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Jüdische Rundschau · 1924-09-12 · Heft 73 (12.9.1924) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 73 (12.9.1924)
Date
1924-09-12
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 3ל Frau Grcle Wassermann gestorben Dienst,K:, den 9. September, ist die Gattin de« Vorsitzen• den des deutschen Keren 1 tajessod, Direktors Oskar Wassermann, Frau Grete Wassermann, geh. Fürst, im Alter von ■12 Jahren gestorben. Die Verblichene hintcrliell zwei Kinder. Das Mitgefühl weitester Kreise, insbesondere der im Keren Hajcssod tätigen, wendet sieh Herrn Wassermann zu. WatliiUtc Scliechtcr ln diesen dunklen Tagen, die seit alters «lein Andenken unserer loten geweiht sind, verloren wir eine der Edelsten aus unserer Mitte, uns Zionisten in besonderem Grade ehrwürdig und liebenswert: in New York starb Mathilde Sch echt er, die gtcichntrehcndc Genossin unseres nllz.11 früh 1ms entrissenen grollen Lehrers Salomon Schuch t er, der uns den Weg zu den Chassidim wies und den vorborgeneu Schatz der Gciiizali, jener in Kairo vergrabenen hebräischen Handschriften, entdeckte. — Die hochbegabte Frau _ ist _in Breslau im Waiscnhaiisc erzogen worden und war in Lttgl.iiKl dem jungen Forscher begegnet, der dann von Cambridge nach New York berufen wurde. Wer ihn kannte, der weiß, daß diesem ewig iingesäUigt sicli ver- 7c!1roml׳:n Feuergeiste sein Lebenswerk' nur durch die uncrmmlhehc Güte und nimmer rastende Sorgfalt dieser Frau ermöglicht wurde, Und wer sic kannte, der weiß, wie die Glut seiner Zionslicbc in ihrem Herzen weiter glühte, Ms er von ihr gegangen war. Wie er 1913 die United 1Nvnagogue of America gründete mit dem ausgesprochenen Zwecke, das konservative ludentuni in Amerika zu stiirken und 71t einigen, 80 vollendete sic sein Werk, als sic 1918 «Ke, Wonien’s l.eagu׳! zu gleichem Zwecke ins Leben riet. In dem vielgestaltige״ jüdischen Leben von New York bildete sie eine Macht für sich; iiumlcrte v«w jüdischen Studenten speiste sie in dem durch die Hilfe ihrer Freunde gegründeten Stiidcnt'8 Iliinie; ihre eignen Sederabeiulc waren fast herühmt. — Da« Erquickendste an dieser Frau aber war neben ihrer warmen Mütterlichkeit ihre unerschöpfliche innere Jugend — sic war die geborene Freundin aller Jungen, ob sic ihr nun durch die Bande des Blutes oder des Herzens verwandt sich zeigten; sic dcchte mit den jungen Köpfen und fühlte mit den jungen Herzen. ״Ihr Brot warf sic über die Wasser“, wie Kohelcth sagt. Von ihren drei Kindern, die alle unseren Reihen angehören, lebt eine Tochter in Kapstadt als Gattin von Morris Alexander, dort jüdischen Vertreter im südafrikanischen Parlament, die andere in Sibirien als Gattin des Chemikers Harry Quict. Mit dem Sohne, der treu an ihrer Seite blich, lut sic die letzten Monde ihres Lebens der Edition eines Naehlanwcrkes ihres berühmten Gatten geweiht, unterstützt von Prof. Marx, dem Schüler und Freunde Schcchters. Der dritte Band der Jewish Studios sollte 711 den Jomtobim erscheinen: er ist uns nun zu ihrem Vermächtnis geworden. Dr. Bertha Baüt-Strauii. juedische mjrmsrcfr/fo־ linrn- Berliner ׳Zlnnloi.i'lii' VonMiil-ime, Unrlln W IS, 1P, lolephoni lU«1nnrok 11H,V—70 . l*u״!M'hMk)!!