Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 38 (13.5.1924)
- Date
- 1924-05-13
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2fiO JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 38 י Von der Ar DcvcL pntent Coapsiiy ״Mcschck‘". Seif einigen Monaten hat die PatcMinc Land •Development Co״ deren I laiiptaul'galH,' *ler Au• mul Vertraut rfes Bottens üi Palästina •st', begonnen, 1' 11 re Arbeit 1111 tiolus planmäßig zu reorganisieren. IV.csc Aufgabe hat für die P. L. D. C., die im vorigen Jahr begründete Gesellschaft ״M c s c 11 e k“, Gesellschaft fiir I fäuserbnu und lkHlenver- Wertung in Palästina {iJerÜn W 15, Meinckcstr. 10), überuommen. her Erfolg tibertraf alle Erwartungen. Hunderte von Juden im Golns erwarben während der wenigen Monate Bodenanteile in Palästina, und viele von den Kindern heganm-i» »mch wlton mit vier Bebauung dieser erworbenen l'ar/ellen. Herrn I)r. Jacob Tluin, Direktor der P. L. D. C., gehn״ cs "'ährend reines Atifenlhalies in Europa in den letzte« Monaten, <1011 Verkauf vcm Botlenpnr/cllcii in Palästina und der sechspro/entigeii Obligationen der P. L. L). C. auf breite Basis zu stellen, piese Arbeit wurde dann von der von ihm begründeten Gesellschaft ״Mcsehek“ wcitcrgefii'irt, Diese Oe• Seilschaft organisierte ein Netz von Agenturen, das sich über fast ganz. Europa erstreckte, insbesondere aber Deutsch• Ja ml, Oesterreich, Litauen, Beßnrabicn, Pokal, Tscheche•- Slowakei, Belgien, Holland umfaßt. Es wurden in diesen Ländern bisher verschiedenartige Parzellen fiir eine Oesamt• summe von über Jl 3>.0()l) verkauft und fiir zirka 15Ü00 Dollar scclisprozeiiligc Obligationen der P. L. D. D. vortrieben. Außerdem werden auch Aktien der P. L. D. C. .selbst vertrieben. Die verkauften Böden. Das größte Interesse hüben die Parzellen in 11 a i f a und den dazugehörigen Rayons erweckt. Die Parzellen in lladar Hak arme( sind fast alle v e r k a 11 f t, ^ebenfalls mich der grüßte Teil auf dem Westkarnicl. Der Stklkannel ist von der rumänischen Ach u s a ״Sir Herbert Samuel" erworben worden, welche ihrerseits die größere Hallte weiter an Private verkauft hat, In nächster /.eil wird mit «lein Verkauf der Pai/ellcit aut dem 7. e n t r a 1 k a r m e I begönne« werden. Außer diesen Parzellen in Haifa wird mit gleichem Erfolg vier J ה d j » r- Bo d e 11 verkauft, der in vier Nähe von Haifa im Rayon der im Ban begriffenen Zemcnifabrik liegt. In Jerusalem wird ״Zanzanah“ verkauft, eine Vorstadt von Talpiotli, Tätigkeit in Amerika. Im Zusammenhang mit dem Aufcnthalle ties Direktors der P, E, IX C., Dr. A. Kuppln, ge• lang es in den letzten Monaten, in Amerika eine lebhafte Verkaufstätigkeit von Parzellen der Gesellschaft;111 Privatleute .zu entwickeln. Es winden verkauft die Böden Jebciia (13000 Dunam) und Admat 11 i a h u. Die monatlichen Einkiinftc betragen bis zu i! 2000. Gesellschaft zur Entwicklung des ״Gan Antlmos“. Der Pairiardienboilen, der zwischen dem ״tkvatcl“ und dev Hauptstraße von Jerusalem, der Jaff.islraße, gelegen ist, «oll in ein II a n (I e I s z e n t r 11 m Jerusalems unigewaiKiCdt werden. Dementsprechend ist dieser Boden, der unter dem Namen ״(km!Antinios“ bekannt ist, schon parzelliert worden, cs sind bereits zwei Hauptstraßen und einige Nebenstraßen angelegt worden. Schon vor einigen Monaten