Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 75 (19.9.1924)
- Date
- 1924-09-19
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr. 75 I(JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 539 jüdischen Jugend unentbehrlich sind. Die? gilt vor allem 1 von der hebräischen Sprache. Es ist eigentlich ein biitchcn beschämend, tlaII heute noch auf einer Wcltkonfercuz palädiiicnüsclie oder östliche Genossen in wichtigen Momenten ,ich bemühen müssen, deutsch zu radebrechen, um von den j־nl!rcrn der zinonistischeii Jugendbewegung Deutschlands ver- 51,1min' 1 u werden. Hier hilft vielleicht kein Klagen und lein Kritisieren, es könnte aller der lebendig« Anschluß von (1|s zugehörig empfundenen Genossen helfen. Wie fruchtbar rin enger geir.iigcr Kontakt sein könnte, bewies z. B. auch das Referat des tschechoslowakischen Vertreters, der über ein Zusammenwirken von Schomer-Fleincnten und westjüdischen plomcuteu bei Versuch cn zu einer Umgestaltung des paläshncitsi'clten Erzicliungsvvcscns berichtete. Eine Erweiterung ,jcs Gesichtskreises, ein Zusammenleben mit anders gearteten, jlrcr in der Zielsetzung verbundenen Menschen, ist immer gut, £S vermindert auch den Gnippemlüukc!. Vielleicht könnte von Bund zu Bund ein solcher Ausbau der Beziehungen ganz unoffizicll entsetzen, bevor die Zeit für eine neue Eiiiipmgskonfcrenz reif wird. Allerdings müßte noch ein Moment hinzutieten. Die Jugendbewegung soll sich, ״cradc in dieser Zeit nalionalcn Nietiergangs, bewußt sein, daß 5ic die Trägerin der nationalen Erneuerung ist. Dies bedeutet nicht nur, daß die in den Jugendbüiulcn organisierten Mensehen mm auch nach Palästina gehen und dort ein Oeinrinschaftsleben nach ihren Ideen und gemäß ihren Anschaumigen von Gerechtigkeit und Sittlichkeit führen. Solche Gemeinschaften könnten soziale Inseln bleiben, wenn nicht lebendige Fäden von ihnen zur Volksgemeinschaft hinüberfuhren. Die Jugend empfindet das heute noch nicht, weil man mit der Existenz der zionistischen Organisation als einer Tatsache rechnet, weil man irgendwie verschwommen weiß, daß in der Welt Gehl gesammelt wird, und man eine Adresse hat, all die man mit Forderungen, Vorwürfen und Kritik herantreten kann, Aber diese zionistische Bewegung, die das Volk .uifriittclt und sein Interesse für das neue jüdische Werden in Palästina wach hält, kann nicht bestehen, wenn sic nicht innerlich dauernd erneuert wird. Dies kann nur geschehen, wenn durch das stets von neuem von der Jugend gesprochene Wort der lebendige Geist der Bewegung erhalten werden kann. Die zionistische Bewegung ist denselben Gefahren aus- ״esetzt wie andere Bewegungen, ihre Lehre kann leicht zum feeren Dogma erstarren, ihre Organisation kann durch Lieberaltcrimg steril werden, ihre Funktion zu einem politischen Handwerk herabsinken. Symptome solcher Erscheinungen sind nicht schwer zu entdecken und sie werden gerade von der Jugend am schärfsten kritisiert. Kritisieren nützt aber hier nichts, Eingreifen ist crforderlicb. Und Eingreifen nicht auf Grund von Prätentionen, sondern auf Grund eines geisti- חסן Kampfes, ohne den jede Bewegung verarmen muß. Nur durch die Jugend kann die Bewegung den großen Schwung einer moralischen Macht wieder gewinnen. Hier sind die großen Perspektiven der kommenden zionistischen Jugendbewegung. Um sie zu erfüllen, muß sic eine geistige Macht sein, nicht aber eine Partei. Es scheint uns ein großer Irrtum, daß man bei dieser Konferenz mit Losungen aufgetreten ist, wie Schaffung