Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 41 (23.5.1924)
- Date
- 1924-05-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Sclla 500 0 ד a 0k׳c fi e ׳ r וז h ö s et! äxj Kr. 41 y,ie cs ul ht läii/.cr inil einer von nervöser A!1 iOcIfcniUdikcit /u lim 11.11.011, auf welcher sie 1 wie sie wollen oder brauchen. Mau sagt, die kc ein paar S i 111 ׳ e r 11 e i t s in a 11 n a 11111 c ח gegen;st cri.rif!!. 11;. 11 pie-len köntr-n, terung habe Unruhen in!fall,ו r.m 1. Mai getroffen — in Erinnerung mt die inöiderisdicn Revolten drei J.ilire vorher, — aber sie scheinen sehr ge* ringfügig |;ewe;cn nt sein, so daß sie nur von gewi;• eti Elementen in der nrabi.•che« Preise bemerkt werden krmnten. Lilie riet' lokalen Poli/cibvliürden in Jerusalem^ jedoch hätte beinahe, am iet/ien Sonnabend bei der Gelegenheit der Heiligen Fcucr-Zctvmoiue in der Oraheskirchc aus erstaunlicher timl unglaublicher Dummlieit fahrlässig ein Unheil;mgrriclitet, Muter eleu polizeibcamten, die dort wie gewöhnlich «u(j.;c: 1»■11t waren, 11m ein geringes Mall von Ordnung — es ist das grollie, das man hierbei jemals erhoffen kann ־— aiifreeldmerhallen, waren mehrere Juden! •Sie winden sofort bt-meild, aber es stellt der Ördnuugs■ und Friedensliebe der christlichen Araber ein ehrendes Zeugnis aus, daß diese unwillkommenen Gäste nicht scharf angcfallt wurden, lim! daII die auch gewöhnlich höchst reizbare Menge in einer solch gefährlichen und unerwarteten Krise die Ruhe bewahrte. Es!;ali keine Unordnung. Der orthodoxe Patriarch war noch nicht angekommeu. Eine Abordnung von Arabern begab sich einmeh nach dem Patriarchat und berichtete dem P.itri• archcn, dall man ihm nicht erlauben würde, seine Wohnung 111 verlassen, solange, die beleidigenden Elemente nicht entfernt worden seien. Die jüdischen Polizisten wurden natürlich ersetzt, sobald die Angelegenheit zu den Ohren des Gouver* neurs kam.“ (Anmerkung der Redaktion der ״JiUl. Rundschau“: Die Zeremonie des Heiligen Feuers war vor dem Kriege, wie manche unserer l.cser wissen werden und alle Palästina-Reisenden schadenfroh oder beschämt berichteten, nur dadurch möglich, daß türkische Polizisten, also ebenfalls N i c h t c 11 r i s t e n , mit Stockhieben die Ordnung unter den entflammten Bekcnncrn der verschiedenen christlichen Sekten von Jerusalem aufrecht erhielten, Ls ist nicht unbedingt nötig, da!5 jetzt jüdische Polizisten diesen Dienst vorrichten müssen, aber für eine so beleidigende und störende Angelegenheit hätten wir die Anwesenheit jüdischer Polizisten in der Grabeskirche nicht gehalten.) ״Europäer, die jemals bei dieser seltsamen Zeremonie anwesend waren, werden mit Befriedigung erfahren, daß der Schwcrttän/.er, der unter den Massen innerhalb des Gebäudes seine Geschicklichkeit zu?eigen pflegte, dies dieses Jahr draußen im Hofe tun mußte.“ Brei cr.3iir.d1c Poli7.cioill7.lcrc ermordet Der Londoner Korrespondent des ״Echo de Paris" erfährt, daß am 10. Mai drei britische Polizcioffi* Ziere in Palästina bei Gaza ermordet aufgcftmden wurden. Eine berittene Gcndarmcricabtcihmg fahndet nach den Tätern, die inan unter den Beduinen sucht, welche am Z Mai einen Polizeiposten angriffen. Nach einer anderen, von der J. T. A. verbreiteten Mehlung, sei die Abteilung der britischen. umi palästinensischen Gendarmerie, die das Gebiet :nach einer 11 « d u i 11 e n I! a «1 d e, die einen Tmpp palästinensiseltcr Polizisten am 2. Mai angegriffen hatte (vgl. die Nachrieht in der letzten Nummer der ״Jüd. Rundschau“. ■— R«L), durchsuchte, auf die noch frischen Gräber gestoßen. Daun wurden die drei als vermißt gemeldeten Offiziere identifiziert. Der eine derselben ist ein Engländer namens Baker, die beiden anderen sind Araber, Hnj Mohamcd Said und Sair Ashcur. (Offenbar handelt es sieh hier tun die ln der von uns bereits erwähnten Nachricht als vermißt bezridmete« drei Polizisten, — Red.) m h m V -\T*/e\rt * י־*\ t a, t f י־‘־ך" י״ור׳ ״. z w > •* W fit Balasfnlva ln Siebenbürgen fand am Ictzlnl Sonntag eine NaÜunalfcier statt, zu der sich zahlreiche nt• mäiüsciie Stialnileii aus Bukarest und Klausenburg sowie zwei rumänische Minister eiiifandcn. 