Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 36 (6.5.1924)
- Date
- 1924-05-06
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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\ Seife 262 f UEDISCHERUNDSCHAU Nr. 38 den Palästina,־uiflinii gibt cs mit diesen ,,Nichtzsoninten“ I!;eine prinzipiellen Meinungsverschiedenheiten, die cs nicht unter Zionisten gäbe. Das jüdische Zentrum, der nationale Aufbau, die hebräische Renaissance und stärkste Förderung der Clinliizim —• das ist .allen gemeinsame;? Ziel. Und auf dieser Basis allerdings n ur auf dieser Basis! — sollte eine gemeinsame Arbeit nicht 111 ü״- }ich sein? Fs gibt eine önippe im deutschen Zionismus, die Helion seit langem programmrißig die Politik des Aus• plcichs empfohlen hat und mm Freude darüber äußert, dal) ihre Wünsche sich zu verwirklichen beginnen. Die Freude soll ihnen nicht genommen werden; wir freuen lins mit ihnen. Nur dagegen muß Widerspruch erhoben werden, daß behauptet wird, es seien die Prinzipien des Bin ja 11 Hnnrez gewesen, die hier gesiegt haben. Nichts könnte mir ferner liegen, als einen Streit wieder Sauflcbcn zu lassen, der Gott sei Dank überwunden ist. Nur der historischen Wahrheit wegen muß auf die in letzter Zeit oft gehörten Reden unserer Freunde vom Jlinjriu 1 laarcz folgendes erwidert werden: Was ihr wolltet, war cler 1(0111 p rom i ß zwischen den divergenten Meinungen, was euch in Aktion treten ließ, das war der Wille 7.111׳ Schaffung einer Einheitsfront, erkauft durch Imscrrn Verzieht auf die radikale Forderung. Euch Schwebte vor ein 1 iiiiiibcrziehcn der Nichtzionisten ins zionistische Lager mit der Begründung, das Baseler Programm sei ja so weit gefaßt, und man könne auf dieser Plattform viele maßgebliche Menschen gewinnen, wenn man in den Forderungen und in den Formt!־ Herlingen nicht gar so stürmisch wäre. Gegen diese ycrhiHigungslendenz sind wir aufgetreten. Um keinen Breis wollten wir /!!lassen, daß grimdanscliaiiliche Gegen- Ditze aus Opporluniiätsgründcn verkleistert würden, denn wir wußten, daß in dem Augenblick, wo wir in einer Frage der Gesinnung paktierten, eine Zerstörung des nationalen Charakters unserer Bewegung cintrcten müßte. Außerdem aber schien uns diese Methode denkbar ungeeignetst zu sein, um das erstrebte ZicldcrGcwinmm״ weitester Kreise für den Palästinaniifbati zu erreichen. Wir sagten uns,!laß jahrzehntelange Gegensätze sich nicht durch einige Konzessionen beseitigen ließen und daß nicht der Wortlaut des Baseler Programms,!sondern seine eingebürgerte Interpretation unsere Gegner in ihrcr Entscheidung leiten würde. Der Fehler des Binjau 1 laarcz bestand m. F, in der falschen Einschätzung derer, die er gewinnen wollte; man unterschätzte den Horror, den allein!las Wort Zionismus bei den meisten Itervornirufen pflegt. Worauf es ankam und was allein Erfolg versprach, das war nicht der Aufruf zur Zionistischen' Organisation, sondern 7. u Palästina, nicht zur Aenderung einer An- S c 11 n u וו n g, sondern 7, u r g c m e i 11 s ה men A k - tion, nicht zum Kompromiß, sondern zum B ü n d n i s. Diese Biindnispolitik, die in Deutschland Kurt Bit!• Juenfcld schon im Jahre 1917 proklamierte, hat sich bcwahrt. Dadurch, daß keine Gcsinnungsbceinflussung vorsucht, sondern allein die große, konkrete, die nlljiklische Aufgabe des Pnläsiinaaufbnus als gemeinsame Arbeits* Basis gefordert wurde, ist es gelungen, nicht nur erhebliehe Summen für den Keren Hajessod zu erzielen, Sondern namhafte Führer des Wirtschaftslebens für die Arbeit zu gewinnen. Das Geheimnis dieser Erfolge •aber ruht in der Kraft der zionistischen Idee. Noch so große Sachlichkeit der Verhandlung verbirgt nicht die Leidenpcliaft, die hinter den Worten glimmt, und nur die Stärke der eigenen Position ermöglicht es, den anderen zu Überzeugen, daß er Opfer bringen und mitliellen müsse. Und die Besten und Fälligsten dieser Neugewonnenen möchte ich gern an den leitenden Stellen unserer lnstitutionen sehen, sei cs im Keren Hajessod, sei cs als wirtsclmftspolilischc Berater, sei cs in der Jewish Agency. ’Auch wenn sie sich Nichtzionisicu nennen. 