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Jüdische Rundschau · 1924-04-18 · Heft 30-31 (18.4.1924) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIX (1924)
Issue
Heft 30-31 (18.4.1924)
Date
1924-04-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 220 Nr. 30/3! JUEDI5CHE RUNDSCHAU -» '«»-■י.'«ח■■!. .... ■ .י.ו.««.. ....I... i ״Sowohl hei den moslemischen wie den christlichen Arab&rn deckt zur Schau getingener Judenhaß einen fjutcu Teil Widerwillen gegen die Mriridatsmacht. 'Aber dies weit weniger wegen ihrer National Homc-Politik, als weil sie versucht, die Ausbeutung des Land׳ mann es zu verhindern, den Fellachen in seinem Land• besitz nt sichern, weil sie auf Steuerzahlung besteht und einen Grad von Sa« berkeitun dOrdn 11 ng aufrechterhalt, an den die Leute noch nicht gewöhnt sind, und den, frei licraits gesagt, die meisten von ihnen nicht wünschen. Ich konnte nicht die geringste Spur von Dankbarkeit für irgend etwas, was für sie getan worden ist, bei ihnen entdecken: ihre Befreiung■ von den Türken ohne irgendeine Anstrengung ihrerseits, die Schenkung beträchtlicher sozialer Wohltaten , den Schutz ihres Lebens, ihres Eigentums und ihrer heiligen Stätten, das Vcrsprechen, möglicherweise eine Autonomie zu erhalten, dem Erziehungscrlcichtcrungcn für ihre Massen vorangingen, wie sie sie niemals gekannt haben. Durch ihre Reden hauchte nichts von der edlen Leidenschaft für Freiheit, nur Furcht, Maß, Verleumdung und Selbstsucht" Für die wirklichen Erbauer des Landes, die jüdischen Kolonisten und die Chaluziin hat Mrs. Snowdcn nichts als Bewunderung. ״Den Juden dieser Klasse interessiert weniger das Gelohte Land, das er von Moses ererbt hat, als das Land eines Gelöbnisses, das zu erfüllen an ilun ist. Er ist bemüht, der Wiistc Hoden ,ibzngewhmcn, Sümpfe zu trocknen, die Wildnis zu bepflanzen, die Herden zu vermehren, Häuser für seine Kinder zu bauen; er hat keine Zeit, über die Vcrgangenheit nachzudrnken, glaubt am meisten an den Messias der Selbsthilfe und erzieht seine Familie in der Furcht vor Trägheit und A b 11 ii 11 g t g k e i t und ln d c m Haß gegen Ungerechtigkeit. Er ist ein wundervoller Menschentypus.“ Mrs. Snowdcn meint aber, daß diese ״glühenden jungen Juden" die Gefühle und die Empfindungen der Araber und der tlefreligiöscn Moslems, Christen und Juden außer Acht gelassen haben. ״Ein gut Teil unnötiger Furcht und Argwohns wurde zunächst im Geiste der Araber und ilircr englischen Helfer dadurch geschaffen, daß die britische Regierung bis zur Ausgabe des ,White Paper im Jahre 1922 es unterließ, die genaue Bedeutung der Balfour-Dckfnratlon kundzugeben. Viel Unglück wurde in jenen Tagen durch die Auslegung angcrichtct, die extreme Zionisten und ihre Tiber- Kchwiinglicheii Vorkämpfer sowohl durch tödliche Unwissenheit betreffs politischer Tatsachen in Palästina und anderswo, als auch durch die vermeintliche Notwendigkeit, zu einem praktischen Zwecke die Juden der ganzen Welt zu begeistern, ihr zuteil werden ließen. Von Anfang an haben die gcmäßigten Juden gesehen, welche Torheit cs ist, Hoffnungen zu erregen, die nicht verwirklicht werden konnten, und die niemals durch eien Inhaber der Macht hätten ausgeführt werden dürfen. Nicht eine beherrschende jüdisdte Macht in Palästina, sondern ׳■ eine Zusammenarbeit von Juden und Arabern zum Entstehen eines palästinensischen Staatsvolkes; Ermutipmg und Hilfe für die Juden beim Entwickeln ihrer eigenen 'Kultur, beim Gebrauche ihrer eigenen Sprache und bei der!Verbreiterung ihrer eigenen Institutionen; daß die