Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 62 (5.8.1924)
- Date
- 1924-08-05
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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/ Seite ■H8 Zur Frage <1״• Rcorga 11 »6atIon der Vcrwaliu ng in Palästina schläft der Redner vor, cs mögen die!־ein wirisclmftliehen Angelegenheiten ans der Tätigkeit der Exckulive .1 11 :geschaltet werden. Jeder \V i r t s c 11 a f t s z \v c i g soll U urc 11 eine ei g e 110 K ö rpe rs c 11 «1 f t v e rwaltet werden, jede dieser Körperschaft״! soll außer einem Manager mul einem Direktorium einen Governor haben, der Mitglied der Exekutive ist. Die VcrwaUuntT der Laadwirl.-in :1 soll dtireh einen Kok>nr.,1׳IF>11sfo1uls erfolgen. Redner schließt mit einem Appell, das eigene Werk nicht »1 tiiiteischäizeu, gernüe in dem Moment, wo cs bei anderen sich Respekt erzwingt. Hierauf wird die Budget-Debatte zu Ende geführt und sodann das vorges e 11 r i e 1> c 11 c Budget c 11 bloc angcnoinmc 11. Im Zusammenhang mit dem Budget werden eine Reihe von Resolutionen angenommen, die bereits oben zusammenhängend wiedergegeben wurden. Auf einen Antrag des Misradii, dali bei allen Arbeiten die 111 i s r a c h i s t i s e 11c n Arbeiter prozentual b 0 - rttcksichtlgt weiden sollen, gibt van Vriesland namens der Palästina-Exekutive folgende Erklärung ab: ,,Die P.-F. erklärt, daß sie nach wie vor bemüht ist, bei der Ausführung der Budgets in allen Zweigen ihrer Arbeit die Interessen aller Teile der Juden i 11 g 1 c i c 11 m ,« 0 i g c r Weis e zu berücksichtigen.“ Der Misrachi erklärte hierauf: ״Wir erklären hierdurch, daß uns die Erklärung der P.-E. nicht befriedigt, weil bis mm die Misrnchi-Arbciter im ■Departement für die Arbeitsbeschaffung nicht gleichmäßig mit den anderen Arbeitern behandelt wurden. Wir hoffen jedoch, daß in Zukunft die Erklärung der P.-E, in vollem Umfange erfüllt werden wild.“ Der Schluß der Bebaue über die Jcwish Agency Der Vorsitzende stellt fest, daß zwei Anträge vorliegen. Ein Antrag Grün bäum, daß sich die Verhandlungen im Rahmen der Beschlüsse des XII!. Kongresses bewegen müssen und der Antra״ Blumenfcld in der oben wicdcrgcgcbcncn Fassung. Herr Sokolow erklärt namens der Exekutive, daß der Antrag Grünbamn für die Exekutive unannehmbar ist. Kaplan erklärt namens der Hitacluluth, daß ihre Mitgllcder bereit sind, für den Antra״ Blumcnfcld zu stimmen, wem! seitens der Exekutive und des A.-C. feierlich erklärt wi!d, daß bei der Schaffung der J. A. folgende Bedingungen für deren Arbeit .anerkannt werden sollen: 1) Fortsetzung der Immigration, 2) Bodeucrwerb, 3) Ansiedlung sclbstarbcitcnder Elemente, 4) Hebräische Sprache und Kultur; 5) soll anerkannt werden, dal) die J. A. allmählich auf demokratische Grundlage um,gebaut werden soll. Sokolow erklärt, diese Forderungen seien sclbslvcrstündliche Prinzipien, die die Exekutive als ihre eigenen anerkennt. Er versichert, dali diese Prinzipien bei den Vcrhandlungcn zur Geltung kommen werden. In namentlicher Abstimmung wird der An t rag Blu m eil - leid in seinem ersten Teile mit 21 gegen 4 Stimmen bei vier