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Jüdische Rundschau · 1924-09-12 · Heft 73 (12.9.1924) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 73 (12.9.1924)
Date
1924-09-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 522 I U E DIS C l־i E RUNDSCHAU ■«י *ריסי'#r/j Nr. 73 werden kaim, w 1 mi die Mb;;Inder älter werde’), wenn nie .eich verluii.iten, oder ihr:! Kinder. älter werden. La .viril d 11 ווו?11 (lew »־.״:.״cn i:11',,׳r','1׳ih ih r Kwuzah koimneu timl hei l׳"1׳hm;11 Ai! 1111 ׳. r Mitdiitlcr wiu! es nicht mehr tan ׳iieii sein, ihn eh den i 1; u 111;.!.: < ׳־ m 1 ו ן ■יי. r׳' e׳ I’ die DkscuticrcinU'ii in entferne». D,1 am! ■rer:;׳irs bei tiefgehenden Unstiininir;',eilen die p.CTi’. iiu.nnc V. i 11r־chaItnfi'!'1 rn 1 ־;;ו unmöglich sein wird, so wird kein;»r.deivr Ausweg übrig bleiben, als die Vv'ii'bc'iaft zu teil;» uml jedem l;in/׳hK11׳ ’eine Parzelle und Gebäude nnzuweken. Vi';;:; sidi aber alsdann mit den bereits vor•׳ handeuen grr lien Geb.'imlen geschehen, die auf gcmcinsame Wirisci1r.fi׳-inhrtuig /11״escl111ittcn sind? — Von allen Linwänden gegen di ' Kwii/ali erscheint uns der Setzte hinwand als der wirbti;::;te. Es ist in der Tat niemals möglich, bei einer Gruppt iisirdhing von Anfang an voranszuscheii, ob sich tlieie Gruppe durch alle Nöte und Schwierigkeiten hindurch behaupten und als Gruppe weiter bestehen wird. So•'.-,!• bei konsolidierten Groppen, die schon eine mehrjährige Elimination hinter sich haben, ist es noch immer nicht sicher, ob nicht nach weiteren fünf oder zehn Jahren innere Unstimmigkeiten der Mitglieder eine gemeinsame weitere Wirtschaftsführung unmöglich machen und eine Auffeil«»״ der Farm in kleine Betriebe erheischen werden. Dadurch würden die proben gemeinsamen Gebäude der Gruppen-?icdhuif* fast nutzlos werden. Es sollten deshalb bei einer Gnippensiodlung die Gebäude von Anfang an so angelegt werden, daß sie bei einer späteren Aufteilung des Betriebes mit keinem oder nur geringem Schaden auch für Einz.clsiedler verwendet werden können. Wenn wir unsere Ansicht über die Kwuzah in wenigen Strichen zusanimer.fassen wollen, so würden wir zu folgenden Schlüssen kommen: 1. Die Form der Kwuzah war unter den historisch ge- ״eh-1: 11׳ IVdhgungcn — Mangel an Mitteln und Mangel an landwirtschaftlich erfahrenen Kandidaten — die einzige Möglichkcit für die Zionistische Organisation der Vorkriegszeit, irgend etwas Neues auf dem Wege der landwirtschaftlichen Kolonisation zu beginnen. 2. Die Kwuzah hat durch den Eliminationsprozeß unter ihren Mitgliedern die landwirtschaftlich Geeigneten von den Ungeeigneten gesondert und ist die Geburtsstätte des neuen jüdischen landwirtschaftlichen Arbeiters in Palästina geworden. 3. Die Arbeitsleistungen in den Kwuzoth sind nicht geringer ah in den Einzclsiedhmgcn. Die Defizite der Kwuzoth sind nicht größer als die Defizite in den Etnzelsiediungen, z. B. in den Kolonien der Ica in Untcrgaliläa. 4. Nachdem uns heute landwirtschaftlich erfahrene Arbeiter in hinreichender Zahl für die Ansiedlung zur Vcrfiigung stehen und die Zionistische Organisation über unvergtcicldich viel größere Mittel verfügt, als früher, fallen die Gründe fort, welche im Beginn der zionistischen Kolonisation für die Gnippenansicdluiig den Ausschlag gaben. Die Einzclansicdlung ist heute ebenso möglich wie die G ru pp e n n 11 s i c dl u n g. Die Gruppcnsicdlung wird in denjenigen Fällen vorzuziehen sein, in welchen die Mitglieder der Gruppe durch Bande der Freundschaft miteinander eng