Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 36 (6.5.1924)
- Date
- 1924-05-06
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2651273-2652595-2652629--15733-2675054- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr..מי fUEDlSCHE RUNDSCHAU Seite 205 Kommunisten besitzt Moskau (3413), dann kommt Leninprnti mit Ü30, der zentrale Industrie-Rayon mit 616, der zentrale!Wirtschafts-Rayon mit. 3707, Sibirien 452, Turkest.au 326 Krim 3S7, Diese Zidern beweisen, daß die gröbere Zahl jüdischer Kommunisten gerade dort ru finden ist, wo die Juden nicht iin Massen leben. Charakteristisch ist auch die soziale Struktur der jüdischen Kommunisten, ln Oer Ukraine 7״ D. setzen sich die jüdischen Kommunisten zusnimiH'ii aus 2728 Arbeitern, 2334 Angestellten, 65 Bauern, 65 unbestimmt. Demnach ist die Zahl der kommunistischen Angestellten fast so groll wie die der Arbeiter. Die allrussische Konferenz der jüdischen Sektionen der k ס in in 1111 i s t i s c 11 c 11 Partei winde am •!. April in Moskau eröffnet. Der Führer der jüdischen Sektionen, M. Mcrcjin, kritisierte sehr scharf *Sic jüdischen Sektionen, die sich ausschließlich auf politische Fa radearbeit beschranken lind die wirtschaftlichen Interessen der jüdischen Bevölkerung vernachlässigen. Fr sagte, die Wirtschaftliehe Frage sei von der grollten Bedeutung und werde i nun er dringender. Auf diese Weise habe man dieses wichtige Fehl der jüdischen Bourgeoisie überlassen. Mcrcjin forderte die jüdischen Sektionen auf, die jüdische Bourgeoisie 7u bekämpfen, er bedauerte die 11 » t i 0 n a 1 i s t i s ch e n T c n denzen unter den jüdischen Massen. Nach der Erweiterung der Grenzen des früheren Weiß• ritßland zählt die jüdische Bevölkerung in diesem Gebiet nunmehr 3SOOOO Seele״, Int bisherigen Weißrußland waren cs nicht ganz. 170000 Juden. Auf der kürzlich in Minsk *bgehallenen unparteiischen KuHiirkoiitcrciiz, an der etwa 650 Delegierte tcilnalimcn, wurden auch Referate über die Lage der Juden in Weißrußland gchalten. Aus die.cn gellt hervor: In dem Gebiet des früheren, stoch nicht vergrößerten Weißrußland leben insgesamt 1701)00 Juden, d. 3. 11״,# der D.'j Millionen betragenden Bevölkerung. 111 den Dörfern leben nicht mehr als 5 «,» Juden, Die Zahl der Arbeiter unter den Juden ist prozentual größer als unter der übrigen Bevölkerung. Unter 40 000 Mitgliedern der ISerufsver• eiiiigiingcn sind 11000 Juden, d, s. 20 */» der Gesamtheit der Mitglieder. Zahlt man Familienmitglieder hinzu, so ergibt sich, daß 56 000 jüdische Seelen von manueller Arbeit leben. Außerdem gibt cs (:!;00 jüdische Handwerker, die zusammen mit ihren Familien 21 000 Seelen atismaelien. Dazu kommen noch 5000 jüdische lnmlvvirtscliaitliche Arbeiter. Aus dem tianzeii geht iiervor, daß von den 170 000 Juden in