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Jüdische Rundschau · 1924-06-03 · Heft 44 (3.6.1924) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 44 (3.6.1924)
Date
1924-06-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Sdle ,11fl Kr. 44 ׳ I Dis Kr,;;11‘״I;cr4״'for,zjT;;Iü11 wieder vor £«« OliCrlois Eine neue Anfrage Lord R n g 1 a.B » In der Sitzung des Oberl1a11:,es vom 29. Mil stellte l.ord R .1 g 1 n 11 in Bezug auf dir R u 111 0 n b e rg ־ K <11 1וי s s i o n die! Frag(*, ob Herr Ruthen!)erg in jeder Hinsicht die vor ge s r U r i c h r n 0 » Bcd i 11 gu n g e n wie Friste 11, Bc i s t e 111111g der Geldmittel 11 sw. eingclnllcti hotte; welche Arbeit tat üciilieh nusgoliihrt oder genehm :ftt worden sei; oh irgendein Druck zur Erweriuliig von Land oder Errichtung von Anlagen usw. nu!.gcübt worden wäre. Der Unterst du et.ir für die Kolonien, Lord Arnold, erklärte in seiner Antwort, daß eine Konzession für die Versorgung des Jaffa er Distrikts mit elektrischer Kraft bereits in Kraft sei. Inhabcrüi der Konzession ist die Elcktriz.itätsgcsellschalt in Jaffa. Der Obcrkoiimüssar habe kürzlich mitgctcilt, daß die Gesellschaft ihre Arbeite'!) zur Zufriedenheit der Konst!!11 c 11 ten aiu.iiilirc und daß sie sich genau an die in der Konzession uiedergclegtcn ErKten und Bedingungen halte. Jaffa und H'cl-Awiw weiden jetzt mit elektrischer Kraft für Privat- und Slr.ilk'iilielencliuinj;, sowie für «lic Wasserversorgung und für industrielle Zwecke versorgt. P c t a c ft T i k w a 11 wird entweder von der• Kr.iftstathm in Tcl-Awiw oder von der Hydro-Elektrizitiiis-Station am And j a F 1 u ß versorgt werden. Die bestehenden Kraflz! ntrnlen haben zwei Die sei-Generator* Einrichtungen von je IfOO 1׳S. Etwa 5 Kilo-Hochspannung«- Untergrundkabel, die die* elektrische Kraft nach 5 Unter• Stationen mit Unv.ehaltanlage leiten, winden in Jnüa und ,Tel-Awivv hergrstelii. Eine I locluspaiiiwmgs-Transmissions'citung von 18 Kilometer Länge führt von der Jaffarr Kraft- Station!1arh Sarafcnd und wiid zur Versorgung einer Anzahl Plätze in dem Jalfacr Distrikt dienen. Eine dritte JDicsel-Gciicrator-Anlagc wird binnen kurzem vollendet sein. Lord Arnold erklärt, er habe sich gefreut, als er erfahren habe, dnß die arabische Stadtverwaltung und private ara bl sehe Konsumenten schon seit Oktober 1923 elektrische Kraft von der Jaffacr Station beziehen, ln 1TcI-A\viw gäbe cs 181 Straficnbclcuchtungskörpcr lind in 1Jaffa!2.׳). Die Zahl der Privat-Konsumcntcn in Tcl-Awiw ]beträgt 800, in Jaffa 2(10. Bezüglich der größeren Jo rd & n - Kon zc s s i o n sei die Lage etwas anders. In dem Al)kommen mit Herrn Ruthenberg vom 21. September 1921 wurde ihm eine Konzession für eine Gesellschaft mit einem Kapital von nicht weniger als 1.000.000 Pfund, von denen nicht weniger als 200,(MX) Pfund in bar emgc/ahlt werden müßten, unter der Bedingung erteilt, daß die Konzession innerhalb zweier Jahre vorn Datum des Al )komme ns angefordert werden müsse. Diera! Anforderung ist , auch tatsächlich in der vorgesehenen Zeit gemacht worden und der Staatssekretär ist sehr zufrieden darüber, daß eine G e sc11 s c 1t a f t mit dem erforderlichen genehmigten und cingczahlten Kapital gegründet