Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIX (1924)
- Issue
- Heft 5 (18.1.1924)
- Date
- 1924-01-18
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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i Seife 23 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. *pr:->ß kkJ V *A g fS *־־׳ -׳ *W f׳| i» .fevi 1^4׳ I i v Das offizielle Zentnlorgan der zionistischen Fxckulivc ״üaolam״ veröffentlicht nachstehenden Artikel: Der innere ZtntanJ der ZionHiiehen Organisation hat in der letzten Zeit in zunehmendem Maße zu schwerer Beunruhigung Anlaß gegeben. Die Organisation hat die .Wunden, die der Krieg und der jahrelange Stillstand zentraler organisatorischer Arbeit verursacht hat, noch nicht zu heilen vermocht. Schon auf der Jahreskonferenz der. j;11 ו res 1020, dieser ersten Begegnung der Zionisten aller Länder nach dein Kriege, wurde es offenbar, daß die einzelnen Gruppen sich innerlich und geistig etwas voneinander entfernt hatten, eine Entfremdung war unverkennbar und cs fiel äußerst schwer, eine Sprache der gemeinsamen Verständigung zu finden. Seitdem sind f«t vier Jahre vergangen und unzweifelhaft hat wieder eine gewisse Annäherung stattgefimden. Aber die driingenden■ Aufgaben des Augenblicks, die sich aus der veränderten Situation ergaben, ließen uns keine Ruhe zur Konsolidierung der Organisation. Fast erdrückt von der Verantwortung des plötzlich Wirklichkeit werdenden Werkes, mußte die Zionistische Organisation die politische Sicherung und die Beschaffung der Mittel für den realen Aufbau der Heimstätte allen anderen Aufgaben voran stellen und konnte nicht an ihren inneren Ausbau denken. Infolgedessen war auch die Arbeit der letzten vier Jahre eine fast ausschließlich extensive, charakterisiert vor allein durch die Keren Hajessod- Propaganda, dip auf die Sammlung von Geld angelegt war und sich erst in zweiter Reihe um die Gesinnung der Menschen kümmern konnte. Gerade die besten Kiäfte des Zionismus mußten in den Dienst dieser Arbeit treten und die Wirkung nach innen, die Erziehung und Fcstignng des zionistischen Willens, mußte naturgemäß darunter leiden. Es wiederholt sich im gewissen Sinne eine Erscheinung der Hcrzlschcn Zeit, wo inan auch von dem Charter die Lösung der ganzen Frage erwartete, sofort mit der technischen Uebersiedinng des Volkes beginnen wollte und daher keine Zeit hatte, erst an die Erziehung des Volkes licranzugehcn. Diese Anschauungsweisc wurde damals bald als falsch erkannt; besonders die Gedankengänge der demokratischen Fraktion des V. Kongresses schufen allmählich die Erkenntnis, daß, wie immer sich die politische Lage gestalten möge, die Verwirklichung des Zionismus stets nur in dem Ausmaße möglich sein wird, das der jeweiligen inneren Kraft des Volkes, seiner Verbundenheit mit Palästina, seiner innerlichen Vorbereitung und seinem nationalen Lebenswillen entspricht. Die alten Wahrheiten Achad* Haams begannen in den politischen Zionismus einzu־ dringen. Als jedoch jetzt die Balfour-Deklaration gekommen war, waren alle diese früheren Einsichten wie versclnvunden. Wieder erlag die überwältigende Mehrheit der Zionisten der Vorstellung, daß jetzt die Verwirklichung mit unerwarteter Rapidität vor sich gehen wird, und daß man keine Zeit und keine Energie an die innere Vor־ bereiiung des Volkes wenden dürfte. Alle Gesetze des organischen Werdens, alle früheren Erkenntnisse des Zusammenhangs zwischen nationalem Geist und natio• nalem Wert waren vergessen. Es bedurfte erst wieder der