Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 54 (8.7.1924)
- Date
- 1924-07-08
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile ASS fUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 54 Lri1 v fCinscKc ley Von dem in innerer letzten Nnnnncr verüf feiltliehteu Aufsatz Nachm» Goldmamis über die Jcwisli Ap,f1u־v möchten wir besonders nuf den SdtluDabschuiU verweisen, in dem (ioklnianu auf Onmd der wahrend seiner Paliistiua-Reise gewonnenen Eindrücke ״die nnbedingte Notwendigkeit einer Beschleunigung; des Tempos imd einer Vergrößerung der Dimensionen der Aufbauarbeit“ hervor licht. Auch darin .stimmen wir mit Cioklmnmi überein, dal) er die atilicrordentliehe 1 ragweite der Schaffung einer gemischten z\g־cney betont. Wir können uns jedoeli der Ansicht nicht aiisehlielten, dal! die zionistischen Mitglieder der Agency, die (eia sich linier den anderen Mitgliedern .sicherlich auch einzelne Zionisten Imv. uns ganz, nahestehende Persönlichkeiten heliudcii dürften) die Majorität repräsentieren werden, in Konfliktsfällen die Nachgiebigeren sein müssen. Das mag zutrefCeu, wenn es sich um Prestige- und ähnliche sekundäre Fragen handelt, die an Bedeutung gegenüber der Sache selbst, die wir vertreten, zurücktreten müssen. Ausgeschlossen ist aber, dal) in grundsätzlichen Fragen die * zionistischen Vertreter nur _ darum Kon- Zessionen machen werden, um eine Sc/.cssion der nichtzionistischen Mitglieder der Agency z.u verhindern. Und der zionistische Kongrel) wird immer darüber wachen können, daß die von ihm berufenen Mitglieder der Agency solche Gesinnungskoinpromissc weder zulassen noch selbst machen. In einem solchen Konfliktsfalte fürchten wir auch eine Austrittsdroluing der nichtzionistischen Mitglieder gnr nicht. In einem merkwi'mligen Gegensatz zu unseren demokratischen Freunden, glauben wir nämlich an die Macht der öffentlichen jüdischen Meinung und den Einfluß des jüdischen Gc- Wissens, die wir in einem solchen (übrigens reichlich theoretischen) Falle auf unserer Seite hätten. Die liier zutage tretende Befürchtung ist nur erklärlich durch ein mangelndes Vertrauen in die unbedingte Zuverlässigkeit und Radikalität der Zionisten sowie in die Stärke der Zionistischen Organisation. Isolierung und Fernhaltung ist seiten eine tapfere Methode gewesen. Wir fühlen uns stark genug, um auch mit den von Goldmann so gefürchteten Konfliktsfällen und allen ihren Konsequenzen zu rechnen. Allerdings halten wir sic nicht für wahrscheinlich, wenn wir die schon cingctrctcnc und sich weiter forisetzende Wandlung der Geister im früher antizionLstischen Teil des Judentums bcohflehten, hn übrigen ist gerade der von den demokratisehen Zionisten angeführte Präzedenzfall des Sprachenkainpfs ein Beweis gegen solche Befürchtungen. Die damals unvergleichlich schwächere Zionistische Organisation hat ihre Forderungen gegen den Hilfsvcrcin seinerzeit durchgeset/.t und, wenn noch ein Beispiel erwähnt werden soll, so sei an den bekannten Konflikt erinnert, in dein die New Yorker jüdischen Volksin,assea und die jüdische Presse sich scharf gegen den inzwischen verstorbenen Jacob H. Schiff, damals den unbestrittenen Führer des amerikanischen Judentums, wandten und diesen zu einer öffentlichen Erklärung seines Rückzugs zwangen. Die ganze Einstellung