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Jüdische Rundschau · 1924-05-06 · Heft 36 (6.5.1924) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 36 (6.5.1924)
Date
1924-05-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 200 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 36 Wertung findet nur der Handel, im Hinblick auf ilin wird mich die lJ1|H'tHl11kIIon I11'li',־u'!1ld. jeder Ansatz zu einer wirkliehen Wirtscliaftsdhik fehlt, ebenso the Schätzung der Arbeit .ווו sieh. .Schneller glaubt deshalb nicht an die romaniisebe Auffassimjt, die Ansätze zu einem neurn soziale» l eben der in- Intnischeii Volker zu erblicken glaubt. Seiner Ansicht nach kann eine Umgestaltung der Wirtscliaftsaiiffassnng timl Praxis mir von Eurup.1 kommen ן er zieht daraus direkte Kcnse1(uc11?cu auch fiir den Zionismus. — Die Vor!clitjc (amlen ein verltäUitininältu; zahlreiches Publikum, das mit großem , Interesse folgte. Chemnitz. Am Samstag, den 16. Attar scheid int hier unser tieiicr Clesi׳m111t;״genösse Markus Pfeffer im Aller von 55 Ja lue 11 verschieden. Der Verstorbene j׳el1ürtc zu den ernten Vorkämpfern unserer Idee, der er sich mit beiher l.icbe widmete. In seiner 1 Ieimatsstadt _ Stanislaw war er laimj.ilirigrs Vorslaiidsiiiilglird des Vereines ״Ercz-lsrael“, des’ zioiii'slisflicit Dislrikfköinitc«. Auch hierorts wirkte er trotz seines kiiinktiehrn Zustandes bei jeder Gelegenheit ihr sein Lcbeusideal; und bis zu seinem letzten Atemzuge war er ein Verfechter der hebräischen Sprache, der er sich bei jeder Gelegenheit — sogar auf sein :in Krankenlager — in der Diskussion bediente. Wir werden sein Andenken hochhalfen, Oppeln. Am 10. April starb narli kurzer Krankheit, 46 Jahre alt, Herr L a n 11 ge r i c h t s r 3 t Dr. Otto 1*117.- naiiski. Durch seinen Tod sind die obcrsclilrrischen Zionisten wiederum in tiefe Trauer versetzt worden. Er gchörte zu den ältesten Gesinnungsgenossen und hing unserer Bewegung mit seltener Treue an. Seine zionistische Grund- Anschauung war in geradezu vorbildlicher Art auf dem Boden echten, vornehmsten Menschentums erwachsen. So wird er uns als Mensch wie als Gesinnungsgenosse imvergcfllich bleiben. Kassel. Hier erscheint seit einigen Wochen eine J fl - di sehe Wo c h e n 1 c i t u 11 g fiir Kassel, Hessen und Waldeck. Sic wird hcraiisgegebcn von unseren Gesinnungsgenossen Sally Kaufmann, Hermann Locb und Walter Katz, allerdings ohne Verbindung und Zusammaihniig mit der zioiiisiischen Ortsgruppe. Die Zeitung, allgemein-jüdisch erhalten, ist ein ernst zu nehmender Ver* such, die sehr zahlreiche, aber auch sehr indifferente jüdische Bevölkerung hier jüdisch wieder einigermaßen zu interessieren, aiifziikläreii und zu bilden. Die ersten Nummern bringen Beiträge von Dr. P r n g c r - Breslau, Dr. Ernst Simon- Frankfurt, Dr. Franz R o s c n 7 w e i g - Frankfurt, Dr. Werner Bab-Berlin, Frau Dr. B ad t-Berlin u. a., deren Niveau allgemeines Interesse mich schon über die engeren Grenzen unserer Heimat hinaus wachsenden hat. Hctpoel-HazaYr. Die Generalversammlung, die zum 3. Mal eingesetzt war, mußte auf Sonnabend, den 10. Mai, verschoben werden. Alle Chawerim werden nochmals dringend gebeten, zu erscheinen, da wichtige Beschlüsse für die gesamte Griippcnarbcit der kommenden Monate gefaßt werden müssen, . Beginn >'.0י Uhr pünktlich im Zionistischen Heim, Landsberger Str. 86, Das Büro der Berliner Zionistischen Vereinigung befindet sich ab 12. Mal 111 dor Melnekostmsse 10, Telephon: Bismarck 7165—70. Die Ortsgruppen