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Jüdische Rundschau · 1924-06-13 · Heft 46-47 (13.6.1924) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 46-47 (13.6.1924)
Date
1924-06-13
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 342 JU ED ISCHE׳ RUNDSCHAU Nr. 40/47 Die Kniupnßite für die Mlsraehl-ßaiik. Die MHrachl- Zentrale trifft derzeit die V<» beiei((1n;r<• 11 wir I: r<* * f f 11 u 11 g der 11.•ו! i! registrierten M i8 r a e 11 i - B n זו k in Jerusalem, 1 laugt/weck der!Sank i׳.t, U 111 c r 11 e 11 m n n gen und Gruppen von Arbeitern aller Art, die der Mtsra cli I •O rg a n i s at ion angelu'iren, 1ת unterstützen und zu finanzieren, sowie K a u f I c u t 0 , Siedler, 11 a 11 (I w c r k c r uiui Arbeiter, <lie gleichfalls dieser Organisation nngehören, durch Darlehen 211 leielilcn Be,ll11g1־mpeu odt'r auf andere Weise inalciiell 211 fordern; ferner ein/elue Personen, Gesellschallen und ücuo• sriiscliafteii bei der Etablierung von landwirtschaftlichen Siedlungen, IX'irforn, Gallen- Städten usw. zu unters liHzcn und ihnen Kredite zu gewähren. Das Kapital besteht aus Aktien;1 1 Pfund. Die flank hat das Recht, ihre O e s c 11 ä f t s t ä t i g k e i t zu beginnen, sobald 10000 Pfund, einschließlich KW Grüudcrakticu, placiert sind, was bcrcitsgescliehcn ist; die Direktoren haben jedoch beschlossen, •mit der Cieschüftstütipkcit bis zur Zcichnung des ganzen Kapitals,(!. 11. 50 000 Pfund, zu warten, ln Wien ist ein Komitee von 17 Personen gebildet worden, darunter Bankiers und erfahrene Geschäfts- I eitle, die eine Kampagne für den Aktie« vorkauf in!:tiropa durchführen. Die Bank wird vermutlich Ende des Sommers endgültig eröffnet werden. Eine Kolonicf'rtliidunj; der jüdischen Arbeiter Amerikas. Die ״National Work er 8' Union of A m c r i c a“ Jiat laut ״jevvish Uhronide“ beschlossen, eine jüdische Kolonie in Palästina zu gründen, Die Jerusalemer Marktlage Im April. Während der allgemeinen Feiertage war das Geschäft recht flott. Wenn mich nur wenige von Reisebüros organisierte Touristengruppen nach der Stadt kamen, hat doch ein größerer Zustrom von Wa i i fa 11 r c rn , besonders aus Aegypten, sowie von jüdischen Einzcllourisleu stattgefunden. Der Import nacli Jerusalem war laut Mitteilung der dortigen Zollstation geringe r als im selben Monat des vorigen Jahres. Im ersten Vierteljahr sind Waren im Worte von 82.000 .CE. eilige führt worden, während der Export 16.000 CE ausmachtc. Hauptimporiartikel bildeten: Zucker für 14.000 CE, Mehl für 13.000 CE, Reis für 11.000 CE und Petroleum für 10.000 CE. Die Preise von Heizmaterialien und Lebensmitteln sowie für Getreide stiegen ziemlich stark. Die Import* und Exportstnlistik hat nur einen recht zweifelhaften Wert, da sic nur die Waren limfatlt, die beim Jerusalemer Zollamt gemeldet werden. Den weitaus grollten Teil der aus Europa ciiigcfülirtcn für Jerusalem bestimmten Artikel, die in