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Jüdische Rundschau · 1923-12-21 · Heft 106-107 (21.12.1923) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 106-107 (21.12.1923)
Date
1923-12-21
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 612 JUEDISCHH RUNDSCHAU Nr. 106/107 Demokratie ab 11ml sucht, innerhalb des nichtziornstisclicn Judentums Kräfte und Mittel für diesen Aufbau zu mobilisieren. Innerhalb des nicht-zionistischen Judentums: Es ist nicht so widersinnig■ anninchmen, daß nichtzionistische Juden, die im praktischen Leben stehen, mehr Verständnis für die kolonisatorisch-ökonomischen Aufgaben und die Mittel zu ihrer Durchführung haben könnten, als die meist aus Angehörigen freier Berufe bestehende zionistische Führerschaft, Die zionistische ״Demokratie“ hat angesichts des Versagens unserer Organisation in bezug auf ihre vitalste Aufgabe kein Recht, ihm einen Vorwurf daraus zu machen, daß er — unter Wahrung aller gebotenen Vorsicht — die Hcnm/iehuiig von Nicht/ionisteii zur Jcvvish Agency versucht. Es ist das letzte Mittel, das uns geblieben ist, Die zionistische Demokratie meint, mail müsse immer aufs neue ans Volk appellieren, um die zionistisclie Bewegung zu vergrößern. Dies ist gewiß notwendig. Aber was ist damit für den Aufbau getan? Die Schwierigkeit liegt ja nicht darin, daß die zionistische Bewegung einen zu kleinen Umfang hat, sondern, daß sie ihrem Wesen nach, wenigstens nach den bisherigen Erfahrungen, nicht imstande zu sein scheint, kolonisatorisehes Verständnis und den Willen wie die Fähigkeit zur Durchführung der konkreten ökonomischen Aufgaben zu erwecken. Es handelt sicli um ein funkt ionellcs Gebrechen. Dieses Gebrechen hat sich für den Beobachter, der die Bedeutung der kolonisatorischen Fragen richtig einschätrt, nicht erst jetzt offenbart, sondern schon vor dem Krieg und besonders in den Tagungen des A. C., der Kongresse usw. nach dem Krieg. Emt kürzlich hat Arlosotoff in der ״Jüdischen Rundschau“ bezüglich der letzten Sitzung des A. C. darüber geklagt, daß die finanziellen und ökonomischen Fragen auf ihr keine Beachtung und kein Verständnis fanden. Arlosoroff ist noch nicht lange im A. €,, sonst würde er sich darüber nicht gewundert haben. Diese Interesselosigkeit war immer zu konstatieren, und wer das so lange Zeit mit angesehen hat, wie ich selbst, der kann niciit mehr glauben, daß da nicht ein funktionelles oder vielleicht organisches Gebrechen unserer Bewegung vorliege, ln einer Situation, wie die gegenwärtige es ist, nützt es nichts, sich Illusionen darüber zu machen. Eine solche Illusion ist die Jabotinskys, der glaubt, daß eine stärkere politische Situation uns zu größeren Erfolgen in der Aufbringung der Mittel führen werde. Die Sache ist gerade umgekehrt. Unsere politische Situation ist so schlecht geworden, weil wir unsere Zusagen an Herbert Samuel nicht erfüllt haben und durch unser Versagen ihn in eine äußerst schwierige Position gebracht haben. Und dieses Versagen Ist nur die Folge jenes Gebrechens: daß die nationale Rcnaissamcebcwegung trotz ihres machtigern Vordringens cs nicht vermacht hat, die staatsbildende, Kraft auf dem Gebiet des Wirtschaftsaufbaus bei den Zionisten zu erwecken. Diese Einsicht läßt uns die Haltung Herzls besser verstehen als bisher. Die Kritiker seiner Tagebücher haben sehr richtig hervorgelioben, daß Herzls Interesse ganz und gar an der Diplomatie hing, und diejenigen, die sich als Erben