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Jüdische Rundschau · 1924-09-12 · Heft 73 (12.9.1924) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 73 (12.9.1924)
Date
1924-09-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Diese Gegnerschaft bekam noch Nahrung durch den Bericht von Prof. Mcad, des hervorragenden Sachvcrständigen, der sich gleichfalls skeptisch über die Mögiichkeit des Gcl'ngciis kollektivistischer Siedlungsformcn iiußcrt. Allerdings muß, der Gerechtigkeit zuliebe, festgestellt werden, daß Mcad die kollektivistischen Siedinneren in Palästina, vor altem die Kwuzoth im Emek Jcsrccl und in Galiläa, nicht gesehen hat, also nur aus seinen in anderen Ländern gewonnenen Anschauungen urteilt, ohne Berücksichtigung der speziehen Bedingungen unserer Kolonisation. Gerade diese speziellen Bedingungen, über die die oberflächliche, oft auch vorurteilscrfülltc Polemik leicht hinweggeht, setzt Dr. Ruppin in seinem Aufsatz auseinander. Red. Kein anderes Problem in der Kolonisation hat so viel Diskussionen hervorgerufen, wie das Problem der Kwuzah. Ihre Lobredner und Gegner preisen oder tadeln sie mit derselben Glut. Wir wollen, bevor wir auf den Charakter der Kwuzah und ihre Vorteile und Nachteile eingchcn, in wenigen Worten ihre Geschichte erzählen. Die Kwuzah entstand nicht als ein beabsichtigtes soziales Experiment. Vielmehr waren die Ursachen, welche vor i5 Jahren zu ihrer Begründung führten, dreierlei Art: 1. Die Zionistische Organisation verfügte über keinerlei Mittel für die Zwecke der Kolonisierung von Einzclpcrs 0 n e n nach dem Muster der Rothschild- und Ica-Kolonicn. Es gab drei zionistische Institute, welche einige Mittel besaßen, nämlich der Jüdische Nationalfonds, die Oelbaumspende und die Palestinc Land Development Co. Von diesen Institutionen batte der K. K. L. nur den Kauf von Boden zum Ziele, die Orlbmimspende die Anpflanzung von Bäumen, die P. I״ D. C. den Erwerb und die Wcitcrvcräußcrung von Boden. Zur Kolonisation im eigentlichen Sinne des Wortes war keine dieser Gesellschaften bereit, und die Gründung der ersten zionistischen Farmen in Kinereth und Huldah im Jahre 1908 war nur auf einem Unnvege möglich, nämlich dadurch, daß der K. K. L. seinen Boden der P. L. D. C. bzw. der Oelbaumspende in Erbpacht gab und diese Gesellschaften auf dem Boden landwirtschaftliche Betriebe errichteten, die P. L. D. C. in Kinereth, die Oclbaumspcnde in Benschemen und Huldah. Aber der Zweck dieser Betriebe konnte gemäß den Statuten der P. L. D. C. und der Oclbaumspcnde nicht die Ansicdlung von Kolonisten sein, sondern das Ziel war bei der P. L. D. C. die Aiuelioratlon und Bewirtschaftung des Bodens mit dem Ziele eines Reingewinns und eines späteren Weiterverkaufs; bei der Oclbaumspcnde die Anlage von Pflanzungen. — Für diese Aufgaben war die Begründung einer Farm (Großbetrieb) der einzig mögliche Weg. Die Kolonisierung einzelner Siedler konnte dafür nicht in Frage kommen. 