Enthaltungen angenommen. Der zweite Teil wird ohne ,Widerspruch' angenommen. Das Budget der lottfescr Lcllang Lipslcy legt ein Budget der Ausgaben der Exekutive in London vor. Der Gesamtbetrag beläuft stell auf ü 30.000. Herr Lipsky erklärt, daß die Herausgabe einer Halbmonats- Schrift in englischer Sprache geplant sei, neben dem bereits existierenden hebräischen Zcntraiorgaii ״Haolam“. Redner betont die Schwierigkeiten der Exekutive, »In idle Lundes- 11ml Smiderverbünde die S c 11 e k <: I s a in in - Jungen vernachlässigen und die Schekel nicht rechtzeitig ahfülircn. Die Exekutive beabsichtigt, ihre Tätigkeit auf dein Gebiete der Organisation und Propaganda wesentlich zu verstärken, bedarf aber dazu der finanziellen Unterstützung seitens der Organisation, 111 der Debatte kritisiert Dt־. Hantke die Zustande in efer Organisation und wirft der Exekutive vor, daß sie es nicht verstanden hat, die in der Organisation ruhenden Euer- ״len zur vollen Entfaltung zu bringen. Redner bemängelt das Verhalten der Exekutive anläßlich der Angriffe des ״Doar Hajom“ gegen Ruppin; die Erklärung der Exekutive sei zu schwach gewesen und zu spät gekommen, Herr Sokolow wendet sich gegen diese Bemerkungen des Vorredners und betont, daß die Exekutive die Angriffe gegen Dr. Ruppin von Anfang an auf das Schärfste verurteilt hat, Redner wiederholt, daß die Exekutive .Dr. Ruppin gegenüber fiir seine großartige zionistische Arbeit die fre1mdschaillid1stc.il Gefühle der Anerkennung und Dank• barkeit hat. Blumcnfcld fordert die Schaffung׳ einer Propaganda-Abtcilnng in London. Der wichtigste Faktor für die Aufrechterliallung der Organisation ist die Gewinnung neuer Menschen. Die Zionisten, die über den Verfall klagen, erfüllen selbst ihre Pflichten nicht. Hätten alle Zionisten den Kongrcßbcschlnß über ucn Maaßer erfüllt, 60 brauchten wir keine Jcwish Agency, Eine besondere Debatte!•nispimit sich über die Unter- Stützung des Komitees der jüdischen Del eg af io neu in Paris. In der Abstimmung wird beschlösse״, den Budgetpostcii in «ler bisherigen Höhe aufrecht zu erhalten. Ferner wird beschlossen, das Londoner Budget provi* Borisch .111 z 11 nc 11 men mit der Bemerkung, daß die Exekiuive der nächsten Sitzung einen detaillierten ßudgetentwurf vorlcgca soll. * Der Misraciii stellt folgende׳ Anfrage! ,.Wir stellen fest, daß die!Mitglieder der Exekutive die (kuren Dr. 11a 1 pc r 11 und Dr. van Vriesland ., durch die Verletzung des Sabballis die Gefühle des rcligiösen Judentums aufs schwerste verletzt und dadurch der Z. O. und dem Aufbau Palästinas unermeßlichen Schaden zugefügt haben. Wir fragen die Exekutive, was sie zu luiteruelimeii gedenkt, um solche Vorfälle in Zukunft Uiimöglieh zu machen.“ Herr Sokolow gibt daraufhin folgende Erklärung hb: ״,Die Exekutive hat über den in Frage kommenden Vorfall ilircin Bedauern bereits Ausdruck verliehen. Sie ist überzeugt, daß das Taktgefühl der Mitglieder i der Exekutive die Wiederholung solcher bedauerlichen Vorfälle in Zukunft umnöglicli machen wird.