Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 82-83 (17.10.1924)
- Date
- 1924-10-17
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 502 füEDISCHE RUNDSCHAU Nr 82 8j Pie Willien mm Preußischen Landesverband Die W. a h i k r c i s c i n t e il u n g. 3 4 5 J' K,2- Umfang Zahl der Zahl'der Nr. Name des Wahlkreises Gemeinden Mandate 1 Oitpreußcu Reg.-Bez. Königsberg n 4 Gumbinnen 8 Alienstein Wesipreußen Manenwerder 16 «;onsl. Ver\Mft*t״ner O 2 Groß-Berlin jiid.Gcineindezu Berlin l 53 3 Brandenburg Reg -Kez. Potsdam )5 5 Frankfurt a• O. 23 Pommern Stettin 15 Köslin 14 Stralsund 1 Grenzmark 2 4 Breslau Svii.i:• oücngemeinde Breslau 1 10 5 Schlesien Reg.-Dez. Breslau 20 Liegnitz 11 6 Qppein 22 6 Sachsen Reg.-Dez. Magdeburg 10 Merseburg a Erfurt 8 2 7 Schleswig-Holst. Reg.-Dez. Schleswig 6 6 Hannover 13 Hannover Stade 5 Aurich 3 Osnabrück 8 Hildesheim 12 Lüneburg 5 8 Westfalen Reg -Dez. * Münster 11 5 Minden 18 Arnsberg 31 9 Frankfurt a. M. Israelit ischeGcmeinde Frankfurt a. M, 1 10 10 Hessen-Nassau Reg,-Dez. Kassel 30 4 Wiesbaden 36 11 Köln Synagogengemeinde Kö'n 1 7 12 Rheinprovinz 13 Landeswahlkreis Reg.-Bcz. Koblenz 18 Dü s^eUlcrf 24 Köln 6 Trier 7 Aachen 3 Hohenzollern 1 10 unbestimmt Pressest im men im Organ des ״Achduth“, dem jüdischen Wochenblatt, schrieb Dr. Alfred Wiener über den Ztn t r a l v c r c i n: ״Die Geldmittel flössen ihm deshalb so reichlich zu, weil man sieh allgemein bcwuiit war, daß das Wirken des Zentral- Vereins nicht den Aufgaben und Zielen einer einzelnen Partei, sondern der gesamten deutschen Judeniieit gelte. Mit diesen Traditionen wiixl jetzt schroff gebrochen. Der Zcntralvcrcin sieht innerhalb der Walilbcwegimg seine einzige Aufgabe darin, den Zionismus zu bekämpfen und betrachtet ihn als den wahren Feind des deutschen Judentums. Jede Partei ■welche einen Zionisten auf ihre Liste setzt, welche ein Wahlbündnis mit Zionisten cingeht, wird gewissermaßen für uti rein, für vcrfchmt erklärt. Ohne irgendwelche p o sitiven Ziele a u f zu s t c 11 c n , wird der Zcntralvcrcin lediglich ein Kampforgan innerhalb der jüdischen Gemeinschaft. Diese Entwicklung muß im allgemeinen jüdischen Interesse aufs tiefste bedauert werden. Der Zcntralvcrcin entzieht sich auf diese Weise seihst die Grundlage für sein Wirken. Eine große Zahl seiner Mitglieder und Freunde wird diesen Kurs nicht mitinnclien, sic werden sich, so schmerzlich cs dein einzelnen auch sein mag, sich von einem Verein trennen müssen, welcher, statt den einheitlichen Abwehr• kampf zu führen, nur Kampf, Zwietracht und Feindschaft in das jüdische Lager selbst hinemträgt,“ Der schreibt betrifft, entschieden mir M, Frankfurter ״Israelit". Organ der Agudas lsroel, über die Resolution des Zontralvereins: ״Was uns so müssen wir offen gestehen, daß wir zwar die stell Gegner ries Zionismus sind, den wir nicht aus religiösen, sondern auch aus politischen Gründen bekämpfen, daß aber die vom Zentralem ein angewandte Methode uns nicht besonders glücklich erscheint. Kürzerband ״deutsches J u dent u m“ und ״Z 1 o n i s m u s“ einander gegcmiberzustcllen, als ob das Bekenntnis zum jüdischen Volksgcctauken oder die Anerkennung des Baseler Programms mit der Treue der deutschen Juden zu ihrem Vaterland unvereinbar sei, ist eine Ungerechtigkeit, die nur äußerste Verbitterung wecken, auf die Dauer aber an ihrer inneren Unwahrhnftigkeit scheitern muß.