Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 106-107 (21.12.1923)
- Date
- 1923-12-21
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 106/107 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 613 Die Krise der Emanzipation Von Arnold Zweig. 1. Wodurcli kennzeichnen sich Uebcrgänge von einem Lebensabschnitt in den nächsten? Welches untrügliche Merkmal scheidet den einen vom anderen? Wandlungen des Lebcnsgcfühls, ausgedrückt durch die völlige Veränderung der gesamten Gefühlsstimmung des Menschen zum Guten oder Schlimmen, ist der beste, der einzige Maßstab für Wesctisiimsdiidilungeti solcher Art. Daß er sich anders fühlt, daß er von sich selber eine andere Empfindung hat, gleichsam in einer neuen Haut steckt, oder gar eine neue Seele bekommen hat, das unterscheidet den in die Schulpflicht ciiigcspannlcn Schüler von dein frei spielenden Kinde, der! nur unter eigenem Gesetz stehenden Studenten vom Schüler, den unter der Verantwortung des praktischen Erfolges stehenden Mann vom jungen Menschen, der nodi lernen darf. Mögen diese Dinge unwägbar sein, oder auch unmeßbar, die entscheidenden Dinge sind sie darum doch; und eines Tages wird man seilast mit wissenscliaftliclien Mitteln fcslstcilcn können, daß nicht nur nach seelischem,sondern auch nach körperlichem Habitus der aus dem Militärdienst entlassene junge Mann, die aus einer quälenden Ehe geschiedene junge Frau ein anderer Mensch, ein neuer Mensch wird und sich nicht nur einer Redensart nach, vielmehr in Wahrheit ״wie neugeboren“ fühlen darf. 2. Wir mußten diese Betraditung voranstellen, um klarzuuiacbcn, wie ausschlaggebend für die Bewertung von Scinsumstandcn das Gefühl derjenigen ist, die in ihnen leben müssen. Zwischen der Epoche vor der Emanzipation und der nach langer Uebergangszeit erreichten Emanzipationsepochc hat man einen solchen radikalen Unterschied des Lebcrisgcfühls für den Juden zu konstatieren. Vor ihr befand er sich unter normalem und leichtem Lebensgefühl nur innerhalb seiner Straße und seiner Wohnung. Dort war er frei, selbstverständlieh und bchaglidi zugeordnet einer Umwelt, in der er nicht auffiel, ln ihr bewegte er sich, wie sich der Mensch auf Erden bewegen darf, aufrediten Hauptes, geraden Rückens, mit Spielraum für alle breiten Geberden. Dort galten keine anderen Unterscheidungen, als sie auf Erden überall gelten, zwischen begabt und unbegabt, wohlwollend und neidisch, gut und schlecht, arm und reich. Und außerhalb dieser seiner kleinen Welt, lag jene andere gefährlichere, aber als gefährliche und ablehnende eindeutig festgelegte, mit der er sich im Kriege um das tägliche Brot herumzusdilagcn hatte. Sie entwürdigte ihn, sie stellte ihn unter Sonderbedingungen, die seiner jüdischen und menschlichen Würde Abbruch zu tun bestrebt waren, und die der Ausdruck waren einer übermutigen, jm Gefühl der Uebermaclvt willkürlichen und ungerechten Gegnerschaft, unter der er sicli des Wirtscliaftliclien Gedeihens wegen bewegen!nullte — wobei sein Lebensgefühl, völlig anders als daheim, ungefähr das eines Menschen war, der im Hemd — ungenügend bekleidet und geschützt — der Begegnung von wohlanständig angezogenen, mit Stöcken spazierengchenden Bürgern ausgesetzt ist. Aber selbst diese Axt von Dasein war geregelt. Sie fand ihren Ausdruck irl gesetzlichen und gesellschaftlichen Nonnen; von uns aus gesehen die Welt eines Albtraums, aber in ihrer Eigenart dem Juden bis ins Einzelne ganz genau bekannt Man vermochte sich, im Gefühl und im praktischen Verhalten, einzustellen selbst auf sie, "■ M‘ J.!..11"■".11־ .;[ ■IT—■..