2, Die Kolonisierung einzelner Leute war auch deshalb unmöglich, weil cs zu jener Zeit in Palästina an landwirtschaftlich vorgebildcfcn Leuten, die zur Ansicdlung als Einzelkolonhtcn geeignet gewesen wären und denen man das zur Ansicdlung notwendige Kapital hätte an vertrauen können, mangelte. Auch Frauen, die den Siedlern richtige Hilfe in der Wirtschaft hätten leisten können, waren nicht vorhanden. Es fehlten somit die wichtigsten Voraussetzungen für ein Ge- Engen der Einzelwirtschaft. Nur der Farnibetrieb, in welchem die Leute als Arbeiter von einem Administrator oder von einem sclbstgcwähltcn erfahrenen Vormann oder Komitee ihre Anwehungen erhielten, gab einigermaßen Sicherheit dafür, daß die investierten Gelder nicht verloren gehen würden. Diese beiden Ursachen, der Mangel an Mitteln und der Mangel an geeigneten Ansiediungskandidafen waren bcstimmend dafür, daß die ersten Ansicdlungsvemiche der Zionisiisehen Organisation nicht die Form der Einzclkolonisation, wie sie die Ica in ihren untcrgaliläischcn Kolonien besaß, sondern die Form des Farmbetriebs annahm. Im Anfang unterstanden die Farmen einem Agronomen als Administrator. Es zeigte sich jedoch bald, daß dieses System schwer aufrecht zu erhalten war. Es fehlte an jüdischen Agronomen, welche neben landwirtschaftlicher Erfahrung auch Verständnis für die nationalen Ziele unserer Kolonisation und für die Psychoiogie der revolutionären Jugend hatten, die aus Rußland nach Palästina kam. E>er Administrator hatte vielfach die Tendenz, den schwor zu behandelnden und landwirtschaftlich unerfahrenen jüdischen Arbeiter durch den gefügigen, billigen und landwirtschaftlich erfahrenen arabischen Arbeiter zu ersetzen. Das rief den schärfsten Widerstand der jüdischen Arbeiter hervor, die in den Farmen den einzigen Weg hatten, auf dem sie sich eine landwirtschaftliche Ausbildung aneignen konnten. Ein zweiter Mangel war, daß der Administrator nach dem Muster europäischer landwirtschaftlicher Großbetriebe die Arbeiter nur als Lohnarbeiter behandelte und ihnen keinerlei Mitbcstimmungs- oder Mitberatungsrecht in der Führung der MTrtscliafi einräumen wollte, während es den Arbeitern gerade darauf ankarn, als Schaffende an der Entwicklung der Wirt- Schaft mitzuarbeiten. Die Verhältnisse spitzten sich so zu, daß bei einem Streik, der im Jahre 1900 In Kinereth ausbrach, der einzige Ausweg war, die erfahrensten Arbeiter der Farm der Unterordnung unter den Verwalter zu entziehen und sie auf einem Teil des Bodens in Daganja als be- •ondere Gruppe mit eigener Verantwortung anzusiedeln. Der Vertrag, der mit der Gruppe ln der Hitze des Streiks ab- I geschlossen wurde, enthält nur die wenigen Punkte, daß die I sieben Mitglieder der Gruppe einen Miniinalbctrag als Monatslohn erhalten (weniger als der sonst übliche Lohn) und ,1110er- | dem die Hälfte eines eventuellen Reingewinns aus der Wirtschatt.; ■ ן Diese in Sturm und Drang geborene erste Kwuzah Dngauja I bat besonders durch die Tüchtigkeit ihrer Begründer und I durch den Geist des leider zu früh verstorbenen Joseph I Bussel auf den weiteren Gang der Kolonisation einen großen Einfluß nusgeübt. Im Jahre 1910 wurde ein zweiter Schritt getan. Auf Initiative von Franz Oppenheimer, für dessen Ideen llcrzl I schon im Jahre 1903 aufs wärmste eingetreten war, wurde I in Mcrchawjah eine Farm begründet, um den Oppenheimer- I sehen Pia״ einer landwirtschaftlichen Sicdlungsgcnosscnscliaft 1 zu verwirklichen, Oppenheimers Idee war, daß cs notwendig I sei, in der Landwirtschaft den Großbetrieb bcizubclialtcn, I weil dieser große ‘echnischc Vorzüge gegenüber dem Klein- I betrieb hat, daß cs aber zugleich notwendig sei, ln diesem I Betrieb nicht Lohnarbeiter, sondern ״Genossen“ zu bcsclmftigen, welche die Eigentümer des Großbetriebes sind oder allmählich werden. Oppenheimer wollte auf diese Weise die Uninteressiertheit des Lohnarbeiters an dem Schicksal des Betriebes überwinden. Die Genossen-Arbeiter sollten als zaikünftige Eigentümer des Betriebes zu ihm dieselbe enge Beziehung haben und das Inventar des Betriebes mit derselben Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit behandeln, mit welcher der Bauer seinen eignenen kleinen Betrieb verwaltet. Die Farm Mcrch.iwjali wurde in den ersten Jahren nach ihrer Gründung, welche der Vorbereitung der eigentlichen Siedlung!