“ V/aad Leuürt und Paliislir.a-ExcluiUvc Herr YcHin beantragt, daß dem Wand Lcrnni so wie ן im vorigen Jahre zwei Sitze in dcc Exekutive I cin״cräumt werden. f U I: DIS CHE RUNDSCHAU _ Nach lau'■;״•er Debatte brau,ließt das A.-C., sich über die IcgTcii Bedenken der, KuiigrelSainvaltcs liLnWcgzusct/.en, S ן» r i 11 7,,ו k erklärt, die Majorität der Palik tliu-Exeluiüvc sei für den Antrag, Vriesland namens der Minderheit erklärt, cs sei unzulässig, ,•ms .sentiment,׳ihn Gründen Mitglieder ln der Exekmiw zu haben, die dem Kongreß nicht verantwortlich sind, Die Exekutive würde dadurch an eil in Bndgctfragcti einem Druck ausgesel/.t sein. Schließlich wird der Antrag Yellin nbgclch'nt und ein Antrag M e r e in 111 s k y an g cuoin men , demzufolge die Exekutive In Palästina ermächtigt wird, mit dem Wand l.ciimi wegen einer Regelung dieser Angelegenheit bis zum niiclndeu Kongresse auf folgender Bas« zu verhandeln: Das A.-C. ist prinzipiell bereit, das Recht der Entsendung von ,׳Avei Vertretern hi die Exekutive annicrkcuncn, vorausgesetzt, daß diese zwei Vertreter vom A.-C. in einer seiner nächsten Sitzungen auf Grund von Vorschlägen de» Waad l.eitmi namentlich gewählt werden, liis dahin sollen die Vertreter mit BeraUmgsreclit tcilnchmcn. Der Site der Executive Herr So 1/0 low teilt mit, daß die Exekutive beschlossen fiat, im Prinzip .sich, für die Verlegung der zionisti» sehen Zentrale nach Palästina cinzusctz.cn und das A.-C. zu ersuchen, ein Komitee zur U ntc rs uch u ug der Frage cinzusetzcn, in welcher Weise dieser Vorschlag durchgeführt werden kann. Das Komitee soll dem Kongreß berichten. Inzwischen beschloß die Exekutive einen wichtigen Schritt zu machen durch die Verlegung des Finanz• und W i r t 8 c 11 a f t s r a te s nach Palästina. Dr. H a 1 p c r!1 und Kaplansky werden in nächster Zeit nach Palästina übersLcdeln, Dr. Ruppin wird gemeinsam mit diesen beiden Herren die wirtschaftlichen Abteilungen der Exekutive leiten. Damit wird der Finanz- und Wirtscliaftsrat als Londoner Inslhutkm zu existieren aufhören. la der Debatte sprechen die meisten Redner den Wunsch aus, daß nicht mir die Methoden, soiulcrn auch die Frage der Ucberführung untersucht werden soll. Es wird bc• schlossen, daß die Exekutive selbst für die nächste Sitzung einen Bericht vor lege 11 soll, Dr. Ruppin gibt die Erklärung ab, daß er bereits seit langer Zeit die Wiederwahl nicht annchmcn wollte, da er nach 17jäimgcm Dienst sich eine Zeitkmg anderen uuaufsclüebbaren Arbeiten widmen müsse. Trotzdem habe er auf «lern Kongreß das Mandat wieder übernommen, um die Arbeit in Amerika zu Ende zu führen, Nunmehr sei er bereit, die Ankunft der Herren Haiperu und Kaplansky nbzuwarten, um mit ihnen zusammen zu arbeiten und ihnen all 111 üblich die Führung zu übergeben. Um 3 Uhr früh wird die A.־C,-Sitzung geschlossen. PalasUna-Debatte 1111 eafjllsdieii Unterhaus 111 der Sitzung des Unterhauses vom 30, Juli nachmittags, in der das Billiget des Koloiuaiaintes für den Dienst int Mittleren Osten beraten winde, erklärte innerhalb einer sonst zkmlsten* freundlichen Debatte Lt.