Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 40 (20.5.1924)
- Date
- 1924-05-20
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/2651273-2652595-2652633--15769-2675094- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 40 TUCDfSCHE RUNDSCHAU Seile 297 B e k e n n e r 111 m 5, Stets blieb er d c r Jude, Ihm konnte die Gastfreiheit der Völker nichts aiihabcn. Er erhielt sich seine Eigenart. Vertuschung gab cs ״»eilt. . . 4 Er, der Jude, führte »ins Deutsche rum Boden unserer Kultur. . . . Wir achten in Enunucl Kciclier den ernsten, wahren Schauspieler, dessen künstlerischer Ausdruck gerade durch rassische Eigenart den Reiz der Bekanntschaft verstärkte. . . , Wir gedenken seiner in Dankbarkeit.“ (Ein neues Beispiel für unsere oft genug wiederholte These, dal! nicht betonte Zurückhaltung, sondern unbekümmerte und mutige Betonung jüdischer Eigenart selbst den wütendsten Antisemiten Achtung abnötigt •— Red.) In der Nacht vor den Wahlen verschwand atis Bremen der Parteisekretär des dortigen völkisch-sozialen Blocks Karl Herma 11!1. Die DeutsclivOlkischeii Bremens verbreiteten daraufhin das Gerücht, dal) Herrn,um, der sich in der Juden• hct/.c besonders hervorgetan hat, aus Rache von den Juden ermordet worden sei. Später ergänzten sie diese Mittei• lung dahin, daß es sieh um einen reinen Rittialmord handle. Nunmehr veröffentlicht die Bremer Polizei eine Mitteilung, wonach amtlich fcstgcslcllt worden sei, eiall Hermann nicht ermonlet wurde, sondern einfach unter Al i 111 a 11 m e von Pnrtcigcldcrn der Deutsch• völkischen ve rsch wunde 11 sei. Wie man jetzt erfährt, handelt es sieh bei Hermann um einen Schwindler und Hochstapler aus München. Er bot sich den Bremer Völkischen als Wahlhelfer und Propagandist an und wurde auf Grund der Phrasen, die er gegen Judentum und Marxismus in München auswendig gelernt hatte, mit olfenen Armen aufgenommen. Alsdann ließ er sich Vertrauensposten übertragen, bei denen er mit der Kasse in Berührung kam, worauf er in der Walilnacht verschwand. Tausende von Menschen in Bremen glaubten an einen Ritualmord. Viele Juden wurden mit Drohbriefen überhäuft, wenn sie nicht die Leiche des ermordeten völkischen Parteisekretärs heraus• gäben. Hitlcrlunden lieferten im Polizeihaus das angeblich gefundene blutbefleckte Seitengewehr ab. mit dem der völ• klselic Parteisekretär ermonlet worden wäre, während andere Hakenkrcuzlcr den Anzug des Ermordeten vorlcgtcn. Unter dem Namen ״Mikra“ wurde in Berlin eine neue hebräische Vcrlagsgcscllschaft gegründet, die cs sich zur besonderen Aufgabe gemacht hat, die Bibel wissen• schaff in hebräischer Sprache zu fördern. Die Leitung des Verlages liegt in den Händen des Herrn Dr. M. Solo• weitscliik. Der Verlag ״Mikra‘“ hat sich mit dem be• kannten Verlag ״Dwir“ vereinigt. Der vereinigte Verlag ,,Dwir-Mikra“ unternimmt insbesondere eine in o 11 p!11 e 111 a 1 e A11 s g a b e d e r Bibel mit umfassendem, wissenschaftlichem, dureli archäologisches Material reiclt illustriertem Kommentar, zu dem namhafte Eorscher ihre Mitarbeit zugesichert haben. Das lllusirationsinaterial wird durch Abbildungen der Funde, die bei den neuesten Palästina-Ausgrabungen gemacht wurden, ergänzt sein. Das Unternehmen ist nach einer J. T, A.