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Jüdische Rundschau · 1924-09-12 · Heft 73 (12.9.1924) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 73 (12.9.1924)
Date
1924-09-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 524 fUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 73 Car Eaclila ußd Zisr.k5r.ius . Von T 11 c o b a 1 d S c 11 0 1 c 111. Wir bringen diesen Aufsatz als Ergänzung zu Werner BtocUs Referat auf der Zeutral-Komitcc- Sitzung mul bemerken vorweg, daß die jjedrängte Wiedergabe des < icsprochciicn in unserer Nr. 71, die von dem Vortragenden seilest lierrühri, daß Mißvcr.-uämbtis nahegclegt, als br.be Werner Jilodi den Ausschluß des Makkahi-llnrUochba aus zioni -tischen Zusammenluiiigt’n verlangt. Da er vielmehr nicht 1111er Jugend 0 r ״ a n i - s a t i « 11 c 11, sondern über J iigeud!י «gw e g u 11!T sprach, empfahl er, die 57ctr.1 rhiiiiijg der Tunierschrilen ans י' diesem Z11s.rn1mc11h.u1g atisziischeiilon. Wir werden I hofienllidi die kommende 1 l.iiinoverancr rngiiug des Makkabi zum Anlaß nehmen können, uns weiterhin mit ■, seiner Rolle imieihalb der zionistischen Bewegung zu beschäftigen. — Red. Auf der Sit71!11 י׳• des Zentralkomitees der deutschen Zio*!listen hat Herr |)K Werner Bloch ein Referat über ״Hie Arbeit innerhalb der Jugend“ gehalten. Bei dieser Gelegen• heit verweilte er auch ״einen Augenblick“ bei dem Bar Kochba, den er als wirklich zionistischen Faktor endlich auszusciieideit empfahl, um dann die ״wirklich zionistische“ Jugend in Gestalt des K. J.V. und der drei V/auderbiuidc anzuführen. Rer Makkahi-WeUvevhand bzw. seine deutschen Vereine glaubten im Interesse des Zionismus zu handeln, wenn sie mit anderen national-jüdischen Jugendorganisationen nicht in Streit traten. Cs geht aber — bei der friedlichsten Gesinnt!:!״ und der gröliten iiuhlsanikcit — iiiriit an, daß sich der Wortführer des lihm-Weiil vor 11er Deutschen LnuclsiimiiisHiait widerspruchslos gestatten darf, den Bar Kochba, also die national-jüdische Turiicrschaft, den M.akkabi, als ״nichtzionistischen Faktor“ zu betrachten und seine Ausscheidung zu empfehlen. Aus einer zwingenden Notwendigkeit heraus ist die Jiidisehe Turnerscliaft unter den Augen und unter dem Beifall von Theodor Her/.l, N’ordau, Aiaii.ielstam tisw. im August 1003 auf dein Baseler Kongrcll gegründet worden. Wie .־;Ile Kultiirvöiker ninille auch das jüdische bedacht nein, eine Organisation zu schaffen, die iiir systematische körperliche Ausbildung auf national-jüdischer Grundlage Sorge trug. Im barten Kampfe mit der Assimilation, von der zionistischen Organisation wenig gefördert, sind aus den 33 Turnern, die das erste Schauturnen vor Theodor Iter/.l nbhicUen, heute zeiuilniisemle geworden. Fast in allen i ändern hat der Alakkabi Boden gefaßt. Je jüdischer das Milieu, je größer waren seine Frfnlge, Cs ist hier nicht am Platze, aut die Fntwiekhmg und Geschichte der jüdischen Turnbcwegting eiuzugeheu. Es sei nur fcstgcstcllt, daß sie zahlenmäßig die!größte jüdische Jugendorganisation ist, nicht nur die größte national-jüdische. Nach welchen Grundsätzen ist sie nun verfahren? Hat der Zionismus das Recht, den MaUkabi als nichtzionistiscix'ii Faktor zu betrachten, und daher abzusägen? Was hat der Makkabi für den Zionismus getan? Ich .bin mir wohl bewußt, daß es geradezu lächerlich ist, wenn eine nationale Bewegung wie der Zionismus sich im unklaren darüber befindet, ob die national-jüdische Turnbcwegmig zu ihr gehört oder nicht. Gibt es irgendwo in der Welt eine Sportbewegung, die nicht als selbstverständliche, .allererste Triebkraft ihres Volkstums gilt? Ist die deutsche Tiirucrsdiaft nicht dcuiisclinational? Ist ihr amerikanischer Verbarulstcil nicht dr11trci11ntion.11? Ist wirklich der Makha bi so unbcl.