- I gcnossciischaft dienen sollten, durch einen Agronomen verj wallet. Es ergaben sich bald die mit dem Administrations- י System verbundenen Reibungen zwischen dem Administrator und den Arbeitern, die noch dadurch verschärft wurden, daß die Arbeiter nicht ein homogenes Element darstcllteti, sondern aus verschiedenen Teilen Europas stammten und unter sich selbst nicht einig waren. Als der Weltkrieg ausbrach, war es nötig, das Administrationssystem aufzugeben. Die Arbeiter bildeten eine Kwuzah mit einem von ihnen 6elbst gewählten Komitee, die nach mehrfachem Wechsel der Mitglieder sich schließlich konsolidiert hat und die sich heute in einer ziemlich befriedigenden wirtschaftlichen Situation befindet. Während und besonders nach der Eroberung Palästinas durch die Engländer vermehrte sieb die Zahl der Kwuzoth beträchtlich, weil die hohen Lebensmitteipreise die Ausnutzung alles verfügbaren Bodens erheischten. Die Kwuzah blieb, wenn man die ersten Versuche mit Administratoren aus den Jahren 190S—1910 außer Betracht läßt, bis zum Jahre 1921 die einzige Form für die zionistischen landwirtschaftlichen Siedlungen. Die Gründe für dieses Festhalten an der Oruppen- Siedlung gegenüber der Einzelsicdiung können folgendermaßen zusammengefaßt werden: 1. Die Ein/elansiedlung verlangt, daß der Siedler die Landwirtschaft in allen ihren Zweigen gründlich kennt und dadurch Gewähr für die richtige Führung seiner Wirtschaft bietet. Solche Kandidaten für die Siedlung waren in nennenswerter Zahl nicht vorhanden. Die Gruppcnsicdlung hatte den Vorteil, daß die einzelnen Mitglieder ihre Erfahrungen und Kenntnisse in den einzelnen Zweigen der Landwirtschaft erganzen konnten. 2. Der Einzclsicdlcr erlangt, sobald er auf einem bestimmten Boden «mgcsicdclt wird, feste Rechte gegenüber der Zionistischen Organisation. Wenn er sich später als ungeeignet für die Ansicdlung erweist, ist ca schwierig oder unmöglich, ihn von dem Boden zu entfernen. Bei der Gruppen* ansicdlung ist der Zusammenhang der Oruppc mit dem Boden viel loser. Es ist viel leichter möglich, entweder die ganze Gruppe aufzulösen, oder sie durch einen Wechsel der ungeeigneten Mitglieder zu reformieren. 3. Die Gruppe Ist, wenn sic einen Keim von tüchtigen Mitgliedern hat, eine unübertreffliche Schule, um die Fähigkeilen der einzelnen Mitglieder zu erkennen und ungeeignete Elemente auszumerzen. Dieser Prozeß der Eliminierung und Auslese ist für die jüdische Kolonisation von allergrößter Bedeutung, Unsere jungen Leute kommen nach Pai.istina voll Begeisterung. Sic überschätzen im Rausch dieser Begeisterung häufig ihre Kräfte und ihre Fähigkeit, sich in das landwirtschaftliche Leben cinzustcllcn. Nur durch die harte Schule der Arbeit und durch die Kritik, welche die Genossen untereinander üben, ist es möglich, die Tüchtigen von den Untüchtigen zu unterscheiden und den Nur-EnthUsiasten zu überzeugen, daß Enthusiasmus allein ln der Land- Wirtschaft nicht genügt, sondern daß körperliche Kraft und Geschicklichkeit, sowie die Fähigkeit zu Entbehrungen dazu kommen muß. Wenn heute die Tüchtigkeit