Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 102 (7.12.1923)
- Date
- 1923-12-07
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Wir berichteten bereits, daß in einer gemeinsamen Versammlung des Waad Leumi und der Vertreter der jüdischen Gemeinden Palästinas eine Protestresolution gegen das Arnb Agency- Angebot angenommen, sowie beschlösse wegen der Sahbatlmilic und der Arbeitslose!ifürsorge gefaßt vur• den. Diese Resolutionen lauten: 1. Die jüdische Bevölkerung Palästinas betrachtet den Vorschlag auf Errichtung einer Arab Agency in Palästina als einen direkten Verstoß gegen die besonderen im Mandat festgelcgtcn und fundamental in den Artikeln des Mandates verankerten Rechte des jüdischen Volkes, die als eine feste int ernationale Abmachung nicht geändert werden können. Jede Abänderung des Mandates gefährdet den durch das Mandat anerkannten Zusammenhang des jüdischen Volkes mit seinem Lande. 2. Die jüdische Bevölkerung protestiert gegen die Errichtung irgendwelcher Institutionen, die an der Kontrolle der jüdischen Einvvanderting nach Palästina tcilnchmen sollen. Diese Kontrolle darf nur von der Regierung des Landes und der Jewislt Agency, die nach dem Alamlat die Vcrtrctun״ der Juden ist, ausgeübt werden. 3. Die jüdische Bevölkerung verlangt ־von der Rcgicning, daß sie gegen die im Mandat festgelcgtcn Rechte der Juden, wie das Recht der Sabbat 11 ruhe und der Beobachtung der jüdischen Feier־ tage durch die jüdischen Beamten und Regicrungsangestellten, auf keinen Fall verstoße. 1׳. In! Hinblick auf die schwere wirtschaftliche Lage des Landes und die alle Arbeiterklassen betrcff c n d c Arbeitslosigkeit ersucht die Versammlung die jüdischen Stadtverwaltungen und die Gemeinden, wo irgend möglich, Juden?11 1• r.rt1!;it'״en, feiner eine ßcsciilennigung der öffentlichen Arbeiten zwecks Verminderung der Zahl der Arbeitslosen zu bewirken. 5. Die Versammlung sicht es als ein« Pflicht der jüdischen Bevölkerung an, einen besonderen Fonds für die Arbeitslosen zn schaffen und fordert alle Juden auf, Beiträge zu diesem Fonds schon für drei Jahre voraus zu leisten. Zurückweisung der Angriffe gegen Ruppin durch die Palästina ■Exekutive J e r u s a 1 c m. (J. T. A.) Die Zionistische Exeku• tive für Palästina veröffentlicht ein Kommunique, in welchen! die vom ״Doar Hajom“ gegen Dr. Ruppin vor• gebrach len Anschuldigungen, er habe während des Krieges als Vertreter der Zionistischen Organisation in Kon• staiitinopcl unerlaubte finanzielle Operationen durchgeführt, zurückgewiesen werden. In der Erklärung heißt cs: ״Die Exekutive der Zionistischen Organisation weist mit Entrüstung die im ,Doar Hajom* gegen Dr. Ruppin erhobenen Anklagen zurück und erklärt: Das ganze Material betreffend die von Dr. Ruppin getätigten gescliäftiielicn Transaktionen lag zu Anfang des Jahres 1910 der Exekutive vor. Das Material wurde von der Exekutive eingehend geprüft. Die Exekutive hat die Haitu!!״ Dr, Ruppins in jeder Beziehung als unantastbar befunden. Die Exekutive benutzt diese Gelegenheit, um Herrn Dr, Ruppin noch einmal von ganzem Herzen ihre vollste Anerkennung für seine Leistungen auszusprechen und nochmals zu betonen, daß seine Arbeit während der schrecklichen Zeit des Krieges ein Segen für Palästina gewesen ist.