«1to No. lim li.rilo ti W 1. Kas«fHiv,«rwuH.uHvj d«r I». V,, V\ i’Vbtifiur. rtft 11 1% f-^ptbinlifir */,7 Uh? Syiutf״*?« Im!!«Irrt. Efngftnji־ Kleine» Fr«nkfur>4»r ßir. 11 MlUclIiingpn des Landesvnrslandfs Der Vorsitzende der Z.V. f. D., Herr Dr. Alfred Lands• berg, begab sich am U, d. M. auf eine Palästinnrcisc. Während seiner Abwesenheit wird Herr R.-A. Erich Cohn die Geschäfte der Z.V. f. D. leiten und den Vorsitz im Landes- Vorstand führen, Grnppenvcrbanä Oberscltlcsicn Sonntag, den 11, September d. J., findet in Reuthen O.-S,, in den Logenräumcn, cm Oruppcnvcrbandstng statt. ■•Tagesordnung: 1. Vormittags 10י/י Uhr: 1. Geschäftsbericht; 2. Die Ergebnisse der Zentr.ilknmitce-Sitzimg (Rcf.: R.-A. Dr. De u t sc 11 m a 11 n , Oppeln); 3. Aussprache, 11. Nachmittags 3 Uhr: 1. Die Wahlen zum Verbandst״ des preußischen Landesverbandes (Rcf.: Arnold Wiener, Reuthen); 2. Vor- Bereitung der Roschhaschanah-Aklion; 3. Wald des Vorstandes und der Kommissionen. Die obersehtcsischen Cicslnmiugs* genossen werden um möglichst zahlreiches Erscheinen gebeten. Ein neues Organ der zionistischen Exekutive Am 26. Septbr. wird die erste Nummer eines neuen Organs der zionistischen Exekutive erscheinen. Es handelt sich tun chic in englischer Sprache erscheinende Halbmonatsschrift ״The New Juden“. Der ,,ilaolam“ wird in der bisherigen Form weitererscheinen. ״The New Juden“ wird über die jüdische Ent- Wicklung in Palästina und über die allgemeine zionistische Tätigkeit laufend berichten sowie Artikel jüdischen und zionisfischrn Inhalts biingcn. Das neue Organ wird ein Forum des Meinungsaustausches über die Politik der Zionistischen Orgmiisation bilden. Rednklions- und Gcschäfisbüros des ״The New Judea“ werden sich in den Räumen des Zionistischen Hauptbüros, Great Russell Street, befinden. SontiRhoml. firn Ul. P«!U*mt>er moriinn« UV, 1IU1 Uy״»C«K״ >m ZlonlmUohnn lplm, Klnff״n(j Klein» Fmnkfurtnr!11 r. 11 Sommern!, .Ion!0. fJoptomW »borul■ Uhr ita Rifilor VfirMnlftt חיי Bltroi», 10, vorn pt, Iforr l)r. Mor*Iurlm: K!U*1t, und Stn׳H rtcht«r in ״Drcltt und GorlrMniTfrfalir«1* In PUristln*1•. Torlrn* fmdnt in hokrkiiplspr Hprnoh« platt um! wird von Horm Tt-A, Pr. Hsm vonlnlmotsol i Dinkannlon kann «noh dfttttaoH Roffthrb vrordon. don 14. PpptftmWr vorm. 10 Uhr!'rsfow VormittttjeRtroHnn dor Jnuotvlnrt«f?rupp« Wniife.GVinrlottcnbnrir tnr ׳זיזהוויזי׳זיו״סח!Iah IVi'^rnrnm״ dor tTntftMnlortnjrmpnn, TrofTpttnktt Unt״r« «1־nn׳Umk״hn! 00m״ln1mmo Wivndarmijf fjhor Stfulinn nn clor 11«▼«! mit Kult*pMi«a rnr Auaapr&Mi• bl• cum UftbnDof flrnnnvrn,1d. Montag, don UV HoptomW «bonfl« Uhr irr» dor Ztmiffltlnr'hnn Bflfo», Xfnln!oVo«ir. 10. Tarup mm!