eines eigenen Schekels, Fest- Icgung auf eine ganz bestimmte Nuance der Sicdlungsfonn der palästinensischen Arbeitersiedlung usw. Dies alles mag auch kommen, aber cs soll nicht der Ausgangspunkt des Jugciidbundcs sein. Die Konferenz In Danzig war ein wichtiges Ereignis. Die Jugend hat sich zu Wort gemeldet. Mag manches ihrer Worte noch Stammeln sein, man wird sic nicht mehr überhören dürfen. Und eine zionistische Bewegung, die ihren eigenen Sinn versteht, wird nichts sehnlicher wünschen, als eine Erneuerung durch die Jugend. R. VZ. Aus der jüdischen Welt Srtz - Iovatl Der Bürgermeister von Tcl-Awiw, Herr Dlzengoff, der bekanntlich gemeinsam mit einer Delegation der Christliehen und moslemischen Araber Jaffas in London war, um bei der Regierung wegen der Errichtung einer Lnndungsbrückc im Hafen von Jaffa zu verhandeln, ist nacli Palästina zurückgekehrt. Er erstattete in einer Versammlung des Stadtrates von Tel-Awiw Bericht und teilte mit, daß die Errichtung einer städtischen Hypothekenbank für Tel-Awiw bcvorstcht, da cs ihm gelungen ist, die cntgcRenstchendcn gesetzlichen Schwierigkeiten zu beseitigen. Ebenso sei cs gelungen, die Zustimmung für den Gedanken zu erlangen, daß die zentralc Bahnstation Palästinas von Ltidd nach Tel- Awiw verlegt werde. Herr Dlzengoff berichtete auch, daß er Versprechungen von mehreren kapitalkräftigen Personen für ein Darlehen zur Errichtung eines großen städtischen Spitals in Tcl-Awiw erhalten habe. Fünf Parlamentsmitglieder, unter ihnen Herr T. Grifiths, Deputierter der Arbeiterpartei für Pontypool, und Herr Alfred T. Davics, konservatives Parlamentsmitglied für Lincoln, sind am 11. September in Jerusalem cingctroffcn. Die Parlamentarier machen eine Reise durch den Orient, um die Erzicliuugsvcrhültiiissc in diesem Teile der Welt zu studieren. Ain 11. September hat die Jerusalemer Stadtverwaltting zu Ehren der Gäste einen Empfangsabend veranstaltet. Rabbiner Kornfeld, der vor kurzem sein Amt als Gesnndter der Vereinigten Staaten in Persien niedergelcgt hat, ist am 14. September auf der Rückreise nach den Vereinigten Staaten in Jerusalem eingetroffen. Er wird u. a. auch die jüdischen Kolonien, sowie die Stadt Tcl-Awiw betuchen. Baron Felix de Menassc aus Kairo hat letzthin wie alljährlich Palästina besucht und das Büro der zionistischen Exekutive nufgcsucht, wo er Herrn Dr, Ru pp in das unverminderte Interesse für den Palästina-Aufbau zum Ausdruck brachte. Er bekräftigte den Wunsch der ägyptischen Juden, Kapitalien iin Lande zu investieren. Baron Menasse empfing auch einen Vertreter des Keren Kajcmetli, 11111_ mit ihm die Arbeit dieser Institution in Palästina und den nötigen Ausbau der Propaganda in Aegypten zu besprechen. Der bekannte Zionist Dr. Bichowsky, der vor einiget Zeit wegen zionistischer Betätigung in Rußland verhaftet worden ist, erhielt nun - wie aus Moskau mitgcteilt wird —, die Erlaubnis, nach Palästina auszuwandern. Die zionistische Exekutive intervenierte am 14. Septemher bei Sir Herbert Samuel in der Angelegenheit der jüdischen Schiedsgerichte (Mischpath Ilaschalom), deren Rechte durch die lokalen' Behörden nicht respektiert werden. Samuel versprach, die Angelegenheit sorgfältig zu prüfen und in den nächsten Tagen darüber Bescheid zu geben. Der Damnfer ״Asia“ brachte am 7. September 480 Imniipranten und Touristen aus Polen, darunter eine Anzahl Wohlhabender, nach Palästina. Laut Berichten der polnischen Presse, mehren sich die Fälle, daß jüdische Kaufleute