Weißrußland nicht weniger als 90 000 sich durch physische Arbeit ernähren, ln Weißrußland existieren gegenwärtig 116 jüdische Lehranstalten mit zusammen 11 400 Zöglingen. Unter ihnen sind 08 Normalschulen, 25 Kinderheime, 30 Kindergarten, 4 Partei- und Abendschulen. In Minsk fand dieser Tage eine Versammlung jüdischer Kommunisten und Kulturarbeiter satt, Cs wurde eine Resolution angenommen, in welcher die Schließung des Moskauer hebräischen Theaters ״H a b i m a h“ als eines ״Nestes ׳'; iischer KonlciTevolution“ gefordert wird. Bei der Minsk er Sowjet-Universität existiert ein Scm i 11 a r zur Erlernung der h e b r ä i s c h e n S ק r a c 11 c. Das Seminar zählt SO Hörer. Der bekannte Professor Markan, der an der Minsker staatlichen Hochschule jüdische Wissenschaft gelehrt hat, wurde entlassen, weil er am Grabe des unlängst ver• storbenen M;c ־ b;;• rs Rabbi Elieser eine Trauerrede (llcspcd) gehalten hat. Unter den am 1. Januar im Gouvernement Hornel registrierten 11 000 Arbeitslosen befanden sich 8000 Juden, also mehr als 70 «/,->. In Mohilew, Retschiza und in der der Stadt Hornel selbst erreichte die Zahl der jüdischen Arbeitslosen schon 90 0/0 der allgemeinen Arbcitslosenziffer. Die Aussichten auf eine Besserung der Lage in naher Zukunft sind sehr gering. Die jüdisch-kommunistische Zeitung ״Kommunistische Föhn" berichtet, daß der Ortsrabbiner von Bohuslaw ein treuer An!länger des Kommunismus ist. Seine Predigt schließt er statt mit dem traditionellen ״Es komme der Erlöser Zions" mit den Worten: ״Es lebe der Kommunismus und 7!) die heilige Re- 1 i g i o n". Dm Arbeitern sagt er, daß sie sich nicht exploitieren la*׳;n sollen, Die übrigen Rabbiner hätten deshalb gegen ihn den Bann ausgesprochen, doch er setzte sich darüber hinweg. Er soll unter dein Proletariat eine große Anhängerschaft haben. In dem Städtchen Ulijanow, erzählt die Zeitung weiter, haben die ärmeren Elemente einen eigenen ״proletarischen" R a b b i n e r als Protest gegen den ״bourgeoisen" Rabbiner eingesetzt. Dem Beispiel einer Gruppe griechisch-orthodoxer Priester folgend, die vor einiger Zeit eine sogenannte ״lebende Kirche“ gründeten, die sich für das neue Regime und gegen die rechtgläubige Kirche unter dem Patriarchen Tichon erklärte, hat eine Gruppe Juden in Poltnva, die sieh ״Gläubige“ nennen, das Di׳ f rikl-Fxckiilivkomitcf für die Provinz Poltnva um die Erlaubnis gebeten, eine ״lebende Synagoge“ zu errichten, um den ״Aberglauben“ und die ״Unwissenheit“ in der jetzigen ״toten“ Synagoge zu bekämpfen. Die ״lebende Synagoge" will ihre Propaganda auch durch Veranstaltung öffentlicher Zusammenkünfte und Diskussionen mit Führern des orthodoxen Judentums betreiben. Attaman Slipak, einer der Führer der Petljura-Bamlen, wurde vom Gericht der Anstiftung