״1.־nt, daß man nicht weiß, was er für den Zionismus bedeutet? Außer seinem technischen Programm verlangt die Satzung des Makknbi an erster Steile: Arbeit für jüdisches Volk und jüdisches Land, d. h. Arbeit für Palästina und Cinhis. Fr hat immer hierfür gearbeitet. Für die meisten seiner Mittrlleder ist er das Sprungbrett zum Zionismus geworden. Bar Kochbaner sind nach Palästina gegangen und geben noch heilte, hin. Bar Korhhaner halu־n s־׳hr eifrige und nrlu-ilsfreudige Mitglieder der zionistischen Organisation abgegeben. Es erscheint mir das alles so selbstverständlich, daß ich cs nicht begreifen kann, weshalb die deutsche Landsmannschaft hiervon nichts weiß. Ich habe schon gesagt, daß der Makkabi für Palästina und Golus arbeitet. Fr zwingt seine Mitglieder in kein Schema, er singt der Jugend keine Rattcnfängcrlic.icr vor. Er muß und will neutral sein gegenüber den sozialen Unterschieden in der Jiidcnbeit. Sein Programm ist klar, eindeutig und ohne Phrase, streng national-jüdisch, kein Minim,•!!-Progrnmm, wie das Baseler, sondern ein Maxim,al-Programm. Gerade den Iitgendablcilmigen ist immer die größte Aufrnerksamkrit ziileil geworden. Aber gerade der lugend gegenüber ist der Makkabi verantwortlich dafür, daß' nicht ein-!!eilige politische Tendenzen weder im Golus noch für den Aufbau .Palästinas als Richtschnur gegeben werden. Diese Unparteilichkeit muß gewahrt werden, um alle Juden auf nationaler Basis zusammenznfasscii, die sich körperlich bctätigen wollen. Ist das keine zionistische Arbeit? Es ist selbstverständlich, daß sportliche Betätigung auch Wettkämpfe bedeutet und sportlichen Ehrgeiz erzeugt. Die Sehnsucht, ״Kanone" zu werden, ist begreiflich. Wer ■aber nur seinen sportlichen Ehrgeiz befriedigen will, kann dies viel besser in den deutschen Sportvcrbamlcn. Ocradc das ist eine Aufgabe des Alakkabi: den iihermiifitgcn Ehrgeiz abzubremsen im Hinweis auf das Gedeihen des Ganzen. Und wen 11 nach alledem die deutsche Landsmannschaft noch glauben sollte, daß der Makknbi keinen zionistischen Faktor darstellt, so wird sie selbst den Schaden hiervon haben. ־ - Die H3n7.t׳jcr rafjnnn des Jicchainz Danzig. (J. T. A.) An der in Danzig abpchalten Tagung des Wrltverb:indes I Icchaluz. nahmen Delegierte :1 Polen, Litauen, Ostgalizien, Rumänien, Deutschland,’ Rußlm Oesterreich und der Tschechoslowakei teil. Aus Jcnisah waren folgende Vertreter anwesend: Ben Gurion 11 Schkoliiik von der Histadrnth Klalith; Juda Knpci witsch und Leo Kaufmann vom Gdnd Haawodal! 11 S P r 1 n z a k von der palästinensischen Exekutive. Die I offnnngsrede hielt Herr Bogdanowski (Berlin); in d Präsidium wurden gewählt die Herren: Schapiro (r lashna), Dr. Heinz Nagler (Berlin) und David Co! (Kowiio). Herr Do bk in erstattete Bericht über die Arb ucchaluz in Polen. In Polen, Ostff.11׳izicn ausgcnomnii C'v'isiieren 204׳ Chnhiz-Orf'nnisnlinnen mit mehr ah 5000 V gliedern, darunter 4H5 aktive Mitglieder. Ferner zählt 1״ iech.1 1 l.rzair" 1616 Mitglieder. Der polnische Hcclwluz besitzt zv eigene große Guter, und cif kleinere Güter mit komplett Einriehtungen. Im vergangenen Sommer si 370 Ghaluz-Miiphedcr als qualifizierte Arbeiter nach Paläst abgewandert. Der ostgalizischc Vertreter Herr Stock i richtete daß ־der ostgalizisdie Hccluluz 2300 Mitglieder zäl ts exisaercn 18 landwirtschaftliche Gruppen, in welch 211 Chaluznn und Chaluzolli ausgcbiklet werden. Im Naiv des deutschen Ilechaluz beneidete Dr. Nagler daß Deutschland .1030 aktive Chahizim, unter ihnen 200 dhaitizc! yornai.iden sind 36 Clialuzim ׳ sind in diesem Sommer :1: Palästina abgcreisi, Herr David Cohn berichtete, daß , litauische Ucchaluz 500 MitjiUerW zählt Er besitzt ein eiga!tieki.