500 Palästina-Eimvanderer im M5rz Jerusalem. (J.T. A.) Während des Monats März 1924 kamen 500 Einwanderer nach Palästina, darunter 21 Christen und 5 Mohammedaner. Ferner 53 Juden und 17 Christen, die als Reisende ins Land kamen und dann die Erlaubnis zu dauerndem Aufenthalt erhielten. 21 Einwanderern, die den palästinensischen Einwamlerungsbcstimmungen nicht entsprachen, wurde die Einreise verweigert; ־ Kisch über die palilfsehc Lage Bei der Zusammenkunft der in Palästina anwesenden führenden Zionisten (vgl. Nr. 3t d. ״J. R“) erstattete Colonel Kisch einen Bericht über die Lage. Er ragte in diesem. Bericht st a,, daß er sich freue, mit teilen zu können, daß die Stellung der palästinensischcn Regierung zu der zionistischen Bewegung sich in der letzten Zeit außerordentlieh gebessert habe. Vorbcrciinng des Denen Pallslina-Huiflcte Reise 11 a 1 p e r!1 s und Na idi ts eh* nach Palästina. Wie die J.T. A’. erfährt, haben sich die Direktoren d Tewish Colomal Trust, zugleich Mitglieder des Finanz- ״ iWirtschaftsratcs der Zionistischen Organisation, Dr. Gcc H a Ipern und J. Naiditsch, am Freitag, den 2 Mai, v Marseille nach Palästina eingeschifft, wo sie sich eini Wochen in .Angelegenheit der zionistischen Danken nnfhalt werden. . Sie werden zusammen mit anderen, jetzt ebenfr 111 Palästina weilenden Mitgliedern des Finanz- und Wirtschaf rates, sowie mit der palästinensischen zionistischen Exekuti׳ fיי . .dcr zionistischen Jahreskonferenz vorzuiegendc P las tina-Bndget für das nächste Jahr vorb reiten.. Zum ersten Male also wird jetzt da» Falästh Budget 111 Palästina vorbereitet, eine Maßnahme, die sch - vor einiger Zeit von den Vertretern der palästinensisch J 1״lensduft gefordert worden ist. Oscar Sirius ©er Zlonlsans und Paläsllna Vor dem Verlassen Palästina» hatte Oskar Straus mit einem Vertreter der Pal. Tel.-Agentur eine Unterredung, in der er sagte, Palästina »olle als Zuflucht derjenigen Juden dienen, die in anderen Ländern nicht leben könnten, oder die in Palästina zu leben verlangten; aber es «ei P flieht der Juden der ganzen Erde,׳ den Crbauern Zions in jeder Weise, die ihre staatsbürgerliche Stellung in den verschiedenen Ländern ihre» Wohnens nicht becinträchtigr, zu Hilfe 7u kommen. Die Kiilturwelt müsse darauf bestehen, daß das Palästinamandat bei England bleibe; das britische Mandat müsse in den Augen der Juden geheiligt sein. ,jWir müssen aufhören, von ,Zionismus' zu sprechen, und vielmehr ,l'alästiiiismus‘ aagen,“ meinte Mr. Straus; ,,die Juden müssen in Eintracht und Frieden untereinander leben, und die arabische Welt wird schließlich den Fehler, die Arbeit der Juden in Palästina nicht anziieikennfn, rin sollen.“ (Mr, Straus in allen Ehren: seine Lösung der Palästinaschwierigkeiten scheint uns ein wenig nach dem ״man nehme“ der Kochbücher zu riechen, in denen leider die Frage ״weher?