in der Frage der Agency läuft letzten Endes auf die den deutschen Zionisten aus jahrelangen Diskussionen bekannte Frage hinaus, ob wir uns zu einem Bündnis bereits für stark genug oder noch für zu schwach halten. Es würde die Klärung innerhalb der zionistischen Reihen fördern, wenn in der Erörterung diese Kernfrage deutlich und scharf heraustreten würde. Den Wunsch Goldmanns nach einer genauen Präzislcrung der von den Nichtzionisten erwarteten Gegenleistungcu teilen wir durchaus. Nur darf mau hierbei nicht übersehen, dal) cs sich hier nicht um ein reines ״do ut de.s“-Geschäft handelt, sondern daß sich die von uns eirigeiadcncn iiiehtzionistischen Gruppen gar nicht so sehr zur Teilnahme an der Agency drängen, wie dies anscheinend geglaubt wird. Von den Taktfragen ganz abgesehen, muß hier auch betont werden, daß c.s sieh wieder um nichts anderes als um die Frage des Vertrauens handelt. Wir glauben keinen Anlaß zur Bezweiflung zu haben, daß die amerikanischen jüdischen Persönlichkeiten, die ihre weitestgehende Mitarbeit und Unterstützung in bestimmte Aussicht stellen, nicht auch alle Anstrengungen machen werden, ihre Versprechungen cinzulöscu. Enttäuschungen sind selbstverständlich möglich, aber man möge uns irgendeine wichtigere politische oder andere Handlung zeigen, die ohne Risiko ist und!mudertpiozenüge Sicherheiten bietet. Jedenfalls war das bisher niemals die Art, in der zionistische Politik getrieben wird, (ioldinann vergißt bei Erwähnung der diesjährigen Keren Majcssod- Kampagne in Amerika, daß Wei/m,11111 ganz ausdrücklich in dem Interview, welches der Warschauer ״llaint“ voröffentliclitc, hervorhob, dal) die ״amerikanischen Juden, die unter dem Einfluß des American Jcwish Committee stehen, von der Tätigkeit des Keren Hnjcssod noch nicht berührt worden sind. Sie warten noch alle auf das Signal, das von ihren Vertrauensleuten gegeben wird“. Die von Goldmann erwähnten Nicht- Zionisten Marshali und David Brown haben demnach ihre Kräfte bisher nur zu Beeinflussung der uns schon —■■*׳"■*•"ן iki Ui Ly] 3״־ LJ Üa früher nahestehenden Kreise;!»gewendet. Schließlich darf man auch nicht die Frage vergessen, die Weizmann gestellt hat, oh nämlich auch mir die in diesem Jahre in Amerika aufgebrachten Summen künftighin gesammelt werden können, wenn die Nlchtzionlsteu Infolge Schelterns der Ziisammcnsetzimg der Agency sich künftig zurücklialten würden. Wir haben unsere Stellungnahme zu dieser Frage in dem Leitartikel der Nr. 45 Ü. Bl. zum Ausdruck gebracht. Wir sind derselben Meinung wie Goldmnnii, wenn er eine genaue Umgrenzung der Kompetenzen der gcplanten Agency fordert. Es scheint uns, daß cs müglieb wäre, die Frage der Politik aus dem Aufgabenbereich der neuen Agency auszuschlicßen und weiterhin ..יייי1ן)\י״ז/.ץיייא / K {:i 2sr£ck ans Palästina (י') spricht Genosse Bert Locker w nm i.,y) Mif.lwocli, den 9. Jul» d. Js. (..'j 8 Uhr abends 1m Loßcnhaus (Großer f:\ Saal), Linicnslr. 121 (Untcrgrundbalinhof gP OranicnburgcrTor.Stadlbhf.Friedrichslr.) V-v V, f ') über: ^9ןןיזיי!>ן1לר׳מ ך! d h jiiütiill J J0ü.