--.-mo «Mttvsrj« ׳ד. tb-ww«»» m 8,%*40»!!״ ״£־.״■??, ־״׳ ־־ ד_ .ייף-~־>־״ז^׳<ח,—י■'.י־ז .י־■ -״י׳ י־י־-* *-"י;־*f!f״* ,,, . 15. ,Suplornl»«?, abfiniltä )!(uiJitlioh H U Uhr;«ממס! der *tRniNli^clion 3>üro«, Mftiü0kn»tr. 1Ö. £it1ur!3 dar Vcrtrcici'vcr ifting dar B. 2. V. T Bgtuftrtl ftnnRi '1,1 ül'״r 510 TlUi'ukoii <Ior t/Jrmiai Vftftfpfor In זח1׳ UerllBör '־■ An׳,*j1r*H««ün Borloht fUims!.ftiuloovorhttU'l ׳!iH'UKii'itommiMmn 1'11 Gomvin.<lovpvf ruU'!■ ■wor.lon in ilor RiUüng I»9ri0ht «'rf1ln.tt.fvn. Mitj.jHp'U'r «lor n. ׳/<!. V. lntb'in nls Zutritt. 1. ת C.״t:Kira!t'v.v wftStmi \l t'irv V.\'י j 11 י j-t jsa l*;«' Wahl «Inr (!onH'fn.liUt Uio aiunMi '>>»•1 1IIU־ |J. ־•' ■י•'׳• י■*«» •י• f> Dr. Apfel, VorbtxMiiUr <Ur Vorlrotorvoriammtonfr? % ' J 1*"י o* etm'Oi. «kü5afu-aKPz>t»-9 m m «äs»*# «**ייייי»*8ייי)8י*8מ• Gut mul eine Arbeiter-Kooperation ״Awodah", die sogar von Regicriiiigcin.-.tii ul innen Bestellungen erhält und ausführt. Aus Liinuon sind 231) Chaluzim mdi Palästina ahgereist. In Memel sind HX) Chaluzim vorhanden. Nach Erstattung, der übrigen I.ämierheriehte wurden Referate über die jetzige Lage in Palästina und über die Stellung des Ucchaluz. zur Gesell- Schaft ״Ort" und zur Welthilfskonfcrcnz. gehalten. Am 9. September abends wurde die Tagung geschlossen. Czstorrcldilsdie €!t.״.״r/.ir.1 Lange Jahre gab es in Wien keine eigene Chalu/bewegung, die Gl!aU1zim in Wien waren Rnrehwandcrer, die hier ihre AushiUhiug fiir Palästina vollendeten. Dies hat sich nun geändert. Die östcrreicheschc Chaluzorganisntion zählt heute etwa 230 ״!;live Mitgiiuler, darunter 70 C.haln/im und Chainzoih, die jetzt die' landwirtschaftliche Ausbildung, in Siedhingen, wie Pernliofen, Pottenbrnnn, Qramat-Ncusicdl, Speising genießen, und 163, die verschiedenen Fachgruppen angehören, wie 7. B, Elektrotechniker, Installateure, Schlosser, Tischler, Schuster, Schneider, Weber, Uhrmacher, Spengler, Sattler, Mechaniker, Oärincr Usw. ln den nächsten Tagen wird die österreichische Clmhizorganisation eine eigene Schuster* werkslätIr ins Leben rufen »ml damit die Möglichkeit haben, neue C.!1,111!/im miszubildeii. Die ÖsU-rreicItlschc Clmluzorganiaatimi ist auch im Begriff, eine eigene Farm in der Nähe von Wien zu pachten, um weitere eigene Anstellungen vornehmen zu können. Die Mitglieder/ahl steigt von Tag zu Tag: täglich kommen junge Leute, wie Ingenieure, Hochschiiler und klassifizierte Arbcilcr, und tun ihren Willen kund, der Organisation beiziiireten, trotz der schweren Bedingungen, welche die Organisation au die Bewerber stellt, ln kurzer Zeit wird di־ erste österreichische Kwu/a',1 nach Ercz. Israel gehen und damit wird auch die Wiener Judeimchaft in Palästina vertreten sein. Es soll vorgesorgt werden, daß stets nach drei Monaten Nachschub an verschiedenen professionellen wie landwirtschaftlichen Arbeitern erfolgen kann, Pas KosnlSfc der JiitUsclicn Bdcplioncn Am -1. und 5. September d. J. tagte in Karlsbad unter dem Vorsitz, des Herrn Leo Motzkin eine Plenarsitzung des Comite des Delegaiions juives, an der Richter Mack (New York), sowie Vertreter des amerikanisch-jüdischen Kongrosses, des Jcwish Board of Depiitics von Südafrika, Wand Lcsmu (Jerusalem), endlich Vertreter aus anderen (insgesamt 1-1) Staaten teilnahmcn. Der Präsident des Komitees, Herr Nahum Sokotow, war durcli Krankheit am Erscheinen verhindert lind sandte an die Konferenz ein Seilreibe!!, in welchem er seine Bereitwilligkeit zur Weiterarbeit erklärte. Herr Motzkin erstattete einen .