Juden in Palästina auf Grund ihres Rechtes und nicht wie früher durch ]Duldung sein dürften; daß den Juden Einwanderung ihrer jüdischen Brüder zu Bedingungen gestattet sei, die das Wirtschaftslcben der Einwohnerschaft intakt halten; daß in einem Allmählich demokratisierten palästinensischen Staate Juden Und Araber volle und gleiche Wahlrechte und Privlfeglcn haben sollten (und nichts von alledem widerstrebt u. E. Iden Rechten der Araber, sie seien Moslems oder Christen, Auf Leben, Freiheit und Glück): dies ist es, was die britische Regierung mit einer nationalen Heimstätte für die Juden meint, was der Völkerbund beabsichtigt und, wie mir überall mitgeteilt wurde, was die zionistische Exekutive annimint Da die britische Regierung ihre Absichten bestätigt hat, scheint es der Weg der Weishot für alle Parteien zu sein, das Unvcnncid- 11 che Anzuerkennen und zu versuchen, aus dem Plan Wirklich- :dt zu machen.“ 1 Die weiteren Abschnitte des Aufsatzes sind gleichfalls bemerkenswert. Mrs. Snowdcn fand cs leichter, ״an die!Tatsachen hernnzukoimncn“, vom jüdischen als vom arabischen Gesichtspunkt. ״Die Juden waren innerhalb 24 Stunden nach meiner Ankunft zugänglich. Die Araber blieben die ganze £cit hindurch listig ausweichend.“ Verschiedene Entschuld!- jgungen wurden dafür angeführt, aber der Grund mag wohl gewesen sein, daß die Juden nicht» zu verbergen hatten. Als »io zum Schluß ״die Mitglieder der arabischen Delegation nach England und ihre Genossen ,stellte'״, mußte sie steh Pagen, ״daß, bevor ich noch das Land verließ, von je fünf der Angaben, die mir hei dieser Gelegenheit gemacht!worden waren, sich immer vier alt unwahr erwiesen hatten“. Auf mehreren Seiten hintereinander widerlegt Mrs. Snowdcn dies« zu */. falschen Angaben. ״Icti traf kein« Polsche- ,Ulken in Palästina“, *clireiW sie im Hinblick auf eine dieser Anklagen, ״obgleich ich welche suchte, und ziemlich bekannt dafür bin, für diese unangenehme Abart unserer!Menschenrasse eine Nase zu haben. De phanta&icvoüsten Feinde der Bolschewiken in Palästina gaben ihre Zahl auf zweihundert an, indeß klarköpfige Arbeiterführer überzeugt Rvaren, daß nicht mehr als zwanzig Bolschewiken nach der Austreibung, die auf die Aufstände in Jaffa folgte, im Lande geblieben waren", Al>cr Mrs. Snowdcn ist keine blinde Partolßtingorln der Juden. «Für einen beträchtlichen Teil der Gereiztheit, di« man in Palästina gegen <fia Juden fühlt und Ausdrückt, müssen sie ein gewisses Maß von Verantwortung selbst übernehmen“. [Mrs. Snowdcn erwähnt dabei ״die ausschweifenden Auslegungen der Balfour-Dckiaration und die heftige Sprache, in der diese Wünsche ausgedrückt wurden; die schlechten Sitten einiger weniger Ein* ,Wanderer, die sich nicht benehmen können; die Extremisten, die in den führenden Komitees des Zionismus all mählich von weiseren Männern ersetzt werden; die Unduldsamkeit der Strenggläubigen und Ungläubigen gegeneinander; gedankenlose Reden, die von eifrigen jungem!Juden der sogenannt fortschrittlichen Art gebraucht wurden; den erbitternden Mangel ah Sinn für Maß, der zuzeiten fa» Zahl und Art ihr« Klagen von der zionistischen Exekutive bewiese« worden ist." Aber die« hat wenig zu bedeuien gegenüber den Schlußsätzen Mrs. Snowdcn», in denen sie Zeiiguis al )legt ״von den Qualen, die mehr als zwanzigtausend Männer und Frauen zu ertragen auf sich nahmen, für einen Traum, den sic, wie sic glauben, durch ihre uncr* müdliehcn Anstrengungen wahr werden lassen können“. Sätze, in denen sie ״ihre Ucberzcugung nicdcrlcgt, daß auf diesem Wege, dem Wege