-.. ■I. iiw.ij! .1. uwum 3. Die durdigcfülvrtc Emanzipation kennzeichnet sich, dem Lebcu^ocfühl nach, für den Juden — nehmen wir als Beispiel jclzt den deutschen — so, daß er sich überall bewegen kann wie daheim. Nicht mehr bestellt die Scheidung zwischen einem natürlichen Daheim und einem unter Ausnahmegesetz stellenden Draußen. Der Jude gilt gegenüber allen Institutionen des Staates, in dem er lebt, der Stadt, in der er arbeitet, den Verkehrsmittcln, mit denen er reist, genau soviel wie irgend ein anderer unbescholtener Bürger. Er ist nicht mehr der Mann im Hemd, er ist gekleidet wie die anderen. Es bedarf keiner besonderen Anstrengung des Charakters mehr, um seine menschliche Würde in der allgemeinen Umwelt diirchziisctzen. Er hat das Recht erlangt, — und, was mehr ist, das Gefühl seines Anrechtes darauf — sich überall zur Wehr zm setzen, wo er eine Ausnaliinebeliamlhiiig zu spüren glaubt, Wird ihm irgendwo Gleichheit verweigert, wird er irgendwo als minderwertig ahgelchnt, nur weil er Jude ist, so darf er mit dem vollen Gefühl beleidigter Bürger- und Menschenrechte in Worten und Taten Abhilfe vcrlar!׳ n. Das krasse Unrecht, das der jüdischen Minderheit durch Ausnahmebclinndlung so lange zugetiigt worden ist, wird von ihm nicht mehr als unvermeidliches Kennzeichen der Dnuißcnwelt, sondern schlechthin als Unrecht konstatiert, und wenn irgendwo in öffentlichen Institutionen, im Leben des Juden als Bürger, sich Uebcrrestc seiner früheren Ausnahmestellung erhalten haben, (der preußisclie Reserveoffizier), so haben sie sich nur schlechten Gewissens erhalten und werden nach außen entweder abgclcugnct oder mit Vorwänden verdeckt, während doch in der vorcmanzipatorischcn Epoche all solche Unterbewertungen das gute Gewissen für sich hotten. Der deutsche Jude, mit einem Wort, fühlt sich nach vollzogener Emanzipation frei. Er ist auf selbstverständliche Art Vollbürger seines Landes, der seinen Zustand mit gutem Gefühl als etwas Normales und Verständiges verzeichnet, nicht ohne dem Staate von Herzen dankbar dafür zu sein und ihm mit freudigem Gefühl und besten Kräften zu dienen; zu dienen vor allem dadurch, daß er von seinem Bürgerrechte gründlich Gebrauch macht, z. B. auch durch leidenschaftliche, politische Mita!beit in allen Parteien, die ilun geeignet scheinen, die gerechte, fortschreitende und gesittete Gestalt dieses seines Heimat- Staates immer reiner hervortreten zu lassen. Der deutsche Jude empfindet sich in der Epoche, die nach unserem Gefühl mit dem Ausgang des Krieges zu Ende gegangen ist, ganz und gar als normaler Bürger des Deutschen Reiches. Unbefangen tritt er in Wahlvcrsammlungennud vor Gericht auf, sitzt er in den Verkehrsmitteln, dient er seine Zeit im Heere, schickt er seine Kinder in die Schulen, froh darüber, zu leben wie ein anderer Mensch und unbe90rg־t darum, daß man ihn als Juden erkennen könnte. 