verbunden sind. Wenn hier die Mitglieder die Form der Gruppcnsicdlung verlangen, so kann sie ohne Bedenken gewählt werden, sofern die zu begründende Wirt- __sphaft nur so groß ist, daß sie van den Erfahrensten unter den Mitgliedern mit Erfolg geleitet werden kann und bei der Errichtung der Gebäude auf eine mögliche spätere. Aufteilung der Farm in Einzelbetriebe Rücksicht genommen wird, ln einem solchen Falle sind der Gemeingeist und der größere Enthusiasmus, welcher die Gruppensiedlung gegenüber der Einzdsicdlung charakterisiert, wertvolle Aktiva, die unseres Erachtens die möglichen Nachteile überwiegen. ln allem Vergehenden haben wir unter Kwuzah lediglieh diejenige Kwuzah verstanden, die als permanente Siedler- ״nippe mit einem konsolidierten Mitgliederbestand auf einem bestimmten Boden angesiedelt und die mit allen notwendigen Gebäuden und Inventar versehen wird. Wir haben also Absichtlieh beiseite gelassen alle diejenigen Kwuzoth, die für hestimmte vorübergehende Zwecke, wie z. B. für Amclioration und Bepflanzung der Grenzen gebildet werden, weil es sieh hierbei nicht um landwirtschaftliche Arbeiten im eigentlichen Sinne des Wortes handelt. Ebenso haben wir beiseite gelassen solche Groppen, die noch keinen festen Mitgliederbestand haben und nur vorübergehend einen Boden bearbeiten (Okkupaiionslind Vorbereitungsgruppen). — Die Vorstdlungen von der Kwuzah sind sehr häufig dadurch verwirrt Moritz Lazarus Zu seinem hundertsten Geburtstage am 15. September 1924. Von Rabb. Dr. A. Tänzer, Göppingen. Als mit Hcrzlx ״Judcnstnat“ die zionistische Bewegung cinsctzte, hatte Lazarus bereits die Schwelle des Greiscnaltcrs überschritten, Alter und Kränklichkeit zwangen ihn, mit seinen Kräften sorgsam hauszii'mltcn, um seine ״Ethik lies Judentmns“, die ihn! über alles teuer war, vollenden zu können. Damit jst cs zu begründen, daß Lazarus zum Zionismus nicht mehr Stellung genommen hat und sich auch in der ״Ethik" eine Acußcrung über diesen nicht vorfindet. Daß er aber die Bewegung mit Verständnis und Wohlwollen begleitete, erhellt z. B. aus einer Stelle in einem Briefe an Leo’ Her/.- herg-J-ränkcl vom 27. Mai 1900. Es handelte sich da uw eine über Babylonien erschienene Schrift rmd Lazarus bemerkte dazu: ״Zu einer praktischen Erneuerung der Fruchtbarkeit Babvlons würde allerdings nur die Zusammenfassung der größten — vielleicht internationalen — Fmanz.sehriiten im Stande sein; eine zionistische Bank könnte höchstens ein kleines Rädchen in dem großen Uhrwerk, freilich mit vorzüglichem Erfolge, bilden. Daß aber Lazarus für eine jüdische Wiederbelebung Palästinas, wenn auch nur vom philaiitropischen Gesichtspunkte ai«, das wärmste Interesse hegte, war bei einem Manne seiner urjüdisclicn Erziehung, seiner umfassenden jüdischen Gelehrsamkeit und seiner restlosen Treue zu Juden und Judentum selbstverständlich. In seinem handschriftlichen Nachlasse befinden sich wertvolle Belege hierfür, die ich an anderer Steile*) mitteiie» werde. Hier sei nur eines sehr interessanten Briefwechsels gedacht, der 1876 zwischen Lazarus und dem Exccuüv-Comite des ״Board of Delcgatcs of American lsraehtes“ geführt wurde. Das letztere hatte am 31. Juli 1876 aus New York an Lazarus, der ja noch aus der Zeit der in Amerika mit größtem Interesse verfolgten Synoden dort wohlbekannt war, als dem Präsidenten eines nicht näher be- *) In meinem demnächst erscheinenden Buche ״Moritz Lazarus* Biographie als Jude“. . wo! den, d a fl m a n d f 1־ drei verschiedenen Zwecke der G ru p pc