Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1923-11-30 · Heft 100-101 (30.11.1923) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 100-101 (30.11.1923)
Date
1923-11-30
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2651273-2652595-2652502-2652588--16969-2674675
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

Seite 589 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 100/10! Jahresversammlung des Economic Board lor Palcstine London. (J.T.A.) Am 21. November farul die dritte Jahresversammlung des englisch-jüdischen Economic Board for Palcstine statt, in der statt des verhinderten Vorsitzenden des Exekutivkomitees, Sir Alfred Mond, Sir Robert Waley Cohen den Vorsitz führte. Sir Robert Waley Cohen führte aus, daß auch Palästina unter der allgemeinen Lage zu leiden hat. Die Banken können keine Kredite mehr geben und infolgedessen gehen die Oeschäfte zurück. Ohne politische Stabilisierung gäbe es keinen Fortschritt. Doch ständen die Dinge sehr viel besser, als vielleicht diejenigen glauben, die sich ihre Informationen aus gewissen Presseorganen holen. Zwei große Unternehmungen landwirtschaftlicher Art sind im Werden begriffen, und zwar die Shemen Oil Company und die Grand Moulin de Palcstine. Es sollen Anleihen der Städte für Wasserwerka 11 lagen gesichert werden, denn cs ist nur eine Frage der Zeit, daß die größeren Städte zum Bau von Wasser- Anlagen schreiten werden. Licut.-Colonel H. J. Solomon bemerkte, daß das Fehlen eines modernen Hafens sich sehr nachteilig bemerkbar mache. Der Import litte ungeheuer dadurch. Mr. Palmer sprach die Hoffnung aus, daß die Regierung einen Hafen in Haifa erbauen werde. Die Baukosten von 1 000 000 Pfund würden durch den lukrativeren Handel wieder cingcbracht werden. Die Herren James de Rothschild und Sigmund Samuel, die Vertreter des Board in Cmnda sind, wurden wieder in die Exekutive gewählt. Lieut,-Colonel׳ Solomon und Sir Robert Waley Cohen wurden ebenfalls in die Exekutive gewählt. י Die katholische Kirche und «las Palüsllna Mandat Je Mi salem. (J. T. A.) Das Organ des römischen Patriarchats ״Rakhib Mayun“ führt in einem Artikel über die Lage Palästinas aus: ״Palästina steht jetzt unter britischem Mandat, welches die Verpflichtung zur Schaffung eines jüdisch-nationalen Heimes in Palästina unter Wahrung der politischen und religiösen Rechte der Araber enthält. Die Mandatarmacht hat alles getan, um das Ideal eines national-jüdischen Heimes zu verwirklichen; sic hat einen jüdischen Oberkommissar ernannt; sie erhob das Hebräische zu einer offiziellen Sprache; sic erkannte die zionistische Agency an und räumte ihr viele Rechte ein; sie erleichterte die jüdische Einwanderung nach Palästina. Jetzt bleibt der Regierung noch übrig, den Arabern politische und religiöse Rechte zu geben. Wenn man die Gesetze aller anderen Länder studiert, findet man, daß das Volk sich seine Rcgicrungs- Vertreter selbst wählt Die palästinensische Regierung müßte deshalb zu 97 «/# aus Arabern und zu 3°/« aus dort wohnenden Juden bestehen. Das palästinensische Volk hat das Recht, eine nationale unabhängige Regierung unter britischem Mandat unddicEinschränkungdcr jüdischen Ein w an. derung als schädigend für die arabischen Einwohner zu fordern. In der gleichen Weise, wie die Regierung den Forderungen der Juden Rechnung getragen hat, muß die Regierung auch den Forderungen der Araber entsprechen.