“ unberücksichtigt bleibt. Es wird uns willkommen sein, wenn die jüdische Allgemeinheit «ich einem opfervollen jd’alästinisinus'‘ ergibt; wir allerdings behalten uns vor, stets Zionisten zu bleiben, auch noch in Palästina. — Red,) Vor seiner Abreise hatte Mr. Straus auch noch eine Unterredung mit Muss Kazim Pascha, dem Präsidenten der arabisehen Palästina-Exekutive, und versuchte, ihm die Not- Wendigkeit arabiac 11 •jüdischer V e r a t ä n d i - gung klarrumaehen. Er bekam rur Antwort, die Ziele der Araber seien: volle Freiheit und eine nationale demokratische Regierung P.iüisiinas, in welcher Moslem, Christen und Juden ihrcr Zahl im Lande entsprechend vertreten sein rollten, worauf Mr. Straus seine Ansicht kundgab, die Zionisten hätten in den letzten fünf Jahren mehr f(וי r den Aufbau des Landes geleistet als die Araber in den letzten fünf Jahrhunderten. Ein Nachspiel zu den Schießereien bei Jalta Bei der Purimfeier in Tel-Awiw untersuchten, wie die ״Voss. Ztg.“ meldet, nach den Schießereien in der Nähe der Stadt, arabische Polizisten die jüd i s c h e 11 Passanten a 11 f W a f f e n und verhafteten zwei Knaben von 17 find 19 Ja 11 re 11, bei denen sie Revolver beschlagnahmten. Unler riesiger Teilnahme des Publikums fand jetzt die Gerichtsverhandlung statt. Der jüngere Angeklagte wurde wegen Waffentragens zu zwei Monaten, der altere zu vier Monaten Gefängni» verurteilt. Es herrscht große Erbitter 1111g über dieses Vorgehen der Polizei. Die Europäer erklären allgemein, die Ruhe und Sicherheit Im Lande würde sofort hergcsiellt sein, wenn die Regierung Waffenpässe ansstelle, Heute seien die Verbrecher bewaffnet, und die Angegriffenen werden bestraft, wenn sic sich zur Wehr setzen. Die lüimjtlc Himelas mit Yemcn ur.d den Wahabftcn Die ״Vossische Zeitung“ veröffentlicht in ihrer Nummer vom 4. Mai eine Darstellung eine* Korrespondenten aus Kairo über die Stärkeverhältnisse der auf der arabischen Halbinsel miteinander ringenden Parteien, Auf der einen Seife »feilt Hussein, König des Hedschas mit seinen beiden Söhnen Fessal, dem König des Irak, mul Abdallah, dem Beherrscher des Ost-Jordanlamles. Ihm leistet der bedeutende Araberscheich ifen er Reschid ■ins Innerarabien und einige kleinere, bisher gleichfalls selbständige Führer, so diejenigen von Lall ad sch und Assir, Gefolgschaft. An der Spitze der Gegner stehen Imam Y a h j a , der Sultan des Y e!11 e n , und IbnesSaud, der zweite irrolle Stammeshäuptling Innerarabiens. Die Pariei des Emir .Ihr,sein vertilgt filier ungefähr 20 000 Gewehre, ltä> Maschinengewehre und 50 Kanonen In lledschss; es sind dort ungefähr 15 000 Mann regulärer Truppen vorhanden; Abdallah im Ost-Jordanland hat etwa 1500 Soldaten, 20 Maschinengewehre und 20 Kanonen. Die üevölkmimg der arabischen Königreiche hat «her außerdem nach Schätzungen einheimischer Militärs 70000 bis 100(109 Gewehre mit der.nötigen Munition zur Verfügung, Diese Waffen stammen 711m Teil von den Türken, die sie bei Ihrem Rückzug aus Palästina in Stich gelassen haben, zum Teil sind sie während des Krieges den iiitkcnfelmliiehen Stämmen von den Engländern geliefert worden. Auf der gegenüberliegenden Seite lassen sich die Waffenhcstämle schlecht nbschätzen. Doch sind die mächtigen Wahabitcn-Stämme von jeher als tapfere und. guthewaffnete Krieger bekannt; und chemo hat Imam Yahja die militärische Organisation des Jemen seit langem gut vorbereitet. Es wird angenommen, daß die militärische Führung der arabischen Königreiche Emir Abdallah übernehmen wird, der vom Norden her in das Innere des eigentlichen Arabien eimlriiiqt, sich .mit Ihn er Reschid vereinigt und gegen die Wall .ו bi ten vorgeht, während die Truppen des Hedsclins glcifhrrilig gegen Yemeu Vordringen, das von den ftstlieh gelegenen Stämmen gleichzeitig angegriffen werden dürfte. Bisher ist cs erst zu kleineren Zusammenstößen und Plankeieien gekommen, aber da ein starkes englisches Interesse an der Unterwerfung der Waha* b 11 c n V ö 1 k c r und des Y c m e 11 (?) besteht, so werden größere Kriegshnndlungen wohl nicht auf sich warten lassen, (Der Korrespondent der ״Voss. Ztg,“ hat ersichtlich eine englandfeindliche Einstellung, Red. d. ״J. R.