“ Die neue palästinensisch ■arabische Partei gegen die Familie des König Hussein Jerusalem. (J.T.A.) ln dem Organ der neuen (״ge mäßigten“) arabischen Partei ״Mcraat el Shork“ werden die Mitglieder der Familie Hussein als ״Agenten der Juden und Zionisten“ bezeichnet und es wird ihnen vorgeworfen, daß sie ihre Länder unter der Maske des Nationalismus verraten haben. Die Hussciniten, heißt es weiter, machen mit der arabischen Exekutive und den! obersten muselmanischen Rat was sic wollen. Sic haben in beiden Institutionen alle Posten imie. Sowohl der Präsident, als auch der Sekretär der ara bischen Exekutive sind Mitglieder dieser Familie. Andere Hussciniten haben sich dadurch bereichert, daß sie Delcgationen nach Europa entsandt haben, für die sie mehr als 20000!,(und von den Armen, den Witwen und Waisen erhoben haben. Mit diesem Oelde ging man nach Europa und führte dort ein ausschweifendes Leben. Bei ihrer Rückkehr machten sie viel Worte über das, was sie angeblich voLlbracht hätten aber in Wirklichkeit sei nichts geschehen, als daß sie mit ein paar Engländern gesprochen und einige Artikel untergebracht hätten. Arabischer Widerstand gegen das Rullicnberg Unternehmen Jerusalem. (J.T. A.) Zwei Mitglieder der ntusclmanisch-christlichen Vereinigung in Jaffa, Kamel Dajani upd Mussa Kiali, wurden verhaftet und nach Jerusalem gebracht, weil sie eine Hetze gegen das von der Jaffaer Stadtverwaltung mit der Ruthcnberg-üesellscliaft getroffene Abkommen wegen Lieferung von elektrischem Licht und Kraft an die Stadt entfaltet haben. Als eine Folge dieser Hetze wird die Zer׳ Störung eines der elektrischen Pfeiler in Jaffa angesehen. Die Pol Lei fahndet nach den Tätern. Jerusalem. (J.T. A.). Nach einer Meldung der ״Lissan cl Arab“ sollen die Arbeiten der Rulhcnberg-Gcscllschaft binnen kurzem auch in Jerusalem aufgenommen werden, um auch die Hauptstadt mit Licht und Kraft aus den Ruthenbergwerken zu speisen. Es sind bereits Vorbereitungen zur Errichtung der elektrischen Station in Jerusalem im Gange Eine Spende von 20,000 Pfui!d. Es wurde bereits berichtet, daß ein anonymer Spender in England für die Jerusalemer Universität 20000 Pfund zur Verfügung gestellt bat. 111 einem Telegramm an den amerikanischen Keren liajessod bestätigt ür. Wcizinnnn die Richtigkeit dieser Meldung. — Die Organisierung der versehiedenen Fakultäten der Universität schreitet vorwärts. Das landwirtschaftliche, das mikrobiologische und <fr s chemische Institut haben ihre Tätigkeit bereits zum Teil aufgenommen resp. werden sie binnen kurzem beginnen, ebenso die Abtcilung für Judaistik. Dieser Tage wurde auch in New York ein Komitee zur Förderung der juridischen Abteilung der Jerusalemer Universität gebildet, das sich aus Juristen zu• sannnensetzt, ähnlich den! amerikanisch-jüdischen Acrzte-Komitce, das für die medizinische Abteilung der Universität bisher schon recht große Mittel aufgebracht hat. Kohknluntlc in Palästina Jerusalem. (J.T. A.) Wie der J. T. A.