-Mcldung finanziell sichcrgcstclli. , , , . Oesterreich Seit Anfang Mai ist die Liste der Selbstmorde unter den Juden in Wien infolge wirtschaftlicher Zusammenbrüche weiter .™gewachsen, An einem Tage, am H. Mai, zählte die Chronik allein acht Sclbstmordfälle, in der• Mehrzahl Juden, Berliner Kalender Bä rot B«rlin«r 7ä6nl«ti*0k• n׳«rttt» W 15 , Mllnilciikril» 10k!'•!•pUoas HUmorek 4 1U&—'70 * )*oiu«U**kk:611fc• JH•. IttOOQ B*rUa KW 4• Kft11*nT«rwalkunc dar U. Z. T, Mittwoch, Öen 21. M&l »bftada f* Ült» Grappa 0«t Im Zloniftifohwn Ifr'im, Iil1*rff«r Btf, Oft 0 r0R«• Pf0|)»f*ndMpr*n»taitu1«pr H«rr Oborr«1derting«rat Hana <iuil*rt ,.Ha• deafc*«b• Jidtitc■ ■1611 I•■ Uelcl1ft»Kfwfhl6n.״* d«a ITi. M*t •btudi Üh» t)ertitt»r 7to»1«tl>ohA Yar«1n1**»f im lUIro, Mo{nak6itr. 10. RUianpr dar VArtrptprrfiffmmlnnir. : 1. Aandoruns{ dor balrofla Züa«1nxB0na«t»rtn da? V«rtroterv6rf»mmluns. % Kv®ntnnHn. Hin HiUuBg tfÄJf •11• MI'gU§<Ur dor B. 7j. V, WWtHöfa. •bindi 0 Cb! fl rapp* Nnrd in den 8ophl©n*Äl0n, HophloHati׳. (U00h*fitf*4fcl) I־** Itaia1u*r״l-’*10r• An• d*m Programm: t. HnmoriAtiRcli• Vnrtrftft«. Br, Robtflom nnd*ah6tiT1•* 2 Ko?״itt*ifon o*tiUdl#rhor Diohtmitfon (1י(»חז*י öwl R*h«I*no. 8. O׳•amsr•־ vortriigo, Frlluloin KiU Kur■. —* Tombrdrv, T»n■• —יי Kintrltti Mk. I,£0 inkL StfHor. Kreith, d*n 2» Mai •bondi fj* Uhr tiynagop-o im ZionittUchon Helm, Laadabftrgor St*. WÄ, Ootteidirnit. Bonnabond den 24. MM morgoni 0V4 ühf Bynegog« im ZionlatlxMion Heim, Landfb«rg«r ötr. B9, OottMdlenat« •band• 9 Uhr Grupp• W«ft.Ch»rlott*nb«rjr In der Kon׳Btf>rni I׳©on, BlUowMf, 1. Beriehto d«r au• Pal&tkin» EarÜokg0kokrt6׳n G#»lnnt1ngafrt11nd•. * ■beade 8>$ (Jh Hannat HfiftTr!m Zlnnt«H*r116* Heim, I/Rndeborger Str. 89, lUnganur Kl. FrnnVfnrlor Str. 11. VortrRg ▼on Chawrr Wtrll״afeit ״H•• Waon da• ArbelWslO•!•■•• ■ad 0U Wag• d*r IliteebiUtb.“ Sonntnjj, dem 21. MM Winflonrnp m*r\ Y«*)t(tlta. Troflpnnkt Uhr frftk am HUUinar VororfcbRhnhof. ()A1U willkominait. Mittwoch, d**n ,.H SiM abend« 8 Uh* Ompp• Oft Im 7d*nUiUe11an Heim, H«nd»ber«:*r Pkr. W. Herr Br. Kgon Kononborffs ״Ule Bed^etnug der »raertkftnUehea Kenferem•*4 Jedtu l)Unftftjr*b«»'.4, «Uhr OttjiMirkfr FritdHehfias 118 Seminar für JßdUoh• 0«*«hiebU. J»4«a r)i*r)ftereh«ed, 8 TThr Jidiffktr fi«It«rTfr»tn 1*rerrt>• im 7.i«nU4i«rh*m H«lm, Laiifbergtv St«.86 *fmlnftr för iädifrb• 0«*rhi«ht• «nl«r Loitunc d«t!?