“ ״Ö2s Tempo der AuibauarbeU“ Heber dieses Thema sprach Dienstag, den 14. d. abends, der bekannte amerikanische Zionist, Herr Abraham Ci o 1 d b 0 r g , in der Gruppe der Zionisten ans dem Osten. Die Versammlung war sehr gut besucht und folgle den Ausführungen des Redners, sowie der sich an den Vortrag anschließenden Diskussion mit gespannter Aufmerksamkeit bis Mitternacht. 1 ferr Goldherg stellte als Ziel der Aufbauarbeit in Palästina die Schaffung■ einer jüdischen Mehrheit im Lande, nicht ״in den Zeiten unserer Kinder und Kindeskimlcr, sondern noch zu unseren Lebzeiten“ hin. Die Parole müsse lauten: eine halbe Million Juden in Pai a s t i 11 a innerhalb der nächsten 15 J a h r c. Um dieses Ziel zu erreichen, dürfe man nicht mit osteuropäisch• kleinstädtischer Psychologie an die Arbeit Jiernnircten, sondern man müsse sieh erprobter amerikanischer Methoden bedienen. Insbesondere gelte cs, die Privatinitiative zu wecken, und intensive Agitation in den Kreisen der wohlhabenden Schichten des jüdischen Volkes für wirtschaftliche Betätigung im Lande zu treiben. Zu diesem Zwecke müßte namentlich der Wirtschafisrat der Zionistischen Organisation nach einem ganz anderen Systeme arbeiten als bisher. Alle industriellen Möglichkeiten des Landes miilHcn wissenschaftlich erforscht und Daten gesammelt, sowie die Einwanderung großer Massen mtor Hintansetzung der damit verbundenen Gefahren gefördert werden. Herr Goldberg anerkannte die große Bedeulung der geleisteten Arbeit uml der rein landwirtschaftlichen Kolonisation, rügte aber den Kleinmut, der sich in der Propagnnda für den industriellen Aufbau des Landes bemerkbar mache. Fs ist höchste Zeit, daß man besonderes Augenmerk auf die Gewinnung einzelner Kapitalisten richte und demgemäß eine von der bisherigen Propagandatätigkeit sielt 111Ucrscheidcr.de Agitation entfalte. Den Ausführungen des Redners traten insbesondere in der Versammlung anwesende Mitglieder des Hapocl-Haza'ir, die Herren Fricdland, Eftcr, Schkolnik und andere entgegen, indem sic darlcgtcn, daß die Grundlage der Kolonisation die Landwirtschaft und das Hauptziel die Schaffung einer jüdischen wirklichen Arbcilsbevölkcrung sein müsse. Erst wenn ein innerer Markt gebildet sei, könne man mit Erfolg an den organischen Aufbau einer Industrie denken. Herr Fett vertrat den Standpunkt, daß man sich vor extremen Anschauungen in der Aufbauarbeit hüten müsse. Dr. Biram (Haifa) unterstützte Goldbcrgs Ausführungen und erklärte, daß die wichtigste Aufgabe des Zionismus sei, so rasch ais möglich jüdische Massen ins Land zu bringen und Palästina um jeden Preis mit allen Mitteln zu einem Lande mit jiidischor Mehrheit zu machen. 