n a r Is c i t, nämlich die Akkord- ,11 ׳׳ ׳׳ p p e f 11 r 11 i c 1111 a 1111 w i r ie 11 n f 11 i c 11 e Arbeit, die f > k k 11!1 a t i o n g r 1t p p e f ü r vor ü b e r g c ii ende oder v ס r bereit 0 1111 e landwirtschaftliche Arbeit e n und die Siedler g r u ק p c für permanente landwirtschaftliche Arbeit nicht ausc i n a nd e r!1 ii i j. Insbesondere muß zwischen der Okkup.aiioiisgiiippc mit noch nicht konsolidierlem Mitgliederbestand und der permanenten lanilwirlscliaftlichcn Siedler- {’,nippe mit konsolidiertem Mitgliederbestand scharf׳ unterschieden werden. Es kann Vorkommen, daß aus der Okkupationsgruppc im Verlaufe einiger Jahre durch einen dauernden Ausleseprozcß die permanente Siedlcrgnippc hcrauswächst. Aber das braucht durchaus nicht die Regel zu sein. Eh ist absolut unzulässig und gefährlich, mit Okkupationsgruppen mit zufällig zusammengewürfelten Mitgliedern und mangelnder landwirtschaftlicher Erfahrung irgendwelche Vereinbarungen bezüglich ihrer Auskeilung zu treffen. Nur solche Gruppen, die nach mehrjährigem Zusammenarbeiten bereits einen konsondierten Mitgliederbestand mit landwirtschaftlicher Erfahriing haben, dürfen für permanente landwirtschaftliche Siedlung׳■ in Betracht kommen. Wenn in.an envägt, daß in jedem europäischen Dorfe die Erfahrung vieler Generationen uicdergelegt ist, daß durch die Blutmischung zwischen den einzelnen Familien des Dorfes eine gewisse Gleichmäßigkeit der Mentalität erzielt ist und daß eine tausendjährige Tradition das Verhalten des Einzelnen fast bis in die kleinste Kleinigkeit des täglichen Lebens Zwangsläufig bestimmt, so wird es klar, wie notwendig cs ist, bei unser» Ansiedlern, die gänzlich traditionslos von den vcrschiedeiisfen Ländern Europas nach Palästina zusammenströmen und hier beim Aufbau einer Siedlung Zusammenarbeiten sollen, irgendeine» E r s a t z f ii r d i c s c tausendjährige T r a - d i t i 0 11 c 11 r ס p ä i s c 11 c r Siedl u 11 g c n zu schaffen. Die Erfahrung in der jüdischen Kolonisation iu Palästina, so kurz sie ist, hat bisher bereits eines bewiesen, daß diejenigen Siedlungen an inneren Zwistigkeiten zugrunde gehen oder in ihrer Entwicklung ungeheuren Schaden leiden, in denen nicht wenigstens ein Kern von ßkichstrehendcn Elementen vorhanden ist, die der Siedlung den Ton gehen und an welche sich die übrigen Elemente assimilieren. Keine Siedlung wird Bestand haben, i 11 der einzelne Siedler nach Wunsch und Willkür einer Kolonisationsbcbürde ohne Rücksicht auf i h r e n inneren sec- I i s c 11 c n Z u s a tu m c n h a n g zusainmcngcbracht w 0 r d eu sind. Die unvermeidlichen Disharmonien unter den Siedler» werden jede» Fortschritt verhindern. Hier leistet die Kwuzah den unschätzbaren Dienst, daß sic durch ailmähliehe Elimination der unpassenden Elemente einen Kern von glcichstrebcnden Menschen schafft, welche untereinander harmonieren und dadurch auch in die neue Siedlung einen besfimmten Geinciugcist hiueiiihringon, der dann für die später IlinziikoninH'iiden Tradition und Gesetz wird. Palästinensisch« R<־$ernr.?1 «1m1 |Ms«hes Erzfehnngswerk bi einer Ansprache, die Sir Gilbert Clnytnn letztens im Tel Avi'.ve; Gymnasium .hielt, denU'ie er an. daß er sich mit dem Gedanken beschäftige, auf welche Weise die Rcgierun״ an der finanziellen Last des jüdischen Erziclmngs* Werkes, die jetzt ausschließlich von der Zionistischen Organisatie» und der palästinensischen Judcnhctt getragen wird, teilnehmcri könnte. Die Iff.migraflon Der Bericht des Inimigrnlionsdeparfeinenfs