111 dem• selben Zug, in welchem die Minister reisten, wurden, wie j.T. A. mul Berliner Blätter melden, die mitreisenden Juden von den Sutdciüeii schwer gequält und mit dem Tode bei! rohi An jeder 1 lalter.trUc v.nd mich aus dem fahren• den Ztigr wurden jüdische Reisend« unter brutalen Miß• liaudtungcu aus dem Zuge gestoßen, mehrere ans den Kupeefca stern geworfen. Viele wurden später mit gebrochenen Gliedern oder mit Schädel* brüchen .־uifgefundcu. Zwei von den Verwundeten erlagen ihren Verletzungen, während andere noch mit dem Tode ringen. Die m i t r e i s e 11 d en Minister nahmen sich׳ *tcr Juden nicht an. Auch auf der Rückreise von Ba 1 n s f n 1 v.1 nach Klausen burg wurden die jüdischen Mitreisenden im Schnellzuge setovrr mißhandelt und mehrere aus dem Zuge geworfen. Da! E i s e 11 b a 11 n p v. r s o 1t a 1 k a in den J11 <1 c!1 nicht zu Hilfe, sondern hielt den Zug immer dort au, wo es den Studenten beliebte. 111 der Station Toevos verließen die Stildeuten den Klausenlntrgcr Zug und versuchten, in zwei dort haltende internationale Züge elimidringeu, um die jüdischen Passagiere licrausruholcn. Sic wurden aber von dem Zugpersonal und den Reisenden zuriickgetchlogcn. Dieselben Studenten, die .׳ml dem Wege nach Klausenburg ״egen die jüdischen Passagiere gewütet haben, veranstalteten, als sie in Klausenburg cintrafcn, eine Hetzjagd auf die jüdischen Straßenpassanten. Besonders sahen sie es auf die jüdischen Studenten ab. Mehrere Passanten und Studenten erlitten schwere Vcrletzun* gen. Zwei jüdische Studenten wurden zu dein Teich geschleppt und dort ins ,Wasser ge* worfen. Eine Nachricht besagt, daß die zwei Studenten ertranken. Diese Nachricht ist bisher noch nicht bestätigt. im übrigen dauern die Judenexze8se f n Klausen•‘ bürg seit einer Woche fast ununterbrochen an. Schon am 15. Mai wurden jüdische Studenten in den Stadtteich geworfen, sic konnten sich aber retten. ״Politika“ meldet ferner aus Klnusenburg, daß der liberale Abgeordnete und Univcrsitätsprofesaor Jorga erklärte, er steile seine Vorlesungen an der Universität ein, da dieselben durch die antisemitischen Studenten gestört worden seien. Eine über das Thema ״Nationale Minderheiten" einbrrufeiie Versammlung in Klnusenburg, In welcher der Direktor der Minorität« fi-Abtcilung beim Todcs&pfer — Eia Pogrc.n1 in Klausen!*urg Völkerbunds-Sekretariat, Herr Erik Coiban, eine Rede hielt, wurde durch das Eindringen einer Bande äntisemitischer Sfudeiiteii gestört. Die Studenten Miiimten lärmend in den Saal und rieten unausgesetzt: ״Wir wollen keine Vert r e t er cf er jüd I sehe n F r ei m au re r unter uns dulden 1" Mehrere der Eindringlinge wurden verhaftet Bei dem Verhör auf dem I’oli/elamt ergab es sich, daß die meisten von der Universität Jassy waren und auf spezielle An• Weisung de» Prof, Cuzo, «1c» 1 Hupte» der anUkCiiiiübdien Organisation, nach Klausenburg gekommen waren, unj die Versammlung zu stören. Die obeiistehcmlcn De richte werden durch eine ausführliche Schilderung, die wir nach Redaktionsschluft direkt au» Rumänien erhalten, bestätigt und ergänzt. Danach konnte die Zahl der Toten und Verwundeten bisher nicht fcstge׳•teilt