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Jüdische Rundschau · 1924-05-09 · Heft 37 (9.5.1924) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 37 (9.5.1924)
Date
1924-05-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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! Nummer 1 Zur Von Ernst O, Davis I. Es ist zweifellos erfreulich, daß die palästinensische Regierung nun doch zu dem Entschlüsse gelangt ist, sich durch eine Währungsreform die Herrschaft über das Geld• System des Landes zu verschaffen, wenn auch unter den Freunden einer Neuordnung die Meinungen darüber geteilt sind, aus welchem Grunde das erfreulich ist. An der sachlichen Berechtigung und Notwendigkeit einer Reform an sich besteht bei unbefangen urteilenden Beobachtern der palästinensischen Wirtschaftsverhältnissc kein Zweitel Und wenn Herr Musa Kazim und seine Freunde von der arabischen Exekutive auch darin eine passende Gelegcnhcit zur Absendung einer Protestnote erblickten, dürften weniger sachliche Gründe als offenbar unausrottbare demagogische Bedürfnisse dafür maßgebend sein. Etwas anderes ist cs, wie man zu den Grundsätzen Stellung nimmt, nach denen die Regierung scheinbar die künftige palästinensische Landeswährung aufbauen will. Soweit ans den bisherigen amtlichen Publikationen ersichtlich ist, soll die künftige palästinensische Währung mit der englischen verbunden und direkt von der Regierung, keineswegs aber von irgendeiner Bank aus• gegeben werden. £» scheint demnach, daß dem kürzlich nach einer J.T A.-Mcldung zur Prüfung der Währungsfrage eingesetzten Sachverständigenkomitee von vomherein eine gebundene Marschroute auf den Weg gegeben wurde. Offenbar soll es nur die technischen Maßnahmen untersuchen, die für die Durchführung der Re• gicrungsplänc am geeignetesten erscheinen. Unter welchen Einflüssen und auf Anraten welcher Sachverständigen die Regierung selbst zu Ihren Entschlüssen gelangt ist, wurde leider nicht bekannt gegeben. Ebensowenig wurden irgendwelche Gutachten veröffentlicht, aus denen ihre Anschauungen oder die Ihrer eventuellen Berater hervorgehen. In einer kürzlich veröffentlichten amtlichen Erklärung wird zwar behauptet, daß noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen seien und noch nichts in Angriff genommen wurde; am Schlüsse heißt es aber: ״Für den Fall, daß die neue Währung cingcführt wird, ist beabsichtigt, daß sie nicht nur auf einer örtlichen Basis beruhen soll, sondern sic soll durch die Verbindung mit der britischen Währung voll ge• sichert sein, in derselben. Weise, wie es jetzt bei der ägvptischen Währung der Fall ist.“ Man wird demnach der Regierung kaum Unrecht tun, wenn man behauptet, daß ihr offenbar in einer ganz entscheidenden Frage, nämlich der der Deckung, von vornherein ganz bestimmte Ideen vorschweben. Es ist zwar besonders in der letzten Zeit von Irving Fisher und anderen Autoritäten darauf hingewiesen worden, daß für die Sicherung, d. h. für die Stabilität einer Währung, letzten Endes weniger die Deckung als die Quantität des umlaufenden Geldes eine Rolle spielt. Trotzdem darf man behaupten, und zwar durchaus in Ucbcrcinstimmung mit Fisher, daß cs indirekt von erheblicher Bedeutung ist, auf welcher tatsächlichen Grundlage sich die Währung eines Landes aufbaut, denn diese substanzielle Basis oder ihr Fehlen übt durch Bceinflus§ung der zirkulierenden Geldmenge mittelbar einen starken Einfluß auf deren Wert aus. Bei der deutschen Rentenmark z. B. lag die Gefahr nahe, daß unter bestimmten Umständen die Deckungsgrundläge durch weitere Belastung des landwirtschaftlichen oder