•rrn •t«d. phü. I* 8 h iah t• r. Grap»* We«t־fl1»rlott*aborfr Jeden Bunnehond nnohm.fi—7 Uhr. Horr B׳%rth• »KleinePropbei«n* in dnr «Ttmgogo Pnitalof?.istrA««*, Woehe0tagffyn»grjgen»aM (Mot rti'h♦« ׳Tfir'i. Jedrn Monteg H—(יי^ Uhr Rh*nd», Herr Br. Brftnn! Izenfender W0*11«n* etj» Tliora nnd l’rophntnn, In der Hynagogo P0ft510r«lftr(M*•, Worheni׳»gfeTimgogoiisAAl (Hof, rechte Tflr). Rumänien Aehnlich wie in Siebenbürgen und der Bukowina hat sich auch in Beßarabic» ein jüdisches Schutzkomitcc gebildet, dessen Aufgabe cs ist, die durch die neuen Verordnungen der rumänischen Regierung gefährdeten Bürgerrechte der Juden Neunimänicns wahrzunehmen. Das Komitee bestellt aus 23 prominenten Persönlichkeiten; Vorsitzender ist Dr. D e r 11 s t e i n - K o h a n. In der Toynbee-Halic in Czcruowitz fand eine jüdische Massenversammlung statt, in der eine scharfe Resolution gegen das neue Bürgergesetz, nach welchem 30״:» der Bukowina er J11 de 11 sc h af t sowohl das Hciniatsrccht, wie das rumänische Staatsbürgcrrccht verlieren, angenommen worden ist. Das ״Prager Tageblatt“ bringt im Zusammenhang mit der Anwesenheit des r u m ä n i s c 11 e 11 Königspaarcs ln London und der in Verbindung damit, vom rumänischen Außenminister geführten Anlcihcverhandlungen die Information, daß sich die Londoner City sehr kühl zu dein Anleiheplan verhalte. Die Zeitung meldet: ״In der Anleihcfragc ist der rumänische Außenminister bei den Vertretern der englischen und amerikanischen Banken auf gerlngcs Entgegenkommen gestoßen, da man dem rumänischen Minister keine Zweifel darüber gelassen hat, daß der Widerstand einer maßgebenden jüdt sehen Persönlichkeit der Hochfinanz gegen eine derartige Anleihe arbeiten würde, welche die Auffassung vertritt, daß Rumänien im Inneren Zustände schaffen müsse, die auch der jüdischen Bevölkerung Sicherheit für Leben lind Eigentum gewähren. Solange die rumänische Regierung gegenüber antisemitischen Ausschreitungen passiv bleibe, könne man nicht erwarten, daß Banken, 111 deren Leitung Juden führende Stellungen einnchmcn, geneigt sein werden, eine rumänische Anleihe aufzulcgcn.“ Die lea teilt mit, sie habe vom Zentralkomitee der ukrainischen Flüchtlinge in Beßarabicn ein Dankschreiben erhalten, das im Aufträge einer Versammlung der Oberhäupter von 250 Flüchtlingsfamilien abgesandt worden ist. Nachdem die meisten großen jüdischen Organisationen für Flüchtlingshilfc ihre Arbeit in Rumänien abgeschlossen haben, sorgt allein noch die Ica für die im Lande zurückgebliebenen Flüchtlinge. Während der vergangenen zwölf Monate haben die von der lea in Bukarest, K ischi!1 c w und Dielcc eingerichteten Emigrations-Büros die Aus- Wanderung von über 6000 Flüchtlingen durchgeführt. Fm ganzen sind in dieser Zeit 9500 Flüchtlinge aus Beßarabicn abgewandert. Die Aktion für das arbeitende Palästina, die vor kurzem in Rumänien einsetzte, hat bereits erhebliche Erfolge gezeitigt. Allein in Bukarest wurden 1300 Aktien der Palästina- Arbeiterbank untcrgebracht, insgesamt in Rumänien bisher 2500 Aktien. BaHianUwdti■ Die griechische Regierung erließ eine Steucrvcrordnung, w^nad) die vom Militärdienst befreiten Mo ham cd an er und Juden, auch die wegen körperlicher U;1• imtgllclikeit befreiten, eine Steuer zu entrichten haben. Die Juden werden mit einer Extra Steuer belegt, die über die Normaltaxe hinausgeht, da sie — »0 heißt cs in der Begründung — anläßlich früherer Einberufungen ״zu billig“ davongekommen sind. BfrlU*r m«r«*11M)r»pp* Jod*m SonnM>#T11\ יוו!