“ Kleine Naclirichtea Die in Wilna unter dem Namen des verstorbenen Dichters Sch. Ansky bestehende jüdisch-historische Gesellschaft hat auf ihrer letzten Sitzung beschlossen, neben einem künstlerischen Album von Wilna, historisch-ethnographische Sammelbüchcr unter dem Titel ״Jüdisches Archiv“, sowie eine große Sammlung jüdischer Volksmelodien (religiöse, synagogalc und weitliehe) herauszugeben. Wie vom Büro der Agudas Jisroel mitgctcilt wird, sind ׳die Verbereitungsar beiten für den vom Agudas- Weltkongreß (Kcncssio Gedaulo) geschaffenen ״Keren Hatauroh“ (Thorafonds) beendet. Es soll während der kommenden Chanukkah-Tagc in allen Ländern eine Aktion zugunsten des Keren Hatauroli durchgeführt werden. In der Nacht des 21. November ereignete sich in der Jaffaer Hefefabrik, die dem ungarischen Juden Salpeter gehört, eine Kcsselexplosion. Ein Arbeiter wurde auf der Steile getötet, Berliner Zionistische Vereinten!!?; Sonnabend, den 15. Dozorabor 1928, abends 8l/a Ubr, im Boch8toin0aal, Linjtatr. Dr. Ar! tmroff: ״Was Ör1111dprol>lc5na n«1«crcr H&oloiraisut Ion «* sechs weitere Personen schwer verletzt. Vier der Verletzten; Herr Sglpctcr, (der Besitzer), seine Frau, Dr. Fish und ein Arbeiter namens 1 tcmian sind am folgenden Tage ihren Ver- Ictzungcn erlegen. Mit dem Dampfer ״Romania“ sind 180 Einwanderer aus Rumänien, Bessnrahien und Polen angekommen. Füntzig von ihnen gingen in Haifa an Land, wahrend der Rest nach Jaffa weilerfuhr. Her Dampfer ״Umbria“ brachte vierzig Einwanderer aus KonstantiuopeL Fünfzehn von ihnen landeten in Haifa, der Rest fuhr weiter nach Jaffa. Wie der ״Doar Hajom“ inittcilt, soll die Frage des palästinc nsischcn Bürgerrechts noch vor Ende 1923 in gesetzlicher Form ihre Regelung finden. Warschau (J. T. A.) Rabbiner A. M. Alter aus Oura Kalvarja, bekannt unter dem Namen ״Ocrer Rebbe“, wird demnächst nach Palästina abreisen, von wo er erst zu den Passahtagen nach Polen zurückzukehren gedenkt. In seiner Begleitung befinden sich einige Großindustrielle aus Lodz. Zwischen dem Ve.oaud der jüdischen Kolonisten Untergaliläa*., der Ica und der zionist,׳u,,e 1! xckiüive ain«I Ver• iiaudlungcu im Gange, die den Bau einer die Kolonien Untcrgaliläas miteinander verbindenden Straße betreffen. Die projektierte׳ Straße wird auch eine Verbindung der Tiberias— Saincck-Straßc mit der Haifa— Nazareth— Tiberias-Straße schaffen. Die Straße soll 30 km lang sein; die Baukosten werden auf 32000 Pfund veranschlagt. Zionistische Liebesgaben In einem ständig wachsenden Maße erhält die ״Jüdischc Rundschau'‘ Zuschriften, in denen ihr initgeteilt wird, daß die Schreiber die ״Jüdische Rundschau“ infolge der ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse abbestcllcn müssen. Es handelt sich fast immer um alte bewährte Gcslnnungsgenossen, die das Blatt seit vielen fahren regelmäßig