zahlreicher Pogrome gegen die Juden in der Ukraine schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde dann aber in zehn Jahre Geiängnis umgewandelt. Offiziell werden jetzt die Ergebnisse der Volkszählung des Kiewer Gouvernements für 1923 bekanntgegeben. Bis jetzt sind mir die Tabellen für die Städte fertig, in denen drei Viertel der jüdischen Bevölkerung des Kiewer Gouvernements leben, ln der Stadt Kiew leben innerhalb einer Bevölkerung von 400714 im ganzen 123141 Juden, d. s. 32«/*. Arbeiter wurden gezählt 45675, darunter 8079 Juden, d. s. 17,7•;«; Angestellte 39 755, darunter 10 567 Juden, d. s. 26,6 */«; inaktive Angehörige der Roten Armee 1828, darunter 205 Juden, d. s. 11,7 1/9; freie Berufe 61048, darunter 3532 Juden, d. s. 56,7 »/«; Handwerker und Kleinhändler 23 438, darunier 5025 Juden, d, s. 46,9«/«; verschiedene andere Berufe 23 233, darunter 5025 Juden, d. s. 21,6«/#; Arbeitslose 27611, darunter 9332 Juden, d. s. 37,4"/#. In den sechs Kreisstädten des Gouvernements Kiew ist das Verhältnis folgendes; Allgemeine Bevölkerung 169 897, darunter 84 209 Juden, d. 8 49,5 «/#; Arbeiter 15 240, darunter 6296 Juden, d. s. 41,3״/״; Angestellte 9419, darunter 134öS luden, d. s. 36,9 «/o; freie Berufe 816, darunter 585 Juden, d. s, 71,7«/#; andere Beruf׳• 7416, darunter 3377 Juden, d, ». 45,5«/״. in den elf früheren Kreisstädten beträgt die Zahl der Bevölkerung 116000, darunter 39349 Juden, d. 3. 33,8«/#; Arbeiter 8342, darunter 2219 Juden, d. s. 26 «/#; Angestellte 4761, darunter 1464 Juden, d. s. 33«/#; andere Berufe 3416, darunter 1331 Juden, d. 8. 39 */#. — Die kommunistisehen Blatter weisen darauf hin, daß die Zahl der Angestellten unter den Juden Weit geringer ist, als der Prozentsatz der jüdischen zur all. verneinen Bevölkerung, woraus hervorgeht, daß die Meinung, als ob die Sowjet-Anstalten mit jüdischen Angestellten überlullt sind, falsch ist, ßcrüncv Kalender DQroi Berlin«? ZinnUtinh• Var«ln!*11n& flerüa 0 10, B«y<Ul1tr»6• 0 Töiöphoftt MarXur 2KVU * fo«unh«okkonia K*. ISÖÖfl lUrlin NW t dar B, Z. ▼ Mittwoch, den 7, Mai tirupp« Oft D«r i&lli an«. Donnoraiftg, den 8. Mn{ abtnda Uhr Uerliner Zionistisch« Yaretatffang im ׳־!חח•», r. n. ftÜKuiiir dor Vcrlrclcrfcrftawimliiaf. Tftgfiiortlrmiift: 1. Horirhfc üb«r dlo verflogen« A1nt*nar!n<fo י׳מוז Ai« Ln*« dt׳r H. 7>. V, 'J. AuMohroUmusc (i*r KcmwaHlcn. H. flaricht dar Ö«m«lnA<3kommtaainti »nul Vorlaga Mn*« HwuMilti«*״• enr Clcnchmi|־,t1n|r dnreh <31# U. Z. V, 4. Uventualift, Dio «itiMvri* i*t il\r »110 MitgHauar dar 8• Z. V. Frottng, 41 <׳n .Mai »band« Uhr tiynaj,r0j2a im ZlönfatUMian *’«im, Landabargar &tr, 80. 4) 6 t Bonnnbotul. Ac10 ״, Mai morgen« 6H Uhr ßjöftfcaga im Ziooiitisohan HMm, La^dibargor Bit. 89, (iQttoa<1irniU »band• 6 übr Mspft?l*nR1«1r im ZinniatUchan HMm. Uondabargor Rtr. 80 Hiiikrnnn; Kl. FrntilMurfar Htr. 11. Vortraj yon Kachnm WorHnMtit .