ihre Geschäfte in Polen liquidieren, um sic nach Palästina zu verlegen. Wie der ״Pe t a h -e l- A ra b“ mitteiit, haben sich die wahahitischcn Truppen aus Transjordanien zurückgczof^cn und in dem Tale von Sarhan konzentriert. Ihr Oberbefehlshaber hat einen Befehl erlassen, in welchem er erklärt, es sei das Ziel des wahnbitischcn Einfalls in Transjordamen, für Palästina die Freiheit zu erobern und dem arabischen Staat Unabhängigkeit zu verschaffen. DmtsebUnd Die ״Deutsche Zeitung" veröffentlicht ln ihrer Nummer vom 1(>, September unter der Uclieruchrift ״Mexiko, das neue Zion" — ״Calles und Dalles“ einen Artikel, der von Beschimpfungen des gegenwärtig in Deutschland weilenden mexikanischen Präsidenten Plutnko E. Calles strotzt. Der Artikel nimmt Bezug auf das Angebot des Präsidenten Calles, die heimlosen jüdischen Emigranten in Mexiko induslricll und landwirtschaftlich nn/usiediTn und bringt eine Reihe offenbar erdachter Aussprüche des Präsidenten Calles, wonach der Präsident gesagt haben soll, Juden wären in erster Linie die Träger der sozialistischen 1!eilslehre, Rußland wäre von den Juden aus den Kelten befreit worden und auch der Aufschwung der Vereinigten Staaten wäre das Verdienst der Hankjudeu. Weite«• zitiert die Zeitung einen Brief ihres mexikanischen Berichterstatters, in welchem Präsident Calles ein ״bolschewistischer B.mditcngeucral mit einem jüdisehen Gefolge von Krummnaseu und Plattfüßlcrn" genannt wird. Der Berichterstatter betont, daß (Trittes ״den Deutschen nichts weniger als wohlgesinnt sei, sondern seinen ganzen Ehrgeiz in guten Beziehungen zu dem internationalen Judentum erblickt, von den New Yorker Bankjuden über die Herliner Prcsscjiiden zu den Moskauer Mordiuden". Die Zeitung schließt dann ihrerseits: ״Die deutschen Behörden aber haben diesen eigenartigen Politiker Calles mit der größten Freundlichkcit empfangen und gefeiert und ihn nach allen Riehtungen unterstützt. Sollte wirklich das jüdische Wohlwollen ausschlaggebend in Deutschland sein? Dann würde sich auch das frühere Verhalten zu dem Dcutschcnfcind Obregon mühelos erklären." So wird ein in Deutschland zu Besuch wellendes fremdes Staatsoberhaupt von den Völkischen aufgenommen, Und da wundern sich manche Deutsche, warum Deutschland im Auslande so wenig Verständnis findet. Oeotirreirh Vom 18,-24. September finden in Graz (Steiermark) zwei internationale Kongresse statt, deren Aufgabengebiete sich so berühren, daß die Tagungen unter dem Namen ״Weltkongresse gegen Unsi ttllchkcit“ bczcichnet werden. Ein Vertreter des Deutschen Reiches und Vertreter der Ministerien sind anwesend. Von jüdischer Seite wurden Bertha Pappenheim aus Frankfurt a. M. und Henriette May aus Berlin delegiert. potm Der Redakteur der ״Nasz Przcglond", einer ln Warschau in polnischer Sprache erscheinenden jüdischen Tageszeitung, ist am 13. September wegen eines noch zur Zeit der Witos- Regierung veröffentlichten Artikels, in welchem die Politik der Regierung in bezug auf die Juden kritisiert wurde, zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden. RumUnUn In Anbetracht des wachsenden Verkehrs zwischen Rumänien und Palästina hat die rumänische Regierung beschlossen, den Schiffsverkehr zwischen Konstanza und Jaffa zu verstärken. Zu diesem Zweck wurde der große Per• sonendampfer ״Imperator Trajan“ in den Dienst dieser Linie gestellt. Ferner Ooten Das Vereinigte Komitee für jüdische Auswanderung (Emlgdirekt) erhielt aus Charbin die Mitteilung, daß sich dort, sowie