worden ist. Die tatsächliche Ucbcrgabc ist nrch n’cht erfo'gt, aber soviel er wisse, stehe sie kurz bevor. Unter diesen Uinsunden habe die Paläslina-Elcktrizitiits-Korporntion, der die Konzession ge- Währt werden würde, nocli nicht d ie Verpflichtung, di c Ver t r.’tgc au s7.u fü hro 11. Trotzdem ist cs Tatsache, daß die Arbeit schon beträchtlich fortgeschritten sei. Der Oberkommissar berichtet, daß er sehr zufrieden über den Fortgang sei. Die technischen Voruntersuchungen über die am Jordanfluß atiszuführenden Arbeiten sind beendet und die erforderlichen Zeichnungen sind dem Kolon Li tarnt vorgelcgt worden, welches dieselben nadi Prüfung durch ihre beratenden Ingenicurc genehmigt hat. Es seien eigentlich in Palästina zwei Konzessionen vorhanden, die den bisher großzügigsten Versuch darsteilen, die natürlichen ,Quellen des Landes zu erachließen. Verhandlungen für den Erwerb des erforderlichen L a n des für die Kraftstationen und andere notwendige Anlagen Rind iin Gange. Die Arbeiten am Jordan würden, sobald das notwendige Land erworben ist, sofort in Angriff genommen werden und man hoffe, dies würde noch während des laufenden Jahres geschehen. Inzwischen seien die Arbeiten bei den H ilfskraftstationen in Haifa und T i b e - rias ein gutes Stück vorwärts gediehen. In Haifa wurde Land für die Kraft-Station und die künftige Uclvertrngungs- Station erworben. Die Pläne für die Kraftstation sind fertig, ebenso der Entwurf fürdas'Vcrtcilungspetz. Die Aufträge für die Eisenkonstruktionen der Kraft- Station wurden in England plaziert, clrcnso die Aufträge für Maschinen. Man nimmt an, daß die Kraftstation in Haifa Anfang nächsten Jahre* ihre Tätigkeit auf nehmen wird. Audi in Tiberias i׳st Land für die Kraftstafion erworben worden. Die erforderlichen Maschincn und Materialien sind schon in Palästina. Mit der Stadtverwaltung, ist bereits ein Abkommen über die Versorgung mit Elektrizität getroffen worden, das wahrscheinlich Ende dieses Jahres in Kraft treten wird. Pläne für die Jerusalemer Anlage sind schon lange vor 1921 angefertigt worden, aber die tatsächliche Ausführung der Arbeiten hat sich durch Einsprüche einer anderen Partei, die vor dem Kriege eine Konzession für einen ähnlichen Zweck erhalten hat,'verzögert. Die Palästina- Elektrizität•;-Gesellschaft kann für diese Verzögerung in keiner Weise verantwortlich gemacht werden. Es sei der Regierung mitgch'ilt worden, daß die Ausführung des ersten Teils der Arbeiten schätzungsweise 750.000 Pfund kosten würde; von denen auf die in Palästina einziiführcnden Maschinen und Materialien etwa 300.000 Pfund kämen. Man hoffe, daß weitaus der größte Teil dieser Aufträge in England plaziert werden würde. ln Erwiderung einer weiteren Anfrage Lord Raglans sagte Lord Arnold, daß ihm von irgendwelchen Meinungsverschiedenheiten zwischen der Stadt- Verwaltung von Jaffa und der Elcktrizitätsgcscllschaft nichts bekannt sei, * Uchcr die Widerstände gegen das Ruthcnbcrg-Projckt und deren Motive erzählt eine Miszelle der ״Frankfurter Zeitung", die ״Das Land der Blechdosen" übcroehricben ist: Je mehr Petr oleum dosen verarbeitet werden, um so geringer Ist der Importbedarf an Gebrauchsgegenständen aller Art für Haushaltung