חי»• Vf#»#n da» ArbatiialoiiUfttai ■ad 41• * IVag« 41«t Kilschdutb.*״ Montag, den 12, Mal abend■ 8 Ukr Grupp* »lar Zi0ni«t«n •וי• dam Oata• im Heim, ötx. I Ci »V»0n<!L ’ *band• 8 tJbr Grapaa Kord Ortmpc nahond. Ort wird noch bakannkMPaban, Mittwoch, don 14. Mai ••bendi 8 Uhr flropr* 0«t im Zloni«ti«oban |j»ndab#rsr<vr 84*. ft0. ftro«»• pr0j»arandarara«mmta11«r rif»f*r«ntj A|)«ncrierunrirat Hana 00*1ar, Montag, Aon 19. Mal »band« 8)4 Uhr ץ»יז11ז»ת YarMnUtin* im K U01f«m«1»tr. 8# Pcrctr-fiadank Ana dam fropTummi t, (י׳א־ז^חי״ו׳ייד*. H«»t Prof, T)f. fitarmann, 9. Aflf• tiUirnna־ eine« Ahמ»1׳יי׳0 ו»1(*זי »!1» »»׳• Katt»", ein Dcem« mm Tifthen nnd Frendan der 08*nn1dlm. Unter IWIo und Mitwlrknog ▼0n finde' 0, Tdadar P«refw. tintritt«nret«e1 Jifk. t,—*, 9,—. Mittwoch, don 21. Mat aband« 8 Uhr 6n**a 0*1 1m Tionlitltehtn f,and*her!rer Rtr, Pfl. 17f>rr Pr. Knpfarbarfr •4י ■etlala »•weroar,•1 Joden l)iea«tar*״^׳Hd. »Uhr 011!84M«fk«r 0iad«a*«11va׳’«ia. 1friedrictbgm 115 f*«miear fOr IflAUek« 0««eh'rhte. Jüdischer KoHartor«!* Frarr#«• Im 7Un'at<**fc•« TTeim, raadskirgtr •kr.89 •*1*ln«r fAr iidi««h* n**eh<״ht• P•!*«■«' <!«• Tt«r»׳» »k•!. 12. flehiahkar. Grap«• Kard MMtwreb von ס^—יו־י Uh« h«l ^י־ייו■• f,arr. Or*1׳i«n>mr*af 8*1*. 89, Oamarah ^nnnehand nfcnVim, 4—4 Uhr ^4י•. *•VmUhan amah» ftonntef ▼nrmltfnrr tl—1 Uhr b«l Md■», fi•▼▼! Otwiareb. אגודת בתי סגרילישראר Jlldlsrlier Schn!*«rein E. Y., R#rlin C 19, Seyiltlitr. I ©#.eh»tu(ahr,n1t«• V׳,r«t»#n,»11fH«1׳ Kmrt HkiBSMrtUia, Urnn«wa!d, Friadricksrukaratr. 83. בית ספר ללשוי העברית בברליו H*־brÄl*fh« Äprarhaci»«'• י• flarlla (XI. *en1#1tar) Anukuafk •rtoilk dar HrhuDaiter# Herr N. Harrsrrfln. Mitiwne.h, 8 Uhr aband« in der Hoobsoknta für die Winananhafk d•« Jadeotam«, ArUllariaitraE« U, I. Ziromar 4. בית ספר לילדים בנגערבה 7ד ברלי% Jldliaka 8fh«i« IT««*, Anikunft ar^eilt di# Prhnhaitsrin, Fräul•!• ObarUhrerln Bail/ Landa«, Montag ond Mittwoch 8—4 Ukr, Stoinplali ßGftg, ביח ספר לילדים במזרחה של ברליו J4d!sch« Hrkala Ok*. Auahunfi ortoiU dia SchulUitarin, ITrAulain Suaanna Uiehtanitain,!,raUag 4-צ Uhr. Tankow II*. Das Joint Distribution Committee ist In der ״American Joint Reconstruction Foundation" (die Organisation, die das R11 ß I a n d- We rk des Joint fortsetzen sein durch die folgenden Herren vertreten: Bernard Flexner, Meyer Gillis, Herbert H. Lehmann, Leonard George Robinson, Felix M, Warburg und Peter Wiernik. Die J, C. A. ist in der neuen Gründung durch die Herren Leonard Lionel Cohen und Leonard Goldamid-Montef i o r e beide in London, vertreten. Hincriha Louis Lipsky gab nsch seinem Eintreffen In New York dem J. T. A.