Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 38 (13.5.1924)
- Date
- 1924-05-13
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 38 JÜEDISCHE RUNDSCHAU Seite 283 ״Es wird beschlossen, daß der Vorsitzende ein siebengliedriges Komitee zum Studium der Frage der Jewisli Agency und, wenn möglich, zur Ausarbeitung eines gceiglictcii Planes cinsetzen soll, nach welchem die amerikanischcn Juden sich an dieser Agency beteiligen können.‘־ Air. Alarshall: Ich nehme an, Sie wollen sagen, mit dem Recht, andere zu kooptieren. Dr. Frankel: Ganz gcwill. : Mr. Alarshall: Dr. I"rnnkclt Hier ist noch der Satz — icli weiß nicht, ob Sic dagegen etwas einzuwenden haben: ״Es wml beschlossen, «lall dieses Komitee mit der Zionistisehen Organisation und anderen Körperschaften zur Ausarbeitung eines geeigneten Planes tür die Durchführung dieser Aufgabe beraten soll.“ ( Dr. Frankel: Dagegen habe ich nichts.! Air. Marslmll: Nun wäre also der einzige Unterschied der, daß Dr. Frankel vorschlägt, cs soll ein Komitee die Frage studieren, das mit der Zionistischen Organisation und anderen Körpcrschatten beraten soll, um einen geeigneten Plan zur Durchführung der allgemeinen Aufgabe auszuarbeiten — und der einzige Unterschied ist, daß aus der Resolution ausgelassen wird, daß die Annahme des Vorschlages in dem Sinne empfohlen wird, daß die Jewisli Agency repräsentativ für das ganze jüdische Volk wird. Ist das die Absicht? Dr. Frankel: Die Absicht ist ganz einfach die Annahme des derzeitigen Vorschlages. Air. Marshall: Ich möchte den Versuch machen, beide _ Anträge neu zu Formulieren und sic zu einem einheitlichen zu verschmelzen, damit das so der Absicht aller Beteiligten entspricht. Die Resolution würde dann lauten: ״In Anbet rächt dessen, daß das P a 1 ä s t I n n 111 a 11 d n t des Völkerbundes in Artikel 4 Vorsicht, daß die Zionistische Organisation die Mitarbeit aller Juden bei der Durchführung der Bestimmungen des Mandates sichern soll, und in Anbet rächt dessen, daß die Zionistische Organisation vorgeschlagen hat, «laß Nichtzionisten Alitgiiederder J e w i s h Agency werden sollen, wird beschlossen, daß. der Vorsitzende ein sic bc 11 glicd ri g es Komitee mit dem Rechte, weitere zu kooptieren, cinsetzen soll, um die Frage der Jewisli Agency zu studieren und, wenn möglich, einen geeigneten Plan ausmiszuarbeilen, wonach die amerikanischen Juden sich an dieser Agency beteiligen können, und mit der Zionistischen Organisation zu beraten, und daß «lieses Komitee ermächtigt wird, mit der Zionistischen Organisation und anderen Körperschaften zu beraten, um einen solchen Plan für die־ Diirchlührung der •gedachten Aufgabe ausz.uarbcitcn, und cs wird ferner beschlossen, daß das Komitee über seine Ergebnisse einer neu e i n b c r u f c 11 e 11 Sitzung dieser Konferenz oder auf eine sonst passend scheinende Weise berichtet.