Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 5 (18.1.1924)
- Date
- 1924-01-18
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Seite 32 JU ED IS CHE RUNDSCHAU Treiiieafedic Eiossklca ■Die ״Bayrische S t a a t s 2 ci 11111 e“ veröffentlicht in Verbindung mit dem Verbot des ״Jüdischen Echo“ eine Zuschrift des Verbandes national• deutscher Juden, in welcher fest gestellt wird, 1״. daß das ,Indische Echo•' ein rein zionistisctics und j ü d i s c h 11 a t i 0 11 a! e s Organ ist; 2. daß die im ,Verbände der nationnltleutselieri Juden' zuHntiimciigcschlosscncn uml die außerhalb dieses Verbandes stehenden national• deutsch e 111 p t i n d enden Juden die Beliaiulhmg der Ostjuden nicht als eine j irdische, sondern als eine rein deutsche Angelegenheit betrachten. Die Ostjuden sind für uns ebenso lästige und ebenso wertvolle Ausländer, wie die 1,1 ui• gen und wertvollen Ausländer• anderer Religionen und anderer Rasse. Wir beanspruchen kein Priv i I e g für jüdische A u s I ä 11 tl e r in Deutsch• I n n d. Wir verhauen au( Recht und Gerechtigkeit auch in dem Sinne, daß die Zugehörigkeit zum Judcnhmi für sich allein keine Venmiüing begründet, cm Scliad- Hng zu sein.‘1 (Sperrungen der Redaktion.) Manchmal können wir unseren Lesern bittere oder sclmmtzige Dinge nicht ersparen; müssen ihnen Tatsachen, aus der jüdischen Welt nicht wcgzulcugiiendc, vorsetzen, die beim Lesen und Ucbcrdenken — und wir schreiben ja für Leser, die das Aufgenommene in sich wirken lassen — Beklemmungen innerer Organe und jene Herabminderung des Ecbcnsgcfuhls verursachen, denen man sich ohne Zwang nicht aussetzen soll, Begleiterscheinungen von Zorn, Trauer, Ekel, Gram. Ott suchen wir uns und ihnen so zu helfen, daß wir die komische und groteske Seite solcher Tatsachen — und welch modernes Faktum hätte sie nicht — voranstellen; Lächeln ans schmerzlicher oder spöttischer Heiterkeit des Skeptikers und Wissenden ist ja die beste, weil wahrhait lösende Rettung vor den Jämmcilichkcitcn unserer initmcnschlichen Lebenssphiirc, Manchmal aber verbietet sich solche Erleichterung, und ohne Hilfsmittel muß dann die nackte, menschliche Er• barmenswärdigkeit sich lebensgroß präsentieren: ein welimuterregender Anblick. So haben wir heute die obenstchcude Notiz zur Kenntnis zu geben — mir Kenntnis, nicht einfach zur Lektüre: sic will Satz für Satz genossen werden, unter Beobachtung des ganzen Sachverhalts. Was für ein Anlaß lag dieser Kundgebung zu Grunde? Das ״jüdische Echo“, die einzige Zeitung der bayrischen Juden, wird vom General•!׳omnii״.