bitteren Erfahrung dieser vier Jahre, um uns zu lehren, daß die Verwirklichung des Zionismus mit der völkerrechtlichen Anerkennung unseres Rechtes auf eine nationale Heimstätte zwar begonnen hat, daß sie aber ein langwieriger Prozeß ist, der viel Kraft, große Opfer und vor allem auch außerordentliche Geduld erfordert. Zu dieser stillen, hingebungsvollen, an Enttäuschungen reichen Arbeit kann nur ein Volk befähigt sein,weiches der Idee der nationalen Auferstehung treu ergeben, unlöslich mit ihr verknüpft ist. Die Sammlung des Volkes, die Gewinnung der Volksseele, die Durchdringung mit dem Bewußtsein der Größe und des Ewigkeiisgchaltcs der zionistischen Idee, tritt wieder, muß wieder in den ,Vordergrund zionistischer Tätigkeit treten. Wir fühlen, daß wir dies versäumt haben, wir fühlen die Verfallserscheinungen bereits in dem vernachlässigten Organismus unserer eigenen Bewegung. Daß dieses Gefühl immer deutlicher merkbar wird, darin liegt auch die Hoffnung auf die rettende Umkehr. Denn diese Umkehr kann nicht von mißen diktiert werden, auch nicht von irgendeiner zentralen Leitung künstlich hervorgerufen, sie muß von unten kommen, aus den breiten Schichten unserer Bewegung, die sich unbefriedigt fülllen von dem rein äußerlichen Treiben und Sehnsucht nach einem geistigen Inhalt, nach einer geistigen Orientierung, nach Betätigung ihres nationalen Fuhlens haben. Es ist charakteristisch, daß in der letzten Zeit in einer ganzen Reihe von zionistischen Landesverbänden der Ruf nach Rückkehr zu zionistischer Idecnpropnganda und einer systematischen, auf die Gewinnung des ganzen Menschen abziclcndcn zionistischen Erziehung, laut geworden ist, und zwar nicht bloß in den Landesverbänden der sogenannten ״allgemeinen Zionisten“, sondern auch innerhalb der Sonderverbände. Und gleichzeitig wurde die Forderung laut, daß die zionistische Exekutive wieder mehr als in den letzten Jahren nicht bloß die politische, sondern auch die geistige Leitung der Bewegung übernehmen soll. Die Klagen über die innere Schwäche unserer Organisation sind auf dem letzten Kongreß, Insbesondere In Verbindung mit dem Vorschlag der Erweiterung der Jewish Agency, laut geworden. Sowohl die Freunde als auch die Gegner dieses Gedankens waren in diesem Punkte einig. Nur glaubten die Gegner, daß dieser Vorschlag, aus Schwäche geboren, den Zusammenbruch unscrer Zionistischen Organisation endgültig besiegeln werde, während die Vertreter des Erwetterungsgedanns glaubten, daß g'radc die 1:!־;torisch g.״\־:’bene Not* v.׳c11di;;la־it des Zir; ,nmnuarbcilens mit NieliiziünHcn die ZionI:.fi;:che Org. 1isati1;״ zwingt, ihre iix.'.ieu Kräfte zu sammeln und zu :;(ärkcti. C 'im da־׳, nicht, i.mibti •che Judentum, soweit es überhaupt am Aull 11.״ Palästinas mitarbeitefj will, hat keine Gcsnmtanr.cl1nt:ttn״ fr! bezug auf Palästina, cs hat keine zentrale Idee, die der Arbeit dar schöpferischen Geist ciuhauchcu könnte. Nur ein starker Zionismus kann die führende geistige Macht in dieser Vereinigung :•■ein. Die uns freundlichen nichtzionistischen Juden wissen selbst sehr gut, daß der Zionisimis die Seele der Palästina-Arbeit fst und bleiben muß, und sic wünschen selbst, den Zionismus nicht schwach, sondern stark zu sehen. Ohne starken Zionismus gibt es keine arbeitsfähige Jewish Agency. Am deut* liebsten kam diese Auffassung zum Ausdruck in der Reso- Itifion des Dclcgicrtcntngcs der deutschen Zionisten, wciciic in ihrem ersten Teil der Erweiterung der Jewish Agency gemäß den amerikanischen