“ Entspricht das den Ansichten aller Anwesenden? Es scheint mir, daß es sehr erwünscht wäre, die Resolution so zu formulieren, da «Ins bedeiilct, daß die Frage von «lern Komitee ernstlich behandelt wird, und daß man mit der Zionistisehen Organisation und anderen Organisationen beraten soll, um einen Plan ausz.uarbcitcn, atifVirtind dessen die nmerikanischen Juden nn der Agency tcihiehincu können. Wer für die Resolutionen in der auf Grund von Dr. Fra nkcls Antrag abgeänderten Form mit der Einleitung aus Dr. Friedmans Antrag und mit Zusatz zu der Bestimmung in dem Antrag Dr. Friedmans, daß dieses Komitee mit der Zionistisehen Organisation und anderen Körperschaften beraten soll, um einen geeigneten Plan zur Durchführung der Aufgäbe der Errichtung einer Jewisli Agency auszuarbeiten, ist, der sage ja, wer dagegen ist, nein. Der Antrag ist angenommen. Ich glaube daher nicht, daß man noch über etwas anderes abstimmen soll. Wir haben jetzt die beiden Anträge angenommen. Den einen bezüglich der Errichtung einer iiivcstitionsgesclischaft zum Zweck der Hilfe bei dem wirtschaftlichen Aufbau Palästinas, den zweiten mit Bezug auf <iie Jewisli Agency und auf unser Interesse an der Schaffung eines Komitees, das die Frage studieren und mit den nötigen Körperschaften beraten soll, die Zusammenarbeiten müssen, um die Agency nktionsfähig zu machen. Wenn die Versammlung noch irgendwelche Angelegenheiten zu behaudein wünscht, so werde ich das mit Vergnügen zulassen, wenn cs etwas mit dein Gegenstand der Konferenz zu tun hat. Dr. Solls-Cohen: Herr Vorsitzender! Bevor wir uns vertagen, würde ich cs für richtig halten xmd darf cs wohl beantragen, daß wir ein Dank Votum 0 11 Dr. Weizmanu für seine Teilnahme an der Konferenz und f ü r s c i n e a u f k I ä r e n d c n und instruktiven D a r 11 g 1111 g c 11 beschließen (Beifall). A1r. Marslmll: ,Wollen Sie auch Dr. Ruppin cinbeziehen? Dr. Solis-Coliciu Jawohl, auch Dr. Ruppin. Air. Marshall: Der Antrag ist gestellt, Dr. Wei/mann und Dr. Ruppin den Dank für die liier von ihnen gehaltenen Ansprachen und für die Mitarbeit, die sic uns mit ihren Beratungen gewährt haben, auszusprcchcn. Wer dafür ist, sage ja. Der Antrag ist einstimmig angenommen, meine Herren, ich daiikre Ihnen dafür bestens (Beifall). Mit Bezug auf die Einsetzung des Komitees würde icli gern die Möglichkcit haben, eine gewisse Zeit zur Beratung zu gewinnen, da es eine Angelegenheit von großer Bedeutung ist, und ich im Augenblick die Komitees nicht nominieren könnte. Ich bitte auch um Vorschläge aus Ihrem Kreise mit Bezug auf die Namen anwesender Personen, die als Mitglieder für eines dieser beiden Komitees in Befracht kommen. Air. Archibald Silvcrman! Ich beantrage, daß die Komi• tees von dem Vorsitzenden nach seinem Gutdünken eingesetzt werden und daß jeder, der einen Vorschlag von Namen hat, die er für das Komitee empfiehlt, sie dem Vorsitzenden übersendet. Mr. Marshall: Ich glaube, daß ich die Einsetzung des Komitees nicht lange verzögern werde. Der Vorsitzende arbeitet immer ein bißchen unter Druck. Ich möchte nun vorschlagen, wenn jemand von hier einen Antrag mit Bezug auf die Zusammensetzung der beiden Komitees machen will, daß er ihn dem Vorsitzenden innerhalb der nächsten drei Tage übermittelt. Mr. David Brown; Ich bitte noch um einen Augenblick vor der Vertagung. Wir haben Mr. Marshall und seinen Mitarbeitern für die Einberufung dieser Versammlung und für die Art, wie sic geführt wurde, unseren Dank auszusprechen (Beifall). Mr. Alarshall: Ich habe «las Gefühl, daß dies ein sehr wichtiger Augenblick in der