־sozia!d2moHP. ßrüßlfcrsrpnlsuüon POHLE ZiQll 0 0 L: der Zionistischen Organisation bzw. einem zionistischen Ausschuß oder dem zionistischen Präsidenten der Agency vorzubchalten. Das Hauptbedenken, das von nicht/ioindischer Seite in Amerika gegen den Plan der Agency erhoben wurde, war gegen den ״politischen“ Zior.Utnus gerichtet. Es ist daher auz.uiichmcn, daß eine .solche Am־■Schaltung der Politik den Wünschen der Amerikaner nur cntgegcnkomint. Wenn dies der Fall ist, dann ist zu hoffen, daß in Kürze «auch die noch vorhandenen, aber auch nicht mehr allzu erheblichen Meimmgsdifferenzcn zwischen Anhängern und Gegnern der gemischten Agency verschwinden werden. — Wir konstatieren jedenfalls mit Freude, daß wir in der Frage der Agenev auf dem Wege zu einer Verständigung sind. Diese ist die erste Vorbedingung, bevor definitive Schritte den Niclil/ioni.stcn gegenüber unternommen׳ werden״״, S.K. Die Palästina -Anleihe vor dem ca׳j!l<;c!1fn Oberhaus In der Sil/tmg des Oberhauses vom 2. Juli fragte Lord Raglan, ob es \v;1hr sei, <I.! 1S Palästina sieh an die Regieimig mit der Bitte gewandt hätte, eine Anleihe von 3.0(iO.OOO.׳- Pntnd zu genehmigen, und welche Garantien seilen*; «.Irr palästinensischen Regierung in Aussicht gestellt worden sind, Lord Arnold, der Uuterstaatssekrelär für die Kolonien, cntgegnele, der lligli Omimis'uoner für Palästina habe bereits das Sekretariat für die Kolonien veranlaßt, die Regierung um Gewährung der Anleihe zu ersuchen, Es Ist jedoch noch kein endgültiger Beschluß gefallt worden, da eine Anleihe im Ausmaß von 3.000,000.-- Pfund reiflrii erwogen werden müsse und der Zustimmung des Parlaments bedürfe, I.ord Arnold fuhr fort: Bis zum 31. Dezember 1023 sind löö.UO.-- HF, die als Anleilie-Vorseluilt gegeben worden sind, in folgender Weise für Sl.rils/werkc verwendet worden: Für Fiscnhahiivcrhesscrungcn 1,173,000, - FF, Vergütung nn die Jaffa-Jcriis.nlem-FPcnbahn-Gescllr.ehnft 200,003, -- ,HC, Regierungsgebäiidc •12,000,— XE, Straßeuanlagen und Brücken 101.000.■— .CE, Telegramm- und Telcphonspescn 123,000— ,CE und für anderes 115,000,— ,CE, Der Gesamtbetrag der Vor- Schüsse an Palästina ans der obigen Summe beläuft sich auf 1.533,000,. ,CE, Stnntspapicre im Betrage von ungefähr 2,100.000 Pfund wurden der Palästina-Regierung zur Verfiigung gestellt. Der Betrag wurde Palästina als eine Buchschuld in Rechnung gestellt. Sobald ca die Finanzen Palästinas gestatten, soll die geliehene Summe getilgt werden. Nach den Bestimmungen des Vertrages von Lausanne ist Palästina verpflichtet, einen angemessenen Teil der türkischen Staatsschuld von sich aus zurückzu/ahlen. Diese Verpflichtung ist vom 1, März 1020 ah gültig. Der Betrag, der vom 1. März 1020 bis zum Tage des Inkrafttretens des Vertrages fällig Ist, mutt nicht an fort entrichtet werden. Die Tilgung Ist In 20 gleichen Jahresraten vorgesehen. Nur ZerlifiUatc. der Zionistischen Orpnisation sind oSiHig Am 2. Juli erließ die zionistische Exekutive die Bekanntinaehung, (1,111 sie keinerlei Verantwortung für Palästina- K’c[sem1e übernimmt, die sieh von anderen Organisationen Zertifikate geben lassen. Diejenigen, die diese Warnung nicht beachten, dürfen keinen Beistand seitens der ZioiifslNelicn (>rga1׳i‘-..Kion im balle entstehender Schwierigkeiten erhoffen. Die ikkanniniadnmg ist erfolgt, well vor kurzem mehrere Personen durch Vermittlung einer jüdischen Vereiiiigim;:׳ Toiirir.tcn-Visen erhielten, die sich als ungültig erwiesen haben. Da die Erlaubnis für die Weiterfahrt