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Jüdische Rundschau · 1923-11-06 · Heft 95 (6.11.1923) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXVIII (1923)
Issue
Heft 95 (6.11.1923)
Date
1923-11-06
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 554 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 0s der von dem Gelehrten dargelegten juristischen Gesichtspunkte zu verkennen, müssen wir uns doch dessen bc» wußt sein, daß cs liier nicht nur um eine Frage des formalen Rechtes geht, sondern auch ־um eine Frage der Macht und der Leistungen. Alle Urkunden werden uns nichts niitv.cn, wenn unsere reale Macht und Leistungsfähigkeit sich als geling erweist In einer Zeit, wo Arbeitslosigkeit und sogar Auswanderung aus Paiiistina uin sich greift, müssen wir in erster Linie darauf bedacht sein, unsere eigenen Kräfte zu vervielfachen und zu zeigen, daß cs dem jüdischen Volk wirklich ernst ist mit dem Aufbau der nationalen Heimstätte. Unsere An- ׳ strengungen werden das stärkste Argument sein, das uns vor der Weit Gehör verschafft. Aber abgesehen davon, dürfen wir uns auch nicht darüber täuschen, daß in der Stellung der öffentlichen Meinung zum Zionismus eine Wandlung insofern ciugetrcten ist, als unsere Gegner, besonders in England, immer lauter und nachdrückliclier sprechen, während unsere Freunde beinahe verstunimt sind. Eine der wichtigsten Aufgaben des Augenblicks ist es, die öffentliche Meinung wieder für den Zionismus zu gewinnen. Weite Kreise sind von der Gerechtigkcit und Menschlichkeit unserer Sache überzeugt, viele wären noch für uns zu gewinnen, wenn sic mit dein Wesen unserer Idee besser vertraut würden als bisher. Das A. C. hat in klarer Erkenntnis der Zusammenhänge die Notwendigkeit einer großangelegten und systematischen politischen Propaganda eingesehen und die Exekutive aufgefordert, Schritte zu ihrer Verwirk- Heilung zu unternehmen. Durch eine solche politische Tätigkeit und — Hand in Hand damit — durch verstärkte Arbeit auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiet, können wir bewirken, daß man uns wieder mehr respektiert und bei allen Schritten mit uns rechnet. Wir müssen uns aber bewußt sein, daß unser nächstes politisches Ziel die Verständigung mit dem arabischen Volk sein muß. Vielleicht wird bald die Gelegenheit gegeben sein, Verhandlungen von Volk zu Volk zu führen, und wir glauben, daß der Augenblick nicht fern ist, wo die Voraussetzungen einer Verständigung auf beiden Seiten da sind. Die Stellungnahme des A. C. kommt in der angcnommenen Resolution zum Ausdruck, die in einem ge- ■ wissen Sinn die Resultante der verschiedenen Richtungen darstellt. Es war allerdings nicht möglich, im Rahmen einer Resolution alles restlos zum Ausdruck zu bringen, was zu sagen war; insbesondere der positive Teil ließ sich nicht in diesen Rahmen pressen. Die Exekutive hat jedoch den Auftrag erhalten, der englischen Regicrung ein Memorandum vorzulcgen, dessen Gedankengang von der Resolutionskonimission des A. C. skizziert wurde. Dieses Memorandum soll ein grundlegendes Do- ^kument darstellen, das nicht nur zu den aktuellen Fragen ״ der Interpretation des Mandates Stellung nimmt, sandern die Gerechtigkeit unserer Forderungen grundsätzlieh darlegt. Es muß darin zum Ausdruck kommen, daß die Stellung der Juden in Palästina keineswegs als ein ״Privilegium“ in engerem Sinn aufgefaßt werden kann, sondern daß die Notwendigkeit der Lösung der Judenfrage, die Anerkennung