-Col. T. Williams (Mitglied der Arbeiterpartei), er sei gegen den Zionismus; die licutlgen Juden seien keineswegs die Nachkommen der einst aus Palästina aus gezogenen Juden und lütten darum keinen Anspruch auf ein Nationalheim in Palästina. Ihr Natioiialhcim sei vielmehr Süd• r 11 lil.׳ind und Z e 111 ra I a 61 e 11. In Palästinn, sagte Gol. Williams weiter, winden die Wünsche der Bcwcluicr des Landes ignoriert. Die Po'.ilik werde anscheinend gemäß den Wünschen der i uteniationalcii Judenhcit geführt. Die Zahl der außerhalb Palästinas wohnenden Juden beträgt cif bis vierzehn Millionen, Auf diese nimmt die Politik in Palästina Rücksicht. Sic basiert auf der im Jahre 1017 licrausgcgehcnen Ilaliour-Deklaratkm. Die Einwohner Palästinas aber 6chiitzcn die Handlungen der Zionisten dahin ein, daß sic darnach streben, eine Mehrheit im Lande zu werden, damit sic alsdann die Regierung übernehmen könnten. Dan Land befindet sich gegenwärtig■ in einem solchen Zustand, daß die palästinensische Bevölkerung sieh sicherlich nach der türkischen Herrschaft z u r ü c ks e 11111. Es handelt sich darum, ob Palästina den Interessen seiner Einwohner oder den Interessen der internationalen Juden dienstbar gemacht werden soll Es ist zweifellos, daß die Idee des politischen Zionismus ungesund, unausführbar und gegen die Interessen der Juden selbst ist. Der amerikanische Gesandte in Konstantinopel, Marge nt hau, mißbilligte die Bestrebungen der Zionisten. Die jetzige Politik winl unverkennbar im Interesse einer bevorrechteten Minderheit geführt. Die Anhänger des Zionismus stützen xielj darauf, daß die Juden aus Palästina stamme״. Ich S1i.11 Arzt und habe 23 Jahre in Rußland, auf der Balkaiilialbinsd, der Türkei, Persien, Indien und Arabien gelebt. Ich habe midi mit der Anthropologie der Juden beschäftigt und war stets von den ausgeprägten kasrciumterschicdeii innerhalb dieser Gemeinschaft frappiert. Voriges Jahr begab ieli mich nach dem nahen Osten, um die spanischen Juden in Saloniki und in Gal atz kennen?11 lernen. Sie tragen deutliche Merkmale verschiedener k.isscnabi.tnmmung. Die Erfahrung mit anderen Rassen lehrt, daß cs höchst miwuhrseheinlidi ist, daß ein in der ganzen Welt zerstreut lebendes Volk sich lange als Ganzen erhalten kann. Nein, diese große Verbreitung des Judentums Ist dem Pras e 1 y t i s m 11 8 znzusclircibeii. Von jüdischen Autoren selbst!;nun man erfahren, daß die in der ganzen Welt zerstreut lebenden Juden N a c 11 kom 111 e 11 von Proselyten sind, Neun Zehntel der Juden leben in Rußland lind in Mittelc•uropa. Nalürlkli fragt man sieh, wie die Juden dorthin gekommen waren. Abermals gibt die Geschichte einen Anhaltspunkt. Es ist eine historische Tatsache, daß 111 SüifruBland das große Reich der Cliazaren, dessen Angehörige sämtlich zum Judentum bekehrt worden sind, bestanden hat, Der Kaiser selbst: und der Add traten zum Judentum Uber, Das Reich erstreckte sich bis an Ucn Kaspischen Sec Und vom Schwarzen Meer bis nach Zcntral-Rußland. Die Jüdische Enzyklopädie schreibt darüber: ״Der Kaiser der Cliazaren mit samt seinen Hofleutcn bekannten sich zur jüdisdnen Religion.“ Die Anthropologie jedoch liefert mehr Beweise. Hier wurde der Redner unterbrochen. Lt.