der palästincnskch-zionktkcheii Exekutive weist auf die Zunahme der jtklisehe» Einwanderung hin. Im Juli wurde die vom Keren n.ajessnd für Einwanderung bewilligte Monafssummc wiederum überschritten. Die Ausgabe belief sich auf £E 2809. ״Es ist klar, daß die Kosten der, Immigraiioiisdepartcmcnts nicht von uns reguliert werden können, sondern sich automatisch vergrüssern, wenn, wie iu den letzten Monaten, eine größere Einwanderung Platz greift,“ berichtet der Schatzmeister der P. Z. E. linier den im Juli nngckomnienen Immigranten hcfanden sich 300 Familien, 1039 Personen umfassend, ferner eine große Anzahl lediger Clialnzim. 600 Immigranten stellte Polen, 307 Rußland, S1 Ade», 72 Griechenland, 68 Bulgarien, 32 Amerika. Charakteristisch für den Juli war das plötzliche Anwachsen der Einwandererzahl aus 'Rußland und Saloniki. Von Rußland kam ein direktes Schiff ans Odessa, die ״Noworossisk", mit 107 Immigranten. zeichneten Berliner ״Israelitischen Coiniids“ ein längeres ,.schreiben gerichtet, in welchem ihm mitgctcilt wird, daß der Board beschlossen habe, .:.ich mit den europäischen Organ!• saiionen zwecks gemein :er Arbeit fiir die Besserung der tage der Juden iu Pa’״, . t.i in Verbindung zu setzen. Der Board lehnt das Almosenwesen ab, will sich jedoch an der Errichtung und Erhaltung von Waisenhäusern, Spitälern und Alters- und liivalidcnhcimcii beteiligen. Desgleichen an einer Ackerbaiiscliule in Jaffa und sonstigen Maßnahmen mr mora-!Lehen, ״visu•('» und materiellen Hebung. Fr wünscht ein gemeinsames _ Vorgehen in London, damit die Montefiorc- Siiitiing i» diesem Sinne auxgeslaUct werde. Ein entsprechender Plan sollte a’Usgcarheitet werden. Lazarus' großes Interesse a» der Sache bekundet sich schon darin, daß er in einem nenn engbcschrichcnc Seiten um fassenden Bride vom 29. Septendier hierauf antwortete und von diesem eine eigenhändige Abschrift znrückbchiclt. _ Er sagt da u. a.: ״Zwar kenne ich die Zustände im heiligen Lande nicht aus eigener Ansfhnmmg; aber nach allem, was ich darüber gelesen, gehört, erkundet habe, hin ich davon überzeugt, daß: solange mau in der halben Welt hei den Juden für Palästina sammeln und das Geld nach jetziger Art verteilen wird, so lange kt die Heilung der tiefen moralischen und ökonomischen Schäden daselbst erschwert. Gewiß waren und sind alle oder doch fast alle, welche diese Sammlungen veranstalte», von der edelsten Abricht ״!•Rillt. .Aber indem sie sich von Frömmigkeil und Mitleid allein leiten lassen, haben sic unbewußt Schäden licrbcigcführt, welche schwer zu heilen sind ... Wir stehen eben in Palästina vor einem entsetzlichen, vor einem jede» Entschluß lähmenden Dilemma. Sollen wir die armen Leute verhungern lassen? Antwortet man darauf mit Nein und verteilt Almosen an die Bedürftigen, dann wird der Strom <ter Einwanderung von neuen Bedürftigen nicht aufhören. Ich bin gar nicht der Meinung, daß alle die russischen, polnischen usw. Juden, welche hingeheii, nur das müßige Ahnosenlcbcn suchen; icli glaube gern, daß fromme Sehnsucht sie nach dem heiligen Lande treibt. Solche Gesinnung Ist rührend; aber sie ist durch den Erfolg ein Unglück; für die Leide selbst und für die anderen. Denn jetles vernünftige Unternehmen, die Leute wahrhaft zu unterstützen, d, 11, sie zu selbständigen Mensche•« zu machen, die sich durch eigene Arbeit ernähren, wird dadurch . geschädigt, fast unmöglich {!