der Verbundenheit des gesamten jüdischen Volkes mit Palästina und die Entsclilossenlieit des jüdischen Volkes, mit eigener Kraft und eigenen Mitteln das Land zu einer Stätte produktiver Arbeit und blühenden Lebens zu machen, uns einen idealen Anspruch gibt, der nicht nach den heutigen Bevöikerungsverhältnisscn Palästinas gemessen werden darf. Wir sind weit davon entfernt, das Recht der palästinensischen Araber auf ihr Heimatland zu bestreiten, glauben aber, daß in dem durch unsere Arbeit ncubclcbtcn Land beide Völker zu ruhigem und schaffendem Leben Platz haben. Diese Gesichtspunkte sollen in dem Memorandum ausgeführt werden, da wir uns nicht nur mit dem konkreten Vorschlag einer Arab Agency auscinanderzusctzen haben, sondern mit der ganzen Ideologie, die diesem Vorschlag zugrunde liegt und zum Teil in der Rede Herbert Samuels zmn Ausdruck kam. Das A. C. beschäftigte sich auch mit der Frage der Durchführung der Kongreßbeschlüsse über die Erwcitcrutig der Jcwish Agency. Bei der Besprechung des Arbeitsplanes, den die Exekutive vorlcgtc, zeigte sich die erfreuliche Tatsache, daß die Gegensätze, die auf dem Kongreß die Gemüter in so starke Erregung versetzt hatten, auf ein sehr geringes Maß zusammengeschrumpft sind. Gegen die geplanten Schritte zur Schaffung des im Kongreßbcschluß vorgesehenen Council wurden kaum Einwendungen laut. Die Diskussion beschäftigte sich mehr mit den konstitutionellen Fragen des Keren Hajessod, da diese bei der Bildung der Jcwish Agency auch eine Rolle spielen. In manchen Ländern sind die Keren Hajcssod-Komitces die Repräsentanten des palästinagerichteten Judentums, also derjenigen Nichtzionisten, die auf Grund des Palästinamandates beim Aufbau der nationalen Heimstätte tätig milwirken wollen. In anderen Ländern allerdings ist der Keren Hajcssod sowohl seiner Idee nach, als auch in seinen Leistungen noch ziemlich unentwickelt. Dies gilt vor allem für die Länder Osteuropas, unter denen Polen als das bedeutendste die größte Rolle spielt. Diese Unterschiede zwischen den Ländern kamen in der Diskussion zum Ausdruck, und es wurden die organisatorischen Möglichkeiten erörtert, die die zweckmäßigste Art der Heranziehung des nichtzionistischen Judentums betreffen. Die Annäherung der Anschauungen in dieser Frage ist als ein besonderer Gewinn der A.C.-Sitzung zu buchen. Ebenso nützlich war die Aussprache über die Lage der Bewegung und die Keren Hajessod-Arbeit in den einzelnea ]Ländern. Es wurden viele Mängel unserer Arbeit 'X i-'iU X;jlaud! Wir können da» Blatt Im November nur ollen denjenigen Abonnenten wclterHcfern, die außer dor durch Nachnalmio gcIcIntclcnVorausznhlungaMchdiovrledcrhoUeingcforderton Ö,50Coldmark,berccluHtz11mTogcsl;urs, eingeschickt haben. Die Anmeldung zum ןןמ02«1«סנ1נמ©2יים muß nach den geltenden Bestimmungen bis zum 15. November erfolgen. Angcmeldot werden k&nnca nur diejenigen Abonnenten, die die Abonnementsgcbührcn mit 1,10 Goldmark vorher entrichtet haben. Die Ortsgruppen sind aufgefordert worden, die Samraolnbonncments wieder einzuricliten, nachdem cs jetzt möglich Ist, die Gebühren wertbeständig, d.h. mit Geldanleihe, zu bezahlen. Dia Abonnenten an Orten, an denen keine Sommclabanmoment• zustande kommen — die Einkassierung durch die Ortsgruppen müßte sofort erfolgen — worden hierdurch dazu auf gefordert direkt einzaschtckcn. Bmikachecka können nickt In Zahlung genommen worden. Verlag der ״Jädladion IvundacJina״ Berlin W15, Süchalacho Straf}« 