Jaffa verzollt werden, berücksichtigt sic nicht, ebensowenig die von den Touristen er* worbenen Gegenstände. Die Leih- und Spargcnosscnschnft ״Kupath Mihvch Wcclilssachon“ in RccholxMh erzielte im Jahre 1923 einen Reingewinn von über 182 CE bei einem Kapital von zirka 1470 CE. im Jahre 1919 betrug das Grundkapital erst etwas über 507 CE. ln der gleichen Zeit stieg die Mitglieder/,•1hl von 66 auf 145. Die Summe der Depositen erreichte iin abgelaufeiicn Geschäftsjahr einen Wert von 5568 CE. Aus der jüdischen Welt PtutnchUnd Das ״Deutsche Tageblatt“ des Abg. Wulfe enthält in seiner Pfiiigstmtmmer eine Betrachtung über das Verschwinden des f ü n f j ii 11 r i g c n S 61111 c 11 e ns des j 11 g o * slawisch e 11 Generalkonsul s B a r k 11 a 11 s c 11. Darin wird auseinnndergesetzt, daß es sich möglicherweise um einen —• Ritualmord. handeln könne, und die Polizei aufgcfordert, ״die Untersuchung auch nach dieser Richtung hin auszudehnen“. Das wurde gedruckt und verbreitet, als die Leiche des ertrunkenen Knaben bereits gefunden war. Polen Nach dem Minister des Aeufiern, Grafen Zamoyski, er* griff in der Sitzung der au s w artigen Ko m m i s s ion des polnischen Sejm der Vorsitzende des jüdischen Parianientsklubs, Dr. Leon Reich, das Wort zu einer längeren Rede über die Juden in Polen als nationale Minderheit. Er führte 11. a. ans: Alles, was jetzt in Angelegenheit der Juden getan wird, kann als eine Art Ansage eines neuen antisemitischen Kur s e s betrachtet werden. Trotz der äußerlichen Form einer Gleichberechtigung haben wir Juden uns noch niemals in einer solchen l äge befunden wie jetzt. In so wichtigen Institutionen, wie Wirtschaftsrat, Finan/rat, Sparsamkeitsrat und Kommission für Zollangdcgcnhciten sitzt kein einziger jüdischer Repräsentant. Während Stonialowski einen sozialen Antisemitismus, der Rozwoj- Bund einen wirlschat't’ichen Antisemitismus propagieren, triit jetzt die Regierung mit einem politischen Antisemitisinus hervor. Sogar zu den Konferenzen für die Auge* legenheiteu der nationalen Minderheiten sind die Juden nicht cingcladcn worden. Man vergißt, wie nötig cs für Polen isi, die öffentliche Meinung in Europa zu gewiimcn, daß die Juden in Europa, so z. B. im englischen Kabinett, aufriditige Freunde besitzen: nngcfnngcn vom Premier Macdonakl bis zu den Ministern Sttowden und Wcdgcwood. Aber mich in den französischen politischen Kreisen haben die Juden Freunde, wie 7. 0. in dem angesehenen Führer der Sozialisten, Leon B I u in. Während der Militärdchatte im polnischen Sejm zitierte der jüdische Abg. Gruciibaum eine Reihe geheimer Rcfehle des Kriegsministers wegen Beschränkungen für jüdische Soldaten. Noch im Jahre 1920 hat der Kommandant des Reserve-Bataillons des 26. Inf.