־nif.führiiehen Bericht über die Tätigkeit des Komitees im letzten Jahre, Herr Abersou im besonderen über die Aktionen IHm Völkerbünde, sowie bei anderen internationalen Körpersdiaflen. Sodann wurden eingehende Berichte über die Lage der Juden in den verschiedenen Staaten erstattet. Nach einer eingehenden Aussprache über die zukünftigen Arbeiten dt s Komitees wurden die Berichte zur Kenntnis genommen mul dem Generalsekretär Molz.kin das Vertrauen und der Dank für die bisherige Tätigkeit ausgesprochen. Die Plenarsitzung 11:111m darauf einen Beschluß wegen Rc- Organisierung und Ausgestaltung der Tätigkeit des Komitees an. ludge Mack erklärte in einer Ansprache, in welcher er sieh von der Konferenz verabschiedete, daß er von der Wichtigkeit und Bedeutung des Komitees und der von ihm geleisteten Arbeit durchdrungen sei. Er werde die tiefen Eindrücke, die er von dieser Tagung erhalten habe, «1er amerikanischen Jiidcnbeit übermitteln, sie über die Lage der europäischen Juden informieren und ihr die Beschlüsse «1er Tagung Überbringern In der Schlußsitzung wurde eine Exekulivc d־׳r Komitees der jüdischen Delegationen mit dem Sitze in Paris gewählt. Zum Präsidenten der Exekutive wurde Nahum Sokolow wiedergcwählt. Der bisherige Generalsekretär Motzkin wurde zum geschiiftsführcndcn Vorsitzenden gewählt. Auf Antrag der Exekutive wurde Herr Zwi Abersou zum Vertreter des Gomitd des D6l£gation9 beim Völkerbunde bestimmt. ־ Ein .!,ipaner spendet 500 £ lOr den K. ü. Dr. J. Tang«, ein bekannter Japaner, Präsident der asiatischen Gesellschaft in Shanghai, hat dem Leiter der Keren Hajcssod-Arbeit in China 500 de; cingehändigt und nachstellenden Begleitbrief geschrieben: ״Gestatten Sic mir dem Keren 1 Iajessod-Komitec in Shanghai für scinö Arbeit Im Dienste des Aufbnt» Paläslinas meinen Dank atiszudriiekcn. Ich sympathisiere mit Ihrem Ideal und bin nach MnBgnbe meiner Kräfte bereit, milzuarbeiten. Das jüdische Volk hat in der Vergangenheit eine bedeutende Rolle gespielt und icli bin überzeugt, daß der Zionismus das einzige Mittel ist, das ganze jüdische Volk zur Selbsthilfe Und za« nationaler Arbeit zu erwecken.“ Bas incxitolsdic Kolonie,■jIIons-Anncbot Unser New Yorker Bmderblatt ״Dos Jüdische Volk" schreibt über «las mexikanische Angebot, Juden in Mexiko airzustelehi, unter dem. Titel ״Traumgebildc“ folgendermaßen: ״Bei uns ist augenscheinlich alles möglich. Wie man fcsistcllen kann, wird das Traumgebilde Mexiko unsere Zeit, Energie und Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Unser Gemcins’chaftsgedächtnis ist eine komische Sache. Erst vor zwei Jahren haben wir uns mit dem Fall Mexiko befaßt und Kommissionen zur Untersuchung der Lage ״ach Mexiko entsendet. Das Er- ״ebnis war niederschmetternd ,,, Der amcrikanisch-jiklisehc Kongreß hat das Problem monatelang beraten, und nach laugern Hin und Her haben die Proponenten seihst cinpcschcn, daß der ganze Plan undurchführbar ist, und daß das Gc- ’!11■-■- 7״-ap_—■p—r!״•■t;-■» -- ■ r.CT«: fc; tt Krappe der Kloal*4ten am äoB» Osten Dienstag, den lß. Septembor 1024 ״ spricht 0r. Motltttim <ioldmann über | öle!