und Wirtschaft wie auch an Spenglerwäre und Blechen. Seit der Eröffnung des großen Eick trizitätswerke* ln Tcl-Awiw resp. Jaffa und der zunehmenden Vermehrung privater elektrischer Bcleiiehtungs- •wagen ln Jerusalem und Haifa zeigt sich eine starke Abnähme des Petroleumkonsums, der nach Fertig- Stellung der Ruthenbergs,eben elektrischen Stromanlngen Im ganzen Lande auf ein Minimum sinken wird. Palästina wird JUüDISCIfE RUNDSCHAU dann ,auflü>1׳e11, das ״Land der zunächst auf den imj׳ ort v, n r \Vn-Kliia!Da1tik1•!, später auf du ' 1 h 11 von steigerndem Eiufl Blechdosen" zit *ein, w.1* h ■lener I laii'lr.lhingn- und heimische der- -,0 sein muß, Der B a 11 der S t 1 o in zentrale n m j n r d .111 g e f ii 11 e hat bereits he* goimeii, Es ist *cllistvcridiindlb'h, daß die fort11')•׳ rcilontlc Eh'kiiisirriiiig des!.,indes Verschiebungen in den Wirtschaft*• mul Bernfszwcigcn liervorriifeu wird. Mail spricht allgemein davon, mul d i e Behörden haben dafür Beweise in Händen, daß der ״nationale Protest" der Araber «egen das jaffacr Elektrizitätswerk und gegen da* Rnthonbcrg-Projekt im allgemeinen, der Boykott de* ״indischen Strömen“ von Agenten der importierenden PetroleiiiiuaffiiH'iicn organisiert und finanziert wurden. Dem rein geschäftlichen Konkurrenzkampf der P e t r o 1 e »1 m - B1 e e h d o s e n mit den Dynimo• wurde ein national-religiöses Mäntelchen umgehäugt. NadirlcMca 2113 Prf'IrJr.a Von unserem Jerusalemer Korrespondenten In Jerusalem finden im Laufe der Somincrfcrien Fortbildungskurse für Kindergärtnerinnen statt, wie sic bereits während der letzten Ferien von der Organisation der Kindergärtnerinnen unter Leitung von 1. Halpern stattgdunden haben, Die arabische Exekutive hat (wie wir bereits meldeten), beschlossen, für den 15. Juni den 7. palästlncn- Machen Kongreß nach Jerusalem e.üuuhcrulcn, Der Kongreß soll sich 11. n. mit der Frage der Beschränkung der Vollmachten Sir Herbert Samuels beschäftigen. Der eigentliche Zweck des Kongresses dürfte, wie ״Fclcstin“ zu verstellen gibt, die Ne 11 beleb ung der nationalen Bewegung unter den Arabern sein. Die Araber — so schreibt das Blatt —■ sind von Zweifel und Ver■ z weif lung erfüllt, die vor einigen Jahren begründeten mohammcdanlicli christlichen Ver«inlgungen sind ein gegangen. Der Kongreß wird vermutlich auch den Versuch machen, die palästinensischen Parteien zu einigen. (Wie wir erfahren, will sich der Kongreß gegen die Verlängerung des im nächsten Sommer ablautciltlcn Amts• Vertrags Herbert Samuels wenden. — Red,) In Haifa fand, wie die arabische Preise mlttciif, eine große Versammlung der palästinensischen Freimaurer statt, an welcher ein Freimaurerführer mm Schottland, Fra• zer, tcilnalim. Es wurden Reilen in englischer und arabischer Sprache obgchaltcn. Die arabische Tageszeitung ״Marat aj Bhark" führt Klage darüber, daß unter den Arabern Lieder verbreitet sind, welche die jüdische Religion verspotten und *ie eine Religion der Teufe! nennen, Wir Araber in Palästina sind nicht Feinde der jüdischen Religion, sondern Feinde der zionistischen politischen Bestrebungen. Un* tcr den orthodoxen Juden ist eine große Zahl, welche die Araber unterstützen und die zionistischen