seiner politischen Idee ausgeben, haben ihrerseits betont, daß es ihm um die Erreichung viel größerer politischer Erfolge, als sie Weizmann errungen hat, zu tun war. Beide Teile haben aber üben•- sehen, daß Herzls Aufmerksamkeit gleichzeitig in intensivstcr und großzügigster Weise darauf gerichtet war, unmittelbar nach Erlangung der Konzession das ökonomische Aufbauwerk durchzuführen in einem Stile b. la Gccil Rhodes, dessen Persönlichkeit ihm auch als Vorbild vorgeschwebt hat. Liest man, wie Herzl, der mittellose Journalist, es unternehmen wollte, die türkischen Finanzen zu sanieren und, nicht ohne jeden Erfolg, als Gegenspieler gegen Rouvlcr, den mächtigen französischen Staatsmann und Exponenten der französischen Kapital-!nacht, aufzutreten, dann kann man steh leicht votstellen, welche Energien er für den Aufbau Palästinas l!1 Bewcgung hätte setzen können, wenn er die politische Konzession erlangt hätte. Hcr/.l hatte nicht nur dichtorische, sondern auch konstruktive Phantasie, und die Fälligkeit, nicht mir auf Staatsmänner, sondern auch auf große Geschäftsleute zu wirken. Wir aber müssen konstatieren, daß uns diese Fähigkeit fehlt, daß es uns z. B. noch nicht gelungen ist, für ein Werk, wie jenes Ruthenbergs, dessen Bedeutung für die Kolonisation noch nicht einmal von uns seihst richtig erfaßt wurde, das auf einer Konzession beruht, wie sie gleich umfassend seilen gegeben wird und daher vom nüchternsten ökonomischen Standpunkt aus ein glänzendes Unternehmen darstellt, das Interesse der jildischeu Finanziers und Industriellen zu erwecken. Die Schuld daran kann nur an uns liegen, denn wäre eine solche Konzession für Südafrika oder Argentinien vorhnnden, so würde wohl ihre Finanzierung nicht die geringsten Schwierigkeiten machen. Dieses Beispiel zeigt klar, daß die nationale und politische Demokratie nicht ausreicht und vielleicht auch gar nicht dazu geeignet sein könnte, eine großzügige Aufbauarbeit durchzuführen. Aus dieser Erkenntnis ist natürlich nicht zu schließen, daß die nationale Bewegung nicht mit aller Kraft vertieft und verbreitert werden müsse, sondern daß wir außerdem auch trachten müssen, für das Aufbauwerk noch andere Kräfte zu mobilisieren, als unsere Bewegung sie stellen kann, d. h., daß wir Menschen, die außerhalb unserer Bewegung stehen, für dieses Werk Interessieren müssen. Das ist der Plan Wcizmanns. Zu befürchten ist nicht, daß durch seine Befolgung die nationale Demokratie leiden und die Notabein uns ihren Willen aufnötigen werden, sondern daO auch er nicht gelingen wird, weil er eben von uns ausgeht und die jüdischen Finanzgrößen gegen alles, was ihnen von einer Seite, die ihnen als ״unpraktisch“ erscheint, Mißtrauen haben werden, auch wenn dieses Mißtrauen vom rein ökonomischen Standpunkt völlig unbegründet wiirc. Wir können natürlich dieser Gefahr gegenüber nichts anderes tun, als zunächst versuchen, ob cs nicht doch möglich wäre, innerhalb unserer Organisation jenes Gebrechen zu heilen, Vielleicht wird dies gelingen, wenn wir nur einmal versuchen wollten, in unseren eigenen Reihen die Einstellung zu den Fragen des PaÜislinavvcrkcs zu einer praktischeren zu gestalten. Das Bestreben dazu ist vorhanden. In der letzten Zeit sind verschiedene Vorschläge gemacht worden, die alle darauf abzieien, die wirtschaftliche Arbeit von der politischen mehr und mehr zu trennen. Allgcmein ist schon die Ansicht durchgedrungen, daß die Kongresse, Aclions-Comite-Sitzungcn