-Regt. einen Befehl gegeben, man solle einen Skaidaten im Maschineschreiben ausbiklen, der *her nicht jüdischen Glaubens sein darf. Auch als man Soldaten für die französische Mission zusammen* stellte, wurde der Befehl gegeben, keine jüdischen Soldaten zu nehmen. Ferner bestellen ausdrückliche Befehle, Juden aus den Militiirkanzleien zu entfernen. Da aber andere geeignete Kanzleikräfte feilten, helfen sich die Kanzleiieitcr auf die Weise, daß sie die jüdischen Kräfte behalten und sie nur während der Kontrolle vor den Kontrollorganen verbergen. Abg. Gru cn bäum empfiehlt die Annahme der von Abg, Kirschbraun cingcbraclitcn Resolution wegen Abschaffung der Beschränkungen für Soldaten der nationalen Min״ oerheiten, Nach dem Abg. Gruenbaum betrat der Ver* treter des Kricgsmimstcriiiins Petra szynski die Tribüne und machte eine höhnische Bemerkung darüber, daß G c h c i ntbefehle in die 11 ä 11 <1 c eines jüdischen Ab* geordneten kommen. Die jüdischen Abgeordneten pro* testierten in scharfer Form gegen diesen Ausfall und riefen: ״Ihr _ selber seid die Staats vorn ichtcr.“ Der Abg. Dr. Schipper wird wegen des Ausdrucks ״Angstmeier“ rar Ordnung gerufen. Der Vertreter des Kriegsministeriums sagte dann weiter, solche Befehle werden nur darum geheim er* lassen, weil sonst Antisemitismus innerhalb des Militärs verbreitet sein würde, und das sei nicht das Ziel. Bei der Ab- Stimmung wird der Antrag des Abg. Kirschbraun mit allen gegen die Stimmen der nationalen Minderheiten abgelchnt. In einer der letzten Sitzungen des polnischen Sejm Interpellierte der Dep. Rosmarin im Namen des jüdischen Parlamcatskhibs wegen der aatiaemiiischeu Rro- 1f> « - if . *I n <*־׳«י־/ 1־׳# jtiVi iCii« rr k k ff*! i/% •״ Rflrrtt IWHn*r W15. M©fneV6*lr»8• 10, TeUphoni IHftnrnrok 7115-70 -׳ i’ntUohf»Skonto N•״ UXtfW IJtrUn MW 7. K6i*M1Y6rw»ltnn^ thjf H, '/» T Fr.L•«, lUn ln Jntil nlmmli 6'/« üti» UynuRoa» Im Zlonl1t!«nb׳m Hnltn, L.nd.b.rg.r Bit, 89. Uonnnlisnil, 1l»n U. Juni morgen• B'/j Uhr 11י'5ו'״)'5י;<' tm Z.lont*U«cl1w!Mm, tifc&tUWg»( Hl». W. SotmUff. Uou lu, Juni napo^MUnTr Wßn«!©ronf« ־ Tfeflpankfe wird •m ßont1»bon<l»b©nd bokanntg© gaben. Mmitopf, «Un Kl Jun! *b«n<11 Uhr £wanflrloa«a יי1»«ו1וי»ומ«ז*י1יי1ו. 1. nna «l©m prtlfUiinanRltolten l<ub״n v«rt Uhawftr fiw©r*10w. U. Vor• tonung »n« i'nro/.’ Work©», U. G©mt>ln«*m•« Hingen hobrAiielier and jftt\\K'h*r T.imlrtr. _ F«rl1tMuft Hur 4/ lora, fteimtafl, 1&. .Toni 1 Wanriornng nml Trainin I »irtnwtng, «Inn 17, Junis F©oht<*n. Hormfri«•, <tnn Juni! Nport- und SploMoak Dioaatas׳, don '.!4. Junii Pochten. Monte*. don 16. Juni •vomti 8^ Uhr €>r«ppo W©1{-r110rlotl©»b11rf im Ot\fd FrtndUrrg. Krlcdbofuralr. 1, Koka l»a<vnhard«tra«**, Knsnmtnonkmdfc dn« Kroiao» dnr Olmrlofftnnlmrgrr 7zi0nUt©n, Herr Dr Wnltor Moioat ״Kr»#<ta dr»!*■!ISatfiui-ÄBfbiaei.