8 Postscheckkonto 1 Berlin 17392, aufgedeckt, das Bedürfnis nach einem organischen Neuauf bau kam klar zum Vorschein. Mau konnte erkennen, daß dieselben Gedanken, die in der letzten Sitzung des Zentralkomitees der deutschen Zionisten im Mittelpunkt standen, heute für die ganze Bewegung akut sind. Eine Ncubclebung der zionistischen Propaganda, der Wiederaufbau des Zionismus als geistiger und moralischer Macht ist das dringendste Erfordernis der Stunde, das nicht von irgendeiner Zentrale allein bewerkstelligt werden kann, sondern von unten her in planmäßiger Arbeit in Angriff genommen werden muß. Außon- und innenpolitische Erfolge hatten uns eine Zcitlaiig über dieses Erfordernis hinweggetäuscht. Diese Selbstsicherheit ist nun erschüttert, wir alle beginnen wieder zu verstehen, daß Zionismus nicht ohne kontinuierliche an* strengende Arbeit lebendig erhalten werden kann. Die Exekutive wurde vom A.C. in Stand gesetzt, Maß* nahmen zu einer Neubelebung der Bewegung zu ergreifen, Wenn auch das Verständnis hierfür noch nicht in allen Kreisen vorhanden ist, so glauben wir doch, daß die Belebung der zionistischen Blutzirkulation überall freudig begrüßt werden wird. Eine der schwersten Sorgen unserer verantwort* liehen Organe muß im gegenwärtigen« Moment die Wirtschaftliche Lage in Palästina sein. Die A. C.-Sitzung hat auch darüber Berichte gehört. Der Finanz- und Wirtschaftsrat hat einen Antrag vorgelegt, zur Behebung der Arbeitslosigkeit eine Umstellung im Budget vorzunehmen, indem aus dem dritten Teil des Palästina- Budgets (Kredite und Investitionen) einzelne Posten in den ordentlichen Etat aufgenommen werden. Es handelt sich um die Beteiligung des Keren Hajessod an der kooperativen Baugenossenschaft ״Solelboneh“, an der Hypothekenbank und an der Ruthcnbcrg-Gesellschaft. Durch die Liquidmacliung dieser Beiträge soll die Bau* tätigkeit im Lande wieder belebt werden, so daß zum mindesten ein Teil der Arbeitslosen absorbiert werden kann. Selbstverständlich dürfen lebenswichtige Posten des ordentlichen Etats unter dieser Umstellung nicht leiden, vor allem die Landwirtschaft, für deren ln vestitionen gerade jetzt die wichtigsten Monate sind. Um aber dieses Budget zu sichern, ist eine ungeheure Kraftanstrengung notwendig, die vor allem von den europäisehen Ländern gemacht werden muß, da die Weiz• mannsche Kampagne in Amerika erst in einiger Zeit Resultate ergeben kann. Der Beschluß des A. C., der den europäischen Ländern die Verpflichtung zur sofortigen Mobilisierung ihrer Kräfte aufcrlegt, ist vielleicht der wichtigste der ganzen Tagung. Die Teilnehmer an dieser A. C.*Sitzung verlassen London mit dem Bewußtsein, daß es nun darauf ankommt, Taten sehen zu lassen. Gegen Zangwills icle Die offizielle Sfd!1־aor.r.!irne des amerikanisch. Jüdischen Kongresses New York. (J.C.B.) Auf Vorschlag des Vorsitzenden der amerikanischen zionistischen Organisation, Herrn Louj, Llpsky, wurde die nachstehende, durch den Präsidenten des amerikanisch-jüdischen Kongresses, Dr. Stephen S. W |»e y0f. gebrachte Kundgebung zu Israel Zangwills Begrüßung*^ ansprachc als die offizielle Stellungnahme des Kongresse* angenommen. Die Kundgebung lautet: ״Der amerikanisch - jüdische Kongreß hat mit großem Respekt die Ansprache seines hochgeschätzten Gastes Israel ZangwiU angenommen, aber es kann nicht ausdrücklich genug gesagt werden, daß Herr ZangwiU für seine eigene Pcrsou und nicht im Namen dis amerikanisch-jüdischen Kongresses