in den Hafenstädten des Fernen Ostens etwa 2(100 jüdischc Emigranten aus Rußland befinden, die seinerzeit dorthin gekommen waren mit dem Ziele, nach Amerika vvcltcrzureisen. Die amerikanischen Konsulate im Fernen Osten haben bis jetzt keinerlei Instruktion über die Erteilung der amerikanischen Visa auf Grund des neuen Einwaiulerungsgcsctzes erhalten. Da die Verteilung der russischen Quote 11t der Hand des amerikanischen Konsuls in Riga liegt, so müssen die Emigrauten in Charbin warten, bis der amerikanische Konsul in Riga die gehörige Zahl der Visanummern nach Charbin sendet. Jüdischer Sclmlverdn Hebräische Sprachschule in Berlin.בית ספר ללשון העברית בברליו XII. Semester. A. Stundenplan bis Sem cst crtch lu ß. Schullokale: Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, Artillcricstr. 14: Jüdische Gemeinde, Oranienburger Straße 29; Büro der Dtindesleiüing des Blau-Weiß, Seydelstr. 3, — Stufe 1 (1, Semester), 4 Stunden wöchentlich. — Einführung in die Grammatik und hebräische Sprache; mündliche und schriftliche Uebun״cn. Lehrer: Herr Dr. Ignaz Meybau m. — S111 f c 2 (2. Semester), 4 Stunden wöchentlich. — Fortsetzung der Grammatik; Lesebuch Lasclion Wasefer, Teil II; Bibelnuswahl aus Bresehith; mündliche und Schriftliehe Uebungcii. Lehrer: Herr Kurt Cohn. — Stufe 3 (3. Semester), a) 4'/j Stunden wöchentlich. — Wiederholung der Grammatik; Lesebuch Prnkim rischoiihn II.; Bibclauswnhi aus Jirminhu; mündliche und schriftliche Uebtmgcn, Lehrer: Herr Hans L i c h t c 11 s t c i n. — b) 4 Stunden wöchentlich. — Lesebuch Lasclion Wasefer II.; Berkowit/, Er/ählimgcii (Scliwl• Ihn); Bibclatiswahl aus Mclachim; mündliche und schriftliche Uebtmgcn, Lehrer: Herr Hans Levy und N. Berggrün. — Stute 4 (4. Semester), 4 Stunden wöchentlich. — Lesebuch Laschen Wasefer II; Bibclaiiswabl aus Schofctini; Bialik, Diwrc Aggmla; mündliche und schriftliche Ucbtingcn. Lehrer: Herr Dr, S a in 11 c I Dörfler. — Stufe 5 bis 6 (5, bis 6. Semester). 41/1 Stunden wöchentlich. — Werke Schalem Atechems; Bibel.־!uswaltl aus Mclnehim; mündliche und »chrift• liehe Uebuugen. Lehrer Herr Mob cs Gold mann, — Stufe 7 bis 8 (7. bis 8. Semester), 5 Stunden wöchentlich. — Werke der neuhcbriiiscliGi! Literatur (Mcndcle Mocher Sfarim, Ach ad Haam); Kohelctli mit hebräischen Kommentaren; mündliche und schriftliche Uehungen. Lehrer: Herr Fciwel Mclzer und Herr Dr. Samuel Dörfler. — Stufe 9 bis 10 (9. bis 10. Semester). 4 Stunden wöchentlieh — Nculicbräisclic Literatur (Agnon); Tchillim; Kizzur Schulchan Amch; Uehungen. Lehrer: N. Berggrün. — S e m i n a r k 1 a s s c. 6 Stunden wöchentlich. — Geschichte der ueuhcbräischcn Literatur; Werke der neuen Literatur (Agnon, Mendelc); Vorträge; schriftliche Uebimgcn. Lehrer: Herr Fciwel Mclzer und N. Berg grün. B. Neuaufnahme n, In den Klassen für Fortgeschrittcnc können nach Rücksprache mit dem Unterzeichneten Neuaufnahmen erfolgen. C. Neue Anfängerklasscn werden Ende Oktober eröffnet. Anmeldungen werden schon jetzt entgcßcngcnonuncn. D. Büchcrausgabe. Wir bitten die ehemaligen Schüler, welche aus unserer Bibliothek Bücher entliehen haben, uns diese schnellstens zuri'ickzugebcn. E. I n allen Schulangcl egenh eiten wende man sich an den Unterzeichneten entweder persönlich Montag, Miüwocli und Donnerstag. 8 Uhr abends in der Hochschule für die Wissenschaft de« Judentums, ArÜllericstr. 14, 1, Zimmer 4 oder schriftlich unter der Adresse: N. Berggrün, Chbg. 2, Lcibnizstr. 