‘* DonL«r»t11jj, dva 19. Juni abondi HVi Uhr Oranp© Ost in don Un*o״*F#11 (WoiQor Hnnl), Or«ifcwaldor fltr. 232, Uorr Lftaarua Harth: ,,ElinlrQfk© an« r»lu«tl״a,“ AnsohlioCcnd Wahlen Kur Verlroiortor»amm\ußg. »head• 8 Uhr Gropp© K«r3 fn don RaphlonaMon nio©hroltR«ftnU, Rnphlonafreß«. ITmr Trof. Dr, lioinr. Löwoj ״PI© Jndoa Im Ara*vlkft, Reieeertnneriivfen•1* (Anooiiliröoml Wahl.) Donuartifmg, den lö. Juni ©bond■ von lOfjfUhr Wahlon E«r Vertret©rtrr0*wraJno1r dor ». Z. V, Oruppo Nord, in don Rophionait^n ÜTooh*oit*sa5l), Rophlanatr. nrnppo Woit-Clmrlottonhorf?, Wahllokal winl noch bekatmtgegebes. fhtipp«! 0«Jt Uninnsido {WolOoT Orfdfawfthlnr Rir, Oruppo Rad, in dor Kottlm«pr Klamt«, Koltlmaer Damm 0יי■ Hrnppo SUdwBBtl. Vororto, hoi llrrrn Han.•Hat Dasoritrin, KmüerelloeHi. Orttupo Nardw<u*t, im Hootaurart Franko, BrÜoVorrnUoe W), ^rnppo dor Zioniotan au« dom Oaton, im Heim, Landiborgar Rtr 86, Froltng.!Inn vo. Juui von 11—6 Uhr in «irr 11. Z. V., Hoydohir. 0, Sontitasr, don a2. Juni vorm, ton 10—1 Uhr in dorj). Z. V, Motnokostr. 10.___ Mittwoch, don 18. Juni naohm, 8 Uhr Teltaud-Tbora־Kuo»*ot1\-Ji*roe\ F.. V״ Dinientir. 12. TroiTjmnkt in dor An*fc»1t. not'hm. V/i Uhr VrrMn jOdinoho• Volkaholm K. Vu Dfft80n«r«tf. Donnerstag, den Juni BKehm. 8 Uhr jajischo« Kindorhoim, FohrbolUnor Btr. 02. naohm. 6 Uhr Mütter• und Kinderheim de« FrAuonvore’n« dor Berliner Logon, Brnnnanstr. 41. Dunnorstug, dou 10. Jnlt Jü«U«oho» Genesungsheim LehnUs. Al>fahrt fl.'JO Ntotlinar Vorortbhf. Donnerstag, den 2t Juli KindorkrankonanataU Du«h b. Berlin• Abfahrt. 2.40 HteUlner Vorortbhf, DonnergtsfT:, den 7• August IirmdiUscho Ki-ziohungsansfalfc fflr ernistig ■urfiekgeblieben• Kfndor Beeil♦« (Mnrk) Abfahrt 1/וג Potsdamor Bahnhof. Wildpark nm»tetgen nach Beeil♦■ Rtadt. I »onnorsf a!׳1» ,׳ n 21. Ausjuafc naolim, ft Uhr Verein Fruundo dar Taubstummen Jo’ide Tlmin, WalSensoe, J’arkstr, 22, Janien 62, 162, 00, Ul. Traüpnnkt in der Anstalt. naohm. R Uhr _JOdlsohes Danorheim fftr Pohwaehsinniga. WeiBen«ea, Wdrthsfcr. 20, Donnerstag, den 4, öeptombor Au1ru«t«tr. 15/17, 1. Kindorhoim Ahawn. — 2. Kinderspoisung. — 3, M&dohonhafni Ahawa. 4. Agudas Kindorgartan, — 6. LehrworkstRttan de• jQdifoben Arbeite* amte«, — 0, H&nglingshein» usw. In einer der krtzien Sitzungen der Bniigd-Kommhsion de« polnlsclicft Seim stellten die linken Vertreter den Antrag, einen!,unkt des liiidgeteiitwnrfs zu eliminieren. Der Vizeminister Markows kl erklärte im Namen des Premierministers, daß die Regien! 11g die Annahme des Linksantrngs als ein Mißtrauensvotum auffnssen wird. Dieser Antrag wurde mit einer Stimme Mehrheit ahgelclmt; dieses Frgehni* konnte nur dadurch erzielt werden, daß sich der jüdische Deputierte Ro!!marin vor der Abstimmung entfernte. Rosmarin erklärte, er habe *ich eigens darum entfernt, um nicht eine unabsehbare Mlnlstcrkrisis heraufzubescliwörcn. Russland Die Moskauer Zeitung ״Emes“ kritisiert in einem Leitarlikei sehr scharf den Voisitzcndcn der letzten Konferenz der ukrainischen kommunistische n Partei, Kwiring, der sich bekanntlich gegen den Plan der jüdischen Krimkoionisation ausgesprochen hat. f,Emes“ weist darauf hin, daß für