städtischen Bodens beliebig vergrößert und durch eine entsprechend erhöhte Notenausgabe auf dieser Basis eine Ent- Wertung durch Inflation verursacht werden konnte. Es ist außerdem je nach der zugrunde liegenden Deckung schwieriger oder leichter, die Stabilität aufrecht zu erhalten. Wenn die künftige palästinensische Währung auf dem englischen Pfunde basieren soll, die palästinensischen Geldeinheiten also beliebig in englische cintauschbar sein werden, wird dasSchicksal der neuen Währung auf Gedeih und Verderb mit dem der englischen verbunden sein. In der Richtung einer Infiation braucht das keine Bcfürch־ tungen zu erwecken, denn England hat zum mindesten die bewußt inflationistischen Tendenzen, die sich unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise im vorigen Jahre geltend machten, überwunden. Aber in der entgegengesetzten Richtung, der einer Deflation, in der ebenso große Gefahrenmomente liegen, besteht Grund zu Bcfürchtungen. Das englische Pfund ist bekanntlich {zirka 15 «/o) unter seine Goldparität gesunken und die Bemühungen der englischen Regierung richten sich darauf, den Kurs wieder auf seine natürliche Höhe zu bringen. Derartige Veränderungen des Geldwertes verursachen naturgemäß immer wirtschaftliche Schwierigkeiten, die gewöhnlich in einer Krisis endigen. Mit dem englischen Pfund würde, falls die Regicrungspläne Wirklichkeit werden, die künftige palästinen sische Geldeinheit eine Werterhöhung erfahren, deren Folgen für die unentwickelte palästinensische Volkswirtschaft vermutlich einschneidender sein dürften, als für die englische, Wenn tatsächlich schon eine Anlehnung an eine fremde Währung erfolgen soll, dann wäre die ge gebene Stütze der amerikanische Dollar, der wenigstens seine Parität gegenüber dem Golde behauptet hat, ff 4SI U Berlin! 9. V. 1924 Trotzdem ist es immerhin verständlich, daß die pathstlnensische Regierung aus naheliegenden Oründen auf die Währung des Mamlatarlandcs zurückgreifen will. Eine andere Frage ist cs, ob cs sich überhaupt empfiehlt, eine solche Devisen Währung durchzuführen. Unleugbar beweisen die Beispiele Indiens und Aegypten», daß cs möglieh ist, ohne Gefährdung der WährungsStabilität ein solches System aufrecht zu erhalten. Aber ob et im Gegensatz zu einer Goldwährung der zweckmäßigste Weg, besonders auch im Falle Palästinas, ist, das ist eine andere Frage, die immerhin noch der Nachprüfung bedarf. (Ein zweiter Artikel folgt) Die Iflypllsclie WStirung Im Anschluß an vorstehenden Artikel über die Währungsreform in Palästina veröffentlichen wir die nachstehenden Ausführungen über die bisher auch in Palästina zirkulierende ägyptische Währung, die wir der Monatsschuft ״L’Egypte Contcinpnrnliic“ entnehmen. Ihr Verfasser ist L. O. Roussin, ein Beamter des ägyptischen Finanzministeriums. D. Red. Bis zum Beginn des Krieges war Papiergeld in Aegypten wenig im Gebrauch, die zirkulierende Währung war Goldwährung. Das Gold wurde je nach Bedarf ein- und ausgeführt. l>!e Noten der National Bank of E g y p t c, welche 15 Jahre vorher cingeführt woiden waren, waren jederzeit in Gold einlösbar, aber bei weitem nicht so verbreitet wie die Ooldmünzcn. in der letzten Juliwochc 191 •i fand die Weltkrise Ihren Widerhall in Aegypten und cs kam zu einem Run auf die ägyptische Nationalbank. Die Bank konnte den Anforderungen um so weniger entsprechen als die Einfuhr von Gold auf Schwierigkeiten stieß. Die ägyptische Regierung beschloß daher, den Noten der Bank Zwangskurs zu geben. Ein Dekret vom 2. August 1914 enthob die Bank der Verpflichtung, ihre Noten gegen Gold einzulösen. Die