hat die Berliner Firma Sommerfeld einige Parzellen erworben, um dort Markthallen zu errichten, mid ist von der palästinensischen Arb e i t e ro rg 11 ה i s n t i o 11 IV*len erworben worden zur Erliaiiung eincr Zentrale für all ihre Unternehmungen. Vor einiger Zeit haben in Berlin die P. L, D. C., die palästinensische Ballgesellschaft ״II a m a 11 c 11 i I", die Gescllschait ״Mes c h c k“ und vier ,zionistische Einancicr Snm. Coli c 11 eine besondere Gesellschaft zur Entwicklung des ״Oan Antimos" gegründet. Diese Gesellschaft plant vor allen Dingen die Erbauung eines Viertels, bestehend aus zweistöckigen’ Häusdien (unten Laden oder Werkstatt, oben Wohnung), Unter den Handwerkern und Händlern von Jerusalem bestellt eine große Nachfrage nach solchen Häusern mul außerdem rechnet die Gesellschaft ״Meschck" auf Grund ihrer Erfahrungen mit *1er Nachfrage der Juden im Golus nach solchen Hausern. Alle vorbereitenden und organisierenden Arbeiten hat die neu gcgründete Gesellschaft dem Direktor der ״I lamanchil", Herrn J, D, G i 11 s b 11 r g und Sam. C o 11 e n übertragen. Die Gruppe ״Zionab“. Infolge des regen Interesses, das unter den Berliner Osfjuden fiir den Ankauf von Boden In Palästina lierrsehlc, wurde unter ihnen eine besondere Gruppe unter der Bezeichnung ״Zioinli" gegründet, filier die wir bereits beneideten. Diese Gruppe hat bereits allein am Wcstkmmc! über 70 Parzellen erworben. Bautätigkeit. Unter denen, die in letzter Zeit städtische Parzellen der P. E. D. C, erworben bähen, befand sich eine sehr große Anzahl von Leuten, die unverzüglich Häuser nui ihren Parzellen errichten wollen. In Anbetracht dieser Tat Sache iiiiiiint die Gesellschaft ״Mcschek“ mumicltr auch Bau aufträge entgegen. Ein jüdisches Hospital in Tlberias Frau Rebekka Schweitzer aus New York, die Witwe dos früheren Schatzmeisters der amerikanischen zionistischen Organisation, Peier Schweitzer, hat beschlossen, mtf den Namen ihres verstorbenen Gaiicn ein Hospital in Tiberias zu errichten. Es fand darüber in der Wohnung des Direktors der Hadassah-Grganisation, Dr. S. Tannenbäum, der zugleich auch Direktor des Waad linbrimh {Palästinensischer jüdischer Gesundheitsrat) ist, eine Beratung .statt־. Anwesend waren u. n. Col. Kisch, die Mitglieder der palästinensischen zionistischen Exekutive, Sprin/ak und Kalvnrisky, sowie die folgenden Mitglieder des Wand Hahrinth: Prof, Doljansk y Dr. Ta 11 n c 11 b aum , Dr. 1< a z n e t sou , Dr. Be 11 a m ,Herr Pe rl son , Beil K a z n c I - soll, Dr. Felix, Meyucha.s (Vorsitzender des Wand Hair), die Vcrtrclcrin <!er Hadassaii, Miss Hcnrietta Szold, Frau Mos he 11 son, Dr. Mazic u, a. Anläßlich der Rückkehr der Miss Szold nach Amerika hielt Col. Kisch im Namen der Exekutive eine Abschicdsredc und begrüßte gleichzeitig Frau Moshenson, die als die Vertreterin der Hadassaii- Frauen-Organisation in Amerika die Nachfolgerin der Miss Szold wird. Wie vorlüutcl, siml für das Seliweitzer-Hoxiiilal bmil■; 23 000 iJuliar vorhanden, die als Teil der Zuwendung des verstorbenen Herrn Schweitzer für den Keren Hajcssod bereits früher fiir diesen Zweck bestimmt waren. Ein Vertrag der Vereinigten Staaten nnd Großbritanniens filier die Kccltlc der Amerikaner In Palästina Wie ״New Palestiuc״ berichtet, werden <Iic Rechte der Amerikaner in Palästina