einen gewissen Teil der jüdischen Bevölkerung der Ukraine der Ucbcrg.uig zur land* wirtschaftlichen Arbeit den einzige n Ausweg bedeutet, um überhaupt produktiv tätig zu sein. Deshalb ist das nicht allein eine jüdische Frage, sondern eine staatliche Angelegenheit der Sowjet -Republiken über- 11 a u p t. Als Resultat der Säuberung der russischen Universitäten von nichtprolctarischcn Eiementen wurden mißt fahr 30000 Studenten in Rußland die Tore der Universität versperrt. Größtenteils handelt es sich um Juden. In Petersburg haben mehrere tausend Studenten eine Protestdemonstration gegen!lic ״Säuberung“ veranstaltet. Dabei sind 700 dcnionr.tricrendc Studenten ver׳* haftet worden. Hmcrlli» Große Bestürzung erregte in Amerika die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in dem Fall des Rabbiners Göttlich, der nach dem Gesetz zugelasscn ist, dessen Frau und Sohn aller auf Grund des Qnoiengcsetzcs von 1921 ausgewiesen werden sollen. Sollte diese Ausweisung zu Recht bcstehen, so werden mehr als 20000 Ausländer, die sich in der gleichen Inge befinden, die Vereinigten Staaten verlassen müssen. Die Entscheidung des Obersten Gerichtes stellt in Widcrs-[>rucl1 mit dem Beschluß des Kongresses, der die Entscheidung des Repräsentantenhauses über die vom jüdischen Konprelliiian Sa bat 11 cingebrachtc, auf den Fall Gottlieb sich beziehende Hill, gutgclieißcn hat. Nach dieser Bill wird den zeitweilig z u g e 1 a s s c n c n Fremden erlaubt, in den Vereinigten Staaten zu bleiben. Der Sekretär des Arbeit»- aintes steht auf dem Standpunkt der Sabath-Bili und drängt darauf hin, daß der Kongreß, noch bevor er sich am 7. Juni vertagt, eine Entscheidung treffen soll, da sonst die Regierung auf Grund der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes Ausweisungen in größerem Maß• stabe verfügen müßte. Die ״Voss. Ztg.“ bringt das folgende Telegramm aus Washington vom 9. Juni: In letzter Stunde, noch kurz vor der Vertagung des Parlaments, nahmen sowohl das RcprIsent an tc n 11 aus als auch der Senat einen Antrag ag, durch den das Ein wa nderun gsgesetz bis auf weitcres außer Kraft gesetzt wird. Zugleich werden noch 13 000 Einwanderer zugelasscn, die vor dem 26. Mal in den Vereinigten Staaten cingctroffcn oder bereits auf dem Wasserwege dorthin unterwegs waren. (Es dürfte sich wohl nicht um die Aufhebung der jüngst beschlossenen Johnsohn-Iiilt, sondern mir um die Nichtanwendung bzw. Nichtrik-kwirkung des Gesetzes auf die bereits im Lande befind״ liehen Einwanderer handeln. — Red. ״J, R.“) J.tlon UittwocU *bind. 81$ Uhr Grupp* Oai Jlel8»mm«n1eln in der BrMierel Frlo Iriobshain, Am FriedrlehehKln W23. Jodea Montag «tbinda bj^ UAr Gmpee Nord n*t«Kmtn*n1eI« im Gerten dor Brnneroi Pfoflerber*, 80h5nl»«n»er Allo•. J«don * Uhr Oct)R4t«fb«r Rt«d«Nl«»T«reI■, Frl«6Hebabe, MR Hemlnar fRr J6Ji«0h• üeaeh'eht•. Gruppe IVeat-('l1«rlottenbur«r In Gemelntchaft mit dar Berliner UlararkUOrappe Jedon RonnaBdnd nachm.0—7 Uhr, Horr Litern« Barth.! ,KleineProphatia-, Josef lliydnstr. 