* ,!riat wegen einer Aciißcrimg zur Aiiswcisinigsfiagc 1 >is auf weiteres verboten. Heute, wo es Zeitungsvcrhote bei jederlei Anlaß regnet, kein Grund zur Aufregung. Wer nber stürzt herbei, rot vor Beflissenheit, zitternd vor Angst, zu spät zu kommen? Der Verband trcudeiitscher Mosaisteii! Er hat es eilig, etwas fcstzustcllcn — etwas wackliges, etwas recht falsches sogar, aber was tut das, er stellt lest, um dabeizusein, um nicht verwechselt zu worden, vor allem: tun nicht vergessen zu werden, und tun auf der Seite derer zu sein, die die Macht haben. Er erwägt nicht, daß ihn die Angelegenheit doch buchstäblich nichts migeht, daß nicht er die Einwendungen gegen die kaluislisclvc JuJenpolitik gemacht hat — wie stünden sie ihm auch zu Gesichte, der ja Exzellenz Ludendorff in seinem Kampf gegen den Centralverein assistierte —, das ״Echo“ nicht sein Organ ist, und die Ausgcwicscncn mit ihm nach eigener Aussage ja ebensowenig oder viel Zusammenhang haben wie andere Ausländer; er besieht sich nicht einmal das verbotene Blatt — er stellt!cst — blindlings, atemlos, überstürzt und mit Blicken stier vor Unterwürfigkeit: daß das ״Ldio“ ein ״rein zionistisches und jüdisch-nationales Organ“ sei! Ja, das war der Midie wert! Es stimmt ja garnicht, die Spalten des ״Jüdischen Echo“ stehen allen bayrisch-jüdischen Gruppen zur Verfügung — aber jüdisch müssen sie allerdings sein, und er, der Verband unentwegt Berichtigender, er ist cs nicht, nie gewesen, nur durch die eiende Fatalität der Geburt verschlagen unter die Juden: zähneknirschend muß er cs erdulden. Aber auch wir. Auch wir müssen uns gefallen lassen, daß soviel mitleidwürdiges Gemachte noch immer den Namen ״Jude“ führen darf — einen Namen, dessen Träger schon viel Unwürdiges getan, aber noch viel mciir dessen erlitten haben, — ohne jene alte Institution zu erneuern, durch die ganz Unmögliches von ihnen geschieden wurde: den Cherem, die Ausstoßung aus der Gemeinschaft mit andern Juden. Wir verdenken keinem Nichtjuden die Behauptung, die Behandlung der Ostjuden in Bayern sei ״nicht als eine jüdische, solidem als eine rein deutsche Angelegenheit" zu betrachten. Wir verdenken sic auch keinem Täufling, der kein Renegat zu sein braucht, um so zu empfinden, wenigstens keiner in durchaus verwerflichem Sinne. Wir könnten sic sogar noch von einem!ener ganz entiudeten, ganz versprengten Einzelnen verstehen, die ihres Judentums als etwas ganz Unwesentlichen nicht mehr gedenken, ganz vertieft in ihre Arbeit, die sic in deutsche Zusammenhänge einglicdert — von einem Gelehrten, Politiker, Schriftsteller, dessen Individualismus etwas in sich Berechtigtes haben kann, ln einem Verbände, in dessen offiziellem Tiiel das Wort ״Jude“ vorkommt, und unter dessen Mitgliedern ganz bestimmt eine Anzahl braver Bürger sich befinden, denen bei diesem Worte etwas halbwegs noch Lebendiges im Herzen sich bewegt — von solchem Verbände ist eine Auiführung wie diese eine po beschämende und närrische Selbstbelleckung, daß wir, nach dieser Probe, uns jeglicher Albernheit in öffentlich-jüdischen