Wirkung dieses Gesetzes war nicht nur, daß den Forderungen nach Goldciulösung Einhalt geboten wurde, sondern daß der Bank auch die Möglichkeit gegeben wurde, bis mm dop• pclten Betrage ihres Goldschatzes Noten auszugeben. Allein schon im November 1914 überstieg die Nachfrage nach Banknoten den vorhandenen Goldschatz, ohne daß cs möglich war, Gold nach Aegypten zu importieren. Die Regierung autorisierte daher die Bank, ein Golddepot bei der Bank von England zu eröffnen, das einen Teil der Golddeckung für die Ausgabe weiterer Noten abgeben sollte. Gleichzeitig wurde ein Teil der Golddeckung durch englische Wertpapiere ersetzt, deren Zinsen dem Staate zugute kamen. A11 die Stelle der Einlösung der Banknoten durch Gold trat die Einlösung der Banknoten gegen Wertpapicre Englands das die Go Id w ä 11 r u n g hatte. Dieses System war dem in Indien seit vielen Jahren bestellenden analog. Keinesfalls wurden die׳ ägyptischen Banknoten au.'• gegeben, um die Ausgaben des .Staates zu decken. .Sit wurden nur in «lern Malle gedruckt, als es die Notwendigk c i t c n *!erwirtschaft erforderten. Ihr hauptsächlichster Zweck war, die Baumwollernte zu finanzieren. Im Laufe des Krieges stieg «1er Wert der ägyptischen Baumwollernte mehr und mehr. Dies zeigte sich darin, daß die Zahl der in den Händen des Publikums bctimllichcn Banknoten immer mehr stieg. 1914 hatte ihre Zahl 2.200.000 XE betragen, 1910 betrug sie bereits 10.500,000 XE, Da teilte die Bank von England der ägyptischen Nationalbank mit, daß die Kriegsnotwcndlgkcitcn cs unmöglich machten, weiterhin Gold für die Deckung der Banknoten in London bcreitznstcilcn. Die ägyptische Bank konnte von nun au ihre Noten nicht mehr in Gold, sondern mir mehr in englischem, gesetzlichem Geld decken und damit erst gelangte die ägyptische Währung in Abhängig keit von der englischen. Unterdessen stieg die Zahl der ausgegebenen Banknoten mehr und mehr und betrug im Sommer 1919 39.900.0C0 £E. und gegen Ende dieses Jahres 67.300.000 £E. Mit dem Kriegsende enthüllte sich der bis dahin verschlciertc wahre Geldzustand der kriegführenden Staaten. Das Pfund Sterling sank gegenüber der in A m e r i k a beibchaltencn Goldwährung um 15 0',״ und diese Entwertung übertrug sich automatisch auf das ägyptische Pfund, ln den folgenden Jahren der Depression sank die Zahl der kursierenden ägyptischen Noten und betrug Ende 1923 36.400.000 £E. Roussin legt in seiner Arbeit die Vor• und Nachteile der gegenwärtigen ägyptischen Währung dar. Die Vor* teile sind erstens, daß das Ocldsvstem durch Werte erster Güte gedeckt Ist, zweitens daß es stabil ist, drittens daß die Ersetzung des Goldes durch Wertpapiere dem Lande eine jährliche Einnahme von mehreren Mil• Honen Pfund clnbringt. Andererseits erhebt die öffentliche Meinung gegenüber der geltenden Währung eine ganze Anzahl von Ein wänden: Man verweist darauf, daß die Bindung des ägyptischen Pfundes an das englische Und die dadurch cingctrctcnc Entwertung gegenüber dem ftollar Aegypten beim Verkauf seiner Bat! in wolle in Amerika in Nachteil bringe. Man befürchtet ferner, daß die Bindung an das englische Pfund eine beabsichtigte politische Aktion Englands war, das auf diese weise die Handelsbeziehungen und die no H11 sehen Beziehungen mit Aegypten sichern will. Endiicli wendet man ein, daß vom ägyptischen Standpunkt aus cs vorteilhafter wäre, an Stelle der Deckung durch englische Schatzschcinc die Banknoten durch ägyptische Wertpapiere zu garantieren. Ein palästinensisches Zuckersyndikat. Nach einer Meldüng der Palcsline Telegraphie Agency wird die Bildung eines palästinensischen