lesen, in einzelnen nicht so häufigen Fällen auch uni junge Gesinnungsgcnosscii, die noch nicht selbst erwerbsfähig sind und die Zeitung bisher von ihrem Taschengelde bezahlt haben. AH diesen Zuschriften merkt man deutlich an, wie schwer es den Schreibern fällt, auf die weitere Lektüre der ihnen lieb gewordenen Zeitung zu verzichten, im Gegensalz zu den leider auch nicht seltenen Abbestellungen einer anderen Kategorie, aus denen für den Eingeweihten deutlieh hervorgeht, dafi man bei der sich ergehenden Not- Wendigkeit einer Einschränkung der Lebensbedürfnisse!eichten Herzens zuerst auf die zionistische Nahrung verzichtet. So wie sich nun schon erfreulicherweise zionistische Organisatioucn gefunden haben, die Zionisten aus dem jetzt in wirtschaftliche Bedrängnis geratenen Mittelstände durch Liebesgabensendungen erfreuen, — die zionistische Frauenorganisation Oesterreichs hat in dankenswerter Weise mit der Versendung von Licbesgabenpakcten an deutsche Zionisten begonnen! — so sollten sich auch Gesinnungsgcnosscii und Organisationen in Deutschland und vielleicht auch im Auslandp finden, die Abonnements auf die ״Jüdische Rundschau“ für diejenigen Oesinnungsgenossen stiften, die aus Mangel an Mitteln die Zeitung nicht mehr halten können. Die ״Jüdische Rundschau“ selbst hat so schwer uin ihre Existenz zu kämpfen, daß sic die ohnehin schon große Anzahl der von ihr verschickten Freiexemplare — cs erhalten z. B. alle Chaluzim auf Antrag der Ficchatuzorganisation die ״Jüdische Rundschau“ kostenlos zugeschickt — nicht mehr vergrößern kamt. Bei der geringen Höhe der von der ״jüdischen Rundschau“ erhobenen Abonnementsgebühren müßte es durch die Opferwilligkcit auch nur weniger Freunde möglich sein, denjenigen Gesinnungsgenossen die ״Jüdische Rundschau“ umsonst zuztistellcn, die dieselbe in ihrer von schweren Alltagssorgen erfüllten Lage besonders schmerzlich entbehren. Betty Frankenstein. zugehen, übergab ich sie einer vorübergehenden Nachbarin mit der strikten Weisung, sie mach Hause zu bringen, und ging ■weiter. Ich erledigte noch einige Besorgungen, und als ich aus einem Laden trat, stand Rahcl vor mir, an die Mauer gedrückt und bemWit, sich noch kleiner zu machen, als sic von Natur aus schon war. Ich wußte nicht, was tun — zornig werden oder 1 hen. Die Kleine schaute auf mich, ängstlich, und doch mit dem Ausdruck unerschütterlicher Entschlosscnlicit im Gesicht: Mit mir gehen wird sie, komme, was da kommen mag. Am liebsten hätte ich sie an der Hand genommen und mit mir geführt, aber konnte ich so gegen alle Regeln der Pädagogik verstoßen?? Ich hatte ihr doch strengste»» verboten, mir nachzulauten, und wenn ich sie nun mitgenommen hätte, hätte ich ihren Ungehorsam sozusagen belohnt. Und so sagte ich ihr im strengsten Ton, der mir gerade zur Verfügung stand: ״Du •bist ein sehr ungehorsames Mädchen, Rahel, und ich will nichts mehr von dir wissen!