der landwirtschaftliclien Arbeiter in Paliistina unvergleichlich viel höher ist, als vor 10 und 15 Jahren, so ist das in erster Linie dem Elimin,ilionsprozeß in den Kwuzoth zuzuschreibcii. Von den Tausenden, welche durch die Kwmzoth hindurchgegangen sind, ist ein großer Teil, vielleicht die Mehrzahl, ausgeschieden worden. Die Zurückgebliebenen sind diejenigen, welche die Feuerprobe in den Kwuzoth Überstunden haben. Die Kwuzah kann mit Recht als die Ge burtsstlttc des jüdischen landwirtschaftlichen Arbeiters In Palästina bezeichnet werden. Ein gewisses Maß von landwirtschaftlicher Ausbildung hat sich zwar ein Teil der Chahizim schon in Europa .׳»»geeignet. Aber es ist in allen Fällen für Palästina ungenügend. Besser ist die Ausbildung, welche den jungen Leuten in der landwirtschaftlichen Schule in Mikweit Israel zuteil wird. Aber diese Schule hat erst seit dein Amtsantritt ihres jetzigen Direktors Krause kurz vor dem Weltkrieg Fühlung mit unseren Kolonisation•(, bestrebungen gewonnen. Sic war dann durch den Krieg zum Stillstand verurteilt und hat erst in den letzten zwei bis drei Jahren wieder ausgrbiklctG ״Zöglinge entlassen. 4. Die Gruppcnsicdlung verlangt i in Be* ginn weit geringere Mittel als die Einzel- Siedlung. Das grolle Wohnhaus der Gruppe und der große Stall find verhältnismäßig billiger als eine entsprechende Zahl von Einzelhäusern und Finzclställcn. Auch die An- Schaffung des Inventars stellt sich billiger. Bei den ungeheuer kleinen Mitteln, mit denen die Zionistische Organisation bis nach dem Weltkrieg zu arbeiten halte, war dieser eine Grund bereits genügend, 11m der Gruppen,msiedlung den Vorzug zu geben. Es war ,gar nicht möglich zu fragen: Gruppcnaiisicdlung oder Einzclansiedlung?, sondern es hieß: Gruppenansicdlung oder gar nichts. Die Gesamtausgaben, welche von allen zionistischen Instituten zusammen (National* fonds, P.L. D. C., Oclbaumspcnde, Sicdlungsgcnosscnscliaft)' für die landwirtschaftliche Kolonisation ausgegeben wurden (ohne den Bodenpreis), betrugen in den Jahren 1903—1914 insgesamt noch nicht 20000 £! Und selbst dieser geringe Betrag stand nicht für beliebige Zwecke der Kolonisation zur Verfügung. Hätte er h diserction verwendet werden können, so wäre es vielleicht das Beste gewesen, ilm für die Ausgestaltung eines landwirtschaftlichen Schulnnd Versuchs* Wesens zu verwenden. Aber das war unmöglich, weil die eben erwähnten Institutionen ihre Gelder für bestimmte Zwecke (Bepflanzung mit Bäumen, Gründung einer Farm, Amclioration und Parzellierung von Boden) zu verwenden halten und die Beschäftigung von jüdischen Arbeitern dabei für sie nur als Mittel zum Zweck ln Frage kam. Die ersten Farmen mußten also wider Willen auch die Rolle einer Schule und einer Versuchsstation übernehmen. Die Bedenken, welche gegen die Oruppcnsicdlung und zugunsten der Einzelsicdiung geltend gemacht werden, sind folgende: 1. Der Einzclsledler hat als Eigentümer seiner Wirt- Schaft einen viel stärkeren Antrieb zur Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Er weiß, daß seine Arbeit ausschließlich ihm und seiner Familie zugutckommt, und sein eigenes Interesse zwingt ihn deshalb zu höchster Anspannung seiner Kräfte. In der Gruppcnsicdlung, sagen die Gegner der Kwuzah, fehle dieses Elgcnintcrcsae. Der Tüchtige leide durch die Untiichligkcit anderer Genossen und werde dadurch selbst zur Nachlässigkeit geneigt. Das Inventar werde weniger wirtschaftlich behandelt, weil nicht das