durch einen besonderen Vertrag, der binnen kurzem zwischen den Vereinigten Staaten unil England abgeschlossen werden soll gesichert werden. Groß- Britannien habe den Wunsch geäußert, Unterhandlungen at'ifzimcfiinen, nachdem der Vertrag zwischen 'den Vereinigteil Staaten 1111 <1 Frn n'fc rc 1'ch bezüglich der Rechte von Amerikanern in Syrien und dem Libanon vor einigen Wochen zum Abschluß gelangt ist. Die Unterzeichnung dieses Vertrages mit Großbritannien würde eine nochmalige Ancrkcn• iiung der Sätze des Mandats, betreffend die Schaffung der jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina, seitens Amerikas bedeuten. i sei den S Nene Freie Press e“ hrnehtc Wiener Wochen eine MuMuik!־ über eine M1ti/i<>m*ltachc VcrbriiucnimT*• cs f-olt frier /wischen jtulkcuen Arbeitern xml Samrmlancm Stille Nacht, hdllue Nacht‘1 ec d.ihei 11 auch das Med Der Korrespondent der nieinsam rp‘M111׳';eu worden sein (!) Voss. Zln.'h Dr. W. W e i s I, ßibf jetzt einen ausführlichen Herieht iibrr das am 17. April nbrchnHcne Pnssahopfcrfcst auf Es heißt dem den Samaritanern heiligen Berg־ Ger mm dann 11, n.: Heuer waren cs nicht einzelne, die kamen, cs war ein Heer, das /um llor Geri/im /0£. Und das gab diesmal dein Fest einen Charakter, den cs früher nie besessen batte, /um ersten Male in der Geschichte der beulen feindlichen Bnnlervdlkcr zo^cu Juden in geschlossenem Zug /.um Opfer der Samaritaner. 350 jüdische Arbeiter fuhren auf sieben Lastauioinobüen von Jerusalem nach Nablus; 500 A r b c i te r kamen von Haifa aus über Tul-Kcrem zu Fuß durch das Gebirge Ephraim und wieder andere aus den Kolonien und aus Jaffa, Ein Aufmarsch war cs und eine Dcmon stration vor den Einwohnern von Nablus, den Feinden der Juden von beute. und eine ‘Demonstration wurde cs auch vor den Samaritanern, den Feinden der *Juden von gestern. landen die warmes im Kreis um Mantel irehülit wemo Laut beiden, schrien die Die Sonne sank. die Opfertiere. ic schleuderten ihre Hunde ffr^cn die emjiihri bamantaner die in der Mitte des McinkreUc» standen, der /:־en Schau Schauplatz de Einem Lamm nach dem anderen wird die Kehle durchschnitten, das Hiut rinnt In die Filmen der Steine, die den Herd bilden. Viele ßriine Zweite bedecken den Hoden. Sie werden an^c/.ündct und die Schafe auf eIc geworfen, mit brennendem Laub zugcucckt Männer Die pcschhchtetcn Tiere werden Dan Opfer int zu Ende. nun uiederuelcpt und bis zur Mahlzeit, einem pesomlerteu die erst mren Mitternacht statt findet, bewarbt, damit sie kein oder Mohammedaner mnder wenn berühre. was mit dem Opfer in Verbindung steht, heran irrend Allmählich entwickelt käme, so wäre der Gercmdami unrein sich zwischen den Zelten ein Treiben, wie cs der uralte Bcrr Zelten empfanden die me [(eschen (Samaritaner) die Fremden als Gaste: Sehomromm Wasser, Touristen um! kaufen Ka ce daß für dm armen nielit einmal 1 rot/dem teuer Nablus I Inml\\ L imnhmcn! iiuuller dieser Nacht von ״nWUcr Wichtigkeit sind, verstehen cs die Sarnari erhalten, taner doch, Fiktion Europäer waren suchen hebräischen wirklich (lüste. &erm״cn höflich Touristen, Kenntnisse bcßrimcn Tusammen von denen der Herr wimmelt, in deren vermeintlicher Sprache d e u t s c h e n tschechischen ührrmscheiid zahlreich machte I 011 r i s t c waren, der Großteil ihnen nicht Eindruck, von