«»»* dftr lUrIfwar Zlo«l«l|prl1*n Yaralnfirfirtff TA(?onor«lm!np;; t. norlrUt ODor *llo TRlIpUaU dor ■InnU*, ‘Vortratar In flor!!«Hin er Omioin'lnvorvrAlf untf; Annnpmoho 0!>®r dtpunn ltnrioht, % Ui« VVaUIon mm HrFfifnUAhon Tjnd^^vnr 1 >0n♦ J, Wohl ׳Irr Opj־nMn<lnknrnmI*«lon, I>io Bittnug lat lür *110 MitRltarior rior B. 35. V» ftffantlloil. PioritAßf, don!ח nhont)• H Uhr 0r0ן>pe» drr ZIonI*lr« »ai tl«rrt Ostm, I;ohr6rtor«inib11u•, kl, K*al C*n1poonnhon»1 ITorr I>r. Norlmm OoHmtifim ״Jthnnrli® Wirkllnhfcftlt In rklSatlR»״, Mittwqph, «Un 17, Hoptojohop »hondi Uhr Oruppp W0<1i»n»%rlrttf*»1ht1r* Im Voreiinn^limnor »In« 1t»’«tnnrnnM PfloDorrhrlt^ T(t\1nnlz,lonf1tr. l>ko HanUoittr» T. m1!rnrnut »Itirn!« du« ICnmlto• •nr Vorhorofinnf <1«r JuRcndorUfjrvippo. liorr OHorrnrUrnnirArnt f)o«l%r/ ..!)•r ZlonUraa• naÄ die Idee d6r fUuUh.** UonttOT.te*, fl«n 1«. »bend« BU Uhr Clniop® SödwrtiUlrJh« Torftrt• In» AlbrechUhof. Albreohtifcr. 1 Oror»nr»»»b«n׳!, TTnrr l.«»u, n^rtUi ״Klndrliek« an» PaI5*1l1»a,<4 SnnnBbond. rlon 2a IW*nn»W abend• 8H Ohr Itfrlltifr’r /IntiUiUpb״ Y(!r1dn11r«ftf int lllmhnorfrvftl. Hntrowstr. 7*1 Gfdrnkfrlnr r Tkoodnr IUrt.1 ttntl 1׳1««ח WoffUohi. Artiprivoho• Pr. Kabum Rokoloxv, Oe«afi״־׳! Mfvnl’r«•! חס י|>ן**ד0!ויז**\<ו dnr Or«0Iז KRnhwar», lto»Itn»!onf A!ntnn׳lor flmnaoh, no«Innkro׳loז Pr. Alfrn»! KIftB, PrftU« dor Piiitioi Mk. 1.—, 2.—0 ,־ — rtipillRl, Stonor. Plctuhtfip, don 2a Rojtiom'h^r thftnda 8K Uhr (חיזהז׳• WnaMntarloltmbfirv Im 8itet1nc1«Rt1»1 <lnr '/ionl״t ndro«, Meln«ko*tf. 1a OnsRralvrrRainRittfnf• Dbn«t»f?, dm 2י• RonUmbnr ־ abrnd• W Ohr Drifpp• d«r ZlonUtr® «a« im Halm, LaTtdpbarffor Htr. BO GrtHH'rndhpnfl Unrr Tt.«A• Pr. KIoöi «Pfoblrtiifl drf WaUlillfilioafmn•••* n«r*Ciinra, Dienitftjr, d*n Ifl Raptombnr, FWtfcon, — Rnnnia^, d«rt Bf, flopiamb«, Wftntlornnp׳, — PUrRta*. dm 2H, Reptembar, Foobton. jeOäa Montag »bind• Ohr firnpn® Hord im GarUn dar Braunrnf PUfforbare(, ScMnhanaar AUaa. DrUammmanln Jadan hlittwooh »band• 8Vt Ohr Gropp® <b»t In dor Prakaröl Frlftdriolmlrnfp, Am Frfadrlehibaln 10/98, IUU«fHiM<tn1tain Jodan Dlpnatagnl'nn»! Outltld, StadanlmtarMn. Frlndri״b»tr. 115 Rnmlnnr für jibHunha Oaaohtohio 8 übr אגודת בתי הפר לישראל JihUnclier SclmWerelu I'. V., Borlin OoaeHafUiührond«« Vor»im»d«m{tniiod! Hindionrat Knrt Hnaamanlality Grunawald, FrladrMiamharatr. 112. 1. ביס ספר לל׳ציי העברית בברליו Dn^ritltfbe Rpraahaflmlp In liarlln (XII. 8a01a«lar) An«VnnP dor HrbnlUitnr, Ilorr K, norffffrfln. Monfasr, Mliiwoeb und lioamoratatr, s Uhr abaitda יזי dar HoobwAhnU filr dl« Wlaaanaohaffc da• .Iirlonluma, ArlilUrlöftlmUo 14, T. Tllmmftr 4, 1ז. ביח ספר לילדים ב ייסד ב ר. ש? בדליי JQillHrh« ArhftU W'aaf, Ancknnf» חתי״יא! dl« ^obnlUItorin, FHinUfn OborUhrarln HaV.f Landan Montag, Utcn«*«g nnd OonnarMn^( 121י״־ Uhr In dar Schult, Faaananatr. 