Bestrebungenbekämpfen. Warum beleidigen wir ihre Gefühle durch derartige Ausdrücke, die nichts nützen? * fn letzter Zeit hat sich der Kampf der kdmmuni• *tischen ״Fraktion“ gegen die *!!gemeine Arbeiter- Organisation so sehr verschärft, daß •ich die Arbeitcrorganlsation genötigt sah, die Mitglieder der Fraktion au« der Organisation au *zu schließen. Unmittelbaren Anlaß hierzu gab die von der Fraktion in ihren Broschüren verbreitete Nachricht, daß die Arbeiterorganisation die Arbeiten von der Regierung als Lolin für die dem britischen Impcri*■ lismus gelcisielcii Dienste erhallen habe. Nach dem Ausschluß m!« der Organisation versucht die ״Fraktion" unter den Arbeitern tinrulüs zu stiften, indem sie ihrerseits gegen A 1) w an d e ru 11 g von Arbeitern aus der Stadt zu den Tab a k a rb c 11 c r 11 agitierte, andererseits In Jerii*»• lern die (von uns ebenfalls l>crcita gemeldete. — Red.) Arbeitslosen de monstration vor der Zionistischen Exekutive veranstaltete, deren Tcilnchmerzalil allerdings sehr gering war. Die Tabakarbeite rin Jabniel haben gegen die Agitation der Kommunisten in einer Resolution Stellung genommen, In welcher sie die Wichtigkeit der Tabakarbeiien für den Ucberg.mg dos sfiidtiRchcn Arbeiter* zu der von ihm ersehnten landwirtschaftlichen Arbeit betonen 1md hervorhehen, daß die Arbeitsbedingungen durchaus nicht den entstellenden Gerüchten entsprechen, welche In der Stadt verbreitet werden. I11־r.£f f.ccIi Pogrcini Buk *reit. (J.T. A.) Die Zahl der Tode*opf«r bei den transsylvnnischen Pogromen kann noch nicht genau festgestellt werden. Fine große Anzahl Juden wiid «1• vermißt angegeben und man fürchtet, daß viele von ihnen den Tod gefunden haben. In den Eisenbahnziigen sieht man jetzt keine Juden, da nun eine Wiederholung der furchterliclven F.lsrnbshncxr.esse befurchtet. An gewisr.cn Orten haben »ich di« Ausschreitungen wiederholt. In Targimiuro* z. B. fand *111 22. Mal ein Pogrom statt, und viele Juden wurden mit schweren Verlet/uiigen in das Krankenhaus eingeiiefert. Am nächsten Tag hatte «In Dienstmädchen eine R i 111 a i m o r d I c g c n d e verbreitet, die fast zu einem neuen Pogrom geführt hätte, läas Mädchen -lief durch die Straßen und seine, daß die Juden, bei denen sic bedienstet sei, versucht hätten, s;e in den Kclicr zu schleppen, um ihr Blut für Ritualzwecke abzuzapfen. Die Polizei unterzog das Mädchen einem Kreuzverhör, wobei •Ich herausstellte, daß e* von einer örtlichen antisemitischen Organisation veranlaßt worden *ei, dies* Blutlicschuldigung in den Straßen auszurufen. ln Wien eingeholfene rumäni*che Zeitungen berichten, daß sich die antijüdischen Ausschreitungen übet ganz Transsylvanien, die Bukowina und die Moldau ausbreiten. In der Stadt L11 j e a wurde die Synagoge während des Morgengotlcsdienües überfallen und zerstört. Ibis zionistische Komitee der Stadt wurde unter der Beschuldigung, einen Selbstschutz organisiert zu haben, verhaftet, Die Verhafteten sollen vor einem Kriegsgericht in Crajowo abgcurlcilt werden. In Radau tz. wurden während des Wodienmarktes die jüdischen Ladenlnhaber mißhandelt. In Barl ad und Bscau wurden jüdische Läden geplündert und in Brand gesetzt. In Tenmvsr wurden 18 Juden schwer verwundet. Da* Haus