Dingen von ihm verseilen werden. Eine rein deutsche Angclcgcuhcit? Und die Legion von Deutschen, die diese bayrische Judenpolitik als spezifisch sindeutsch empfinden, als ״völkisch“ nämlich, als imvernünftig in! politischen, unzweckmäßig im wirtschaftlichen und ungerecht im ethischen Sinne — all die demokratischen und aufgeklärten Deutschen links von der bayrischen Volkspartcl: werden auch sie diese Sache für ein ״rein deutsche Saclie“, dies Vorgehen, das von den Proklninnnten so sehr gebilligt wird, für da ״rein deutsches“ halten? Sie werden cs nicht, sie können cs nicht, denn sie haben keinen inneren Grund, deutsch mit alldeutsch zu verwechseln und Deutschtum mit Dcutschnalionalismus. Diejenigen aber haben Grund für solches allerdings, die Juden ohne den primitivsten Sinn für öffentlich bekundete Würde und für das, was sic einer schöpferischen, an gefeindeten und schutzlosen, weil landlosen Gemeinschaft schuldig sind, sich und den Namen, den sic führen, sinnlos degradieren: indem sie Loyalität beteuern, wo kein Vernünftiger sie ihnen abstreitet, auf dem Markte ausrufen, was niemand von ihnen zu hören verlangt, Zusammenhänge des Blutes überschreien, die sie nur auf Kosten menschlichen Anstandes leugnen können, als Sachverwalter einer Gemeinschaft — deutscher Judcnheit — aufzutreten wagen, die sie de facto dauernd verraten, und unglücklich genug veranlagt sind, sich an diejenigen deutsche Parteien ausehmachtcnd hcrandrängen zu müssen, deren wesentliebstes Merkmal die Verachtung alles Jüdischen Ut A. Z. Nr. 5 Büro! W11 iWHnftr JCIonirttaßH* BnrUn O 19, ßenrilftliimt• I Telephon! Morknr 4 * I*<>et’»rhQ0kkonto No, liäUOü Hnrlin NW! KftWdnrnrwftHmuc dnr H V Buiumbiiul, dtm 1Ü> Jnrmnr nbtmu■ BH Ulir Slapöpl-fliffiÄlf, r<nnt1nb*rir«r ffir, Vertrag ▼מס Üb»w«r ülorowiaii M1>1» e?*üee»1• Kniwlcllsaf I« lir jÜ<U6;ch«« ilegesuf,*• •hftnäa 8 Uh# H<*brEl1fhrr Club, im d*r ßTtimrogo Fctfcnimttrfct••, Vt»1 trag von liorrn t)r, liernfaJtl Sonntag, d»•« &X Jann*r oftobm. 4 übt ZlenitUachtr »d»#r*tn Tleebawcr, Ira f!*ilfg*g«l»t«tr. &% UiktuUchth aaiar b״ifbnal-Velw. Montag, don Ul. Jannnr »b*ßd* 8 ühr Utopp« Nord, bat Hoppa, K0i«nUmUr Btt. 4, fh»ml״h*h יי«»? b'ar'hwut-fpl^r, Unmir.in nein nntor Mitwirkung ▼<m Iterrö Ur, 8. IHM•!« hsimar. Ohit- «ml Kunh<.ulmll*t• abond« Übt «rapp• Wrd^UharlotUsbarg, im flufl Klxdorf, ßavlgn^piata. BUmmtliob» tl>*nds I übt Orcppe der THoaltloa *t!n dem O0f»u, fltr. fiy Vortrag von iinr.n lUiUktaur Kltnow. Tb«m• wird nnch b«kanntg*gabant Dionitug, don גיצ, .Yimuar abanl* ►Hl übt HUtunt dar VertraterToriammtong der B. Z» T« im IJftro dor B. Z. V., N1>,vd«Utr. Ü. Tatraordrmngi 1. rropognndaieiitinpr, 11. Kinanalat«, 8. Berllnat Arbfik, i, Kvontnalio, Dia Sitzung i»t tür »!!