“,) Die anilengllselie Bewcpi! 11 Mesepefamlen Reuter meldet aus Bagdad: Die in der Nationalver- Sammlung zutage getretene Opposition der überwiegenden Mehrheit gegen den Vertrag zwischen England 1111 d d e m Irak erschwert d;e Situation, Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Blätter dürfen nicht erscheinen. Die .Wahabiten greifen die Orenzstamme an. Ramsay Mxdoaald über den ABflfo־Het!jas־VerIrag London. (J. T. A.) Auf eine Anfrage des Mr. Mil ne in der Uiilcriiausrälzimg vom 39, April, antwortete Mr. Ramsay Macdonald, daß der britische Unterhändler bereits in Djeddah weilt, um mit der Haschimiten-Rfgierung in Verbindung zu treten. Die Regierung stehe auch mit einem Agenten des Königs Hussein In London in Verbindung, obgleich dieser Agent keine offizielle diplomatische Eigenschaft besitze. Vor Unter- Zeichnung des Vertrages könne mit einem offiziellen Verfreier Sr, Majestät des Königs der Haschimitcn ln London nicht verhandelt werden, Mr. M11 n e fragte, ob diese Antwort S8 gemeint sei, daß die Regierung den Gesandten des Königs von Hedjas erst dann anerkenne, wenn der Vertrag unterzeich net ist. Darauf Mr. Macdonald: Ja, sobald der .Vertrag unterzeichnet ist, , Die zionistische Jahreskonferenz Wir erhalten aus London die folgende Zuschrift: Dis Hauptbüro der Zionistischen Organisation teilt mit, daß die soeben von einer Zeitungsagentur veröffentlichte Mitteilung betreffs Zeit und Ort der zionistischen Jahreskonteren/ unautorisiert und unrichtig ist. Es ist diesbezüglich noch kein Beschluß gefallt worden; sobald eine Entscheidung getroffen sein wird, wird dieselbe sofort der Presse und allen zionistischen Verbänden bekanntgegeben werden. (Es ist bedauerlich, daß das Londoner Zentralbüro ent jetzt eine bereits seit einiger Zeit veröffentlichtc Nachricht dementiert. Wir hatten die u. a. auch von der ״Wiener Morgcnzcitung“ gebrachte Information mt veröffentlicht, nachdem sie auch von der ״Ziko“. bestätigt worden war. Udingens bringt mm auch neuerlich die J.T. A, am 3. Mai die gleiche Nachricht. Wir sind der Meinung, daß Nachrichtenstellen und Blatter, die andauernd, (zumeist auf vertraulichen Mitteilungen beruhende) unrichtige Sen* sationsmeklungen bringen, von London aus oder durch die örliiclicn zionistischen Stellen leicht veranlaßt werden könnten, mehr Disziplin zu halten. — Red. ״J, R“) Poalezlonlslisehe Verhandlungen mit den englischen Arbeiicriiihrern Wie J. T. A. erfährt, haben sich die Mitglieder des Welt* V'erbandes ״Poale Zion“, Bcrl Locker, Snlomon Kap* 1 s n s k y und Ralman Rubaschow, nach Palästina begehen, um an der am 9. Mai in der Arbciterkolonie ״En Charod“ beginnenden Konferenz der ״Achdiilh Haawodah" tcilzm• nehmen. Vor seiner Abreise aus London hatte Kapfansky längere Unterredungen mit dem Untcrstaatssekrctär der Ko!«■ nien, Lord Arnold, und dem Vorsitzenden der parlanientarlschen Fraktion der Latwmr Party, Robert Smiilie. Kaplansky informierte die beiden Herren genau über die Lage Ln Palästina und über die Erwartungen, die die jüdisehc Arbeiterschaft in die Arbeiterregierung in England setzt Keren Hajessod in Amerika Der Drive in Chicago, für das ein Kontingent in Hölle von 300OCO Dollar angeselzt wurde, brachte bisher an Bar- Zahlungen und untcrsehrifttichcn Verpflichtungen 150OCO Dollar, Der Bürgermeister Chicagos, William E. Dcver, fordert ln längerer Proklamation, die eine bemerkenswerte Kenntnis