Zuckersyndikates geplant, das Zuckcrplantagcn anlegcn und Raffinerien errichten soll. Die neue Gesellschaft soll über ein Aktienkapital von 200000 Pfund verfügen, dessen größter Teil von Herrn M, O. Nassatissin (England), Herrn Oepner (Deutschland, früher Kiew), einem der bedeutendsten Zuckerfsbrikanten in der Ukraine, und Herrn Wachtel (Rumänien) clngezahit wird. Es wird angenommen, daß Frau Peter Schweitzer (die Witwe des früheren Schatzmeisters der Zionistischen Organisation Amerikas) und die Pica '(Palestinc Jcwish Golonisatian Association, bekanntlich die neue Gründung Baron Rothschilds zur Ausführung «einer zukünftigen Pläne in Palästina) ebenfalls an diesem Syndikat beteiligt sein wftrdga,, ■ ■׳ . Garbaty In Palästina? Wie die Palästinensische Td.* Agentur erfährt, beabsichtigt eine von der Firma Garbaty geführte Gruppe von europäischen Tabakfabrikanten eine Exnortgesellschaft für palästinensische« Tabak auf breiter Grundlage zu errichten. Die Gesellschaft will mit den jüdischen Kolonisten Verträge abschlicßcn und Ihnen Kredite für die Erweiterung ihrer Tabakplantagen ge• währen. *־ , Zwei neue Tcxtlluntcrnahmunöcn. Wie die J. T, A. er' fährt, haben zwei Gruppen polnischer Textilindiistriellcr je eine Gesellschaft mit einem voll cingcz.ililtcn Kapital von 20.000 Pfund zwecks Errichtung von Textilfabriken in Haifa und Jaffa gegründet. , Die Bilanz der Arbcitcrbank. Die Arbcitcrbank veröffenf« licht ihre Bilanz für das Jahr 192.3, die mit einem Uebcr• schuß von £ 2HX) absehlicßt. Uebcr die Verwendung dieses Ucbcrsclmsscs roll die nächste Generalversammlung der Arbcitcrbank beschließen. Liquidation der Kunath MIlwc. Die Allgemeine Organ!• sation der palästinensischen Arbeiter hat im Hinblick auf dia Besserung der Arbcitslagc im Lande und das fast völlige Verschwinden der Arbeitslosigkeit die Tätigkeit der Kupath Milvvch, deren Aufgabe die finanzielle Unterstützung der Ar• bcitstor.cn war, eingestellt. Die Kupath Milwc wird sich nur noch mit der Einziehung der ausstchenden Forderungen bc• schattigen, Projekt einer zentralen Molkerei In Merchawlah. Die Handels- und Industricahtcilung der zionistischen Palästina- Exekutive wendet sich au die zionistischen Verbände und Palästinaämter mit einem Schreiben, in dem der Plan entwickelt wird, in Mcrchawiah eine zentrale Molkerei zu etablieren. Diese Molkerei soll die gesamte Mi Ich produktion aus den jüdischen Siedlungen im Einek übernehmen und verarbeiten. Die Handels- und lndustricabtcilung glaubt, versichern zu können, daß diese Molkerei einen großen wirtschaftlichen Erfolg haben wird. Die Handwerkcrzentrale in Tcl-Awhv ist im Begriffe, ihre technische Abteilung zu erweitern, nachdem ihr eine große Anzahl neuer Bauten übertragen worden ist. Die Kosten der neuen Bauten belaufen sich au( £ 30—35000. Die Handwerkcrzentrale stellt ferner im Begriffe, die Handwerkerbank durch Eröffnung genossenschaftlicher Magazinc zu erweitern. Sie beabsichtigt endlich, in diesem Jahre in der Nähe von Jaffa ein 1 landwcrkcr-Vicrtcl, KfarGanim, zu eröffnen. Günstige Entwicklung der Steinindustrie. Die neue Steinbrech- und S t e i n b ca rbc I tu n gs Industrie, die kürzlich von jüdischen Arbeiter» in Palästina aufgenommca wurde, nimmt immer größeren Umfang an. Der neueste Zweig dieser Branche ist die Herstellung von Gedenksteinen aller Art. Wie die Industrie,ibteüuiig der ״Sofei Bon e h Co m pa n y“ berichtet, wird die ganze Steinbearbeitung, das Hauen, Polieren, Gravieren und Setzen der Steine durch jüdische Arbeiter besorgt. Fabrikation von Brutapparaten und Bienenkörben. Die Tischlcrcigcnossensclnft ״Dror“ in Tcl-Awiw hat vielversprechende Versuche mit der Herstellung von Brutapparaten gemacht. Bisher werde eine ziemlich große Anzahl derartiger Arrpnratc von außerhalb eingeliihrt, und der Versuch der ,,!)rer“ geht dahin, einheiniKchc Fabrikate für die Ausrüstung der Farmen zu tiefern. So wurden im verflossenen Jahr allein etwa 800 Bienenkörbe von dieser Gruppe angefertigt und im Lande verkauft. Verdoppelung der Haifaer Warenausfuhr. Im Februar wurden über Haifa Güter in einer Menge von 2358 Tonnen im Werte von XE. 94 793 cingcfiihrt gegen 40S6 Tonnen im Werte von XE 107 4SI im Vormonat. Das bedeutet eine Abnahme um 2393 Tonnen bzvv. XE 2653. Der Export belief sich während desselben Zeitabschnittes auf 612 Tonnen im Werte von XE S8S80 (cinsehl. Gold für XE 5ISI3), gegen 253 Tonnen für XE 143523 (cinsclil. Gold für XE 1 32 359) im vorhergehenden Monat. Nach Abzug des exportierten Goldes beträgt der Nettoexport im Februar inkl. Transitexport und Reexport XE 34 967 gegen XE 46169 im Januar; er hat also den Januarexport um XE 17 818 (d. h, mehr als 100«;־) überschritten. Der Transitimport über Haifa erreichte im Februar einen Wert von £E 9327 gegen £E 44 657 im Vormonat, er nahm also um £E 5330 ab. Der Transit c x po rt stieg dafür von XE 53S9 im Januar um £E 3757 auf £E 9146. Die Getreideausfuhr hat sich stark vergrößert: Gegen 133 405 kg im Werte von XE 3047, die im Januar zum Export gelangten, stellten sich die entsprechenden Ziffern für den Februar auf 291 230 kg im Werte von £E 6110־. An der Zunahme des Gesamt• Warenexports ist also die Getreideausfuhr mit einem Anwachsen um £E 3947 ziemlich stark, fast zu 23 «,0׳, beteiligt Ein neues Viertel In Jerusalem. An der Eisenbahnstrecke Jerusalem — Jaffa, anderthalb Kilometer von Jerusalcm, hat der Keren Kajcmcth einen großen Bauplatz von 128 Duiiatn Land gekauft und an die orthodoxe Gesellschaft .,Mckor Chai ra״ verpachtet Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Bau eines Rathauses In Tcl-Awhv. Herr Tolkowsky senior hat der Stadtverwaltung Tcl-Avvivvs 8000 Pfund auf zwanzig Jahre zur Errichtung eines Rathauses geliehen. Die Jüdische Kolonlnlbank. Am 20. März beging der Je• wish Colonial Trust «las Jubiläum des 25 jährigen Bestandes. Die Jüdische Kolonialhank wurde am 20. März 1899 in London begründet. Dis eingetragene Kapital beträgt 2 000000 Pfund; 1999 900 gewöhnliche und 100 Gründer-Aktien zu je 1 Pfund. Das cingczahhc Kapital beträgt 391 600 Pfund. Die jetzigen Direktoren der Bank sind die Herren Joseph Co wen, London, Dr. G. Halpcrn, London, Jean Fischer, Antwerpen, J. H. Kann, Jerusalem, I. Naiditsch, Paris, Al. Al. Ussiscnkin, Jerusalem, br. D. Feivvel. London. Litaralnr Adolf Damaschke 1 Bibel und Bodenreform. (Soziale Zeitfragen, heraus#. von A. Damaschke, Heft 28.) Verl. ״Bodenreform“, Berlin 1924. Die kurze, im wesentlichen der Propaganda dienende Schrift interessiert weniger wegen der gut zusammengefaßten Dar- Stellung der jedem Bibclkundigcn bekannten Tatsachen aus dem Gebiet« der Agrarfragen. Vielmehr interessiert uns die Art und Wehe, wie ein Außenstehender dieac Tatsachen mit den Grundsätzen und der Tätigkeit des Jüdischen Nationalfonds und der zionistischen Sied* lungsarbeit überhaupt in einen Zusammenhang bringt. So erscheinen Damaschkes Ausführungen wertvoll eincrseit* durch den Hinweis auf den Zusammenhang unserer Kolon!• sationsarbeit mit einer großen historischen Idee der jüdischen Vergangenheit, andererseits mit dem Ideenkomplex der Bodenreform in der Gegenwart. , , J. L.

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