ן 0 Danatn I.ir den K. K. L von 1k׳r Jernwiluiicr Zentrale Parole, hi׳! Beseh-i lrc;ettan:1ll _ >1111:1111 zu erwerben, wird dank der Energie ,ins aihniihlich zur Wirkluhl'.cit. Wie Diese :cgebeiH' des K, K, 1, 1iä? in ne 1! M. M. U s sן in alle» La;; ß die Usxkchki» bisher zwecks Entfaltung einer heeom1;,r1; i>ropa״amia für den K. K. L. besucht hat, leitet der Vur manu *der praktischen Arbeit in Palädina seine Arbeit!׳ Deutschland durch Abhaltung einer Konferenz der dem sehen Vertrauav-i ute des Nationaihmds ein. Sonntag, g, LI September, findet diese Konferenz in Leipzig im Bei״־ der Din ktorrn des Keren Kajenietli, Adolf Böhm, p Ifantke, S. Schocken, Hermann Struck und Pr0 War bürg statt. Dan Hauptryferat wird Herr Ussisehka über Unser Aufbainve rk“ halten. Die Teilnehmer ,1: der Konferenz werden Gelegenheit haben, ר»ה hcrole:;«:; Munde über die nächsten Aufgaben in Palästina, insheson. dere soweit hierfür der K. K. L. in Frage kommt, Kcnnir.״ zu erlangen. Die Beratungen der Konferenz sollen der Werbe. täti״kcit' in Dcutrchl.md erneuten Impuls verleihen und e״, Arbeit für den National fonds, der hier immer besonder׳: Aufmerksamkeit geschenkt wurde, in noch stärkerem Mall: in den Mittelpunkt der ziom-.tkehen «pferwdligkcit rücken. Es erübrigt sich, über die Bedeutung des Keren Knjcmctli und über die Wichtigkeit der ausgegebenen Parole in Deuts:::. Land viele Worie zu machen. Von D •uHchlaud ging die Idee der Schaffung des National'!»!'.!‘! durch Prof. Hermann Schapira ans, in Deutschland sind die ersten orgnni• satorkchen Maßnahmen für diesen Fonds beschlossen und in die Tat imvges'izt worden. Wir Rind überzeugt, daß Cs Herrn Ussischkin sowohl in Leipzig wie auch in den Orten, Hamburg und Frankfurt a. M., die er aiitziisuclien gedenkt, gelingen‘’ wird, gute Arbeit zu leisten und der von ihm vertretenen Aktion den größten Erfolg zu sichern. Die dcut sehen Zionisten heißen Herrn Ussischkin willkommen und werden ihm, dem verehrten Vertreter der alten zionistischen Garde, willig Gefolgschaft ■leisten in seiner unermüdlichen Arbeit für den Nntionrilsciiatz des jüdischen Volkes, Konllntienlvcrplltdifnngea fiir den J. M.*F. Herr M. M. Ussischkin sprach anläßlich seines Be- Ruches in London auf einer Konferenz der aktiven Zionisten Englands und erzielte, daß dieses Land ein JahrcskonLn• gent' von h 20.000 (beginnend 1. Oktober 1921) übernahm. Auch in Frankreich gelang es, eine Aktion für die Samm• Iuiig von 300000 Frcs. zu sichern. Amerika hat sich zur Aufbringung der imposanten Summe von 500000 S bis Ende Dezember 1924 verpflichtet. Kanada hat ein Kontingent zur Erwerbung von 1000 acres (4000 Dun,am) übernommen. Der Kaufpreis dieser Fläche beläuft sich auf ungefähr 20.000 L. Details über den neuen lantlkanl Ein vom Hauptbüro des Keren Kajemeth verbreiteter Ar• fikcl über den neuen Lmuikauf von 40.000 Dunam enthält folgende Details: Der größte Teil der neuen Böden, rund 30 000 Dunam, schließt sich südlich an den 19 000 Dunam großen KKL-Komplex Nahalal an, so daß im Westteil des mittleren Emek ein geschlossener Block jüdischen Bodens von rund 50000 Dunam entsteht. Durch den Kauf weiterer 3000 Dunam schlägt der KKL. zwischen seinem Boden Djimljar (-1173 Dunam) und Ruh-el-N.asra eine Brücke; dieses samt den früher erworbenen KKL.-Böden Tel Adas und Merchawja (zusammen 22000 Dunam) sowie der Boden der ״Zion Com• monwealih“ Und des ״Meschck“ in B.alfouria und -Afeile (30 000 Dunam) ergehen nunmehr einen zentralen Block von <•0000 Dunam. Schließlich erweiterte der KKL. seinen Os!• block Nuris durch Zukauf von 6000 auf rund 35 000 Dun.ar.. Hmzugercchnct Jndiur, das weiter gegen Haifa zu liegt uni 15 000 Dunam umfaßt, davon 3800 Dunam KKL.