Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXVIII (1923)
- Issue
- Heft 102 (7.12.1923)
- Date
- 1923-12-07
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2651273-2652595-2652502-2652589--16976-2674683- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 594 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 102 Die iUdiscIic Kiilfur in! llclile der Gcsclilclits* autfassung Spenglers Von Ernst Klimowsky. (Eine zusammenhängende Berichtigung der Darstellung von Dr. Max W i c n e r.) Der Streit um Spengler ist der Streit um seine Methode: die biologische. Ihre beherrschende Maxime heißt: Alles ist Leben, alles im ״einheitlichen Organismus der Natur1' (Goethe). Seit nahem zwei Jahrhunderten bricht sich diese Wcltanschaumig mehr und mehr Bahn. Ihre Epochen werden bczeichnet durch Locke und Ilume, Schopenhauer, Ooethe, die das Grundlegende aussprachcn, durch Nietzsche, der die Ethik und Spengler, der die Geschichte (freilich nur ausbauend) biologisicrtc. Die Quantentheorie Max Plancks ist ebenso biologisch wie die Theorie von Einstein. Allen gemeinsam ist daher der Relativismus (da cs viele ״Subjekt-, Objekt- Spaltungen“ gibt). Das Absolute verschwindet zugunsten der Konstanz der Relationen. Aus der biologischen Grundauffassung Spenglers erwächst statt ״einer limenförmigen Weltgeschichte“ das Phänomen einer Vielzahl mächtiger Kulturen, die nrit urwcltlichcr Kraft aus dem Schoße einer mütterlichen Landschaft auiblüheii, von denen jede ihrem Steif, dem Menschentum, ihre eigenen Formen auf prägt, von denen jede ihre eigene Idee, ihre eigene Leidenschaft, ihr eigenes Leben, Wollen, Fühlen, ihren eigenen Tod hat. ״Weltgeschichte Ist also das Bild einer ewigen Gestaltung und Umgestaltung, eines wunderbaren Werdens organischer Formen." (,,Der zünftige Historiker aber sicht sie in der Gestalt eines Bandwurms, der unermüdlich Epochen ansetzt“.) ״Damm ist cs völlig unmöglich, den historischen Weltaspekt fremder Kulturen, das aus ganz anders angelegten Seelen gestaltete Bild des Werdens mit den Kräften der eigenen Seele vollkommen zu durchdringen. Hier wird immer ein unzugänglicher Rest bleiben, um so größer, je geringer der eigene historische Instinkt, der physiognomischc Takt, die eigene Menschenkenntnis ist. Trotzdem ist die Lö* s u n g dieser Aufgabe eine Voraussetzung alles tieferen Wcltvcrstandnisse s.“ Diese, wie dargelegt, in der Richtung der Entwicklung liegende relativistische Biologisicrung hat Spengler also aut die Geschichte angewandt. Daß ihm als Mathematiker dabei geschichtliche Uiigvnauigkeitcn unterlaufen sind, wie dies die deutsche Wissenschaft iin ״Logos“ (iki 9, 1920/21, Heft 2) in armseliger und oft komisch wirkender Weise ihm vorgehalten hat, ist richtig und entschuldbar. Wichtig ist nur seine Tat der großzügigen Anwendung und Vcrvollkommnung der Methode. Originell ist hieran verschwindend wenig: Goethe zeichnete (in seinem Aufsatz ״Geistesepochen“) das seelische Entwicklungsschema, Nietzsche verkündete die Rclativität der Ethik und mit dem Ausdruck: ״die Hcraufkunft des europäischen Nihilismus“ Spenglers Thema und Titel, und schon 1725 konstruierte