der harten physischen Arbeit In Berührung mit der Natur, freiwilliger Unterwerfung unter Entbehrungen für das Hell eines großen Ideals, diese neu cimv,ändernden Juden, die in Bitternis des Ocistcs sich von dem unbesiegbaren Monotheismus der großen Propheten — dem ersten großen Geschenk der Juden an die Menschheit — entfernt haben, Ihren Weg zurückfinden worden, knien werden, daß In Jesaja mehr als in Marx enthalten ist, und noch einmal die Worte bekräftigen werden, die Jesus der Snmaritancrin sagte ״Das Heil kommt von den Juden“. ן Die Vereinigten Zionistischen Büros ־ ** (Berliner Büro dcrZioniattschen Exekutive, I Zionistische Vereinigung für Deutschland, ,' | Redaktion und Administration der ״Jüdischen I Rundschau“, Jüdischer Nationalfonds, ן Palästina-Amt, Hcchaluz) sowie die Büros , I des Keren Hajessod und der P, L. D, C. | befinden sich von jetzt ab ן Berlin 15, Mctee!!cstr. 10 I Telephon: Bismarck 7165—70 Keren B&jessod in Amerika 350 000 Dollar In New-York In zwei Wochen gesammelt. — Felix Warburgs Berichte. — 12 000 neue Palästina-Einwanderer Im nächsten Halbjahr. Nach einem Bericht aus New York nimmt die Keren Hajcssod-Kampagne ln Amerika einen glänzenden Verlauf. Dem Hauptbüro des Keren Hajessod strömen Beiträge m, die nach Mitteilungen der Beamten auch optimistische Voraussagen übersteigen. Das Kontingent für New York, das größer ist als der Betrag, der im vorigen Jahre in ganz Amcrika g es am 111 eit wurde, dürfte nach diesen Nach* richten bestimmt aufgebracht werden. Auf den! zu Ehren Dr. Wcizmanns am 24. März im Hotel Astor gegebe* nen Bankett wurden allein 150.000 Dollar gesammelt, so daß das Ergebnis der ersten zwei Wochen des New Yorker Drives die Summe von 530.000 Dollar beträgt. Die Einzelbeträge sind viel höher als Im vergangenen Jahre, ln den einzelnen Vierteln New Yorks; Bronx, Bcnsonhurst, Harlcm, Williamsburg, Brownsville, East Side, Rokaways und Fiatbush wurden außergewohnlich erfolgreiche Versammlungen abgehalten, auf denen fast immer Dr. Wcizmann sprach. Es wurden! dort betrage von 25 Dollar bis 10.000 Dollar gesammelt. Einzelne Viertel haben ihr Kontingent bereits erreicht; am 27. März hatte Fiatbush das seine, das' 35.000 Dollar betrug, bereits überschritten. Auch die Berichte, die aus der Provinz an das Hauptbüro des Keren Hajessod nach New York gelangen, sind außerordentlich erfreulich. Dr. Wcizmann sprach in New Orleans am 3. April, in Dallas am 6., in Los Angeles am 10. und in San Francisko am 15. April. Interessant war die Rede, die Normann Hap« good, der Herausgeber des im Verlage des bekannten Zcitungskönigs Hcnfst erscheinenden ״International Magazine", in Fiatbush hielt. Der Tenor seiner Ausfülifungcn war die Feststellung, daß die Errichtung der nationalen Heimstätte in Palästina den Antiscmifistnus der ganzen Welt verringern würde. Großen Eindruck machten auch die Berichte, die Felix M. Warburg, der Präsident des Joint, nach! New York über seine palästinensischen Eindrücke gesandt hat. Es heißt darin u, a,: ״Ich verlasse Palästina, bezaubert von dem wunderbaren Fortschritt und voll Bewunderung des Mutes und der Hingebung der Menschen, die dieses Herr- HchcLandzucrschlicncni nt Begriffe sind". In einer anderen Kundgebung Wnrburgs heißt es: ״Es ist die große Verpflichtung der amerikanischen Judenheil, am Wiederaufbau Palästinas mitzuhclfcn. Ich war angenehm überrascht, von allem, was ich in Palästina gesehen habe". Nach einem Kabcltclcgramm der Palästinensischen Zionistischen Exekutive, das in New York eingetroffen Ist, ist die Paliistinarcgierung bereit, Einwandcrungs* erlaub« is für zwölf tausend Immigranten in den nächsten sechs Monaten zu erteilen (für 2400 Familien, die 12000 Einzelpersonen ent* sprechen). Es wird in dem Telegramm weiter festgestcllt, daß die politische Situation zufriedenste!