gepro eiten hat Ich will die Mißdeutungen nicht unberücksichtigt lassen, der diese glänzenden und geistvollen Aeuflcrungea Zangwills ausgesetzt sind, dessen Verdienste für die jüdisdie Sache während seines ganzen Lebens upd in Sonderheit für die zionistische Sache während der Führerschaft Herzls nie ver. gossen sein würden. Aber als Sprecher des amerikanisch-jüdischen Kongresses möchte ich ernsthaft und ausdrücklich die Ueberzeugirng der Tausende amerikan scher Juden, deren unmittelbare Vertretung dieser Kongreß darstclSt, wiedergeben, daß der Zionismus weit davon entfernt ist, Bankrott gemacht tu haben oder sich Im Stadium der Auflösung tu fcefinden. Die Aussichten für die volle Verwirklichung der zionistischen Hoffnungen auf eine Heimstätte sind heute näher als je.״ Weiter heißt es in der Kundgebung: ״Weit davon entfernt, Palästina aufzugeben, sind wir entschlossen, mutiger, tatkräf. tiger und geeinter als Je zuvor auf dem Wege fortzuschreiten. Das jüdische Volk wird aufrichtiger sein zu den Arabern, mit denen die jüdischen Erbauer Palästinas in gutem Einvernehmen und in Freundschaft leben müssen, נא wie Zangwill es anfgcdrückt hat: ״Die Araber werden sehen, daß wir Segen bringen und keinen Fluch; und sicherlich werden die beiden Rassen gemeinschaftlich arbeiten.“ Aber nicht weniger wichtig ist cs, daß die Juden sich selber gerecht werden sollen, daß die amerikanische Judenheit, die hier in diesem demokratischen und autorativen Kongreß vertreten ist, beschließt, alle* Mensehen mögliche tu tun, um die Balfour-Delclaration ln die nidit wegzulcugnendc Wirklichkeit einer großen, fruchtbaren, segenspendenden jüdischen Siedlung im jüdischen Lande umzusetzen. Es sind über die allgemeine Tendenz von Herrn Zangwills Ansprache die größten Mißverständnisse entstanden. Denn Zangwills Kritik ist nicht die eines Antizionisten, sondern die eines Zionisten gegen Zionisten: eines Herzlichen Zionisten, der mehr fordert, als die britische Verwaltung durch die Baltonr-Dcklaration geboten hat Zangwills Bemängelungen beziehen sich nicht auf die grundlegenden Ideale und Prinzipien des Zionismus, sondern auf die Politik der jetzigen zionistischen Leitung, zu der er in ehrlichen Meinungsverschiedenheiten steht Zangwill möchte jene Sicdlungsmaßnahmen verstärken, die die zionistische Leitung ,im Interesse der Harmonie in Palästina und des guten Einvernehmens zwischen Juden und Nichtjuden in der ganzen Welt beschränken und zurüekstellcn möchte. Kurz gesagt geht Zangwills Protest gegen den Minimal-, nicht gegen den Maximal-Zionismus, denn Zangwill ist ein Maxintal-Zionist“ Die Kundgebung schließt: ״Ohne oder mit Herrn Tangwill —- und wir hoffen, mit ihm — schreitet die zionistische Sache vorwärts, ohne Schaden für irgend jemand und zura Nutzen aller innerhalb und außerhalb des Judentums.“ Die palästinensischen Gemeinden Jerusalem. (J. CJB.) In Jerusalem fand eine Protest- Versammlung gegen die Behandlung der Juden in den Gemeindeverwaltungen statt, welcher Vertreter aus verschiedenen Orten des Landes beiwohnten. Es wurde eine Resolution angenommen, ln welcher die Regie rang zur schleunigsten Festsetzung eine» Termins für Neuwahlen in die Stadtverwaltung auf gefordert wird. Eine Delegation, bestehend aus den Herren Rabbi Ostrovsky, J. Ben Zwi, S. Schwartz und Elmalich, wurde zu Sir Herbert Samuel entsandt, um ihn» den Willen der Ver- Sammlung kundzutun. Der amcrlkanlsch-Jüdlschc Kongreß für die rumänischen Joden