-Ycrtreier er- (ährt, hat die Regierung! die Abtteilung von privater Seite erhallen, daß im Lande K o I! 1 e n t u 11 de gemacht worden sind. Die Snclivcrstäiidigcnprüfiiiigcii haben ergehen, daß die gefundene Kohle von guter Qualität ist. Der Entdecker hat bereits Verhandlungen mit Finanzlcufen zwecks Finanziciung der Fördcrtmgsarbeitcn eingcleitct. Das Werk Ben Jcltntlas Der Vorsitzende der Eliezcr Ben Jcliud,■»•Vereinigung, Colonel F. 11. Kisch, hat einen Aufruf zur Sammlung eines Fonds für di« Fertigstellung des von dem verstorbenen hebräischen Sprachforscher Eliezcr Ben Jehuda begonnenen und unvollendet gelassenen hebräischen Lexikons erlassen, ln dem. Aufruf wird mitgetcilt, daß fünf Bände schon vor dem Kriege erschienen waren, die Manuskripte für die weiieren drei Bünde seien vollständig und zur Vcr• öffciitlidiuug reif, und daß Ben Jehuda auch das vor• bereitende Material für die beiden fetzten Bände, die den Abschluß des Lexikons bringen sollen,!unterlassen hat. Der Vereinigung sind bereits Spenden für die Veröffentlichung des sechsten Bandes und die Ordnung des weiteren Materials durch Beil Jehudas Sekretäre unter der Aufsicht maßgebender Gelehrter zugegangen. Fast 2000 Exemplare der ersten fünf Bämie des Lexikons befinden sich in den Bibliotheken, ln״ stitutionen und Schulen der ganzen Welt. Die Vereinigung sicht unter dein Protektorat Sir Herbert Samuels, Dr. Ch. Weizmanns und der Herren Professor Ginsburgh (New York), Professor Afargolis (Philadelphia), Professor Sobernhcitr! (Berlin) und Elkan N. Adler (London). Die jüdischen Beamten in Palästina Jerusalem. (J. T. A.) Die palästinensische Zeitung ,El Karmel“ schreibt: ״Palästina ist sehr beunruhigt über den § 2 des Mandates, der bezweckt, die wirtschaftliche L:!ge Palästinas so zu gestalten, daß die Errichtung einer jüdisch-nationalen Heimstätte möglich sein soll. Wo wir hinblicken, überall sehen wir die Wirkungen dieses Paragraphen. In der Abteilung für öffentliche Arbeiten im Norddistrikt von Palästina gibt cs mehr als genug jüdische Beamte. Bislang arbeitete dort noch ein einziger Engländer auf einem niederen Bcamtenposten; dieser ist nun aber auch entlassen worden.“ Die Opposition gegen die arabische Exekutive Jerusalem. (J. T. A.) Die in Nablus abgelialtcnc Kon״ ferenz der sogenannten Freiheitspartei (Al Chaziv al Mustakel) faßte den Entschluß, sich mit der neuen gemäßigten arabischen Partei zu verbinden. Sic strebt eine Verbcsse* rung der Lage der Landbevölkerung an und bc• kämpft die Politik der palästincnsisch-arabischen Exekutive. An grille gegen die!ca Jerusalem. (J.T. A.) In Kreisen der Arbeitcrvercinigung ״Hapoel-Haza'ir״ wird gegen die Ica der Vorwurf erhoben, sic hätte selbst den Untergang der Siedlung ״Tel- Zur" herbeigeführt. Die Ica hat den ihr gehörenden Boden der Siedlung bereits weiter in Pacht gc• gebe 11, Ein Mitglied der Kwuzah schreibt im ״Hapocl Haza'ir“, die Ica sei gegen die Kwuzah, weil diese nach dem System der Kommune aufgebaut sei. Arbcitsbcschaliung lilr die jüdlsclicn Arbeiter in Palästina J ertisalem. (J. T. A.) Die Zionistische Exekutive in Palästina hat einen Plan ausgearbeitet, wonach für einen großen Teil der zurzeit arbeitslosen jüdischen Arbeiter Palüstinas Arhcitsmöglichkcit geschaffen wird. Diese Arbeiten werden schon in der nächsten Zeit aufgenommen werden. Die Eingänge des Jüdischen Natlonalionds Das Hauptbüro des J. N. F, weist in einem Rundschreiben u. a. darauf hin, daß der Nationalfonds nur 1/a ״/o und die Juden insgesamt nur 3*/a0/״ des unter das Mandat fallenden Territoriums besitzen. Für das laufende Jahr hat der J, N. F. Verpflichtungen in Höhe von 70,000 Pfund für