“ Damit setzte ich meinen Weg fort. Von Zeit zu Zeit schaute ich midi um, und sah die Kleine, Wie sie den ganzen weiten Weg hinter mir herlief; sie war ängstlich bemüht, sich hinter den Passanten vor meinen Blicken zu verstecken, aber keinen Moment verlor sie mich aus den Augen. &0 lief sie hinter mir her in der glühenden Sonne, ohne Hut und barfuß, wie ein kleiner treuer Hund. So kamen wir nach Hause. Noch beim Tor fürditete sie, daß ich sie zurückschickcn könne. Oanz langsam, Schritt für Schritt, kam sei herein. Aber sobald sie den Garten betreten hatte, fiel alle Furcht von ihr ab. Sie stand und schaute mit Entzücken und Bewunderung um sich, auf die Bäume, die Blumen und das Gras. Und auch ich schaute mit Bewunderung im Herzen auf dieses kleine Geschöpf, das trotz aller Hindernisse und aller Gefahren seiner Schmsucht gefolgt war. Es war ln seinem Gan Eden. Vergessen waren nun Sonnen gl ut und Staubwolken und sogar der drohende Unwille der geliebten Gewereth. Ich hätte dieses winzige Bißchen von Willenskraft am liebsten in meine Arme genommen und geküßt — aber die Gesetze der Pädagogik?? — Kabel fühlte wohl, daß die Gefahr vorüber war. . Ganz langsam näherte sie sich dem Hause und saß zuletzt auf der Türsclnvcllc, um auszurulien. Und wie beim ersten Besuch pflückte sie sidi einen großen Strauß, Heß sich bewirten und schlief dann unter den Bäumen ein. Ich saß an ihrer Seite und dachte in meinem Herzen: ״Diese Kleine flicht aus der Armseligkeit und dem Dunkel ihres Lebens in die Sonne und die Schönheit einer anderen Welt Jetzt treibt sie der Instinkt dazu; aber sie wird nufwachsen und der Instinkt wird der Logik Raum geben. Und dann wird sie fragen: warum müssen einige Menschen in Kellerlöchern hausen, in die ke'ne Sonne hercimlringt, kein Glanz und keine Lebensfreude? Und wamm läßt Gott andere in schönen Gärten leben, unter blühenden Bäumen und zwischen duftenden Blumen? Warum ist das so? —“ , Und auch mich erfaßte die ganze Ungerechtigkeit des Lebens und ich begriff nicht, warum cs mir bcschicdcn ward, im Lichte zu leben und der kleinen Rahel, in der Finsternis. Jerusalem, Av 56S3. Der unmoralische ״Colt der Rache“ London. (J. C. B.) Die Aufführung des Stückes ״Gott der Rache“ von Schalom Asch durch die Wilnacr jüdische Truppe in London hat dem ״Sunday Express“ zu scharfen Angriffen auf das Stück Anlaß gegeben. Das Blatt fragt die Behörden an, wie sie die Aufführung gestatten konnten/ ״Es ist ein Stück,“ schreibt ״Sunday Express“, ״das alle 7.eieben der Zuchtlosigkeit trägt.“ Wie die Zeitung berichtet, hätte sic von den zuständigen Behörden die Auskuntt erhalten, daß das Stück ihnen bloß in einer kurzen Inhaltsangabe unterbreitet worden ist; überhaupt könnten die Behörden das Stück schwer beurteilen, da keiner der Beamten der jiddischen Sprache mächtig ist. An der wcißrussischcn Staatsuniversität wurde ein Lehr• stuhl für jiddische Sprache eingerichtet, der die Aufgabe hat, wi: sc •.sclnfivcr' r.uf dem Gebiete der ji hü chcn Sprachforschung l:c.nn.