des Vorsitzenden der tr.inssylvsnischen Fabrikanten- Vereinigung wurde demoliert. Es treffen nur sehr wenig rumänische Zeitungen in Wien ein und es hat den Answin, daß die Zensur diejenigen Zeitungen, die Einzelheiten über die Ausschreitungen bringen, an der Grenze zurückhäit. Rumänische Rcglrrnnflstnlfglicdcr Ober die Pogrome Bukarest. (J,T. A.) Der Ministerpräsident Br a t i נ n 11 hat die Präfekten der drei iicurumänisclun Provinzen Siebenbürgen, Bukowina und Bcßarabicn nach Bukarest eingeladen, damit sic ihm über die Verhältnisse in den drei Provinzen, besonders im Hinblick auf die letzten Juden• oxze *sc berichten. Zunächst konferierte üratlami mit dem Klatiscnbnrger Präfekten über die Exzesse in den Eisen• bahnen, In den Städten und auf dem Lande, Der UnicrsUatrsekrctür Tartarercu äußert« sich einem Mitarbeiter des ״Adoverul" gegenüber über die Po• grome in Siebenbürgen dahin, der Regierung seien die traurigen Ereignisse nicht unbekannt. (Man denke! —• Red.) Unter den Verwundeten sind aber auch vier rumlnische Studenten, von denen zwei gar schwer verwundet *ind. [Xiß auch Tote zu beklagen sind, ist der Regierung nicht bekannt. (Soviel Präzision kann man von der rumänischen Verwaltung wiederum nicht verlangen. Nur zu der Feststellung, daß auch einige der ״intellektuellen‘‘ Angreifer von in Notwehr befindlichen Juden Prügel bekommen haben, arbeitet der Beamtenapparat in Rumänien erstaunlich rasch, — Red.) Anch ein Dementi Der rumänische Gesandte in Amerika leugnet die neuen Pogrome Der rumänische Minister in Washington, Prinz Bibesco, hat der J.T,A. telegraphisch mitgetoilt, die rumänische Regierung hätte i 11 n ermächtigt, die über Pogrome auf die jüdische Bevölkerung I n Rumänien verbreiteten Nachrichten zu dementlercn. ln Europa ist ein solches Dementi nicht erfolgt. Vielmehr hat der Untcrstaatssckretiir Tartarercu erklärt, die Regierung habe Kenntnis von den traurige» Ereignissen, Von der Arbeit des Keren Kajcmelh lejisrael 32 Siedlungen auf Natlonalfonds-Bodcn, Das Kolontsatlonsdcparlemcnt der zionistischen Palästina-Exekutive hat einige interessante Zahlen veröffentlicht, aus denen hervorgellt, daß es derzeit allein auf K, K. L.-Böileit 32 Siedlungen gibt. Die Zahl tlcr Arbeiter In diesen Siedlungen betragt 1889 hei einer Bevölkerung von insgesamt 2185, Im vergniigenen Jahr betrugen die entsprechenden Ziffern 1319 gegen 1SS9. Das kultivierte Land in diesen Siedlungen beläuft sich auf ‘.)1211׳ Dunatn gegen 32 093 im vorigen Jahr. Im Durchschnitt entfallen auf joden Arbeiter 28,74 Punam, Von den 32 Siedlungen liege14 ״ hu Emck-Jesreel. Weitere Steigerung der NationalfoniU-EIng.’Ingc. Im Monat Februar dieses Jahres hatten die Eingänge des K. K. L. £E 14.000 behagen; im M ä r 7. betrugen sie £E 14,107 und im Anril £E 14.517. Die In den sieben Monaten de« laufenden Finanzjahres (Oktober-April) eingegangene Summe belief sich auf £E 76,097, wa« eine Zunahme um 61 ס/י׳ gegenüber der entsprechenden Zeit des Vorjahre* (£E 46.942) ausm acht. Steigerung der Nntlonnlfonds-Elnnnlimen In Kanada. In den letzte״ Jahren hat sich die Tätigkeit lür den Jüdischen Naiionaifonds in Kanada befriedigend entwickelt. Die Ein- (länge sind von 28t» Dollar