werden. Nach den bis zum 17. Mai clngclaufeneri Meldungen sind zwei Tote, ungefähr fünf* zig schwer und über hundert leicht Verwundete zu beklagen. Das jüdische Rechtssdiut/büro in Klauseuburg hat dem Ministerium Bericht erstattet. Der Minister für die Minoritäten, CI1. Tata rescu, sollte nach Klausenburg entsandt werden, um die Untersuchung zu leiten, Aus Großwardein wird uns ferner berichtet; Die Familie Lewy In Topanfalva erhielt vor einigen Tagen von der antisemitischen Organisation des Ortes eine briefliche Aufforderung, daß sie die Ortschaft binnen drei Tage verlassen solle. Die Familie Lewy kümmerte sich tun die Drohungen nicht und blieb in Topanfalva. Am 16. Mai wurde in die Wohnung eine Bombe geworfen. Die Bombe explodierte und vernichtete da» Wohnzimmer. Glück* lichcrwcisc war die Familie nicht zu Hause. * Die Verhandlungen rumänischer Staatsmänner in London über eine rumänische Anleihe, der Besuch des rumänischen Königspaares in England, der Linksruck in Frankreich, der Rumänien wegen der Rückwirkung auf die noch immer nicht de* flnitiv geregelte bc(karabische Frage mit großer Besorgnis erfüllt und der bekanntlich nicht nur vierzehn jüdische Abgeordnete ins Parlament brachte, sondern vielleicht auch den Führer der französischen So/iaklemokratcn Leon Blum, einen auf* rechten Juden, der sich muh steh» warm für die zionistischen Bestrebungen elnsetztc, ln di« tranzi wasche Regierung — alle diese Tatsachen boten wohl den reaktionären rumänischen Studenten die erwünschte Gelegenheit, derlei (Acht nur für die Juden, sondern auch für die rumänische Außenpolitik mör* dcrische Gewalttaten zu begehen. Hoffentlich wird der rumänischen Regierung, unter deren Duldung und Vcrant* wortung diese Pogrome stattfinden, von der zivilisierten Welt gezeigt werden, wie diese auf eine solche Reaktion selbst zu reagieren weiß. ^**■ . Neues ans PalSsllna Die Konferenz der Achdufh Haawodah. NeucrlichcVerscIucbiuigdcrAsscfathhaniw■! chariin. — Eine palästinensische Stimme über (den Vorschlag der Verlegung der Exekutive nach Jcrusalcin. In En Charod begann am 13. Mai eine Konferenz der 1Acliduth Haawodah. An der Konferenz nahmen eine ganze Anzahl von Vertretern der Poalc Zion und Zcirc Zion aus der Oahrth teil: Kaplansky, Locker, Ru baschow , Mcrctninsky. Die Konferenz 11 nt diesmal Bedeutung für die ganze Entwicklung der poalczionlstischcn Bewegung. Die Pöale Zion haben bei ihrer Konferenz Im letzten Sommer eine Einigung mit den Zcire-Zion abgelchnt, weil die Zcire Zion hebräische Schulpolitik in der Galutii betreiben. Die Acliduth Haawodah, die bekanntlich du Teil der Po,•de Zion ist, ist andererseits mit den Zone Zion in bezug auf die Notwendigkeit »1er Verbreitung des Hebräischen in der Diaspora einig. Die Konferenz dürfte sonach huf die ganze Stellung der Poalc Zion zu den Zelre Ziort in ilcr Diaspora von großem Einfluß sein. Die nach mehreren Verschiebungen für den 15. Ijar einberufene Scssloü der Asse fall! haniwehari m ist wiederum verschoben worden, weit der Waad Halcumi mit der Regierung mnierlich Verhandlungen über die Legalisierung der jüdischen Gemeinde•!Organisationen angeknüpft hat Die letzte Rede Lipskys ln der Sitzung der attteri*!:attischen zionisiLsct1.cn Exekutive und sein Vorschlag, die Exekutive nach Jerusalem zu verlegen, hat in Palästina lebhaftes Echo gefunden. Glückson, der!Redakteur von ״I iaarcz“, heißt diesen Vorschlag sehr will-!;ominen. Er warnt aber vor Ucbcrträbung nach der andern Seile. Palästina kann wohl das Leben der Zionistischen Organisation durch die Berührung mit dem Aufbau befruchten, aber könne sie nicht leiten. Die Arbeiten der natio* iialeu Propaganda