111 seinem Schlußworte warnte Goldberg davor, die Dinge weiter so treiben zu lassen, wie bisher. Man müsse daran denken, daß die Chaluzim sdilie/llicii selbständige Landwirte werden müßten, mit der Aussicht, eine Familie zu begründen. Ungeachtet der Be- Sonderheiten Palästinas sei cs notwendig, an Beispielen der ganzen Welt zu lernen, aber nicht gerade das russische Beispiel uachzuaiuncn. Auf einen Zuruf aus der Versammhing, warum Gokiberg derartige Reden nicht im Aktions• Coinitc halte, antwortete dieser, daß im Aktlons-Comitj Verireicr eingesihworencr Richtungen säßen, die neuen Impulsen nicht zugänglich sind. Er wende sich lieber an die unparteiischc Oeffcntlichkcit und glaube, daß der Vortrag in Berlin den Anfang einer großzügigen Arbeit unter jenen Juden darstcllc, die weniger auf Theorien als auf praktische großzügige Arbeit ei ngesch waren sind. Solel-ßoneh in eine Aktion in Bei- Memchcm Harder (Palästina) eröffnet Jüdlsdie Studenten in Italien Das italienische Hilfskomitee für jüdische Emigranten sendet uns nachstehende Zuschrift: Trotz wieUaaiuller und nachdrücklicher ,Warnungen melden sich bei uns viele mittellose Studenten mit der Absieht, an den italienischen 1 lochschulen, die ausländischen Studenten Erleichterungen (gewähren, zu studieren. Wir sehen uns daher gezwungen, diejenigen jüdischen Studenten, die nicht über die nötigen Mittel 'für das Leben in Italien verfügen, zu warnen, nach Italien zu kommen. Das Existenzminimiim für einen Studenten in Italien bei rügt 350 Lit. monatlich, jede Möglichkeit, einen Nebenverdienst zu finden, ist ausgeschlossen, und unser Komitee kann keine materielle Unterstützung gewähren. Unser Standpunkt in dieser Angelcgcnlicit ist der des .,Wcltvcrbandes der Jüdischen Siudcntenschaft“ und wir fordern nochmals auf, unsern Rat zu befolgen, da schon im verflossenen akademischen Jahre mehrere mittellose Studenten nach vielen Entbehrungen und nutzlosen Leiden nach Hause zurückkehren mußten. Die Nichtbeachtung unserer Warnungen wird den jüdischen Studeuten, die ihren Aufenthalt nicht aus eigenen Mitteln bcstreiten können, schweren Schaden bringen. Eine Ansainmhing mittelloser Studenten kann unabsehbare Konsequenzen nach sich ziehen, und wir lehnen jede Verantwortung tür das Schicksal derjenigen ah, die nicht aut unsere Warnung achten. Comitaio Haliano 111 Assistenza agli Emigrant! Ebrei. Tlttirirficr Zionistisch« GesclIschjiU Die 2. Sitzung der Thüringer Zionistischen Gesellschaft fand am 5. Oktober in Neudietendorf statt. Es war mit Absicht ein kleiner Ort ohne jüdische Bevölkerung gewählt worden, um die Zusammenkunft durch keinerlei Ablenkungen stören zu lass'11. Am Vormittag wurden zunächst eine Anzahl aktucller Sachen besprochen. Den größten Raum nahm eine Ausspräche über das Ergebnis der Pauziger Jugendtagung ein. 111 seinem einleitenden Referat vertrat Noack-Gotha die Ansicht, daß die grundsätzliche Haltung der im Brith-Hanoar vereinigten Jugendorganisationen ohne weiteres zu verstehen sei, wenn man berücksichtige, daß diese Jugendverbände sich durchaus als Nachwuchs für die Arbeiterschaft Palästinas fühlen. Die Jugend, die sich klar darüber ist, daß sic ihr l eben als Arbeiter in Palästina verbringen wird, hat natürlich ein Interesse daran, für