-Col. Ken* wortiiy rief: ״Zur GeschäftsordnungI“ Der Vorsitzende sagte: ״Col. William» hält einen Vortrag aber die Geschichte des Menschengeschlecht«, ober ich denke, er wollte uns Gründe aniühren, weshalb die Politik den Regierung geändert .werden sollte,“ ״ Kr. 62 0,1. Williams erwiderte! ״Es tut mir leid, daß ich mich in Details: ein;el.isse״ habe. Ich bleibe dabei, daß die außerhalb Palästinas wohnenden Juden nicht pa• 1 ä s t i 11 c 11 s I s C 11 c r Rasse sind. Es Id ungerecht, dali mail den Wünschen des <1.15 Land bewohnenden Volkes weniger Gehör schenkt, obwohl des«« N'atkmalheiin tatsächlich Palästina ist, dagegen diejenigen stützt, deren Nationalliciin Palästina niemals gewesen ist.“ * Das Mitglied des Unterh.uisc:! Lic11׳t,-C0I. T. S. Beauchamp Williams ist, wie erwähnt, Mitglied der Arbeiter, n a r t c i und Abgeordneter für den L .1111 b e 111 B c z i r k von K c 11 s I n g t o 11 bei London. Er war viele Jahre lang im Staatsdienst dt» Mittleren Ostens tätig. Er war wegen seiner stark n r o * t ü r k i s c 11 c n Gesinnung bekannt. ״Morning- P o s t" bringt einen Leitartikel über die Debatte, in dem cs u. a. heißt: ״Es erregt Aufmerksamkeit, daß ein Soziaiist, der Colonel Williams, die Aufrichtigkeit und den Mut zu der Stellungnahme besitzt, daß man nicht gegen den Willen der eingeborenen Einwohner Palästinas die Interessen der internationalen Juden wahrnchme« solle.“ In der Unterhaussifzung, in der Colonel Williams seine antizionistischc Rede hielt, war auch Herbert Samuel nls Galcritbcsuclicr anwesend. Zur Verhandlung stand das Budget des Kolonialamies, in dem eine Million Pfund für Palast in a vorgesehen wurde. Trotz der gegnerischen Rede des Arbciierabgcordnctcn Williams wurde das Budget angenommen. Herbert Samuel ßber den Gesclzentwurl zur Organisation der IQdisciiea Gemeimlen in Palästina Sir Herbert Samuel empfing am 20■ Juli in London eine Delegation der E n g 1 i s 1! Zionist Federation unter Führung ihres Vorsitzenden Philip Gttcdalla. Die Dclcgation bat (len High Commissioiier um möglichste Beschlcuni gütig der Bestätigung des Gesetzes über die Gemcindcorganisation in Palästina, von der die zukünftige Entwickltmg der jüdischen Siedlung in hohem Maße abliünge. Der High Commissioiier antwortete, daß er die hohe Bed c u t u n g d cs Gesetzes f ii r d i c Juden Palästinas kenne und daß er sein möglichstes tun werde, es gemeinsam mit dem Kolonialamt in Bälde zu verwirklichen. Ein Alibi IQr den Clialaz GaSmann Jerusalem. (J. T. A.) Mehrere Einwohner Jerusalcms behaupten, daß sic den Chahiz Jacob G 11 f! m a n n , der in Verbindung mit dem Mord an Dr. de Hann verhaftet worden ist, zu der Zeit, da das Attentat auf de Haan verübt wurde, an einer anderen Stelle der Stadt iiörden zitkommcn lassen. Die Richtigkeit dieser Mitteilung wurde auch von einem Berufsgcnosscii Gußmaims den Behörden gegenüber bestätigt. ״Der Plan einer großen Gartenstedt der Aguüas Jisrocl zwischen Jalta und Jerusalem“ New York. (J. T. A.) Die ״Agudns Jisrocl" hat soeben eine Fläche von 4(XX) Duuarn Land, die sich von Jaffa bis Jerusalem hinzieht, käuflich erworben. Wie der