1. Jeden Ätontnjr H—0’־^ tTbr »Imnrl«. Harr Dr, Brflnn: Da,afen«l©r NVoehenftlteehitBi an« <lor Thora mvl PronhoUm. In dor Ryuagogo PiitalOKli• atrossu. \V0ul1entftf׳f1»yn0f70R׳en«ftal (Hof. roobt» Thr). , Jeden Montag־ naohm. U1/,—4.1׳^ Ult«*, Horr lUbb. Dr. KSmil LftYyi Pialmin iia BoldB0r־Uea1«;ymnvtium, Oh&rlottenborff, RehlBer»tr. 8n. אגודת בתי ספר לישראל Jttdisehsr SehnWereln E. V., Barlin Ge״hlftatQbr«atl., Vor״lM>׳Hmi*Kti1'׳l 1 HU1U,nr*1 Kurt HMtM.nt.iB, Uruuawald, Friedrlohiruharatr. 82. ג בית ספר ללשוו העברית בברלין HebritUrhe Rpraaliaehala ia Berlin (XII. MmhIitI Anehnnft erteilt der SchnUaHer, Herr N. Bor^^rOn, n10n1׳tnc?, 6Uhr •band», und Boimcritag. 8 Uhr ahen׳i« In dar Hcobiohnle für di• WiaMnaoh•(! d•■ Judantuma, ArtllleriaatraUa U, 1, Zimmar 4* ‘בית ספר לילדים במערבה של ברלי .n Jldlxk. 8,11*1. TF.,1. Aualconft erteilt die RehnUoitorin, Fräulein Oberlehrerln Betty Ln da« Montag. DienoUfc und Donnarntag 12—1 Uhr in dor Bobnlo, F»«aoan«tr. 79/10 בית ססר לילדים במזרחה של ברליי .in Jldlseba Hrhnla Ost. Auskunft erteilt dio SohaliaBarin, Frltulein Besann• LiehteBattia! Fr«ittg 2—4 Uhr. Tankow 472. גגי ילדים בברליו •iv JCilifirher Klnders-artea GliarloUenborg, Noitoratr.7. — Honfctff bi■ FrelUga von HH-1—Uhr JÜiBsrher K1at!ekKarten Nord, W.inberg.w.g 11/18 b.l Sport!!)«. - Mont.g bi* iZcditos» von Ohr, Jliili.clirr Kln11rr^*rUo O.t, Joblon*kt»tr. 28. — Mont.« bl. lr.lt.« von KilO-Hi Uor. Jditkolmr KIndorirart«. KtakClln, WlaamMm.tr. 10, — Mont.« bl« Frolt.« von Kilo—J,:■1 Uhr. p a g a 11 d a <1 e r o f fi z. i c 11 c n M 11 i t ä r z c 1111 n g, <lic fortgesetzt «lic jüdischen Soldaten beleidige. Der ukrainische Deputierte Skszyun interpellierte über die schlechte Behändluiig der jüdischen Bevölkerung in Tarn ogrod durch die dortige Polizei. Der jüdische Parlamentskhib sandte au den Sejmvorsitzenden einen Brief, in welchem dieser aufgefordert wird, die bereits am 10. Februar 1923 überreichte Interpellation des jüdischen Parlamentsklubs über die Nichtausfühmng der Verpflichtungen nach dein Versailler Vertrag und imch der Konstitution bezüglich der nationalen und religiösen Minderheiten auf die nächste Sitzung des Sejm zu setzen. Der jüdische Parlamentskhib hat dem Sejm eine Interpellation über die systematische Aus- Schließung von Juden aus den wichtigsten staatlichen Körperschaften, wie Bank PoUki, Randstaatca-Außschuß usw., überreicht Wahlen der B. Z. V. Folgende zwei Walilvorschlägc liegen vor, deren Pro graminc wir in der nächsten Nummer der ״J. R. mittcilen: Liste I: ״Berliner Arbeitsgemeinschaft“: I. Hans Bloch, 2. Hugo Wolfermann, 3. Alfred Apfel, 4. Philipp Grünbaum, 5. Richard Lichtheim, 6. Pinchas Hauser, 7. Hugo Singcrmatin, 8. Paul Hirsch, 9. Benno Gohn, 10. Max Kurf, II. 0. Karpiu, 12. Alfred Frank, 13. Edmund Lcvy. 