ו*י«ת. ft—7 Wir, Morr UrtIUi JKIMn» ,ProplaM♦*•, in <Ur '־־'TnAKn^ft FtHtMozciHrTauo, Wochont*g»»yn«1RDgen**M (hot, recht* Tür). J«d«n M0nt«g 8—Uhr MhhvI■, H#rr Dr. Brünn: T4ftaf»n<i6r Woflbm• phffHinlU *זיוז <lr*r TJior* und PronhMon, In 4*r SytiAf'Ogo P6itRl01tll- •tr*■•*, W0ph«n♦ A?R«yn*con*n»AR1 (ifaf. r*oht« Tdr). Jed*n Vontnz וח!!'י*ת. C»/»—4י < Uhr, TT*rr TlAhh, Df. Kmil?,«ryi FaMlBMi, Im BchUl*r*lirnl^ymna*«!nm, O)»»rlott#nbnrsf, 8ehilt«r«tr. 8n. Grappa Ifard MiUwaah yo» H^Uhr h*i Kdm. U«»f. Oranlanbarirar •lr.00. Q6a%1«Ua Knnn»han0 flMhm. 45־־״ Uhr bal Kdm. L®ry1 fl*hnl*hAn •rnok. Sonnt•« ▼ormittarc 1t— 1 Uhr )•»I FHm. U*vjrt n«mnr»h. אגודת בתי ספר יישראי Jüdischer Schnlrerelu E. T., DtrBa Vnr.l.ivl.raitgH.d! Hlr,׳llanr»t Kalt Hka1M.nt.tj, Urunawatld, Friadrlch«ruh«r1ir. 82, ז. בית ספר לל־עוי העברית בברליו 8pr«ahsc8«1a f» Barllat Kiff. AnnVanft *rtailfc drr HrbuH»Bor, Harr K. VtarpRTün, PinnntR«. 6 Uhr »fe«1At, und Dounarniac. H ז Tb r ab«näa!■ dar BaehvMinl* für di• W1iH0«6ht(t (I•■ Judeutnrn•, ArtilUriMtr»8• U. I, Ziram•!• 4. מ■ בית ספר לילדים במערבה של ברלי‘ Jüdlftfih• 8rh■!• W«i♦. t»«ÄVnnft *rtoilt di* 8®hüI10iiarin. Friuirln Oh6rUhr«rln B«Mjr D■ dm l^onUf, Dienstag nn l Doimarutag 12—1 Uhr in dor Schalo, F»0an*nctr. 70/“O »1• ביח ספר לילדים במורחה של בדליי JiMtich» H.N.U 01t, ■ — Aaihnnf. art.Ut di. Uohaltvit.Hii, Kr.ul.ln 8uj.ua* Et.kt.a.t.ta, Vr.ll»! U—. Uhr. p.nkow 87«, גני ילדים בברלין •iv JBdtiflS.r KInZfrj.rt.a Ch.rluttr.burj, Xa.tor.tr,7. — MonU* bl« Fr.lt.zn von ,.,!1;;—יו Uhr. Jüdl.rli.r Klnderj.rt«« Xord, W.lnb.rg.w.g 11/18 b.l Snorttog. — btonUr bl* KroH»^• Ton B—1^2 Uhr. JWlichrr Klnd.rj.rt.n Süd, im Kcatanrant ,r.t.onhot.r‘, Don.n- Eoko UoutorBlrnün. — Montag bi. Kroit.g. von J׳y1Q— Ubr. iüdl.rlitr Kl.d.rmrl.a O.t, J.blon.kl.tr, 28. — Montag bi. Fraitun Ton!,,IO—V$l Uhr. . ZBdl.ch« Klad.rj.rtr■ W..t, Uhland.tr, 118/U7, b.l FOrit. - Montag Mn hr.itiig» Ton!Tin— ,-'l Uhr. Ttxticn Die 7. Versammlung des Internationalen Instituts tiir Landwirtschaft wurde dieser Tage in Rom abgehalten._ Mussolini hielt eine Ansprache und wies dabei auf das Werk David Lu bi ns, des bekannten nmerikam'sclt-jiklischen Oekoiioms, hin, der auf dem jüdischen Fried- Hof in Rom beigesetzt ist, und dessen Bemühungen die Gründung des Instituts zu danken ist. An der Zusammenkunft nahmen 11. a. der Direktor der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Brunswick (New Yersev) Dr. I. G. Lipm a 11 (Delegation der Vereinigten Staaten) teil. Dr, Lipman ist auch Direktor der jüdischen landWirtschaftliehen Gesellschaft Amerikas. Er