7ö/b0 111. ניח ססר לילדים בימרחד של ברל'ר jvidtftfhe ^cbnU Oat Auikunft ortoilt dla Solmlloltcrln, FrfiuUtn Rniann« Mehtonatalft, Fraltag B-i Uiir. l'ankow a7H. Aus der {Udiscken Weit ßm-Imad Wie 1 er Pal. Tel.•Agentur initffetcilt wird, ist Herr Eilwr.r«! K c i 111 - U 0 n c 11, der frühere Untcrstaatrsekrclär bei der Pniäslina-Rcgieruiig, der im April d. J. zum Repräsentanten der Palästina-Regierung im Kolonialamt zu London ernannt worden Ist. nufgefordert worden, sein Amt für weitere C Monate zu hehaUen. Herr Max Nurok, der an seiner Stelle zum Unter- Staatssekretär ernannt wurde, verbleibt auch weiter in diesem Amt. Bei der letzten in Genf stattgefundenen Tagung der ständigen Mandats-Kommission des Völkerbundes war Herr Kcith-Roacli, der zusammen mit «1cm britischen Repräsentanten, Herrn Ormshy-Oorc, an den Sitzungen teiluahm, offiziell als der Repräsentant der palästinensischen Regierung angeführt. Der Stab des Departements für allgemeine Oiemic an der hebräischen Universität wurde durch Berufung Dr, Mosche Welz man ns, als ersten Assistenten, verstärkt. Dr. Weizmann kam anfangs August aus Polen nach Palästina. Während der zwei oder drei Monate, die bis zur Vollendung des Baues des chemischen Departements noch vergehen werden, arbeitet Dr, Weizntann, mit einigen ausgebildeten Studenten zur Seite, im biochemischen Laboratorium. Das chemische Departement, 0 dessen Budget zum Teil von Keren Hajcssod gedeckt wird, wurde zeitweilig Prof, Fodor, dem Leiter des biochcmisehen Lnborntiorimns, unterstellt. Das Organ der palästinensischen Acrztc ״Harctuah" gibt an, «laß anfangs 1924 In Palästina 343 Aerzte ihre Praxis nusgeiint haben. Davon waren 198 Juden, Außerdem gibt cs im Lande 117 Pharmazeuten und 70 Accouchcurc, sccr^rzr: Berliner Zionistische Vereinigung Sonnsbond, don 20. September, ebenda QH Uhr im Biüthnorsaal, LUtzowstr. 76 GEDENKFEIER für Theodor Herzl und David Woiffsohn ׳ GoannQ! Manfred Levaandowslel An clor OrgoR KnpoHmointor Schwan Rezitation: Alexander Granact» Godonkredo! Dr. Alfred Klee Karton im Vorvnrltaiif nli tü. Hi-plnmlior 11121 1ml Bnt« A Book — Kw<<r-l!111'1111»111Unn17, Kumotmök.lro*»» 51 — Mnln»lmj1tr»8, 1U — ThiohliandSntig ,Koiom“, P»mrn1m11.(r. 8 — Buöihnndl. Uontit Orani«nlmr«or Btr.SU — Uuohhtntll. Kownborg, Gronadionitr. 87. Kart.n rum P5׳loe von 1,20, 2,40 und 3,BO M• Ink1• Stsusr 0נ:ם;^7ב־0£1כ.