4. Es ist kein Zweifel daran möglich, daß diese Epoche augenblicklich nicht mehr besteht Sehr wohl kann sein, daß sie nur eine Unterbrechung erfahren hat, und wir glauben es beinahe; denn die Wegweiser der Epociic zeigen unaufhaltsam nach links, trotz der normalen Anstrengung des Alten, das an der Macht bleiben möchte. Dann hat der Jude zumindest festgestellt, daß er seine Menschen- und Bürgerrechte nur auf Kündigung besaß, und daß cs von den politischen Konjunkturen abhängt, ob er ein Lebensgcfiihl haben dürfe wie ein anderer Mensch, oder nicht. An der Tatsache, daß er zurzeit dieses Lebensgefühl nicht haben kann, zumindest nicht mit der Selbstverständ-' iichkeit besitzen kann, wie vor dem Krieg, ist nicht zu III. Un te rri c h ts wese n; Volksschulen, Mittelschulen, Fachschulen, Kindergärten, Bibliotheken; Cheder und leschiwa; ” Rabbiner- und Lehrerseminare (Photos, Lehrmittel, Bücher, Statistik). IV, Das jüdische Buch: Sammclausstellung jüdischer Verleger und Buchhändler; Sonderabteilungen für jiidische Musik (mit Vortragsgelegcnheit) und für die jüdische Presse der Gegenwart. V. Jüdische Kunst und Kunstgewerbe: Gcmälde, Graphik, Plastik; jüdische Bauten (Synagogen, Schulen, Institute u. dgl.); moderne kunstgewerbliche Arbeiten (Bezaicl, Wilnacr Arbeitsstube u. a.). VI. Das Jahr des Juden: Sabbat und Festtage, Geburt, Barmizwa, Hochzeit, Tod; Reinheits- und Speisegesetze u. ä. (Originalbilder, Reproduktionen, Schauobjekte; Film?). VII. Jü disches Leben im Osten und in fernen Ländern: Aufzcigung der erhalten gebliebenen De- Sonderheiten des jüdischen Lebens an Konzentrationspunkten jüdischer Massen; versprengte jüdische Stamme und Gemeinden (Nordafrika, Ostasien, Kaukasus usw.). VIII. Bildnisse berühmter lebender Juden (jüdischer Politiker, Rabbiner, Gelehrter, Künstler, Philanthropen, Wirtschaftler usw.). C. Palästina. I. Die Arbeit für Palästina a) Vorgeschichte des Zionismus; b) Organisation des Zionismus; c) Leistungen und Aufgaben des Zionismus; d) der Jüdische Nationalfonds; e) der Keren Hajessod; f) nichtzionistische Palästinaarbeit. Zu allem: Literatur, Photos, Statistik. II. Das Leben i n Palästina: u) Land und Leute (Landschaft, Judentypen, Araber, Chaluzim); eine Ausstellung der palästinensischen Flora wurde auf dem letzten Karlsbader Zionisten* kongreß gezeigt; b) Wirtschaft und Verkehr (Industn'eprodukte, Hafenleben, Eisenbahnnetz usw., Bauten, auch Modelle und Entwürfe); c) Stadt, Dorf und Siedlung (Landwirtschaft und ihre Erzeugnisse in Original, Abbildung und Statistik); .1) geistiges Leben. Alles mit Unterstützung von Filmen, veranschaulichendem Material und Literatur. — Soweit von etwaigen früheren ähnlichen Veranstaltungen, Versuchen oder Plänen Materialien vorlicgcn (z. B. von der Angio-Jcwlsh Historical Exposition London, 1887, ferner die jüdische Abteilung auf der Internationalen Hygiene-Ausstellung Dresden 1911, sowie die verschiedenen Paläsünaausstellungcn), so wären sic für die Vorbereitung heranzuziehen. Die!; alles mehr Andeutung als Aufzählung״,' jedes Stichwort könnte zu Aufsätzen erweitert werden. Daß alle Darbietungen mit kurzem Erläutern 11 gstext versehen werden, ist selbstverständlich; der Ausstellungskatalog kann in dieser Richtung weiter ausliolen, zusammenfassende Beiträge und ßrschrcibungcu bringen und auf solchem Wege ein blcibewies literarisches