diejenigen Formen der Wirtschaft sich einzusetzen, die den Arbeiter unabhängig machen vom Kapitalismus und ihn vor Ausbeutung schützen. Es sei ganz ausgeschlossen, die in der Jugendbewegung vorhandenen Kräfte der palästincnsichen Arbeit erschuft zuzuführen, wenn man ihnen nicht andere soziale Entwickelnngsmögllchkclten gäbe, als die der Prolctarisicrung wie in Europa. Wenn der Blau-Weiß sich vorläufig dem Brith-Hanoar nicht angcschiossen habe, so läge dies nur daran, daß in diesem Bund die Einsteihing auf die Arbeiterschaft sich noch nicht durchgesetzt habe. Die Klassenbildung im jüdischen Palästina sei bereits im Gange, Ein Klassenkampf könne nur vermieden werden durch stärkste Entwicklung der Chevrath-Owdim; es sei die Aufgabe der Zionistischen Organisation, die 111er liegenden Probleme rechtzeitig zu erkennen, In der sehr lebhaften Aussprache wurde diesen Gedanken von verschiedenen Seiten zugestimmt, es wurde aber auch versucht, die Psychologie der Jugend durch andere, vorwiegend europäische Einflüsse zu erklären. Es wurde beschlossen, auf einer der nächsten Sitzungen diese Fragen speziell unter dem Gesichtspunkt der sozialen und wirtschaftlichen Forderungen des Aufbaues zu behandeln. Am Nachmittag behandelte Baumgardt- Erfurt Fragen des jüdischen Gebetes und des Gottesdienstes. Die Aussprache ent hüllte besonders die problematische Stclhing des durch die Aufklärung gegangenen Natlonaljiidcn zu den jüdischen Festen. Es soll versucht werden, im Rahmen der Zionistischen Gesellschaft den jüdischen Festen angemessene Gestaltung zu geben. Die nächste Sitzung findet wiederum in Neudietendorf, im Gasthaus der Brüdcrgemeibc, und zwar am 2. November statt, ln Aussicht genommen ist ein Referat von Dr. Klein, Erfurt, über: ״Unsere Stellung zu den Nichtzionisten". Adresse der Thüringer Zionistischen Gesellschaft: Dr. Schramm, Gotha, Kindlebcrstr. 30. der Hitachduth unter Leitung von Dr. A rlosorof t, im Aufträge des Direktoriums der Arbcitcrbank Lettland 1נ(,_ suchte, und von Dr. Hellmann 2750 Arbcitcrbankaktica kauft. * 11! Rumänien unter Leitung von Jacob Eftcr (PaUstiM) 3000 Aktien. In Galizien unter Leitung v״n feluuia Lcwiatol! (Palästina) 4000 Aktien und nach seiner Abreise, im Ver. laufe der letzten Wochen, weitere 1000 Aktien, in Deutsch, land — durch den Hapocl llazair — 1300 Aktien.!״ Vereinigten Staaten von Nordamerika hat die Hitachduth unter Leitung des Herrn B. Rcbclsky in der letzten Hälfte dieses Jahres 2300 Aktien und in Südafrika wurden durch die 1 litaduluth 900 Aktien verkauft. Für die •verkauften Aktien sind in bar folgende Beträge, eingegangen: Lettland 75a cnpl. X, Rumänien £ 1900, Galizien Ju 1200, Deutschland. X 850, Amerika £ 20,30, und Südafrika £ 227. Eine bcdeutende Zahl Arbeiterbankaktien wurden durch Mitglieder der Hitachduth auch in Litauen und Polen verbreitet, wo die Arbeit gemeinsam mit den anderen Arbeiterparteien durchgeführt worden ist. Zu Beginn der Tätigkeit für den Europa, die vor einigen Wochen durch gicri unter Leitung von , wurde, sind durch die Mitglieder der Hitachduth 1200 Aktien in Antwerpen verkauft, für die in bar £ SM cingcgangcn sind. Die Aktion wird in anderen Städten Belgiens fortgesetzt. 