Giambattista Vico in seinen ״Principi d’uiia scicu/a nuova“-Tafeln vergleichende Völkerentwicklung. Betrachtet man von diesem Gesichtspunkt aus, der heute allein die Möglichkeit einer bedeutenden geschlossenen Weltanschammg bietet, die jüdische Geschichte, so würde ihr jetziges Stadium, selbst wenn man hierfür keine anderen An- Zeichen hätte, das der Zivilisation besonders dann sein, wenn man z. ö. das Wirken Jesajas als Höhepunkt der Kultur einsetzte. Die Dauer einer Kultur kann nämlich durch Vergicichung auf ungefähr tausend Jahre angesetzt werden. Die Wcscnseigcnschnftcn der erwähnten Zeit weisen aber auf ein ganz anderes Entwicklungsstadium hin, nämlich auf den Urbeginn, wo zum ersten Male (tatsächlich, nicht nach der späteren Konstruktion) die Newiim, die Sprecher des einen Gottes gegen die irdischen Herrscher und einen primitiven Naturkult mit zahlreichen Ortsgöttern auftraten und den Kampf des guten Gottes mit dem bösen (Jhave, mit Rahab oder Tannin) und den endlichen Sieg Gottes lehrten. Dieses neue Seelische schuf die neue Volksgemeinschaft und erhielt sic durch die Zeiten. Es bestimmte ebenso wie den Stil des Menschentums den der Kunstgattungen und Denkweisen. In! 6. Jahrhundert v. Clir, war bekanntlich die erste Epoche: der Kern des Volkes war geschaffen. Nach dem mit Benutzung des zivilisierten babylonischen Rechts entstandenen Stammesrechtlichen clohistisclicn Bundesbudi (Exodus 20, 23—23, 19) entwickelte sich ein Volksrccht: etwa in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts ein großer Teil des Deuteronomiums (wahrscheinlich Kap. 12—26), dann Ln Babylon um die Wende des 6. und 5. Jahrhunderts der Priesterkodex (etwa Lcviticus Kap. 1—7, 11 — 15, 17—26). Die Formen des Wirtschaftslebens waren ״Eigenwirtschaft mit angegliedertem Lohnwerk, Fronhofswiitscliaft und Handwerk“ (Sombart). Der Begriff der Nation in dem der magischen Kultur wohl eigentümlichen Sinne des Konsenses der Rechtgläubigen (idjma) festigt sich. In Babylonien blühte die Apokalyptik, hier entfaltete sich auch die lebendige Kommentierung und Ausdeutung der kanonischcn Schriften in glänzender Weise, wobei gegenüber Judäa besonders die haggadischc Seite hervortrat. Von Babylonien aus wurden die großen Missionserfolge errungen, während von Judäa im großen und ganzen gerade die entgegengesetzte Tendenz ausging. Gegen die Judäer richteten sich auch die Feindseligkeiten der Philister, Idumäer und Samaritaner, vor allem der Kampf des Antichous Epiphanes; sie wurden auch nur durch die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 der Heimat beraubt; Jerusalem war eine Zeitlang der wirkliche, später der ersehnte religiöse Mittelpunkt; nichts mehr. Sein Untergang bedeutete der jüdischen Nation eine tiefe seelische Er- Schilderung, keine Existenzfrage. Diese Eigenheit der nationalen Struktur ist schon Herder aufgefallen; ״Die einzigen Israeliten“, sagt er in den Propyläen zur Geschichte der Menschheit (12. Buch, Kap. 6), ״zeichnen sich auch darin von allen ihren Nachbarn aus, daß sie weder die Schöpfung der Welt, noch des Menschen ihrem Lande zudichten. ... Ihre Vorfahren hatten anderswo gelebt, ihr Gesetz war außerhalb des Landes gegeben. Wahrscheinlich trug dieses nachher mit dazu bei, daß die Juden, wie beinahe keine der alten Nationen, sich auch außer ihrem Lande so wohl behalfen. Der Brahmane, der Siamese können außer ihrem Lande nicht leben, und da der mosaische Jude eigentlich nur ein Geschöpf Palästinas ist, so dürfte es außer Palästinas keine Juden mehr geben.