im Jahre 1021 auf 12000 Dollar 1m Jahre 1922 und auf 21 000 Dollar im Jahre 1023 gcstiegen. Was das Jahr 1924 betrifft, ko brachte c* im ersten Viertel 3527 Dollar gegen 2329 Dollar in der «ntsprechenden Zeit des vorigen Jahres, Zwei jüdische Wächter namens Reitmsn und Frei aus der Kolonie Chcdera wurden unter der Beschuldigung verhaftet, den Bedulnen-Scheich Mohammed Alcat tlg ermordet 71t haben. Der Scheich wurde In der Nahe der Kolonie tot airfgefunden. Die ,beiden Beschuldigten wurde״ auf cm Gesuch des Vorsteher« der Kolonie hin gegen eine Bürgschaft von 400 Pfund frcigelasien. Es konnte nachgewiesen werde״, daß sich die beiden Wächter während der Mordnacht in der Kolonie aufgehoben haben Eine Bannbulle gegen die ״Aclidulh" Man schreibt uns: Der Verband ״orthodoxer" Rabbiner, welcher bisher unter Ausschluß der Oeffentlichkcit wirkte, beabsichtigt, über die Achdutli, Vereinigung geset/estreuer luden In Deutschland, den Bann auszusprechen, In einer bei den Haaren hcrhrlgezogenen, unter irrigen Voraus- Setzungen auf die Achmith .angewandten Erklärung eines Sriiriftverscs wendet *ich der Vorstand des orthodoxen Rnbhlnervcrbaiides an seine Mitglieder, um ihre Unterschritten zu diesem gottgewollten Werk zu erhalten. An sich ist dieser Versuch, das Werk der Einheit In der jüdischen Gemeinschaft zu stören, nicht ernst zai nehmen, da diesem Verbände der ״T r c n n u n g s r * b b i n e r" nur wenige, mm Teil recht unbedeutende Männer angeliören. Die Interessen dci gesetzjtreuen Judentums wurden von jeher vom Vcibandc traditio• ncll-gesctzestreuer Rabbiner vertreten, an dessen Spitze einst der verstorbene Rektor des Berlncr Rabbiner- Seminars, Prof. Dr. Hoffman n, stand. Bezeichnend Ist nur, daß dfo Führer dieser Trenn ungsrabbincr rugleich führend in der Agudas jisroel sind, und dann, daß der eine von Ihnen, Dr. Klein, Nürnberg, einer Gemeinde vorstellt, die seit einiger Zeit mit der Hauptgemeinde des Ortes verschmolzen ist, ein anderer, Dr. Raphael Breuer, in einer von neologcn Vorstandsmitgliedern verwalteten Einheitsgemein de amtiert. Dies zur Kenn- Zeichnung. Es werden also wohl am Sehabuoth, dem Fest der national-religiösen Einheit Israels, von den ״Konscquciitesteti der Konsequenten" die, welche sich ernsthaft um die Einheit mühen, in den C11 crem getan werden, lind die Moral von der Geschichte: Richtet Euch nach finstren Worten, denn nach unseren Talen könnt Ihr Euch nicht richten. — (Zu den in Kreisen der Agudah bereits In Gebrauch befindliehen mittelalterlichen Waffen, der politischen Brunncnvergiftung, der Mordlcgende, der Bücherverbrennung, des Pogronis auf die jüdische Gemclndcstubc usw. kommt nun auch noch — als letztes Requisit dieser neuzeitlichen Inquisition — der Bann- Fehlt nur noch Folter und Scheiterhaufen. Vielleicht können wir auch noch dieses Schauspiel erleben, Nach dem ln den letzten Wochen Vorgcfaiicncn halten wir nicht» mehr lür unmöglich, — Red.) Auf die Intervention des Warschauer jüdischen Nationalrat* hin hat der polnische Minister für Unterricht die Erlaubnis gegeben, den Religionsunterricht in den jüdischen öffentlichen Schulen in hebräischer Sprache abzuhaitea,

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