Geschichte der Juden gewesen ist. Wenn wir auch noch nichts vollbracht haben, so haben wir doch Kräfte in Bewegung gesetzt, die meiner Ucbcrzeugutig nach große Ergehnisse zeitigen werden — große Ergebnisse für die Juden Palästinas, für die Juden der Welt. Ich bin sicher, daß dies unsere Selbstachtung ebenso erhöhen wird wie die Achtung, die den Juden überall von ihren Mitbürgern entgegengebracht wird (Lebhafter Beifall). Schluß der Versammlung 5,50 Uhr nachmittags. (Schluß.) Berliner Kalender Bir@t V#r*I01j*־n׳זוז, ÜarlJtt Wlö, 10.?•liphoni liinmnrok 71U&—70 * 1'oatMbaofc kaut* N•, 14044־» ÜtrUa *fW '«• Kaacanrarwaltanc dar Ü« Z. T, Mittwoch, dan 1t. Mal *band* Uhf Grnpf# 0«i im Zloniatlnohcn Hnim, liftndiWßAr ßt f. ftO. Herr Dr« Kupfarbergl ״ttlaalara•• un׳l •0*1*1• Btwofanf.11 •band■ B Ubr Gruppe dar Zl«nlfti6a *tu dam Oltdtt im Öroiion Baal <!0r Mnnikor-Hitlo, K*i«or WUhelmsir. 01* Thf'»tp«*-At1an11, %nt Anfführtm* ,Dar FromtU“, Nfimruplal in 4 Akfan ▼,?, CJorJin. Kinmnll je«» Anftratan dos Horm Mark«• H*rs0bkowf«r, •hamidif(** Mit- *Hot! dar Kraion «JüdiNohon Volksbühne, Whm. Karton ■um Pr•!•« von Mk. 0, 6, 4, 6, 2,60, 1,00 an der Knuo. HaalÖflnüßg um 7 Uhr, Anfang jirfUiso 8 Uhr. abond• SH Vht IHonUtlifhor Jairandvarata I?A«1mfror, Grappa ßkarloilonbarg im Hf'stftnrrmt U־Mjk**tr. SO, Horr Dr. Warnnr Babi ״Thaodor Hör*!, *01» I.obi» and *«Sa» ßadaatvar Wr 4aa JQdUoi* Volk.*• Kroltag, don W Mat ahnndt 7H Uhr im ZioniiifiGlmn Ualm, Land*borg#r Str. 89, Gott«odl*u*tl Sonnabend, dan 17. Mai morgont 84/״ Uhr Synagogo im Zioniillscbhn Holm, L*nd*barfa* ßtr, 89. Gotfendianat, Montag den 19. Mai ab and■ 8H Uhr ßerllnor ZioBioifioho VorMa!*a»f im Kttnitlcrbnuo, BnllAvnOitr. 8. Von'tr-G*d*״Ur*i*r. An* dom Pröprrammi 1. (1nd״nWreda, H**rr Prof. Dr. fHarfflann. 9. Aafiühruntt eines Ak*o» an* ,DU Goldan* ein Drama vom Tzobon. T.ai^nn und Frondon dnr ribaasldim. mit Mruikbajflaltnnir tmd ( horafnlapon, Rcylöund rfauptroPo G1\d ß«baUa«o. R. TJodor ▼nn Poroti. Kintrlttiproliot Mk. 0,60, 1,—, 9,— etiKÜglioh BUnar, 1 •band• 8 Uhr Gruppe dar Ela«Ut״n •na da!» 0!t*1 im Halm. T«and«b»vrp׳nr ßtr. 89, Grappanaliand. MUtwoob, don 21. Mai abend* 8 Uh- Group• 0*4 im 7«io״i*H*obon Heim. UandsbortTftf ftlf« fiB. Gros«# Proparandar»rftnsta1toaaf Herr Obonegiorangirat יח«ח G״«Ur! * Das daatichi Judeatim nah d«1 Rolehit*R*w»l»1e!1iw abend» 8 Uhr ZtonlittsdUor J»ta*ndf0r011» ftteljtwar!*ronsraodaTorsnsfsttanr. Itafaratit! TTarr Dr. Ap'ah Thema tmd Ort wird noch bakanntgogaben Jadaa Dlanitar«‘**•’מ .•1׳'׳ Uhr Oat}K4l«fkar 8i»d*»to»T*rof11, l״rlodr?Ab*tr. 116 BemJnar fnr indisch* fl**«hieh♦*. Dl*n«f*r*b**d, » Uhr ja4l««k«r S«)t1rr«r*f■ Frarros* Im 7.#1^י1«יזוז*י• TTalm, L1141kir|1v llr.80 S*roi״*r fftr jidUcha flo««biei1t• anlar Laitarr 4as lT*rrn •tnd. nhU. Xu fl h K •h 4 r. Oraap* Mar4 Miitwftob ▼oa HflUbr bei Kdrn. 1»•^▼, Hranlonburrar •tf. 80. Öaraarab Nonnah*nd na*Hm« 4—6 T'hr hai Kdm.!«•rn Prhnlahan arnoh. Sonntag vormittag 11—1 Uhr bat Kdm. I<ovyt Oamarab. אגודת בתי ספר לישראל Jüdischer ISehulreroIn K. V., Bsrlla ’ G*«1bkftifChrondc״ Vf1r«tQml«mitr• Rtndianrat Karl HammirflHla, Urnoawald, FrUdrirhsruharatr. 8A בית ספר ידלשוו העברית בברלץ ■t!f#hrl!