der zionistischen Bewegung zeigt, die Bevölkerung der Stadt auf, dem Rufe des Keren Hajessod zu entsprechen: ״Seitdem das Heilige Land von den Römern verwüstet worden ist, und das jüdische V'olk aus seiner Urheimat verbannt wurde, hat Palästina einige der größten Ereignisse mcnsclilieber Geschichte gesehen: den Aufgang des Islam, die Kreuzziige und das Erscheinen Napoleons in den Straßen Jalias. Jetzt aber erlebt das Heilige Land das größte aller historischen Ereignisse: nach Jahrhunderten der Verbannung die Rückkehr eines guten Teils des jüdischen Volkes in seine Urheimat, Möge jeder von uns bei dieser großen Unternehmung von Menschen und Menschlichkeit mithelfen, und so die großen Wohltätigkeits-Traditionen unserer großen geliebten Stadt stärken und fortsetzenI Wenn Pafiistina erbaut sein wird, wenn es wieder den größten Zielen der Menschheit dienen und wiederum Quelle und Ursprung■ des Geistes sein wird, werden unsere Kinder und Kindeskinder glücklich sein, wenn sie denken dürfen, daß ihre Väter und Großväter ihren Anteil bei der Errichtung dieses großen Gebäudes wahrgenommen haben.“ * Berichte aus den Städten des Südens und Westens, der Vereinigten Staaten, darunter New Orleans, Dallas, Los Angeles und San Franzisco, die von Dr. Wcizmann besucht worden sind, zeigen, daß in all diesen Städten die Anwesenheit des Zionislenführcrs großes Interesse hervorrief. Es dürften aus diesen Städten etwa 330090 Dollar cingehcit, von denen fast 200000 Dollar bereits eingezahlt worden sind. Erfolgreiche Keren Hajessod •Kampagne in Südafrika 14000 Pfund in Joliannisburg. Johannisburg. (J.T. A.) Als Ergebnis der vom Delegierten des Keren llajccsod, Dr. Alexander Goldstein, geleiteten Kampagne wurden bisher ln Johannisburg 1 4 000 Pfund gesammelt. Die Juden in Joliannisburg haben sich eine Quote von 20 000 Pfund zum Ziele gesetzt. Die Ergebnisse aas anderen Städten lauten: Bcnoni 1300 Pfd., Prätoria 2100 Pfd., Germiston 1000 Pfd., Petchcl• stroom 000 Pfd. Oberrabblncr Kook bei Präsident Coolidgc Washington. (J.T.A.) Der Oberrabbiner von Paläsiina, Abraham J. Kook, ist vom Präsidenten Coo* lidge in Gegenwart seines Sekretärs Mr. Slomp im Weißen Hause empfangen worden. Rabbiner Teitelbaum vom Central Relief Committee und der Union orthodoxer Rabbiner in den Vereinigten Staaten fungierte als Dolmetscher. Rabbiner Kook sprach dem Präsidenten und dem amerikanischen Volk den Dank für die In den beiden Häusern des amerikanischen Kongresses angenommenen Resolutionen aus, in welchen die Schaffung eines jüdischen Nation a Ih e ints in Palästina gebilligt und das britische Mandat über das Land anerkannt wurde. In seiner Erwiderung sagte der Präsident, er fühle sich durch den Besuch des Oberrnbbiuers von Palästina geehrt, er könne versichern, daß die Regierung der Vereinigten Staaten in jeder Weise die Errichtung einer jüdischen H ei m Stätte in Palästina zu fördern willens sei. Der Präsident sprach noch der Mission Rabbiner Kooks in den Vereinigten Staaten seine Anerkennung aus und wünschte ihr vollen Erfolg. Mit besonderen Ehren wurde Oberrabbiner Kook in der britischen Botschaft empfangen. Der kürzlich ernannte Botschafter Sir Esme Howard begrüßte mit großer Herzllchkeit den Gast. Er unterhielt sich mit Oberrabbiner Kook über Palästinafragen. Am Nachmittage erwiderte der Gesandte den Besuch des Oberrabbiners in dessen Hotel. Der 1. Mt 1 wurde in Palästina vo« der jüdlsehe* Arbeiterschaft durch Arbeitsruhe gefeiert. Im anzen Lande wurden Versammlungen und Maifeiern abge• alten, die alle ruhig verliefen. Die Kommunisten verbreiteter Aufrufe ln hebräischer und jiddischer Sprache,