wird sich demnächst nach dem Orient begehen, um die Möglichkeiten Palästinas vom landwirtschaftlichen Gesichtspunkt zu studieren. ■pMmhrtfd» Die Jahresversammlung des Israelitischen Konsistoriums von Parts wurde am 11. Mal unter dem Vorsitz von Baron Robert de Rothschild abgchalten. Der Präsident des Konsistoriums, Baron Edmond de Rothschild, der eben erst von seiner Reise nach Aegypten zurückgekchrt ist, konnte der Versammlung nicht beiwohnen. Der Sekretär N. Feldman legte den Bericht vor, 1111 Jahre 1919 wies das Konsistorium eine Mitglicdcrzahl von 3376 mit Gesamtbeitragen von 212511׳ Frcs. auf; im Jahre 1023 waren es 4386 Mitglieder mit Gesamtbeiträgen von 295 663 Frcs. 1000 Kinder in Paris und Vororten erhalten jüdischen Religionsunterricht. Im Jahre 1923 fanden 482 Trauungen, 236 Barmizwahfeste und 852 Beerdigungen in dem Bereich des Konsistoriums statt. Gnptknd Der Minister des Innern, Mr. Arthur Henderson, empfing am 7. Mai eine im Hinblick auf die bestellenden Beschränkungen für Ausländer (wie Registrierung, das Recht auf Ausweisung, die Art, wie Nnluralisationsgcsudie erledigt werden) entsendete Alxirdming des Jcwish Board of De put 1 es. Der Minister sagte den Delegierten, daß dies® Fragen mit Bcmcksiditigiuig der Tatsache zu betrachten *eien, daß die Bedingungen in manchen Ländern seit dem Kriege noch nicht normal geworden sind. Was die Naturalisation anbclangt, so würde er sein Bestes tun, 11111 eine Erledigung der ciiigelaufencn Gesuche herbeizuführen. In manchen Fällen könne die Verzögerung gerade als ein günstiges Zeichen für den betreffenden Ausländer angesehen werden. Er versprach jedoch, diese Angelegenheit, sowie alle anderen ihm vorgetragenen Punkte einer Prüfung zu unterziehen. HinerChk Zu Ehren des nach Europa »1 niekreisenden Delegierten der ״Tarlmth“-Orga1üsaüon, Abg. Dr. O. Thon, hat der Verband der Galizier in New York cinAbschicdsbankett veranstaltet, welche־■, sich zu einer imposanten Ovation für Dr. Thon gestaltete, ür. 'Hum sagte, er hoffe, daß der neue jüdische Typ, der sich jetzt in Amerika hcrnuskristallisic re. ein würdiger Erbe der tausendjährigen Tradition des Judentums sein wird. Aber auch in Polen existiert jetzt ein Judentum, das stolz, kampilustig und durch und durch jüdisch ist, und an welchem sich die Juden der ganzen Welt ein Beispiel nehmen können. Für ״Farbuth“ wurde an diesem Abend eine Summe von 3000 Dollar aufgebracht. Die J. P. Z» berichtet aus New York: Das Büro def Agudas Jisrocl in Amerika mußte aus Mangel an finanzicllcn Mitteln geschlossen werden. Durch Differenzen zwischen der Wiener Zentrale und dem New Yorker Büro ist jede Arbeit gelähmt. Ehe Knessio gedaulo hat nämlich sich veranlaßt gefühlt, die amerikanische Leitung in Wien zu wählen. Zufolge dieses illegalen Schrittes haben die Herren, welche die finanzielle Last des Büros in Amerika selbst getragen haben, ihre finanzielle Unterstützung versagt. Daher muBu: das Büro, das ohnedies seit Monaten keine Beamten bezahlen konnte, geschlossen werden. (Wie andere Blätter melden, ist sogar schon die Exmission des Büros erfolgt. — Red. ״J. R“) — Die Audienz bei Hussein wird hier selbst von Agudisten mißbilligt, und hat viel dazu beigetragen, die Aguda hier in Mißkredit zu bringen. 