Wahrend die knmfnbkrlifüncn Reisen b r ü i s e 11 e r s t a 11 d. und sich wundern, daß cs Zelten sitzen so etwas verwandeln wirk ich Arbeiter Cbaluzl hundert Chaltizim sitzen ר [T e r einer Sb-inhnldc um Wanderlehrer Sichern anderen Samaritaner Zdtroihcn schleudern /.wischen schließlich fassen sich ein paar an den /n sinnen lalalnlalalala, lalalalnlalaln: l landen tanzen neuen jüdischen Nntionnlianz Palästinas. ״II o r r a<״ Palästina £c?c!1cn 1״ lorra“ emießfc sich die tanzen C h a I u 7 Umfallen ranze früher hört nicht auf. taiwt, um tanzen, Es ist nichts Erotisches dabei, nielit Ekstase willen in/e Europas. Im (so^entcil: cm Tanz, der mehr für Männer Frauen bestimmt st, der nichts Bewecpmc( und an enthält Freude der Kraft Mann faßt den anderen an der hchuUcr mit gestrecktem Der Kreis schließt sich: eme einfache Melodie wird gesungen 1än/ern seihst oder den Zuschauern wachsender Geschwindigkeit immer Männer. Frauen Reuen Zuschauer drehen: Rncksad Mantel wird werden mitperi zwei verschlungene Irgendwo Kreises geworfen werden rennt, ein neuer Körner schiebt sich zwinchcn die Tanz.cn Immer größer wird der Kreis, bis bricht der Tanz zu langsam man ab, und ein paar• Minuten später gibt auseinander neue eine entfernt I form, Meter Faszinierend Musik Lha uz florra Sobald sobald monotone• aber nerven tanzt!“ er die man Melodie 1lorra aufpvdsehcmlc stehen die Lieder um! liefen Monoton umfangreicheren schon gehört, Lines, hat den Text, der dut/.cudmal wiederholt wird: ״Wir brauchen Mädchen, wir brauchen Tanze.“ Andere Lieder haben überhaupt keinen Text, sondern bczwei bis drei Takten, die Immer wieder pesun stehen mir aus Dennoch sind die Fieder schön In Ihrer Wildheit worden. Nntiirnähe, moiulbcschionencu Arbeiten! Rucksack h.icm den Schultern und schwer genagelten Stiefeln au Füßen tausendmal schöner, glücklicher sexuelle Europas, t fehcrsdiäumcnd Fröhlichkeit. Arbeiter sind in f r o 11 0 r St i m m 11 u g gc 111 vorwärts in Palästina es gibt derzeit keine Arbcitsloslg 1! wa n d e re r f a rn i I i e ״ EI neuen Einreise erlaubt wordc 11, 1 o u r 18 t c n Geld L a 11 d Zionistische n g e n Organisation n 11 c!1 wieder Geld. 11 c u 0 abgeschlossen dürfen Chalu/im vorder Hauptstadt des arabischen Kongresses Gcrmin Ilorra" tanzen 1 braucht man mehr, um glücklich zu sein! Arbeiter verstellen die!dato• ymbohsehi Bedeutung Faii/cs dieses heiligen Feinde einstigen verstanden Wanderlehrern wa re Arbeiterorganisation erklärt worden, die Brücke der Vergangenheit muzonen Gegenwart und Zukunft schlugen. haben Babylon mgt die Harra überlebt/“ wir überleben die aamnn auch den lauer;, wir werden arabischen Kongreß Sichern überleben. werden ilorra tarnen/1 Eine ErklJnmn des Daazlner Senats gegen die Jtiülsdie Universität (M e! tl ti n ff de f Polnischen T c I e fj r. A ין c n t« r.) EVr D.111/i|:er Senat hat in Beantworlun^ der Einladung des Oberkomim'ssärs der Völkerli!!a in Dan/i!;, 7nm Projekt des* O r ü n (lant׳ einer jüdischen Universität auf dem Gebiet der freien Stadt Daiuiir Sldltm״ ni nehmen. im tnlcrcssc der Aiifrcchtcrhalfiing• dos einheitlichen nafio. naien Charakters der Stadt die Annahmedes Proj e <c c fi ahfjefehnt, wobei er darauf hinwies, «faß die Gründuri£ einer'jüdischen Universität mir einer einzigen Konlesslon Vorteile brineen