Dokument von selbständigem Werte werden. Uebrigcns kann die Ausstellung, iin ganzen oder in Teilen, unter Umständen zur Wanderausstellung entwickelt werden und mehrere Zentren des jüdischen Lebens (etwa Wilna bzw. Kowno, Warschau, Lemberg, Wien, Berlin, Paris (?), London, New York sowie Palästina) besuchen. Etwaige Zuschriften an Dr. Bruno Kirschncr, Berlin- Nikolassee, Miisichowstr, 5a (Tel. Wannsee 649). Tarbuth. Am Sonntag, den 23. d. M., 8 Uhr abends, findet im Beethovensaal, Köthencr Straße 32, eint Öffentliehe Versammlung statt, auf der Ch. Bialik, Dr. N. Gold mann, Chaim Orünberg, Dr. bkmarja Lewin und Dr. Ostas Thon über ״Die l:• ' che Kulturbewegung“ sprechen werden. zweifeln. Hielt sich während des Krieges der Antisemitismus bestimmter deutscher Kreise unter der Wucht der Kriegstatsachcn mehr im geheimen, blieb er wie früher Parteisnehe, wurde er damals selbst von den Parteigängern sehr oft abgclcugnct, so sehen wir ihn heute, nach einer fünfjährigen, zur Agitation außerordentlich geeigneten Lcidcnscpochc des deutschen Volkes, als erfrischenden Bestandteil der öffentliclicn bürgerlichen Atmosphäre, dem besonders die Heranwachsende Jugend fast ohne Gegen- Wirkungen ausgclicfcrt ist. Der deutsche Jude des Durch- Schnitts, dessen Gefühl für solche In1|x>uderabilien nicht mehr geübt war, konstatierte ihn erst mit Erstaunen, daun mit Leugnen, dann mit Entrüstung und jetzt mit Erschütterung. Er kann sich im Deutschen Reiche zwar noch bewegen wie jeder Steuerzahler, aber nicht mehr mit der Selbstverständlichkeit und leichten Eiitspnnntlicit eines Menschen in normaler Umgebung. Es gehört für ihn heute schon eine Anspannung dazu, eine Art Wappnung gegen unangenehme Zufälle, wenn er auf Reisen, in politischen Versammlungen, vor Behörden der Verwaltung, in den Büros privater Organisationen hcrvortrctcn und die Aufmerksamkeit von Niclitjudcn erregen muß, zu schweigen von den Erlebnissen seiner Kinder in den allgemeinen Schulen. Er hat oft nicht mehr das Gefühl, daß das Gericht, vor dein er als Anwalt, Kläger, Zeuge oder Beklagter stellt, in ihm nur den deutschen Bürger zu sehen imstande ist. Er wird sich nicht mehr unbefangen in eine öffentliche Diskussion politischer Fragen mischen; tief im Innern wird ihn die Erwartung schwächen, sein Judesein werde wie zum Hieb als Argument gegen ihn geschwungen werden. Er wird sich sehr überwinden müssen, um unter Nichtjuden eine Zeitung oder ein Druckwerk hervorzuziehen, das durch Titel oder hebräische Lettern sich und ihn als jüdisch ausweist, und sich darin zu verliercn. Es hat heute wieder eine empfindliche Stelle, wer Jude ist; und die Art, sie zu verbergen, sich von ihr im Verhalten beeinflussen zu lassen oder sie zu leugnen, wird nur über den Charakter des Einzelnen oder seiner Gruppe entscheiden, von der Tatsache selbst aber nichts!inwegnehmen können. Damit ist die Emanzipation für das Gefühl des deutschen Juden aufgehoben worden, ganz gleich, ob die Tatsachen, die dieses Gefühl veranlaßt haben, als allgemein gültige bestehen oder nur in einzelnen Bezirken Deutschlands, vorübergehend ihre Gültigkeit haben. Wir werden in späteren Ausführungen uns mit den Folgen dieser Erkenntnis weiterhin beschattigen; wir werden vor allem untersuchen müssen, wie weit