• MitgNmUr der B. 2»• V. öfltntiioh abtada 8 ühr 2ion!»t!10ber Jegeadrereia Uechawar, Grupp® KtalBllit,!0 dor K״tthn«!rtr Klatieo, Kottl»u«ar l)«mm 80. öeraüUioh«• BeUammaneeio. MUtwf^b, ü»a «C JAntiar . »b.nd« 8 ühr Cltüpp» 0»l, r,*nd«t1nrK«r fitr. W Herr Dir, K»r#«kl1 ״Dl. JOrtlirN« (]«».)■d. aad I« ei.ili■(■•.*■ tlt.nd« 8 tThr zianl.tlith.r ZaurDflrtr•!■ HcIfAw.r, Orapp* KeakSlI■, bai btmj» KaMmann, KrladalaW, 4L Nihabrad, *Hrnfli 8 tjhr Z.,״Bl»tl1cbar Zaf.ndrrrala nrnhawar, Orappa Charlotlaabarf, Im No Itmlo'l-Koaioo, KlolatXr. 41. Harr Laiartit Hnrtht ,,NallOoallimaa dar JOdlaahea n«lUI««.״ >onnar״tar, den C4. Jarimr ab.nd■ ** Uhr Hatllarr MlaraoM, Im VortrsRamm« dor Poataioariatr. W Uorr Dr. 0. WoHabargi ״Nall0B»l.rall|l6«a Krilehaa(.*• . — «band• H Ühr Zloalatlarhar dan*n1l,«rala llrrlianar, (Irappa narlla-HIII•, im Hatm, HaUlpa1.«Utalr. S‘i. Tth Lyohrahoimi ״Fraaaaarbal• la hllltlii®, Sonnaband, don Cd. J«tutAr «bo&da 8 Uhr ZloalalUrhar dar«drarala II«״h»w.r, Crarpt Htakllla, im Cftfü KnobonkaUar, Oranlanplat«, iiaiprachang aon TaKratradaa. Vor«nB»lg«, Sonntoir, dan 37. ,Tannar ifrzl, vormltlapa 11', ühr, In dar ,Atbamhna* KurlUratandArnm dH, Votfllhnin* da• nrtian PoliXlnafilmai ״Klaa Ralaa .luroii Kror. laraal im Jahra iSvB." Nftharaa a. Jnaarab. Kontos, daa '«*• .l»mmr Otonp. Said, bat Hoprt, Hoaantbalar 8tr. 4 Harr Dr. Klaoi ,,/, onlimu» and l’iunalb" ltiakuaalornredoar f'f l,r>l.«wor. •benda 8 ühr Herr DieneUg, Jantmr »btndi 8Uhr Zi0Bl«U«e< er Jc§audT*Ttl» »kV.*יוer, üripp® KevliSM«, in dor Kokt»'n««r Kien•(), KoU»u!«er DfimmOO. Herr Dr. Hefne Neglori tlJiidI1ebe Jegend auf den Wege 110h Ire«!mal.“ Mittwoob, don BO, Ja» nir abendfl 8 Uhr /.ioatatlsrbrr 4tHt*ndverel11!!«rbtvrer, Gmpp• Berlla*Xi(tev im ICoim, Hoiiig*־goUU<r. bi. Herr Dr. Wenter Bebt ,»JQUUci!•» V0U1, Jedeatum «nd JQdUeb® ParUU» “ abend« 8 Uhr. Zi0ttl1U«1h«r 481readTer«U Hech»w*rf Gryppe Z«ak6U«, bei Bezvia Fel im Mm, Frledeletr. 4t 5ihabead4 »benda 8 Uhr ZloaUtlicher Jegendrerata IDtliawar, Gruppe CfctrlelUabaif, im Nol'ODdor^Kasino, Kleiethtr. 41« Vorleenng von Jeme« lionde*»ki au* A.ui0eman1ipeÜea »14 10• wd'hiif »ondor Aumpra^be. Jeden Di»m*t»g*beml, NUhr üatjüdlfleher HiadentonTerela K V. Derlln, Frledrlohfltft llfi Seminar lür Jtidiaehe UterMnr, מרכז עברי בדפיו בביתם של ציוני־הטורח, רח1ב לנדסברגר, מספד 89 קרוב למגרש־ אלקסגדר.) החברות והחברים וכל הטתענינים בתחית השפה העברית ובהתפתחותה" מתאספים בכל יום ד׳ לשבוע בשמונה שעות בערב. גערבות הרצאות" הנראות" שחות עם ונוחים. הכניסה חפשית! Zionisten ־ Steuer Die vom Finanzdezernst der Zionistischen Vereinigung für Deutschland neu feitge• setzten Vierteljahresstufen der Zionisten• Steuer betragen für 192 4: 1. Stufe . . 1 Goldmark vlertclj'dhrUch 2. 3. 4. 5. II II tl H ׳3 . . . . 