ücüfeclbie 'WSirlsIlcBilceM | «3111 £*[ITJlcfe. ן im Zionist. Heim, Landsberger Btr. öö. - Be״im18 Uhr allda• j. botene viel weniger wert ist, als die ungeheuren Spesen aus. *: machen, die notwendig sind, um jüdische Einwanderer ins }' Land zu bringen. Mau hat schließlich das ganze Projekt verr Worten. Man’ hätte mm meinen müssen, daß die Sache er. | jedigt "ist. Keine Spur! Wir beginnen wieder ein Kapitel jj Mexiko.“ | Nifilrißpr häugcnl | Das Wiener Agudah-Blatt ״Jüdische Presse" leistet sich { in seiner Nummer vom 5. September (9. EI111, wie es falsch- ן licli im orthodoxen Blatt heißt, dessen RedaU .׳־:! anscheinend |* keinen Luacli benützt) an leitender Stelle Nachstehendes: |; ״Wir registrieren weinend. In Palästina, in dem Land, | in welchem einst eine irdische Macht einem Teil der Juden 1 politische Erfolge verheißen hat und dieses Versprechen n״:, Ij nicht eiitlöscu kann und mag, hat man diesem Teil der Juden. I: die. Thora, die Religion als Spielzeug preisgegeben. Und dieser 1 Teil der Juden hat sich mit dieser Preisgabe des Heiligsten | zufrieden gegeben. So konnte es kommen, daß in llailj erklärt werden konnte, denjenigen Juden, welche sich nicht unter den Zwang dieses Gesetzes begeben wurden, sich nicht dem zionistischen Waad lialeumi unterordnen wollen, würde es sogar unmöglich gemacht werden, ihre. Kinder in den Biiiul Abrahams aufneiimcn zu lassen. Es ist ganz einerlei, ob der Gesctzesvorscbla״ nun wirklich auch. Gesetzeskraft erlangt. Daß eine sonst die Gesetze der Sittlichkeit respekiierende Macht wie England von Juden so irregeleitet werden konnte, um eine Religionsvcrfolgmig dieser Art auch nur versuchsweise in Szene setzen zu wollen, rcchttertigt leider alle Befürchtungen, «lie sich an die ״Nationalisierung" der Tliora und der Tlioraträger, an die Zionisierung Zions gcknüpft haben. Man denke: in Rußland ist. die zentrale Sowjelregiertmg auf dem Wege zu der Einsicht, daß die jüdische Sektion mit ihrer wahnsinnigen Religionsverfolgung dem Land zum Unsegen gereiche, in England schickt man sich an, das Heilige Land, «las Volk der Bibel dem Rcligions- Bolschewismus binziigcben.“ Angesichts dieser faustdicken Entstellung des Sacbvcrliallcs und der ntif die Uninformierthcit der Leser spektilicrenden Verhetzung muß man sich fragen, ob cs noch jemals möglich werden kann, zu einer Zusammenarbeit mit der Agudah beim Aufbau Palästinas, für den sie allerdings bisher noch nichts geleistet hat, zu gelangen, solange führende Blätter der Agudah nn leitender Stelle einen derartigen Ton anschlagen. Es sieht geradezu nach Provokation aus, wenn die Agiidnb, die sonst ein Mithestimmungsrccht in Ercz-Hracl verlangt hat, jetzt in maßloser Weise die englische Regierung und die Zionisten bcflegclt. Wir wollen der Agudah tiir die Begründung der Tatsache, daß sie auch in Zukunft an der Arbeit des Gesnmtjudentiuns in Palästina nicht Anteil nehmen will, keine billigen Ausreden liefern, und verzichten, auf den Ton der Agudiston cinzugchcn und ihnen in gleicher Münze heimzuzahten. Wir wollen lediglich fcsistcllen, daß wir die Absicht der Agudah erkennen und zur Kenntnis nehmen, daß sic zu dem an Palästina interessierten Gesamtjudentum alle Brücken abzubrcclien wünscht. De!731s Der ״Israelit" vom 4. September beschäftigt sich mit den ״Vierzeilern“' de Haans und leitet seine Betrachtungen folgendermaßen ein: ״Während cs den Bemühungen der Jerusalemer Polizei bis zum heutigen Tage nicht gelungen ist lind wohl auch kaum mehr gelingen wird, den Urheber des