“ Hierdurch wird das Gesagte wohl verdeutlicht und die Eigenart des ״magischen“ Nationalismus gut beleuchtet, welcher nicht ausschließt, daß ein Territorium seine Basis bildet, der aber davon unabhängig ist Zu Beginn der westeuropäischen Zeitrechnung hebt die Frühzeit der Kultur an. Die Nation ist fertig: Juden und Bciiinci״ Kalen der ßOLrot Berlin•r Zionistisch• V6!Nslfti#nnn:, UoriLn C 19, 1׳«f rt«Mr••• 0 T«l«pbont Zantmm WH l/l Ö * po«tecth«0fekoat<> No. DtMrHn NW ל dar B. 7t. V K«ltttrdeKer»ftt <t«t Berlin«? Ktoatit» Verelftljta«g a«4 JiUUeher VorraittlunKiatell* für hobrfcUohen UnttrrleUt. Npr4rl1«tutM• jedon Fr«ltajr n*nhna, •v, fi—4 Uhr In der ti«r(U1«fcr» A Hfhfülwfii« Hiprifhir-liaU In Herll• (Kl. Hub»•»*«/) Anfttftl:M« In den (1זג1יזויח־״1־«יו♦ tan•n Kl״v*«f!n kenn nnoh Hllekejirftnhe mit tl^m Sobnllritor Herrn H^rcgrHn iotlnriioU •rfnluran, Bpr*׳Vh*rtHt Mlitwooh, abivnd« 8 Ubf, in der IjoohRchnl* lür die Wl1«0D»el1*U de• Judentum•, Artill«rlft»traOe U, I, Nonnencriu, den cKUC' lUpoSl-IIegefr!T«!Hr*R«Utai*f 0&> €li»»«kk«b Feier, don 0, Doromk^r VörrmltUg• 11 V! Uhr Aufl’tthninrr nott״n P*W»Unnfllm« *,llne Bel*• lerrh Erp* *!•*••! im Jehre 1923•* im U.-T, Al«x*nd«rpUtZ' Kft»Brta©röffnnnff 10 ‘/« Uhr. Montag, den 10. TWemher 1Un<l* 81/« Uhr Gruppe hCd, in der Kinne*, KottbaMrdamaa 00 Teeabead — Chenakkatifalrr• öfnpp« der Ztanl« t*a an« d««■ Oftt*n, Band«born!eretf, abend» 8 Uhr lUnpiTthai»* aktueller 0rnpeentneele^enlielUii• Mittwoch, d«n 1$. porf*mhor abend• 8 Uhr Granne tief Zlonlif** eu! dem Bit«“*. Tiandeberreretr, «י׳ Frau Öiddf Wronsky? ״Jütllieha Kraiekttturtfrartfii1* la AitMhlai• an 41• JQiUefc• EriUtnmitiko&fere»!• Sonnabend, dim!5. T)t'*omh*r abend 8*/!Uhr im Boihat«1ln«nal, Bink«tr, in VortraKsahenä dar B. Z». V, ,,llorr I)r- Arloeorof/1 Da* <Jf»ndprol>lem auf •rar Orranlealloa״* Montag den 17. tW.nmW abend• 8 Uhr «rappe tior Zi«n!«t*n an« de«• Osten, I#and«hefgefetr. 80 Barr Dr. ßoaenatoini I’aliUMaa Im ■oiUlen and politischen OMlldaift• ptoupso dei JodotUuta».4‘ Jeden Dienst «vr״vh*tml, 8 Uhr Oet]Qdfacl1er Ktadentonvaieln ET. Berlin, FrUdrtohst*. 118 Seminar iQr jQdisohe Literatur, llehrSUetier Klnderprarte« €h»rlott«abant, Kftstrln•* Str. 10, fiLattanrant ,Tnehnr*• — Montae bl« Kroitaga von ^10—■־HU Uhr UrbrlSscber Klndorgartea Nord, Hoaonthalar 8t**• 4. bal Hopp». ־■־ Montag bi« Freite:(• vrm K10—Uhr, nehräticher Kindereartea Süd, len Reetaurant »PaUacholaf*, Donau• Eok• HoutomtraCfl. — Montag bi« Freitage von J/M—Vfl Uhr. llebrkDrher Klndergartea Ott, JabiontkUtr. S8. — Montag bl• Fr •!tag« von 3..