5 ' I® I» II nach eigener Einschätzung׳ ent• sprechend den Vermögcnsver• hiiltnisscn. ln der nächsten Nummer der ״Jüdischen Rundschau" wird wieder ein Ausweis der für 1. Quartal 1921 ein- RcRangrm'11 Zionistcnstcuer erscheinen. Wir bitten daher unsere Ortsgruppen um sofortige Ablieferung der schon eingezogenen Beträge. Ferner bitten wir unsere Gcshnungs• penoi.sen an Orten, an denen keine Gruppen bestehen, steh 111 eine der vorstehenden Stufen cinzuscluitzcn und den entsprechenden Betrag umgehend zu überweisen. Wir freuen uns, mitteüen zu können, daß einige Ortsgruppen ihr Vierteljahrskontingcnt aus eigener lnit r'ive er• lieblich erhöht haben. So hat die Ortsgruppe Elbei Feld ihr Kontingent von 1000 auf 2500 Ooldmark, tue Grupp* Hagen das ihrige von 100 auf 300 Goldmark hcraufgesetH. wir hoffen, daß dieses Beispiel alle unsere Gesinnungsgenossen veranlassen wird, in ähnlicher großzügiger Weise die Arbeit der Zionistischen Vereinigung zu unterstützen. Die Ortsgruppe Frankfurt a. M, teilt un« mit, daß sie die Zionistensteuer als obligatorischen Beitrag für ihre Mitglieder erklärt hat. i'E. - ■ VERTRAUENSLEUTE I Ara Montag, 21. Jan, feiern wir da! fest עשר בשבט fWäfl ,Wir wollen «ach an dlrseui Freudenfest dsi als ראש השנה לאילנות alt«, des קרן קימת denken. Unseren VertmensmlnBtra Metel sich la den Synagogen die Gelegenheit am B3Ü bet dem Animi in תורה daraal Wninwclsea, snd ta veranlassen, daO aach tallOlleb dieses FremdenteiSt» tttr קימת pp gerpendet wird, J&d. Nallonallonds. Sekretariat Itir Gre^BcrUn. TuiUciIucü des Verlages ,,| ütitsche lundsdiau‘* 1. Dlo Anmeldungen zum Bezug der ״Jüdischen Rund. Behau“ im Februar müssen jetzt bei der Post erfolgen. Wir werden daher, um unseren Abonnenten die Zahlung der Gebühren zu erleichtern, die Abonncmcntsgebührea in Höhe von Mark 1.85, zuzüglich Nnchnnlimcspencn, durch Nachnahme ©inziehen. Wir bitten unsere Abonnenten dafür Vorsorge zu treffen, daß unsere Nachnahmen prompt eingclöat werden. Nur in diesem Folio können unsere Leser mit der pünktlichen Zustellung der Zeitung nach dem 1. Februar rechnen. 2. Die Ortsgruppen, die Sammelabonnement■ der ״Jüdischen Rundschau“ bestellt haben, und die die Gebühren nur von einem Teil der Abonnenten schon für dos ganze Vierteljahr eingezogen hob««, worden hier• durch dazu mifgefordert, dio Fcbruargnbührcn von ihren Abonnenten zu erheben und an uns zur Abführung za bringen. 3. Dlo Ortsgruppen werden auch an dieser Stelle dringend darum gebeten, für die Erweiterung der Sammci• abonnements Sorge zu tragen. Es muß erreicht werden, daß wieder wie früher jedes Mitglied der Ortsgruppe die ״Jüdische Rundschau“ bezieht. Um dies zu ermögliehen, haben wir uns aus Propagandarücksichten ent• schlossen, unser Blatt allen Abonnenten, die aus finan• zicllen Gründen die Abonncmcntsgcbühren nicht in voller Höho entrichten können, auf Antrag der Ortsgruppen zu einem sehr ermäßigten