Proposals an den Kongreß zustimmte, gleichzeitig aber in ihrem zweiten Teil die Forderung an die Exekutive stellte, alle für die Stärkung der Zionistischen Organisation notwendtgen Maßnahmen unverzüglich zu treffen. Der Kongreß hat aber leider dieser Aufgabe wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Auch die von ihm gewählte Exekutive war nicht so zusammengesetzt, daß inan von ihr die Lösung dieser schwierigen und zähe Arbeit er* fordernden Frage erwarten konnte. Außer den vorwicgend mit Politik und Aufbringung der Mittel für Palästina beschäftigten Persönlichkeiten, wurde nur ein Mann gewählt, von dem man den Wiederaufbau unserer orgauisatorischcn Zentrale und die Belebung der Bewegung erwartete. Dieses Mitglied der Exekutive hat jedoch seine Arbeit nicht begonnen und ist nunmehr auch aus der Exekutive nusgeschieden. Die Bewegung muß verstehen, wie schwer cs unter diesen Umstünden der Exekutive fällt, selbst bei voller Würdigung der Bedeutung dieses brennenden Problems, die erforderlichen Maßnahmen in die Tat umzusetzen. Die letzte Sitzung des Actions- Comites, die sich wieder mit dieser Frage beschäftigte, hat der Exekutive gewisse Vollmachten gegeben und auch einer kleinen Erweiterung des Londoner Zentral- Büros?.!!gestimmt, um die rein technischen Voraus* Setzungen einer intensiveren organisatorischen Arbeit zu schaffen. Gestützt auf diese Möglichkeiten, geht die Exekutive jetzt an die Wiederaufrichtung des Departements für Organisation und Propaganda. Die zur Verfügung stc*!!enden Kräfte sind außerordentlich gering, die verfügbaren finanziellen Mittel noch geringer. Der Ausbau des organisatorischen Apparates, der ständige Kontakt mit allen Teilen der Bewegung, der geistige Mcinungsaustausch und vor allem die ziclbewuütc Leitung einer zionistischen Ideenpropaganda unter Juden . und Nichtjaden, erfordern beides im hohen Maße. Es ist klar, daß diese Arbeit sich nur allmählich entwickeln kann und daß sie auf den ,guten Willen der einzelnen Zionisten und der zionistischen Verbände angewiesen ist. Wir wollen eine Atmosphäre der freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Exekutive und den breiten Kreisen der Bewegung schaffen. Wir appellieren heute an alle Zionisten, mitzuwirken bei der Wiederaufrichtung unserer Zionistischen Organisation. Die Entfremdung der letzten Zeit hat in viele unserer Diskussionen einen Ton der Gereiztheit und Unsachlichkeit getragen, der verschwinden soll durch die Herstellung eines gegenscitigen Vertrauens. Wir anerkennen das freie Recht auf Kritik jeder Art, aber auch sachliche Gegensätze können in einer Weise ausgetragen werden, daß darunter das Ansehen und der innere Zusammenhalt unserer Or* gauisation nicht leidet. Auch in den vom uns geplanten organisatorischen Maßnahmen wird vieles nur bruch• stiiekhaft, unvollkommen sein, und wir wissen, daß sich reichlich Gelegenheit zur Kritik bieten wird. Vielleicht werden unsere Gesinnungsgenossen soviel Selbstdisziplin aufbringen, nicht voreilig und nur um der Kritik willen zu kritisieren, sondern lieber Mithilfe' und Mitarbeit zu gewähren. Eine der wichtigsten Pflichten der zionistischen All• gcmcinheit ist allzulange vernachlässigt worden: die finanz.iclic Sicherung der politischen und Organisator!