Meuchelmordes au Jakob Israel sie Haan zu entdecken, während also nach wie vor mit der natürlichen Annahme gerechnet werden muß, daß der Unglückliche aus politischem Hasse von denen ge• tötet wurde, die ihn mit Todcsandrobungen bei Lebzeiten verfolgt batten, wird man in der Beurteilung der menschlichen Persönlichkeit des Ermordeten durch «las Erscheinen eines holl,1indischen Gediehtbandcs aus seiner Feder vor ein schweres Problem gestellt," Also: da es ״kaum mehr gelingen wird, «len Urheber (wie vorsichtig! Rc«l.) des Meuchelmordes zu entdecken" — ist cs also für. den ״Israelit" eine natürliche Annahme, daß die Zionisten (denn das ist die poschetc Ucbcrsctzun״ der langatmigen Umschreibung) de Haan umgebrncht haben. Man hätte glauben müssen, daß gerade die letzten Enthüllungen über de. Haans seelisches umt Privatleben in den Mutmaßungen über «He Persönlichkeit der Mörder zur Vorsicht mahnen würden, ober Vorsicht scheint dem ״Israelit“ bei seinen fortgesetzten Verleumdungen ganz überflüssig. Er hofft, «tnß mrm die Mörder niemn's finden wird, und darum kann er beruhigt über die Möglichkeit einer Widerlegung weiter hetzen und Gift spritzen. Diese Methode Ist bequem, wenn auch nicht ganz fair. Masscnverlinllunßen voa Zionisicn in SItiBbnd Nach soeben aus Rußland ciugetroffenen Telegrammen wurden an einem einzigen Abend in den drei Städten Kiew, Odessa und Wiunitza Massenverhaftungen von Zionisten vorgenommen. Die Verhafteten gehören den Kreisen der Ilitachduth, des Nationalen Heehnluz. und der Stiidcntciigruppf Histadruth an. Nähere Berichte stehen noch aus. Kommunistische Minjanim in der Ukraine Die ״Jcwscktia" in <!er Ukraine hat nach dem Bankerott der sogenannten ״lebenden Synagoge“ zu einem neuen Mittel gegriffen, um jüdische religiöse Einrichtungen dem Kommuiiismtis dienstbar zu. machen. Es wurden kommunistische ״Minjanim“ geschaffen, wo jiddisch gebetet und auch der Thora-Abschnitt während der Amkchtsiihung in jiddischer Sprache vorgelcscn wird. Zu diesem Zwecke wurde der P״ntatcuch von einem Kommunisten, einem gewesenen Thora- Schreiber, ins Jiddische übertragen. Die Rt’dile der U. S. A. i:1 PalSslina Nachdem im April dieses Jahres der Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten und Frankreich über die’ Sicherung der amerikanischen Rechte in Syrien und im Libanon abgeschlossen worden ist, wurden Unterhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien über tlie Rechte der Vereinigten Sputen in Palästina neu mitgenommen. In kurzem wird zwischen den beiden Ländern ein Vertrag abgeschlossen werden, der «lic Rechte der Ame-ß-nncr in Palästina regelt. Es handelt sich hier meist uni Rechte, wie sic die Amerikaner unter dem früheren türkischen Regime aut Grund der Kapitulationen genossen haben. Das Staatsdcparte« .ment der Vereinigten Staaten wünschte, daß dem Mandat eine besondere Klausel beigefügt wird, die die amerikani* sehen Rechte denjenigen der dem Völkerbünde angchörenden Staaten gleichstem. Großbritannien war im Prinzip einverstanden, daß die Vereinigten Stna'eו» .״ dv.'scr Hinsicht den Mitgliedern des Völkerbundes gleichgestellt werden, machte jedoch «len Vorschlag, daß diels, anstatt im Mamlatsstatut verzeichnet zu werden, den Gegenstand eines besonderen Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten und Grollbritannien als Mamlatarmacht bilden solle. Auf dieser Basis wurde eine Ucbcreinsiiimmmg erzielt und der Ratifikation des Mandats stand nichts mehr im Wege,

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