New York. (J.C. B.), Die Resolution des amerikanischjüdischen Kongresses über die Stellung der Juden in Rumänien lautet: ״Der amerikanisch-jüdische Kongreß nimmt mit Befriedigung Kenntnis von den für die Emanzipation der Juden in Rumänien in der Verfassung niedcrgelcgten Bestimmungen. Der Kongreß gibt der Hoffnung Ausdruck, daß diese lat dje volle Gleichberechtigung der Juden sowohl in dem alten Königreich, als auch in den neuen Territorien herbeiführen wird_ und daß demnach die Juden ihre vollen bürgerlichen, religiösen und politischen Rechte erhalten werden, cinschlicttlieh der Minoritätenrechte, die ihnen durch jenen Vertrag zugestanden worden sind, an dem auch Rumänien Teil hat Mit Besorgnis und Kümmernis hat der Kongreß die Hachrichten von den Verfolgungen und Bcdrängungen aufgenommen, denen die Juden während des letzten Jahres durch die antisemitische Propaganda ausgesetzt waren. Besonders nlcdcrdrückcnd ist die Lage für die jüdischen Studenten. Der Kongreß weist mit Entrüstung auf die Propaganda hin, die zu Gunsten des Numerus clausus betrieben Wird und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die rumänische Regierung weiterhin die notwendigen Maßnahmen nun Schutze der Rechte der luden ergreifen wird, wie sie ihnen in der Verfassung des Landes und durch die in Kraft getretenen Verträge zugesagt sind.“ Eine Ausfertigung dieser Resolution wurde an den rumanischen Vertreter in Washington, Prinzen Antoine llibesoo, mit dem Ersuchen gesandt, eine Abschrift dem Premierminister von Rumänien zu übermitteln. Jüdische Kolonisten bei Sir Dcrbcrt Samuel Jerusalem. (J. C. B.) Eine Delegation jüdischer Kolonisten Palästinas wurde vom Obcrkomniissar empfangen. Die Delegation überreichte Sir Herbert Samuel ein ausführliches Memorandum mit ausführlichen Vorschlägen an die Regierung, die Kolonisten bei der Verbesserung der landwirt* schaftliche n Verhältnisse Im Lande zu unterstützen. Es wurden bei dieser Gelegenheit die landwlrtschaft- Uchen Fragen, besonders hinsichttich des Zehnten, der landwirtschaftlichen Anleihen und des Straßenbaus, besprochen. Während der Unterredung erklärte Sir Herbert Samuel, die letzthin in Palästina in bezug auf seine angebliche Amtsmüdigkeit ausgeslreuten Gerüchte entbehren jeglicher Begründung. Völkcrbnndtlclcglerlc in Rumänien and Ungarn Bukarest (1. C. B.). Der Sekretär des Völkerbundes Eric Druttionis hat einige Tage in Bukarest geweilt, um die Lage der Minderheiten in Rumänien zu studieren. Er halte längere Besprechungen mit Mitgliedern der Re* gicrung. Auen der englische Bischof Ramsay hält sich zwecks Studiums des Minoritäten-Probleirss in Ru־ mäniai auf, Sir Eric Drumonti ist von hier nach öudapest abgereist, um die Lage der Minoritäten in Ungarn zu untersuchen. Budapest (J. C. B.). Der Sekretär des Völkerbundes, Sir Eric Drumonts, hatte eine längere Unterredung mit dem ungarischen Premierminister Graten Bethien im Zusammenhang mit der geplanten Völkcibuiidanlelhe an Ungarn. Währena des Ocsprächca wurde die Frage der Minder* heften, insbesondere der Juden, berührt Sir Eric Druinonts soll sich laut Zeitungsmcldungcn dahin geäußert haben, daß Ungarn nunmehr einen Geilt der V e rs ähnlichkeit zeigt, der eine unerläßliche Vorbedingung für eine zutrledenstedcndc Lösung der Reparationsfragen ln allen europäisehen Staaten ist Im Monat September sind 643, kn August 558 Petto«0• in Palästina cingcwandert

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