Band des privaten Eigentums den Einzelnen mit dem Inventar verbinde. Als die Folgt dieser geringeren Arbeitsleistung und geringeren Wirtschaftlichkeit und Sparsarnkeit erscheinen die Defizite der Kwuzoth. Von den Anhängern der Kwuzoth wird hierauf erwidert, daß untüchtige Mitglieder durch den scharfen Eliminationsprozeß in den Kwuzoth sehr bald ausgemerzt werden und daß die Zurückbleibenden ungefähr den gleichen Standard der Lcistungsfähigkeit haben. Ferner, daß in den Gruppen, sobald sie sich einmal durch mehrjährigen EliniinationsprozeB konsolidiert haben, die Anhänglichkeit an die Wirtschaft und der Eiirgciz, die Wirtschaft auf eigene Füße zu stellen, dieselbe Gewähr für Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit geben, wie das Privatintcrcsse des Einzclsicdlors. , 2. Ein zweiter Einwand ist, daß in den Kwuzoth ein ständiger Wechsel der Mitglieder stattfindet•, daß diejenigen Mitglieder, die gerade etwas lokale Kenntnisse erlangt haben, fortgesetzt durch Neulinge ersetzt werden, die durch ihren Mangel an Erfahrung der Wirtschaft Schaden /»fügen. Diese Unstetigkeit der Arbeiter sei nicht dadurch begründet, daß untüchtige Arbeiter ausgeschieden und durch tüchtige ersetzt werden, sondern sie seien begründet in einem Wandertriebe der landwirtschaftlichen Arbeiter, für die es eine Lockung und ein Abenteuer sei, möglichst jedes Jahr an einen anderen Platz zu ziehen. 3. Gegen die Gruppcnsicdlung wird ferner ei »gewendet,' daß das von der Gruppe gewählte Komitee, das die Wirtschaft leiten soll, hierzu keine genügende landwirtschaftliche Er-1 fahning besitze und daß dadurch häufig schwere technische Fehler begangen würden. Es ist nicht zu leugnen, daß in der Tat besonders im Beginn der Kolonisation die Leiter! der Kwuzoth häufig nicht auf der Höhe ihrer Aufgabe standen.j Die Zahl der landwirtschaftlich erfahrenen Arbeiter war da-4 innls überhaupt sehr klein und so waren nicht immer geeignete- Leute für die Leitung der Kwuzoth vorhanden. In dem Maße,1 in dem inzwischen die Zahl tüchtiger landwirtschaftlichen; Arbeiter gestiegen ist, ist auch die Leitung der Kwuzoth besser geworden. Die Leiter der Onippen in Daganjah,׳ Kinereth, Mcrchawjah, die von den alten Kolonisten vo*( zehn Jahren als unerfahrene junge Leute über die Achsel! angesehen wurden, werden heute mit Respekt behandelt und ihre Wirtschaftsbctricbc haben sich technisch sehr gut entwickelt. Allerdings ist es klar, daß die Fähigkeit auch des tüchtigsten landwirtschaftlichen Arbeiters zur Leitung einer Farm Orenzen hat. Wir glauben, daß seine Fähigkeiten zun Leitung einer Farm, in der 20—30 oder 40 Mitglieder arbeiten, ausrclcht, besonders wenn die Farm in technischen Fragen auf die Hilfe der Versuchsstation und der von ihr gesandten Instruktoren rechnen kann. Je größer aber die Wirtschaft wird,; um so schwerer wird es sein, aus den Arbeitern selbst geeignet(*! Wirtschaftsleiter zu finden. Die große Kwuzah, die jetzfi von einem Teil •der palästinensischen Arbeiter gegenüber! der kleinen Kwuzah als die bessere Form empfohlen wird! hat in dieser Schwierigkeit, für sic die richtigen Leiter zu( 1 finden, ein schweres Bedenken gegen sich. [ 4. Ein vierter Einwand ist der, daß, wenn die Form der j Kwuzah für junge Leute, Insbesondere für Unverheiratete, zu' rechtfertigen sein mag, es doch niemals vorauszusehen ist^ ן ob die Fort» der Qruppemledtuog noch aufrechterhalte«1

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