Ascbaffriilnirg. Die Aufführung des neuen PaWstlnafilms brileiiidf fnirii *,dimieu liifolg. Der Besuch war von jüdischer und christlicher Seite zufriedenstellend, Berlin. Am 10. April 1024 veraustalfcfe die Gruppe der Zionisten aus dem Osten ln den Musiker- 1־cf'i״׳ilen ein Meeting. Im überfüllten Saale sprach Prof. Dr, Sterin an 11 über das Thema ,,Die ostjtklisclic Zukunft“, Fis entwickelte sieh hierauf eine sehr rege Diskussion. In dem Schlußwort antwortete der Referent sämtlichen Omwnciitrn. Die Ausführungen Dr, Stcrmauus fanden bei den Ziilu'irern stürmischen Beifall, An1 M, April *nrarh Im Heim der Gruppe der Zionisten aus dem Osten Prof, Dr. Stermaim über das Thema ״Theodor Herz!, ein Mann der Tat“. Das Referat hatte wieder großen Enthusiasmus hervorgenifcii. Dieser Abend brachte uns eine Anzahl neuer Mitglieder, Berlin. Die Berliner M 1 st a ch lg ru ppe hat gemäß Vrieiiih;innig mit der Gruppe der Zionisten aus dem Osten im Zionistischen Heim, Fniufsbrrger Str, 80, In einem besonders zu ilicre 111 Zweck eingerichteten Synagogenraum einen rege!• mäfiigcn Gottesdienst eingerichtet. Erstmalig wird dieser am Sonnabend, den 10. d, M., abgehnlten. Die Gebctszeiten sind: Freitag, den 0. d. M׳., abends 7'/» Uhr; Sonnabend, den 10. 11. M., früh 8','. ’ Uhr. Die Zionisten, die in der dortigen Gegend wohnen, werden auf diese Einrichtung hingewiesen und gebeten, diesen Goticsdien.1t zu besuchen, Dortmund. Herrn Josefsberg, dem Sekretär der Berliner Gruppe der Zionisten aus ,dem Osten, Ist es bei seiner Anwesenheit ln Dortmund gelungen, einen größeren Erfolg beim Verkauf der Parzellen für die Gartenstadt ״Zion.ih“ zu erzielen, — Das Erfreuliche an diesem Erfolg ist, daß viele der Käufer der Landparzcllen der P, L. D. C. bis jetzt der Palästina-Sache fernstanden. Meldungen von weiteren Interessenten nimmt entgegen: Me nachein Cohen, Mengede, H a b e rl a 11 d s t ra ße 30. GelsenUirchcn. Die Gnrppenarbeit ist durch die Initialive junger Gesinnungsfreunde wieder belebt worden, lm Anschluß an die Aufführung des neuen Palästinafilms wurde ein Vortragsabend veranstaltet, an dem Dr. R. Schay- Köln über ״Politik und Wirtschaft in Palästina“ vor einer grüneren Zuhörerschaft sprach. Es wurde nm seilten Abend eine neue N.-F.-Kommission gebildet, die ihre Arbeit sofort rwifnchmri! wird. Die Filinauiführung erbrachte einen Reinertrag von etwa 350 M,, eine anschließende Ifaussammlung 310 M. an einem Tage. 1 Herbei muß hervorgehoben werden, daß die schlechte wirtschaftliche Lage die Gebefreudigkeit beeinträchtigt bat. Die Sammlung wird fortgesetzt. Der Filmauffiihnuig wohnten etwa 500 Personen bei. Die Presse aller Richtungen bat vor der Aufführung mehrere Mal aut den Film hingcwieseii und ihn nach der Aufführung sehr günstig bcurteilt. Glchvftz. Zu dem P a 1,1111 n a f i I m wurde am Osterrnont.ig <111 ich tiu neutrales Komitee die jüdische Gemeinde um! prominente Christen ringelnden. 300 Besucher sahen mit großer Befriedigung den Film. Die Spitzen der Behörden, unter ihnen der Onerbiirgcnnclster waren amvescnd. Auch der Vorstand der jüdischen Gemeinde und verschiedene Re- Präsentanten waren vertreten. Die Tageszeitungen berichtefeit tut überaus freundlichem Sinne um! wiesen besonder» darauf bin, «laß der film das beste Mittel zur Bekämp. fung des Antisemitismus sei. Mannheim. Die Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe war gut besucht. Der Vorsitzende, Herr Dr. Hilb, berichtete über das vergangene Jahr. Unsere Tätig, keit war im allgemeinen erfolgreich. Größere Veranstaltungen nach außen hin haben wir nicht abgehnlten, wir haben uns mehr auf die Arbeit nach innen beschrankt, Am besten hat die Arbeit für den N.