diese Kündbarkeit der Emanzipation im Wesen dieser Art von Emanzipation begründet ist. Verdrängung and Durchbruch ln der fUdlschen Seele Von Joseph Prager. Das Dezent berheft der Monatsschrift ״Der Jude“ hat folgenden Inhalt: Hermann Glenn, Die Kolonisationsproblemc der lewish Agency; Joseph Prager, Verdrängung und Durchbruch in der jüdisehen Seele; Siegfried van Praag, Alexandre Weil!; Julius Lewinsoiin, Saul; Samud Rappaport, Aus dem religiösen Leben der Ostjuden; Hugo Rosenthal, Der Sabbath; Rudolf Hallo, Adon Olam; außerdem Bemerkungen und Umschau. M.t frdl. Erlaubnis des Verlages (Jüdischer Verlag, Berlin NW 7, Dorothcenstr. 35) bringen wir heute »m Auszug den folgenden Aufsatz. I. Aut zwei grundlegenden Annahmen vom Wesen des seelischen Kräfteumsatzcs baut sich die Frcudsche Theorie auf: Auf der ״Verdrängung“ und der ״Konversion“. Unter der Verdrängung wird eine Aktion der Seele verstanden, mit der sin Komplexe von Vorstellungen, Erinnerungen oder Strebungen, die aus irgendwelchen Gründen mit dem durch Kultur, Sitte oder äußere Lebenserfordernisse geformten Wesen der betreffenden Persönlichkeit unvereinbar erscheinen, aus dem Kreise der bewußten Vorstellungen in die angenommene Sphäre des Unbewußten abzuschieben und dort vor den! Wiederauftauchen ins Bewußtsein sicher zu verwahren vermag. Freilich nicht ohne hierzu dauernd eine erhebliche Summe von psychischer Energie zu verbrauchen, so daß der betreffende psychische Organismus durch die vollzogene Verdrängung sein Kräftcglcichmaß cingcbüßt hat und unter Umständen neurotisch erkranken kann. Denn die von der Heile des Bewußtseins abgedrängten Komplexe sind nach der Theorie keineswegs toi oder unwirksam geworden, sie sind vielmehr höchst lebendig und lauern stets auf einen Moment, wo der Druck, der sie im Dunkeln halten will, sich irgendwo lockert; und sobald das, t, B. im Schlaf oder in der Zerstreutheit oder durch eine ״nervöse Konstitution“ einmal geschieht, benutzen sie die Gelegenheit, um als Träume oder ״Fehlhandtungcn“ des tag• liehen Lebens (Vergreifen, Vergessen, Versprechen) oder als neurotische Krankheitszeichen an die Oberfläche zu komme״, wo sie dann der psychoanalytisch geschulte Beobachter erkennen kann. Zweierlei Arten und Entstchungsarten solcher Komplexe gibt es: entweder sind es individuelle Erlebnisse aus früher Kindheit oder auch späterer Lebenszeit, deren Erinnerung so gräßlich wäre, daß die Persönlichkeit mit ihr behaftet bis zur Unbrauchbarkeit entwertet würde, oder cs sind angeborene von uralter Ahnenzcit ererbte Triebe, Instinkte und Wünsche, die im kultivierten Leben des modernen Mensehen nicht verwirklicht werden können und dürfen. II. Soweit die Verdrängungstheorie Freud»*). Al* Juden, denen das Studium der jüdischen Seele Bedürfnis ist, und daher die Beobachtung aller ihrer Bewegungen und Wallungen und das Belauschen ihrer Schwingungen zur Aufgabe wurde, Inter* essiert uns diese Theorie der Verdrängung in einem Maße, *\ Die ״Konversion“, d. h. die Umsetzung der Komplex- Wirkung in körperliche Störungen, betrifft vorwiegend die medizinische Seite der Theorie. Diese, wie auch die wettere Ausgestaltung der Frcudschcn Lehren bleibt hier unerörtert Es kam uns nur auf die Darstellung des Verdrängung«« begriff» an. 1