nacli Palästina vom britischen Konsul verweigert wurde, hat das Palästina-Amt in Triest den Reisenden die Kosten für die Rückfahrt ersetzt. Pojjroate ia RutnSt1kn Von einem Korrespondenten. Cs muß schon arg zngehen, wenn wir uns entschließen, diesem Berichte den oben angeführten Titel zu gelten. Man ist gewohnt, daß gewöhnliche A u s s c 1: r c 11 tt n g e tt gegen die Juden in der ersten Aufregung mit ״Pogrom“ bezeichnet werden, allein was sich in den letzten lagen in den meisten rumänischen Städten abgespielt hat, erinnert uns an die traurig,cu läge im alten zaristischen Rußland und an die Mordtaten in der Ukraine, Die Parole zu den judenverfol* Klingen ging von der Residenz der antisemitischen Bewegung, von Jassy aus, liier ist der Silz des GcncraUtahcs der Antisemiten. Ihr ungekrönter Fürst, der bekannte Jjassycr Uiiivcrsilätsprofcssor Cu/.a, hrnucht nur einen wmmeli zu äußern und soiort Hießt jüdisches Blut. Die ״schwarzen Hundert“ rekrutieren sich hauptsächlich aus der akademischen rumänischen Jugend, der siel: andere dunkle Elemente anschließen. Durch die meisten Städte Rumäniens zog bereits die Furie des Antisemitismus. Von Binj nach Cluj, von Tg. Mures nach Oradea Mare, von Bukarest nach Jassy und von Jassy nach Czernowitz. In Cluj scheuten die ״Schwarzen Hundert“ nicht davor zurück, einen jüdischen 1, c i c h e 11 z 11 g mit Steinen zu bewerfen und mehrere Trauernde schwer zu verletzen. Der Obcrrabhiner von Siebenbürgen, der greise Gelehrte Glasncr, wurde von den Schillern der Lehrerbildungsanstalt aut offener Straße attakiert, mit Steinen beworicu und schwer mißhandelt. Auf den Universitäten Jassy, Bukarest und Cluj kam cs ־zu schweren Ausschreitungen gegen die jüdischen Studenten, die, weil keine jüdischen :.eichen da waren, über Beschluß des Senates, zu keiner Prülung zugelassen wurden und so das Studiensemester verloren, Am 23. Juni ereignete sich auf dem Bahnhofe Nasaud ein neuerlicher Ucberlall auf die jüdischen Reisenden, die ungefähr eine Stunde lang in gräßlicher Weise mißhandelt wurden. Eine Gruppe von 40 Sclnßern dea Gymnasiums ״Coshuc“ in Nasaud bestieg den Zug und begann die Juden zu schlagen. Die Schüler waren mit Messern bewaffnet und jeder jüdische Reisende, der an ihnen verbeikam, wurde von ihnen schwer verwundet. Die jüdischen Reisenden wurden dann in schwerverletztem Zustände ins Spital gebracht. Dieselben Vorfälle trugen sieh auf dem Bahnhofe Bede au, Siebenbürgen, zu. Die antisemitischen Ausschreitungen machten sogar vor Czernowitz keinen Halt: vor einer Stadt mit 50 000 jiidiscln'ii Einwohnern und einer organisierten ludeuschaft. Die .antisemitischen Hulignns rotteten sich nn: 27., 28. und 20. Juni im Volksgartcn zusammen unter Anlührung de* bekannten Cuzistcu Pop cs cu, eines Redakteurs des offiziellen Regierungsorgans ״Glasul Bucov iuei“, und begannen die jüdischcn Besucher des Gartens zu beschimpfen und bald darauf zu attakicreu. Jüdische Studenten wurden mit Knütteln und Stöcken geschlagen, besonders bestialisch wurde ein armer jüdischer Kuchcuvcrkäuicr mißhandelt. Die Exedentcu zeigten dabei eine geradezu ticri.