• sehen Zentrale in London. Da die Gcldsammtungcn des Keren Hajessod lediglich für Palästina bestimmt sind, bleibt die Londoner Zentrale auf die Schekclgelder angewiesen, die jedoch besonders infolge der Valuta- Verhältnisse in Europa nicht ausreichen. Die Exekutive hat das Londoner Büro auf ein Minimum reduziert־, aber wenn sic überhaupt eine Tätigkeit entfalten soll, so muß die Bewegung das Büro materiell sichcrstellen und ihm eine gewisse Bewegungsfreiheit geben. Es ist ein beschämender Zustand für eine Weltbewegung von unserer Bedcutun״, daß viele äußerst wichtige politische und propagandistische Unternehmungen aus Mangel au Geld unterbleiben müssen. Dieser Zustand deprimiert allmählich auch die arbeitsfreudigsten E.emenie. Man kann der Ansicht sein, daß man in London überhaupt keine Zentrale braucht —• wir wissen, daß auch solche Stimmen in den letzten Jahren laut geworden sind, aber die überwiegende Mehrheit der Zionisten ist heule anderer Meinung, sie wünscht eine verstärkte Aktivität des Londoner Zentrums, und da muß sie sich darüber klar sein, daß man nicht Menschen mit einer Arbeit beauftragen und sie dann ohne alle Mittel lassen darf. Die Organisation muß davon abschen, spezielle Samnilungen für organisatorische Zwecke zu veranstalten, um die anderen Aktionen für Palästina nicht zu stören. Aber ן sie fordert von allen denjenigen Zionisten, denen die Erl haltung und Stärkung unserer Organisation und die Neu- .bdebiiiig der propagandistischen und errichcrhchcn Akt!• vit.'it am Herzen liegt, daß sie aus freien Stücken der zionistischen Zentrale einen entsprechenden Beitrag zur Verfügung stellen. Die letzte A.-C.-Sitzung hat hoschlossen, allen Zionisten die Pflicht aufzuerlegen, daß sie dem Organisafionsfonds der Zentrale einen Beitrag in der Höhe von 10 ״/o desjenigen Betrages, den sie für den Keren H.\jcssod gezeichnet haben, zuführen. Wir erwarten, daß alle Zionisten ehestens dieser Verpflichtung nachkommen werden. Solange nicht die finanzielle Grundlage geschaffen ist, werden alle Versuche der Neubclcbung der Zionistischen Organisation zum Scheitern verurteilt sein. Einer der fühlbarsten Uebelstände der letzten Jahre bestand darin, daß die Exekutive kein Sprachrohr hatte, das zu allen Fragen der äußeren und inneren Politik Stellung nehmen und so die Bildung eines einheitlichen zionistischen Willens fördern konnte, in der Art, wie es vor dem Kriege das von Hctzl geschaffene Zentralorgan ״Die Welt“ getan hat. Darunter hat nicht nur der Kontakt der Exekutive mit den einzelnen Teilen der Bewegung, sondern auch die gegenseitige Verständigung der einzelnen Gruppen und Landesverbände sehr gelitten. Die Schaffung eines Zcntralorgans, das dieser Aufgabe gerecht werden könnte, ist heute viel schwieriger als vor dem Kriege, nicht nur wegen der kolossal vergrößerten Dimensionen der Bewegung, sondern auch wegen der besonderen Schärfe der Sprachenfrage. Das hebräische Zcntralorgan ״Haoltm“ kann leider die Aufgabe nicht im erforderlichen Umfang erfüllen, weil es zu unserem großen Bedauern noch eine ganze Reihe von Zionisten gibt, die unsere nationale Sprache nicht verstehen, und infolge ihrer ganzen Erziehung und Entwicklung praktisch von einer zionistischen Aussprache in den Spa,ten des ״Haolam“ ausgeschlossen sind. Wir wollen nun die Teilnahme eines weiteren Kreises von Zionisten an der im ״Haolam“ geführten Diskussion dadurch herbeiführen, daß wir die Mithilfe der in den einzelnen Ländern erscheinenden zionistischen Organe in Anspruch nehmen und sie ersuchen, die Artikel des ״Haolam“, welche als Richtung gebend oder als wichtiger Beitrag zur innerzionistischen Diskussion anzusehen sind, gleici.fa.I8 in der betreffenden Sprache zu veröffentlichen. Dadurch