־u il: e1. Von dieser Abteilung wird ein Wörterbuch der jiddischen Sprache und eine Grammatik für jiddiscbis.ii1.he Schulen iveraus^egeben werden. An die jüdischen Acrilc! J Vom Leiter der Universitäts-Bibliothek in Jerusalem be• I kamen wir ein Schreiben, in dem uns von der Eröffnung 1 der medi/inisilien Abteilung der U 11 i v e r s i t a t 5 - B jb I j 0, I tlick und der Notwendigkeit der medizinischen Zeitschriften 1 und medizinischen Bücher mitgctcilt wird. 1:9 gibt viele 1 jüdische Aerzte, die von der Bedeutung dieser Abteilung 1 die sich bereits im Pasteur-Institut in Jerusalem befindet’ 1 für die in der nächsten Zeit zu ert.fi.icudcu Universität 1 in Jerusalem überzeugt und auch bereit sind, nach ihrjn 1 Kräften dieses Werk zu fördern. Die Aerzte in Amerika I haben von ihren Mitteln das Geld für die Sicherung der I medizinischen Fakultät gegeben; wir wollen und können 3 auch in Deutschland viel zu diesem Werk beitragen, indem ff wir die medizinische Abteilung der Universitäts-Bibliothek 1 in i t alten und neuen medizinischen Büchern 1 und Zeitschriften versorgen. Wir wollen schon im! Januar hei unserer Ankunft in Palästina eine neue Sendung medizinischer Bücher und Zeitschriften der Abteilung überreichen und bitten Euch, Eure Bücherstiftungen an die Bcf. lincr Sammelstellc für die hchräische Universität (Berlin NW Flcminstr, 12, Professor U, Loewe für die medizinische Abtcilung) zu übersenden. Wir hoffen, daß sich einige Förderer finden, die ganze Sammlungen unserer ersten ncbräischcn Universität in Jerusalem zur Verfügung steilen und daß auch Autoren und Verleger medizinischer Werke fiir diesen Zweck je ein Exemplar bestimmen werden. Wir bitten alle Freunde dieser Sache, sich mit uns in Verbindung zu setzen und dem Unterzeichneten die Adressen der zur Mitarbeit I bereiten Aerzte sofort mitzuteilen. Mit kollegialem Gruß Dr. med. M. H e 1 f m a n 11, Berlin W 50, Ansbachcr Str. 56, Tel,: Steinpl. 6517, v. 2—4. (Wir bitten die anderen jüdischen Zeitungen um Nach, druck.) Gruppenverband Sachsen Der Gruppen verbandstag des Gruppenverhandes Frei- , Staat Sachsen findet in Chemnitz am Sonntag, den 9. De• zember 1923, in der Saxonia-Loge U. O, B. B., Theater- Straße 91, statt. Beginn: Vormittag 10 Uhr. Tagesordnung: ״Die nächsten Aufgaben des deutschen Zionismus“, Referent: Dr. Landsberg, Aussprache. Die Gesinnungsgenossen aus dem Gruppenverband Frei. Staat Sachsen werden dringend um zahlreichen Besuch der Tagung gebeten. Verein für Arbeitsnachweis E. V. (Lehritellenvermittlungund Berufsberatung) Wir suchen dringend Stellungen für Schneiderlehrlmge, Schäftemachcrlchrl.'ngc, kaufmännische Lehrlinge. Gleichfalls dringend werden gesucht Lehrstellen für Mädchen in kauf• mämiischen Betrieben, in der Schneiderei, Putzmacherei usw. möglichst in Betrieben, die am Sabbnth geschlossen halten. Für eine ältere Dame suchen wir dringendst Stol.ungea in Haushalten, möglichst koscher. Wir suchen dringen ist Stellungen für Büropersonal jtglieber Art, besonders für Stenotypistinnen, für Kontoristinnen ohne Stenographie und Schreibmaschine und für Anfängerinnen. Dringend erwünscht sind Stellungen in Betrieben, die am Sabhath geschlossen hallen. Ferner suchen wir dringendst Lehrstellen für Mädchen im Büro und für Verkauf imJ Lager, für Schneiderei, Putz• maclicrci und Haushalt in kleinen koscheren Haudiaiton. Für Jungen suchen wir kauf,na mische Lehrstelle jeglieber Branche, Sclincidcrlehrstcllcu, Kfr.