25. N. Berg grün. lllldluapn der Z. V. f. D. Wir machen darauf autmerksam, daß ln den nächsten Tagen Nr. 9/10 des verlranllchen N n c h r 1 c h t e n b I a Ile s der Zionistischen Vereinigung Ittr Deuhchlanä, die ״Intormatiooen* hernusgehen, In denen ander einer Reihe «,!einiger und interessanter Intorniniionen tla aaslUhriicher Pinn der Zionistischen Wlnterorbcll veröttcDtllcht wird, Audi dieses Mal werden alle Zionisten, die regelmünlg Zlonljlensltuer zahlen, ein Exempiar «!geschickt erhöhen. Wir richten an dieser Stell« die dringende Autlorderung an unsere Gesinnungsgenossen, rückständige; Beiträge aolort zu überweisen, dom'.l sie rechlzeillg In den Besitz dieser' besonders Interessanten Nummer gelangen. Criippcovcrband Rheinland •Wesllalen Sonntag, den 21. September, nachmittags 3 Uhr, findet, in Düsseldorf, im kleinen Zimmer des Jugendheims, Oslstr. 50. eine Konferenz aller Ortsgruppenvorsitzenden und Keren Ha•* icssoil-VcrtraiiensIcutc statt. Nach einem Bericht des Herrn Dr. Georg Wollstein, Trier, über die Zentralkomitee- Sitzung wird eine Aussprache über die Winterarbeit staitfinden, Angesichts der Wichtigkeit der Konferenz bitten wir alle Ortsgruppen, dafür zu sorgen, daß ihr Vorsitzender und Keren liajcssod-Vcrtraucnsmann vertreten sind oder Stell- Vertreter entsenden. Neofahrsglückwünsche מג die zionistischen Freunde a«ler Länder Da» zionistische Zcntralorgan ״Hnolam" wird za Roschhaschnnah .Listen jener Gesinnungsgenossen aller Lander veröffentlichen, die ihren zionistischen Freunden auf der ganzen Welt Neujahrsglückwünsche übermitteln wollen. Da der ״Haolnm“ von allen zionistischen Zeitungen dia weitesto Verbreitung hat, und in allen Landern der Welt von den führenden Zionisten gelesen wird, so ist dies nicht nur der beste Weg, diesen Freunden die traditionell üblicher» Glückwünsche auszusprechen, sondern eine solche Kundgebung der repräsentativen Zionisten aller Länder hat auch die moralische Bedeutung der Demonstration de« engen per!unlieben Zusammenhangs zwischen den räumlieh getrennten Gesinnungsgenossen. Wie uns die Verwaltung des ,,Haolam" mitteiit, kostet ein derartiges Inserat 5 Schilling. Wir hoffen, daß recht viele deutsch«( Zionisten die Gelegenheit ergreifen werden, ihrer Ver* bundenheit mit der zionistischen Welt Ausdruck zu gebend Die Adresse de■ ״Haolam“ ist: 77 Great Russell Street] London W. C. 1. Das Büro der Zionistischen Vereinigung für Deutschland ist gern bereit, die Weiterleitung von Bestellungen zu übernehmen. Die Ortsgruppen Berlin. Gruppe Wcst-Charlottenburg dep B. Z. V. Die Gruppe Wcst-Charlottenburg hält am Dienstag den 29. September, abends pünktlich 8','j Uhr, im Sitzungssaal des Zionist. Büros, Mcinckcstr. 10, ihre ordentliche General« Versammlung ab. Die Tagesordnung lautet: 1. Regularia, 2J Stellungnahme der Ortsgruppe zu dem Beschluß der Vertreter-’, Versammlung vom 8. September bczügl. Maasserpflicht deri Mitglieder der B. Z. V., 3. die Ausgestaltung der Jugend■:( arheit in unserer Gruppe (Antrag auf Errichtung der Jugend■« Ortsgruppe), 4. Bericht über die• Tätigkeit der Vertreter■*! Versammlung der B. Z. V. (11. n. Stellungnahme zur Gemeinde■*; politik, Wahlen zur Preußischen landcsversammlung usw.)״ Berlin, lieber ״Psychoanalyse und E r z i c h 11 n g“i spricht der Jugcmlforsclicr Dr. Siegfried Bentfeld (Wien)!