• lend ist, und die allgemeinen Verhältnisse viel vcr* sprechend sind, wenn finanzielle Mittel gewonnen werden können. Die Ncueinwanderung hange von denn Erfolge der amerikanischen Kampagne ab. Verbot des Pessadi Fesfzups in Jerusalem Jerusalem. (J.T.A.) Die palästinensische Regierung hat soeben eine Verfügung erlassen, laut welcher der aus Anlaß der Passah-Fest* und Sportwoche ln Jerusalem geplant gewesene jüdische Straßenumzug verboten wird. (Wohl um mögliche Zwischenfälle mit den das Nebi Musa-Fcst feiernden Arabern zu vermeiden. ™ Red. ״J. R.“| Oscar Straus* Verhandlungen mit König Hussein Nach Rückkehr des Herrn Oscar Straus, des früheren Rotschalters der Vereinigten Staaten In Konstantinopcl von Amman, Wo er von König Hussein empfangen worden war, gab er dem Vertreter der ״American Internationa! New* Agency“, Mr. Gershon Agronsky, ein Interview, dem wir folgendes entnehmen: Straus wurde von König Hussein in einer zwei Stunden langen Audienz, bei der nur der Minister des Acullcrcn noch anwesend war, empfangen. Daran schloß sich ein Empfang durch die Emire Abdullah und A 1 i. Das Hanptthcina, das erörtert wurde, sagte Mr, Straus, waren die Aspirationen König Husseins im mittleren Osten und seine Forderungrn an die Mandatnriniichic in diesen Ländern. Er sprach die Hoffnung aus, daß die Amerikaner ihn im Interesse der arabischen Völker des mittleren Ostens unterstützen würden. Seine Hauptklagcn richteten sich gegen die franzö* sisehen Behörden in Syrien, die seine Söhne nach seiner Meinung nicht angemessen behandelt hätten. Mr. Straus riet dem König, eine gemäßigte Politik in dieser Be- Ziehung m verfolgen und geduldig zu warten, bis er der Welt deutlich zeigen könne, daß die Araber fähig seien, die Interessen ihrer Länder in einer solchen Weise wahrzunehmen, die sie für eine Selbstverwaltung reif erscheinen lasse. Sirau* erklärte ferner, daß noch eine lange Zeit vcrstreichen müsse, bevor die Araber sich für eine Autonomie fähig halten könnten, und bis dahin sei es unmöglich, zu hoffen, daß die Mandatarmächte die Pflichten vernachlässigen würde«, die Ihnen durch den Völkerbund aufcrlegt worden seien. Was Palästina betreffe, so lührtc Straus aus, daß dieses 'nicht eines der Länder gewesen sei, welches io den Verhandlungen inik König Hussein während des Krieges erwähnt wurde. Dies werde durch die offiziellen Dokumente bewiesen, die im Besitz der britischen Rcgierung seien. Was den Völkerbund betreffe, zu dem der König kein Vertrauen bekundet hatte, so sei es *eine Meinung, daß noch einige Zeit verstreichen müsse, bevor er seinem Zweck gerecht werden könne, aber bereits schon heute sei mit Ihm ein Anfang gemacht worden, der all« Hoffnung auf Erhaltung des Weltfriedens gebe. Bezüglich Palästina* sagte Mr. Straus dem Jour- «allsten, daß es *ein Wunsch sei, die ganze amerika- 11 Ische Juden heit in dem Bemühen zur Wicderaufrichtung des Landes geeinigt zu sehen. Er habe bis Jetzt noch keine Gelegenheit gehabt, die Bedingungen des Landes zu erforschen, doch er habe bereits Anzeichen gesehen, die ihm die größten Hoffnungen bezüglich der kommerzlcllen und Industriellen Wiedcranfriehtung des Landes geben, so daß cs die erforderliche Zahl von Emigranten werde aufnehmen können. Das einzige Element, das das Menschenmaterial