bereits ersinn• dene Böden nachzukomnicn. Obwohl der eine Zeitlang sich bemerkbar machende Rückgang der Eingänge nicht nur aufgehört hat, sondern einer Zunahme gewichen ist — 80 stieg der durchschnittliche Monatscingang von 9000 Puind im Jahre 1022 auf 0300 Pfund im Jahre 1923, nicht eingerechnet den Beitrag des Keren ünjessod, also «ine Zunahme von rund 00 °/0 — reichen doch diese Einnahmen noch lange nicht aus, um die dem J. N. F. gestellten Aufgaben auch nur halbwegs erfüllen zu können. Rundschau Die Ausgrabungen in Jerusalem Jerusalem. (J.T.A.) Der Direktor des orientalischen Seminars an der Sorbonne, Raymond Weil), der im Aufträge Baron Edmond de Rothschilds an den Ausgrabungen ln der Davidstadt teilnimmt, hat in einer Unterhaltung mit dem J. T. A.-Vertrctcr mitgefeiit, daß er nicht weit von der Stelle, an der Professor Macalistcr seine Ausgrabungen leitet, weitere Forschungen anstcllcn wird. Seine Arbeiten stehen unter der Oberaufsicht der palästinensischen Regierung und ' genießen deren Schutz. Mussolini und der Antisemitismus Rom. (J. T, A.), Am Donnerstag, den 20. November, er. schienen der Großrabbiner von Rom, Sacerdoti, und der Rahbincr Colomi beim italienischen Ministerpräsidenten Mussolini in Audienz, Die Rabbiner übcrbrachtcn Mussolini die Grüße ticr italienischen Judcnhcit und wiesen im Verlaufe der Unter• haltung darauf hin, daß die ausländischen antisemi• tischen Parteien unter der Maske des Fascismuj eine gefährliche Hetze gegen die Juden be• treiben. Auf diese Weise wird der Eindruck erweckt, daß die von Italien ansgeg,ingene fascistische Idee mit der internationalen antijüdisdien Bewegung eng verknüpft sei. Mussolini dankte für die übcrbrachtcn jüdischen Grüße und versicherte, daß die italienische Regierung, sowie auch die fascistische Bewegung in Italien nichts mit dem Antisemitismus zu tun haben wollen. Es sei im hohen Maße zu beklagen, sagte Mussoli nt, daß der moralische Ei n f luß des Fascismus von den aus. ländischen antisemitischen Parteien für eine moralisch zu verurteilende Judenhetze ausgenutzt wird. Fascismus und Antisemitismus in Italien Rom. (J.T.A.) Zu der obigen Erklärung Mussolinis an den Oberrabbiner von Rom, Dr, Sacerdoti, in welcher der Begründer des Fascismus entschieden dagegen aufgetreten ist, daß ausländische Antisemiten die fascistische Idee als Vorwand für Judenverfolgungen mißbrauchen, wird dem J. T. A.-Vcitrctcr in Rom aus fascistischen Kreisen noch mitgeteilt: Vor der Errichtung der fascistischen Regierung im September 1922 hielt es das Direktorium der Fascistcnbcwcgung für nötig, in einer offiziellen Bekanntmachung gegen den Anspruch des ungarischen antisemi* tischen Ex premiers, Abgeordneten Stefan Friedrich, seine antisemitische Organisation ״Fascistische Partei“ zu benennen, Vcr w ahrung ciuzulcgen. ״So weit cs den Antisemitismus angellt," lautete die Bekanntmachung, ״muß ausdrücklich festgestellt werden, daß eine jüdische Frage in unserem Lande nicht besteht und wir hoffen, auch niemals bestehen wird, wenigstens solange nicht, als der Zionismus die italienische Judcnhcit nicht vor die Alternative stellen wird, zwischen Italien und dem anderen Vaterland zu wählen, das unter der Oberherrschaft einer Macht steht, deren Interessen nicht immer mit denen 11 a - liens ültereinsti mm e n.