-clrc Wut. Die Mißhandlungen waren so schwer, daß das Gesicht des Ueberfallcnen förmlich zerschunden war. Er verlor auch ein Auge. Unter der Parole ״Heute müsse« wir jüdisches Blut sehen“, ergoß sich diese Meute auch über die innere Stadt, Hier setzte sich die jüdische Bevölkerung zur Wehr und sogdcich war die Polizei zur Stelle, um die Hulignns zu schützen. In derselben Nacht wurden jüdische Sy nagogen in Czernowitz verwüstet. Die Erregung der Bevölkerung kennt keine Grenzen, um so mehr, da es offenkundig ist, daß man es mit einem offiziellen Regie rungsa 111 i s e in i t i s m u s z« tun habe, Wie weit dieser gellt, kann man aus folgender Tatsache ersehen. Ein jüdischer Redakteur hat einen Jünger Cuzas, den bekannten Zclea Codrcanu in der Presse angegriffen und wurde hierfür vom Gerichte in Galatz zu 6 Mona'en Kerker und zu 1 (X)(XX) Lei Strafe verurteil». Der Bukarest er Advokat Bacaloglu, ein bekannter Aniisemitcnlälircr, überfiel den jüdischen Chefredakteur dis ״Ailcverul“, den bekannten Publizisten Rose nt hat, und verletzte ihn mit einem Gummiknüttd derart schwer am Haupt, daß er für längere Zeit sein Sprachvcrmögcn verlor. Die gesamte gesittete Welt war darob entrüstet und der Gerichtshof z.u Bukarest verurteilte diesen heimtückischen Hub;,׳,ui zu 5t) Lei (!) Strafe. In dieser verzweifelten t age wußten sich die orthodoxen Rabbiner nicht anders zu helfen, ah daß sic eine Konferenz nach Dej einberiefen und den Beschluß faßten, einen Fasttag gegen die Judenverfolgung zu proklamieren. Im Sinne dieser, Beschlusses wurde in Groß wardein bereits der Fasttag angeordnet. Es versteht sich von seihst, dal) dies keine Methode zur Bekämpfung von Pogromen ist. Es ist Hoffnung vorhanden, dal) die zivilisierte Welt und der Völkerbund, dessen Mitglied Rumänien ist, den Schrei der rumänischen Jude« vernehmen und die rumänische Regierung zur Armierung ihrer Taktik veranlassen werden. Audercrscits plant tlic Jmienschaft Rumäniens die Organisierung eines Selbstschutzes, der jüdisches Leben und Eigentum vertcldigcn soll, Nachbemerkung der Redaktion: Angesichts der liier wicdcrgegcbcnen Schilderungen verlieren die offiziellen Beruhigungserklärungen der rumänischen Regierung betiäclitlieh an Wert. . f',folge der Ausschreitungen haben sich die Czernowitzer jüdischen Parteien zur Organisierung der Selbsthilfe entschlossen und folgendes Kommunique ausgegeben: Die am 1. Juli versammelten Vertreter der jüdischen Parteien haben sieh eingehend mit den unter Duldung der Behörden 111 letzter /.eit übcthamliu'lmiend.’ii Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung befaßt und einmütig die notwendigen Maßnahmen beschlossen. Einmütig wurde die Entschlossenheit aller Parteien des Judentums zum Ausdruck gebracht, den planmäßigen Angriffen, denen die Juden im Wege der Gesetzgebtmg und der Vcrwnlh1ngsmax1nu־n und huliganlschcr Ucbcrfälle auf Wehrlose nusgeset/t sind, den entschlossen• sten Widerstand auf der ganzen Linie cntgegeuzuscUeu. Eine Konferenz in London für die hebräische Universität Das Komitee für die hebräische Universität ln Jerusalem hat eine Konferenz cinberufeii, die am 20. und 21. Juli 111 London stattfinden wird. Die Konferenz wird über die Organisation der Fakultät für jüdische Wissenschäften beraten. Man erwartet Vertreter aus Palästina, Amerika, Frankreich und Deutschland. » יד׳ rvigיי׳ 1;« •׳ mvt Sb*>m4 fc׳.< f’’* **׳ W'vj'u w ץ*"• *p ך׳ן ז״ן %־־ * «fca ' ui 1׳:* I l j t I j 1 h :1 .1 t׳l