für den Aufbau Palästinas abgeben könne, das sich hier niederzulassen wünsche und bereit sei, dafür Opicr zu bringen, seien die Juden. Das Wiederaufleben des Landes würde der ganzen Bevölkerung Vorteile bringen. Nach seiner Rückkehr aus Amerika, sagte Mr. Straus, würde er die Einigung aller Kräfte der Judenhelt zur Sicherstellung von Ercz-Israet fordern. Ucbcr Herbert Samuel, auf dessen Einladung, mit gleichzeitiger Einpfchtung Dr, Weizmanns, er nach Palästina gekommen ist, sagte Straus: ״Ich bin mit dem High Commissioner *eit zwanzig Jahren befreundet. Ich sehe in ,ihm einen der hervorragendsten britischen Staatsmänner, Auch die Landesbewohner, die ich während meines kurzen Aufenthaltes bi*her gtr, troffen habe, betrachten ihn mit großem Respekt“ Die Einwanderung nach Palästina im März Jerusalem. (J.T.A.) Während des Monats März sind 506 Einwanderer nach Palästina gekommen. — Die Einwanderung nach Palästina während des Monats Fe• bruar betrug 366 Immigranten, unter Ihnen 24 Christen, 26 Araber, der Rest Juden. 43 Juden, 6 Christen und einem Mohammedaner, die als Reisende Ins Land gekommen waren, wurde die Erlaubnis zum dauernden Aufenthalt erteilt. 24 Einwandernden, die nicht den palästinensischen Einwandcrungsbestimmungen entsprachen, wurde die Zulassung vtrweigert Vertonung der Asseiath haniwchirim Die Eröffnung der dritten Session des Asscfath hanlwcharim Ist bis nach Peßach verschoben worden, um den verschiedenen Parteien Zeit zu lassen, zu einer Ucberelnstimmung zu gelangen. Die Streitfrage besteht darin, daß der rechte Flügel in der Frage der Teilnahme von F rau en an der Nationalversammlung eine entschiedene Opposltlonsstcllung cinnlmmt. Die Einbeziehung Metnllaiis in Palästina Jerusalem. (I. T. A.) Am 8. April wurde über Metullah, (Ins nach den Bestimmungen der syrisch-palästinensisclicn Grenzabmachung von 1922 in Palästina cinbczogen worden ist, die britische Flagge gehißt. Der Oouvcrncur deg Norddistrikts von Palästina, zu dem Metullah gehören wird, Colonel G. S. Svmcs, der Vorsitzende der Distriktspolizei, Kommandant Sinclair und Lieutenant Smith von der palästinensischen Gendarmerie alnd ia Metullah eingetrotfen, um bei der auch von den französische» Behörden des Libanongebietes besuchten Feier zugegen zu sein. Laut den Bestimmungen eines demnächst zur Veröttentllchung gelangenden Abkommens über das Nachbarschatts* Verhältnis zwischen Syrien und Palästina werden die Bewoliner der in der Grenzzone gelegenen Dörfer freien Grenzverkehr ohne Visumzwang von einem Gebiet In das andere haben, um Ihre landwirtschaftlichen Produkte zu Markt zu bringen. Die seinerzeit im französischen Okkupationsgebiet gelegene nördlichste jüdische Kolonie, Metullah, wurde im März 1920 von den französischen Truppen geräumt; das Gebiet unterstand keiner Macht mehr und arabische Plünderer nahmen davon Besitz. Eine Anzahl Juden, meist demobilisierte Amerikaner aus dem jüdischen Regiment; begaben sich unter der Führung des früheren Hauntmann» Trumneldor nach Metullah und vertrieben die Plünderer. Die aranischen Räuber, die glaubten, die Juden ständen auf Sehen der Franzosen, machten einen Angriff auf die jüdischen Verteidiger, und Trumpcldor und mehrere *einer Kameraden fielen bei der Verteidigung der benachbarten Siedlung Tel Chat. Dr. Walt« Steinttz (Breslau) tritt jetzt eine «ehr* monatlge Forschungsreise nach den palästinensischen Küsten* gewässern an, um dort Vorarbeiten für die Gründung einer biologischen Mce rcssiation zu leisten.

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