-clm.rlclirstc len, fet• ncr dringendst eine Btickcrlchrstclle und eine Buchdrucker- Ichrstcllc in einer Druckerei, wo der Junge, der aus seht frommem Hause stammt, am Sabbath befreit werden kann. Verkäuferinncnstellungcn und Lageristinner.stcllungen bitten wir uns stets zu melden. Meldungen erbitten wir an die Jüdische Arbeitsgemcin• schaft, Augusistr. 17. Norden 7U3. Sprechstunden täglich, außer Sonnabend tmd Somitajj zwischen 10 und 1 Uhr. Jüdisches Arbeitsamt E.V. Wir suchen: Stellen für Verkaufs- und Büropersonal aller Branchen,!•enter AuohUfsaibeitcn jeglicher Art wie: Adressciisüueiben, Botengänge, Tcppichkloptcn und sonstige 1 lausarhcitcn. Wir haben: Siefen fiir erstklassige bilanzsichere Buch- Halter sowie auch für banktechnisch gebildete Buchhalter, nach auswärts. Wir haben Stellen für 4—6 Gerber nach dem Ausland Meldungen an das Jüdische Arbeitsamt, Auguststr. 17, Norden 7085—7087. Hebräische Sprachschule in Berlin. Die Anfängerklast: für Erwachsene lernt Mittwoch, abends von יג/י—7ן'י), uni Sonnabends, abends von 6—S Uhr, im P.äizevcrmie'ungsoüro der Jüdischen Gemeinde, Oranienburger Sir. 29. Teilnehmer mit genügenden Vorkcnntnisscn können ״«eh aufgenommen werden. Hebräi ehe Sprachschule Hamburg. D e Kurse im Winter- Semester 1023/21 haben aiigcfangen und finden im Logen• heim, Hartungstraße, statt. Neuanincldungen werden in den Kursen und bei dem Unterzeichneten enigegengenommen. Es bestehen folgende Lehrgänge: Kurs I, An t anger ohne Vorkenntnisse: Dienstag 6,30—8,15, SonmuK'id 6,00—7,45; Lehrer: Herr Ko hn-Sc hechte r. Kurs II: Regeln!. Verb, leichte, punkt. Lektüre: Sonntag 6,45-8,30, Mittwoch 8,30-10,50; Lehrer: Herr K 0h n• Schcchter. Kurs III: Un rege Im. Verb, leichte, unpunkt. Texte: Sonntag 8,30—10,15, Dienstag 8,15—10 00. Lehrer: Herr Kohn-Sc h echter. Kurs IV: Ünrcgclm. Verb, Buch J osna. Dienstag u. Donnerstag 7,30■-9,00. Dr. Lu bas eh. (Dieser Kurs findet statt bei Herrn Dr. Lubasch, Grindelallce 126111.) Kurs V. Agnon, wehaja hea kow Icmischor. Uebersetzungen aus dem Deutschen. Mittwoch 6,15-8,30, Sonnabend 7,45-9,00. Lehrer: Herr Kohn-Schcchtcr. Dr. Heinrich Ne eh des, HaUcrplatz l. Jüdische Gemeinde. Freitag, 30. November, abends 41/4 Uhr; Sonnabend, 1. Dezember, morgens; Neumonds־ weihe, Synagogen nach altem Ritus; 9 Uhr: Synagogen nach neuem Ritas; Frühgottcimllcnst: 7V5 Uhr; Haupt;uUesdienst: 10 Uhr; Predigt; Alte Synagoge: Dr. Loewcntnal; Jugend• Gottesdienst: -1 Uhr, ,Synagoge Levetzowstr.: Dr, Lewkowitz, Sonntag, 2. Dezember, abends 4 Uhr: (Erew Chanukah); Predigten: Synagoge Kaiserstr.: Dr. Loevventhal; Synagoge Rykestr.: Dr. Weyl; Synagoge Pcstalozzistr.: Dr. Levy; Synagoge Cottbuser Ufer: Dr. Bleichrode; Neue Synagoge: Dr. Blumenlhal; Synagoge Lindenstr : Dr. Warschauer; oviv ngoge Lützowslr.: Dr. 'Weiße; Synagoge Fasanenstr.: ur. licrgmnnn; Syr.agogre levetzowstr,: Dr, Lewkowitz. Go.t:s• dienst an den Wochentagen abends in allen Synagogen. 4 Uhr; morgens: Synagogen nach altem Ritus: 7 Uhr; Synagogen nach neuem Ritus: 7y! Uhr.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.