״־l׳-»~V(t Uhr. Sladorirerten fTa«iv UhUtidetr, 116/117, h«l Fdrat, — Montag bl• Fraitagi von Uhr. -J P f*s » ׳"■*I sind unter folgenden Telephon• nummern zu erreichen: Uliland 1534 Pfalzburg 809, 9895, 6697, 6698, 6699 Christen bezeichnen mit ״Gojiin“ und ״ta ctlinc“ die Andersgläubigen. Das ״Bürgerrecht“ erwirbt man durch einen sakramentalen Akt: Beschneidung oder eine bestimmte Art der Taufe. Darum erscheint dem abendländischen Menschen die jüdische Nation, als das einzig rein erhaltene Beispiel solcher Art, so rätselhaft und unheimlich (die Moslems haben Territorium, und das magische Christentum ist in Form der katholischen Kirche durch den faustischen Nationalismus fast erdrückt). Mit der Auflösung des judäischen Judentums hörten auch die bekannten Gefahren der hellenistischen Pscudomor* phose auf, d. h. der Gestaltung eigener Inhalte in fremden Formen. Außerhalb der pscudomorphosc blühte die Scholastik in Sora, Nchardäa, Pumbadita (ebenso wie die syrischmonophysithehe in Ktesiphon, Rasain und Kinnesrln, die persisch-ncstorianischc in Edessa, Niräbis, Harran und Gondeschapur, welches später die hauptsächlichen Quellen der ״gricchischcn“ Wissenschaft für die Araber wurden. Da im Westen aber alles in spätantiker Form erschien, hat unsere philologisch eingestellte Wissenschaftes programmatisch mißverstanden und die späteren Autoren arabischer Sprache als Epigonen der ״Antike“ angesehen.) Neben der Scholastik erstand das Rittertum auf der Grundlage einer Bevölkerung von Bauern und Handwerkern und Krämern; der große und überseeische Handel wurde von den Rabbinern als sündhaft und gefährlieh verdammt (Sombart). So sind die Kämpfe gegen die ungläubigen Kyrener, unter Bar-Kochba, im Heere der Perser gegen die Römer als ״Kreuzzüge“ anzusehen. Im 6. Jahrhundert begann die Reifezeit der Kultur, die ihre Entfaltung hauptsächlich in Spanien gefunden hat. In der Wissenschaft und Literatur, im Handel, ln Gesellschaft und Verwaltung spielten die Juden bekanntlich eine führende Rolle. Hier war nach der Gefahr der Pscudomorphosc durch den Hellenismus zum zweiten Mal die Möglichkeit eines Aufgehens in einer noch dazu nahe verwandten (diesmal aber) gleichaltrigen Kultur gegeben, eine Gelegenheit, die auch (solange ein günstiges Einvernehmen bestand!) sehr häufig ergriffen wurde. Doch noch hatten beide Nationen zu viel seelische Lebenskraft, als daß sic widerstandslos sich hätten durchdringen können. Mit dem Auftreten des Anan-ben-David (7<il) begann als Epoche der Spätzeit der Streit der puritanischen Karäer und Rabbaniien, der im Islam sein Gegenstück im Streit der Schiiten und Sunniten hatte. Gleichfalls in Parallele zum islamischen Sufismus erschien um die Wende des 8. und 9. Jahrhunderts die Mystik im Sepher Jezira, der seine Fort- Setzung im Sohar fand. Den Ausgleich zwischen Philosophie und Glaubenslehre, zwischen Rationalismus und Mystik, den Abschluß brachte Maimonides, dessen Werk wieder ein Gegenstück in der 970 erschienenen Enzyklopädie der Ikhuan us Safa (Brüder der Reinheit) hatte. Was folgte, waren Umstellungen und Neuordnungen. ״In diesem Punkte finden wir das Judentum in genau der gleichen Lage wie Katholizismus (der aber mit dem magischen Christentum seit 1000 n. Chr. fast nur Namen und Formeln gemein hat) und Islam“ (Wiener). Dem Abendlande wurden die