usw. völlig urigeeignet sind, über Fragen der Kolonisation zu beraten und darüber zu beschließen. Es schwebt manchen eine Art Wirtscliaftsparlamcnt vor. Um zu einem solchen zu gelangen, sind Vorschläge auf verschiedenen Tagungen gemacht und angenommen worden. So ist auf dem deutschen Dclcgiertentng zu Dresden von Dr. Siegfried Afoses die Schaffung einer Wirtschafts- Organisation in Anlehnung an die politisch-nationale und an die Keren Hajcssod-Organisation verlangt worden. In jedem Lande sollen Wirtschaftsstellen errichtet, ferner interterritoriale jüdische Fachausschüsse geschaffen werden. Eine solche Wiitschafistcllc bestellt schon in Deutschland. (Ich selbst habe in ähnlicher Weise hier den Gedanken der Schaffung jüdischer Branchenvcrbändc für Anknüpfung von Beziehungen mit Palästina vertreten.) Der Kongreß hat auf Antrag der tschechoslowakischen Organisation (Dr. Rufeisen) einen Beschluß gefaßt, nach dem alljährlich zu Pcssach eine Kolonisatlonskonfercnz Erste große jüdische Ausstellung Ein Plan und Entwurf. Von Dr, Bruno Kirschner, Nikolasse«. Irgendwann muß sie kommen, die Erste große jüdische Ausstellung, mit ihrem dreifachen Aufgabenkreis: einem großen jüdischen — übrigens nicht nur jüdisehen — Publikum zu zeigen, was war, was ist und was sein soll und kann. Also ein lebendiger geschichtlicher Anschauungsunterricht, eine Uebcrslcht über das gesamte jüdische Leben der Gegenwart und ein Blick auf die Zukunftsmöglichkeiten, ein weithin hallender Aufruf zur Leistung. Gewiß haben wir im Augenblick wichtigere Sorgen und Aufgaben; doch darf nicht verkannt werden, daß eine solche Schau, bei gutem Anlaß (Weltkongreß?) würdig veranstaltet, in großem StUc und künstlerisch sowie technisch vollendet aufgemacht, repräsentativ durch Beteiligung aller in Betracht kommenden Organisationen, Institute und Fachleute' ausgestaltct, jeder positiven jüdischen Arbeit und sogar auch dein reinen Abwehrkampf kräftigste Impulse geben wird und den Aufwand an Geld, Zeit und Mühe fruchtbar lohnt. Seit etwa hundert Jahren pflegen die Völker des Westens von Zeit zu Zeit in immer irgendwie national betonten oder gegliederten Ausstellungen die Schöpfungen ihrer Kultur und Wirtschaft planvoll vorzuführen; das jüdische Volk, noch nicht so glücklich wie jene national gebunden, docli ihnen gleich an Schätzen einer reichen Vergangenheit, an Verzweigtheit und Intensität des täglichen Lebens und an glühendem, wenn auch noch vielfach verschüttetem Zukunftswillcn, würde daher eine Ehrenpflicht gegen sich selbst sowie, eine kluge politische Aufgabe erfüllen, wenn cs sich in allen seinen Teilen und imt gesammelten Kräften zu einer Ausstcllungstat wie der angeregten aufraffen würdet Wie darüber hinaus die Wirkung der stummen Rede der Aus- Stellung sich durch Verbindung mit Vorträgen, Führungen, Filmen, Theater, Konzerten, Vorführungen usw. — kurz, durch Erweiterung zu einer ״jüdischen Woche“ Ins Ungemessene steigern ließe und wie im Grunde alle jüdischen Kreise, die in der Arbeit stehen, sich hier einträchtig zusammenfinden sollten: bedarf das noch vieler Worte? Die Nützlichkeit und Notwendigkeit solcher Ausstellung nach dem Gesagten noch weiter zu!