-Vertreter eine zusammenfassende Darstellung der Lage und sagte weiter: Die europäische Judcnhcit blickt nicht nur wegen Hilfe nach Amerika, sondern sic erwartet dessen Führung beim Palästina-Aufbau, Für diejenigen curopäc he:1 Juden, die ihr Leben mit Palästina verbunden haben, bedeutet die amerikanische Judenheit der Hort ihres Glaubens an die Erfüllung der jüdischen Mission, Die Tatsache, daß die ameiikaiiisdie Judenheit, d, h, vier Millionen energische, praktische .!nd vvarmfiihlendc Juden, zu ihnen steht, gibt ihnen Selbsthewußtsein und stärkt sie ln dem Entschluß, bis zum endgültigen Erfolg zu kämpfen. HMka ln den Peßiehtagen hat tn der Nähe von Tunis ein Pogrom statto;cfundrn. Eine Menge von etwa 6000 Personen fiel über die Juden her. Jüdische Häuser wurden demoliert 11nd viele Läden geplündert. Eine große Anzahl Juden wurde verwundet. Die Polizei konnte erst nach längerer Zeit die Ruhe wiederherstellen. In Kairo erscheint demnächst eine spanisch-jüdische Zeihing unter dem Namen ״La Verdad“ (Die Wahrheit), Auf der letzten Sitzung des sikkfrikanV'en Board of Drputies lag der Bericht des Exekutiv-Komitees vor, der sich 11, a. mit dem Gesetzentwurf betreffend der Schaffung von abgeschlossenen Stadtteilen (Ghetti) für verschiedene Bevölkerungsklassen befaßte. E» wurden die Antworten des Premierministers und Innenministers verlesen, die beide versichern, es würden besondere Klauseln erwogen, <jle!eden Argwohn de.* Board, als oh die Juden durch das Gesetz getroffen werden k innten, zerstreuen würden, Nah«׳ Osten Die Delegierten des Misrachl, Rabbiner fishman und Panizel, sind von dem britischen Oberkommissär in Bagdad, Sir Perey Cox, empfangen worden. Sir Percy Cox interessierte sich sehr für die Lage in Palästina und gab den Rabbinern ein Empfehlungsschreiben an den Premierminister von Irak, Soel Pascha, mit. v«m U. 1 6.» 14 .* י 50,—1 25,-1 33,- 15,— 450,— 4 2,—■s 250,50 200,— 750,— 115,—i 716,- 34,— 60,-*) 60,-1 60,— _- 300,— . 66,—• 371,- 650,— 10,— 511,60 138,40 23. 4.-2. 5. 1024; f. 1. Qu, ן—,318 :1924 ׳ f. 1. Qu. 1921: 19 333,20. 20.AuävvcIsdcrZioniMc1131cucr*FIcnanj1c iürdas l.Quarlal 1021 vom 22. April bis 2. Mal Ort K#*ll»gtal Aschaffenburg Dresden Düsseldorf Kiel München Einzelne Zionisten 630, Eingang vom Gesamteingang f. Sonderspenden: 690,—. Spezifikation: Aschm'fenburß: M. Löwenfhif 25,-j (1• Kote einer Jahreszeicliniing), Dresden: (1, Liste) Fürstenfehl 2h— (Jnhresr.shlting), Pionkowsky 10,—, Langer, Pelz, Sonnabend, Dr. Schornstein je 9,—, Koscleff, Macr/on je 7,—, Goldberg, Guimami, Dr. Levy, Mcdmkow, B. Rosenbau in je 6,—, Ikenberg, Kaufmann, Aiilchior, Neelielcs, Schwarz je 5,—, Anusewitsch, Dr. Bcrlowitz je 4,30, Simon 3,50, Bahr, Fenig, Finkeistein, Gleicher, Kleinermann, B. Korn, L. Korn, Lohest, Markus, Dr, Roscnb.sum, Silbermann, Scheier, Sehender, Scluffms.m, Schiffier, Tschernoff, Weiner je 3,—, div, 10,50. Düsseldorf: A. Victor 60,—, M. Kramer 30,—, Dr. Llchtig'eld 25,—, München: L. Spicimsnn 40,—, M, Schindel 8,—, C. Hohenberger 6,—, D. Masur, F. Silbermnnn je 5,—, Glücklich, B. Goklfmb, Saposchnik je 4,—, H. Lcvvin, E. Mendle, Dr. B. Weiß je 3,—, div. 11,—. Einzeln» Zionisten: Bedburg: A. Gartenberg 10,—. *) tnki, der Rückstände aus dem 4. Qu. 1923. 