Juden die Ucbcnnittlcr der arabischen Kultur, wie die syrischen Christen antikes Kulturgut den Arabern überbracht hatten. Allmählich aber kam die faustische Kultur der jüdischen Zivilisation näher, und man begann sich zu verstehen. Zu Anfang des vorigen ,Jahrhunderts wurde diese Epoche (durch die verschiedenen ״Emanzipationen“) manifestiert Immer noch bestellt der Haß zwischen beiden Parteien, früher mehr rassenmäßig, jetzt mehr geistig und geschäftlich. Immer mehr aber 1 gleichen sich die Intelligenzen und Haltungen in ihrer Ent- I wurzeiuog an, so daß die Uebcrlcgcnhcit der Juden schon merklich almbnmt, wenn sic auch vorläufig noch erheblich Ist, besonders in den Bewegungen, deren negativ ökono-! mistRclie Tendenz dem jüdischen positiven Nationalität:. Charakter und seiner spezifischen Art der Ausbreitung ober, flächlich ähnelt. ״In dem Augenblick, wo die zivilisierten Methoden der 1 europäisch-amerikanischen Weltstädte zur vollen Reife gelangt ׳ sein werden, Ist wenigstens innerhalb dieser Welt (die russische \ liildct ein Problem für sich) das Schicksal des Judentum»! erfüllt. Der Islam hat Hoden unter sich. Aber der west, f europäisch-amerikanische Teil des jüdischen Consensus ist ohne Zusammenhang mit Irgend einem Stück Land, nachdem ' er sich Jahrhunderte hindurch ghettomäßig abgeschlossen und so gerettet hatte.“ So ist der Zionismus die ״Rettung der Juden". Sein* Form aber wird sich aus dieser seiner Begründung ergeben. MitteüunQen der Zlonlsilsclien Verelnlfliing für Deutschland j Am 1. Dezember ist Herr Jacob Herzberg, Frankfurt a. M., als Propagandasekretar bei uns cingctreten und wird zunächst im Ruhrgcbict arbeiten. Herr Dr. Werner Bio eit, der Jugendsekretär der Z.V.f. D., hat am 21. November eine Propagandareise I angetreten, die ihn durch 13 Städte Mitteldeutschlands führen wird. Herr Dr. Albert Goldberg, Neuenahr, hat sich der Z. V. f. D. für die Monate Januar und Februar für?ropagandaarbeit zur Verfügung gestellt. Er wird seine Tätigkeit wahrscheinlich im Januar im Gruppenverband Ostpreußen aufnehmen. Die Herren Wald mann und Dr. Georg Lan« daucr haben sich der Z. V. f. D. für eine vicrzchntiigig« Vortragsreise in Süddcutschland bzw. Schlesien zur Verfügung gestellt. 09 ergeht auch hierdurch die dringende Bitte an alle hierfür geeignete Gesinnungsgenossen, die Z, V, f. D. durch Vortrogsreisen zu unterstützen, damit sie das aufgestellte Aktionsprogramm, das den Besuch Jeder Gruppe in diesem Winter und die Eroberung neuer Plätze vorsieht, durchführen kann. Gruppenverbandslag IQr den Freistaat Sachsen Oruppenverbandstagung in Chemnitz. Sonnabend, den 8. Dezember, abends: Interne Besprechung der Gruppenvorstände (Anmeldung erwünscht). — Sonntag, den 9. Dezember, 10 Uhr vormittags. Saxonia-Loge, The־‘cr. Straße 94. Dr. Landsberg: ״Die nächsten Aufgaben des deutschen Zionismus“. Weitere liefe rate werden noch festgesetzt. — Es stellen einige Frcirpiarticre für Uebcrnachtiwg zur Verfügung. Anmeldungen hierauf umgehend an Frau R. Geis, Chemnitz, Zschopauer Str. 115, erbeten. Zionistischer Bezirksverband Thüringen Am Sonntag, den lö. Dezember 1923, findet in Ootha (Gcwcrbcvcrcinshaus, Schützenberg) eine ßczirkstagung statt. Tagesordnung: 1. Referat Dr, Alfred Landsberg, Vorsitzenderder Z.V.f,D,: Die politische Lage und die Aufgaben des deutschen Zionismus. 