«gründen, ist auch hier weder Ort noch Raum. Diese Zeilen wollen nur in «11er gebotenen Kürze den Gedanken zur Diskussion stellen (die nicht öffentlich sein muß), einen ersten, naturgemäß durchaus unvollkommenen Entwurf aufstcücn und zur weiteren Behandlung der Idee anregen. Vorweg.sei bemerkt, daß über die finanzielle Seite der Veranstaltung hier und jetzt noch nicht zu reden ist. Daß zum mindesten Deckung sämtlicher Unkosten durch Betell'ßungfgcbühren, Eintrittsgelder, Umsatzprovisionen, Aus- Stellungskatalog (Verkauf und Inserate) zu cratrcbcn und die Erschließung weiterer Einnahmequellen vielleicht möglich ist, pur nebenbei! Wie bei vielen Ausstellungen und überhaupt bei allen, auch literarischen, zusammenfassenden Darbietungen großer Materialkomplexc entstellt für Aufbau und Gliederung die Kernfrage des Prinzips: historisch oder systematisch? Wie man sich auch entscheidet, jede der beiden Grundteilungen führt zu Unvollkommenheiten, zu Stoffzerreißung oder -doppcb Wiedergabe, worunter, mehr oder weniger, die wichtige Forderung der Ucbersicbtlichkcit leidet Doch man muß sich entscheiden; ich wähle für den folgenden Grundriß zunächst eine zeitliche, jedoch gemischte Haupteinteilung, ohne die Vorzüge der rein sachlichen zu verkennen und diese nicht auch für diskutabel zu halten. Uebrigcna kommt an sich bei jüdischen Stoffen für beide Prinzipien noch eine wesentliche weitere Unterteilung iu Betracht, •nach Ländern und dann nach gegenständlichen Momenten. Das Gliedcrungaschema wäre demnach etwa wte folgt zu gestatten: A. Das jüdische Volk ln der Vergangenheit.!.Ausgrabungen In Palästina: einzelne Gegenstände, Photos, Skizzen. 11. Bilder aus der Geschichte der jüdischen Diaspora: Ui der Hauptsache Reproduktionen, z. B, Titusbogen, Krcuwüge, Judenverfolgungen, GhotU, 10©• in Palästina unter Zuziehung von geeigneten Delegierten I aus der Diaspora statt linden solle. Die Exekutive ist י aufgefordert worden, die Organisation dieser Konferenzen I <1111 chzuf(ihren, hat aber bis heute nichts in dieser 1 Richtung getan, Dr. Ruppin, dessen Meinung ich ü{,er I diesen Beschluß einiiolte, sagte mir, er glaube nicht 1 daß die Delegierten aus der Diaspora eine besondere 1 Kompetenz haben könnten, jedenfalls kämen nur wenige j in Betracht. Er schlage vor, daß jede Landsmannschaft 1 alljährlich einige ihrer dazu geeigneten Mitglieder nach * Palästina entsende, die .sich an Ort und Steile über 1 alle Fragen genau orientieren und die dann als Dclegierte zuin Kongreß gesendet werden sollten. So würde ׳ auf diesem eine immer größere Zahl von Teilnehmern ‘ vorhanden sein, welche die Materie genau kennen. Allerdings mußte icli cinwendcn, daß der Kongreß stets ׳ mit politischen, organisatorischen usw. Fragen überlastet sein wird, so daß er mir docli nicht geeignet 1 erscheint, bezüglich der wirtschaftlichen Fragen mehr 1 leisten, als allgemeine Gesichtspunkte aufztistelLn. Jeden- 1 falls muß die Exekutive resp. der Finanz-und Wirlschafts. ' rat diese Frage sofort studieren und bestimmte Maß- ' nahmen treffen. Ich stelle mir vor, daß zunächst einmal an die Verbände die Aufforderung zu richten wäre, je nach 1 ihrer Stärke einen oder einige Delegierten zu nominieren, welche zu einer zwangslosen Konferenz über diese Fragen cinzuberufcn wären. Diese Konferenz müßte gut vorbereitet seinn und ihre Vorschläge der nächsten Actions• Comite-Sitzung zur Beschlußfassung vorgclcgt worden, Der Finanz- und Wirtschaftsrat ist bisher mit den Fragendes J.C.T., Keren Hajcssod, J.N. F. und der Budge* ticrung vollauf beschäftigt gewesen. Er müßte aber sein Augenmerk auch darauf richten, die ganze Organisation zu befähigen, in intensivster Weise sicli der Wirtschafts•• fragen