und Organisation könnten nicht von Palästina aus geleitet werden. Auch für die politische Arbeit, fiir die Vertretung des Zionis- «nus gegenüber der englischen Regierung und dem großen Forum der Völker der Welt müsse ein Zentrum in der Ga'uih bleibe«, ln einer gewissen Wßkc könnten wir einen Dualis• jnus nicht entbehren. h. b, Ein Dampfer mit 360 Palästina * Emmlgranlcn Bukarest. (J.T. A.) Dieser Tage hat der Dampfer ..,Romania“ mit 300 Palästina-Immigranten den Hafen von Konstanza mit dem Ziel Palästina verlassen. Eta Verlreicr der polnischen Rcgleruog In Jerusalem Jerusalcm. (J.T.A.) Hier ist ein Vertreter der poln Ischen Regierung cliigctroffcii, l(err Qnoinsky, 11m die Lage der durch Rumänien nach Palästina cingcreistcn Emigranten zu untersuchen. Herr Gnoinsky besuchte den Vertreter der palästinensischen zionistischen Exekutive, Colonel Kisch, und besprach mit ihm die Frage der Erleichterung der Einwandcrungibcdfngungen lür Jüdische Emigranten aus Holen. Das RalI!cnbcrg*ProIcUl gesichert Der Palest ine Development Council und das Ru t heubcrg-Un tornchmcn V011 Mr. Jacob de Haas, dem Sekretär des P.D.C. (Bra1klcis־Gnippe) erhalten wir ein Zirkular, da» unter dem Titel ״Das Werk am Jordan wird dieses Jahr begonnen“ unter anderem mitteilt: ״Die Ausführung des Ruthenbcrg-Projektcs zur Schaffung hydroclektrisdicr Kraft am Jordan ist rum gesichert. Auf einer Versammlung der Treuhänder (Trustees) des P. D. C. am 6. Mal wurden nach Vorlage eines Berichtes von Mr. Beruh,ml Plcxhcr, der eben aus Palästina und London zurückgckclirt 19t, einstimmig beschlossen, daß sich der P.D.C, an der Finanzierung der ,Paleslinc Electric Corporation“ beteiligt, und ferner, daß Mr. Bernhard F1 cxתcr und Dr. L. C, Löwen stein, einer der bedeutendsten Ratgeber der amerikanischen ״General Electric. Company“, sobald als möglich nach London reisen, mit Vollmachten, die Verhandlungen abzuschlic- (5 c n und alles zur Ausführung des Projektes vorzubcrciten. Oer Bericht teilt weiter mit, daß zwischen der Sitzung vom 6, Mai und der ersten Annahme des Ruthcnbcrg-Projcktes durch den P. D. C. genau zwei Jahre verflossen sind. Die politischen und finanziellen Schwierigkeiten, die Ruthenberg in England überwanden mußte, und auch vor zwei Jahren noch nicht vorhergesehene Schwierigkeiten in Amerika erklären die Verzögerung. Der P. D. C, hat zuerst Mr. Samuel J. Rosen soh n nach London gesandt, tun die Verhandlungen einem Ende zuzuführen. Im vergangenen Jahre hat Judgc J. Mack eine beträchtliche Zeit in Europa und Palästina darauf verwandt, die Hindernisse zu beseitigen. Er «»wohl wie Jusllce Brandcls und Sir Herbert Samuel hatten aber nicmnls gczwcifelt, daß das Rutlicnberg-Projcki die erste Notwendigkeit für Palästina ,sei. Alle technischen Schwierigkeiten seien jetzt überwunden. (Die uns hier übermittelte Darstellung steht wohl mit dar von uns letzthin gebrachten Meldung über die Beteiligung des Joint und der P. D. C. an dem Rutlienberg-Pmjekt von Höhe von 116.000 £ im Zu:;.1iu1ncnl!ai1g. Trotzdem der Bericht des P. I >. C. keine konkreten Zahlen nennt, ist wohl aus den Miileilnngcn über die Verhandlungen in London zu schließen, daß auch dort größere finanzielle Mittel ln Aussicht stehen. Die Ausführung des sogenannten ״großen“ Ruthen• bcrg־Pröjeklc3 am Jordan erfordert sehr beträchtliche Beträge. Wenn cs nun gelungen sein sollte, diese mifzubringeit, — und wir haben keinen Anlaß, die präzise Feststellung der Siche• ntn g des Projektes bi Zwei lei zu ziehen —, so ist dies eine Tatsache von ganz aiilterordciitlichcr Bedeutung. Die Versorgung weiter Landstrcckeii in Palästina mit dek• Bischer Kraft dürfte eine