111 den Vereinigten Staaten Amerikas hat die Hitachduth: in diesem Jahre ihre Aktien für den H cch a I u 7 Fond* fortgesetzt und einen ״Arbeitstag" für die Arbeitslosen in Palästina diircbgcführt. Diese Aktionen haben 7000 Dollar eingebracht. Ein Teil dieses Betrages wurde den Htchalur- Organisationen Europas für Hachscharahzwecke zur Verfügung gestellt und ein Teil der Arbeiterorganisation in Palästina überwiesen. Aktiv hat sich dH Hitachduth in der Tätigkeit für den Nation alfo 11 ds beteiligt. Mit einer intensiven Arbeit für den National-Fonds hat die Hitachduth in den Vereinigten Staaten begonnen. Sie hat übernommen, 3000 Dnnam Boden in Palästina zu erwerben und jedes der Parteimitglieder verpflichtet, einen Mindestbetrag von 9 5 jährlich dem National-Fonds hcizustcuern. Im Laufe der letzten Sommermonate sind durch die Hitachduth in den Vereinigten Staaten bereits $ 6000 für den K. K. I . aufgebracht worden. In Galizien hat die Hitachduth eine breite Aktion für den National-Fonds angesetzt mit dem Ziele, $ 5003 für den K. K. L. zu sammeln. Laut dem Beschluß der letzten Parteiberatung der Hitachduth in Polen muß die Partei die Natiortal-Fonds-Aktion in 100 Städten Polens durchfuhren. Um dem N.-F. zu ermöglichen, seine Aktion für den Erwerb des Bodens den dringenden Not- Wendigkeiten gemäß breit zu entfalten, hat die Hitachduth ihre Mitglieder in allen Ländern aufgefordert, ihre Aktivität für den National-Fonds zu verstärken und beschlossen, eine Anzahl von führenden Chawerim dieser Aktion zur Verfügung ztt stellen. In Polen sind bereits zwecks Durchführung der National-Fondr-Arbcit aus Palästina die Chawerim CHaiuth» Bussel, Jacob Zaslavsky, Schlontoh Schiller und Jacob Manoacb eingetroHen. Auch der Keren Hajessod -Arbeit hat die Hitachduth eine Anzahl aktiver Chawerim in verschiedenen Ländern zur Verfügung gestellt. Wahlen der B. I. V.!um Dctefjierlentati Die Wahlen zum Delegiertentag der Z. V. f. D. finden i« Berlin nach dem Proportionalwahisystem mit gebundenen Listen statt. Jedes Mitglied der B. Z. V. hat mit Vollendung des 18. Lebensjahres das aktive, mit Vollendung des 20. Lebens- ).ihres das passive Wahlrecht. Mitglieder von Sondergruppen, die eigene Delegierte wählen, sind nicht wahlberechtigt. De Wahlvorschläge müssen von mindestens 60 wahlberechtigten Mitgliedern unterzeichnet sein, von denen einer als Be vollmächtigtcr für weitere Verhandlungen zu bezeichnen ist. Oie Wahlvorschliigc müssen bis spätestens Sonntag, den 26. Oktoher, mittags 12 Uhr, im Büro der B. Z. V, cingcrcicht ■werden. Kein Wähler dart mehr als einen Wahlvorschlag unterschreiben. Kein Bewerber darf auf mehr als einem Wahlvorschlag an erster Stelle stehen. Die Bewerber sind mit Ruf- und Familienname und in erkennbarer Reihenfolge aufzuzählen. Die Wahlvorschläpc können beliebig viel Namen enthalten. Bei der Einreichung der Wahivorschlägc ist von jedem Vorgeschlagcnen eine schriftliche Erklärung bcizulegen, aus der hervorgeh♦, daß er mit seiner Aufstellung als Kandidat auf