würde. Der Senat wandte sich in seiner Eikl.'inmpf an »len Obcrkommkdir mit der Bitte, dahin zu wirken, daß das Projekt nicht weitet in Erwägung (rc7.0״cn werde. (Bef dergCßcnwartirreii Zusammcnsctzunfj des Danzißer Senats war eine solche Erklänntg von vornherein zu erwarten. — Red.) Die Zlcnlstenvcrtotpngen In Rnßland Während der zweiten Hälfte des Monats April wurden bekanntlich von den jüdischen Kommuirsten Verhaftungen unter der jüdischen Jugend vorßenommen. Es wurden mehr als 100 Mitglieder der ״Zcirc-Zion“ und der zionistlsehen Sf uden t c 11 vc rbind 11 ng ״II ccha wc r״, sowie eine Anzahl hebräischer Lehrer verhaftet. Den Vcrftefeii wird zur Last gelebt, sic hätten ein Attentat auf den Vorsitzenden «ler jüdischen Sektion der konimunistisehen Partei in Weißrußland, der «furch .seine Vcr(01• gringen der Zionisten und hebräischen Lchrer nckannt ist, geplant. Da es einigen Vcrhaftefen gelang, aus «lern Gefängnis zu entkommen, wurden deren Eltern in Gewahrsam genommen; (Die zarischc Regierung belegte die Familie von jüdischen Militärflticlitlingen nur mit einer Geldstrafe. Der kommunistischen blieb cs Vorbehalten, das GeixcIsyxU'in wieder in das Strafrecht cinnifiihreti und durch ein mittelalterliches Zwangssystem Unschuldige auf die Folter zu spannen. —׳ Red.); sie sollen erst freigelassen werden, bis sich ihre Söhne gestellt haben. — Während einer bei ihm abgchaltcnen Haussuchung sfarb ein hebräischer Lehrer namens Me ries an Herzschlag, Wie der J.T. A.-Vertrctcr erfährt, hat die Sowjetregicrung die Abhaltung einer allrussischen Konferenz der ״Hcchaluz‘׳• Organisation für den 5. Juni in Moskau genehmigt. Die Inge In Bagilßd Nach einer llavasmekhmg aus Bagdad verlautet, daß infolge der Opposition der parlamentarischen M c h r h e i t gegen den englisch-irakschcn Vcrtrag die Lage sich verschlimmert habe; nur 15 A b geo rd ״ c t e seien f ii r d c n Vertrag, von den zahlreichen Verhaftungen, die vorgenommen wurden, seien 12 aufrecht erhalten worden. Zwei Abgeordnete, seien durch R c v o 1 v c r s c lii'1 s s c verletzt, die Blatter seien verboten worden. (Siehe auch unsere Meldung in Nr, 35 der uh K.“: »Die anticnglische Bewegung 111 Mesopotamien“.) Die ״zlonlstisclic Schreckenstat" In Polen Daß die agudistisdie Presse die von ihrem Warschauer Brudcrbfatt ״Ucr lud“ erfundene Nachricht von der Tötung eines Agucfistcn durch einen Zionisten entsprechend ausbcutcu würde, verstand sich von selbst. Der ״Israelit“, der unter obigem Titel die Nachricht direkt aus dem ״Jud“ wiedergibt, schreibt dazu: ״Ein junger Agudist aus cbalsidiscben Kreisen hat sein!.eben lassen müssen — als Opfer fnnnthierter jüdischer ,Brüder', die nicht mehr wie bisher üblich mit'den Waffen der Verleumdung und der vergifteten Presse- Polemik, sondern schlechtweg iliitderbrutalcn Gewalt von Knütteln und E i s e n s t a 11 g c n (es ist sehr interessant, daß der ,Israelit׳ zu der Erfindung des ,Jud׳ auch noch die angeblich benützten Mordwcrkzciige hinzudichtei. Ein neuer Beweis für die einfach ungeheuerliehe Skrupellosigkeit der agudistischcn Presse! — Red. ,J. R,‘) für die höhere Ehre des zionistischen Ideals gegen die verhallten orthodoxen ,Vofksvcrrütci' (:intreten zu sollen glaubten! Wer auch nur einigermaßen über den Ton unterrichtet ist, in dem die zionistische Presse des Ostens und Westens (Amerika!) — unter bciiälligcin Schmunzeln der deutschen Parteiorgane — gegen die Orthodoxie zu polcmisicrcn pflegt, derbraucht nicht einmal die spezielle Wahlparole des polnischen Zionisten(ührers Grü nb au m zu Hilfe zu nehmen, um die psychologischen Vorbedingungen zu dem Mord von Jcndrzcw zu erkenne n.