anzunelnnen. Das geht nicht allein von London aus. Die Reise von Mr. Tishby, dem Leiter des Handels, und Industricdepartemcnts in Jerusalem, durch die Tschechoslowakei, üher die mir ein Bericht vorliegt, zeigt, daß bei sehr vielen jüdischen Fabrikanten und Kaufleuten in diesem Lande nicht nur Interesse für Unternehmungen in Palästina vorlicgt, sondern daß ihr freiwillig gegebener sachverständiger Rat uns sclsr viel nützen könnte. So ist cs sicher in allen anderen Ländern. Aber solchen Menschen kann man nur mit ganz konkreten und de• taillierten Vorschlägen und Anfragen kommen. Würden die von Moses verlangten Wirtschaftsstcllcn nicht nur gegründet werden, sondern, was das Wicluigstc ist, über genaue Informationen verfügen können und in der Lage sein, liier und da jemand aus ihren Kreisen nach Palästina zu schicken, so würden wir sehr bald die Mithilfe von tüchtigen wirtschaftlichen Fachleuten, an denen bei den Juden kein Mangel ist, erwerben können. Jedenfalls ist die hier aufgerollte Frage von eminenter Wichtigkeit und sollte deshalb von den leitenden Stellen sofort gründlich studiert werden. Die amerikanische Hille für Deutschland Celler bringt die Resolution im Kongreß ein. Washington. (J.T.A.) Das jüdische Kongreßmitglied Eman uel Celler, Abgeordneter des zehnten New Yorker Distrikts, hat seine Resolution wegen der Dcutschlandhilfe Amerikas nun doch im Kongreß eingebracht, ln der Resolution wird die amerikanische Regierung aufgefordert, dem notleidenden Teil der deutschen Bevölkerung zu Hilfe zu kommen. Celler erklärte jetzt: ״Ich bin zu der Ucberzeugung gekommen, daß die unschuldigen Opfer des Hungers in Deutschland durch die Sünden unverantwortlicher Agitatoren nicht leiden dürfen.“ mcindc- und Familienleben, Schutzbriefe, Privilegien, Bullen u. dgl. III. J ü d i s c h e s Buch - und Schriftwesen: z. B. Tor;wollen, Mcgillot, Eücvertrags- und Scheidebride, Pcßach-Ilaggadot, Gebetbücher, Inkunabeln, Erstdrucke, namentlich von Bibeln und Talniudexcmplarcn, Hand- Schriften, Miniaturenmalcrei, frülicre Presse, Entwicklung der hebräischen Buchstaben. IV. Jüdisches Kunstgewerbe im Mittelalter: Gegenstände für den synagogalen und häuslichen Oebrauch, Medaillen vi. a. m., aus Museen und Gemeinde• bzw. Privatsammlungcn zu entleihen. V. Jüdische Bauwerke des Mittelalters: Re• Produktionen von Synagogen, Schulen, Gemeindehäusern. Hierzu vielleicht als Sonderabteilungen: VI. Die Bibel in der Kunst der Völker (etwa nach Theodor Ehrensteins; ״Das Alte Testament im Bilde", wobei freilich mehr der Einfluß der Bibel auf die biidenden Künstler aller Zeiten als das Schaffen jüdischer Künstler in Erscheinung träte). VII. Der Jude in der Karikatur (und in der antisemitischen Literatur, also Bücher, Zeitungen, Plakate). VIII. Bildnisse und Autogramme berühmter Juden (etwa die Sammlung von Abraham Schwadron, von der ein Teil auf dem XIII. Zionistenkongreß in Karlsbad 1923 zu sehen war). B. Das Leben des jüdischen Volkes. I. Allgemeine Ucbcrblickc: Zahl und Verteilung nach Ländern, Berufen, Bevölkerungsstatistik, Wänderungen der Juden; Tabellen, Diagramme u. ä.; besondere Betonung der Berufsgliederung der Juden. II. Jüdisches Organisatioaswesen: politische, religiöse, wissenschaftliche, berufliche Organisationen; Zionismus; Jugend-, Arbeiter-, Turn- und Sportbewe״ gung; die Sozialfürsorge der Gegenwart (Broschüren, Berichte uiw.).

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