2. Ausweis der Zionis’enstfcer-Finnänne lür dos 2.Quartal 1924 vom 22. April bis 2. Mai 1924 Ort Kaullneeat e1#e«״r vom 12,4,1,1.2.6.24 Asehaffenbure׳ 115,-•) 75,-**) 25,- 90,— Berlin 500C,- 411,- 1161,- 3836,— Dresden ר-,0*6 58,—*“) 46,— 604,— M.-a!a1thacH —,(׳5 36,— 36, - 11,- Nürnberg 600,— 13,60 171,10 423,00 Einzelne Zionisten 7CS,40•) 29,- 165,— 623,40 Eingang vom für das 3. u. 4. 22. 4.-2. Qu. 1924: 5. 1921: f. 62,-. 2. Qu. 1921: 560,60 Gesamteingan;; für das 2. Q11. 1924 : 2193,90, Spezifikation: Aschaffcnhtirg: M. Löwenthal 25,-»! f2. Rate einer Jahteszeichnung), Berlin: A. Peltesohn 75,—, D. Fett, Dr. Hantke je 30,— (sämtlich 2. Raten von Jahres- Zeichnungen), .Ginsbtng u. Fr. 12,--, Dr, A. Barth, R.-A. D, Chone, F. Freuthal, A. Pollack, H. Tumbowsky u. Fr. je 10,—, M. Engel, L. Grünberg u. Fr., Dr. Sternberg u. Fr, je 8.—, K, I lainmerstein u. I*r. 6,—11 ׳. Bauet!!, H. Bein, L. Danziger, B. Einfeld, II, Feldstein, Dr. Friedmann, E. Jacobowitz, B, Ratz, L. Katzmann je 5,—, J. Golilfierg 4,—, t >r. A. Bloch, L, Blum, E. Burin, Dr. \V, Cohn, S, Friedmann, B, Oinsburg, A. Hirschfeld, Dr. II. Jahlonsky, L, Kollcnseher, je 3,—, div. 8,—, Nürnberg: Ordenstein 3,50, div. 10,10 (sämtl. 1. Raten für 2. Qu. 1924). Einzelne Zionisten: Düren: 29,— (dch. Dr. Fritz Gottstein). *' inkl. der Rückstände aus dem 1. Qu. 1924: *') davon für das 3. u. 4. Qu. 1924: 50,—; *״) davon für das 3. u. 4. Qu. 1924; 42- Vortrngszyklus ״Der nrabfsch: Kulturkreis1'. Der Alt- Herren-fhind Kadimah im K. J.V. veranstaltete in der Zeit vom 24. März bis 9. April in der Hochschule für die Wissen- Schaft des Judentums einen Zvklus von sechs Vorträgen ״Der arabische Kulturkreis“. Der Zvklus hatte sich zum Ziel gesetzt, über die Probleme des Islam und der arabischen Welt zu unterrichten, ohne direkte Bezugnahme auf aktuelle zianistische!•'ragen. Als erster sprach Prof. Dr. Horowitz, Frankfurt, über: ״Der Islam als Religion und Kultur“. Urspri'tnglich war der Koran als arabische Schriftverkiindigunj gedacht und entnahm somit zahlreiche Elemente dem jüdischen und _ christlichen Ideenkreis, enthielt jedoch auch von vornherein viel spezifisch-arabisches. Später wuchs er weit über den ursprünglichen Rahmen hi nus und nahm Kiillurelemente von Indien bis Spanien in sich auf. Im zweiten Vortrag sprach Prof, Jtorovita über ״Der moderne Islam und Europa“: Die Zeit ist vorbei, in