=ב;«ג33€£:ד”^30־בדד:^:0€נג strtv nm Dieser Tage fand am Jerusalemer Gymnasium die Ent* Inssungsfcier tler Abiturienten statt. Der Leiter des Oyniri.isiutm, Dr. Mo hl lo wer, wies in seiner Ansprache aoi das zwischen den Lehrern und Schülern herrschende gute Verbältuis hin. Es sprachen u. a. «lie Herren Sc 11 i Her, Düna* bürg, Asarjaliu, Selig Welzmann, Dr. Kobak 11. a. Das Reifezeugnis erhielten 15 Abiturienten, und zwar 10 Schülerinnen 1m«l 5 Schuler. Am 3. September sind mehrere Führer einer neuen vom Scheich Chiri in Hebron gegründeten islnmitischen Sekte zu je sechsmonatiger Oefiingnishalt verurteilt worden, weil sic entgegen dein polizeilichen Verbote in den Straßen Hebrons eine Prozession veranstaltet haben. Hunderte von Begleitern des Scheichs Güri schritten, mit Lanzen bewaffnet, in der Prozession einher. Die Aufforderung der Polizei, sich zu zerstreuen, wurde nicht beachtet; einem Versuch der Polizei, den Zug aufzulösen, wurde Widerstand geleistet. Dabei wurden ein Mitglied der palästinensischen Gendarmerie und ein Polizclbcamtcr verwundet, pottn Dieser Tage fand In Warschau eine Konferenz von Dole* jierten der Bauparzrllenbesitzcr in Djcbiia bei Jaffa statt. £s fanden sich Vertreter aus verschiedenen Städten Polen* ein. Es wurde beschlossen, In Djcbiia eine Gartenstadt zu erbauen. Zu diesem Zwecke wurde ein Fonds geschallen. Es wurde beschlossen, einen Delegierten nach Palästina zu entsenden, der dort die behördlichen Formalitäten erledigen und Vorbereitungen für den Stadtbau treften soll. Kürzlich erschien in Warschau der Bericht eine» gewissen Herrn Strakowsky, der im Auftrag des früheren Premierministers Sikorsky das Schulwesen der nationalen Minder• heilen studiert 11.1t. In dem Bericht wird nachgewlesen, «laß das Schulwesen der nationalen Minderheiten in den Ostgebieten schwerer Schikane ausgrsetzt ist. Der Wlhi.icr Schiilkurntor veröffentlicht mm eine Gegenerklärung, In welcher er ausführt: Ueberall, wo 40 Kinder einer Minderheitsnnfiop. existieren und die betreffende Gemeinde die nötigen Mittel beistellt, wird nach den juridischen Prinzipien vorgegangen und eine öffentliche Schule ln der betreffenden Unterrichtssprache eröffnet. Eine Ausnahme macht die jiddische Sprache. E* ist daraus zu ersehen, daß in bezug aut die Nationalitäten besondere ״juridische Prinzipien" bestehen lind daß nicht die Prinzipien der Verfassung und der Internationalen Verträge Geltung haben. RumSnttn Dieser Tnge brachte ein rumänischer Dampfer 20 aus Polen stammende Juden samt ihren Familienangehörigen nach Ga* I a t z zurück, denen der englische Hafenkapitän in Jaffa die Landung untersagt hat, weil sic nicht im Besitz einer Einreisecrlaubnis waren. Die unglücklichen Familien hatten ihr letztes nusgegehen, um die Kosten der Seereise zu decken. Sie Waren von gewissenlosen Schiffsagenten verführt worden, die ihnen eine sichere Landung in Aussicht stellten. Nun aber (midien einige initrciscmlc Passagiere 38000 Lei aufbringen, um für sic die Rückreise nach Galatz zu bestreiten. Dort wurden sie vom Palästina-Amt in Obhut genommen. Man bemiilit sich, für sie eine Einwandcrungscrlattbnis zu erwirken. Der englische Konsul in Galatz, Herr Robinson, hat die Angelegenheit dieser verführten Emigranten untersucht. franhrefth Der im Wahlkampf der Nachwahl im Departement Haute« Alpes gegen Maurice Baron Rothschild unterlegene ra«!iknl-soz1.11istischc Kandidat PI anchc hat bei der Wahlkontroll-Kommission Klage gegen Rothschild cingcrelcht, den er beschuldigt, Stimmcnkanf in großem Maßstabc getrieben und auf diese weise «las Mandat erlangt zu haben. In der Verhau«!