“ (Der Fascismus, der aus dem hier angegebenen Grunde ursprünglich ausgesprochen antizionistisch war, ist dies heute nicht mehr in dem Maße wie früher. Die Unterredung Weizmanns mit Mussolini im Frühjahr dieses Jahres hat zur Aufklärung vieler Miß verständnisse beigetragen. Auch die außenpolitische Stellung Italiens zu England hat sich inzwischen geändert — Anm. d. Red. ״J. R“). Reaktion und Antisemitismus in Frankreich Paris. (J.T.A.) Am Dienstag, den 27. November, abends, fand im Quartier Latin von Paris eine Versammlung rayalistischcr Studenten unter freiem Himmel statt. Exemplarc des royalistischen Organs ״L’Action Francatse“ wurden verkauft Die Redner bczcichnctcn die Juden als ein Haupthindernis für die Wiede raufrichtung der Monarchie in Frankreich. Die Juden seiet! Kommunisten, sie seien die Ratgeber Wilsons gewesen und trugen die Schuld an den vierzehn Punkten, die die Isolierung Frankreichs bewirkt hätten. Der erst« Schritt zur notwendigen Zerstörung der Republik müsse di« Vernichtung der Juden sein. Jadenmord ln Dublin Eine Interpellation und eine Antwort. London. (J.T.A.). In der letzten Sitzung des irischen Parlaments befragte Air. Daniel McCarthy den Minister des Innern, ob er irgendwelche Mitteilungen bezüglich des vor kurzem an Bürgern jüdischen Glaubens in den Straßen Dublins verübten Mordes zu machen habe, und ob irgendwelche besonderen Vorkehrungen getroffen seien, um jüdische Bürger vor wcilcrcn Anfälle« zu schiilzen. Der Innenminister F. O’Higßins erwiderte, es sei seit Generationen in Dublin kein Rassenmord zu verzeichnen gewesen und er glaube auch nicht, daß es sich hier um «in derartiges schreckliches Verbrechen gehandelt hat. Es könne sein, daß man es mit einem Akt irregeleiteter privater Rache zu tun habe. Es sind energische Untersuchungen eingcleitct worden. Der Minister schloß: ״Ich bin sicher, daß ich im Namen des ganzen Landes und des Parlamcnls spreche, wenn ich die Verfolgung einer religiösen Gemein, schaft als äußerst vcrabschcuungswürdig und verwerflich bezeichne. Wir wollen alle hoffen, daß diese beiden Verbrechen, so traurig und furchtbar sie an sich sind, nicht ihre Ursache in irgendeiner allgemeinen Ver• schwörung gegen die jüdische Gemeinschaft haben, der die beiden verstorbenen Herren angcliörtcn. Niemals ist diese Gemeinschaft hier angegriffen worden und alle anständigen Bürger sehen mit Abscheu auf diese Tat.“ Zwangsliquidicnmg des Joint in Polen Warschau. (J.T.A.). Wie der J. T. A.-Vcrtrcter «rfährt, bat das Büro des Joint Distribution Committees in Warschau ganz, unerwartet vom Minister des Innern eine Mittcilung bekommen, daß das Jointbüro gleich zu Anfang de* nächsten Jahres Polen verlassen muß. Die liidisclic Völkerbund*Uga Paris. (J.T.A.). Das Komitee der jüdischen Del«, gationen schreitet nunmehr an die Errichtung einer Anzahl Ländergruppender jüdischen Völker» bu nd •Liga. Zu diesem Zweck hat vor kurzem ein Vertreter des Komitees Litauen besucht, wo die erste j ü dische Völkerbund-Liga demnächst entstehen soll Ein Delegierter des Komitees begibt sich jetzt auch nach Oesterreich, der Tschechoslowakei, Bulgarien und anderen Ländern, um mit den jüdischen Führern der verschiedenen Richtungen wegen der Errichtung von Ländergruppen de» jüdischen Völkerbund-Liga Fühlung zu nehmen.