( im Rahmen der diesjährigen Veranstaltungen der Bcrlinetf Psychoanalytischen Vereinigung. Die Vorträge finden Mittel wocli, den 24., Freitag, den 26., Montag, den 29. September.) Mittwoch, den 1., und Freitag, den 3. Oktober, um 8 Uhr( abends, im Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht, Put— damer Sfr. 120, statt. Eintrittskarten zum Preise von 5 M«j für den ganzen Zyklus (3 M. für Studenten) und 1,50 Mj für einen Vortrag in der Buchhandlung Edmund Meyer* Potsdamer Str. 28, und an den Abenden selbst im Institut.( Berlin. Berliner Vcrtrctcrvcrsammlung. Did Vcrtrctcrvcrsammlung der B. Z. V. befaßte sich in ihrer Sitzung! am 15. September mit der Frage der OcmcindcpolitlkJ Die zionistischen Mitglieder des Oemeimievorstandes und den Rcpräscntantenversainnilimg ,waren fast alle erschienen. Nach'! ausführlichen Referaten der Herren Dr. Sandler und Dr.l Klee wurde einstimmig (hei einer Stimmenthaltung) folgenden Beschluß gefaßt: ״Die Vcrtrctcrvcrsammlung der B, Z. V״j beschließt, daß die Wahlen zur Preuflischeit Landesversamm*( lung und der Repräsentanz der Berliner Jüdischen Gemeindet! nach wie vor im Rahmen der Koalition efer Jüdischen Volks■*! partcl staitfinden sollen.“ Es wurde eine SpeziaIkommis?ion׳ eingesetzt, die die Wahlen zur PrcuPäschcn Lamlcsvcrsamm-• hing am 7. Dezember d. J. vorlicrcitcn sollen. Die nächste, Sitzung der Vertrctervcrsammlung, die nach den Feiertagen1 stattfinden wird, wir<] sich mit dem Etat und wiederum( mit der Keren Hajessod-Frage beschäftigen. Berlin. Am Dienstag, den 9. September, fand in dem* Säfen des Lehrcrvercinshatises ein Masscn-Mecting des Mi*•! rachi statt. Vor überfülltem Saal sprach zuerst Herr Prof. Pick von der Exekutive des Misrachi, der das Programm de■' Misrachi timriß und ein Bild von der praktischen Arbeit, entwarf. Sodann ergriff Rabbiner Ami ei, Antwerpen, das; Wort. Er gedachte der Jahrzeit des Gründers des Misrachi״( Rabbi Reines, dessem Programm wir treu bleiben sollen, treu bleiben auch im Geiste. Es gäbe heute nur eine Rettung' für unser Judentum, das Zusnmmcnstclicn aller 711 dein ge■•' incinsnmen Ziel der Geulah. Nach einer kurzen Pause!!ahnt Scjmabgcordiictcr Rabbiner Nu rock, Riga, der soeben von der Interparlamentarischen Konferenz in Ilern zuriickgekchrt war, das Wort. Er schilderte die Stellung der Juden im Kreise der Völker und betonte die Notwendigkeit einer gemeinsamen nationalen Politik. Der Höhepunkt des Abends war die in klassischem Hebräisch gehaltene Rede des Rabbi Meir ßer- II n. Er schilderte lebhaft den Eindruck, den das Land auf jeden ausiiht, der aus dem Galuth hiniiherkommt, schilderte! die Heiligkeit, die über den Stätten unserer Vergangenheit liegt, die dort auch das Leben des Alltags ergreift. Immer wieder von Beifallsstürmen unterbrochen, ließ er die Bilden aiis dem Lande vor den Zuhörern entstehen und schloß mit einem starken Appell zur Mitarbeit. Mit stürmischen Ovationen und dem Absingen der Hatikwah antwortete die Versammlung״ Breslau. Zion. Frauen- und M ii d c h c 11 k 111 b. Ami 9. September sprach In unserem Verein vor zahlreich erschicncncn Zuhörern Herr Hans Böhm aus Berlin üben seine persönlichen Reisceindrücke von Palästina. A11 der» Vortrag schloß sich eine sehr rege Diskussion. Schlüchtern. Am 13. d. M. fand in Schlüchtern eine yor* fiihrung des Palästina-Films des Keren Kajemeth, ״Einet Reite durch Erez-Israel ln! Jahre 5633", statt, die außerordentlich gut besucht war. Der Film hat bei allen jüdischen wie auch bei den zahlreich erschienenen nlchljüdischcn Besuchern einen ausgezeichneten Eindruck ge* macht. Eine zweite Vorführung wird voraussichtlich in einige«, Wochen «tattftndcn. .׳• '