der betreffenden Liste einverstanden Ist. Mehrere Wahl versehläge können miteinander verbunden werden .Die Verbindung muß gleichfalls bis zum 26. Oktober, mittags 12 Uhr, im Büro der V. Z. V. bekannt gemacht sein. Die Wahlen selbst linden in der Zeit vom 9. bis 12. Novernber statt. Alles Nähere wird durch die ״Jüdische Rundschau" bekaimtgcgcbcii. Die Wähierkarthotek liegt tm Büro der H. Z, V. in der Zeit vom 4, bis 7. November während der üürostunden zur Ein• sicht aus. Personen, die nach dem 1. November ihren Eintritt erklären, werden fit die Wählerliste nicht mehr aulgcnommen und haben kein Wahlrecht. Mitglieder, die mit men! als einem Quart,ilsbcitrage im Rückstand« sind, haben gemäß Statut der B. Z. V, kein Wahlrecht, können dies also nur nach vorheriger Bezahlung ihrer rückständigen Beiträge austiben, Die vom Vorstand der H. Z. V. erlassene Wahlordnung wird geleitet und überwacht von einem Wahlausschuß, der sich zusarnmensetzt aus Je einem Vertreter der Fraktionen, die sich an der Wahl durch Einreichung von Listen beteiligen. Der Hauptvorstand der B. Z. V. Dr. Hans Bloch. das arbeitende Erez-Israel Ein Bericht der'Hitachduth. Das Hauptbüro der zionistischen Arbeitspartei Hit ach- <1111 h hat einen Bericht über die Tätigkeit der Partei für die Finniuinstilutc der Arbeiterorganisation itj Palästina und die zionistischen Fonds im Laufe des letzten Jahres veröffentlieht. Besondere Aufmerksamkeit hat die Hitachduth der Arbeiterb;111 kaktion gewidmet. Die Hitachdut- Parteien in allen Galuthiändern uml der 1 Inpoel Hnza'ir in Palästina haben eine Anzahl ihrer führenden Genossen für die Propag.'indaarbeit und für den Vertrieb der Aktien dieses zentralen Finanzinstilnts der palästinensischen Arbeiterschaft zur Vertilgung gestellt. Diese Arbeit der Hitachduth wurde zum Teil im Rahmen der Aktion des Komitees für das arbei- •tende Palästina, zum Teil selbständig fast überall mit großem Erfolg durchgcführt. ln Lettland wurden durch Mitglieder Grnppfnverbnndjtan Am Sonntag, den 26. Oktober 1294, findet in Allen* stein eine Tagung der Zionisten Ost- und Westpreußens Statt. Tagesordnung. A. Vormittags: Referate. 1. Die politische Lage unter besonderer Berücksichtigung der Jewish Agency. Referent: Dr. Ginsbur g-Königs* berg. 2. Zionistische Gcmcindcpolitik und die Wahlen zum Preußischen t.mdesvcrbandstage. Referent: Dr. Posn c r - Insterburg. 3. Die gegenwärtigen Aufgaben des deutschen Zionismus. Referent: Dr. L c w a Id - Königsberg. B. Mittagspause. — Gemeinsames Mittagessen. C. Nachmittags: 1. Aussprache. — 2. Nenorganisicrung des ״Zionistischen Gruppenverbandes Nordosl". — 3. Verschiedenes. D. Abends: Ocffcmlichc Versammlung. Vortrag: ״Das jüdische Palästina“. Der Landesvorst.ind wird vertreten sein. Eine Aendentng des Programms bleibt Vorbehalten. O r t d e r Tagung: Allcristcin, Jüdisches Gemeindehaus. Beginn: pünktlich 11 Uhr vormittags. Am Sonnabend, den 25. Oktober, findet in Allensteiu eine Jugendversammlung statt. Alle Zionisten sind zu dieser Tagung cingcladen. Zusagen sind an Dr. Georg Sandler. Königsberg i, Pr., SchloUstr. 2, zu richten.