- hing vor dem Waldgerichtsliof wies Rothschild darauf hm, «laß Planche in ylcr Agitation antisemitische Argumente übelster Sorte verwendet habe. Zwecks Einvcr* nähme von Zeugen wurde die Entscheidung des Wahlgericlits* hofes vertagt. Hmtrili» Infolge der neuen Einwandcrniigsbestimmungcn ln den Vereinigten Staaten sind in verschiedenen europäischen Häfen ungefähr 10 000 jüdische Auswanderer stecken geblieben, von denen einige Tausend im Besitze des amerikanischen Einreise- Visums siiu'i. Der Präsident des jüdisch-amerikanischen Kongresscs, Hafoiuicss, wandte sich an «len Oberkommissar für Immigration, Htighcsband, mit der Forderung, zumindest den Besitzern von Einreisevisen ungeachtet der geltenden geringeren Quote die Einwanderung zu gestatten. Das linmigratioiisdcnartcmcnt willfahrte diesem Wunsche mit «ler Bemerkung, daß Kinder von Emigranten mit Einreisevisum bis zitm Alter von 18 Jahren nicht unter die Quote fallen und gleichfalls cinwandcm dürfen. Menornh. Illustrierte Monatsschrift für die Jüdische Familie, Frankfurt-Witn, Verlag 1 Libritli-Q. m. b. H. (Redaktion: Nathan Birnbaum, Robert Weiß, Fina Hoffinann). Wir freuen uns, das Erscheinen des Doppelheftes 8/9 zum Anlaß nchmend, unseren Lesern mittcilen zu können, daß sich unsere gelegentlich ausgesprochenen Befürchtungen nicht bewahrheitet naben: Die Mcnoralt ist weiterhin politisch neutral, 80 propalästinensisch wie früher und ebenso fesselnd zu lesen. Aus Heft 7, das viele Zeichnungen Hermann Strucks reprodnziert, erwähnen •wir: Hirsch Kalis eher: Drischst Zion. Erich To c pH t z: Illustrierte Haggadoth. S.Schachn o w 11 z: Litauische Reise. Hermann Blumcnthal: Gilgul. Manfred Sturmann: Franz Kafka. Walther Eidlitz: Der Berg In der Wüste. — Aus dem mit Bildern Hermann Fcclienbachs reich gezierten Heft 8/9: Robert Weiß: Die Freiheit des Gesetzes. Nadnim Glatzcr: Gleichnisse und Legenden. Hilde O t ten h c i m c r! Hermann Fechenbach. Arthur Schnitzler: Heinrich Bermanns Familie. Joseph Ca rieb ach: Die biblifiche Gedankenwelt Michelangelos. Anna Kellner! Reiseskizzen aus Palästina, ln beiden außerdem einleitende Aufsätze van Nathan Birnbaum, die politische Umschau von Dr. Robert Weiß und den reichen Inhalt an sonstigen Beiträgen. “* ״- » * •*-. -*־ ־* tf־-^r־*T m יין wird am 1©pfember 1924 durdigefükrt. 0iU Keren Kaj&metti Lejisraci, Sekretariat für Groß-Berlin, W16, Meinekcstr. 10 «t w%m״rm t.» rsfwurw BW r•־׳״ w ’** f״nw!^ #»•»»•ץ ן׳-»■» &ärw*4 imm i

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