Betrage zu liefern. Die Ortsgruppen werden hierüber noch nähere Mitteilung erhalten. Beschwerde des ״Jütiischeu Echo" Justizrat* Dr. Max Prager hat an den Generalstaats• kommissar v. Kahr eine Beschwerde im Aufträge der Redaktion und des Verlags der Zeitschrift ״Das Jüdische Echo“ gegen das Verbot vom 31. Dezember 1923 erhoben. Wir entnehmen dieser folgende Sätze: ״Das Jüdische Echo" ist das einzige In München erscheinende Blatt, das jüdische Angelegenheiten vom jüdischen Standpunkte aus bespricht. Da sich die von der bayerischem Regierung seit einigen Monaten verfügten Ausweisungen nach Zahl uml Auswahl der lletioffrucu als eine vorwiegend gegen Juden gerichtete Maßnahme daistcllten, war es Pthcht de■ ,,Jüdischen Echo“, diese Maßnahme zu lick,impfen. Dali diese ikkämplung von dem Streben nach Sachlichkeit geleitet war, beweist unter anderem der in Nr, 48 S. 494 erschienene Artikel, betitelt: ״Die Tatsachen“, ln diesem Artikel wurden zahlreiche Fälle von Ausweisungen in: Detail mit den Personalangaben unter Anführung der amtlichen Begründung veröffentlicht. Eine Beanstandung der Richtigkeit der wiedergäbe ist nicht erfolgt und wäre offenbar auch nicht gerechtfertigt. Die Anordnung vom 31. Dezember 1923 ist vielmehr lediglich auf den in Nr. 49 des ״jüdischen Echo“ erschienenen Artikel: ״Die bedenklichen o>tjüdischen Elcmente“ gestützt, und zwar in der ungewöhnlichen Form, der Artikel enthalte eine ״verlogene Hetze gegen die baye• rische Regierunjj“. in einer halbamtlichen Mitteilung der ״Bayer. Siaafszcmmg“ vom 31. XII. 23 wird dieser Vorwurf näher erläutert. Weder die amtliche noch die halbamtliche Begründung des erlassenen Verbotes wird dem sachlichen Inhalt und der Absicht des beanstandeten Artikels gerecht In diesem wird zwar betont, daß der Redaktion ״ein äußerst umfangreiches Material bekannt sei“, aber 1111t keinem Wort behauptet, daß dieselbe lückenlose Kenntnis sämtlicher er• gangenen Ausweisungsbefehle besitze. Durch die Formulierung, daß ״kaum in einem Falle ernstliche Vergehen, geschweige denn wirklich kriminelle Straftaten“ nach Kennt• nis der Redaktion von den Behörden haben angeführt werden können, ist aufs deutlichste zum Ausdruck gebracht, daß es sich lediglich um ein Urteil auf Grund des bekanntgewordenen umfangreichen Materials handelt. Die in der halbamtlichen Feststellung im ״Bayer. Staatsanzcigcr“ auf• geführten drei oder vier Fälle waren der Redaktion de* ״Jüdischen Echo“ nicht bekannt. Zudem wird in dem bean• standeten Artikel ausdrücklich darauf verwiesen, daß ״in den letzten Jahren jeder ausländische Jude, der eine irgend nennswerte Straftat beging, im Zusammenhang damit sofort ausgewiesen wurde“. Bei der großen Anzahl der verfügten Ausweisungen würden übrigens vier Fälle der halbamtlichen Mitteilung eine derart verschwindende