14. Willy Nohcr, 15. Walter Roth, 16. Grete Ttirnowsky, 17. Georg Baer, 18. Emil Saiomon, 19. Max Baer, 20. Hans Zamory, 21. Ernst Orbach, 22. ülli Glaser, 23. David Holzer, 24. Hans Kaufmann, 25. liniryman Wöllstein, 26. Adolf Sperber, 27. Hcnny Frank, Liste II: ״Gruppe der Zionisten aus dem Osten“: 1. Benzion Fett, 2. Noe Horn, 3. Pcssaeh Fciwel, 4. Jakob Josefshcrg, 5. Josef Münz, 6. Hermann Briinncr, 7. Leo I lorn, 8. Moses Waldniann, 9. Os ins Waschitz, 10. Samuel Maarpiidcr, 11. Nchcmia Weinhergcr, 12. Frau Helene Münz, 13. Simon Sack, 11. Samuel Ullmann, 15. Lina Horn, 16. Dr, Siegfried Helfer, 17. I ferm,11111 Spiegel, 18. Chaim Hochmann, 19. Frau Dora Fett, 20. Oskar Wulf. Die Wahlen finden statt: 1. ln den Bczirksgnippen: Gruppe Nord5 Donnerstag, den 19. 6., von Va9—811/י Uhr abends, in <1011 Sopiii iisiilcn (Hochzeitssaal), Sophienstraße. Gruppe W c st - C11 a r lo 11 c 11 b u r g, Donnerstag, dc!n 19. 6., abends von >/z9--11י./י Uhr, Wahllokal wird noch bekannt* gegeben. Gruppe Ost, Donnerstag, den 19. 6״ abends von Vs9—,•'511 Uhr, Weißer Sani der Unionsäle, Orcifswaldcr Str. Nr. 222. Gruppe Süd, Donnerstag, den 19. 6״ abends von. 1/29—Vsll Uhr, ln der Kottbuser Klaus6, Kottbuser Damm 90. Gruppe Südwest I. Vororte, Donnerstag, den 19. 6., abends von 1 9_nn Uhr, bei Herrn San,-Rat Laserstein, Kaiscrailcc 114. Orunpc der Zionisten aus dem Osten, Donnerstag, «len 19. 6., abends von 1/39—'/all Uhr, im Heim, Landsberger Str. 89. Gruppe Nordwest, Donnerstag, den 19. 6., abends von!,.1—9׳,/•U Uhr, Restaurant Franke, Driickcnallce 20. 2. Freitag, den 20. 6., von 11—5 Uhr, in der B.Z.V״ Scydclstr. 3. 3. Sonntag, den 22. 6., von 10—1 Uhr vorm., hi der B.Z.V., Mcinckcstr. 10. Am Donnerstagabend kann jedes Mitglied mir ln seiner Bezirk ׳,gruppe wählen. Am Freitag, den 20., uud Sonntag, den 22. 6,, können alle Mitglieder in den angegebenen Wahllokalen ihrer Wahlpflicht genügen. Die Wahl ist geheim. Jeder Wähler muß persönlich im Wahllokal erscheinen. Fr nennt dein Wahlvorstand seinen Natncn und seine Adresse und empfängt sodann, nach Fest- Stellung seiner Wahlberechtigung, einen offiziellen Stimmzcttcl, den er, nachdem er «lic Liste, die er wählen will, nnge/dchnct hat, in ein Kuvert steckt und dem Wahlvorstand überreicht, der dieses im Beisein des Wählers ip die Urne legt Auf Verlangen des Wahlvorstandes Ist der Wälder verpflichtet, die Identität seiner Person und sein Alter nachzuweisen. Andere Stimmzettel als die iin Wahllokal ausgegebenen, sowie Stimm* zcrttel, die Zusätze enthalten, sind ungültig. Mitglieder unter 18 Fahren haben kein Stimmrecht. Mitglieder, die mit dem zweiten Quartalsbeiirage Im Rückstände sind, haben nur dann das Wahlrecht, wenn sie die rückständigen Beiträge vor der Wahl bezahlen. Der Hanptvorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung. 1 Dr Haas Bloch.

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