“ Und die Wiener ״Jüdische Presse“ schreibt: ״Wir fragen, wie kamen die Eiscnstäbc (sic! Die Phantasie der AgmliHm scheint also ziemlich uniform zu sein! -- Red, ״J. R.״l in eine jüdische Wahlbcwcgunp? Da die offiziellen Beneide von einem Kampf zwischen Z10nisten und Aguilirteu sprechen, und der Tote ein Agudist Ist, müssen wir fragen, ob die zionistischen Vcrantwortliehen auch dieses unschuldig vcrgössenc Blut auf das ohnehin schwer be• lastete Schutdkonto ihres Gewissens mitübernehmen wollen? Diese Angelegenheit muß restlos aufgeklärt werden. Wer waren die direkten oder indirekten Anstifter? Doch diese Frage ist vielleicht müßig. Die zionistische Parteipresse spricht in den letzten Wochen fortwährend von To t sc h I ii g c n, die gegen die Orthodoxie geführt werden müßten (!). Der Vorfall in lendrzejcw ist die erste blutige Frucht dieses gütigen Samens. Der erste Tote ist da. Sind sie nun zufrieden? . . . Zum Schluß eine Mahnung an beide kämpfende Parteien. Die Zionisten sollen ihr Verhältnis zu «len Hooligans von Jcndrzcjcw öffentlich bekanntgeben und frei erklären, ob sie diese ״Kamnfmclhodc“ in die jüdische Gasse zu verpflanzen beabsichtigen.“ Wir folgen dem Beispiel des ngndislischcn Zcntralorgaus Und fragen: Uebernlmmt die ״Agutlah" diese schamlose Lüge und die verwerfliche Ausbeutung eines Todesfalls zu polititischen Zwecken auf ihr ohnehin schwer belastetes Schuldkonto? Will sie ihr Verhältnis zu diesen im jüdischen Leben bisher einzig dastehenden Mitteln öffentlich bvkanntgeben und frei erklären, oh «ic sieh weiter sntetser ״Kampfmetlimten“ Iredienen will? Und will sie unsere genügend «ft gestellten Fragen endlich beantworten, ob die Führerschaft ihrer Organisation mit der Roilc des Berichterstatters eines antisemitjscheu Hetzblattes vereinbar Ist, ob sic die von ihr ausgcsprochcnc Billigung von G c wa f11atcn gegen jfldischc und zionistische Institutionen und* der Mißhandlung eines greisen Geuieimfepiäsidvnten ebenso aufrecht erhält wie die skrupellose Vcrfctmuiimg des jüdischen Ministers in Litauen? (Es sei zu unseren In der letzten Nummer gebrachten Mitteihingen über diese Angelegenheit noch erwähnt, «laß die o f fizleilen ״Blätter der Landcsorgaiiisation der Agudas Jisroei in Deutschland“, Beilage des ״Isrcalit“, in ihrer Nummer vom 17, April den Artikel der ״Jüdischen Presse" in Wien nachgedruckt haben.) Wenn die Agncla glaubt, diese für sie allerdings etwas verfänglichen Fragen mit Stillschweigen oder leeren Ausflüchten übergehen zu können, wird man dafür Sorge tragen müssen, daß sic jedem ihrer Mitglieifcr bei anderen Gelegenheiten vorgclegt werden. Es muß «lach mög* lieh sein, eine zahlenmäßig kleine Clique, die sich in Palästlna, Oesterreich. Polen, Deutschland u. a. Ländern erlaubt, im Namen der gesetzestreuen Massen zu sprechen, im Judentum 1 moralisch so zu isolieren, daß sie cs nicht mehr wagen wird, politische Kämpfe mit den Mitteln körperlicher Gewalt und der ,Verleumdung zu führen,