der die Welt des Orients die politische Ueherlegenheit des Europäers als ein unabänderliches Fatum ansah. Gerade die Berührung mit der europäischen Kultur hat das Srlbstbewußisrin der islamischen Völker erweckt, ihnen moderne Bildung übermittelt und ihnen die trrlmischcit Mittel gegeben, die sich gegen Europa kehren werden. Das Zentrum der islamischen Bewegung ist heute Indien mit seinen 70 Millionen Mohammedanern. Die inländische Freiheitshewegurig ist unaufhaltsam und Gandhi hat cs verstanden, die Kalifaisbewegung der Mohammedaner geschickt mit ihr zu verbinden. — Geheimrat Moritz von der Berliner Uni• versität sprach über: ״Geographie und neueste Geschichte der arabischen Halbinsel“. Der Vortrag war ausgezeichnet durch eine Fülle einzigartig schöner Lichtbilder; sie zeigten die Wüsten und tropischen Oasen Arabiens, Beduinendörfer und überraschende Ueherresie einer reichen alten Kultur, Menschentypen *Iler Art, zum Teil den jüdischen außeroalentlich «linlich, darunter auch besonders interessante Bilder arabischer Juden. Der politische Teil des Vortrag־׳» schilderte die modernen arabischen Staaten, besonders da» Emporkommen Husseins und seine dynastischen Bestrebunhungert. Es ist nach Prof. Moritz nicht wahrscheinlich, (lall das Kalifat dieses Mannes, der in der islamischen Welt einen denkbar schlechten Rut genießt, jenseits der Grenze seiner Länder anerkannt wird. I terr Dr. J ä s c h k e sprach über ״Die Entwicklung Mesopotamiens und Syriens seit dem Weltkriege". Sein Vortrag behandelte jedoch in der Haupt- Sache die syrischen Verhältnisse. Syrien besteht offiziell «us einer Reihe von Bundesstaaten, jedocli hat die einheimische Bevölkerung nirgends ein wirkliches Mitbestimmungsreclit. Die Zukunft Mesopotamiens hängt bekanntlich in erster Linie von der Frage der Bewässerung ab. Man überschätzt jedoch im allgemeinen die Bedeutung der Baumwollkultur im Verhältnis zum Getreideanbau, Für beide I an• der ist die Entwicklung des Verkehrsnetzes von giöllter Wichtigkeit. Dr, Hermann Weil gab eine ,,Einführung 111 die * arabische Grsrliiehlr“. Er beschäftigte .*■ich Haupt• sächlich mit der Entwicklung der f׳eidi.׳:en Richtungen im Islam und den Gnimlmotiven, die bei orientalischen Völkern in großer Unveräntleriiehkeit den ganzen Geschichtsablnul beherrschen. Den letzten Vortrag hielt Privatdozent Dr, Sch» eder »us Breslau über ״Wirtschaftstheorie und Wirt• sclinftspraxis Im Islam". Der junge Forscher gab eine be• sonders eindrucksvolle Probe sachkundiger Beherrschung der Materie. W*s im Islam besonders *utfällt, ist die absolute Inkongruenz von Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspraxis. Die Wirtschaftstheorie* ist rein normisierend, die Praxis überläßt man dem Einfluß dieser schlechten Welt. Eine eigentliche