bewirken wir nicht nur, daß in allen Ländern gehört wird, was das Organ der Leitung sagt, sondern wir geben auch eine technische Möglichkeit der Aussprache füh.cnder Zionisten miteinander über alle Hindernisse der Ozeane, Landesgrenzen und Sprachvcrschiedenhcilen hinweg. Durch diesen Versuch will die Exekutive die Einbeitllchkeit der öffentlichen Meinung im Zionismus wieder hersteflen. In dieser Form wird es auch möglich sein, Anregungen zu veröffentlichen, die dem besondeien Ziele dienen, das wir uns gestellt haben, nämlich, der Belebung des zionistischen Geistes, der Vertiefung des^ zionistischen Gedankens, der Erfassung des zionistischen? Menschen und der Neuentfachung des zionistischen Funkens im jüdischen Volke, Der Aufbau der nationalen Heimstätte in Palästina ׳ erfordert unsere ganze Kraft; aber er kann nur gelingen, wenn Hand in Hand mit dem Aufbau des Landes der Aufbau des Volkes geht, wenn ein lebendiger und positiver Zusammenhang zwischen den Keimzel.cn des neuen Gemeinwesens und jenen Teilen des Volkes besteht) die noch auf Jahre hinaus der Mutterboden des erwachenden Volkes sein werden. Und diese Avantgarde des sein Leben neu gestaltenden Volkes müssen die Zionisten sein. Dies ist ihr Privileg, aber auch ihre schwere Ver* antwortung. _ Die amerikanischen Zionisten zur Demission Dr. Solowcltsdiika New York (J.T. A.) Dieser Tage hielt das Verwaltung«• komitee der zionistischen Organisation Amerika! gemeinsam mit den amerikanischen Mitgliedern des Großen Aktion»« Komitee» Hermann Cohnhclm, J. Fish mann, A b r, Goldberg und Morris Rottenberg «ine Sitzung ab, in welcher das ־Ausscheiden Dr. Solowcitschiks aus det Zionistischen Executive besprochen worden ist. Es wurde ein« Depesche nach London ahgesandt, in welcher die Beteiligten die Einberufung einer Vollsitzung des Großen Aktions-Komitee( verlangen, an welcher sich auch die amerikanischen A.-C.• Mitglieder beteiligen könnten. Das Mitglied der Zionistischen Executive Louis Lipsky erklärte, er stimme mit der Haltung der Mehrheit der Executive In der Sache Dr. Soloweitschik überein. Das Verwaltungskomiiec der amerikanischen Zionistischen Organisation hat in dem Telegramm ferner seine volleUeberelnstimmung mit dem Beschluß der Exekutive ausgedrückt, ln diesem Telegramm bedauert das Administrativ-Komitce, daß dieser Zwischenfall gerade in dem Moment eingetreten ist, wo Dr, Weizmann in Amerika erfolgreiche und viclvcrspre* chendc Unterhandlungen mit einflußreichen Elementen der amerikanischen Judenheit bezüglich der Jewish Agency führt. P0!ncar6 über das britische Mandat in Palästina Paris (J. T. A.) Als Antwort auf eine Anfrage im Par- Lment stellte der Ministerpräsident Poincard fest, Frankreich« Zustimmung zum britischen Mandat in Palästina ergäbe sich mit Notwendigkeit aus dem Beschluß des Völkerbundsrates, der die Bedingungen dieses Mandats gleichzeitig mit denen des französischen Mandats in Syrien und Libanon angenommen hat. Diese Beschlüsse des Völkerbundsrates stimmen mit Artikel 22 des Versailler Vertrages (über die Gründung des Völkerbundes) überein. Das Inkrafttreten des Lausanner Vertrages wurde die Wirkung haben, daß »Ich die Türkei aber ihrer Souveränitätsrechte über Palästina, Syrien und Libanon begibt Eli Kongreß der sephardlsche» Juden in Saloniki Für das Frühjahr ist nach Saloniki ein Kongreß aller sephardir.chen Juden cinberufen worden, der sich speziell mit der Organisierung der scphardlschen Juden für die Pa- UaUnaarbett befassen soll