-F. Erfolge gehabt, unser Jahre*, kontingent ist fast jetzt schon erreicht. Wir verdanken dies Im wesentlichen der unennitilliclien Tätigkeit unserer Jugend, durch die allein cs ermöglicht wird, den Betrieb geregelter Tätigkeit aufrecht zu erhalten. Lange nicht so gut sind die Erfolge dea K, H. Wir werden mit aller Energie darauf dringen, «laß jeder hiesige Zionist seine Pflicht dem K. H. gegenüber erfüllt. Die Versammlung beschloß einstimmig, «laß feiler Gesinnung*• genösse, der seine Pflichten, wie sie der Kongreß in wieder, holten Beschlüssen fe.(gelegt bat, nicht erfüllt, seine Zugchörigkeit zur Ortsgruppe verliert. Ein Zionist, der Ehrenämter bekleidet und seine Pflichten nicht erfüllt, wird seitens der Ortsgruppe nie 111 mehr als Vertreter anerkannt. Eine Kornmission, aus drei Herren bestehend, wurde gewählt, die diese Beschlüsse zur strengen Durchführung zu bringen hat. Wir hoffen, daß wir dann in gleicher Weise wie beim N.-F. auch heim K. H. Erfolge haben. Als Vertreter des K. 11. wurde Herr Dr. Hildesheimer bestimmt. Der alte Vorstand wurde im wesentlichen wiedergewählt, vor allem Herr Dr. Ililb, der in vorbildlicher Weise die Ortsgruppe geleitet hat. Eine Aktion fürdas arbeitende Palästina wurde mit gutem Erfolge d 11 reit geführt, auch eine große Ver- Sammlung zugunsten des arbeitenden Palästinas wurde abge• halten. Was die sonstigen Kurse durch die Ortsgruppe be* trifft, so wurde beklagt, daß sic nur das Interesse der Jugend finden. Offene und gesuchte Stellen. Wir suchen Stellungen für Anfängerinnen im Büro, möglichst in Betrieben, die atn Sabbat geschlossen sind, ferner Lehrstellen fiir Elcktrotech« niker- und Maschineiibaiilehrlinge. Ferner Lehrstellen im Kontor fiir Mädchen, desgleichen Lehrstellen für Mädchen in der Schneiderei, möglichst in Betrieiren, die am Sabbat geschlossen halten. Außerdem Stellungen fiir Kontoristinnen ohne Kenntnissc der Stenographie und Maschine, für Buchhalterinnen, ebenso Hausdamenstellungcn in kleinen Fiaushalten, Dagegen haben wir noch einige Lehrstellen fiir kaufmännische Lehrfinge vorgemerkt, Meldungen an die Jüdische Arbcitsgemcin* schalt, Auguststr. 17. Sprechstunden täglich außer Sonnabend und Sonntag," zwischen 10 und 1 Uhr. >s V r Jlao Gcrsm Dr. Jur. SIOQbert Unikowor Verlobte Breslau Or.'lbiichpnor Str. 4 Dorttrunil Kaiflcrulr. 13 J •Statt. Kurten Philipp Berliner Hanna Perliner, geh. Abraham Ve rm äh 11 0 Hannover Ludwigsbafcn, Rh. Mannheim, Ilf inrich-Lanz.-Str, «7-30 J ־־־ '-N Dr. Fritz?Affiner Slitah Mltinar, gcb. Goitela Vermählte Trankfurt ft. JE Nissan 6084 V■—..-.-....ע l»in mn No״n׳*U* n־i, dov Hl, Mai W>i fitulgn<I<־» R*9rmIxw«»I»tmI©r un8״r** 8r>hn*1 Emanuftl Imhron wir \m» Mtrdureh an*u• *«igoiu II Kcaton und Freu r.ühftck, n I. f.lspofv«, Atemnot, vorm Nrtr*oh«n wrtr-Wn durrlt «nrgf&Higo HpoinuHHphftndlung; ohne Apparat und 0)111« Mypn*•« jrHimUieh JoJar. dar sisnsrlrcl singt, •rhäii •In» fiUfiaid« ■ainrJirk« H^varlie, Kaln^ l{rrnf*t*t3mnjr. T«!r#aand A!»*nd&nr•«. Anm«)<iu»Kf1n UU0 .1׳-V Ul!1\ Miiiof H')rnt\>«n<Uu.K*nntftg« Dr.Schracfcr’s Vnp.7A־»״. OGPliSl Hl. LU17Ö IVSlP. 3 0. SfS »4 r*s יץי*־ן1;ץ•־"/! .[ j \.'J GLävjtU Toaste / Tafellledcr / Vorfrage lof Zeitungen / Aufführungen. Aklueill Indlvlduelll E. Sandair, Berli n-Charloiicnburg 4 WeUzitrasie 20. 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