geradezu revolutionierende Volkswirt• schaitlichc Wirkung auüibcn, — Red.) Sic Touristen•Saison In PaEstlai ״Near East" meldet aus Jerusalem am 3. Mai: Das Ende de# Monats April ist der übliche Schluß der palii* sUncnsischeii Tonrisleusaison, in diesem Jahr war die Saison die eifoigrm'hsle seit 1<)H, (Es ist nicht wahrscheinlich, daß Jerusalem jemals solche wie die Vorkriegssaisons sehen wird, mit ihrem Zustrom von Tausenden von russischen P.ilgcrn.) Die größte Anzahl van .Touristen kam aus Amerika, jedoch kommen Amerikaner fast immer in so straff organisierten Haufen und fegen durch das Land in einer solch schrecklichen Hast, daß niemand außer dem Transportgewerbe und den Hotelbesitzern einen Nutzen von ihnen haben, und auch diese beiden Gruppen müssen ihre Gewinne mit den betreffenden großen Reisebüros teilen. Am Ende der letzten Woche überfielen uns 70!) Amerikaner. Sie landeten in Palästina am Sonnabend, und vor Sonnenuntergang am Montag waren sie nbgercist, nachdem sie ganz Jerusalem (8 Stunden) Jericho, das Tote Meer und alles andere ״abgemacht“ hiittcn. E» wird einmal interessant sein, eine» dieser siebenhundert Opfer zu treffen und es zu frarem, was es von Palästina hält. Glücklicherweise ist der Tvp des sich länger »ufhaltcndcn, nicht geleiteten und infolgedessen besser zahlenden Touristen Im Anwachsen begriffen. Man sicht ein, daß es möglich ist, länger in Palästina zu bleiben, mehr davon zu sehen; cs bcs .er zu verstehen und alles ökonomischer zu behandeln, durch einen Besuch, der von den Methoden der grollen Tourb.tcnbüros unbehindert ist. Palästina ist jetzt für jeden gebildeten Besucher, soweit es das überhaupt sein kann, das beste Selbst/cugnis, Man kann ferner tüciit oft genug oder nachdrücklich genug die Tatsache betonen, daß es ein Mißverständnis ist, zu glaubeiv, daß Palästina (und insbesondere Jerusalem) außer von Dezember bis April nicht besucht werden könne. Das Land kann ebenso gut im Juli oder August besichtigt und bereist werden, nur mit einigen Vorsichtsmaßnahmen. Der Besucher hat dann auch den, Vorteil der sclir reduzierten Sclüflsprcise. Eine Organisation itlr die Entwicklung der Stadt Galla und des Karmel In Palästina ist eine neue Organisation!! unter dem Namen ״Lcmaan Haifa“ gegründet worden, deren Zweck es Rt, die Industrielle Entwicklung der Stadt Haifa und des Gebietes um den Berg Karmel zu fördern. Die Organisation beabsichtigt Straßen zu bauen, die die jüdischen Siedlungen miteinander verbinden sollen* Auf dem Berge Kännel sollen Hotels und Sanatorien errichtet und Gartenstädte in der Umgebung von Haifa angelegt werden. Der frühere Präsident der polnischen zionistischen Organisation, Dr. Klumel, ist Vorsitzender der Organisation, stellvertretender Vorsitzender ist Herr Abraham Goldberg (New York), Herr Prives (Warschau) ist Schatzmeister und Dr. Gott lieb (Warschau) Sekretär. Direktoren sind die Herren Haber (NcW York) und Klr* »chenberg (Warschau). Die litauischen Juden sind im Vcrwaltungsrat durch Herrn Kal!an aus Kowno vertreten. Herr Juda Bornstein (Wiesbaden) wird der Vertreter der Organisation in Palästina sein. Die April Eingänge des JQdisckn Naliönillomls Wie die Pal. Tcl.-Agcntur erfährt, betrugen die Eingänge beim Jüdischen Nationalfonds im Monat April 14,547 Pfund. * Die Gesamteinnahmen des KKL. betrugen nach der N.F,* Zeitschrift ״Unser Fonds“ im Jahre: 1018 1010 1020 1021 1022 1023 £ ' 66.300 £ 130.700 £ 161.300 £ 126.000 £ 71.600 £ 116.300 und Beitrag de» ,K. H, £ 2.000.- £ 1.000.- ״ ״ ״ —.16,300 £ Die Gesamteinnahme des K.K. L. seit seine! Gründung beträgt bis Ende 5683 £ *468.500_(daruntei £ 19.300.- Beitrag des K. H.), 1