2. Referat Dr. Fritz Noack, Gotha: Di 1 Galuthproblem im Zionismus. 3. Aussprache. 4. Verschiedenes. Im Rahmen der Tagung wird Gelegenheit zu einer Besprcchung der jugendgruppen gegeben werden. Eine größere Mittagspause wird nicht gemacht. Um die Zeit voll auszunutzen, besteht die Absicht, (lurchzutagen. Mundvorrat ist deshalb mitzubringen. Die Tagung beginnt um 9 Uhr vormittags. — Anmeldungen und Anfragen an Dr. Noack, Gotha, Fricdrich-Jacob-Str. 2. K. J. V. Wir sind in der Lage, jüngeren Aerzten, die gut ausgebildet sind, gute Vertretungen zu verschatfen, einige evtl, mit Praxisübcriinhme. Im ganzen haben wir äugen■ blicklich drei Stellen zu vergebe«. Meldungen und nähere Auskunft im Büro, W 35, Kurflirstenstr. 150. Bundesbruder sucht für großen Betrieb Leiter seines Innendlenstcs. In Frage kommt energische, repräsentative Persönlichkcit, welche die englische Sprache beherrscht. Die Stellung ist mit Prokura verbunden. Vereinigung für die Interessen der Alten Synagoge. Am Sonntag, den 9. d. M., abends pünktlich 8 Uhr, timiet im Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde, Rosen- Straße 2/4, eine Chanukkahfeier statt. Herr R.-A. Sannny Gronemann hält die Festrede, Herr Kantor Katz-Cohen singt jüdische Lieder. Ferner findet am Montag, den 10. d. M., eine ordentliche Generalversammlung statt, an der u. n. Vorschläge zur Wahl von zwei Synagogcnvorstclicrn gemacht werden sollen. Alle Besucher und Besucherinnen der Alten Synagoge sind willkommen. Mazzothanmcldungen können von den Mitgliedern der Berliner Jüdischen Gemeinde noch vom 10. bis 17. Dezember bewirkt werden. Die Anmeldungen werden vvochcntäglich von 5 bis 7 Uhr nachm., Sonntag von 10 bis 1 Uhr vorm, in sämtlichen Gemeindesynagogen entgegen genommen. Der Betrag ist gleich bei der Bestellung cituuzahlen. Nach dem 17. Dezember finden weitere Anmeldungen nicht mehr statt Grundschule West des Jüdischen Schulvereins. Die Chanukkahfeier der Grundschule West findet am Sonntag, den 9. Dezember, nachmittags um 5Vs Uhr, im großen Saal des Verwaltungsgebäudes der Synagoge Fasanenrtr. statt. Jüdische Gemeinde. Freiing, 7. Dezember, abends 4 Uhr, Sonnabend, 8. Dezember, morgens (Sabbatii Chanukka!!) Synagogen nach altem Ritus: 9 Uhr, Synagogen nach neuem Ritus: rrühgottesdienst: 7'/» Ghr, Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Predigten: Alte Synagoge: Dr. Petuchowski, Synagoge Lützow- Straße: Dr. Gnliiner, Synagoge Fasanenstraße: Dr. Bacck, Synagoge Levctzowstrailc: Dr. Bergmann. Gottesdienst an den Wochentagen, abends in allen Synagogen: 4 Uhr, morgens: Synagogen nach altem Ritus: 7 Uhr; Synagogen nach neuem Ritus: 7»/a Uhr. Wochcnkalcnder. Sonnabend, 8. Dezember, 30. Kirdcw 5084, Mikcz, Sabbath Rosch chodesch. Sabbath Chanukka!!, 1. Ncumondtag, 6. Tag Chanukka!!, Nacht 4,42; Sonntag, 9. Dezember, 1. Tebeth, 2. Tag Rosch chodesch. 2. Neumondtag. 7, Tag Chanukkah; Montag, 10. Dezember 1 Tcbcu', 6. Tue Chanukkah, Schlußfest.