Ausnahme darstelieii, daß der Vorwurf ״verlogener Heize“ seihst dann nicht zutreffen würde, wenn die Redaktion diese Fülle gekannt hätte. Auch der Vorwurf, das ״Jüdische Echo“ habe, wie die an den Leitartikel in Nr. 49 anschließenden Meldungen über die angebliche Wirkung *der Ausweisungen Int Auslände beweisen, letzteres scharf zu machen gesucht, Dt unbegründet. Selbstverständlich durfte cs das ״Jüdische Echo“ nach sciucu» Wicdercrsehciiien nicht unterlassen, seinen Leserkreis darüber zu unterrichten, wie die von der Bayerischen Regierung verfügten Maßnahmen im Auslände beurteilt werden. Es hat diese Meldungen ausnahmslos unter genauer Quellenangabe gebracht Zum Teil waren sic dem w. T. B. entnommen. Tarbuth. Sonnabend, den 19. Januar, abends 8 Uhr, spricht im hrbräischcn Klub in dem Saal der Synagoge in ocr Fasanenstraße Dr. S. Bernfeld, Verlraaenslcnic des Keren Kajcmclh In Bayern n«d Württemberg Am Sonntag, den 20. d, M., findet in Nürnberg, Luitpaldhaus, im Anschluß an die üruppenvcib.mlataRtuig eine Keren Kajemeth-Konfcrenz statt mit Referaten von S. Schocken (Zwickau) über die Palästina-Arbeit des Keren Kajemeth und Dr. Walter Erhard (Berlin) über die Arbeit des Keren Kajemeth in Deutschland. Wir bitten um Beteiligung aller Vertrauensleute dieses Bezirkes. Keren Kajemeth lejisrael. Die Vereinigung für die Interessen dor Alten Synagoge veranstaltet am Montag, den 21. d. M., abends pünktlich 8 Uhr, Im Verwaltungsgebäude der Jüdischen Oememde, Rosenstraße 2/4, eine öffentliche Versammlung. Nach der freien Aussprache über Vereinsangeiegcnhcitcii hält Herr Lazarus Barth einen Vortrag über das Thema: ״Au« ost• jüdischen Synagogen". JQdlaeta• Oamalnd•. ¥f«tUp18 ,׳. Jasaar, atxnxli Ühr, pradlftt t(«n* UynagoK«! Dr. Woia«. Sonnabend, l«. Januar, morgenai Hynaoouai naoh altem llltna 0 Uhr, Kynaeojrn 1>a*h tienotn Hit»»! Fr.1h«ottoaal«nat ühr, ltnufitgoUradlenali 10 Uhr, Prrdlxtaoi Alt« Hynaeo«• Dr Patu• nliuwakl, Hynaitog» Kalae!«traraa Dr, I,oew<mUtal, Syna*0«a Poatalotai• atra «e Dr. Lawy, Hyiiaeono Kmtbaner Ufer Dr, lllniolirnda, Mynajto«, jänäenatriwio Dr. Wnrarhanar, Hj׳n»t;11K0 Paaanenatr•■•» Dr. Dari;■neun üyna«0ff•!״»»etrowainuao Dr. L wkowita, OutteaUUna« an d'n Woobon! tagen! abend» In allen Hy1>a״ognn 414 Mir, Rior^anai Sy!׳a*o»0n narl »Item Rlt'ia 1 Mir, B»n»*!>1ten 11 »oh neuem Hltua ifi Uhr. — LahraerU»(• Jadon Sonnabend Abond awiaohen Mlnrha and Itaartari Alt( Hynaijmto Dr J'oluohow«kt. byna»׳)׳« Katamatraaae Dr. Lnaarastbal Synagoga Uykeatra»•• Dr. Wer I, Ujrnago«» Prataloailatraaae Dr. Leiry Jaden Krnltar Abend nach dem ilaarlwgebet! Synago/« Kot* b •er Hier Dr. Ulelob rode! Mittwoch, den US. Januar, »band» « Diu, in VarwaUunsagabSud«, Beaanatr. W4, Dr.!״otwtnihal. I < י!’ ‘ JI I 1 f f,, I i1 ':1 I u t ־« I .. :? ti i ä . 4 2 Ü