23.ABSweisdcrZionl.sfcnsieuer-f:iag!inge Ihr das 1.Quartal 1924 vom 13. bis 16. Mai 1924 Kontintjfnl wr1 Inkl. Rückstände Elne.nj vom 18. 5.11־« in. 6. U Inifdimt fSr 1. QturUÜS4 rehlbetrtf Duisburg 600,— 110,— 249,— 351,- Düsseldorf 750,- 23,— 831,— — Frankfurt a. O. v'5,— 16,— 22,— 63,— Halle 150,— 53,— 1 150!- — Karlsruhe 200,— 10,- ' 24,— 176,— Plauen 90,— ׳ -,3 3,— 87,- Schönlankc 23,— 15,— ' 15,— 10,— Einzelne Zionisten 650,— 3,- 519,60 130,40 Eingang vom 13.-16. Mai 1021: f. 1. Qu. 1924 : 216,-4 Gesamteingang f. 1. Qu. 1921: 20 215,70. Sonderspenden: 690,—. Spezifikation: Duisburg: M. Mond 25,— (1. Halb- Jahresrate einer Jahrcszchng.), N. Colinen, Seligmann je 20,—, Dr. Kolski 15,—, J. Mover, M. Meyer je 10,—, I. Obstfeld, R. -A. Simon je 5,—. Düsseldorf: I. Lühkc 25,—. Frankfurt a. O.« R.-A. Aronheim 10,—, Ph. Krämer, M. Ncmerowsky je 3,--. Karlsruhe! Dr. H. Stern 10,—, S. Holz, Dr. Levis, CI1, Schäfer je 3,—, Plauen! D Rmvinsky 3,.—. Schßnlankc! M, Grunwald, Mcmh. Grunwald, Ph. Orunwald, Fr. S. Lewy, S. Tobias je 3.—. Einzelne Zionisten: Coblcnz: I. Loewenthai 3,—. 5. Ausweis der Zlonistensteuer-Einpnge Ilir das 2.Quartal 1924 vom 13. bis 16. Mal 1924 Ort Konllnjcnl Einem(: vom IniRM.mt ur< Inkl. Rückstände 18.5.11.1־a 5.14 tür 2. Qu.rtal 24 Berlin 5000,— 625,- 1843,— 3152,— Cassel 450,— 260,— 310,— 140,— Frankfurt a. M. 2385,— 5,— 5,— 2380,— Frankfurt a. O. 163,— 13,- 19,— 144,— Karlsruhe 376,- 19 — 24,— 352,- Landsberg 100,— 35,— 35,- 65,— Pforzheim 50,— 27,- 27,— 23,— Plauen 237,— 3,- 3,- 234,- Schönlankc (10.— 15!- 18,- 42,- Einzelne Zionisten 780,10 11,- 176,— 612,40 Eingang vom 13. bis 16. Mai: für 2. Qu. 24: 1013,-, GcsamicLngang f. 2. Qu. 1924: 4413,40. Spezifikation: Berlin: S. Brünn, Joach. Koppel, J. Pacnson, Rothschild, Mittwoch & Co., Familie B. Sulmann je 20,—, Dr. S. Hildesheimer, Dr. M. Lewy, B. Perl je 15,—, I. Kahnn 11. Fr. 13,—, E. Aufrecht, D. Bojarski, H, u. B. 1>unie, S. G.irfunkcl, S. I Irilbroim, Frau Jacobinskv, D. Kahnn, L. Koppel, Dr. Prausnitz, B. Seiden, Theob. 11. Hed. Schalem je 10,—, Dr. A. Fliasbcrg, G. u. L.. Llcmann je 8,—, E. u. II. Jacoby, Dr. F. Roseublüth je 6,—, Dr. Aruswaldcr 11. Fr., Dr. M. Ascher, Alb. 11. Kiitc Baer, Dr. Bergroth, Dr. A. Brünn, I. Bry, Dr, Diinncr, I. Fricdläiulcr, Dr. H. Friedemanu, Frey, Dr. M. Georg, Dr. B. tirünfelder, R.-A. Th. Hciliironn, Dr. R, jacobi, Jonas, M. Isakowicz, Kornfeld, I. Land, M. Lcvi, Alb. Lienmann, Locwv, Dr. Orbach, I, Pomcrauz. Dr, H. Preis, S. Kabiiiowitsch, M. O. Roscnb.ium, E. Roscnbcrg, M, Sachsenhaus, R. Saloschin, N. Slnek, M. gf ן - 'WIE* 5s 1