«rh• Rpr«#h1rhwt* ia Rcriln (5U, ■MM«*t*rl AasVtmfl •rteiU dar SchnB*itor, 1!*rr N. liArrgrOn. Dinuataa. öTThr ab au 4 s uad Donnorsta^. H Uhr ab*n4■ in d*r ifock«nhulr <(tr dia WI«1kp*obafl da« Judantwia«, ArtU!«r)«stra6a 14, 7, Zintmat 4. מ. בית ספר לילדים במערבה של ברלי• JUI.uk• Hfk.I, Wi... Amilitmft ,rl.iti Ui, OeSttll«it*rln, Kris>11«fn Ob,r1,kr,rln tl,4ky T.snA״. Moav.jj, DlenalRR ontl I10nn«t«t*g H—1 Uh» ia tjet Schale, P8*»\1*n1tT. 1WS0 111. בית ספר לילדים במזרחה של ברליו JJdi1«l1, Kr!! 111# 0,1. Adlum(( rrl.ilt dl, Sel1all»ll.rtn, Frilulnln Hn.,nn• M.ht.ail.ln,!־eil■, 2—i Uhr. Pwikow SW. JD1tt«fI1«r Klnilorr.rtea CbsiloUcnbarf, K*1tor.tr.7. — Uont*( bis Ff.ttsg, von H10—'/!\ Ulir Jüti.ftrer 1;;1ז»זיו1ומ,« Nocil, W,iablrs,w,g 11/12 b,t Sporttoff. — Wont.ß Mi. Ff eit״«« von It-K'J tlhf. Jilitl.clicr KlmlerRurLn SIJ11, Im ltMUncat tP»«Mnhof»r*, Deosn• Kok* JUntofRtrnün, — Montag bl, Frclta«. »on DtU-m Uhr. Jdiltaohcr Klnlcrfarten Olt, JuhlonnlJ.tr, 28. — Uoatsg bl« van! ,10—til Uhr. Jliillifli.r Kln111>rr»rUn Wr.t, UhUnd.tr. 11(1/117, h»l Vtlrib. — Mont»j hl. Froitag■» Yon f-.lu—ftS Uhr. Ans der fOdlsckn Well Belgien Antwerpen. (J.T. A.) Aut «fer am T>. Mai stattgefundeneu Schlußsitzung <1 es Weltkongresaes jü• disclicr Studenten wurde die Exekutive ermächtigt, eine jüdische St 11 <! c 111 0 11 b ,1! ד k nuf den gleichen Grundlagen wie die schon bestehende Bank «les Zentralverbandes jüdischer Studenten in Polen zu errichten. Der Hauptzwjfk der Bank wird es sein, Studen* ton, die ihr Studium vollendet haben, gegen genügende Sicherheit Anleihen zu gewähren, um Ihnen die Mö g 1 i c 11 k e 11 z u geben, sich zu etablieren. Es wurde auch einem Plan «ier Errichtung eines Sana* to riu ms für jüdische Studenten zugestimmt. Das Sanatorium wird wahrscheinlich in der Schweiz errichtet werde״. Es existiert bereits ein Sanatorium in Borochto in den Karpathen, das von dem jüdischen Studenten* verband Polens unterhalten wird. frankrtidi Am 11. Mai wird in Paris die Plenarsitzung des Exekutiv- Komitees der Jüdischen Welthilfskonfcrenz abgchalten werden. Der soeben aus Rußland ziirückgckchrle Dr. Jochclmann, der dort in einer Mission der Weltliilfskonfercnz zwei Monate verbracht hat, wird eingehend über die Lage der Juden in Rußland referieren. Wie die Beiruter jüdisch-arabische Zeitung ״II Alant II Israeli" berichtet, ist ein in Damaskus wohnender Arzt gegen die Juden von Damaskus mit der Beschuldigung hervorge* treten, «laß sie einen Christenknaben aus Anlaß «Jes Passallfestes zu rituellen Zwecken unigcbracht hätten. Die Beschul* diguitg wurdg jedoch von der Bevölkerung nicht ernst ge• noinmcn. Südafrika An der von Dr. Alexander Goldstein geleiteten Keren Hajessod-Kampagne ln Südafrika haben sich dieses Jahr in stärkerem Aiaßc auch die jüdischen Frauen beteiligt. Bei einem Frauenbankett iß Johannesburg wurclcn binnen einen halben Stunde 800 Pfund gesammelt. Die Gesamt* summe der von den Frauen Johannesburgs beigcsteucrtcu Be* träge erreicht bisitcr 1GQQ Pfund. Ort Itr 1 ln,fQ‘!ä« r«hlbetr»f 21. Auswell derZIon[.sletts(cucr*Ei!:s!!ingc liirdas 1.Quartal 1924 vom 2. bis 9. Mal 1924 Konllnixcnl tnkl.d. *Uld,4.Qu«r(.tt 5000.- 30,- 3,- p. DO,- 5,- 2J0,־ P. «),- 33,- 730,- 20,- 1770,- 4 ■ISS ,05 35,- 33,— 806,- 20,— 885.