J. T. A. seilen» der amerikanischen ii ה u p t z e 111 r a 1 e d e< Agu das J isrocl mitgctcilt wird, soll auf diesem Land eine Gartenstadt entstellen, die größer sein wird. als Tel-Awiw. Das Land ist für den Ackerbau sehr geeignet, aber auch für Wein- und O b s t - K u 1111 r c 11. Es soll eine Gartenstadt entstehen, die in d c r N ä 11 c d e r II a u p t - »tadt Jerusalem gelegen Nt, dabei aber auch die Ruhe eines Landaufenthaltes gewährt. * Aus dieser Meldung ist zunächst zu entnehmen, daß cs in Amerika wieder eine ״Haupt/cntralc“ der Aguda gibt. Kürzlieh erst wurde berichtet, daß das New Yorker Büro der Aguda geschlossen werden inußie. Wir betonen ferner, daß wir die etwas — sagen wir — abenteuerlich klingende Nachrieht über die von Jaffa bis Jerusalem sich hiiizicbendc Gartenetadt in der Nähe Jerusalems mit gutem Ackerland, die größer als Tel-Awiw sein wird, wörtlich der J.T. A. entnahmen. Wir möchten nicht gern wieder einer böswilligen Erfindung geziehen werden. Die Aguda sollte sich u. E. in ihrem eigenen Interesse gegen solche Meldungen zur Wehr setzen. Eine Ruthenbergstation in Haifa Die Arbeiten zur Errichtung einer Kraftstation der palästinensischen Elcktrizitätsgcscltschaft in Haifa haben bereits begonnen. Das Werk dürfte in ungcfiihr drei bis vier Monaten fcrtiggcstellt 6ci11. Die polnische Jadcnlteil und die Jetvish Agency Das in Polen bestehende Vereinigte Komitee für die palästinensische Jcwish A ge n c y hat soeben nach einer Meldung der J. T. A. Einladungen an alle jüdisehen Vereinigungen und Organisationen versandt mit der Biltc, Vertreter in die Organisationskomitees ZU entsenden, das die Jcwish Agencv-Konfcrcnz in Polen vorzubcrcileii haben wird. Das Zirkular Ist unterschrieben von den Zionistischen Organisationen in Polen, vom Misraciii, Hitachdut, Zcire-Ziön, Poalc-Zion und Dror. Die Eintnduiigcii sind an alle jüdischen, kulturellen und beruflichen Organisationen ohne Unlcrsdücd der Parteizugehörigkeit ergangen. Kleine Palästina •Nachrichten Der Krakauer ״Nowy Dzicmiik“ läßt sich unter dem 3, August aus London berichten, daß Herr Ezechiel Schemtow aus Shanghai dem Keren Hajcxsod eine Spende von 600000 Dollars überwiesen hat. Wir gehen diese Nachricht mit Vorbehalt wieder, da eine direkte Bestätigung fehlt. in der Prager ״Sclbstwchr“ veröffentlicht Dr. Victor Grün wald, Tel-Awiw, einen Artikel über die Persönlichkeit des ermordeten Dr. de Haan. Der Schluß des Aufsätze» lautet! ״Sehr bezeichnend nicht nur für ihn, sondern vielleicht auch für imseru Volkseharaktcr ist, daß er, als er nach London fahren wollte, tun das neue jüdische Gcmcindcgcsctz wieder einmal zu hintertreiben, und er viele Drohbriefe erhielt, er zwar nicht von seinem Platte ablicß und nichts tat, um sich zu schützen, aber er ließ — sein Leben ver* »i c 11 e r 11“. Der Redakteur der arabischen Zeitung ״Amiafir" in Haifa, Zakka, hat den Wand Leumi ersucht, in einem Streitfall, der zwischen ihm und einigen angesehenen Juden Haifas entstanden ist, die Rolle des Schiedsrichter* zu übernehmen. Der Waad Lcutni hat dem Ersuchen stattgegeben und drei Schiedsrichter ernannt.