Uhr Jugendabteilung, 8 -10 Uhr Männerabtdjun״. Abteilung Gharlotteiiiiurg, Turnhalle Joacliiinsthalcr Straße 31 32 (an der Augsburger Straße), Jeden Montag und Donnerstag vom 6—8 Ulir Jugcndahteiliin10—8 ,״ Uhr Männerabteilung; jeden Mittwoch 8—10 Uhr .alte Herrenriege. Dessau. Am 3. Oktober sprach Herr Siernd/ki-Cöthcn vor versammelter Ortsgruppe über das Thema: ״Meine Reise nach Palästina.“ Herr S., der demnächst nach Ercz-Isracl über« siedelt, verstand es, durch seine schlichte und doch anschau, liehe Schilderung seine Zuhörer zu begeistern und eine leb• hafte Diskussion zu entfesseln. Brtelkastfn Neugieriger. Soweit uns bekannt, Ist Jackie Coognn nicht Jude. Sein Vater Ist etwa 1005 als Pogromfhiclitllng nach Amerika gekommen, war KabarclHänger, ließ seine Kusine nnrhknmmeii und heiratete sie. Beider Sohn ist Jackie. Die Familie fiel katholische« Missionären zum Opfer, das Filmwunderkind Jackie wurde bereits als Katholik geboren. Flugcntliusinst. Wie wir erfahren. Ist Dr. Arnstein, der Chefkonstrukteur des Zeppelin, seit zwei Jahren getauft. Palästina-sruniiMs ®ren ilslcssoiO LU, Berlin W 15, Meinckestraße 10. Bankkonto: Dormstildtcr mul Nfttionalbank, Depo»,-Kasse 50, Knrfltrstemlnmm 62, Postscheckkonto: Berlin Nr. 104951. ÜOrCn Kß|8mGlilLC!iSP2Sl / Jlil üiSiif GilflS E. U. Berlin W 15, Meinckc*tr. 10 / Postscheckkonto: Berlin 28247 j i :

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