-Boden, steigt der jüdische Besitz landwirtschaftlicher Böden Im Emek aut rtmd 160000 Dunam, wovon allein 117 000 auf den KKL entfallen. Tonrislcn ans Italien 7,n Besuch Die angekündigte Gruppe von Juden aus Italien kt I« Palästina nngckmgt, um den Aufbau des Lamlcs mit eigenen Augen zu sehen. Die Fahrt wurde von der Lnnilcssammcktellc des Keren Knjcmctli organisiert, deren Leiter im Früh• jalir so tiefe Eindrücke von Palästina gewonnen hatte, daß er Touristciifrihrten dahin als das beste Propagaiulamittcl. erkannte. Der Grupne gehören an; der Advokat G. Pacific!, Herausgeber der Wochenschrift ״Israel“; Prot. Bonaventura von der Universität Firenze und der Schriftsteller Osif F ely ne , der einen Palästina-Roman plant. Die Gäste wurden in Tel Awivv von einem Vertreter des KKL.-Hauptbüros empfangen,welches auch alles für die Fortsetzung der Reise vorgekehrt hat. pber n! u die Sii« die hebe!.״ihr ßr of v;1:n v* 1( Sr;t nub Kon kaic den dem jiiac ein halt um Bath «cg t’hc! sali״ aucl kon Ero nur sot» sali• pen Ivel aus stäi Pas nid Rc« (an teil Erz zur mi! rüe Ex: wii dci Ins Ku di« sei Sei «iE ob ku saj Le fii: JIU ku Wl Al Sd 11« m! eil d< d< ü l 10 dl ln lb vv d! w 11 I» N h h v» gemacht.“ Es folgen nun längere Ausführungen hierüber, und dann fährt Lazarus fort: ״Soilcn wir nun die Hände in den Schoß legen? Fern sei cs von mir, das irgendeinem zu raten, den sein Herz nntreibt, etwas zur Besserung dieses beklagenswerten Zustandes zu tun ... Obwohl nur schwer und langsam würde eine Besserung nur möglich sein durch Bildung eines UnierstiUziingsvereins, welcher folgende Zwecke ungetrennt verfolgt: 1. Schulen für die Kinder, ganz auf die Ausbildung ein• fachsfcr Art berechnet, wie sic die künftigen Handwerker, Industriearbeiter und Landbebaucr nötig haben, mit frühen Anleitungen zu körperlichem Hebungen und Arbeiten, Zeigen sich unter den Knaben besonders begabte Köpfe, so sollen sie ins Ausland .auf diejenigen Schulen geschickt werden, für deren Besroiderheit ihre Begabung passend scheint (Handels-, Gelehrte- oder Gewerbeschulen). 2. Die Waisen sollen womöglich alle ins Ausland geschickt, wo es geschehen kann, von Familien adoptiert, sonst öffentlich erzogen werden. Die in Palästina bleiben, sollen mit den andern Kindern die gleiche Schule besuchen. 3. Sobald ־ die Kinder die Schule verlassen, sollen sic in irgendeine Lehre getan und zugleich mit geordnetem Fortbildungsunterricht versorgt werden. 4. Die Lchrhcrrcn sind eben die Handwerker, Landpächter und Industrielle, welche in einer festen und stetigen Beziehung znm Untc־stiifzungsvercln stelle«. 5. Bei diesen finden auch die Erwachsenen ihre Arbeit. Für seine Arbeit empfängt jeder nach dem Maße sein« Fleißes und auch seiner Geschicklichkeit den Lohn, so bcrcchnet, daß er mäßig und anständig davon leben, im günsiigen Falle sparen kann. Möge der Unterstützingsverein noch lange mit Unterbiianz arbeiten, er wird vollen Segen stiften, wenn alle Arbeiter von ihrer Hände und ihres Geistes Werk durch seine Vermittlung leben.“ Er stellt dann noch für die Aus• ft1hntt1£ diese* Planes die Eeilin^un״ :״Es müssen sich weflifp stens zwei bis drei ganz geeignet(; Männer finden, die ihn mit den Mitteln, welche ihnen zur Verfirnung gestellt werden, ausfuhren und dazu nach Jerusalem gehen wollen. Geeign*!* Männer aber «uid nur solche, welch« t t i! r f 4 I 1 t 1 « I « I i i 1

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