— 510,75 25,- m,-4 40,- 12,50 3 107 22 30 57 429,50, 50 . •יזיי __2. t. bl» u. 5, U , :rlin Cötlien Darinitndt TKiRscIdorf Finden ninkfiirt a. M. 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Das 5>/s Bogen starke Heft enthält Nachrichten «Ier Bibliothek über größere Zuwendungen und Erwerbungen der letzten Zeit, ein Verzeichnis der palästinensischen Drucke, auch der nichthebräischrn (unter anderem eine Liste sämtlicher in Palästina jetzt erscheinender arabischen Zeitungen) eine Bibliographie der im Ausland erscheinenden Mcbraica tmd Itnlalca und eine Anzahl von Veröffentlichungen aus den I laiidschriftenschätzcii der Bibliothek und zwar A. J eil in, ״Ein Brief der Jerusalemer Karacrgcmcindc ans dem 12. Jahrhundert“, Assaf, ״Kommentar von Rabbi Jonathan Hakohen 7u M.wsechoth ChuiüV‘, A. Tauber, ״Imre Noasch“ von Rabbi Salomin Dnpierra, A. Tauber', ״Beträge zur Geschichte der Juden In Marokko", S. Assaf, ״Ilebräisrlic Briefe Moses Mcndclsoims und seiner Zeitgenossen“, B. Di na bürg, ״Das Smolensky-Archiv der Bibliothek״‘. Außerdem enthält das Heft zwei bibliographische Studien von G. Sc holen: ״Ist Mose de Leon der Verfasser des Buches Haschern?“ und S. H. Kuk ״Die Responsen des RnN.“. I>cr Abonnementspreis der Vicrtcljahrsschrift beträgt t/a Pfund jährlich. Zu bezielten durch Verlag Ferdinand Ostertag, Berlin W 50. J. Hclnemann, Vom ״Jüdischen Geiste“. Ein Wort an die Ehrlichen unter seinen Anklägern. Berlin, Phllo-Vering. Wenn schon Apologetik sein muß. so kann einem Heine* manns Art lieber sein, ais das sonst in diesem Genre nur zu oft beliebte Palltos. Es handelt sich im Wesentlichen um eine Auseinandersetzung mit der Anklage von der zersetzenden Wirkung des jüdischen Geistes. Daß die jüdische Religion hiervon nicht die Quelle sein kann, welche stärker und mit weit größerem Erfolge als die andern die göttliche Autorität füf alles Leben des Menschen in die Herzen der Gläubigen geprägt hat, zeigt H. in geschickter Neugruppierung alter, wohlvertrautcr Tatsachen. Ein besonderes Lieht fällt auf den angeblichen Rationalismus der jüdischen Religiosität, der in seinen! wahren Kern erkannt, mit Nützlichkeitssinn und dem bekannten frisch-fröhlichen Gemüt einer sogenannten Diesseitsreliglon nichts zu tun hat, sondern sich mti darsteüi, daß hier’ die Forderung an das menschliche Ich bei aller Unabdingliciikcit ihrer Herkunft aus der göttlichen Offenbarung ganz wesentlich auf Realisierung in d e r s i c h t b a r e n Welt gerichtet ist. Und ich möentc hinzufügen, daß wir Jtidei'1 in unserer religiösen Art darum so schlecht verstanden werden, weil heute die christlichen Konfessionen von der Tatstiiuimmg jüdischer Frömmigkeit recht weit entfernt sind Sehr gut. daß das bekannte Monimseuschc Wort von dem ״Ferment der Dckom!>osition“ auf seinen wahren, vom Autor gemeinten Sinn zurückgeführt wird. Und dann — für mich die Hauptsache — cs wird gezeigt, wie alle ״Zersetzung“ uns selber als HnuptlekUragcnde trifft, wie wir Juden bei der unvergleichlich leichteren Verwundbarkeit unseres religiösen und itammhaflcu Organismus ins Herz getroffen werden, wo unsere Umwelt kaum an der Oberfläche geritzt wird, Max! .Wiener, Stettin, ף״׳.......■